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Thema: Aufmerksamkeit erlangen....

  1. #1
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    Aufmerksamkeit erlangen....

    Ein weiteres Problem ist mir die letzten Tage mal zunehmend bewusst geworden und ich wüsste gerne ob es noch weitere Lösungen gibt ausser über das Leckerli, weil das nicht funktioniert.
    Und zwar fällt mir auf, dass sich mein Hund zunehmend von mir abwendet. Zuhause geht es noch, da orientiert er sich zwar auch immer häufiger nach meinem Freund obwohl der gar nichts groß mit ihm macht, ausser mit ihm ab und zu toben und ihn vom Tisch füttern. Aber draussen, achtet mein Hund kaum noch auf mich, trotz Spielzeug. (Bällchen, Frisbee ect.) Leckerli funktioniert schon erst recht nicht, da Herbie ohnehin kein Freund von jeglicher Art von TroFu ist. Er lässt sich sehr schnell ablenken, sogar ein Blatt im Wind ist spannender als ich. Keine Ahnung wieso, denn ich mach mich regelmäßig zum Deppen für ihn und schleppe alles mögliche mit mir rum um spannend zu bleiben. Leider ohne Erfolg und so langsam habe ich ehrlich die Faxen dicke von dieser Ignoranz. Was kann ich also noch anders machen?
    Anfangs lief alles ganz toll, die erste Zeit war er total auf mich fixiert und meiner Meinung nach habe ich nichts groß geändert , aber selbst mein Neffe im Alter von 5 Jahren scheint interessanter als ich zu sein. (Wir leben hier in einem bunt gewürfelten Familienverband zusammen) Herbie hängt ihm permanent auf der Pelle, was mein hibbeliger Neffe auch ganz toll findet. Er animiert ihn auch zu allem möglichen Quatsch. Ich bin vermutlich der Spaßverderber der regelmäßig dazwischen geht.


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  2. #2
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    Hi

    Vielleicht machst Du "zuviel" Ich würde ihn ignorieren und zwar zu Hause schon. Er sollte um Deine Gunst buhlen und nicht Du um seine. Manchmal schafft Distanz die gewünschte Nähe.

    Ich sehe nicht, was ihr so treibt - ich kann nur lesen, was Du schreibst und versuchen, mir das vorzustellen. Es ist womöglich ein zuviel, wie Du schreibst, Du machst Dich ständig zum Deppen und schleppst alles mögliche mit Dir rum. Das würde ich etwas runterschrauben. Möglich ist auch, dass Herbie in der Pubertät gerade ist und die Ohren daher auf Durchzug hat.

    Susanne
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  3. #3
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    Hallo,

    ich stimme Susanne da zu. Den Hund zur Arbeit zu animieren ist zwar richtig und wichtig, aber bei zuviel schaltet der Hund irgendwann auf Durchzug.

    Um draußen die Aufmerksamkeit auf dich zu lenken, finde ich Schleppleinentraining sehr praktisch (wenn die handelsüblichen für deinen kleinen Hund zu schwer sind, nimm dir einen stabilen Strick, das geht genauso gut). Damit hat der Hund viel Bewegungsfreiheit, ist aber nicht außer Kontrolle. Du läufst erstmal ganz normal, aber sobald der Hund an dir vorbei geht und dich ignoriert, drehst du dich von ihm weg und marschierst wortlos in eine andere Richtung (nicht unbedingt zurück, wo du hergekommen bist, sondern kreuz und quer, also am besten auf einer großen Wiese). Am Ende der Leine muss der Hund schließlich wieder dir hinterher, aber sobald er wieder zum Überholen ansetzt oder in eine andere Richtung strebt, wiederholst du das Spiel. Und das ganze völlig kommentarlos. Irgendwann wird der Hund (reichlich genervt) zu dir gucken, um zu sehen, in welche Richtung du jetzt wieder willst , und dann freust du dir nen Keks und lobst und spielst.

