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Thema: Unendlich traurig!

  1. #1
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    Unendlich traurig!

    Hallo,
    ich habe mich hier angemeldet weil ich sehr verzweifelt und traurig bin.
    Am Donnerstag musste ich mich von meiner geliebten Mützel verabschieden.Seitdem hat die Welt sich aufgehört zu drehen.Nichts ist mehr wie es war.

    Vor drei Wochen war noch alles gut :-(
    Am Dienstag nach Pfingsten fing sie plötzlich an durch den Mund zu atmen,was sie vorher noch nie gemacht hatte.
    Ich hab allein mit ihr gewohnt,seit meine Tochter im Februar mit ihrem Freund zusammen gezogen ist.
    Hab sie angerufen und wir sind zum Arzt,sie konnte aber nichts auffälliges finden.Meinte es könnte mit der Hitze zusammen hängen.(Mützel hatte den ganzen Morgen draußen gelegen auf meinem überdachten Balkon,sie war eine reine Wohnungskatze).
    Ich hab sie dann drin gelassen und geschaut dass sie genug Wasser bekommt !Am nächsten Mittag wieder Atmung durch den Mund,dachte es wäre ihr immer noch zu warm.
    Als es abends wieder so war mit Mundatmung sind wir noch zu einem anderen Tierarzt gefahren.Dort wurde eine Blasenentzündung festgestellt.
    Sie bekam Antibiotikum und ein Schmerzmittel.Nach 3 Tagen immer noch keine wirkliche Besserung.Daraufhin wurde sie geröntgt und gesehen,dass ihr Magen mittlerweile auch entzündet war.
    Ich muss dazu dagen,dass sie unter einer Autoimmunerkrankung litt,die vor ein paar Jahren ihre kompletten Zähne zerstört hatte.
    Danach hatte sie quasi jedes Jahr einen Schub mit Gastritis oder Halsentzündung,die aber immer wieder erfolgreich behandelt werden konnten.
    Es war die letzten 2 Wochen ein ständiges Auf und ab! Mal ging es ihr einen Tag besser und dann kam die Entzündung doppelt und dreifach zurück.Es wurde immer schlimmer,sie saß oft hier und kauerte sich zusammen,manchmal zitterte sie leicht.Sie fraß aber immer noch gut und gern,hatte aber Probleme das Futter zu schlucken.
    Sie machte dann den Hals ganz lang und man sah,dass es ihr Probleme machte zu kauen und zu schlucken
    Es wurde ein Bluttest gemacht,die Werte waren gut,nur Entzündungswerte hoch.
    Wir liessen noch Ultraschall machen,da kam die Ärztin raus und meinte,ob ich erst die gute Nachricht wollte.Sie hätte keinen Tumor,aber leider eine Pankreatitis.
    Sie wollte sie stationär aufnehmen und jeden Tag Infusion geben,die Chancen wären allerdings nicht so gut.
    Ich habe mich dann dagegen entschieden,weil sie so schon dermassen gelitten hat.Sie war sehr auf mich fixiert und schon total verängstigt von den vielen Untersuchungen,zumal ich sie wegen Corona nie begleiten durfteIch musste sie immer an der Anmeldung abgeben:-(
    Selbst Kortison hat es nur für einen Tag geschafft die Entzündung zurück zu drängen.
    Mittwoch abend hatte sie solche Schmerzen,dass ihr Bauch ganz hart war.Sie bekam ein starkes Schmerzmittel gespritzt und hatte dann noch eine einigermaßen gute Nacht.Meine Tochter kam und schlief auch hier.Wir haben die Couch ausgezogen und sie lag zwischen uns in der Mitte und hat sich die ganze Zeit von meiner Tochter streicheln lassen.Als wenn sie Abschied nimmt.
    Zwischendurch sprang sie auch mal auf die Fensterbank und hat ganz interessiert draussen alles betrachtet.
    Da dachten wir,es ginge wieder aufwärts
    Sie hat nach Futter gebettelt und auch mit Appetit gefressen,allerdings dann alles raus gebrochen.
    Aber sie hat einen relativ normalen Eindruck gemacht.Sie kam aber nachts nicht in mein Bett wie sonst sondern legte sich darunter.
    Morgens kam sie doch noch und da wusste ich,dass es unsere letze Kuscheleinheit war.Sie hatte ganz kalte Ohren,hat sich an mich gedrückt und ganz leise geschnurrt.Ich hab mich von ihr verabschiedet,weil ich wusste,dass es ihre Art war,Tschüss zu sagen

    Sie lief nochmal durch die ganze Wohnung und saß überall ne zeitlang,als wenn sie sich alles nochmal genau einprägen wollte.

    Gegen Mittag bekam sie wieder starke Schmerzen,sie zitterte und kauerte und legte sich zwischen meine Tochter und mich und schaute uns so flehend an.

