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Thema: Zusammenführen der Miezis (6 und 2 Jahre)

  1. #1
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    Smile Zusammenführen der Miezis (6 und 2 Jahre)

    Halli hallo,

    seit ein paar Jahren (puh ja, es sind echt schon mindestens 2-3 Jahre) verfolge ich nun schon den Plan eine zweite Katze zu meiner Toffy zu holen. Erst war meine Wohnsituation zu klein zum Separieren. Dann bin ich oft umgezogen und letztendlich suche ich tatsächlich seit ca. 2 Jahren (wohne jetzt auch auf ca. 80 qm mit einem kleinen gesicherten Balkon) eine passende Zweitkatze aus dem Tierschutz. Leider eher umerfolgreich. Meistens wurde ich abgewimmelt mit dem Kommentar: "Wir haben derzeit keine Wohnungskatze, die geeignet wäre." Na ja, durch Zufall bin ich dann eigentlich auf eine Züchterin gekommen, die ihre 'ältere' Zuchtkatze verkaufen wollte. Ich habe sie mir angeschaut und mir ein paar Informationen vorab durch die Züchterin geben lassen. So sollte Tilda eher etwas schüchtern sein, aber im Grunde eine sehr liebe und an andere Katzen gewöhnte Katze. Wichtig war mir einfach, dass es charakterlich zu meiner Toffy passen könnte. Beide Katzen sind natürlich auch kastriert. Da sie zusätzlich auch weiblich war, habe ichgedacht, dass es eine gute Idee wäre, diese Katze zu adoptieren.

    Kurz zu uns:
    Toffy ist nun 6 Jahre alt und eine Einzelprinzessin. Sie ist ab und zu auch mal
    eine Schmusekatze, aber meist liebt sie es einfach bei uns (meinem Freund und
    mir) zu sitzen und zu entspannen. Sie ist eine sehr umgängliche Katze. Mir fällt aber
    seit Jahren auf, dass wenn ich viel unterwegs bin (ich studiere noch - derzeit
    im Master und arbeite zwischendurch), sie unzufrieden scheint. Sie macht nichts
    kaputt oder ist aggressiv, aber sie verhält sich dann doch schmusiger und mein
    Empfinden/Gewissen sagt mir, dass es artgerechter wäre, eine Zweite ins Haus zu
    holen.

    Na ja, aufgrund dessen haben wir, wie gesagt, entschieden Tilda aufzunehmen. Sie
    ist 2 Jahre alt und auch eher etwas schüchtern und lieb im Umgang mit Menschen.
    Mehr kann ich zu ihr noch nicht sagen, da wir sie in unserem Umfeld natürlich
    noch nicht so gut kennen.

    Wir haben uns bei der Zusammenführung entschieden, die neue Katze im Wohnzimmer zu separieren und ein Fliegenschutzgitter zwischen die Tür zu machen. So können sie sich sehen, aber noch nicht auf einander treffen. Das Wohnzimmer ist recht groß und ein neuer Kratzbaum, wie eine neue Toilette und auch neue Näpfe, Spielzeug etc. passen dort bequem und nicht zu nah aneinander rein. Toffy ist wie immer in der restlichen Wohnung (Schlafzimmer, Küche, Bad und eine kleiner gesicherter Balkon).

    Die Katzen haben sich auch direkt bemerkt und auch eher aus Versehen direkt gesehen. Beide haben sich erstmal extrem angegrummelt - bis eine dann von dannen gezogen ist. Ich denke, dass das in erster Linie ja auch normal ist. Wer teilt schon gerne sein Essen, Menschen oder Schlafplätze? Jetzt habe ich Tilda auch schon mal durch die restliche Wohnung laufen lassen und in der Zeit Toffy im Schlafzimmer kurz separiert, damit die Neue sich alles einmal anschauen kann. Sie war auch hier logischerweise eher schüchtern, aber interessiert.

    Generell ist Tilda schon sehr zutraulich. Sie lässt sich schmusen und spielt mit uns. Sie frisst ganz normal und geht auch aufs Klo.