    Ich muss das immer mal wieder mit unserer Großen machen, wenn der Beagle durchkommt und sie in den Jagdmodus schaltet. Dann reagiert sie nämlich auch auf fast nix mehr. Also gibt es ein, zwei Sessions Schleppleinentraining, bis sie wieder kapiert hat, dass ich entscheide, wo es lang geht, und nicht sie. Und dann wird mit dem Futterbeutel oder dem Frisbee gespielt, bis die Zunge auf dem Boden schleift (ihre, nicht meine - obwohl ich auch ins Japsen gerate) und Madame glücklich und zufrieden zu Hause auf ihr Sofa plumpst.

    Liebe Grüße,
    Uta
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

    Alina und Renée mmmmmmmmund Artus (+ 2007) in liebender Erinnerung

  4. #4
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    Interessanter Ansatz. Auf diese Idee bin ich gar nicht gekommen. Ich hatte eher Angst, dass ich vielleicht immer nur die strenge Mutti bin, die nur die Regeln macht und das Futter hin stellt und sich an sonsten zum Clown macht. Hatte schon Angst, ich müsste jetzt genauso Anfangen mit ihm pausenlos durch die Wohnung zu fetzen und und rum tollen um NOCH wichtiger zu werden. Dadurch, dass ich oft meinen kleinen Neffen mit auf die Runden nehme, der nur spielrn im Sinn hat, kann ich mich nicht voll und ganz auf den Hund konzentrieren. Muss immer schauen, dass die Zwei es nicht zu sehr übertreiben. Selbst wenn ich ihn mit einem Spielzeug ablenken bzw. Auf mich aufmetksam machen will, ist mein Neffe sofort Feuer und Flamme und will mit mischen. Er versteht es dann nicht, dass der Hund auch lernen soll zu hören. Ich versuche das Training in den Alltag einzubauen, weil ich sonst keine Zeit habe dazu, ist aber schwierig.
    Eine Schleppleine habe ich zwar, aber kann nix mit anfangen. Komme nicht damit zurecht und ausserdem beisst Herbie immer rein, sobald sie auf dem Boden schleift.


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  5. #5
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    Dass der Hund mit allen anderen sofort spielt, ist eher ein Zeichen dafür, dass er sie im "Rudel" als gleichrangig betrachtet. Sie haben den gleichen Zugang zu Ressourcen wie er (so scheint es ihm jedenfalls, da sie alles mit ihm teilen, auch ihr Futter), aber sie können ihm keine Regeln vorgeben, nach denen er sich richten kann.

    Jeder Hund, den ich kenne, ist dankbar dafür, wenn man ihm Regeln und Grenzen setzt und ihm damit viele stressige Entscheidungen abnimmt. Also auch wenn du für die Menschen und dich selbst als "strenge Mutti" rüberkommst - dein Hund wird dir das nicht übelnehmen. Blöd wird es nur, wenn dir die anderen Menschen wirklich konträr in deine Erziehung fuken, denn dann versteht der Hund gar nichts mehr.
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

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  6. #6
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    Danke, dass du mir dies nunmal bestätigst. Denn meine Mitbewohner sind wohl der Meinung ich sei zu kritisch in allem und ich solle doch nicht so streng in allem sein. Aber andereseits kriege ich dann zu hören, du musst mal deinen Hund besser erziehen.


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  7. #7
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    Da ich aber will, dass mein Hund später mal ein gut erzogener wird und ich bis hier her schon einiges an Arbeit und Zeit investiert habe, will ich es auch mit der Schleppleine versuchen. Muss mich nur mal informieren WIE GENAU sowas geht. Was man beachten muss und und und.
    Ich werde den Tipp mit dem ignorieren mal versuchen, vielleicht mache ich ja wirklich zuviel.


