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Thema: Erhöhte leberwerte

  1. #1
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    Erhöhte leberwerte

    Hallo ihr lieben,
    Ich würde mich über Hilfe und Tipps zu folgendem anliegen freuen:
    Meine Katze Elvis ist 12 Jahre alt. Wir sind vor 2 Wochen zu unserer ta, da sie am Wochenende gespuckt hat und breiigen kot. Es wurde ein Blutbild gemacht mit dem sich herausstellte, dass die leberwerte extrem erhöht sind. Sie hat etwas gegen die Übelkeit bekommen und prophylaktisch Antibiotikum. Zwei tage später bin ich wieder vorstellig geworden, woraufhin ein Ultraschall gemacht worden ist. Es gibt organisch keine Auffälligkeiten. Seitdem bekommt sie außerdem legaphyton 50 (zwei Tabletten pro Tag). Seit dem letzten Wochenende nun auch omeprazol 20 mg (10 Kügelchen am Abend), da sie wieder gespuckt hatte. Gestern ging es ihr wieder besser, sie lief etwas rum und spielte auch. Heute bin ich von der Arbeit gekommen und sie hat erneut gespuckt. Rufe gleich bei der ta wieder an, aber ich bin langsam verzweifelt... auf FIP, FIV und Glucose ist ebenfalls getestet worden, es hat sich auch hier nichts ergeben.

    Ich bin über jeden Tipp dankbar!!!

    Folgende werte sind stark erhöht:
    ALT
    ALKP

    Folgende werte sind im Grenzbereich nach oben bzw. etwas drüber:
    Hämatokrit (HCT)
    Retikulozyten (RETIC)
    CREA
    TP
    GLOB

    Folgende werte sind im unteren Grenzbereich bzw. etwas drunter:
    Leukozyten (WBC)
    Eosinophile (EOS)

    Glg
    Jenny

  2. #2
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    es müssen dringend die t4-werte (nicht t3!) bestimmt werden, um eine schilddrüsenüberfunktion (alter deiner katze absolut passend) auszuschließen (ist die schilddrüse getastet worden?), außerdem ist eine bauchspeicheldrüsenentzündun g auszuschließen (dafür gibts heute einen extra test, da muss sich keiner mehr mit differentialblutbild aufhalten) - alter auch passend.
    nach 2 wochen haben die im labor das blut vielleicht noch, so dass die arme maus nicht erneut an die nadel muß.

    auf felv (leukose) getetstet? dafür ist sie aber eigentlich zu alt, falls sie eh nur wohnungskatze ist, auch irrelavant.

    ein trauma der leber oder des magen-darm-traktes mit gastroindestinalen blutungen ist ausgeschlossen? z.b. durch einen unfall?

    die gute nachricht ist: sehr hohe leberwerte sind NICHT automatisch gleichzusetzen mit einer leberinsuffizienz: die leber ist ein sehr regeneratives organ - und bei beseitigung der ursachen - so es sich nicht um ein primäres lebergeschehen handelt - kann völlige gesundung eintreten - so alt ist die miez ja auch noch nicht. älter aber nicht uralt.
    tumeröse veränderungen wurden nicht gesehen im us?

  3. #3
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    Guten Abend Jenny,

    Leider kenne ich mich mit erhöhten Leberwerten nicht aus. Ich hoffe, dass sich hier noch Foris melden, die
    Dir Besser weiterhelfen können.
    Aber ich wollte Dich bitten die genauen Blutwerte mit Referenzwerten hier einzustellen.
    Außerdem wollte ich Dich fragen, ob Elvis Freigängerin ist und somit eine Vergiftung in Frage käme?
    Oder hast Du neue Zimmerpflanzen in der Wohnung, neue Putzmittel oder sonstiges, wo sie dran geschleckt haben könnte und es ist ihr nicht bekommen?
    Es tut mir leid, für Elvis und Dich. Elvis gute Besserung und Dir viel Kraft.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  4. #4
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    ps: wurde über eine leberdiät mit dir gesprochen?
    die leber muss entlastet werden, bis die ursache gefunden ist - leider beißt sich bei leberdiäten meist sogar der hund in den schwanz, weil sowas regelmäßig eh zu inappetenz führt und die leberdiät ist auch nicht das, was hund und katze dann gern fressen.
    heißt: soviel kohlehydrate wie möglich, sowenig fett wie möglich.
    proteine sind erlaubt und auch nötig, da sie häufig aber mit fett einher gehen, sollten sie nur aus sehr fettarmen quellen wie sehr magerem weißfleisch und - fisch stammen, eventuell auch magerquark und hüttenkäse (aber: laktose beachten, beides ist nicht laktosefrei und kann zu zusätzlicher übelkeit führen).
    bei selbst zusammenstellen einer solchen diät taurin nicht vergessen, das ist essentiell wichtig.
    es gibt natürlich auch fertig-nafu.
    leider passen katzen und kohlehydrate nicht gut zusammen... sie sollten aber den haupteil des energiebedarfs bei einer leberdiät decken - und nicht das fett


    hat sie schon leberkot? der ist hell, breiig und meist von so einer art fettschmier umgeben

