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Thema: "Einzelgängerin" und Vergesellschaftung

  1. #1
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    Lightbulb "Einzelgängerin" und Vergesellschaftung

    Hallo an alle

    Ich bin neu hier im Forum angemeldet, habe aber schon hin und wieder hier gelesen. Am Wochenende bin ich Katzen-Mama geworden. Ich bitte wirklich darum, nett zu bleiben. Ich traue mich nämlich nirgendwo Rat zu suchen, aus Angst, sofort verurteilt zu werden.
    Also vorab: ich habe mich über Monate hinweg mit dem Thema "Katzenhaltung" auseinandergesetzt. Mein Partner und ich wollten gerne zwei Tiere aus dem Tierschutz, also ja: mir ist bewusst, dass Einzelhaltung (vor allem in der Wohnung) in den allermeisten Fällen nicht artgerecht ist. Nun zu meiner Katze: sie ist ca. 2 Jahre alt (geschätzt) und Wohnungskatze. Ich habe mich sofort in sie verliebt. Als ich mich damals auf sie beim Tierschutz "bewarb", wurde mir mitgeteilt, dass sie keine anderen Katzen mag. Da mir bekannt ist, dass man da öfter etwas vorschnell urteilt, fragte ich lieber nochmal genauer nach. Es hieß, dass sie zuerst im Katzenhaus war. Dort ging es ihr gar nicht gut. Als sie dann auf einer Pflegestelle war, ist sie richtig aufgeblüht. Aber nur solange, bis eine zweite Katze dazukam. Über 3-4 Monate lebte sie mit ca. 3 Katzen in einem Haus. Wobei sie aber wohl nur in den Räumen saß, in denen sich derzeit keine andere Katze aufhielt. Beim letzten Gespräch hieß es dann, sie bessert sich in ihrem Sozialverhalten. Zwar kann sie mit den anderen Katzen immer noch nichts anfangen, aber sie ignoriert sie wenigstens. Das machte mir ein wenig Mut. Dann, die letzten Wochen, bevor sie zu mir kam, trat eine Art "Panikattacke" bei ihr auf. Sie blieb dann immer stehen, wurde starr und speichelte, bis man die andere Katze aus dem Raum genommen hatte und meine Katze streichelte und sie beruhigte. Dieses Verhalten trat immer im Zusammenhang mit anderen Katzen auf. Mir wurde daher geraten, ihr ihre Ruhe zu lassen und (zumindest vorerst) keine zweite Katze dazuzuholen.
    So. Nun zur jetzigen Situation: meine Katze lebt jetzt seit dem Wochenende in meiner Wohnung und gewöhnt sich ein. Sowohl mein Partner, als auch ich sind sehr viel zuhause, auch beruflich. Ich spiele jetzt morgens und abends mit ihr eine ganze Weile, Streicheleinheiten bekommt sie auch viele. Jedoch habe ich ja immer wieder gelesen, dass kein Mensch eine andere Katze ersetzten kann. Demnächst möchte ich mit ihr Clickern und sie, wenn alles gut geht, bald mal an der Leine mit in den Garten nehmen. Dafür müssen wir sie aber erstmal ankommen lassen und sie in Ruhe an das Geschirr gewöhnen. Ungesicherter Freigang ist aus verschiedenen Gründen nicht möglich: Sie ist super zutraulich, wirft sich sofort vor die Füße und würde (laut Tierschutz) jedem Menschen bedingungslos vertrauen. Auch hört sie nicht sonderlich gut und sieht sehr nach Rassekatze aus, auch wenn sie nicht reinrassig ist. Vom Tierschutz wurde sie tatsächlich schon einmal entwendet und ich denke, hier würde es auch nicht lange dauern. Zudem haben wir eine große Straße in unmittelbarer Nähe. Mit dem Tierschutz ist vereinbart, dass sie keinen ungesicherten Freigang aus diesen Gründen bekommen soll. Die Leine kennt sie wohl schon und das hat ihr auf der Pflegestelle sehr viel Spaß gemacht.
    Ich liebe diese Katze wirklich sehr und habe einfach Angst, ihr etwas zu nehmen, wenn ich ihr keine Artgenossen biete. Andererseits bin ich derzeit noch etwas überfragt, ob und wie ich anfangen sollte, nach einer geeigneten Zweitkatze zu suchen. Der Tierschutz meint, sie könnte durchaus zu diesen 1% der Katzen zählen, die wirklich wahre Einzelgänger sind. Sie vermuten, dass sie vielleicht als Kitten alleine gehalten wurde, da sie so schön flauschig aussieht und dadurch eben attraktiv als "Geschenk" gewesen wäre.
    Wie würdet ihr an die Überlegung herangehen?

  2. #2
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    Hallo Karla

    Ich versuche mal nach und nach deinen Text durchzugehen, aber erstmal: Toll, dass du eine Katze aus dem Tierschutz geholt hast! Dickes !