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  8. #8
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    Du kannst auch noch Handfütterung probieren............dabei gibt es gar kein Futter mehr im Napf, sondern nur noch draußen für aufmerksam sein..............
    Das hat bei meiner Hündin sehr gut funktioniert.............sie war etwas verdutzt, dass es im Napf nichts mehr gab, aber draußen hat sie ganz schnell wieder drauf gehabt, dass ich den Ton angebe..........kannst du auch Klasse mit der Schleppleine kombinieren.................
    Gruß von Kerstin

  9. #9
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    Zitat Zitat von Biene Maja Beitrag anzeigen
    Du kannst auch noch Handfütterung probieren............dabei gibt es gar kein Futter mehr im Napf, sondern nur noch draußen für aufmerksam sein..............
    Das hat bei meiner Hündin sehr gut funktioniert.............sie war etwas verdutzt, dass es im Napf nichts mehr gab, aber draußen hat sie ganz schnell wieder drauf gehabt, dass ich den Ton angebe..........kannst du auch Klasse mit der Schleppleine kombinieren.................
    Ja, daran habe ich in der Tat schon gedacht. Das Problem ist nur, dass ich das rohe Fleisch schlecht aus der Hand füttern kann. Wird ne eklig e Angelegenheit. Bin deshalb am überlegen, ob barfen die passende Lösung für mich ist. Denn im Grunde bin ich ein großer Befürworter deiner vorgeschlagenen Methode. Momentan handhabe ich das so, dass ich die morgendliche Ration an Fleisch weg lasse und dafür über den Tag verteilt, TroFu als Belohnung anbieten. Abends dann bekommt er dann seine Fleischration.


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  10. #10
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    Wenn Du mit einer langen Leine arbeitest dann unbedingt ein Geschirr anziehen und kein Halsband.

    Habt ihr einen Garten? Wenn nicht, kannst Du auch draußen Futtersuche machen, geht ja mit Trockenfutter prima. Oder auch mal Käsehäppchen oder z.B. Rindergulasch (mini geschnitten) - verteilen und Herbie suchen lassen. Manche "findest" Du dann. Du bist dann toll, Du hast nämlich Futter "gefunden"

    Ich barfe auch, aber nur teils. Eine Hauptmahlzeit Fleisch, morgens zum Frühstück Trockenfutter.

    Das wird alles schon - es braucht halt seine Erziehungszeit, macht sich aber langfristig bezahlt. Nicht aufgeben und immer konsequent dranbleiben.

    Susanne
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  11. #11
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    Nein leider haben wir keinen Garten und dazu kommt noch, dass wir direkt an der Straße wohnen. Der Park oder das Feld sind jeweils ca. eine viertel Stunde Fußweg entfernt.
    Vielleicht werde ich einfach wirklich bei dieser Form der Fütterung bleiben, da ich sonst keine bessere Lösung wüsste und es funktioniert teilweise schon. Vielleicht habe ich einfach noch nicht das richtige TroFu gefunden. Zuerst war ich bei Bosch gelandet, das war ein Reinfall. Dann wollte mein Freund mich mit Frolic abspeisen, war zum Gluck auch ein Flopp. Es gab dann noch einige Pröbchen von Happy Dog und Mera Dog, die wurden noch gut an genommen, waren aber zu groß e Brocken. Jetzt gerade sind wir bei Belcando angelangt, die nimmt Herbie zumindest lieber wie Bosch. Am liebsten hätte ich mal Markus Mühle getestet, mache mir aber Sorgen, wegen der Größe der Brocken. Aber das gehört ja in einen anderen Thread.