  5. #5
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    Guten Morgen Jenny,
    was hat die TÄ gestern gesagt? Hat sie eine Diagnose gestellt, oder behandelt sie symthomatisch?
    Die Blutuntersuchungen, die Carlo vorgeschlagen hat wären schon wichtig.
    Wobei ich vor Jahren eine Katze vier Wochen eine Katze gepflegt habe, die massive Unbehandelte Schilddrüsenüberfunktion hatte und die hatte diese Veränderungen im Blutbild nicht und sie hatte auch keinen breiigen Kot.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  6. #6
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    sdü gehört aber zu den klassikern bei erhöhung des ALT (dafür spräche auch der hohe hämatokrit)..., ebenso wie bspe.
    das ist natürlich im differentialblutbild abzuklären.

    und natürlich ist ein tumoröses geschehen leider genauso im bereich von wahrscheinlichkeiten.

    sinnvoll wäre vielleicht noch ein spezieller entzündungsmarker, SAA (entsprechend CRP bei mensch und hund).

    nach dem wenigen, was hier gepostet wurde, kann es der katze überhaupt nicht gut gehen - weißes blutbild im eimer, nierenwerte erhöht (dehydrierung wg. der kotzerei und zuwenig nahrungs- und flüssigkeitsaufnahme? oder beginnendes organversagen?), rotes blutbild im ausnahmezustand (es werden ja auch offenbar vermehrt unreife rote zellen, retikolozyten, abgegeben)

    ganz eigentlich denke ich, sollte die katze stationär aufgenommen und stabilisiert werden während der weiteren diagnostik...

  7. #7
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    was mich ein bißchen wundert, ist, dass da vom labor nichts weiter gekommen ist...
    normalerweise kommentieren die auffällige blutbilder - das ist nicht nur maschinelle aufstellung von blutwerten.
    und das blutbild ist sehr auffällig und schlecht.
    die sind ja labormediziner und ergo spezialisten in auswertung...

    wenn ich für meinen leishmaniose-hund neben der halbjährlichen titerbestimmung (das labor weiß genau wie ich, dass ein titer nur eine sehr begrenzte aussagekraft bei dieser häufig chronisch verlaufenden krankheit hat) noch die eep mit kurve bestelle (was eine wesentlich genauere aussage über den zustand "aktiv" oder "inaktiv" zuläßt) - wissen die ja, warum ich das tue: da steht dann immer ein sermon drunter.

  8. #8
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    Guten Morgen Jenny,

    Wie geht es Elvis? Ich finde es schade, dass Du Dich nicht mehr gemeldet hast, nachdem Du mit der TÄ telefoniert hast.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  9. #9
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    Hallo ihr lieben, vielen Dank für eure Antworten und Tipps! Es wurde ein zweiter Ultraschall, diesmal von der Chefin selber, gemacht. Hier kam nun heraus, dass die Darmwände verdickt sind und ein dunkler Film unter der Nieren (bei einer deutlich und bei der zweiter ganz wenig) zu sehen ist, was wohl auf ein Lymphom deuten lässt?! Außerdem sehen die Leber, die bauchspeicheldrüse und die Galle nicht so gut aus im us... sie bekommt jetzt Kortison und Antibiotika gespritzt, damit die darmwände abschwillen und dieser Film zurückgeht.
    Was ihr Sorgen bereitet ist, dass ich, nachdem ich Elvis und ihren Bruder bekommen habe, den Bruder nach 2-3 Jahren einschläfern lassen musste, weil er einen nierentumor gehabt hat. Sie vermutet nun, dass sie doch einen Katzenvirus hat, obwohl die Tests dazu negativ waren. Ihre Erklärung war, dass die Viren sich auch in den Organen aufhalten können ohne dass etwas im Blut festzustellen wäre.
    Nach wie vor ist es so, dass es Elvis einige Tage einigermaßen gut geht und sie dann wieder spuckt. Diätfutter (Reis mit gek. Hähnchen) und fettreduziertes Futter bekommt sie von mir seit Anfang März. Die ta meinte, dass wir es mit Kortison in den Griff kriegen... ich war schon drauf und dran zu einem anderen ta zu fahren...
    der t4-wert liegt im normalen Bereich, habe sie dazu auch noch extra gefragt.
    Letztes Jahr wurde ein Unfall vermutet und der damalige ta hat Blutwerte genommen und meinte, dass ein Muskelwert erhöht sei und dass entweder heißt, dass sie angefahren worden ist oder vom Dach gefallen ist. Meine jetzige ta sagte, dass damals wohl schon der leberwert erhöht war, weil Muskel und leberwert zusammen gehören?!
    Ich weiß wirklich nicht, was wir noch tun können...
    tut mir leid für die späte Rückmeldung...
    Lg
    Jenny

