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Thema: Mehrere Wochen Trennung?

  1. #1
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    Mehrere Wochen Trennung?

    Hallo,

    ich bin neu hier und habe mich angemeldet zum Erfahrungsaustausch über ein Thema, das mich zurzeit sehr beschäftigt.

    Ich habe zwei Katzen, beides Mädels, 8 und 3 Jahre alt, seit 5 bzw. 2 Jahren bei mir.

    Jetzt kann es sein, dass mir ein Klinikaufenthalt von 4-6 Wochen bevorsteht. Es geht um die Behandlung von extremer Geräuschempfindlichkeit in einer weit entfernten Fachklinik. Also nichts Lebensnotwendiges, aber schon etwas, das mich sehr belastet. Wochenendbesuche zuhause wären nach den Regelungen der Klinik nicht möglich.

    Ich war noch nie länger als eine Woche von meinen Lieblingen getrennt und frage mich jetzt wie die beiden das verkraften würden.

    Eine Freundin von mir wäre bereit für die Dauer meines Klinikaufenthalts in meine Wohnung zu ziehen und sich um die Katzen kümmern. Sie wären also in vertrauter Umgebung, versorgt von einer Person, die sie kennen und mögen. Trotzdem mache ich mir Sorgen. Die ältere - Coni - ist sehr anhänglich und sehr sensibel. Sie möchte am liebsten den ganzen Tag kuscheln und reagiert sehr sensibel auf Stimmungen. Die jüngere - Leonie - wurde ausgesetzt und hat sich letztes Jahr, als ich eine Woche in Urlaub war, sehr verstört verhalten, sie hat wohl gedacht ich hätte sie verlassen. Auch damals war eine Freundin bei mir in der Wohnung, die die Katzen gut kennen. Leonie hat meine Freundin angefaucht, wenn sie sie streicheln wollte, was sie sonst nicht tut. Sie wurde erst ruhiger, nachdem ich mit ihr telefoniert hatte. Leonie ist ein Temperamentsbündel mit großem Dickkopf, aber normalerweise nicht agressiv. Sie kann auch sehr verschmust sein.

    Hat jemand von Euch Erfahrung mit einer längeren Trennung von Euren Lieblingen? Wie haben sie reagiert?

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich es verantworten kann meine Mädels solange zu verlassen.

  2. #2
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    Hallo Felina84,

    gleich vorweg: Ich habe keine eigene Erfahrung mit längerer Abwesenheit von unseren Katzen.
    Trotzdem will ich Dir antworten, weil ich es toll finde, dass Du Dich so um das Wohl Deiner Katzen sorgst.

    Ja, wir als ganze Familie waren schon öfter im Urlaub und haben unsere Katzen unter der liebevollen Fürsorge unserer Nachbarin zu hause gelassen.
    Das waren aber maximal 3 Wochen. Es gab nie Schwierigkeiten. Dazu muss ich sagen, dass wir Freigänger haben.
    Hast Du denn schon eine Diagnose, woher Deine Geräuschempfindlichkeit kommt?
    Dass Leonie gefaucht hat, als Deine Freundin sie streicheln wollte, ist aus Sicht der Katze verständlich. Neu Situation, neue Regeln.
    Was vielleicht hilfreich wäre: Könnte Deine Freundin schon 1 bis 2 Wochen vor Deinem Krankenhausaufenthalt bei Dir wohnen, damit es nicht so neu ist, wenn Du weg bist und die Katzen sich gleichzeitig an die Freundin gewöhnen müssen.
    Gut ist, dass Deine Katzen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben.

    Niemand kann Dir sagen, ob Du es bei Deinen Katzen verantworten kannst. sie so lange in der Obhut Deiner Freundin zu lassen.
    Dazu sind Katzen zu individuell.
    Aber Du musst auch sehen, dass Deine Katzen ein sehr feines Gespür haben, wenn es Dir nicht gut geht.
    Daher werden sie auch nach Deinem Krankenhausaufenthalt profitieren, wenn es Dir besser geht.
    Telefonieren kannst Du ja sicher mit Deiner Freundin und Deinen Katzen, wenn Du in der Fachklinik bist.