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  12. #12
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    Was bei uns Wunder wirkt, wenn andere Sachen spannender sind als ich: Überraschen! Einfach mal was ganz anderes machen, als der Hund erwartet. Seis, dass ich mich beim Spaziergang, wenn er lieber schnüffelt, statt nach mir zu sehen, einfach mal hinter nem Baum oder Busch verschwinde, so dass er mich suchen muss, dass ich plötzlich umdrehe, den Weg in die andere Richtung zurück laufe, eine völlig andere ABzweigung wähle als gewohnt, oder was auch immer. Aber: Kommentarlos! Ich weise ihn nicht darauf hin, dass ermitkommen soll oder dass er aufpassen muss, sondern tu einfach etwas unerwartetes, so dass er recht schnell begriffen hat, dass es sein Job ist, aufmerksam nach mir zu kucken, egal in welcher Situation. Auch ansonsten, versuche ich möglichst wenig Routine aufkommen zu lassen, er begleitet mich in meinem Alltag, geht mal mit in die Stadt, mal in den Wald, mal eine Wanderung machen, mal gemeinsam Sport - die Konstante und damit seine Orientierung bin ich. Die Vorraussetzung dafür, dass das Vorgehen klappt ist aber eine enge Bindung: Das Ganze funktionert nur, weil mein Hund ein starkes Interesse daran hat mit mir (seinem Rudelführer und Beschützer vor schrecklichen Gefahren, wie Baustellen, dem Nachbarsrüden oder freilaufenden Wildschweinen) verbunden zu sein und stets in engem Kontakt zu stehen.
    Aber weißte was: Reibungslos ist auch bei uns nicht immer.

    Ach, weil du wegen Hundeleckerli fürs Training gefragt hast: Kuck mal die Trainingswurst der Firma Fleischeslust (einfach mal Googel bemühen, gibt auch verschiedene Geschmacksrichtungen). Die ist quasi Barf in der Zusammensetzung, schnittfest, schmiert nicht und ist laut meinem Hundi total lecker. Durch ihre Konsistenz kann man sie extrem gut auch in der Tasche rumtragen - kein rumgeschmiere, keine sauerei, kein Ekelgefühl. Meiner Meinung nach empfehlenswert als leckere Trainingsmotivation.

    Mein Hund hat mich schon sehr gut erzogen...

  13. #13
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    Zitat Zitat von Moirah Beitrag anzeigen
    Was bei uns Wunder wirkt, wenn andere Sachen spannender sind als ich: Überraschen! Einfach mal was ganz anderes machen, als der Hund erwartet. Seis, dass ich mich beim Spaziergang, wenn er lieber schnüffelt, statt nach mir zu sehen, einfach mal hinter nem Baum oder Busch verschwinde, so dass er mich suchen muss, dass ich plötzlich umdrehe, den Weg in die andere Richtung zurück laufe, eine völlig andere ABzweigung wähle als gewohnt, oder was auch immer. Aber: Kommentarlos! Ich weise ihn nicht darauf hin, dass ermitkommen soll oder dass er aufpassen muss, sondern tu einfach etwas unerwartetes, so dass er recht schnell begriffen hat, dass es sein Job ist, aufmerksam nach mir zu kucken, egal in welcher Situation. Auch ansonsten, versuche ich möglichst wenig Routine aufkommen zu lassen, er begleitet mich in meinem Alltag, geht mal mit in die Stadt, mal in den Wald, mal eine Wanderung machen, mal gemeinsam Sport - die Konstante und damit seine Orientierung bin ich. Die Vorraussetzung dafür, dass das Vorgehen klappt ist aber eine enge Bindung: Das Ganze funktionert nur, weil mein Hund ein starkes Interesse daran hat mit mir (seinem Rudelführer und Beschützer vor schrecklichen Gefahren, wie Baustellen, dem Nachbarsrüden oder freilaufenden Wildschweinen) verbunden zu sein und stets in engem Kontakt zu stehen.
    Aber weißte was: Reibungslos ist auch bei uns nicht immer.