    Mit 2 Jahren ist die Katze tatsächlich noch sehr jung, sodass ich sie nicht per se als "Einzelgängerin" klassieren würde. Ich denke, sie kennt andere Katzen in der Tat nicht und war im Tierheim schlicht überfordert. Das ist normal und noch kein Zeichen für eine echte "Einzelkatze".
    Weißt du, ob sie auf der Pflegestelle (PS) langsam mit den anderen Katzen bekannt gemacht wurde? Also erstmal in Ruhe und getrennt von den Katzen "ankommen dürfen", dann mit Gittertür etc. arbeitend?
    Was die Panikattacke ausgelöst hat, ist fraglich. So extrem habe ich noch keine Katze reagieren gelesen...

    Ein Mensch kann keine Katze ersetzen, das ist leider korrekt... Allerdings würde ich in eurem Fall nicht sofort eine zweite Katze dazu setzen, sondern auf Grund der Erfahrungen, die sie gemacht hat, besonderes Augenmerk auf die Wahl legen und das Finden einer passenden Zweitkatze kann dauern... In der Regel sagt man: "Ähnliches Alter, gleiches Geschlecht, möglichst ähnlicher Charakter". Am besten sucht ihr auf Pflegestellen, da diese ihre Schützlinge meistens gut einschätzen können und euch beraten. Wenn eine passende Partnerin gefunden wurde, solltet ihr die langsame Zusammenführung starten, um eure Katze nicht zu überfordern, sondern langsam an die neue "Mitbewohnerin" zu gewöhnen.

    Das "Gassigehen" würde ich mir gut überlegen, bzw. für mich ist es keine Option. Man braucht ein sicheres(!) Geschirr (nicht so ein einfaches, das man im Zoohandel um die Ecke bekommt). Bist du bereit, jeden Tag, bei jedem Wetter und gegebenenfalls mehrmals täglich raus zu gehen mit der Katze? Nicht nur 10-30 Minuten, sondern durchaus länger, weil die Katze selbst erkunden will und nicht "Gassi" geht wie ein Hund? Und was ist, wenn die Katze das Draußen immer mehr liebt und einfordert und dann doch Freigang bräuchte? Aus all diesen Gründen würde ich es lassen. Wenn die Katze das Draußen erstml kennen und lieben gelernt hat, dann wird es schwer für euch beide...
    Hast du einen Balkon, den du absichern kannst? Der bietet schon viel Mehrwert für eine Katze. Clickern finde ich auch gut für den Kopf.


    Wir führen seit über einem halben Jahr eine fast 11 Jahre alte "Einzelkatze" (kennt keine anderen Katzen, wurde mit 8-9 Wochen in Einzelhaltung genommen und kam mit 7 Jahren zu uns) mit zwei istanbulischen Waisenkatzen (beide werden 2 Jahre) zusammen. Es dauert lange, die Gittertür ist immernoch bzw. wieder drin, weil die "Einzelkatze" ihre Zeit braucht. Wir sind von "Akzeptanz" noch ein gutes Stück entfernt. Aber ich denke, das wird Und wenn es am Ende "nur" Akzeptanz werden sollte (das ist eigentlich unser Ziel), dann hat sich ihr Leben durch die beiden Mädels schon sehr dadurch bereichert, dass sie jemanden auf Augenhöhe und mit derselben Sprache hat.

  3. #3
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    Hallo Karla,

    herzlich Willkommen!

    ich finde es prima, dass du dir so viele Gedanken machst. Keine einfache Entscheidung! Ich kann PaenX bezüglich des Leinengangs zustimmen. Bevor meine ein Freigehege bekommen haben, bin ich manchmal an der Leine mit ihnen raus. Von drei Katern hat einer es dann regelmäßig eingefordert und das war teils nicht so einfach umzusetzen, weil das nichtmal der Garten direkt an meiner damaligen Wohnung war, in dem er laufen konnte. Aber du schreibst, sie ist die Leine schon gewohnt, ich denke, da wird es zumindest keine Probleme mit dem Geschirr geben etc. Abgesicherte Balkone und katzensichere Fenster wären natürlich auch gut.

    Zu der Zweitkatze kann ich leider nichts sagen, weil meine Kater alle sehr sozial waren, aber ich hoffe, hier melden sich noch andere, die hiermit mehr Erfahrung haben.
    Ich wünsche dir weiterhin alles Gute mit deiner neuen vierbeinigen Mitbewohnerin!

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018), Orko (2001 - 2019) und Gandalf (2002 - 2016)


  4. #4
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    Hallo Karla_a,

    mit Deinem Beitrag wirst Du bestimmt hier nicht gefressen. Ich finde, Du machst Dir viele Gedanken über die Haltung Deiner Katze.
    Contra würdest jemand hier vielleicht hier bekommen, wenn jemand eine junge Katze in Einzel-Wohnungshaltung halten wollte, ohne dass es einen nachvollziehbaren Grund dafür gibt.
    Aber bei Deiner Katze ist das ja etwas ganz anderes.
    Hier gibt es tatsächlich begründete Anzeichen, dass Deine Katze unter Umständen auch als Einzelkatze glücklich werden könnte. Deine Beschreibung läßt auf jedan Fall den Schluß zu, dass sie um
    Katzenkumpelinnen nicht gerade reißt.

    Auch ich rate Dir vom Spaziergängen mit der Leine ab, weil dadurch die Sehnsucht nach draußen geweckt werden kann und ihr irgendwann die Spaziergänge an der Leine nicht mehr reichen.

    Unser 1996 geborener Kater Mikesch lebte viele Jahre als Einzelkater in unserem Haushalt. Wir haben nur Freigänger.
    Im Sommer 2007 zogen dann zwei Kitten noch bei uns ein. Und auch wenn unser Mikesch über ein halbes Jahr beleidigte Leberwurst spielte, entwickelte es sich zu den besten Entscheidung, die wir
    für die drei Katzen treffen konnten. Leider lebt von dem Terzet heute nur noch die Fanny.
    Aber solche dreier-Konstellationen, können auch schwer schief gehen, vor allem wenn sich zwei Katzen, gegen die dritte verbünden.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  5. #5
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    Erst einmal vielen Dank für die lieben Antworten. Ich habe morgen mit meiner Katze einen Tierarzttermin und werde auch ihn mal auf diese Problematik ansprechen. Ansonsten habe ich auch schon überlegt, eine Katzenpsychologin zu kontaktieren, die in meiner Stadt ziemlich beliebt ist
    Zur Pflegestelle: Ja, dort haben sie sich sehr viel Mühe mit der Vergesellschaftung gegeben. Der Verein vermittelt so gut wie nie einzelne Katzen. Meine Katze war tatsächlich die Einzige und es wurden explizit Bewerber abgelehnt, die bereits schon eine Erstkatze hatten. Deshalb hatte sie wohl auch keine guten Vermittlungschancen.
    Die Idee mit der Leine kam, da wir einen Garten an unserer Wohnung haben. Da wir uns diesen aber mit anderen Mietparteien teilen, wird es vermutlich etwas schwer mit einem Freigehege. Einen Balkon haben wir leider nicht, dafür aber wirklich riesige Fenster, die wir morgen endgültig katzensicher machen. Geplant sind dort ein paar Liegeflächen und eine kleine Station mit Katzengras auf dem großen Fensterbrett.
    Meine Mimi schläft außerdem sehr viel. Da ich bisher noch keine Katze hatte, kann ich ganz schwer einschätzen, was an Schlaf so normal ist. Wie gesagt: Morgens und abends spielen wir jeweils ca. 15-20 Minuten, also so richtig mit Kratzbaum rauf, Kratzbaum runter. Wir bieten ihr auch mehrere Ebenen an, also Schränke, Catwalks, Sitz- und Liegeflächen an der Wand. Tagsüber kommt sie immer mal wieder zu mir und lässt sich ein paar Minuten kuscheln, dann sucht sie sich wieder einen Platz zum Schlafen oder Putzen. Die Pflegestelle meinte auch, dass sie so schon bei ihnen war. Also eher ruhig mit 2-3 Aktivphasen pro Tag.

  6. #6
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    Hallo!
    Ich bin ebenfalls begeistert von deinen Vorbereitungen und "Einfummeln" ins "Abenteuer Katze". Prima finde ich außerdem, dass es eine Miez aus dem Tierschutz ist.
    Auch ich habe Katzen nur aus dem Tierheim oder Pflegestellen. Es ist wirklich nicht einfach zu sagen, ist die Katze nun tatsächlich ein Einzelgänger oder stimmte die Chemie unter den zukünftigen WG-Mitgliedern nur nicht? Eine meiner Katzen, Josi, litt im TH unter der Zwangsgemeinschaft. Das wusste ich damals aber noch nicht und sie fühlte sich logischerweise auch bei uns in Katzengesellschaft nicht wohl. Immer wieder flüchtete sie zu Nachbars. Holten wir sie, reagierte Josi mit Erbrechen und Zittern, obwohl wir alles taten, um ein Zusammentreffen mit ihren kätzischen Mitbewohnern zu verhindern. Sie tat uns wahnsinnig leid, aber zurück ins TH wollten wir sie auf keinen Fall mehr geben. Zu unser aller Glück sagten unsere Nachbarn, sie möchten Josi bei sich aufnehmen. Ab da ging es der Kleinen wieder gut. Josi war derzeit auch erst geschätzte 2 Jahre. Mittlerweile sind 10 Jahre vergangen und ihr geht es prima als Einzelprinzessin.
    Man weiß leider nicht, was so eine Katze schon erlebt hat, dass sie alleine mit ihren Menschen sein mag. Vielleicht ist es aber auch ganz normal, so wie es Menschen gibt, die ständig Gesellschaft brauchen und welche, die mit sich alleine klarkommen.
    Einmal eine Vergesellschaftung würde ich an deiner Stelle auch wagen, aber keine unnötigen Experimente auf Biegen und Brechen. Damit würdet ihr eurer Katze eventuell mehr schaden. Vielleicht kannst du eine sehr soziale Katze von einer Pflegestelle bekommen? Sehr empfehlen würde ich dir, hier im Forum bei 'Taskali' mal reinzugucken. Taskali hat irre viel Wissen und kann prima einschätzen, wer zu einer vorhandenen Katze passen könnte oder ob man es besser lassen sollte.
    Auf jeden Fall für den morgigen Arzttermin viel Glück, dass Mimi rundum gesund ist!

    Für eine Zeit halten wir deine Pfötchen fest, dein Herz aber ein Leben lang!



    Liebe Grüße von Heike mit ihren Schnurrern Luis, Willi, Fritzchen, Rudi und Rico


    Für immer im Herzen und im Kopf ....Plüschi, Oskar, Jacki, Otti, Lottchen, Theo, Hugo und Nelly

  7. #7
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    Hallo Karla,
    vielleicht kann der TA feststellen warum Deine Katze schlecht hört und es gibt einen Zusammenhang mit dem Ablehnen anderer Katzen.
    Grüße
    Monika

  8. #8
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    Guten Morgen Karla,

    ja. was Sybille geschrieben hat, ist sehr gut. Wenn Du mit ihr beim TA bist, lass bitte nach dem Gehör schauen.
    Für eine Katze in dem Alter ist es ungewöhnlich nicht gut zu hören. Daher sollte der TA schauen, ob und warum sie schwer hört und ob sich an der Schwerhörigkeit, wenn denn eine vorliegen sollte, etwas ändern lässt.

    Und noch was, Du hast Zeit mit der Entscheidung, ob Deine Katze Einzelprinzessin bleibt oder nicht.
    Du weißt nicht, was sie schon alles in ihren jungen zwei Jahren schon mitgemacht hat. Auf jeden Fall wurde sie in letzter Zeit
    oft rumgereicht, sodass sie erst Mal Ruhe braucht und die Sicherheit hat, dass sie jetzt in dem Revier bleiben kann, in dem sie jetzt ist und dass sie dort sicher ist.
    Auch an Dich die Einladung, dass Du hier bleiben kannst und mit uns einen Teil Eures gemeinsamen Lebens mit uns teilst.
    Wie heißt Deine Katze überhaupt?
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  9. #9
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    Zitat Zitat von karla_a Beitrag anzeigen
    Erst einmal vielen Dank für die lieben Antworten. Ich habe morgen mit meiner Katze einen Tierarzttermin und werde auch ihn mal auf diese Problematik ansprechen. Ansonsten habe ich auch schon überlegt, eine Katzenpsychologin zu kontaktieren, die in meiner Stadt ziemlich beliebt ist
    Sich umzuhören, was andere meinen ist sicherlich nicht verkehrt. Aber ich möchte darauf hinweisen, dass Tierärzt*innen keine Verhaltensbiolog*innen (und keine Ernährungsspezialist*innen) sind. Was die Haltung meiner Tiere angeht, frage ich meine TÄ ehrlich gesagt nicht. Ich kenne ihre Einstellung zu meiner Ernährungsform und dass wir da nicht durchweg einer Meinung sind. Medizinisch vertraue ich meiner TÄ aber weitgehend (nur was Herz und Zähne angeht, da bin ich in einer anderen Praxis).

    Was das Hören angeht: Ist eure Katze reinweiß? Wurde ein Hörtest mit ihr gemacht oder habt ihr das Gefühl, dass sie schlecht hört?

    Zitat Zitat von karla_a Beitrag anzeigen
    Zur Pflegestelle: Ja, dort haben sie sich sehr viel Mühe mit der Vergesellschaftung gegeben. Der Verein vermittelt so gut wie nie einzelne Katzen. Meine Katze war tatsächlich die Einzige und es wurden explizit Bewerber abgelehnt, die bereits schon eine Erstkatze hatten. Deshalb hatte sie wohl auch keine guten Vermittlungschancen.
    Dadurch dass sie am Anfang eine gute Entwicklung gezeigt hat, wäre ich vorsichtig optimistisch, dass es mit einer gut ausgewählten Partnerin und viel viel Zeit klappen kann. Wenn die Katze panisch reagiert, während eine andere Katze im selben Raum ist, dann war es zu schnell. Aber ihr müsst für euch entscheiden: Habt ihr den Platz und die Zeit, zwei Katzen für die Zeit der Zusammenführung (wie gesagt, bei uns aktuell 6 Monate und noch kein Ende in greifbarer Nähe) zu trennen und beiden die notwendige Aufmerksamkeit zu geben?
    Unsere Erstkatze war wie gesagt vorher 3 Jahre bei uns als Einzelkatze. Es ist anstrengend, man hat immer ein schlechtes Gefühl, wenn man irgendwo hin muss und man ist sehr viel mehr gebunden, als wenn man weiß, dass die Katze nicht allein zuhause ist. Einzelkatzen in Wohnungshaltung zu bespaßen ist schwierig, es braucht immer etwas Neues, immer wieder etwas Spannendes, sonst langweilen sie sich wirklich schnell.

    Zitat Zitat von karla_a Beitrag anzeigen
    Meine Mimi schläft außerdem sehr viel. Da ich bisher noch keine Katze hatte, kann ich ganz schwer einschätzen, was an Schlaf so normal ist. Wie gesagt: Morgens und abends spielen wir jeweils ca. 15-20 Minuten, also so richtig mit Kratzbaum rauf, Kratzbaum runter. Wir bieten ihr auch mehrere Ebenen an, also Schränke, Catwalks, Sitz- und Liegeflächen an der Wand. Tagsüber kommt sie immer mal wieder zu mir und lässt sich ein paar Minuten kuscheln, dann sucht sie sich wieder einen Platz zum Schlafen oder Putzen. Die Pflegestelle meinte auch, dass sie so schon bei ihnen war. Also eher ruhig mit 2-3 Aktivphasen pro Tag.
    Lasst Mimi doch bitte erstmal ankommen und lernt sie kennen. Es ist sehr normal, wenn sie sich erst in den nächsten Wochen bis 3 Monaten von ihrer "wahren Seite" zeigt. Sie ist erst 3-4 Tage bei euch, muss den Umzug verarbeiten, sich neu einfinden, euch kennenlernen, die Zeit auf der PS verarbeiten etc.
    Wäre sie schon länger bei euch, dann würde ich sagen, dass sie entweder ein wirklich gemütlicher Charakter ist oder unterfordert. Unsere 10,5jährige Katze schläft viel, geht frühs eine halbe Stunde auf den Balkon, rennt Mittags kurz durchs Schlafzimmer und tobt am Abend eine Stunde durch die Wohnung (während die anderen beiden über Nacht im Arbeitszimmer sind). Die beiden Kleinen sind deutlich mehr wach, schauen aus den Fenstern, spielen Fangen, gucken ob ich wirklich immer noch arbeiten muss oder ob ich schon spielen kann und ruhen immer mal wieder, weil ich ja langweilig bin und arbeite. Aber dafür wird von 17 bis 22 Uhr viel gespielt.

  10. #10
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    Den Hinweis, Mimi erstmal ankommen zu lassen, finde ich gut! Die Katze eine Zeit lang beobachten, wenn sie sich sicher bei euch fühlt, offenbart Vieles. Es ist tatsächlich ein gewaltiger Unterschied, eine Katze im Tierheim zu erleben, oder wenn sie endlich in ihrem Für-immer-Zuhause ist. Da sind Entwicklungen möglich, die einen vor Staunen die Augen aus dem Kopf fallen lassen! Der wahre Charakter kommt meist mit Wohlfühlen und Sicherheit zum Vorschein.

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  11. #11
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    Guten Morgen und vielen Dank für die ganzen Antworten. Ich bin dafür wirklich dankbar. Bevor wir Mimi zu uns geholt haben, wollte ich in einer Katzengruppe auf Facebook um Rat fragen und wurde dort als "Tierquälerin" bezeichnet, weil Mimi vorerst alleine ohne zweite Katze zu uns kommt. Das tat mir gerade als Katzenanfängerin unheimlich weh. Ich versuche wirklich, mich bestmöglichst zu informieren und meiner Katze ein tolles Leben zu ermöglichen.
    Ja, wir werden sie erst einmal in Ruhe ankommen lassen. Ich werde sie beobachten und schauen, wie sie dann nach einiger Zeit so tickt. Momentan habe ich das Gefühl, sie genießt die Ruhe bei uns. Die brauch sie, denke ich, auch dringend zur Verarbeitung. Also machen wir alles Schritt für Schritt
    Ich war einfach so verunsichert und hatte das Gefühl, ihr sofort eine zweite Katze vor die Nase setzen zu müssen, weil es sonst nicht artgerecht ist. Aber vermutlich ist es eher besser, ihr noch etwas Zeit zu geben, um ihren Charakter dann auch etwas besser einschätzen zu können.
    Beim Tierarzt spreche ich das mit dem Hören auf jeden Fall an. Und ja, sie hat weißes kurzes Fell und zwei unterschiedlich farbige Augen. Da kommt das ja nicht selten vor.

    6 Monate zwei Katzen voneinander trennen wäre in unserer Wohnung vermutlich etwas schwierig. Wir haben derzeit ca. 70-75 qm (ich glaube 73, will mich aber nicht festnageln). Da ich neben der Arbeit noch studiere und wir in einer Stadt wohnen, ist bis nächstes/ übernächstes Jahr auch nichts größeres drin. Aber erstmal schauen, wie sich das alles so entwickelt

  12. #12
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    Ich finde es einfach zum , wenn "Anfänger" niedergemacht werden, wenn sie um Rat und Hilfe bitten. Wenn sie alles wüssten und richtig machen würden, bräuchten sie nicht fragen! Diese Überheblichkeit mancher Leute ist grauenhaft!
    Vor allem mit den Vorkenntnissen, die du von Mimi hast, sind deine Schritte und Gedanken genau richtig, meiner Meinung nach.
    Sollte man andere Ideen, Bedenken oder Hinweise haben, sollte es durchaus machbar sein, diese sachlich anzusprechen.

    Wenn Mimi reinweiß ist, wäre eine Schwerhörigkeit sogar genetisch möglich, soweit ich weiß.

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  13. #13
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    Ich finde es überhaupt zum wenn jemand niedergemacht wird. Kritik muss jeder zu jeder Meinung äußern dürfen, aber sie muss sachbezogen sein und darf den anderen nicht verletzen.
    Leider war es auch hier im Forum lange Zeit so, dass User schon runtergemacht wurden, nur wenn Sie es gewagt haben zu schreiben, dass sie ihrer Katze Trockenfutter füttern.
    Aber seit einige User gegangen sind, ist das zum Glück anders.
    Bei Mimi würde ich auch erst mal abwarten und sie ankommen lassen. Ich hatte wohl den Namen von Deiner Katze überlesen, sorry und hatte deshalb nochmals nachgefragt.
    Liebe Grüße von Sabine mit



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  14. #14
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    Hallo Karla,

    auch von mir ein dickes Danke das Du Dir soviel Gedanken machst. Viel kann ich nicht zusteuern aber Dir folgendes viell zur Überlegung mit auf den Weg geben

    Ich hatte eine Fundkatze ca. 1,5-2 Jahre bei mir aufgenommen, wusste von Ihr garnix und hab mir auch meine Gedanken gemacht wegen spätere Vermittlung.

    Da ich nur einen sehr alten Kater noch hatte konnte ich die 2 nicht zusammen lassen, er duldete keine andere Katze, also habe ich Probeweise meine Freundin mit Ihren Kater zu mir geholt um einfach mal zu schauen wie sich Luna in Gesellschaft macht, viel weitergeholfen hatte uns das Experiment nicht so wirklich, aber wir sind zu dem Entschluss gekommen das wir Sie mit einem Kitten vergesellschaften werden.

    Luna zog in Ihr zu Hause und ca 3 Wochen später kam dann das Kitten dazu und was soll ich sagen, das besten was wir machen konnten. Sie konnte durch das Kitten Ihre eigen Kindheit "nachholen" und hat sich zu einer tollen Katze entwickelt.

    Vielleicht hift Dir das bei Deiner Entscheidung ?
    Ich drück die Daumen
    Viele Grüße von Tina mit der Rasselbande Krümel, Jeanny, Hasi, Mamile, Prinz Leo und Boxer




    Für immer im Herzen:
    Schnecke 2007, Brummi 2011, Mümmel 2/2014 mit Lola 4/2014
    Cessy 7/2014, Wuschel 7/2016, X-Man 2017
    Ich werde Euch nie vergessen

  15. #15
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    So, hier melde ich mich mal wieder
    Der Besuch beim Tierarzt verlief richtig gut. Sie war so aufgeschlossen und neugierig, dass sie von alleine aus ihrer Box herauskam. Zum Glück ist alles in Ordnung. Wegen dem Gehör wurde mir gesagt, dass dies vererbt sei. Wir haben gemeinsam nochmal die Unterlagen durchgesehen und ja: es ist lediglich eine Hörschwäche. Also manchmal muss man sie eben einfach etwas lauter rufen. Der Tierarzt fand einen Zusammenhang zwischen schlecht hören können und Problemen mit Artgenossen in dem Sinne, in dem sie es hatte, recht unwahrscheinlich. Viel eher hat er in Richtung "Posttraumatische Belastungsstörung", wie es sie auch bei Menschen gibt, gedacht. Also quasi eine Art Traumata. Denn die Art und Weise, wie in mehreren Situationen reagierte, ist jetzt keine "normale" Problematik, die man mit Vergesellschaftung sonst so hat. Also stehen bleiben, Schockstarre, Speichelfluss,...etc. sind schon recht ungewöhnlich.
    Mit dem Tierschutz habe ich auch nochmal zur Nachkontrolle einen Videoanruf gehabt. Sie haben mir die Situationen nochmal etwas genauer geschildert. Es machte bei Ihnen wohl den Anschein, als wäre Mimi (noch) nicht in der Lage, Katzenverhalten zu interpretieren. Wenn zum Beispiel zwei andere Katzen miteinander spielten, erschrak sie sich so doll, dass sie beruhigt werden musste. Genauso lag sie mal auf der Couch mit dem Kater, mit dem sie eigentlich ganz "gut" zusammen passte. Der kam ihr dann näher und wollte sie wohl putzen und ab da war es komplett vorbei mit der Beziehung der beiden. Panik pur und auch danach absolute Scheu und Angst vor ihm. Auch Zittern war bei ihr die letzten Tage vor Abreise fast dauerhaft Programm.
    Mal schauen. Sowohl Tierarzt, als auch Tierschutz meinten, es täte ihr gut, hier erst einmal anzukommen. Wir sollen ihre Entwicklung beobachten und uns viel mit ihr beschäftigen. Mit dem Clickern anfangen kann einer Katze ja auch psychisch viel geben und das Selbstbewusstsein stärken. Und vielleicht ist es dann ja etwas ganz anderes, wenn sie genau weiß, dass sie uns hat und ihr eigenes, sicheres Revier. Vielleicht fehlte ihr bisher der gewisse Halt, um bestimmte Erlebnisse verarbeiten zu können.
    Gerade, weil ich selbst unter einer ähnlichen Sache leide, möchte ich ihr unbedingt diese Chance geben.
    Wenn nach einiger Zeit alles um uns herum passt, werden wir es mal versuchen, auch wenn es lange dauert. Ich werde definitv mein Bestes geben, um dieser Katze, die wahrscheinlich was ganz schreckliches erlebt hat, ein richtig gutes Leben zu bieten.
    Vielen Dank für die Antworten und das höflich und nett bleiben. Ihr habt mir doch sehr Mut für die Zukunft gemacht

  16. #16
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    Schön, dass euer erster Tierarztbesuch so gut verlief.

    Für mich klingen die Schilderungen weiterhin so, als ob Mimi auf der PS überfordert bzw. zu schnell mit den anderen Katzen zusammengeführt worden wäre. Damit will ich der PS keinerlei Kompetenz absprechen.

    (Falls ihr überlegen solltet ein Kitten irgendwann dazu zu holen - man hört da ja manchmal Argumente wie "Die Erstkatze kann das Kitten noch formen.", "Dann gilt ja noch Kitten-/Welpenschutz." oder "Das Kitten ist keine Konkurrenz für die Erstkatze." - möchte ich euch vorab wirklich davon abraten. Welpenschutz gilt selbst bei Hunden nur innerhalb des Rudels und nicht gegenüber fremden Welpen.
    Besonders Kitten sich charakterliche Wundertüten, sie sind verrückt, wild und immer auf Achse. Eine erwachsene Katze - vor allem eine traumatisierte(?) Katze wie eure Mimi - ist meistens überfordert von so viel Spiel und Drang. Zudem sind Kitten oft absolut distanzlos und gerade das Akzeptieren ihrer Grenzen wird Mimi brauchen. Es gibt immer ein "Es kann gut gehen", aber ich finde, man muss aus den beschriebenen Gründen wirklich nicht ausprobieren (und wenn doch, dann zwei Kitten, die miteinander spielen, kuscheln und toben können ).)

  17. #17
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    Nein, ein Kitten wird es bei uns wohl nicht werden Da hätte ich etwas Respekt vor, was für ein Charakter sich letzendlich entpuppt. Ich denke, gerade bei Mimi sollten wir dann schon viel Wert darauf legen, dass uns jemand etwas detailiertere Auskunft zu dem Tier machen kann. Es muss ja nicht nur vom Alter und Geschlecht her passen, sondern der Charakter spielt, gerade bei Mimi, ja auch eine entscheidende Rolle.
    Außerdem haben Kitten ja meist viel bessere Vermittlungschancen als erwachsene Katzen. Wir haben uns aus diesem Grund schon bei Mimi bewusst für eine etwas erwachsenere Katze entschieden.

  18. #18
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    Dann kann ich Dir nur Taskali ans Herz legen. Sie nimmt Katzen auf, pflegt und zähmt sie, solange das notwendig ist und vermittelt sie dann deutschlandweit. Wenn Du magst, schau mal hier im Bereich „Geschichten und Erlebnisse“ unter „Pflegis bei Taskali“. Taskali kennt ihre Katzen wirklich gut.
    Hier im Forum haben einige User schon Katzen von Taskali adoptiert und sind sehr glücklich mit den Katzen, gerade weil Taskali ein Händchen dafür hat, welche Katze/Kater zu welchen schon vorhandenen Katzen/Katern passt.
    Liebe Grüße von Sabine mit



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  19. #19
    Registriert seit
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    hallo karla,

    bissl spät: aber: wie wäre es mit einem hund?

    ich meine das durchaus ernst - nach meiner erfahrung haben bisher alle katzen, die hier rumgelungert haben, mit hunden weniger probleme als mit ihren artgenossen.

    nette hunde, natürlich.

    selbst lilly, die man durchaus als asozial (ja, als einzelkitten aufgewachsen) bezeichnen kann, kommt mit hunden wunderbar áus (ich habe fünf katzen und fünf hunde) - selbst nicht ganz so nette, wie der jagdterrier, den ich einige zeit in betreuung hatte, haben ihr wenig ausgemacht.

    hunde und katzen können sehr intensive beziehungen führen, wenn ich an carlo-katerund billy-hund denke. das waren echte freunde.

    stöpsel liebt seine hunde innig - mit den anderen katzen hat er nicht so viel zu tun.
    stöpsel ist mit hunden aufgwachsen - aber ich hatte auch ältere und alte katzen, die nie zuvor einen hund gesehen hatten - es gab nie probleme.
    meine-katze, tullia, wild-sara, claudia, ivo - sie alle haben sich zeimlich schnell mit den hunden angefreundet.
    auf unterschiedlichen intensitätsniveau.
    claudia ist mit in den urlaub gefahren und saß dabei auf eignen wunsch am liebsten bei den hunden in der kiste...
    das viel zitierte "hund und katz" ist ein ammenmärchen - und wenn, sind die hunde schuld

    zum zweitkatzenthema und weil ich selbst eine eher asoziale katze habe:

    lilly würde sich wohl ohne weitere katzen fühlen. sie ist sehr menschenbezogen.
    ihr würde es vollkommen reichen, ihr leben mit menschen intensiv zu teilen - gegen einen hund hätte sie nichts.

    hunde sind im grunde noch mal um klassen sozialere tiere als katzen - oder auf einem niveau.
    und trotzdem hat niemand was dagegen, sie einzeln zu halten.
    es gibt auch genug von ihnen, die nie von der leine kommen und nie entspannten kontakt zu artgenossen haben.
    zu geschrei führt das nicht.
    und es gibt soagre hunde, die wirklich auch ohne andere leben könnten, eine davon habe ich auch.

    irmschen ist meine neue, seit einem jahr.
    sie ist nicht grundlegend asozial, aber sie braucht andere hunde nicht.
    eine welt ohne bällchen, stöckchen und so kram wäre für irma schlimmer, als eine welt ohne andere hunde.
    als meutehund tut sie sich schwer - nicht das sie unzufrieden ist - aber es bereichert sie einfach nicht.
    fremdkontakte sucht sie nicht und spielen möchte sie auch nicht mit anderen hunden.
    ich habe jetzt eine vierermeute mit irma.
    heisst nicht, dass es da irgendwelche agressionen gäbe, ganz und gar nicht - eher ein großes "egal"

    hätte ich irma vermitteln kpönnen, wäre eine zukunft ein einzelhund für mich für sie völlig unproblematisch gewesen.
    ich hätte auch nicht auf sozialkontakte als unteres minimum gedrängt.
    eher auf viel laufen und bällchen und stöckchen

  20. #20
    Registriert seit
    27.04.2021
    Beiträge
    6
    An einen Hund haben wir bisher zumindest ernsthaft noch nicht gedacht
    Auf ihrer Pflegestelle hatte Mimi großen Respekt vor Hunden. Die zwei, die dort lebten, waren aber auch sehr groß und stürmisch, so dass sie die meiste Zeit von den Katzen getrennt lebten.
    Mal schauen. Ich denke eigentlich, wir werden nach einer gewissen Eingewöhnungsphase mal eine Zweitkatze "ausprobieren". Vorher werden wir mal mit der ein oder anderen Person schreiben bzw. reden und überlegen, wer am Besten passen könnte. Ich beobachte bei Mimi, dass sie sich momentan sehr auf ihre langsam einpendelnde Routine fokussiert. Gestern zum Beispiel haben wir unseren Tag mal etwas anders gestaltet und sie war deswegen gleich etwas nervös. Es ist prinzipiell total in Ordnung, wenn sie ihre Menschen braucht. Wir waren uns dessen bewusst und sind ja auch eine Familie, die sehr viel zuhause ist. Ich habe aber schon Hoffnung, dass eine Katze oder ein Kater auf ihrer Wellenlänge ihr etwas mehr Halt geben könnte. Gerade in stressigen und unbekannten Situationen.
    Auf jeden Fall wird es noch eine Weile dauern, bis sie uns und der ganzen Situation vertraut. Wir üben jetzt langsam das "alleine lassen". Natürlich nicht über Stunden, aber ich war heute zB mal unten am Briefkasten und am Wochenende gehe ich mal für 10 Minuten nebenan Gemüse kaufen. Schritt für Schritt. Momentan ist es ihr noch nicht so geheuert, wenn einer von uns mal das Haus verlässt. Man merkt deutlich ihre Trennungsangst. Aber wir finden sie einfach ganz toll. Sie ist eine ganz liebe Katze und wir finden schon irgendwie raus, was für sie das Beste ist

  21. #21
    Registriert seit
    19.02.2013
    Beiträge
    2.607
    trennungsangst?

    das ist eine genderkatze, die wurde im falschen körper geboren

    so wie stöpsel, der im grunde eigentlich ein leicht zänkischer rottweiler ist - sich aber für den rest seiner tage als dicklicher kater durchschlagen muss

    vielleicht wird er auch mal schlank - aber dann sattelt er allenfalls auf dobermann um

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