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Thema: Angst/Ängstlichkeit/Hündin 6j.

  1. #1
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    Angst/Ängstlichkeit/Hündin 6j.

    Hallo, ich bin neu hier und bin gespannt, ob es Hundehalter mit ähnlichem Problem gibt.
    Wir haben vor einem Jahr eine kleine Malteserin (damals 5j)als Zweithund bekommen und alles war super. Seit einem nicht mehr zu definierenden Zeitpunkt, hat unsere Hündin nun plötzlich "Ängste", die wir bisher nicht kannten. Wir wohnen im eigenen Haus und in einiger Entfernung(1000m bergaufwärts) steht ein Schützenhaus, wo seit diesem Jahr (ich glaube im letzten Jahr wurde grundsaniert) wieder fleißig (sehr alte Anlage, teils outdoor)geschossen wird. Vor allem an den Wochenenden. Wenn der Wind ungünstig steht, hört man das Knallen sehr dicht und deutlich. Unseren Rüden interessiert das überhaupt nicht, er ist hier aufgewachsen. Die Hündin ist allerdings dann bei schönstem Wetter "unsichtbar" und traut sich keinen Schritt in den Garten. Sie hechelt und hat die pure Angst in den Augen.
    Erster Weg war zum Tierarzt, rundum check-up gemacht. Leicht vergrössertes Herz und zu dem Zeitpunkt etwas "verschleimt" (Allergie). Sonst- großes Blutbild- tadellos. Relaxan Tabletten und Rescue Tropfen als Empfehlung bekommen, TA ratlos.

    Hat hier noch jemand so ein Problem? Ganz "herrlich" ist im Moment, dass sie eine Magen-Darm Virus hat/hatte und sich bei starkem "Stuhldrang" der ausserhalb der Gassirunden kam, nicht in den Garten traute und sich drin entleerte....sooo groß ist die Angst.

    Am liebsten würde sie sich in Angstphasen neben unserem Rüden ablegen, der wurde von ihr allerdings bei ihrer Ankunft in unserem Haus "informiert" - ICH Chef- DU nix...er hat das akzeptiert und weicht, sobald sie zu ihm in die Nähe kommt, er legt sich dann ca. einen halben Meter weiter weg...spielen tun beide aber wie gleichberechtigte Hunde....

    Au weia...nu ist es doch sooo lang geworden.....LG

  2. #2
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    Erst einmal herzlich willkommen

    So etwas ist immer schwierig, bisher hatte ich noch keinen Hund der Probleme mit Geräuschen hatte bzw. haben wir es immer schnell , wenn wir gemerkt haben das ein Neuzugang "reagiert", in den Griff bekommen. Einer unserer Rüden (wir haben ihn mit 15 Mon. bekommen) zeigte beim ersten Gewitter hier Verunsicherung , als er gemerkt hat wir reagieren gar nicht , die anderen damals vorhandenen Hunde auch nicht hat sich das schnell gelegt. Nun haben wir einen 19 Wochen alten Junghund der seit 3 Wochen bei uns lebt. Unser Grundstück liegt direkt an einer Autobahn und wenn das Motorräder vorbeirasen ist das schon sehr laut . Bei seinem ersten Motorrad das vorbeidonnerte ist er im Garten auch erst mal durchgestartet , hat sich dann nach mir umgeschaut und als er gemerkt hat das ich nicht reagiere kam er dann zurück. Inzwischen interessieren sie ihn auch nicht mehr.

    In eurem Fall wäre für mich dann die Frage (die ihr ja wohl nicht beantworten koennt) was der Ausloeser für den Stress ist , gab es denn Zeiten wo es sie nicht interessiert hat ? Wie reagiert ihr auf ihr Verhalten ? Wenn Relaxan nicht wirkt würde ich noch mal mit dem TA reden ob es noch etwas anderes zum entspannen gibt. Eventuell wäre auch ein Trainer der sich vor Ort die Situation mal anschaut anzuraten.

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  3. #3
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    Hallo Löwenzähnchen,

    von geräuschempflindlichen Hunden kann ich ein Lied singen : Meine Alina reagiert extrem auf Feuerwerk (gibts hier fast jedes Wochenende) und andere laute Geräusche - dazu zählt sogar das Ausschütteln von Wäsche.

