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Thema: Rohe Leber giftig?

  1. #1
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    Rohe Leber giftig?

    Hallo mal wieder,

    Habe mal eine kurze Frage. ich bin seit einiger Zeit auf Barf umgestiegen, da unser Wauzi nix anderes so richtig akzeptieren wollte. Der Einfachheit halber greife ich allerdings zu Fertigbarf von Petman.
    Unser Kleiner frisst das auch super gerne. Nur mein Umfeld hält nichts von dieser Art der Fütterung und versucht es ständig schlecht zu machen bzw. mir Zweifel einzureden.
    Nun hat es sich die letzten Zwei Tage ergeben, dass sich mein Freund Rinderleber gekauft hat und hat Herbie zwei Scheiben der rohen Leber gegeben. Ich habe ihn gewarnt, dass das zu viel sein könnte, da in dem Petman Futter auch schon ein Anteil an Innereien enthalten ist. Er meinte aber, dass das ja nix schaden würde und er hätte seinen früheren Hunden ja auch immer rohe Leber gegeben da sei nie was passiert ect.
    Die Nacht darauf fing dann das Erbrechen und der Durchfall an. wir haben dann gegrübelt wovon das kommen kann, weil keiner so richtig mehr an die Leber gedacht hat.
    Heute hat mir mein Freund dann gesagt, er wüsste wovon das kommt er habe beim Tierarzt angerufen und sich auch bei meiner Mutter kundig gemacht. (sie ist meine Größte Kritikerin in Sachen Fütterung) Angeblich läge es an der ROHEN Leber, da Innereien immer abgekocht werden müssten. (laut Tierarzt)
    Ich habe ihm dann den Vogel gezeigt und gesagt, dass das der Sinn von barfen sei die Bestandteile roh zu verfüttern, nur eben in den entsprechenden Mengen. Doch er schwört, dass das eben so sei und angeblich auch in dem Fertigbarf die Innereien abgekocht wären. es stünde angeblich auf der Packung. Ich konnte nix entdecken, was darauf hinweist. Nun kommen doch Zweifel in mir hoch. Will der mich einfach nur verschaukeln oder ist da was dran?


    Tiere sind die besseren Menschen

  2. #2
    Steppenläufer Guest
    Hallo,

    der verschaukelt dich... Wölfe kochen die Innereien auch nicht vor dem Verzehr ab

  3. #3
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    Rohe Leber ist nicht giftig aber man sollte sich schon ein bisserl schlau machen, wieviel der Hund wovon braucht.

    Leber ist das einzige, was ich abwiege.

    Mein 40 kg Hund bekommt pro Woche ca 70 gr Leber.

    Du hast nen kleinen Hund, oder? Da würd ich niemals 2 Scheiben geben.
    LG
    Iris

    *Was mich nicht glücklich macht, kann weg*

  4. #4
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    Hätte mich auch wirklich gewundert wenn es schädlich wäre. Unser Herbie (Shi Tzu-Havaneser Mix) ist zudem noch im Wachstum, er ist gerade mal etwa 5 Monate alt. Mir war klar, dass 2 Scheibe zu viel sein würden. Ich weiss es nicht mehr genau, aber ich glaube ich hatte mal was von 10 g Innerein bei seinem Gewicht von etwa 5-6 kg gelesen. Aber da ich ja alles fertig füttere, muss ich darauf weniger achten. es stört mich allerdings, dass es immer alle anderen besser wissen wollen, dabei hat sich nie einer von denen mit dieser Materie auseinander gesetzt, nicht ein Buch darüber gelesen oder sonst was. Jeder will mir weiß machen, dass barfen schädlich sei. (gerade meine Mutter)


    Tiere sind die besseren Menschen

  5. #5
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    Hi,

    Wie die anderen schon geschrieben haben ist rohe Leber nicht giftig wenn man es in angepassten Mengen füttert. Bei manchen Hunden führt rohe Leber auch schonmal zu Dünnpfiff.

    Da Leber zu den Entgiftungsorganen zählt genauso wie Nieren sammeln sich darin eben Stoffe die aus dem Körper ausgeschleust werden.

    Wie gesagt 1x pro Woche mehr nicht.

    Und wenn Du so viele Barf Gegner hast, dann brauchst Du ein dickes Fell.
    Mir wollte damals auch jemand einreden rohes Fleisch macht Hunde bissig....

    LG
    Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (Konrad Adenauer)

  6. #6
    Steppenläufer Guest
    Müssen sie denn wissen, was du fütterst? Manchmal ist es einfacher, gar nicht drüber zu reden. Gut, dem Freund gegenüber lässt es sich schlecht verheimlichen, aber wenn dieser früher seinen Hunden auch mal rohes Fleisch gegeben hat, wäre es sehr unlogisch von ihm, das jetzt bei deinem Hund abzulehnen.

    Wie groß die Menge sein sollte, hängt vor allem davon ab, welchem Modell des Barfens du folgst ^^
    Gehst du nach dem Beutetierschema, dann sollte Leber etwa 5% des Futters ausmachen. Ob du diese Menge wöchentlich oder täglich berechnest und gibst, ist dabei relativ egal. Es gibt aber auch noch andere Modelle, unter anderem könntest du den Leberbedarf am VitaminA-Bedarf des Hundes festmachen und danach berechnen.

  7. #7
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    Im Prinzip sollte alles am Monatsende stimmen.

