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Thema: Marie ist krank

  1. #1
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    Marie ist krank

    Hallo zusammen, meine 5 Jahre alte Katzendame Marie ist seit Montagabend ein großes Sorgenkind geworden.
    Angefangen hat es Freitag letzte Woche, als ich merkte das sie überwiegend durch den Mund atmet.
    Kenne das von meinen beiden Maine Coon´s das sie im Sommer bei starker Hitze hecheln aber sie hatte nur den Mund offen ohne herausgestreckte Zunge.
    Bin dann Samstag, als es nicht besser wurde, zum Arzt in die Klinik und dieser meinte Ihr Herz und Lunge klingen normal, auf dem Röntgenbild konnte man auch nichts erkennen.
    Ihr Zahnfleisch hingegen sei stark entzündet, sie selbst fisst aber ohne sichtliche Schmerzen weiterhin, daher fiel mir nichts auf.
    Das Atmen durch den Mund sei wohl wegen den starken Schmerzen bei geschlossenem Mund so.
    Ich bekam Metaxtan (habe die Verpackung nicht mehr) und sie meinten man muss die Zähne vom Spezialisten ansehen lassen.
    Als es Montag bei ihr nicht besser wurde ging ich zu einer normalen Praxis, wo die Ärztin direkt die geschwollenen Lymphknoten fühlte und ein Katzen in den Atemwegen.
    Die Zähne seien wohl bedenklich aber nicht der Auslöser für das Atmen durch den Mund.
    Dienstag ging es ihr dann sehr schnell schlechter, sie tapste durch den Rasen auch mich zu (lasse beide Katzen unter Aufsicht durch meinen garten laufen).
    Der Gang gleich der eines Betrunkenen, die Ohren waren gespitzt nach vorn gerichtet und bewegten sich nicht und der Kopf war wie krampfartig an die linke Schulter gedrückt.
    Bin direkt zu Klinik und die behielten sie über Nacht da.
    Am nächsten Tag konnte ich sie abends abholen. Im Blut war ein Kalium tief zu erkennen und der Darm sei wohl etwas zu voll gewesen. Beides könnten laut Klinik Auslöser gewesen sein
    für das neurologische Verhalten am Dienstag. Sie bekam dort Kalium und ihr wurde beim Stuhlgang ein wenig nachgeholfen, worauf sie sich wohl wieder ganz normal verhielt.
    Zu Hause angekommen, tapste sie noch ein wenig umher aber tank viel und wollte schlafen, ich schob es auf den Klinik Aufenthalt und den Stress.
    Am nächsten morgen bekam sie gegen 4 Uhr Frühstück, ihre Schmerztropfen und legte sich wieder hin. Als sie wacher wurde war alles wieder so, wie Dienstag als ich sie in die Klinik brachte.

    Habe mich im Inet belesen und stoß auf das Vestibularsyndrom, kann jedoch nicht sagen wie sich anfangs ihre Augen verhielt weil ich da in Panik nicht drauf achtete und sie dann ja in der
    Klinik ließ. Die Klinik meint "Das sei eine Ausschlussdiagnose wenn man nach VS sucht".

    Kann mir jemand mit Erfahrung von VS vielleicht helfen? Ich möchte sie ungern wieder zum Arzt bringen, das VS ja so wie es kam von allein verschwindet ohne wirkliches Zutun.

    Dankeschön für die Geduld beim lesen ._.

  2. #2
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    6.563
    Hallo LionBeck,

    und herzlich willkommen im Forum!

    ich habe leider oder zum Glück keine Erfahrungen mit dem Vestibularsyndrom, vielleicht meldet sich noch jemand dazu. Aber das würde doch auch nicht das seltsame Atmen erklären oder? Meinst du mit "alles war so, wie es am Dienstag war, als ich sie in die Klinik brachte", dass sie den Kopf nun wieder schieflegt usw.?

