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Thema: Hund mit Herzinsuffizienz

  1. #1
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    Question Hund mit Herzinsuffizienz

    Nein, es geht hierbei nicht um meinen Hund, aber dennoch um einen mir sehr lieben Nachbarshund, guten Kumpel meines Hundes und stimmt mich auch traurig.

    Er ist grad mal fast 10 Jahre alt, ein Malteser - Mix - und hat sowohl eine Klappeninsuffizienz (sie schließen nicht mehr richtig) als auch ein stark vergrößertes Herz sowie Herzhusten.
    Und benötigt pro Tag mittlerweile schon 3 Herztabletten.

    Der TA diagnostizierte schon vor fast 2 Jahren "Herzgeräusche" , sprach aber nur von "beobachten müssen", es könne "altersbedingt" sein. Bei einem damals erst 8jährigen Hund??

    Erst in diesem Jahr wurde endlich eine Röntgenaufnahme und Ultraschall gemacht (bei einem anderen TA) und die furchtbare Diagnose kam zutage....

    Wer von euch hat Erfahrung damit und kann vielleicht noch Behandlungstipps geben? Und auch, welche Lebenserwartung der kleine Kerl max. noch haben wird?

    Traurige Grüße

    Lis

  2. #2
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    Hallo Lislis,

    ich finde die Seiten der Uniklinik München dazu ganz interessant, schau mal hier: https://www.tierkardiologie.lmu.de/b...okardiose.html , vielleicht hilft dir das ein wenig. Ansonsten denke ich, dass es so verschieden ist, dass man dazu nichts sagen kann als Nicht-Tierarzt. Eine Freundin von mir hatte letztes Jahr einen herzkranken ca. 12 Jahre alten Yorkie aus dem Tierschutz adoptiert. Da haben die Ärzte vermutet, dass er maximal ein Jahr zu leben hätte und das war auch so. Die meiste Zeit ging es ihm aber gut und er war mit Medikamenten beschwerdefrei, nur am Ende kam halt immer mehr Husten dazu und er mochte nicht mehr fressen etc.

    Wünsche euch alles Gute!

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018), Orko (2001 - 2019) und Gandalf (2002 - 2016)


  3. #3
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    Dankeschön für deine Antwort! Ich werd mich mal in den link einlesen, aber die Prognose, die du von dem Yorkie berichtest, deckt sich leider auch mit dem, was ich bisher in Erfahrung brachte... 1-2 Jahre noch.....
    Aber er ist doch grad mal knapp 10 Jahre alt......
    Leider kann man mit seinem Frauchen nicht darüber reden, sie ignoriert diese Möglichkeit komplett.
    Aber ich schau mal, was der link so gibt.

    Lieben Dank nochmal.

  4. #4
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    Gerne!

    Meinst du, sie will nicht akzeptieren, dass er so krank ist? Aber Medikamente gibt sie ihm, oder? Vielleicht findet da jeder seinen Weg, auch wenn es für Außenstehende nicht so logisch erscheint. Ich hatte zwei herzkranke Kater, sie waren drei und fünf Jahre alt bei der Diagnose und brauchten ihr Leben lang Tabletten. Der eine ist mit 15 gestorben, tatsächlich an der Erkrankung. Der andere mit fast 18 an was anderem. Und ich habe jahrelang viele Sorgen gehabt. Klar, ich konnte nicht anders, das war mein Weg. Aber nun denke ich, etwas mehr "Augen zu"-Mentalität kann im Alltag doch manchmal auch helfen, weil man die verbleibende Zeit mehr genießt

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018), Orko (2001 - 2019) und Gandalf (2002 - 2016)


  5. #5
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    Hallo Lislis,

    bei meinem großen Hund (70cm, 30kg) wurde auch im Alter von 10 Jahren eine Mitralklappeninsuffizienz festgestellt. Damals hatte er schon eine Autoimmunerkrankung.
    Nachdem er gut eingestellt war mit seinen Medikamenten hatte er wieder die gewohnte Lebensqualität. Wir konnten wieder unsere großen 1.5h Runden drehen. Er hat wieder begeistert im Schnee getobt. Ich hab ihn gelassen. Er hat bestimmt was geht und was nicht geht.
    Er starb mit 13 Jahren an einer anderen Krankheit.

