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Thema: Katze wurde überfahren

  1. #1
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    Katze wurde überfahren

    Wie geht man damit um?

    Kitty war nicht meine erste Katze, wir hatten davor drei Kater. Einer ist spurlos verschwunden (nicht schön, aber die Hoffnung stirbt zuletzt), Kater zwei war sehr, sehr krank. Sein Tot kam zwar auch plötzlich, aber wieso das arme Tier qäulen. Nr. 3 war nur 2 Jahre bei uns, er hat den Umzug nicht vertragen, ihm war alles zu viel. Er ist dann zu einem ruhigen Herren, wo es ihm jetzt viel besser geht, als bei uns.

    Kitty kam zu uns, kurz bevor Nr. 2 verstarb. Nachdem Nr. 3 woanders hinging, wurde sie zur Diva. Sie wusste, sie war der Chef, sie hat alles bekommen. Sie war mein Baby. Hat alles mit mir erlebt. Sie hat mich 10 Jahre begleitet, 1/3 meines Lebens. Mit ihren 10 Jahren, war sie super fit, agil, hat wild gespielt jeden Tag, war immer auf Streifzug. Wollte nichts von uns verpassen.

    Sie kam immer, wenn man sie rief. Gab Pfote, machte Sitz, ging bei Fuss. Wenn meine Tochter weinte, war sie zur Stelle, sie hat alles mit sich machen lassen. Sie war die Beste! Sie war so eine tolle Katze. Jeder in der Nachbarschaft kannte uns, weil sie so gut folgte wie ein Hund. Wir wurden immer angesprochen.

    Sie fehlt mir so.

    Gestern morgen haben wir gelüftet, das war gegen 8:20 Uhr. Kitty ist dann raus wie immer.

    Hat noch ne Maus gefangen und auf die Terrasse gelegt.

    Zwischen 8:30-8:45 muss es dann passiert sein.

    Eine Nachbarin kam und fragte ob es unsere Katze sei, die auf der Straße liegt.

    Ja es war Kitty. Überfahren, mitten durch. In ner 30er Zone, direkt vor unserer Türe.

    Ein Nachbar war so nett und hat sie von der Straße erstmal förmlich gekratzt.

    Da wir alle Fenster auf hatten, haben wir nichts gehört. Kein Jammerschrei, kein abruptes Bremsen, keine zugeschlagene Türe, das jemand angehalten hätte.


    Ich weiß gar nicht, warum ich hier schreibe. Ich will gar nicht drüber reden, weil ich es mir dann eingestehen muss, das sie nicht mehr da ist. Ich will das nicht. Ich muss ständig an sie denken. Ich will das sie hier ist, mit mir kuschelt. Sie war immer präsent. Hat mich begleitet. Sie fehlt mir so sehr. Es ist ein elender Schmerz.

    Wenn ich zum Fenster hinaus schaue, sehe ich immer noch den Fleck auf der Straße. Ich sehe ihr entsetzes Gesicht, als es passiert sein muss. Wie sie da lag. Es tut mir so leid. Ich hatte mir für mein Baby, ein langes Leben gewünscht. Ich hätte nie gedacht, dass sie so stirbt. Ich wollte das meine Tochter, noch lange etwas von ihr hat. Sie war so toll.

    Was kann ich tun, das es leichter wird? Durch eine Krankheit zu gehen, ist irgendwie anders. Also so aus dem Leben gerissen zu werden.

  2. #2
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    Es tut mir so leid, was du erlebt hast, und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es keinen wirklichen Trost gibt. Unsere Rufus wurde am 2. Weihnachten 2012 nachts um 23 Uhr hier in einer Sackgasse in einer 30 Zone tot gefahren. Ich kann erahnen wie du dich fühlst. Ich bin so damals ans Forum gekommen, und es hat mir gut getan zu merken, ich bin mit meinen Gefühlen nicht alleine, hier findet das niemand komisch. Der Schmerz war trotzdem am Anfang unerträglich, aber ich war nicht allein.
    Ich glaube, man kann erst mal nichts machen, als den Schmerz aushalten und zulassen. Lass dir die Zeit des trauerns, es wird besser, das weiß ich heute auch, aber das ist kein wirklicher Trost. Schreib es dir von der Seele tu was du brauchst und lass dir von niemandem sagen, es sei doch nicht so schlimm.
    Ich wünsche dir viel Kraft

    Liebe Grüße von Tanja mit Gladdys, Emma, Ascha, Eddie und Bella.
    *Rufus* tief im Herzen


    Es gibt nur zwei Möglichkeiten vor dem Elend des Lebens zu flüchten, Musik und Katzen.

    (Albert Schweizer)

  3. #3
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    Der Vorteil ist, alle trauern irgendwie mit mir mit. Ich möchte nicht sagen, wir haben Katzenhasser in der Nachbarschaft. Aber manche mögen einfach keine Katzen. Als sie davon erfahren haben, waren doch einige mitgenommen. Aber irgendwie macht es das auch nicht leichter.

