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Thema: Kontrolle oder Verlassensängste?

  1. #1
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    Kontrolle oder Verlassensängste?

    Hallo mal wieder,

    habe nun länger nix mehr von mir hören lassen. Mein Shi Tzu Mix gedeiht prächtig und ist nun ein knappes halbes Jahr alt. Mittlerweile ist er schon in der Pupertät und macht häufig mal einen auf dicke Hose. Mit Hunden ist er noch ziemlich verträglich, sofern die anderen nicht zu keifern anfangen bleibt er ruhig und will bloß mit allen spielen. die Sache mit dem Knapsen kriege ich schwer aus ihm raus, weil hier in der Familie irgendwie alle gegen mich arbeiten, selbst der 5 Jährige Sohn. der liebt die rauen Spiele mit Herbie. Mein größtes Problem ist aber immer noch die Sache mit dem alleine bleiben. in unserem Fall ist es einfach schwierig ihm das bei zubringen, weil IMMER einer zuhause ist. Wir sind aber gerade in einem Umzug und da muss er häufiger mal ein paar Minuten alleine in einem Raum bleiben, damit er uns nicht in den Füßen umherrennt wenn wir z.B gerade schwere Möbel schleppen. Das klappt schon ganz gut. Wenn ICH aber z.B Abends mal schnell an die Tanke gehe um Zigaretten für meinen Freund hole und Herbie soll solange bei ihm bleiben, dann macht er immer Theater. er Winselt, fiebt und bellt. Ich habe meinen Freund gesagt, dass er das einfach ignorieren soll, aber ich habe den Verdacht, dass er ihm dann zu essen gibt, um ihn ruhig zu stellen. Mein Freund bestreitet das, aber ich habe schon häufiger irgendwelches Essen auf dem Boden liegen sehen, was der Hund dann auch herum schleppte. Nun abgesehen davon, dass mein Freund dieses Verhalten scheinbar noch belohnt wüsste ich gerne, WARUM Herbie dieses Verhalten überhaupt zeigt. denn er tut das NUR wenn ich zur Türe raus gehe.
    Neulich mussten wir Herbie einen Tag bei meiner Mutter lassen, weil wir alle ausser Haus waren und meine Mutter ist bald wahnsinnig geworden, weil er den ganzen Tag gejammert hat. Am nächste Tag das selbe bei meiner Schwester und die kennt Herbie eigentlich gut.


    Tiere sind die besseren Menschen

  2. #2
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    Ob Kontrolle oder Angst - das kann ich dir leider auch nicht beantworten. Und du hast mein volles Verständnis: Erziehung ist schwer, wenn jeder eine andere Ansicht dazu hat... Vielleicht versteht dein Partner es besser, wenn du ihm mal erklärst, dass das bei Hunden wiebei kleinen Kindern ist: Sie spielen Mama und Papa gegeneinander aus, wenn man nicht aufpasst und auf einer Line arbeitet.

    Was macht ihr denn aktuell schon in Punkto allein-sein-üben? Auch wenn theoretisch immer jemand daheim ist, kann man da ja gezielt dran arbeiten - irgendwann ist es immer mal nötig, dass der Hund zumindest eine kurze Zeitspanne allein sein kann. Am Anfang gehts ja ohnehin zumeist um wenige Minuten, die man weg ist, der Zeitraum wird dann nur langsam gesteigert (Wichtig: Zurückkommen immer erst, wenn der Hund mal nen Moment ruhig war und nicht so heftig begrüßen/verabschieden, sondern lieber so tun als wärs das selbstverständlichste der Welt, dass du weggehst und wieder kommst - wenn du hier unsicher bist, dann investiere am besten in ein Einzeltraining. Normalerweise brauchts nicht viele Stunden, weil es ja eher um eine Anleitung zum daheim weiter üben geht). Die Hauptbezugsperson scheinst du zu sein - deshalb halte ich es für wichtig, dass du hier im Training besonders sicher auftrittst. Mehr kann ich dir hier leider erstmal auch nicht raten - außer eben, möglichst zeitig mit dem Training anzufangen, damit sich das Verhalten nicht noch mehr festigt.

    Liebe Grüße!

    Mein Hund hat mich schon sehr gut erzogen...

  3. #3
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    Ich denke das Problem wird sein das die Familie die Erziehung torpediert. Wenn Hund lernt das er wenn er jammert Aufmerksamkeit bekommt wird er das Verhalten nicht ablegen - leider . Da müssen echt alle mitziehen

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  4. #4
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    das Hauptproblem ist, dass es mein Freund immer besser weiß und er lässt sich auch nicht belehren. Ist ja mein Hund, also bin ich auch für die Erziehung zuständig. ER würde das alles gaaanz anders machen. Dabei scheint meine Erziehung gar nicht mal so verkehrt zu laufen, der Grundgehorsam sitzt schon ganz gut. Ich bekomme von aussen auch immer wieder die Bestätigiung. "Das ist echt ein so liebes Kerlchen!" Natürlich kann man noch keine 100% erwarten, zumal er gerade in der "Pupertät" steckt und dann die Ohren auch mal gerne auf Durchzug stellt.
    Ich muss zu meiner Schande gestehen, da IMMER einer Zuhause ist, haben wir das "alleine-bleiben-Training" ZUHAUSE etwas schleifen lassen. Im Auto hingegen klappt das schon ganz gut. Er turnt zwar immernoch über die Sitze, wobei ich ihm eigentlich gerade beibringen will im Fußraum auf der Beifahrerseite zu bleiben, zumindest, bis wir endlich das Hundegitter eingebaut haben, ABER er macht kein Terror oder so. Beim Ein und Austeigen wartet er auch artig bis ich "Hopp" sage und er weiss auch eigentlich wo dort sein Platz ist.

    Ich hatte schon mal angefangen zuhause das alleine bleiben zu üben, sobald mal alle anderen aus dem Haus waren. Sowas kommt aber leider sehr selten mal vor. Und die wenigen Male als ich es geübt hatte, fiepte und jammerte er herzzerreisend. Ich lasse mich davon zwar nicht beeindrucken, aber mein Partner fürchtet, dass die Nachbarn sich beschweren könnten wegen der "Lärmbelästigung". Und so heisst es dann oft: "Nimm ihn lieber mit, sonst gibt das noch Ärger!"
    Ich habe aber nun angekündigt, dass das so nicht witer laufen kann, denn man kann Hund ja nicht immer und überall mitnehmen und es gehört einfach zur Grunderziehung, dass der Hund zumindest wenige Stunden mal alleine bleiben kann.

    Nun ja, wie gesagt, es verwundert mich nur eben arg, dass Herbie scheinbar NUR bei MEINER Abwesendheit solch ein Theater macht, wenn die anderen aus dem Haus sind, so wie jetzt z.B gerade mal, dann liegt er in der Ecke und döst vor sich hin. Das stört ihn kein bisschen. Dabei liebt er die anderen abgöttisch und sind sie erstmal da, dackelt er ihnen überall hin nach.


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