    Wurde denn erklärt, warum der Kaliumspiegel so tief ist, das würde mich auch interessieren.

    Ich drücke dir die Daumen, dass es Marie bald besser geht!

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018), Orko (2001 - 2019) und Gandalf (2002 - 2016)


  3. #3
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    Koblenz
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    3.214
    Hallo LionBeck,

    da bist du bei mir gerade akut an der richtigen Adresse. Meine Katze (6) hat aktuell seit knapp 2 Wochen das Vestibularsyndrom.
    Ich schildere dir mal ihren Fall, vielleicht hilft dir das ja weiter.
    Am Sonntag vor 2 Wochen schoss sie urplötzlich von ihrem Ruheplatz weg, taumelte, Zunge hing aus dem Hals und der Blick war auffallend alarmierend... nach 2 Kontrollen sah ich, dass sie aussah wie bei einem Schlaganfall. Der Blick wackelte hin und her, die Augen in verschiedene Richtungen - Nystagmus nennt man das. Da sie Asthma hat, hat mir aber das "Zunge aus dem Hals" am meisten Sorgen gemacht. Also mit wehenden Fahnen in die Klinik, mit der Panik, dass sie mir unterwegs erstickt, da sie das Maul weit aufriss und offensichtlich schlecht Luft bekam.
    Dort wurde geröntgt, und - wie bei dir - gefielen dem Arzt ein paar Darmschlingen nicht und die Lunge sah aber gut aus. Wir einigten uns auf stationäre Aufnahme und dass am nächsten Tag ein Bauch Ultraschall gemacht werden soll, über Nacht sollte sie stabilisiert werden, da sie völlig orientierungslos war.
    Nach der Chefarztvisite am nächstem Morgen telefonierte ich mit dem Arzt... er erklärte mir, Bauch können wir vernachlässigen, Zucker sei zu hoch - über 300 und die Ohren seien massiv entzündet. Also veranlassten wir Langzeitzucker, Ohrenreinigung mit entsprechenden Medikamenten und weitere Stabilisierung und Ernährung, da sie nicht fraß. Konnte sie auch nicht, da ihr übel war sagte er. Dort wurde in einem Ohr eine Geschwulst entdeckt, Probe genommen, eingeschickt. Dauert ein paar Tage hieß es.
    Ich kürz den Rest des Verlaufs bis heute mal zusammen...
    - Nach 5 Tagen Klinik konnte ich sie freitags abholen, an dem Tag wurde noch eine CT vom Kopf gemacht. Dort sah man hinterm Mittelohr in einer Höhle alles voller Eiter. Gewebebefund war zum Glück nicht tumorös.
    - CT sollte die Woche drauf noch genau ausgewertet werden (1000 Bilder)
    - sie bekam doppelt Antibiotika, Schmerzmittel und das alles bekam ich auch mit nach Hause, sollte ich weiter machen, der Eiter müsse da weg, der drückt aufs Gleichgewichtsorgan, daher das schwanken
    - Langzeitzucker war ok, sie als Angstkatze / ehemalige Scheukatze hat sich einfach zu sehr aufgeregt, daher auch das Hecheln - die über halbe Stunde Autofahrt tat da ihr übriges
    - zuhause ist sie nur umgefallen, gekippt, hat sich nur verkrochen, nichts gefressen, nur etwas Milch...
    - mit den Tagen wurde das Kippen besser, aber nicht gut genug, sie fraß weiterhin zu wenig, war zu schwach - also ich wieder hin und Appetittanreger und was gegen Übelkeit besorgt
    - Seitdem fraß die wie ein Scheunendrescher und es wurde von Tag zu Tag besser.
    - Seit Mittwoch dieser Woche (Also nach 1,5 Wochen!) wollte sie aus der Einzelhaft raus und wieder am Leben teilnehmen, davor nicht, nur pennen
    - seit es ihr besser geht, bekommt man kaum noch die Medis rein, es ist ein Kampf ....aber man merkt dadurch dass sie wieder da ist.
    - Fallen tut sie nur noch, wenn sie sich erschreckt, zu schnell bewegt, den Kopf schüttelt
    - es steht evtl noch eine OP an, falls der Eiter aus dem Innenohr nicht verschwindet. Aber das schauen wir erstmal noch ....jetzt wird erstmal abgewartet, wie es sich hier entwickelt.

