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Thema: Merkwürdiges Verhalten und wie gehe ich damit um ?

  1. #1
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    Merkwürdiges Verhalten und wie gehe ich damit um ?

    Hallo Leute,
    Sie ist meine erste eigene Hündin, weshalb ich lieber Nachfrage wie ich mich verhalten soll.

    Sie ist ein Belusky (Husky-Belgischer Schäferhund Mix) und mittlerweile 1 1/2 Jahre alt. Ich habe sie von einer Familie gechipt, entwurmt und geimpft gekauft, deren Hündin hatte einen Ups-Wurf. Mit 13 Wochen habe ich sie bekommen, da sie keiner wollte und sie die letzte von Wurf war. Die Besitzer hatten und auch schon gesagt, dass sie eine sehr freche ist.

    Mir ist aber aufgefallen, dass mein Hund gegenüber Menschen ein sehr ängstliches Verhalten aufweist.. Wenn sie z.b. Papier zerstört hat und man gerade den Raum betritt, rennt sie sofort mit eingezogener Rute unter dem Tisch und hat total Angst..
    Auch wenn sie gerade z.b. einer Fliege hinterher jagt und ich sie rufe (ich habe sie nicht im Blickfeld), da rennt sie auch ängstlich unter den Tisch. Ich hab Mal den Fehler gemacht und wollte sie dann streicheln, doch sie wollte zuschnappen als ich mit der Hand näher kam.

    Ich weiß leider nicht woher das Verhalten kommt, ich habe sie gewaltfrei erzogen so, wie es sich auch gehört. Ich habe mit Hundetrainiern geübt und mir Tipps geholt.

    Ich weiß auch, dass meine Kleine vertrauen zu mir hat, manchmal kommt sie zu mir und gibt mir viele Küsschen, liegt in meinen Armen und ich kann meinen Kopf sogar auf sie legen.

    Könnt ihr mir erklären woher so ein Verhalten kommt? Das macht sie nur wenn sie denkt, dass sie etwas falsch gemacht hat :/

    Von den Vorbesitzern höre ich leider auch nichts mehr, wir wollten eigentlich ein Welpentreffen machen, wo alle Geschwister dabei sind.

    Ich hoffe ihr könnt mir genaueres dazu sagen und auch sagen, wie ich mich am besten in solchen Situationen verhalten soll.
    Wie kann ich ihr zeigen, dass sie nicht Angst haben braucht und nicht unter den Tisch braucht?

    Mfg Nami3108

  2. #2
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    Hallo Nami

    du hast ja schon mehrfach geschrieben das du Probleme mit dem "Wesen" deiner Hündin hast , das letzte mal hier

    https://forum.zooplus.de/showthread.p...65#post2631365

    und es wäre sehr nett gewesen wenn du dort mal auf die Reaktionen reagiert hättest.

    Welchen Rat haben dir denn die Hundetrainer gegeben ?

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  3. #3
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    Hallo Nami,

    wenn ich das so lese, habe ich spontan den Verdacht, dass die Hündin die Erfahrung gemacht hat, "Wenn ich was mache, was ich eigentlich nicht soll, werde ich angeschnauzt und dann kommt etwas geflogen" - das ist nur ein Verdacht, würde aber erklären, warum sie sofort Deckung sucht.

    Die schlechte Nachricht: Eine so intensive Angst bekommt man aus dem Hund nicht wieder ganz raus. Die gute Nachricht: Du kannst ihr helfen, die Angst schneller zu überwinden und sich zu entspannen.

    Ich persönlich würde so vorgehen (nebenbei bemerkt, meine Alina ist ein extrem geräuschempfindlicher Hund, ich kene das Angstproblem also):
    Wenn sie sich zurückziehen will, dann lass sie. Vieleicht kannst du ihr eine geräumige Box oder etwas ähnliches zur Verfügung stellen, in die sie rein kann und in der sie dann auch absolut in Ruhe gelassen wird. Kein Anfassen, kein Betüdeln. (Alina hat dafür einen alten Schuhschrank ohne Tür, der in der Ecke zwischen unseren Sofas steht. Das ist ihre Höhle, da darf keiner außer ihr rein oder ran.)