  10. #10
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    Achse... sie ist eigentlich eine freigängerin, wir sind aber Ende Dezember umgezogen und sie ist seitdem drinnen... wir hatten dann angefangen mit ihr rauszugehen, aber dann fingen die Symptome an.
    Lg
    Jenny

  11. #11
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    hm, ein lymphom würde natürlich früher oder später zu einem sehr verschlechterten allgemeinbefinden führen - irgendwann wären leber, niere, magen-darm betroffen.
    insoweit passend
    ABER: es müßte auch angeschwollene und tastbare lymphknoten geben - es ist ja ein lymphom. ausgegangen von einem lymphknoten und von da weg metastasiert in andere lymphknoten und dann in den rest des körpers.
    diagnostisch ist ein lymphom daher relativ einfach über eine punktion betreffender lymphknoten nachzuweisen und es eilt!
    für den fall der fälle und solltest du auch nur ansatzweise über eine chemo nachdenken - muss das eher gestern als heute erfolgen.

    tja, merkwürdig ist das schon, wie kranke geschwister können natürlich genauso statistischer zufall sein, elvis ist ja auch keine junge katze mehr.
    ich hatte mal eine hundebkanntschaft mit großem münsterländer: der starb mit nur sieben jahren an einem lymphom (sic!) - zu dem zeitpunkt waren bereits alle geschwister des 9er wurfes verstorben...diverse krebserkrankungen...

  12. #12
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    Hallo ihr lieben, wollte euch noch zurückmelden, dass wir Elvis erlöst haben :-( ihr Zustand hatte sich leider am letzten Wochenende weiter verschlechtert (spucken und kaum noch eine Reaktion). Wir haben dann erneut den Notdienst aufgesucht und diese hat nach einem Röntgenbild festgestellt, dass ihre Niere verändert/vergrößert ist. Außerdem hatte sie eine Verstopfung. Sie hat uns ausführlich über das Vorhandensein eines lymphoms informiert und erklärte, dass diese wohl nicht nur in geschwollenen lymphknoten zu finden sind, sondern auch direkt Organe befallen können (laut Ultraschall sahen die Galle und bauchspeicheldrüse auch schon nicht gut aus). Festzustellen ist dies wohl nur durch eine Punktion des Gewebes. Nachdem sie bis Montag keinen kot abgesetzt hatte und wieder nichts gefressen oder getrunken hatte und ihr auch wieder übel war (schmatzte über Tag), haben wir entschieden, auch weil sie schon sehr lange leidet, sie zu erlösen. Ich hätte mir gewünscht von unserer Tierärztin besser beraten worden zu sein, weil erst die Not-Tierärztin erklärte, was ein lymphom wirklich ist und welche Heilungschancen bestehen (sehr gering).
    Vielen Dank für eure Tipps und Hilfe!
    Meine Maus ist jetzt im Katzenhimmel...

  13. #13
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    oh, das tut mir sehr leid - allerdings habe ich etwas in der art auch befürchtet.

    ich verstehe auch nicht so ganz, warum die ursprüngliche tä nur was geraunt hat - aber nix weiter unternommen hat, zu einer abklärung zu kommen.
    denn wie gesagt, die diagnose ist eher einfach und auch relativ günstig.

    ehrlicherweise muss man aber auch sagen, dass das histologische ergebnis wohl kaum so schnell da gewesen, wie es letztlich gegangen ist - lymphome sind leider sehr aggressiv.

    in eine fortgeschrittenen stadium gibt es sicher nix, was man hätte tun können - bei einer früheren diagnose wäre viel von der art des lymphoms abhängig gewesen.
    völlig heilung ist meist nicht zu erreichen - aber auch der gewinn eines lebensabschnittes ist ja nicht unbedingt schlecht.
    chemotherapien für hund und katze sind viel besser als ihr ruf - weil sie völlig anders konzipiert sind als die für menschen, wo immer das ziel die unbedingte ausmerzung und heilung ist und es um sehr lange zeiträume des lebensgewinns geht.
    bei hund und katze sind ja auch ein, zwei oder fünf jahre schon gut.

    leider sind katzen ja weltmeister im verstecken von schmerz und unwohlsein..., da musst du dir ganz sicher keine vorwürfe machen.

  14. #14
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    Mir tut es auch sehr leid. Ich drücke Dich ganz fest.
    Mach´s gut im Regenbogenland.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  15. #15
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    Mir tut es auch sehr leid, das ging ja nun doch recht schnell... Aber du hast immerhin alles versucht

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018), Orko (2001 - 2019) und Gandalf (2002 - 2016)

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