Ergebnis 1 bis 13 von 13

Thema: Gedanken der Trauer

  1. #1
    Registriert seit
    12.04.2022
    Beiträge
    7

    Gedanken der Trauer

    Irgendwo Hilfe zu finden ist schwer, diejenigen die selbst gerade trauern, können kaum Beistand leisten - brauchen doch selbst welchen. Wer die "hardcore Phase" hinter sich hat ist meist nicht mehr aktiv (online) oder hat die üblichen Floskeln parat. Diese stimmen vielleicht - ich kann es nur hoffen, dass die Zeit alle Wunden heilt und es halt einfach dauert - nur im Moment des größten Schmerzes....hilft es leider nur recht wenig. Was also machen wir nun? Wie soll es weitergehen wenn wir uns doch fühlen als wäre alles sinn- und wertlos?

    Fürs erste bleibt mir also nur die Erkenntnis eine Phase erwähnt zu haben und daran zu glauben das diese irgendwann vorbei ist.

  2. #2
    Registriert seit
    28.11.2008
    Beiträge
    7.822
    Guten Morgen Ladadie,

    Jeder geht mit der Trauer anders um und ist auch in einer anderen Situation. Es gibt kein Patentrezept mit der Trauer um ein geliebtes Lebewesen umzugehen.
    Die Zeit heilt die Wunden. Aber eben das braucht Zeit.
    Was ich Dir nur raten kann ist, Dir selbst viel Gutes zu tun.
    Was mir in der tiefsten Trauer immer geholfen hat war, dass immer mindestens noch eine Katze (ich komme aus dem Katzenforum) da war.
    Vielleicht würde es Dir helfen, wieder ein Tier, aufzunehmen. Es gibt so viele arme Tiere, die dringend auf einen liebevollen Menschen warten. Ein neues Tier ist ja kein Ersatz für das Regenbogenkind.
    Es macht das Herz nur weiter.
    Aber das geht nur, wenn Du bereit dazu bist.
    Ich wünsche Dir viel Kraft um durch die dunklen Tage zu kommen und dass Du den richtigen Weg für Dich aus der tiefen Trauer findest.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  3. #3
    Registriert seit
    12.04.2022
    Beiträge
    7
    Danke für deine Antwort. Keine Ahnung was man sich in dieser Situation für eine "Wunderkur" erhofft - es ist wohl einfach die Machtlosigkeit und Verzweiflung die einen überall um Hilfe suchen lässt - auch wenn man weiß, dass es natürlich kein Patentrezept gibt. Tatsächlich habe ich ich noch mein Hundemädchen und bin auch sehr froh, dass sie da ist. Nur irgendwann werde ich sie auch verlieren und der Gedanke daran macht mir unglaubliche Angst. Es ist als hätte man vorher gar nicht gewusst, dass Tiere nicht ewig leben - total bescheuert irgendwie.

  4. #4
    Registriert seit
    28.11.2008
    Beiträge
    7.822
    Guten Abend Ladadie,