    Um 15.30 Uhr hat sie für immer ihre Äuglein geschlossen.(Die Ärztin hat sie erlöst).Ich war die ganze Zeit bei ihr,hab ihr Köpfchen gehalten und ihr gesagt,wie sehr ich sie liebe und dass es okay ist wenn sie geht .Es ist nur wichtig,dass sie keine Schmerzen mehr hat !
    Ich hab ihr noch soviel gesagt.Ich bete dass sie mich hören konnte und es ihr ein bisschen die Angst nahm.
    Ich mache mir solche Vorwürfe ,dass ich sie zu oft zum Arzt geschleppt habe und sie durch den Stress gestorben ist.Oder dass ich bei den falschen Ärzten war und sie sonstwo hätte gerettet werden können.
    Sie war 11 Jahre alt und ein ganz liebes Seelchen.Ich war gestern und vorgestern mit bei meiner Tochter.Ich konnte nicht in die Wohnung.
    Heute bin ich wieder hier und habe das Gefühl,ich hab sie umgebracht.
    Sie war doch vor 3 Wochen noch so gut drauf.
    Ich vermisse sie so sehr und mache mir Vorwürfe,dass ich nicht genug für sie gemacht habe oder zuviel:-(

    Ich hatte die ganzen letzten Wochen schon ein mulmiges Gefühl,konnte es aber nicht zuordnen.Jetzt ist es traurige Gewissheit:-((

  2. #2
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    6.289
    Liebe Helimausi,

    das ist ein sehr trauriger Anlass, der dich zu uns ins Forum führt und ich kann das sehr gut nachvollziehen. Ich musste meinen Merlin vorletztes Jahr und Orko letztes Jahr einschläfern lassen. Orko hatte zuletzt zwar einen Tumor, aber einen Monat später hatte er auch mit einer Bauchspeicheldrüsenentzündun g zu kämpfen. Ihr habt alles richtig gemacht, zumal sie ja noch relativ jung war, ist doch klar, dass man viele Möglichkeiten versucht und lieber zu viel als zu wenig zum Tierarzt geht! Aber du hast sie auf ihrem letzten Weg begleiten und das hat sie sicher gespürt. Ich hoffe, dass du dich bald ohne Schmerzen an die schöne Zeit mit ihr erinnern kannst!

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018), Orko (2001 - 2019) und Gandalf (2002 - 2016)


  3. #3
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    6.756
    Liebe Helimausi,
    Es tut mir leid, dass Du Deine Mützel ins Regenbogenland gehen lassen musstest.
    Nach dem was Du schreibst, kann ich mich Kerstin (Sheraton) nur anschließen. Du hast nichts falsch gemacht. Egel bei welchem Lebewesen, egal in welchem Alter, gibt es Krankheiten, die auch der beste Arzt nicht heilen kann. DUB manchmal müssen wir Entscheidungen treffen, bei denen von vornherein klar ist, dass es hinterher immer die falsche Entscheidung war, egal wofür wir uns entscheiden.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die kommende schwere Zeit. Und hoffe, dass die Trauer mit der Zeit leichter wird und die schönen Erinnerungen immer öfter die Oberhand gewinnen.
    Und vielleicht hast Du irgendwann die Kraft, das Testament Deiner Katze zu erfüllen und gibst einer oder zwei armen Katzen ein Heim.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  4. #4
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    Fühl Dich gedrückt
    Ich mußte am 2.6. meine Jack gehen lassen. Ich frage mich auch immer, ob ich nicht noch anderes hätte machen können, ob ich nicht etwas übersehen oder falsch gemacht habe. Ich denke, das ist normal. Und nein, es gibt nun einmal Krankheiten, die wir als Menschen (noch) nicht heilen können, nur lindern. Und die Tiere haben das Glück, dass man ihnen ein langes, schmerzvolles Ende ersparen kann. Auch wenns unseren Herzen unendlich weh tut, ist es letztlich der letzte und ehrlichste Freundschafts- und Liebesdienst, den wir unseren Lieblingen geben können.
    Nehme Dir Zeit für die Trauer. Rede mit Leuten, die es verstehen - also anderen Tierbesitzern, die schon ein geliebtes Tier verloren haben. Das hilft ein wenig.