    Als Tip von mir: sie soll ihm täglich ein Stück Banane geben. Durch die Herzmedikamente sinkt der Kaliumspiegel, Banane kann das gut ausgleichen. Das hat mir damals der Kardiologe gesagt. Und er hatte recht.

    Herzprobleme bedeuten nicht immer ein schnelles Ende.

    Der Neufundländer von Freunden hat mit 2.5 Jahren die Diagnose Insuffizienz u.a. bekommen. er hat seine Lebenserwarung schon um 2 Jahre überschritten und ihm geht es mit den Medis gut.

    Mir scheint es eher als hättest Du ein großes Problem mit der Diagnose? Und auch ein Malteser ist mit 10 Jahren schon ein alter Hund.
    Wenn das Frauchen des Hundes das so akzeptiert solltest Du das auch tun.

    Viele Grüße
    Pia
    Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (Konrad Adenauer)

  6. #6
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    Erst einmal herzlichen Dank für deine so ausführliche Antwort, die sehr hilfreich ist.

    Der Tipp mit der Banane ist gut, aber ich ahne schon die Antwort meiner Nachbarin: KALORIEN!!!!! Denn der Hund war (und ist noch) lange Zeit viel zu dick gewesen und soll nun abspecken (was ja echt gut ist)
    Ich hatte ihr bereits auch schon einen Tipp bezüglich Möhren (die ja ebenfalls Kalium enthalten) gegeben, doch stieß nur auf blankes Entsetzen: KALORIEN.
    Im Moment liegt ihr Augenmerk hauptsächlich auf der Gewichtsabnahme, wobei, schon klar, da eine Wechselwirkung besteht. Er war jahrelang viel zu dick und wog zu "Gewichthochburgzeiten" fast 12 kg.... (Normalgewicht wäre max. 9kg)

    Doch mit knapp 10 Jahren alt als kleiner Hund?? Mein Dackel-Terrier-Mix ist 13 - klar merkt man`s langsam, aber so richtig alt? Denk, kleine Hunde können oft 15, 16 Jahre alt werden....

    Doch zurück zu deiner letzten Anmerkung: Nein, die Nachbarin akzeptiert dies alles nicht und sucht sich ständig zu vergewissern, dass ihr Hund nicht binnen kurzem sterben wird.
    Und nur deshalb schreibe ich hier ja auch darüber in der Hoffnung, dass ich für sie irgendeinen Rat bekomme (den mit der Banane werde ich ihr weitergeben).

    Ich selbst habe mit dem Tod keine Probleme und befasse mich auch angesichts des Alters meines eigenen Hundes zunehmend mit dem endgültigen Abschied.

    Danke für deine Nachricht!

  7. #7
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    Guten Morgen Lislis,

    ok, Deine Nachbarin ist speziell

    Bestell Ihr mal viele Grüße von mir.
    Mit dem Abspecken tut sie dem Hund viel Gutes! Aber auch da muss man auf die Gesundheit achten, vor allem wenn noch andere Krankheiten vorliegen.
    Bei der Größenordnung des Hundes reicht ca 1/4 Banane pro Tag. Mein 30kg Hund hat 1/2 Banane pro Tag bekommen.
    Das kleine Stück kann sie von der normalen Futterration abziehen. Bananen sind auch für Hunde sehr gesund und machen satt, daher kann sie ruhig vom normalen Futter etwas abziehen, ich denke 1 Esslöffel TroFu entspricht dem.
    Möhren sind ein prima Nahrungsmittel bei der Gewichtsreduktion. Sie können gekocht werden und können dann unter das normale Futter gemischt werden. Hierbei auch einfach etwas vom Futter abziehen. Sie sättigen und haben kaum Kalorien. Werden sie roh gegeben kommen sie unverdaut wieder raus und haben so gut wie keine Auswirkung auf das Gewicht.
    "Karotten liefern Hunden wertvolle Nährstoffe
    Darüber hinaus sind Karotten mit etwa 30 bis 40 Kalorien je 100 Gramm sehr kalorienarm, was sie auch für Hunde mit Übergewicht zu einem ausgezeichneten Snack für zwischendurch macht"


