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Thema: Chemotherapie - Welche Erfahrungen habt ihr?

  1. #1
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    Chemotherapie - Welche Erfahrungen habt ihr?

    Hallo ihr lieben,
    Ich muss mich ratsuchend an euch wenden. Ich begleite eine sehr gute Freundin, deren Katze 15 Jahre alt ist.
    Sie hat Ende letzten Jahres ein Auge entfernt bekommen müssen, da die Zellen anfingen zu entarten, bevor es Krebs wird. So schrecklich das alles war, es hat gut geklappt und sie hat sich trotz ihres Alters gut erholt.
    Durch einen blöden sturz vor ein paar Wochen humpelte sie stark und nachdem das ganze nach Wochen mit verschiedenen therapien und arztbesuchen nicht richtig weg ging und meine Freundin einen knubbel da entdeckte, wurde geröntgt. Osteosarkom am humeruskopf
    Option - amputation oder Euthanasie
    Meine Freundin und ihr Mann haben sich gequält und gegrämt, dann aber entschlossen, nach Rücksprache mit mehreren Tierärzten, dass sie die Amputation versuchen wollen. Sofern ein CT keine weiteren Metastasen zeigt. Denn die Maus ist trotz der mittlerweile erheblichen Schmerzen noch fit, agil, verspielt, wach, frisst und trinkt.... Bekommt aber seit ner Weile auch metacam 2x täglich und das kann nicht ewig so weitergehen.
    Heute war das ct und ich war sogar dabei, wir mussten einige Wochen darauf warten....
    Und leider leider, es ist eine schreiende Ungerechtigkeit, hat die kleine Metastasen in der Lunge so winzig, dass sie wahrscheinlich erst in vielen Monaten relevant werden, sagt der Arzt. Aber sie sind da und werden es.... Es sei denn, man versucht Chemotherapie. Darüber gebe es aber keine Studien, oder nicht ausreichend und man muss eher von palliativ ausgehen als von Heilung.
    Mal abgesehen davon, dass wir alle 3 Wochen da hin müssten, jeweils 1,5 Stunden Fahrt eine Strecke, es sei denn es macht jemand in der Nähe, ist es nur lebensverlängernd.
    Was aber bei 15 Jahren vielleicht eh eine andere Situation darstellt. Das Problem ist jetzt nämlich ein anderes.... Der Arzt sagte, dass sie schreckliche Schmerzen hat am Bein und entweder jetzt erlöst werden sollte oder es muss amputiert werden. Jetzt stehen sie da, Pistole auf die Brust.... Amputation war eigentlich nur mit Aussicht auf Heilung angedacht und ansonsten wollte man ihr noch ein schönes Leben bereiten, bis es nicht mehr geht. Nun heißt es, dass man sie keine Zeit mehr leiden lassen sollte und mehr oder weniger sofort amputieren... Trotz der Aussichten. Es kann ihr zwischen 4 und 9 Monaten schenken. Aber ohne Schmerzen....Wenn die Wunde verheilt ist. Aber offenbar sind die jetzigen Schmerzen auch nicht weniger schlimm, eher schlimmer, sagt er.
    Die Frage, die sich nun außerdem noch stellt, ist die der Chemotherapie. Die Lungenmetastasen sind winzig... Vielleicht würden sie verschwinden?
    Wie sind eure Erfahrungen mit Chemotherapie? Ist es so schlimm, dass man ihr das bisschen leben noch versauen würde? Könnte es Heilung geben? Ich habe das in negativer Erinnerung, aber ich weiß es nicht.
    Ich bin da völlig ratlos... Mein Gefühl sagt mir, es ihr nicht mehr anzutun. Die Amputation vielleicht noch... Auch wenn es noch so irrsinnig scheint. Aber ihr die Schmerzen zu nehmen steht einfach an erster Stelle.
    Denn ich denke, wie viele von euch haben schon mit den besten Prognosen dann dennoch ihr Tier kurz drauf an was anderes verloren...? Man weiß es doch eh vorher nicht, was kommt
    Ich denke, das müssen sie eh allein entscheiden, sie kennen ihr Tier am besten.
    Aber was soll ich meiner Freundin bzgl der Chemotherapie raten?
    Danke euch sehr im Voraus!
    Liebe Grüße Steffi mit Mellon und Honey
    (und meinem "Mausje" Nala --- auf ewig unvergessen!)