    Ach, weil du wegen Hundeleckerli fürs Training gefragt hast: Kuck mal die Trainingswurst der Firma Fleischeslust (einfach mal Googel bemühen, gibt auch verschiedene Geschmacksrichtungen). Die ist quasi Barf in der Zusammensetzung, schnittfest, schmiert nicht und ist laut meinem Hundi total lecker. Durch ihre Konsistenz kann man sie extrem gut auch in der Tasche rumtragen - kein rumgeschmiere, keine sauerei, kein Ekelgefühl. Meiner Meinung nach empfehlenswert als leckere Trainingsmotivation.
    Danke dafür,
    Gestern habe ich dies in der Tat einmal so gemacht. Aber nur im Feld. Aus Sicherheitsgründen versteht sich. Ich bin schweigsam gelaufen, habe ihn so wenig wie möglich beachtet oder angesprochen. Da unsere Felder und Wiesen noch nicht geschnitten sind, hatte der Stöpsel schon genug damit zu kämpfen Schritt zu halten. ( dabei war ich nicht mal schnell)
    Zwischendurch wenn er meiner Meinung nach zu weit vorne oder hinten war, bin ich einfach kommentarlos im hohen Gras oder den umliegenden Büschen verschwunden, oder ich habe die Richtung gewechselt bzw. Bin mal stehen geblieben und hab gewartet bis er zu mir zurück kam. Und es hat in der Tat gewirkt. Nebenbei mal hier ein Leckerli und da das Bällchen. Am Ende der Runde, war der Hund total platt. Aber er ist mir den ganzen Tag nicht mehr von der Seite gewichen.

    Danke auch für den Tipp wegen der Wurst von Fleischeslust, werde ich mal nach schauen.


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  14. #14
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    sogar ein Blatt im Wind ist spannender als ich.
    Den Neffen, der den Hund hochputscht, würde ich erstmal bremsen.
    Wenn Du das zulässt, ist klar der spannender, der mehr Action bietet.
    Und das Bespaßen mit Bällchen macht den Hund ja noch geiler auf Bewegungsreize.

    Ich würde das Programm runterfahren.
    Mach Suchspiele mit dem Hund, klebe Käsestücke an Bäume, die der Hund suchen soll, und wenn er eines nicht findet, hilf ihm dabei.
    Schick ihn unterwegs über Baumstämme, lobe und belohne.
    Setz mehr auf Konzentration und Zusammenarbeit als auf Auspowern durch Stöckchenwerfen.


    Johanna mit Betsey und Crazy

  15. #15
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    Zitat Zitat von frolleinvomamt Beitrag anzeigen
    Den Neffen, der den Hund hochputscht, würde ich erstmal bremsen.
    Wenn Du das zulässt, ist klar der spannender, der mehr Action bietet.
    Und das Bespaßen mit Bällchen macht den Hund ja noch geiler auf Bewegungsreize.

    Ich würde das Programm runterfahren.
    Mach Suchspiele mit dem Hund, klebe Käsestücke an Bäume, die der Hund suchen soll, und wenn er eines nicht findet, hilf ihm dabei.
    Schick ihn unterwegs über Baumstämme, lobe und belohne.
    Setz mehr auf Konzentration und Zusammenarbeit als auf Auspowern durch Stöckchenwerfen.
    Danke, du sprichst mir aus der Seele. Jedoch ist mein Neffe ein Einzelkind und wird von Papi sehr bevorzugt behandelt und der Kleine will immer an forderster Front mit mischen.
    Wenn ich den Ball zücke, steht er schon vor mir und drängelt ,ich will auch!'
    Das Gleiche bei Leckerli oder sogar beim Training, wenn ich die Leine in der Hand halte. Er akzeptiert dann nur schwer ein "Nein". Wobei ichvihm sogar versuche zu erklären warum. Es hält leider keine 2 Minuten dann kommt wieder ,ich will auch!'
    Er ist es eben gewohnt, dass er alles bekommt und darf und das sofort. Mittlerweile übe ich bloß noch, wenn der Junge nicht mehr dabei ist und das mit der Fütterung musste ich nun komplett umdisponieren, weil ich so allmählich das Genörgel meines Hundes leid war. Jetzt gibt es nur noch für gute Mitarbeit eine Belohnung. Erstmal war Herbie verdutzt, dass der Napf leer blieb und ich glaube er hat geschmollt. TAGELANG, wollte er kein Leckerli nehmen, stattdessen bettelte er MASSIV am Tisch. Aber mein Freund hat diesmal zu mir gehalten und sich weitestgehend zusammengerissen. Und siehe da: Meein Hund schaut nun öfter mal fragend zu mir auf und reagiert schon viel besser. Jetzt gehts Bergauf. Und das mit der Schleppleine läuft auch sehr gut, wenn sie dran ist, muss ich ihn selten für irgendetwas korrigieren.
    Ausserdem studieren wir nun einige Tricks ein. Ich würde diese auch zu Kopfarbeit zählen und wir haben richtig Spaß dabei . Mit Suchspielen habe ich es versucht, aber es ist nicht sooo sehr unser Ding. Er verliert schnell das Interesse daran.