  5. #5
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    Liebe Helimausi!
    Fühl dich gedrückt Es tut mir sehr leid, dass du deine Mützel gehen lassen musstest.
    Auch ich kenne dieses furchtbare und zweifelnde Gefühl. ...Und ich denke, gerade weil uns unsere Tiere nicht gleichgültig sind, wir sie lieben und für sie entscheiden müssen, geraten wir mit Herz und Verstand in Konflikt. Dieses "Hätte", "Wäre", "Wenn" wird uns noch lange begleiten. Lassen wir die Tiere vermeintlich zu früh gehen, hadern wir. Zögern wir den Schritt, weil wir immer auf ein Wunder hoffen, hinaus, hadern wir dann letztendlich auch.
    Du hast alles richtig gemacht, du hast FÜR deine Mützel entschieden, ihr Schmerzen und Siechen erspart. Ja, von Außen sagt sich das immer leicht. Aber auch, weil wir das alle schon erleben mussten und vielleicht oder sogar sicher wieder erleben werden, wissen wir, wie es sich anfühlt, wenn Herz und Verstand miteinander kämpfen. Und letztendlich sind wir keine Ärzte, können nur das tun, was uns möglich ist. Deine Tierärztin hat dir zur Seite gestanden und würde bestimmt Mützel nicht erlöst haben, wenn sie noch eine Heilungschance gesehen hätte.
    Ich wünsche dir Kraft für die schwere Zeit. Lass Trauer und Tränen zu. Und vergiss nie, wieviel Liebe deine Mützel erfahren durfte!

    Für eine Zeit halten wir deine Pfötchen fest, dein Herz aber ein Leben lang!



    Liebe Grüße von Heike mit ihren Schnurrern Luis, Willi, Fritzchen, Rudi und Rico


    Für immer im Herzen und im Kopf ....Plüschi, Oskar, Jacki, Otti, Lottchen, Theo, Hugo und Nelly

  6. #6
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    Ich danke euch so sehr für euren Trost !! Im Moment vergeht keine Minute in der ich nicht an sie denke.Ich vermisse ihre kleine Pfote,die sie morgens immer an meine Backe gedrückt hat um mir guten Morgen zu sagen.Sie hat nie die Krallen ausgefahren.
    Nächste Woche hole ich sie heim,wir haben eine schöne Urne für sie ausgesucht.Besser gesagt,Mützel hat sie wahrscheinlich selbst ausgesucht.
    Ich hatte mit meiner Tochter den Urnenkatalog im Internet angeschaut und wir waren fertig und konnten uns nicht so recht entscheiden.Und dann ist irgendwie das Bild von selbst hoch gesprungen und bei einer kleinen rosa Urne hängengeblieben mit weißen Pfötchen drauf.Die soll es dann wohl sein
    Ich werde sie oben auf den Kühlschrank stellen,da saß sie früher sehr gern,dort konnte sie alles überblicken

    Morgen muss ich wieder arbeiten,ich hatte Urlaub und letzte Woche liess ich mich krank schreiben.Ich hab 4 Kilo abgenommen ,weil ich nix runter kriege.Aber ich muss wieder arbeiten,nur leider versteht dort keiner wie es mir geht ,für die sind Tiere Sachen
    Ich weiss nicht wie ich das alles schaffen soll.
    Vielleicht hilft mir auch die Ablenkung.Aber wenn ich morgen abend heim komme,muss ich mich nicht beeilen.Ich bin früher immer fast gerannt und wenn ich dann heim kam,sass Mützelchen auf dem Küchentisch und ist fast ausgeflippt vor Freude.
    Wir hatten es auch so geregelt,dass sie nie zu lange allein war.Wenn ich den ganzen Tag arbeiten musste,was nicht jeden Tag vorkommt,dann ist meine Tochter nachmittags zum Mutz sitten gekommen
    Wie hält man das denn nur aus?

  7. #7
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    Ohje,mit deinem Jack das ist ja auch noch gar nicht lange her Es tut mir auch sehr leid für dich und ihn.

    Ich hoffe so sehr,dass sie irgendwo sind wo es ihnen gut geht und sie spielen und rennen können und manchmal auch an uns zurück denken

  8. #8
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    Zitat Zitat von Helimausi Beitrag anzeigen
    Wie hält man das denn nur aus?
    Sabine hat es schon erwähnt. ...Kennst du das "Testament einer Katze"?
    Wenn der größte Schmerz etwas abgeklungen ist, vielleicht magst du das dann mal lesen?
    Immer, wenn ich Abschied von einer Katze nehmen musste, habe ich einer anderen armen heimatlosen ein Zuhause gegeben. Das tat mir unheimlich gut, hat mich abgelenkt. Jede Katze, die nicht mehr bei mir ist, ist es aber im Herzen und in Gedanken geblieben
    . Das ist jedoch MEINE Art, mit der Trauer umzugehen und ist nicht allgemeingültig. Höre in dich rein, du weißt am besten, was dir hilft. Sicher muss erst noch Zeit vergehen, möglich aber auch, dass du sofort wieder fellige Gesellschaft möchtest. Wie schon geschrieben, höre in dich rein. ...

    Für eine Zeit halten wir deine Pfötchen fest, dein Herz aber ein Leben lang!



    Liebe Grüße von Heike mit ihren Schnurrern Luis, Willi, Fritzchen, Rudi und Rico


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