    Was würde ich dir nun raten....? Wenn alle Blutwerte genommen wurden, die eine ernstere Erkrankung ausschließen und sie frisst und es nicht schlechter wird, sie nicht völlig hilflos und orientierungslos ist, dann kannst du das ggf. aussitzen und abwarten. Ansonsten nicht! Die Verletzungsgefahr ist auch einfach zu hoch dann und gut geht es ihr mit so einem Schwindel auch null. Das ist furchtbar für sie.
    Da sie aber akute Probleme mit den Zähnen hat, könntest du sie davon befreien lassen und bei der Gelegenheit die Ohren mit checken lassen oder auch den Kopf / Ohrenbereich röntgen. Es gibt für das Schwanken eigentlich immer eine Ursache, und die sollte gefunden werden. In der Regel sind es die Ohren, ggf. sind die von den Zähnen in Mitleidenschaft gezogen worden... wenn es sog. "idiopathisch" - also ohne erkennbare Ursache ist, dann geht es von selber weg. Aber eben nur dann... und richtig danach geforscht wurde hier ja noch nicht, wie es aussieht. Ich würde das auf jeden Fall noch mal checken lassen.
    Der Nystagmus war bei meiner Katze auch nach wenigen Tagen weg... trotzdem hat sie noch das Vestibularsyndrom... also zur Not noch mal woanders hin, wo man gute Diagnostik betreibt.

    Ich drück euch die Daumen! Berichte dann auch bald mal wieder!
    Liebe Grüße Steffi mit Honey, Nenya und Merlin
    (und meinem "Mausje" Nala und meinem "Dicken" Mellon --- auf ewig unvergessen!)



  4. #4
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    2
    Vielen Dank für die Antworten ♥

    Warum ihr Kalium-Spigel so niedrig ist wurde nicht erforscht aber dieser wird mit Pulver wieder stück für Stück auf Normalwert gebracht.
    Und ja ihr Kopf liegt bei jedem Gang den sie macht so an als würde sie ihr Kinn auf den Brustkorb drücken, denke mal das macht sie um diesen nicht zu bewegen.

    Ich war heute nochmal bei einer normalen Praxis sprich keine Klinik, diese testeten ihre Reflexe an den Gliedmaßen und die Beweglichkeit der Hals/Nackenwirbelsäule.
    Dabei bemerkte sie das ihre Pupillen leicht wackelten sobald der Kopf sich bewegt und meinte es spricht alles für das VS.
    Zum Glück hat sie es nicht so schlimm aber wenn man sieht wie die kleine Maus sich quält und man nicht helfen kann weint dennoch das Herz.
    Sie kann "normal" laufen verdreht dabei aber die Pfoten nach innen und muss sich bei längeren Strecken von 5m muss sie sich hinlegen.
    Fressen kann sie und trinken klappt auch mit etwas Anstrengung.

    Ihre Ohren sind nach Untersuchungen mit Lupe und intensiven Abtasten ohne Befund und ohne Schmerzen, also denke ich mal dort ist kein Entzündung.

    Was ihre Zähne angeht ist es wohl Forl
    Evtl kommt ihr Schwindelgefühl auch von einem Entzündeten Nerv im Kiefer.
    Sie bekommt leichte Blutverdünner, soll wohl helfen bei VS und das Wochenende heißt abwarten.
    Dienstag ist der nächste Termin in der Praxis, die Klinik werde ich evtl erstmal meiden.

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