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  16. #16
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    Nun mal ganz ehrlich meine Meinung - Dein Neffe, ob nun Einzelkind und verwöhnt, steht hier eigentlich außen vor - das ist ein internes Familienproblem, da kann der Hund nichts für. Das müsst ihr selber lösen.

    Warum werden oft Familienmitglieder vorgeschoben, die ein "Problem" beim Hund verursachen? Das verstehe ich nicht so ganz. Das fortgeführt wird auch nicht zu einer Lösung beitragen.

    Das ein Hund "schmollt" das halte ich für an den Haaren herbeigezogen. Warum sollte ein Hund schmollen? Vermenschliche nicht.

    Was genau studiert ihr denn für Tricks bei? "Tricks" kann vieles sein - Dressur oder Kopfarbeit. Dressur hat mit Kopfarbeit nichts zu tun, und umgekehrt.

    Entschuldige meine Direktheit, aber ich habe hier eher das Gefühl, mehr menschliches Verhalten aus Deinen Beiträgen und Anfragen zu lesen, als um Hundeerziehung überhaupt. Ein Hund braucht klare Strukturen und Regeln, Grenzen, Freiheiten, Spiel, Spaß, Ruhezeiten.

    Geht es um den Hund oder um Familienmitglieder, die das alles anderst sehen und sich in Deinen Augen "falsch" verhalten? Dann musst Du das lösen und nicht das Hundeforum
    Für immer im Herzen
    Dennis,Duke und Frieda

  17. #17
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    Danke Carmelita, für deine ehrliche Meinung. Natürlich gebe ich dir Recht: der Hund ist KEIN Mensch.
    Vielen Dank für diese ehellende Erkenntnis.

    Ja also wir lernen eben ein paar Tricks, ob das jetzt Dressur ist, weiss ich nicht. Wo ist denn da der Unterschied und ist das so wichtig ? Ich denke nur, wenn es dem Hund Spaß macht, kann es nicht falsch sein.
    Bei Suchspielen ist er eben weniger begeistert. Wenn ich seinen Ball oder Leckeres verstecke und ihn zum suchen animiere, dreht er oft uninteressiert auf halber Strecke wieder ab. Und "geschmollt" sagte ich eben, weil ich sonst nicht wüsste wie ich es sonst nennen soll, wenn er bei jedem Brocken Hundefutter, das man ihm anbietet, den Kopf abwendet. Es sah sehr dannach aus. Ist ja jetzt auch völlig Wurst, denn mittlerweile nimmt er sein Futter wieder gerne an.

    Ich denke schon, dass einige Probleme in der Erziehung meines Hundes auch mit den Menschen in meinem Umfeld zu tun haben, aber natürlich ist das dann mein Fehler. ICH muss das dann unterbinden. Diese Probleme habe ich doch lediglich erwähnt, damit man die gesamte Situation besser versteht. Nun gut, dann vergneife ich mir in Zukunft genauere Umschreibungen. Sorry, mein Fehler.

    Nichts desto Trotz haben einige eurer Tipps, auch dem vermenschlichtem Hund SEHR geholfen und dafür bedanke ich mich ganz herzlich. In Zukunft achte ichcetwas mehr auf meine Schreibweise oder lass es dann besser ganz.