    Mein Mann ist die ganze Woche nicht da, deswegen war mein Baby, immer bei mir, schlief bei mir, hat abends mit mir gekuschelt. Hat mich ständig umgeben. Morgen werde ich das erste mal alleine in der Wohnung sein, wenn meine Tochter im Kindergarten sein wird. Ich weiß jetzt schon, dass das total schwer wird. Ich plane ihn jetzt schon mit Fenster putzen und co. voll, damit ich ja nicht dran denke.

    Es gibt Stunden, an Tag da geht es. Und dann könnte ich alle anschreien. Warum.

    Am liebsten würde ich meine Wut, an dem auslassen, der es war.

  4. #4
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    Ich drück dich mal, das wird ein schwerer Tag heute.. trösten kann ich nicht, es ist ungerecht unfair und nicht zu verstehen. Lass die Trauer zu und weine. Und die verständliche Wut mit Fensterputzen wegzuarbeiten ist sicher eine gute Idee.
    Du hast so liebevoll von deiner Kitty geschrieben, sie wird nie ganz weg sein. In deinem Herzen hat sie einen sicheren Platz.
    Ich wünsche dir auch viel Kraft.
    Einem Tier zu helfen verändert nicht die ganze Welt. Aber die ganze Welt verändert sich für dieses Tier..
    Astrid &


    Meine Unvergessenen...sie fehlen...Mary und Tigerle, Amadeus, Sindbad und Cindy und viel zu früh Flusi.

  5. #5
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    ach Lady Tiger ich drück Dich unbekannterweise aus der Ferne

    auch wenn es erstmal kein Trost ist so hatte Kitty doch 10 wundervolle Jahre bei Dir in dem sie das sein konnte was Sie war... Katze, geliebt, umhegt, vollen Futternapf, Ausgang wann und wie Sie wollte

    ich kann Deinen Schmerz so nachempfinden, hatte ich doch erst meinen Pflegi mit nicht mal 4 Jahren verloren, ja auch ich war die ersten Tage wütend, wütend das der Kater mich zurückgelassen hatte aber so langsam lasse ich auch die Dankbarkeit in mein Herz, dankbar das ich Ihn vor ca. 2,5 Jahren retten konnte, dankbar das er sich zu einem Traumkater entwickelt hat und dankbar das er nun ohne Schmerzen über die goldene Steppen toben darf

    glaube mir die ersten Tage sind hart und auch ich habe mich abgelenkt aber .... was tief im Herzen ist kann man nicht verlieren

    Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit
    Viele Grüße von Tina mit der Rasselbande Krümel, Jeanny, Hasi, Mamile, Prinz Leo und Boxer




    Für immer im Herzen:
    Schnecke 2007, Brummi 2011, Mümmel 2/2014 mit Lola 4/2014
    Cessy 7/2014, Wuschel 7/2016, X-Man 2017
    Ich werde Euch nie vergessen

  6. #6
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    Danke euch

    Ich konnte gestern erst lange nicht einschlafen, sie fehlte so, im Bett. Keiner der mit einem kuschelt oder anschurrt. Oder einfach nur da ist. Als ich heute morgen das Rollo von der Terasse hochzog, habe ich mir so sehr gewünscht, dass sie einfach da sitzt und auf mich gewartet hat. Das alles nur ein Missverständnis war. Aber sie war einfach nicht da.

    Ja sie hatte wahrscheinlich wundervolle 10 Jahre. Sie war immer bei uns, immer mit uns.

    Wenn ich mich ablenke geht es. Aber ich bin total lustlos. Es ist als würde ein Teil von mir fehlen. Ein sehr großer Teil

  7. #7
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    So traurige Geschichte. Mir kommen die Tränen. Aber ich bin vollig einverstanden "was tief im Herzen ist kann man nicht verlieren". Ich wünsche dir auch viel Kraft.

  8. #8
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    Danke euch, die letzten Tage, waren ein Auf und Ab. Mal musste ich an sie denken und dann habe ich sie völlig vergessen. Und wenn mir das passierte, stellte ich mir die Frage, wie ich sie nur für einen Moment vergessen kann? Sie war 10 Jahre mein ein und alles und nach ein paar Tagen, denke ich nicht an sie.

    Gestern habe ich ihren Schal gefunden. Dem Foto, da kam alles hoch. Heute war ich wieder an der Nähmaschine, das letzte Mal vor 6 Tagen und da lag sie hinter mir im Bett und hat geschlafen. So oft lag sie direkt bei mir und hat geschlafen, sie hat mir so vertraut, sie war mein ein und alles. Und in den letzten Minuten, war ich nicht für sie da. Ich denke so oft, wie ich hätte das verhindern können.


    Der Fleck ist immer noch auf der Straße.


    Und wenn ich nach Hause komme, muss ich mich immer zusammen reißen, nicht nach ihr zu rufen. Den sie kann nicht mehr kommen. Sie flitze von überall her, wenn ich sie rief. Sie miaute mich an und wollte das ich sie streichle. Zu Hause, steht keiner mehr hinter der Türe und miaut.

    Sie fehlt so sehr.

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