    Wenn ich in Deiner Situation wäre, würde ich in die Fachklinik gehen.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  3. #3
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    Hallo Felina84,
    ich war immer 4-5 Wochen in Urlaub und hatte meine Katzen in eine Katzenpension gegeben. Dort waren sie zwar nicht sehr glücklich lt. den Endgespräch mit der Pensionsinhaberin aber alle, außer Lucy, hatten sich schnell eingelebt. Lucy hatte anfangs gar nichts gefressen. Aber alle hatten sich riesig gefreut als ich sie abholte. Auch wenn sie zuhause manchmal beleidigt waren wenn ich nicht zur gewohnten Zeit nach der Arbeit nach Hause kam weil ich vorher noch einkaufen war.
    Ich würde mich Sabine anschließen und Dir empfehlen Deine Freundin zu fragen ob sie schon einige Zeit vor Deinem Klinkaufenthalt bei Dir wohnen kann. Dann wirfst Du die Katzen nicht sofort ins "kalte Wasser".
    Grüße
    Monika
    Mit den Katzen telefonieren kann auch sehr hilfreich sein.



  4. #4
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    Hallo,

    danke für die Antworten. Ich denke es sollte kein Problem sein, dass meine Freundin schon vorher bei mir wohnt. Und täglich telefonieren würde ich auch mit meinen Süßen.

    Die Geräuschempfindlichkeit hat keine körperliche Ursache. Der wahrscheinlichste Grund ist eine leichte Form von Autismus. So etwas ist im Erwachsenenalter schwer zu diagnostizieren, die Ärzte sind sich uneins. Jedenfalls fehlt mir, wie Autisten, der Reizfilter. Wenn ich mich im Büro mit einem Kollegen unterhalte fällt es mir sehr schwer mich auf den Kollegen zu konzentrieren, weil alle Geräusche, die ich höre, gleich präsent sind - der Drucker, vorbeifahrende Autos, das Ticken der Uhr, das Geräusch der Tastatur, Vogelgezwitzscher, Teller klappern in der Kantine eine Etage tiefer, Schritte auf dem Gang, das Telefonklingeln im Nachbarbüro - alles strömt gleichzeitig auf mich ein, worauf ich mit Stress, Anspannung und Kopfschmerzen reagiere. Plötzliche laute Geräusche wie ein Hupen lösen Panikattacken und starke Schmerzen aus. Das Problem habe ich mein Leben lang, wenn es mir allgemein psychisch schlecht geht ist es aber viel schlimmer.

    Ja, die Katzen spüren meine Anspannung leider. Coni zeigt das durch vermehrte Anhänglichkeit, Leonie durch Unruhe. Langfristig würde es den beiden sicher auch helfen, wenn es mir besser geht. Kurzfristig wird es aber wahrscheinlich zienlicher Stress für die zwei. Ein Problem ist, dass die beiden so unterschiedlich auf Stress reagieren. Coni will dann kuscheln, auch mit Leonie. Leonie will aber nur kuscheln wenn sie entspannt ist, wenn Coni ihr auf die Pelle rückt, wenn Leonie gestresst ist faucht Leonie, obwohl die beiden sich eigentlich gut verstehen. Was dann meistens hilft ist: Erst Leonie rauslassen, damit sie sich draußen austoben kann, in der Zeit mit Coni kuscheln und anschließend mit beiden zusammen angeln spielen. Habt ihr noch weitere Tipps für mich bzw. meine Freundin zum Umgang mit solchen Situationen?

  5. #5
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    Thumbs up

    Guten Morgen Felina,

    Das tut mir leid, dass Du schon so lange die Geräuschüberempfindlichkeit hast und erst jetzt danach geschaut wird. Ist die Erkrankung Deinen Eltern, im Kindergarten oder in der Schule niemandem aufgefallen?
    Ich hoffe Dir kann in der Klinik geholfen werden.

    Wenn Deine Freundin schon früher zu Dir und den Katzen kommen kann, ist alles gut.
    Kümmere Dich jetzt erst mal um Dich.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  6. #6
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    Zitat Zitat von Pampashase Beitrag anzeigen
    Guten Morgen Felina,

    Das tut mir leid, dass Du schon so lange die Geräuschüberempfindlichkeit hast und erst jetzt danach geschaut wird. Ist die Erkrankung Deinen Eltern, im Kindergarten oder in der Schule niemandem aufgefallen?
    Ich hoffe Dir kann in der Klinik geholfen werden.