    Denk, kleine Hunde können oft 15, 16 Jahre alt werden....
    ja das ist möglich. Trotzdem gelten auch kleine Hunde ab einem Alter von 9 Jahren als Senior. Und auch unter den kleinen Hunden gibt es halt welche die Altern schneller, vor allem wenn sie Gesundheitliche Probleme haben.

    Aber in Bezug auf Deine Nachbarin: Jeder Hund, egal welchen Alters kann plötzlich und unerwartet sterben.
    Wenn Sie weiter an der Gewichtsreduktion arbeitet ist das super, aber grade bei kranken Hunden sollte man nicht einfach nur die Futtermenge reduzieren sondern auch dafür sorgen das es ausgewogen ist, sie haben dann spezielle Bedürfnisse (Banane). Wenn sie dsa beachtet kann sie noch einige glückliche Jahre mit ihrem Hund haben.
    Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (Konrad Adenauer)

  8. #8
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    Zitat Zitat von Sheratan Beitrag anzeigen
    Gerne!

    Meinst du, sie will nicht akzeptieren, dass er so krank ist? Aber Medikamente gibt sie ihm, oder? Vielleicht findet da jeder seinen Weg, auch wenn es für Außenstehende nicht so logisch erscheint. Ich hatte zwei herzkranke Kater, sie waren drei und fünf Jahre alt bei der Diagnose und brauchten ihr Leben lang Tabletten. Der eine ist mit 15 gestorben, tatsächlich an der Erkrankung. Der andere mit fast 18 an was anderem. Und ich habe jahrelang viele Sorgen gehabt. Klar, ich konnte nicht anders, das war mein Weg. Aber nun denke ich, etwas mehr "Augen zu"-Mentalität kann im Alltag doch manchmal auch helfen, weil man die verbleibende Zeit mehr genießt


    Den link bzw. den Inhalt dahinter hab ich mir nun durchgelesen und würde, wäre es mein Hund, daraus etlichen Nutzen ziehen. Ich habe ihn dann der Nachbarin benannt, doch sie wollte nichts davon wissen.....

    Womit ich bei deinem ersten Satz bin: Sie ist zwar unendlich wütend auf die damalige TÄ, die die anfänglichen Herzgeräusche nicht ernst genug genommen hat ihrer Ansicht nach, will aber wirklich die Schwere der Erkrankung nur begrenzt akzeptieren.
    Seine Medis bekommt der Hund allerdings zum Glück und ich erlebe hier selbst, dass es ihm um einiges besser geht damit - aber drei Herztabs sind schon eine gewaltige Hausnummer.....
    Doch alles andere blendet sie aus.

    Nochmal zur Banane: Die frisst der Hund nicht (würde meiner allerdings auch nicht, er hasst Obst, liebt nur Gemüse).
    Und Möhren sind ihr zu kalorienhaltig - öhm??

    Danke für eure Mühe!

  9. #9
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    aber drei Herztabs sind schon eine gewaltige Hausnummer...
    na so gewaltig nu auch nicht.
    Vor allem, sind es wirklich Herzmedikamente oder ist noch was anderes dabei? Meiner bekam z.Bsp. zusätzlich Entwässerungstabletten.
    Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (Konrad Adenauer)

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