  2. #2
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    Mietfekatfe, ich denke da kannst Du nichts raten. Das muss Deine Freundin ganz alleine entscheiden.
    Es ist wie bei uns Menschen in dieser Situation auch. Letzendlich muss der Patient (in dem Fall die "Vormundschaft") selber entscheiden wie es weiter geht.
    Grüße
    Monika

  3. #3
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    Ich denke, die Entscheidung wird Steffi ihrer Freundin auch gar nicht abnehmen wollen bzw. können. Bestimmt möchte Steffi nur Erfahrungen, falls die schon jemand hier sammeln musste, um die bei der Entscheidungsfindung mit einfließen zu lassen.

    Für eine Zeit halten wir deine Pfötchen fest, dein Herz aber ein Leben lang!



    Liebe Grüße von Heike mit ihren Schnurrern Luis, Willi, Fritzchen, Rudi und Rico


    Für immer im Herzen und im Kopf ....Plüschi, Oskar, Jacki, Otti, Lottchen, Theo, Hugo und Nelly

  4. #4
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    raten kann man nichts, aber drüber reden.

    chemo für tiere ist nicht das gleiche, wie chemo für menschen. letztere wird auf einem ganz anderen level gefahren, da es um andere überlebenszeiten als bei tieren geht - dort geht es monate, kleine jahre - beim menschen um jahrzehnte.
    trotzdem scheint mir das für eine 15 katze inakzeptabel - es ist ja nicht nur die chemo an sich.

    ich persönlich würde die amputation versuchen: amputation klingt schlimm - ist letztlich aber kein großer eingriff. das ganze, von den fehlenden gliedmaßen im kopf, wie schlimm das ist - haben ja auch nur wir menschen. rein chirurgisch ist das eher pillepalle (etwas überspitzt)

    mit den metastasen in der lungen kann sie - auch in anbetracht ihres alters - eventuell noch ziemlich lang ziemlich gut leben. im alter wachsen die auch nicht mehr so schnell.
    ich kenne hunde, die haben es auf anderthalb jahre gebracht.

    auch die entscheidung, dass in naher zukunft zu beenden ist absolut vertretbar - für mich wäre das keine option. ein jahr ist viel.

  5. #5
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    Guten Morgen Steffi,

    Es ist so ungerecht! Aber Deine Freundin und ihr Mann müssen eine Entscheidung treffen.
    Dabei wird ihnen niemand außer der TA helfen können.
    Der TA kann die Optionen an besten einschätzen. Daher wäre es sinnvoll sich an seine Linie zu halten.
    Wenn der TA sagt, er würde eine Amputation vorschlagen, dann wird er das für den richtigen Weg halten.

    Aber es kann leider sein, dass weitere Metastasen in Körper der Katze vorhanden sind.
    In dem Fall sollte sie in Frieden ins Regenbogenland gehen dürfen.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  6. #6
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    Guten Morgen zusammen!
    Vielen Dank für eure Antworten
    Ich möchte noch mal betonen, dass ich hier nur die Infos bezüglich der Chemotherapie sammeln möchte. Entscheiden werden es die beiden alleine, was mit ihrer Katze passiert. Aber ich habe Hilfe angeboten in Form von Informationen sammeln... daher habe ich auch die Vorgeschichte etwas erzählt.
    Defacto ist die Katze gerade im Moment auf dem Weg zur Amputation, um ihr die Schmerzen zu nehmen und ihr danach noch eine schöne, restliche Zeit machen zu können....die dann hoffentlich noch viele Monate sein darf! Ich bin froh, denn ich hätte genau so entschieden. Ansonsten sehe ich es gerade auch so wie du, Carlo... ich finde auch, dass 1 Jahr noch viel ist... grade in dem Alter.
    Weißt du denn noch mehr? Also Ablauf, Häufigkeit, Dauer der Chemo ... Kosten? Nebenwirkungen... nur dass ich das weiß. Klar können Ärzte viel mehr dazu sagen... aber der gestern war da nicht sehr hilfreich... von der Aussage "keine ausreichenden Studien" könnte ich persönlich keine Entscheidung treffen.

    Sabine, das CT gestern hat keine weiteren Metastasen gezeigt, es wurde auch das ganze Lymphsystem untersucht dabei. Aber klar... sollten weitere auftreten oder die vorhandenen Probleme machen, wird sofort gehandelt. Gar keine Frage. Ich hoffe einfach noch auf ein wenig Zeit für die 3... sie haben so gekämpft und alles bisher gegeben
    Liebe Grüße Steffi mit Mellon und Honey
    (und meinem "Mausje" Nala --- auf ewig unvergessen!)



  7. #7
    Registriert seit
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    Steffi, die Daumen sind für die Maus gedrückt! Zum Glück wurden bisher keine weiteren Metastasen gefunden. Ich wünsche der Maus, noch schöne Monate und Jahre.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

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