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  18. #18
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    Nun nicht gleich "eingeschnappt" sein , hier sagt halt jeder wie er es sieht ......... wir sind halt nicht alle einer Meinung

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  19. #19
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    Hallo Knubbelnase,

    keine Frage, wenn andere Familienmitglieder deine Erziehung sabotieren, ist das nicht deine Schuld. Gerade Kinder sind da nicht viel anders als unsere Hunde - sie brauchen Erziehung, Grenzen, und Alternativverhalten Das klingt zwar ein bisschen böse, aber ich habe bei meiner Nichte und meinen Neffen schon mehrfach mit den Methoden, mit denen ich meine Hunde erziehe (positive Bestärkung, gern in Form von Gummibärchen oder auch wildem Durchkrabbeln o.ä.), erzieherische Erfolge verzeichnet. (Ich vermenschliche also weniger meine Hunde, als ich die Menschen verhündliche )

    Eine Idee meinerseits: Vielleicht kannst du deinen Neffen ins Training einbeziehen. Nach dem Prinzip "Wenn du mit dem Hund arbeitest, darfst du danach auch mit ihm spielen". Du musst dann halt nur genauso konsequent sein wie mit dem Hund - wenn er nicht mitarbeitet, darf er auch nicht mitspielen. Das Gequengel gewöhnt er sich schon ab, wenn er merkt, dass er damit bei dir nicht durchkommt.

    Die Tochter meiner besten Freundin geht immer sehr gern mit mir und unseren Hunden spazieren. Aber da sie mir dann den ganzen Weg über eine Telefonzelle ans Bein gequatscht hat, statt sich auf den Hund zu konzentrieren, den sie führte, haben die Hunde natürlich angefangen zu tun, was sie wollten - ihre Zweibeiner waren ja miteinander beschäftigt. Ich habe dem Mädel dann beigebracht, dass sie Alinas Aufmerksamkeit auf sich lenken kann, indem sie immer mal wieder unterwegs ein Leckerli "findet", das Alina dann fressen darf ("Boah, mein Zweibeiner weiß, wo es Futter gibt!"), sich im Feld versteckt und sich mit großem Hallo finden lässt, oder Alina mit dem Futterbeutel kreuz und quer über die Wiese scheucht, bis sie beide über ihre Zungen stolpern.

    Jetzt sind die Spaziergänge viel entspannter - für unsere Hunde, für unsere Schultern, und für meine Gehörgänge

    Übrigens finde ich es toll, dass dein Freund jetzt nicht mehr so querschießt und du erste Erfolge verzeichnen kannst. Immer weiter so
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    Alina und Renée mmmmmmmmund Artus (+ 2007) in liebender Erinnerung

  20. #20
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    Ja ok, hab vielleicht etwas überreagiert, tut mir leid. Bin auch vielleicht ZU sehr darauf erpicht, dass alles perfekt läuft, weil das nunmal mein erster EIGENER Hund ist und auch gerade hier Familienintern hohe Erwartungen an mich gestellt werden, was die Erziehung betrifft. Mein Freund ist z.B ein richtiger Klugscheisser auf dem Gebiet und er meint ich gehe zu lasch mit dem Hund um und der bräuchte mal mehr Grenzen, dabei ist ER es, der dem Tier unterm Tisch alles zuschiebt. Da kann ich schimpfen wie ich will. Nunja, mittlerweile lässt er es auch weitestgehend bleiben.


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  21. #21
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    Hallo Knubbelnase

    Ich wollte Dich mit meinen Sätzen weder beleidigen noch verletzen Rein sachlich gesehen ist es halt leider so, dass wenn nicht alle am gleichen Strang ziehen, es dann "Schwierigkeiten" in der Erziehung gibt. Diese Dinge zu erwähnen sind menschlich (und mir auch nicht fremd ) aber das ist eben ein internes Problem.