    Jetzt frage ich mich, wie ich weiter vorgehen soll. Versteht mich nicht falsch, ich weiß, dass das Thema nicht innerhalb von ein oder zwei Tagen gegessen ist. Aber vielleicht steht mir ja einer mit Rat zur Seite, da ich etwas verunsichert bin (Es ist meine erste Zusammenführung. Wir hatten zu Hause immer Einzelkatzen draußen, die dort ihre Sozialkontakte hatten) und ich bin einfach unsicher). Soll ich weiterhin einfach das Schutzgitter da lassen und wenn sie sich sehen und grummeln einfach nichts tun oder doch nach einigen Minuten einen Sichtschutz dazwischen bauen? Hatte eine Dame aus dem Tierschutz dazu gefragt und diese sagte mir, dass das eine gute Möglichkeit wäre. Oder sollte ich es lieber einfach frei lassen und nichts machen?

    Ich möchte beide nicht unter Druck setzen, aber auch nicht zu zaghaft sein (besonders möchte ich
    so wenig wie möglich 'falsch' machen). Vielleicht bin ich auch viel zu ängstlich, da ich die beiden jetzt erst seit fünf Tagen habe und es nicht den Anschein macht, als würden sie sich direkt umbringen, aber da ist ja nunmal auch das Gitter und wer weiß, wie sie sich verhalten würden, wenn es dort nicht wäre. Mir wäre einfach wichtig zu wissen, ob ich es einfach wagen soll, das Gitter aufzumachen, wenn mein Freund und ich Zeit und Ruhe am Wochenende haben oder lieber nicht? Woher weiß ich, wann ein guter Zeitpunkt ist?

    Liebe Grüße

  2. #2
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    Huhu,

    ich finde es toll, dass du deine Toffy nicht mehr alleine hältst sondern Gesellschaft ausgewählt hast
    Katzen brauchen i. d. R. einfach einen Artgenossen, der kätzische Dinge geben kann, die Menschen einfach nicht können. Insbesondere wenn man viel aus dem Haus ist

    Ich finde, wie du vorgehst, ist es schon ganz richtig... sie sollen sich sehen und aber auch beschnuppern und angrummeln können. Das ist alles nichts schlimmes und es gehört eigentlich immer zum Kennenlernen dazu. Das kann im Schnitt bis zu 14 Tagen dauern... Ausnahmen gibt es da natürlich auch.
    Du solltest es so sehen - für tilda ist noch alles neu... die Umgebung, ihr, die Gerüche und Geräusche. Sie hat ihren Platz noch nicht richtig gefunden und dann ist da noch jemand, der da Besitzansprüche hat. Sie wird eine Weile brauchen, um anzukommen. Daher finde ich es richtig und wichtig, ihr immer wieder unter Aufsicht die Bereiche alle zugänglich zu machen. Sie muss Sicherheit bekommen.
    Daher rate ich dir schon dazu, wenn ihr zuhause seid und Zeit habt - idealerweise am WE - die Türen mal testweise zu entfernen. Einen Sichtschutz würde ich auf keinen Fall einsetzen... das ist ein Rückschritt und suggeriert beiden nur, dass der andere evtl. nicht mehr da ist ...und dann geht alles von vorne los.

    Ein guter Trick ist, Decken, Kissen oder sonstiges wo die Katze 1 drauf / dran war, in den Bereich von Katze 2 zu legen und umgekehrt. So gewöhnen sie sich noch mehr an die Gerüche des anderen. Zudem kann man Feliway Stecker in der Wohnung verteilen um ein angenehmes Allgemeinklima ala "es ist alles bestens" zu erschaffen. Das entspannt die Lage.