    Hilfe zu suchen ist ja auch richtig und wichtig.
    Und hier im Forum bist Du damit auch richtig. Die meisten hier haben auch Regenbogenkinder.
    Wir kennen den Schmerz. Für niemanden hier war oder ist es leichter damit umzugehen, wenn ein Liebling ins Regenbogenland gegangen ist.
    Es ist vielleicht nur länger her und daher ist der Schmerz nicht mehr ganz so groß.
    Nein, ich finde es nicht bescheuert. Als wir Unser Herz und unsere Türen für unsere Katzen geöffnet haben, haben wir nie darüber nachgedacht, dass sie eines Tages nicht mehr da sein werden.
    Sie waren einfach da in unserem Leben und in unseren Herzen.
    Du hast ihr Leben lang Deiner Hundedame Liebe geschenkt. Du hast ihr geholfen, wenn sie Hilfe brauchte.
    Jetzt lass es zu und lass ihr die Chance Dir zu helfen. Ja, irgendwann wird auch sie nur noch in Deinem Herzen sein. Aber es kann ja dann wieder noch ein Hund bei Dir sein.
    Vielleicht bist Du irgendwann bereit ihr einen neuen Partner (m, w, d) zu geben.
    Aber egal für was Du Dich entscheidest-Du schaffst das.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  5. #5
    Registriert seit
    12.04.2022
    Beiträge
    7
    Ja, sie hilft mir sehr, ich denke wir helfen uns gegenseitig - auch sie vermisst schließlich ihren Freund. Der Gedanke wieder einen Hund in unserer Familie willkommen zu heißen ist echt schwierig. Du kennst bestimmt das Testament der Tiere, von wegen "wenn ich mal nicht mehr da bin, sag nicht ich will kein Tier mehr..." Früher mochte ich diesen Text und hatte mir auch vorgenommen mal so zu denken und handeln. Aber jetzt ist irgendwie alles anders. Angst dass der "neue" Hund gar keine Chance hat. Das Gefühl dann irgendwie auch Lady (mein Hundemädchen) schon fast "abgehakt" zu haben. Gleichzeitig natürlich auch der Grundgedanke, dass auch ein anderer Hund ein schönes Plätzchen braucht (würde wenn dann zu einem Hund aus dem Tierschutz tendieren) und die Möglichkeit, dass es Lady sogar gefallen würde. Aber wenn dann was mit ihr wäre (sie ist nur 3 Monate jünger als mein Regenbogen Bub) würde ich sicher denken, das war schuld - sie hat sich zurückgesetzt gefühlt oder was auch immer. Fragen und Wirrwarr ohne Ende im Kopf - denke mal solange das so ist, ist es besser noch zu warten.
    Danke für Deine Worte

  6. #6
    Registriert seit
    28.11.2008
    Beiträge
    7.822
    Das Testament der Tiere kenne ich und es gefällt mir.
    Schuld ist so ein schweres Wort. Wir müssen Entscheidungen treffen und mit den Konsequenzen leben.
    Wir können unsere Entscheidungen nicht davon abhängig machen, was daraus werden könnte, weil wir nicht wissen was kommen wird.
    Entscheidungen treffen wir am besten mit dem Herzen und nicht danach wo wir uns hinterher schuldig fühlen könnten.
    Das heißt nicht, dass Du wieder einen Hund zu Lady aufnehmen sollst.
    Nur mache Dich frei von negativen Gedanken bei Entscheidungen und suche die Verantwortung für Geschehenes nicht bei Dir,
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  7. #7
    Registriert seit
    12.04.2022
    Beiträge
    7
    Nun ja, eine Gewisse Verantwortung muss ich übernehmen - tun wir doch alle ab dem Zeitpunkt wo wir "Eltern" werden. Ich weiß ich hab die Geschehnisse noch nicht geschildert, will ich auch jetzt gerade nicht, sonst muss ich gleich wieder heulen. Ich sag mal so, der Verstand sagt ich habe nichts falsch gemacht und natürlich ist man im Nachhinein schlauer, nur dieses "im Nachhinein schlauer" in kombination mit dem Schmerz führt leider zu heftigen Schuldgefühlen. Obendrein muss ich mich damit auseinandersetzen, da Lady die gleiche Krankheit hat. Hätte ich doch nur...... es hätte vielleicht nichts geändert, aber diese Frage will ich mir nie wieder stellen müssen. Habe schon bei allen möglichen Szenarien von Schuldgefühlen gelesen....schafft man den Abschied überhaupt ohne, oder ist das eine Illusion?