    Wenn sie Angst zeigt, nicht "trösten". Ganz normal mit ihr sprechen, und keinesfalls über sie beugen. Hat sie ein Lieblingsspielzeug, oder mag sie Suchspiele oder sowas? Dann kannst du das nutzen, indem du z.B. in ihrem Sichtfeld anfängst, mit ihrem Spiezeug zu spielen, oder ein paar Krümel Futter zu verstecken. Irgendwann wird die Neugier größer als die Angst und sie kommt raus. Dann brauchst du dich auch nicht überschwenglich zu freuen (wäre wahrscheinlich kontraproduktiv), bezieh sie einfach ins Spiel mit ein. Mit der Zeit wird sie immer schneller aus der Angststarre herauskommen.

    Eventuell kannst du auch mit ihr clickern - bei ängstlichen Hunden am besten einen leisen Clicker nehmen.

    Auf jeden Fall wirst du viel Geduld brauchen. Immer ruhig bleiben, abrupte Bewegungen und laute Geräusche vermeiden, und sie zu dir kommen lassen. Du schaffst das bestimmt Angsthunde sind die schwierigsten, aber auch die dankbarsten "Patienten"
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

    Alina und Renée mmmmmmmmund Artus (+ 2007) in liebender Erinnerung

  4. #4
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    Zitat Zitat von OESFUN Beitrag anzeigen
    Hallo Nami

    du hast ja schon mehrfach geschrieben das du Probleme mit dem "Wesen" deiner Hündin hast , das letzte mal hier

    https://forum.zooplus.de/showthread.p...65#post2631365

    und es wäre sehr nett gewesen wenn du dort mal auf die Reaktionen reagiert hättest.

    Welchen Rat haben dir denn die Hundetrainer gegeben ?

    Bei Angst am besten nicht auf den Hund eingehen.

    Ich hatte ja auch ein Beitrag indem ich berichtet habe, dass sie nicht mehr ohne Leine laufen kann (Jagdtrieb).
    Das habe ich mittlerweile hinbekommen und sie läuft perfekt
    Ich konnte mich aber mit deren Trainingsmethoden nicht immer vereinbaren. Sie zieht oft an der Leine, laut Trainer sollte ich ein Gliederhalsband nehmen, was sich zuzieht. Das wollte ich nicht mitmachen.

    Ich bin mittlerweile auch in einem Husky-Verein. Hab Mal per Zufall eine Dame mit 3 Huskys in der Stadt angetroffen und wir tauschen uns regelmäßig aus.

    Angsthunde sind was neues für mich und ich möchte auch mit meiner Kleinen arbeiten, da bin ich froh, dass ihr mir alle so viele Tipps gebt. Mir hat schon viel geholfen

    Tut mir leid wenn ich etwas unseriös rüber kam, ich hatte die Antworten meist gelesen, wollte später antworten doch ist es dann in Vergessenheit geraten.

  5. #5
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    Danke, sie ist die erste Hündin die ich kenne, die Angst hat. Da helfen mir solche Beiträge sehr

    Nach ihr geworfen hatte ich noch nie was, ich bin da etwas zu warmherzig weshalb ich am liebsten "trösten" würde, wie du gesagt hast.
    Ich werde Mal deine Tipps ausprobieren

  6. #6
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    Eine Hundeschule, die ein Würgehalsband empfiehlt? Bei einem Husky-Mix??? Na, die würden mich aber nie wieder sehen...

    Zum Thema Angst kann ich dir auch das entsprechende Buch von Martin Rütter empfehlen, "Angst bei Hunden". Damit lernst du, deinen Hund zu verstehen, und wie du auf ihn eingehen kannst, ohne die Angst noch zu verstärken, ggf. auch ihn abzufangen, bevor die Angststarre einsetzt.

    Ich meinte übrigens nicht, dass du etwas nach dem Hund geworfen hast, sondern eher die Vorbesitzer. Wenn sie bei einem Ups-Wurf nicht ordentlich vorbereitet waren und vielleicht genervt reagiert haben, weil mit Welpen halt auch mal Sachen kaputt gehen, dann greifen manche Menschen zur schnellen "Lösung" - dass sie dadurch nur neue Probleme schaffen, kann ihnen ja egal sein, sie behalten den Welpen ja nicht...
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

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  7. #7
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    Ich kann mir das mit dem Vorbesitzern auch irgendwie denken.. immerhin melden die sich nach unzähligen Kontakt ersuchen nicht. Ein Welpentreffen war auch geplant, kam aber nie zustande.