    Wenn Deine Freundin schon früher zu Dir und den Katzen kommen kann, ist alles gut.
    Kümmere Dich jetzt erst mal um Dich.
    Aufgefallen ist die Problematik schon, ich war bei jede Menge Ohren-Ärzten und Psychotherapeuten, aber alle sagten, dass man da nichts machen kann. Ich habe erst vor wenigen Monaten von der Existenz der Fachklinik erfahren. Jetzt muss noch die Krankenkasse zustimmen, es ist nämlich eine Privatklinik und ich bin gesetzlich versichert. In Einzelfallentscheidungen der Krankenkasse ist aber eine Kostenübernahme möglich. Ich denke einen Versuch ist es wert. Trotzdem habe ich den Katzen gegenüber ein schlechtes Gewissen und befürchte, dass ihr Vertrauen zu mir darunter leiden wird.

  7. #7
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    Felina, dann sind die Daumen fest gedrückt, dass die Krankenkasse zustimmt.
    Wenn an der Erkrankung nichts zu ändern ist, dann kannst Du Dir das Leben vielleicht erleichtern.
    Ich denke da an Arbeitszeitverkürzung, Rückzugszonen schaffen, Arbeitssituation verbessern,
    Vielleicht kann Dir auch eine Beratung beim Hörgeräteakkustiker helfen.
    Ich habe selber Hörgeräte bei denen die Hintergrundgeräusche in der Intensität einstellbar sind.
    Jedenfalls sagt das der Hörgeräteakkustiker.

    Und Deine Katzen? Die haben jetzt Vertrauen zu Dir, sind vielleicht eine Weile.beleidigt und haben es dann schnell alles wieder vergessen.

    Du solltest Dich mehr positiv um Dich kümmern!
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  8. #8
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    Felina84, ich drücke Dir alle Daumen das die KK Dir diesen Klinikaufenthalt bezahlt. Für mich liest sich das tatsächlich wie eine psychische Sache die gar nicht mal so selten ist. Viele Menschen nehmen das aber nicht wirklich ernst bzw. haben niemanden mit dem sie darüber reden können weil es einfach "nicht normal" ist. Psychische Probleme brauchten schon immer Jahre bis sie anerkannt wurden.
    Mit fällt das tatsächlich jetzt erst wieder ein das ich vor vielen Jahren für 3 Monate in Kur war und danach noch 6 Wochen Urlaub hatte. Meine Wohnung hatte ich für diese Zeit unter der Bedingung das die Frauen sich um meine Lisa kümmern, vermietet. Natürlich sind nicht alle Katzen gleich aber Lisa ging es gut als ich wieder zuhause war und sie hatte auch keinen Vertrauenesverlust. Sie schlief wie früher bei mir unter der Bettdecke Denk an Dich. Deine Katzen werden davon profitieren.
    Grüße
    Monika



  9. #9
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    Beim Hörgeräte-Akustiker war ich längst, ich habe speziell angepasste, dämpfende Ohrstöpsel. Aber selbst mit Ohrstöpseln und zusätzlich den stärksten Kopfhörerern sind die Geräusche nur leiser, aber ich kann sie immer noch hören und es sind genauso viele, was ja das größere Problem ist als die Lautstärke. Ich arbeite schon jetzt zeitverkürzt, 5 Stunden pro Tag. Für jeden anderen ist mein Arbeitsplatz ruhig. Nur ich empfinde es als zu laut. Meine Geräuschempfindlichkeit ist sehr extrem.

    Ich hoffe ihr habt Recht, was die Reaktion der Katzen angeht. Sie würden ja sehr liebevoll in vertrauter Umgebung, von einer vertrauten Person versorgt. Und natürlich sorge ich dafür, dass Futter, Streu und Floh/Zeckenmittel vorrätig sind. Außerdem würde ich täglich anrufen.

  10. #10
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    Felina84, Du hast mein vollstes Mitgefühl.
    Ich bewundere Dich, dass Du unter diesen Umständen 5 Stunden am Tag arbeiten kannst und das Du
    die Erkrankung schon so lange erträgst.

    Bevor Du Dir aber jetzt zusätzlich Gedanken um Deine Katzen machst, warte auf die Entscheidung von der Krankenkasse.

    Du hast das Möglichste für die Katzen getan, so wie Du es jetzt geplant hast.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

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