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Thema: Kleine zähe Mineli (Fiv +) – Die Kraft sich nicht unterkriegen zu lassen *Verm. D-wei

  1. #1
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    Kleine zähe Mineli (Fiv +) – Die Kraft sich nicht unterkriegen zu lassen *Verm. D-wei

    Wieviel Schmerz kann ein Lebewesen ertragen, bevor es sich aufgibt? Mineli kann diese Frage beantworten.



    Sie war Streunerin und fiel Menschen auf, da sie ihren Kopf schief hielt und unsicher herumlief. Nach dem Einfangen zeigte sich als Ursache ein großer Polyp im Ohr. Mehrere Versuche den Polypen von oben zu entfernen schlugen fehl, da er zu tief im Ohr saß. Schließlich wurde er in einer aufwändigen OP in einer teuren Klinik entfernt, in dem man von unten vom Rachen/Wangenbereich nach oben ging. Nun hätte eigentlich alles gut werden sollen, doch nach einiger Zeit fing Mineli an sich immer mehr zurück zu ziehen, wurde auch von den anderen Katzen auf der Pflegestelle gemobbt, bis sie schließlich nur noch in ihrem Versteck lag und nicht mehr vorkam. Da man sich nicht mehr zu helfen wusste, wurde ich gefragt, ob ich sie aufnehmen könnte. Als sie bei mir ankam zeigte sich recht schnell das Problem: die Entzündung steckte noch immer drin, ihr Ohr war weiterhin voll Eiter, der OP-Bereich in der Wange ein einziger Abzeß, der in regelmäßigen Abständen anschwoll und aufplatzte. Verschiedene Therapien brachten keine oder nur wenig Besserung, bis mir der Gedanke kam, dass auch die Zähne eine Mitursache sein könnten. Und richtig: Die Zähne waren ein Graus und als die Tierärztin diese entfernte quoll ihr der Eiter nur so entgegen, der gesamte Rachenbereich war eine einzige Entzündung. 7 Zähne durfte Mineli behalten, alle anderen wurden entfernt. Und ab sofort ging es aufwärts.



    Wahrscheinlich war nicht der Polyp der eigentliche Verursacher, sondern umgekehrt, durch die Entzündungen im Rachenbereich aufgrund der schlechten Zähne konnte der Polyp sich überhaupt erst bilden. Was für Schmerzen muß dieses kleine Wesen über Jahre gehabt haben, bis sie nun endlich schmerzfrei sein darf?






    Doch damit leider noch immer nicht genug, denn bei der Blutuntersuchung stellte sich heraus, dass Mineli Fiv positiv ist.



    Sie ist geschätzt um die 6 Jahre alt, kastriert gechipt, Felv negativ, wie gesagt Fiv positiv, konnte aufgrund ihrer Krankheitsgeschichte bisher nicht geimpft werden. Die Schiefkopfhaltung ist bereits besser geworden, wird aber nicht mehr ganz weg gehen.



    Sie selbst stört sich aber an all dem nicht. Sie ist ein kleines zartes Kätzchen, aber zäh wie Leder und setzt ihre innere Stärke gegen alles – sie will Leben und Spaß am Leben haben, flitzt wie eine irre den Kratzbaum rauf und runter, liebt es hinter der Spielangel herzujagen, will und braucht Spiel, Spaß und Aufregung.



    Dennoch ist das alles nicht spurlos an ihr vorübergegangen. Sie mag die Menschen eigentlich, findet das Streicheln toll, köpfelt dann um sich, rollt sich räkelnd und genießend hin und her. Und sie mag eigentlich auch andere Katzen, möchte nicht allein sein, ruft dann nach ihnen.




    Aber wenn der Kopf dröhnt, der ganze Körper im Fieber schmerzt, einem von dem zerstörten Gleichgewichtssinn schwindlig ist, dann ist jeder Laut, jede Bewegung, jede Berührung zuviel. Und so hat sie sich in dieser Zeit angewöhnt, sobald ihr etwas zuviel ist fauchend um sich zu schlagen. Daher reagiert sie auch jetzt noch in ihrem Verhalten schnell und stark wechselnd.



    Eventuell wird das mit der Zeit noch besser, aber etwas schwierig wird sie sicher immer bleiben. Wer sie aber lesen kann, wird mit ihr eine Menge Spaß haben können, da sie sehr lebhaft, verspielt und zugewandt und an allem interessiert ist.






    Was für ein Zuhause braucht die kleine Maus nun also?



    Eins, in dem ihr ihr wechselndes Verhalten nicht angekreidet wird – weder von Mensch noch von Tier, wo sie einfach akzeptiert wird wie sie ist.