    Aber das allerwichtigste ist, dass ihr nicht dazwischen geht. Katzen haben ihre ganz eigene und teilweise ruppige Art, die Hackordnung zu klären und sich kennen zu lernen... der Mensch ist da total verweichlicht und unsicher und macht die Tiere dann nur bekloppt. Solange es nicht zu einer massiven Schlägerei mit Verletzungen kommt, und das ist eigentlich in den seltensten Fällen so, sollte man sie machen lassen... brummeln, fauchen, der eine flüchtet vor dem anderen... -- ist so! Jeder sucht sich sein Plätzchen und irgendwann und irgendwo begegnet man sich erneut... und nach und nach wird es normal.. die einen fangen dann an, miteinander zu interagieren und die anderen ignorieren sich einfach weitestgehend. Weiß man vorher nicht. Ich würde versuchsweise (nicht sofort sondern nach ner Weile, wenn die Tür offen ist und alle sich umgeschaut und beschnuppert haben) versuchen mit beiden zu spielen (z. B. Laserpointer, das klappt immer). Sie zu animieren... da vergisst Katz dann oft, dass sie eigentlich grade angespannt war...
    Und ich denke, dass ihr dann immer öfter oder sogar ganz die Türen offen lassen könnt. Wie gesagt, so lange es keine Verletzten gibt, kann man sich da eigentlich locker machen.

    Mach dir nicht allzu viele Sorgen, auch wenn dich das ehrt... das überträgt sich stimmungstechnisch nämlich auch auf die Mietzen
    Ich wünsche dir viel Erfolg. Berichte mal weiter...

    Liebe Grüße
    Steffi
    Liebe Grüße Steffi mit Mellon und Honey
    (und meinem "Mausje" Nala --- auf ewig unvergessen!)



  3. #3
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    Liebe Steffi,

    ich sehe jetzt erst deine Nachricht. Ich hatte es noch an einer weiteren Stelle gepostet, da ich nicht wusste wie man seinen alten Beitrag löscht

    https://forum.zooplus.de/showthread.p...2-und-6-Jahre)

    Falls es jemanden interessiert.

    Das Netz ist weg und wird nur aufgestellt, wenn wir die Wohnung verlassen. Es wird - gerade von Seiten Toffees - viel gegrummelt. Tilda sitzt eigentlich immer nur friedlich da. Na ja, zurzeit ist es echt eher eine 'friedliche' Koexistenz. Solange Tilda Toffy nicht zu nahe kommt.

    Ich denke, irgendwann wird es da nochmal ein Kämpfchen geben. Aber du sprichst das richtige an.. ich vermenschliche das halt total und versuche so wenig wie möglich nervös zu sein, aber es gelingt mir nicht immer. Mein Freund ist da wirklich entspannter...

    Na ja, ich gebe mein Bestes hier!!!

    Liebe Grüße
    Pia

  4. #4
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    Huhu Pia,

    kein Problem...ging mir gerade ähnlich (huch da hat mich ja jemand angesprochen )
    Wie ich sehe, wurde in dem anderen Thread ja schon fleißig geholfen. Super
    und noch viel besser ist, dass es ja anscheinend bereits sehr gut läuft ! Das freut mich sehr!

    Du hast 2 bildschöne Mietzen

    Alles gute weiterhin

    LG
    Liebe Grüße Steffi mit Mellon und Honey
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  5. #5
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    Danke. Deine Süßen sind aber auch ein Träumchen

    Es läuft ganz gut für die kurze Zeit, aber ohne Fauchen und Brummen klappt es noch nicht... ich glaube, meine Toffy braucht einfach noch VIEL Zeit nach den letzten 6 Jahren 'Einzelhaft'

  6. #6
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    Vielen lieben Dank

    Ach... Gut Ding will Weile haben.... Je mehr Tage ohne Palawer vergehen, desto unwahrscheinlicher wird es eigentlich, dass noch was "größeres" passiert. Und der Rest regelt sich von allein... Nach und nach
    Drücke dennoch weiter die Daumen
    Liebe Grüße Steffi mit Mellon und Honey
    (und meinem "Mausje" Nala --- auf ewig unvergessen!)



  7. #7
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    Vielen Dank!

  8. #8
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    Guten Abend Mangosaftli,

    Wie läuft es inzwischen zwischen Deinen beiden Minitigerinnen?
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

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