    Danke ich werde mir das Buch holen, ich lese allgemein sehr gerne und viel
    Ich bin auch sofort nicht mehr hingegangen. Das war der Vater einer Freundin, er trainiert hauptsächlich Blindenhunde oder Hunde, die Menschen mit Handicaps helfen.

    Durch Zufall hatte ich auch eine Dame mit 3 Huskys beim Gassi gehen kennengelernt und bin seitdem in einer Huskygruppe. Ich bekomme Tipps von ihr und wir tauschen uns immer aus, sie selbst hat die Leinenführigkeit auch nicht hinbekommen, trotz Hundeschule, was aber an der Rasse liegt wie sie sagt. Ich habe auch leider nicht große Möglichkeiten eine andere Hundeschule etc zu suchen. Habe leider keinen Führerschein und wohne in einem kleinen Dorf. (Zugverbindung vorhanden)

    Ich würde mich gerne auf noch mehr Tipps zu Angsthunde von dir freuen, da ich meiner Kleinen wirklich gerne helfen will und auch richtig handeln möchte Sie ist die erste Angsthündin die ich kenne.
    (Buch wird auch schon bestellt)

  8. #8
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    Hallo Nami,

    ich kann natürlich aus der Ferne nur mutmaßen, was genau los ist. Aber wenn du eine konkrete Frage hast - eine bestimmte Situation oder ähnliches - immer her damit, dann versuche ich zu helfen, basierend auf meinen Erfahrungen mit Alina.

    Was Hundeschulen angeht: Schau mal, ob es in der nächsten Großstadt von dir aus eine D.O.G.S.-Schule gibt. Die Trainer kommen üblicherweise zu dir nach Hause. Ist allerdings nicht ganz billig Der Dresdner Trainer war vor zwei Jahren glaub ich bei mir, als es Alina in Sachen Feuerwerk gerade richtig schlecht ging, und er konnte mir sehr helfen (z.B. mit der Sache mit der Höhle). Vorher hab ich Alina auch immer versucht zu trösten und war dann ganz erschrocken, als er mir sagte, dass ich es damit nur schlimmer mache...
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

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  9. #9
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    Überraschung! Unsere Kleine hat Taschentücher zerfetzt

    Ich hab das gemacht, was du mir vorgeschlagen hast. Habe mich auf den Boden gesetzt und mit etwas Futter gespielt. Sie kam ohne Zögern auf mich zu und setzte sich auf mein Schoß.

    Es ist bei ihr wohl nur dieser Schreck am Anfang, wenn jemand sieht was sie angestellt hat, da rennt sie panisch unter den nächsten Tisch und zittert.

    Ich werde das nun öfter machen und hoffe sie wird keine Angst mehr haben. Ich merke aber, dass sie Vertrauen zu mir hat. Sie kam sofort aus ihrem Versteck, sobald ich in Augenhöhe war.

  10. #10
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    Na das ist doch super

    Leider machen viele Menschen bei ängstlichen Hunden zwei Fehler: Wenn der Hund etwas "anstellt", werden sie laut - das ist aber gar nicht nötig. Leise, aber mit tiefer Stimme, und ein straffes "Nein" (wie ein kurzes Bellen) reicht meistens aus und erschreckt den Hund nicht unnötig. Und wenn der Hund Angst zeigt, beugen sie sich über ihn, statt sich klein zu machen und etwas seitlich wegzudrehen - das ist deeskalierendes Verhalten und vermittelt dem Hund, dass er sich ruhig bewegen und zu ihnen kommen darf.

    Versteh mich nicht falsch, es gibt auch Hunde, bei denen funktioniert leise und deeskalierend nicht Hündin meines Bruders ist eine olle Kläffe, wenn sie hier ist. Da hilft kein Kommando, da kommt die Rasselflasche zum Einsatz Anfangs ist Alina jedes Mal erschrocken, wenn ich das Ding in die Hand genommen hab - inzwischen hat sie unterscheiden gelernt, dass dieses laute Ding ihrer Schwester gilt und nicht ihr
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

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