    Es sollte kein allzu trubliges Zuhause sein – also besser keine Familie mit Kindern – aber dennoch etwas Abwechslung bieten können – einerseits durch lustige Spiele- und Beschäftigungsrunden, andererseits aber auch durch ein bißchen „Draußen“ in Form eines gesicherten Garten/Terrasse/Gehege.



    Wer mag dieser kleinen Maus nun zeigen, dass sich ihr Kampf gegen den Schmerz und das Schicksal gelohnt hat und sie nun endlich die glücklich kleine Tobekatze sein darf, die sie eigentlich ist?





    Mineli befindet sich im dichten Berliner Umland, wird aber D-weit vermittelt. Bei Interesse oder auch Fragen (z.B. hinsichtlich des Fiv) PN an mich oder E-Mail an illinga@AOL.com


  2. #2
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    Ach ist die Süss. Hoffentlich bekommt sie eine Chance.

  3. #3
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    Boah, jetzt beim Lesen der Zusammenfassung habe ich Gänsehaut bekommen! Es ist wirklich Wahnsinn, was so ein kleines Tier ertragen kann, ertragen muss! Ich bin immer wieder fasziniert von diesem Lebenswillen und -mut und wünsche dieser kleinen Maus ganz besonders ein phantastisches Für-immer-Zuhause!
    Dir wieder vielen Dank, Miriam, (aber auch der ersten Pflegestelle), dass Mineli eine Chance auf ein schmerzfreies Leben bekommen hat!

    Für eine Zeit halten wir deine Pfötchen fest, dein Herz aber ein Leben lang!



    Liebe Grüße von Heike mit ihren Schnurrern Luis, Willi, Fritzchen, Rudi und Rico


    Für immer im Herzen und im Kopf ....Plüschi, Oskar, Jacki, Otti, Lottchen, Theo, Hugo und Nelly

  4. #4
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    Da schließe ich mich Heike an. Besser ist es nicht auf den Punkt zu bekommen.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  5. #5
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    Minelis Nachkontrolle war gut, im linken Ohr ist noch etwas Sekret, aber kein Eiter mehr. Da die Trommelfelle bereits wieder zugewachsen sind, bekommt sie jetzt noch Ohrentropfen. Ich sehe jetzt immer öfter, dass sie im entspannten Zustand den Kopf gerade hält, erst beim fixieren speziell beim herumlaufen hält sie ihn schräg. Und man merkt ihr deutlich an, dass es ihr gut geht: sie flitzt im Raum mit Spielzeug herum wie eine irre - mir scheint ihr wird langweilig (der mit ihr im Raum lebende Kater ist in seiner Entwicklung noch nicht soweit, dass er spielen möchte) sie hat letztens mein Öhmchen Brille durch Gitter angegurrt und ist dann mit Henkelschwanz weggallopiert - also eigentlich eine Spielaufforderung.... ich denke mit zunehmender Gesundung wird sie auch noch sozialer












  6. #6
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    Mineli geht es sehr gut. Vermittlungsmäßig tut sich nichts für sie












  7. #7
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    Für Minelli tut es mir leid, dass sich für sich vermittlungsmäßig nichts tut. Sie ist doch so eine hübsche Katze mit einem ganz lieben Ausdruck im Gesicht.

    Wir drücken ganz fest die Daumen und die Pfoten, dass es bald klappt mit der Vermittlung und dann in das für sie beste, lebenslange Heim in dem ihr alle Liebe und Fürsorge, die für eine Katze möglich ist, zuteil wird.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  8. #8
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    Zitat Zitat von Pampashase Beitrag anzeigen
    Für Minelli tut es mir leid, dass sich für sich vermittlungsmäßig nichts tut. Sie ist doch so eine hübsche Katze mit einem ganz lieben Ausdruck im Gesicht.

    Wir drücken ganz fest die Daumen und die Pfoten, dass es bald klappt mit der Vermittlung und dann in das für sie beste, lebenslange Heim in dem ihr alle Liebe und Fürsorge, die für eine Katze möglich ist, zuteil wird.
    Vielleicht hat Minelli schon einen Blick auf ein neues Zuhause geworfen
    Liebe Grüße von Angelika
    mit Queeny, Grigio, Bazi, Filou, Felicia und tief im Herzen mit meinem geliebten Jimmy




  9. #9
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    Bei Mineli reicht halt nicht die süße Optik - sie ist ein spezielles Mietz und braucht ein spezielles Zuhause wo Mensch und Tier mit ihrer Art umgehen können.

  10. #10
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    Minelis letzte Untersuchung hat gezeigt, dass ihr Ohr in Ordnung ist, aber das Zahnfleisch hinten im Rachenbereich noch oder wieder entzündet, deshalb gibt’s wieder AB. Seit sie ihre Zähne los ist, flutscht ihre Zunge gern mal raus. Ich finds niedlich…


















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