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Thema: Hüteverhalten oder Kontrollverlust?

  1. #1
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    Hüteverhalten oder Kontrollverlust?

    Hallo,
    vor etwa 5 Wochen kam Spike, ein jetzt 6 Monate alter Labbi-Schäferhund-Mix in unsere Familie und hat sich -glaube ich- super eingelebt. Leider hatte er in seiner vorherigen Familie nicht viel kennenlernen dürfen und ist jetzt relativ schnell aus dem Konzept wenn er draußen in ungewohnte Situationen kommt. Er scheint nicht ängstlich, aber extrem nervös und unkonzentriert.

    Bisher war es so, dass ich samstag, wenn die Kinder bei den Großeltern waren, zum üben mit ihm in die Stadt gefahren bin. Mit mir alleine klappt das super, sogar die Straßenbahn! Letzten Samstag konnten sie Beiden (2 und 6 Jahre) nicht zu ihren Großeltern. Da in der Stadt aber der schöne Spielplatz ist und ich sowieso noch Straßenbahn fahren mit Spike üben wollte, sind wir zu viert los.

    Als wir dort ankamen war alles gut - bis die Kinder spielen gegangen sind. Der Spielplatz ist sehr unübersichtlich und er war extrem gestresst, dass die Beiden ihrer Wege gegangen sind. Er hat gejunkt ohne Ende, hat nicht gefressen, ist ständig aufgestanden und hat sich dann buddelnd an einem Stein abreagiert.

    Gestern waren wir bei uns in der Siedlung auf einem sehr kleinen, gut überschaubaren Spielplatz. Die Kinder sind auf halben Weg vorgelaufen und Spike sah mich mit entsetzen an (“Mach was die Kinder hauen ab!“) und zog los. Ich bin dann kurz in die andere Richtung gegangen und bin stehen geblieben sobald er wieder zog.
    Auf dem Spielplatz war alles gut. Ich habe ihn an eine Bank gebunden und er hat im liegen an einem Stock geknabbert - bis sich eine Frau in die Nähe der Kinder stellte. Da wurde er direkt nervös und wollte hin.

    Meine Frage: werte ich dieses Verhalten korrekt als Schutz-/Hüteverhalten, könnte es Kontrollverlust oder (das war die Meinung einer Arbeitskollegin) könnte es sein, dass er mitspielen will?

    Ich freue mich auf Eure Antworten

  2. #2
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    Erst einmal herzlich willkommen

    Schwierig, Schutz/Hüteverhalten glaube ich nicht , hoert sich für mich eher danach an als ob er mitspielen moechte - er ist noch ein Junghund und verbindet die Kinder mit Sicherheit mit toben und spielen.

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  3. #3
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    Danke

    In der Situation auf dem kleinen Spielplatz saß der kleine still im Sandkasten - das einzige das sich geändert hatte war die Frau, die sich dann ruhig neben das Kind gestellt hat. Mein tobender Sohn und die anderen Kinder schieben ihn nicht zu interessieren

  4. #4
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    Es kamen auch immer wieder Kinder in seine Nähe ohne das er aufgestanden ist.

  5. #5
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    Ich denke trotzdem das er "seine" Spielkameraden und fremde Kinder durchaus auseinanderhält .... aber man müsste die Situation in natura sehen um wirklich etwas dazu sagen zu koennen. Ich halte ja nun seit über 30 Jahren eine Hütehundrasse und ihr Hüteverhalten zeigt sich da eindeutig anders

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  6. #6
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    Ok

    Hast Du eine Idee, wie ich ihn aus dem Stress herausbekomme? Spielen und fressen mochte er zumindest auf dem großen Spielplatz nicht...

    Vielen lieben Dank!

  7. #7
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    Du könntest es mit einem Mittel wie Relax Plus versuchen............mit L-Tryptophan werden viele Hunde besser erreichbar...............
    Ist auch in anderen Produkten................falle n mir nur gerade nicht ein......
    Ist kein Wundermittel, aber ein bisschen runter kommen kann ja vielleicht helfen wieder mit ihm arbeiten zu können..................
    Gruß von Kerstin

  8. #8
    Cappu Guest
    Hi,

    ich finde, das klingt noch total normal. Fünf Wochen im neuen Heim sind praktisch nichts und ein Junghund ist eh schnell ablenkbar. Je nachdem, wie er als Welpe sozialisiert wurde, kann es sein, dass er draußen gerade total reizüberflutet wird. Und die Bindung zu euch kann nach so kurzer Zeit auch noch nicht da sein, es braucht Zeit, bis er gelernt hat, dass er auf euch vertrauen kann und dann erst wird er sich komplett auch in schwierigen Situationen an euch orientieren können.
    Reizarm aufgezogen und als Junghund gerade neu in deiner Familie - da darf man nicht die gleichen Maßstäbe anlegen wie bei einem gut aufgezogenen Welpen, der direkt im Abgabealter in seine Endfamilie gekommen ist und der jetzt im Alter eines halben Jahres voll integriert und angekommen wäre. Euer Hund muss gerade eine Menge früher gelernte Infos in seinem Kopf umschreiben und auf euch anpassen

    Habt ihr eine Hundegruppe oder Hundebekanntschaften mit souveränen Tieren, mit denen ihr üben könnt?

  9. #9
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    Hi,

    wir haben in der Nachbarschaft eine super nette 14-monatige Labrador-Hündin, mit der er gerne spielt (im moment noch am Zaun, “Play-Date“ ist geplant)

    Leider hat sie es nicht so mit kleinen Kindern. Sie mitzunehmen geht also leider nicht.

    Wir üben aber fleißig und er ist schon ein (gaaaaaaaaanz) wenig ruhiger

  10. #10
    Cappu Guest
    Ihr kriegt das bestimmt hin
    Wenn ihr merkt, dass er sich langsam dran gewöhnt, seid ihr auf dem richtigen Weg.
    Wenn er stattdessen immer mehr aufdrehen würde, müsstet ihr etwas ändern.

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