  8. #8
    Registriert seit
    28.11.2008
    Beiträge
    7.822
    Natürlich übernehmen wir Verantwortung, wenn wir „Eltern“ werden. Und gerade kranke Tiere zu haben ist eine besondere Verantwortung. Aber wir sind nur Menschen. Wenn wir das Ergebnis vorher gekannt hätten, hätten wir vielleicht sogar anders gehandelt. Aber wir kannten das Ergebnis vorher nicht.
    Nein, ich glaube ganz ohne Schuldgefühle geht kein Abschied. Aber wir müssen uns auch vergegenwärtigen, dass die Stärke der Schuldgefühle auch aus unserer Kindheit herrühren.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  9. #9
    Registriert seit
    12.04.2022
    Beiträge
    7
    Er fehlt mir so unglaublich und es wird einfach nicht besser. Bin schön langsam richtig am Ende. Wie schafft man es, das mehrmals durchzustehen? Danke das es Menschen wie dich gibt - egal welche, eine Antwort tut gut. Hätte nie gedacht, dass fremde Personen so wichtig werden könnten. (mache sonst Dinge eher mit mir selbst aus). Mein Mann ist auch mit seinem Latein am ende (für ihn war es sicher auch nicht leicht, aber er denkt da ein bisschen anders - besser - realistischer - und er kam "erst" vor 4 Jahren in unser Rudel), ist zwar voll für mich da und gibt sein bestes, aber ich kann nicht immer alles bei ihm abladen, er weiß glaub ich nicht wie oft ich weine z.B. - darum tut es einfach gut hier manchmal zu schreiben. Habe ihn gebeten für Lady einen Tierarzt Termin auszumachen - habe nun viele Fragen und mache mir wie gesagt schreckliche Sorgen um sie. Der Termin ist am Donnerstag...den 28....am 28.03. ging mein Bub über die Regenbogenbrücke. Dachte mich trifft der Schlag als ich das Datum bemerkt habe.

  10. #10
    Registriert seit
    28.11.2008
    Beiträge
    7.822
    Hallo Ladendie,
    Sorry, ich hatte nicht gesehen, dass Du geschrieben hattest.
    Vielleicht hilft es Dir, Dir mal alles was mit der tiefen Trauer zu tun hat, von der Seele zu schreiben.
    Du musst das hier nicht öffentlich machen. Du kannst mir gerne eine PNs schreiben.
    Jeder hat seine Art zu trauern und erlebt Trauer anders. Trauer ist ein tiefes Gefühl und Gefühle sind immer richtig und wichtig. Weine, so oft, wie Du das brauchst. Weinen erleichtert.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  11. #11
    Registriert seit
    12.04.2022
    Beiträge
    7
    Hi, kein Thema, freue mich - dachte schon es wär zu viel geworden. Es ist immer noch nicht viel besser. Morgen fahren wir einen Welpen besuchen und anstatt mich zu freuen bin ich heute wieder ständig am heulen, was mich zusätzlich zu der eh schon mal erwähnten Unsicherheit - noch mehr irritiert. So sollte das doch nicht sein. Nur wenn ich nicht mal hinfahre, woher soll ich jemals wissen wie es mir dabei geht. Sogar meine Mama ist mehr oder weniger dafür (auch unsicher, aber normalerweise eher übervorsichtig, hätte mit einem klaren "nein tu das nicht" gerechnet). Es besteht die Hoffnung, dass ich mit einem Neuankömmling so beschäftigt bin und die "Muttergefühle" überhand nehmen, sodass es mir besser geht. Habe aber auch Angst, dass es nicht so sein könnte. Mein Mann wäre dann der Leidtragende, der hat dann eine Omihündin, einen Welpen und eine heulende Frau 😕 Egal was ich auch tue, nichts wird mir meinen Bub zurückbringen und das ist schrecklich. Und Lady...unsere Zeit läuft ab. Es geht ihr soweit zwar gut, aber sie ist auch 11 und ebenfalls Herzkrank, wie mein Bub. Es kann von einem Tag auf den anderen vorbei sein wie ich schmerzlich lernen musste. Ich hab ständig Angst um sie. Morgen ist das erste Mal seit dem 28.03. dass ich nicht bei Ihr bin (war nichtmal einkaufen weil sie da nicht mit rein darf, hat mein Mann gemacht) - sie ist bei ihrem heiligen Omafrauli 😉, also gut aufgehoben, aber trotzdem. Hab jetzt schon ein schlechtes Gewissen sie wegen einem fremden Hund "alleine" zu lassen. Ich erkenne mich selbst nicht wieder, bin eigentlich eher realistisch und pragmatisch - aber bei dieser Thematik fehlt es an allen Ecken und Enden.