    Und ja, es gibt schon Unterschiede zwischen Dressur und Erziehung, Ausbildung käme auch noch dazu. Aber wie Du schon schreibst - wenn es dem Hund Spaß macht, ist es doch okay.

    Ich kann das auch durchaus nachvollziehen, dass man alles perfekt machen will. Und wenn hohe Erwartungen an Dich gerichtet sind Familienintern - wie Du sagst - dann sollen sich auch alle dran beteiligen

    Manchmal ist man aber auch selber zu verbissen, was perfekt angeht. Was ist perfekt? Sind wir selber perfekt? Nein, wir sind es nicht. Wir verhauen mal ein Gericht beim Kochen, wir lassen etwas fallen und es geht kaputt, wir sind unaufmerksam mal beim Autofahren und fahren dem Vordermann beinahe drauf, weil wir mal nicht aufgepasst haben. Niemand ist perfekt, immer und täglich. Warum sollen es unsere Hunde sein? Da ist die Erwartungshaltung recht utopisch geschraubt finde ich Mir fällt auch beim Spazierengehen manchmal auf, wie verbissen manche sind. Allein bis die mal die Tür verlassen.......Eigentlich will man doch nur einen schönen Spaziergang machen und keine Expedition. Aber nein da wird alles mögliche eingepackt an Leckerlies, Pfeife, Klicker, dann nochmal zurück weil man DAS besondere Leckerlie vergessen hat und man will sich draußen vorbildlich zeigen. Keine Pöbeleien an der Leine, niemanden Anspringen, nicht dem Radfahrer übern Weg rennen und nach dem Erzfeind Ausschau halten. GsD trifft man ihn dann letztlich doch und hat im Forum etwas zu erzählen

    Spaß beiseite - Du bist auf einem gutem Weg. Bleib weiter einfach so wie jetzt auch - konsequent, liebevoll und auch mal ein Donnerwetter, wenn was ganz schräg läuft. Gerade bei einem jungen Hund läuft nicht alles jeden Tag glatt. Wenn es super ist, dann ist es das, wenn es mal sch...... ist, abhaken. Manchmal hilft es auch, sich zurückzulehnen und sich selber betrachten - wie mache ich was? Bin ich verbissen oder bringe ich auch Freude in den Tag?

    Chester ist jetzt mein zweiter Hund. Beim ersten Hund habe ich Fehler gemacht und mir geschworen, die jetzt nicht mehr zu machen. Die habe ich auch nicht mehr gemacht, ich habe dafür andere gemacht Warum? Weil ich nicht perfekt bin.



    Susanne
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  22. #22
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    Ich gebe einfach weiterhin mein Bestes. Da ich momentan Hartz 4 beziehe und leider auch durch unglückliche Umstände Schulden habe, kann ich mir eine Hundeschule momentan nicht leisten. Ich stöbere aber fleißig im Internet und auch in Büchern um die besten Trainingsmethoden für uns raus zu suchen. Bisher hat das ganz gut geklappt. Wenn ich dann aber andere Hundebesitzer treffe, deren Hunde so super erzogen sind, bilde ich mir ein, man wird von allen Seiten schief angesehen, wenn mein Hund nicht so top hört. Und in der Familie vermittelt man mir eben, z.B ein gut erzogener Hund bettelt nicht, auch wenn sie ihm das angewöhnt haben, dann liegt es eben an meiner Inkonpetenz, dass der Hund TROTZDEM bettelt.
    Ich setze mich daher vermutlich selbst arg unter Druck.
    Aber immerhin haben eure Ratschläge gefruchtet und Herbie springt nun auf mich "an".

    Nun habe ich auch wieder mehr Gewissheit, dass dies auch mein Hund ist. Klingt blöd, ich weiss!

    Trotzdem danke an euch alle! Ich werde sicher noch ein paar Mal hier ins Forum rein schauen oder schreiben.


    Tiere sind die besseren Menschen

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