    Wir gehen mit verschiedenen Ansätzen da ran. Als erstes hat Alina eine eigene Höhle bekommen. Das ist ein alter Schuhschrank ohne Tür, abgedeckt mit Decken, die bis zu einem gewissen Grad schalldämpfend wirken. Der steht in einer Ecke zwischen unseren Sofas, also in unserer Nähe, aber soweit "geschlossen", dass sie sich sicher fühlen kann. Dort wird sie hingeschickt, sobald sie nervös wird, und dort drin wird sie absolut in Ruhe gelassen. Da darf kein Kind und kein anderer Hund ran , und auch ich nur in Ausnahmefällen, es ist also ein richtiger Schutzraum.

    Außerdem versuche ich, das unangenehme Geräusch mit etwas Angenehmem zu verknüpfen: Ich gehe ins Bad, um die Wäsche aus der Maschine zu nehmen, und während ich das tue, bekommt Alina (jetzt im Sommer) ein Hundeeis zum Schlecken, etwas Hundeleberwurst aus der Tube (im Winter), oder auch ein Such- oder Denkspiel. Das lenkt ab, und das Lecken beruhigt den Hund. Wenn sie bei Feuerwerk zu mir aufs Sofa kommt, lasse ich das zu. Dann kann sie sich ankuscheln und wird auch gekrault, aber nicht "getröstet" - zu viel Aufhebens bestärkt den Hund nur in seiner fixen Idee, dass die Situation grade ganz furchtbar ist

    Um Silvester rum hab ich außerdem einen Adaptil-Stecker (von ZP) neben der Höhle angesteckt - die Pheromone helfen zwar nicht gegen die Angst an sich, aber der Hund kommt danach schneller wieder runter.

    In deinem Fall kannst du wahrscheinlich schlecht vorhersehen, wann das Geräusch anfängt, oder? Aber vielleicht kannst du dir eine Aufnahme von derartigen Geräuschen besorgen, die du zum Training verwendest. Das hat den Vorteil, dass du ganz leise anfangen kannst, während du deinen Hund mit etwas verwöhnst, was er ganz toll findet. Was zum Schlecken, zum Spielen, oder auch Ins-Koma-Kraulen Sobald er entspannt, drehst du die Lautstärke etwas hoch, ist es zu viel, drehst du runter.

    Ich will dir nicht den Mut nehmen, aber die Angst wirst du nicht wieder ganz raus kriegen. Und jedes Mal, wenn es unerwartet knallt, wirst du im Training ein Stück zurückfallen. Aber du kannst deinem Hund auf jeden Fall helfen, die Situation ohne Panik zu überstehen. Letztes Jahr waren wir das erste Mal so weit, dass Alina Silvester ohne Zittern und Hecheln überstanden hat
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

    Alina und Renée mmmmmmmmund Artus (+ 2007) in liebender Erinnerung

  4. #4
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    Vielen Dank für die netten Antworten...
    Leider konnten wir wirklich bisher noch keinen Auslöser dafür finden. Die Vorbesitzer hatten schon gesagt, dass sie ein eher ängstlicher Hund ist, wir haben das, bis auf Silvester was kein schöner Anblick war, aber damit jetzt 1 Jahr lang keine Probleme. Wie geschrieben, ich glaube die Schießanlage wurde letztes Jahr renoviert, daher wohl kaum bis gar kein Betrieb dort möglich gewesen. Jetzt ist es wohl fertig und wird wieder mehr genutzt.
    Ich werde ab sofort versuchen, mit entsprechenden Knallgeräuschen vom Handy, in super-mini-Form beginnen, sie daran zu gewöhnen, ich möchte auf alle Fälle, dass auch sie unseren Garten entspannt mitnutzen kann.
    Eine Nachbarin, die mein "Häufchen-Elend" zitternd und bibbern gesehen hat, meinte, weiter oben hat eine Familie ihren Hund abgegeben, weil der aufgrund der gleichen Stresslage, völlig durchgedreht ist. Kommt für uns nicht in Frage! Das muss auch anders gehen.
    Ich bin kein Neuling in Sachen Hundehaltung, aber in der starken Form ist mir die Angst des Hundes auch noch nicht untergekommen. Aber ich werde das hinkriegen

  5. #5
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    Ja, Angst gehört leider zu den am schwersten therapierbaren Verhaltensproblemen. Man braucht da seeehr viel Geduld, weil es eben immer wieder Rückschritt geben wird. Aber schön, dass du für deinen Hund kämpfen willst Ich wünsche dir viel Erfolg.
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

    Alina und Renée mmmmmmmmund Artus (+ 2007) in liebender Erinnerung

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