    P.s.:ich schreibe eigentlich gerne öffentlich, ist ja trotzdem gewissermaßen anonym und ich denk mir immer, vielleicht fühlt sich jemand anderes der das vielleicht liest dadurch nicht so alleine. Hab auch schon sehr viel gelesen und so traurig es einen auch manchmal macht, so hilft es finde ich auch ein bisschen wenn man weiß man ist nicht der/die einzige oder irre oder was auch immer.

  12. #12
    Registriert seit
    28.11.2008
    Beiträge
    7.822
    Hallo Ladadie,

    Wie war es beim Besuch bei dem Welpen?
    Ich kann Dir nicht sagen, wie Du Dich fühlen wirst, wenn ein Welpe bei Euch einzieht?
    Jeder Mensch ist anders, jeder Mensch fühlt anders.
    Es wird auch Zeit brauchen, bis Du, egal mit welcher Entscheidung im Reinen bist.

    Doch, Dein Bub ist noch da - in Deinem Herzen und in Deinen Gedanken. Tot ist nur der, an den niemand mehr denkt. Aber lass Deinen Bub los, lass ihn im Regenbogenland glücklich sein und halte ihn hier in Deiner Trauer nicht fest.

    Vielleicht hilft Dir das etwas? Wir bekamen 2007 2 kleine Katzenmädchen, ein Ninchen und ein Fannchen. Ninchen ist leider 2015 an mit einem total kaputten Blutbild gestorben.
    Lange Zeit habe ich sehr um sie getrauert. Sie war eine Weisstigerin.
    Seit Februar 2021 ist ein Streuner bei uns auf dem Grundstück, der dabei ist bei uns als Freigänger dauerhaft einzuziehen. Wir nennen ihn Cato. Und immer wenn ich in Catos Gesichtchen sehe, sieht mich mein Ninchen an. Genau der gleiche liebe Blick.
    Und vielleicht entdeckst Du bei Deiner Lady auch etwas von Deinem Bub und vielleicht entdeckst Du bei einem anderen Hund auch etwas von Deinem Bub.
    Ich wünsche es Dir von Herzen.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  13. #13
    Registriert seit
    28.11.2008
    Beiträge
    7.822
    Durch das, was Du hier geschrieben hast, ist mir wieder die Geschichte von dem kleinen roten Kater eingefallen, die mirbei meinen Regenbogenkindern sehr geholfen hat.
    Gib mal bei Google oder einer anderen Suchmaschine „wir haben die Tränen gewählt“ ein.
    Die Geschichte gibt es auch in der Version für Hunde.
    Wenn Du magst, lies Dir die Geschichte durch. Ich finde die Geschichte kann mit der Zeit die trauernden Herzen heilen.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Viertkatze..... Gedanken
    Von Catheart im Forum Katzen - Haltung & Pflege
    Antworten: 23
    Letzter Beitrag: 23.01.2009, 07:22
  2. Mache ich mir zu viel Gedanken?
    Von Wallburga im Forum Katzen - Gesundheit & Medizin
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 27.10.2007, 13:35
  3. Mal nen Gedanken zum Thema Züchter
    Von iceberg im Forum Katzen - Zucht & Aufzucht
    Antworten: 63
    Letzter Beitrag: 10.10.2007, 06:32
  4. Gedanken machen zum Tod?
    Von Glücksbärchi im Forum Hunde von A bis Z
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 20.07.2007, 00:01
  5. Mach ich mir zu viele Gedanken?
    Von RSteffi im Forum Katzen von A bis Z
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 19.06.2002, 10:25

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •