Einen richtigen Nachruf werde ich noch verfassen, wenn ich die Kraft dazu habe...derzeit bin ich einfach nur die pure Verzweiflung und die unendliche Traurigkeit

Am 17.11. ist mein über alles geliebter Kater und Freund, mein Seelentier Mellon mit 15 1/2 Jahren gestorben - nach kurzer, aber schwer verlaufender Krankheit.

Es begann alles mit einem Schnupfen, den erst Honey hatte und diesen aber nach 1 Woche problemlos hinter sich brachte. Dann fing Mellon an... erst Niesen, dann Rachenentzündung mit Aphten, Kehlkopf gerötet, Schluckbeschwerden, Atemnot, Husten, Asthma, Würgen ...Läsionen auf der Zunge... es folgten tägliche Tierarztbesuche, Antibiose, Engystol, Entschleimer, Entwässerer, Röntgen, Inhalieren, Asthmaspray, Zylexis... eine Nacht in der Klinik vor einer Woche Fr. auf Sa. in der Sauerstoffbox und am Tropf, Zwangsernährung, diverse Homöopathie, 2. Antibiotikum, Abstrich, Inhalator für zuhause und und und ...
Wir haben von Montag bis eine Woche drauf den Dienstag um ihn gekämpft und oftmals sah es wieder besser aus...leider aber nur, um danach wieder verschlimmert und verändert zu sein.

Mellon starb am Dienstag Abend Zuhause, 1 Stunde nach einer Infusion, die ihm wieder Kraft geben sollte, völlig entkräftet und unterkühlt an einem Lungentrombus. Obwohl er auf Wärme lag und Kraft bekommen hatte, hat ihn der Trombus einfach genommen. Der Tod ist vermutlich schon zuhause eingetreten, oder als ich mit Vollgas wieder auf dem Weg zurück in die Praxis war. Als sie ihn sofort entgegen nahmen, schlug sein Herz schon nicht mehr und alle Wiederbelebungs- und Beatmungsversuche waren vergebens. Die Lunge war erneut von größtem Widerstand und erneut voller Schleim, obwohl er erst am Tag davor Schleim ohne Ende raus geworfen hatte.
Es war das Schlimmste, was ich je erlebt habe und ich hätte ihm all das so gerne erspart. Sein Tod war so unwürdig ... seine letzten Tage von Atembeschwerden, Zwang und Entkräftung gezeichnet. Und doch hat er gekämpft und immer wieder Besserung gezeigt. Dennoch bin ich entsetzt.... ich wünschte, ich hätte alles anders gemacht. Aber das wünscht man wohl immer. Niemals hätte ich mit einem solchen Verlauf gerechnet.
Offensichtlich hatte er sogar Corona, allerdings das harmlose, nicht auf Menschen übertragbare Katzencorona, was es schon immer gab und was ein Schnupfenvirus bei Katzen ist. Dies kam wohl mit dem bereits in ihm schlummernden Calici-Virus zusammen, weswegen es auch erst besser war und dann wieder rapide schlechter. Die Läsionen auf der Zunge gab es zuerst auch nicht, die kamen später. Das wurde wohl erst reaktiviert. Und offenbar ist diese Kombi krass...es entwickelt sich dann wohl hierdurch eine Mutation in FIP, die immer tödlich ist.

Das ist nun das Ende von "Honey-Mellon" ... es gibt nur noch Honey und die kleine Maus ist nun 10 mal präsenter als vorher. Sie hat auch zu kämpfen und sucht viel Nähe - ja fast schon meint man, sie versucht, Mellons "Job" ein wenig mit zu machen.
Aktuell warten wir darauf, dass wir Mellons Überreste in der Urne abholen können, um ihn bei Nala zu bestatten.
Ich kann nicht mehr schreiben... ich bin völlig am Ende. Mein Seelentier, der die Hälfte meines Erwachsenen Lebens bei mir war, ist nicht mehr da und so schrecklich gestorben. Mein Herz ist gebrochen, eine Hälfte fehlt... Es gibt keinen Trost für mich...

Ich wollte es euch nur wissen lassen. Vielleicht zündet ihr ja auch eine Kerze an, für das Liebste was ich hatte.