    Prey ist sicherlich das artgerechteste, aber das machen doch die wenigsten.
    LG
    Iris

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  8. #8
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    Mein Freund hatte seine Hunde früher nie nach irgendeinem bestimmten Konzept gefüttert, sondern immer nach der günstigsten Variante, wie ich so mitbekommen habe. Also alles Querbeet. Dazu zählten auch Reste vom Tisch, was er leider auch immer wieder bei Herbie macht. Er sieht die Sache mit der Hundeerziehung und Fütterung etwas anders wie ich. Lockerer. Es gibt regelmäßig Diskussionen deswegen.
    Ich selbst erzähle kaum jemandem wie ich meinen Hund ernähre, ich kann allzu gerne auf die klugen Kommentare der Kritiker verzichten und habe auch keine Lust andere zu belehren oder darüber zu diskutieren, dann wird man doch nur als eingebildet oder Klugscheisser abgestempelt.
    Mein lieber Freund ist es im Wesentlichen, der es erzählt, wenn dieses Thema mal zur Sprache kommt.

    Was ist denn "Prey"? hab noch nie davon gehört.


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  9. #9
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    Also ich denk man darf das alles nicht so eng sehen.

    Ich barfe hochwertig aber Bulle kriegt frühs sein Stück Honigbrot, mal ne Gabel Nudeln mit Sosse, das Fette vom Braten und wieso soll vom Tisch immer schlecht sein...

    Dein Hund bekommts doch nicht ausschliesslich.

    Zwei Artikel find ich da gut; zumindest dass man mal drüber nachdenkt und ab und an fünfe gerade sein lässt.

    http://www.tierarzt-rueckert.de/blog...dul=3&ID=19301

    http://www.px-service.de/sites/panse...x.php?falsch=1
    LG
    Iris

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  10. #10
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    Ich denke, das ist auch hängt von der Rasse ab. Manche Rassen haben einfach ein empfindlicheres Verdauungssystem als andere. Je weiter ein Hund vom Wolf weggezüchtet wurde, desto weniger dürfte auch sein Verdauungstrakt mit dem des Wolfes gemein haben. Wenn man barft, sollte man sich auf jeden Fall vorher schlau machen, welche Zusammensetzung am besten ist und was man für Alternativen hat, wenn der Hund dieses oder jenes Rohfutter nicht verträgt/annimmt.

    Unsere beiden nehmen Leber z.B. gar nicht, es sei denn, ich mache daraus ganz feinen Brei und mische sie unter den Blättermagen. Also kriegen sie auch nur ganz selten welche. Auch Ziegengeschlinge ist nicht so ihrs, also kriegen sie lieber Lamm-Mix. Da ist dann auch alles drin, Fleisch, Knorpel und Innereien.

    Essensreste finde ich auch unproblematisch, solange sie nicht den Hauptteil der Nahrung ausmachen und nicht stark gewürzt sind. Hunde brauchen zwar auch Salz, aber an unserem Essen ist meistens zu viel davon dran. Genauso wie Zucker. Und auch da gilt, manche Hunde vertragen es besser als andere.

    Am Essen vom Tisch scheiden sich die Geister. Unser alter Neufi Artus bekam zu jedem Abendessen ein Leberwurstbrot (nein, er war nicht verwöhnt, er kannte nur seine Rechte ), bei Renée und Alina machen wir das nicht mehr, weil sie sonst sehr zudringlich und respektlos werden. Aber Wurstschalen, Fettränder vom Fleisch (), Joghurtbecher um Ausschlabbern usw. kriegen sie trotzdem. Nur eben nicht am Tisch, sondern an ihrem Platz.
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

    Alina (*2008), Renée (2007-2018) und Artus (1996-2007)

  11. #11
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    Ich füttere mittlerweile auch nach dem TA Rückert ABAM!

    2-4 Mal in der Woche roh, der Rest besteht aus Selbstgekochtem, Dose, Trofu, manchmal was vom Tisch. Damit kommt sie gut klar. Das Fell sieht wie gelackt aus.
    Mit Yeannie hätte ich das niemals machen können, sie bekam von jedem bisschen Durchfall.
    Kommt also immer auf den Hund an. Und niemand braucht ein schlechtes Gewissen wg. seiner Fütterung zu haben. Jeder möchte nur das Beste für sein Tier.

  12. #12
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    Also ich fütter nach dem Prinzip: von allem etwas.
    Dazu gehören auch mal Reste von unserem Essen. Und als Leckerchen bekommt er auch mal Trockenfutter.

    Meine Erfahrung, auch mit Nachbarshunden und den Hunden von Freunden: Je Abwechslungsreicher, egal ob roh, gekocht, gekauft, desto besser.

    Meine ganz persönliche Meinung: je mehr nach nur einem Prinzip gefütter wird, desto schneller kann es Probleme geben.

    Nachbars haben Hunde die NUR hochwertiges TroFu bekommen. Ergebnis: sobald die nur ansatzweise mal was anderes bekommen, und sei es nur eine andere Leckerchensorte, reagieren die Hunde mit unglaublichem Dünnpfiff.

    Ich finde es wird viel zu viel "Gedöns" gemacht um bestimmte Fütterungsarten. Einmal quer durch und gut ist.

    Natürlich sollte man die Eigenarten des jeweiligen Hundes beachten wie Kauleistung, Allergien, Erkrankungen etc.

    Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (Konrad Adenauer)

  13. #13
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    Nun, inzwischen hat sich diese Art der Fütterung auch bei uns eingebürgert. Im Grunde barfe ich schon aber als Leckerli auf den Spazieergängen gebe ich ihm Trockenfutter. Er nimmt es nur in dieser Form. Mein Freund füttert ihm mit allem möglichen, leider immer wieder am Tisch, so dass er Herbie nun das betteln schon angewöhnt hat. (aber nur bei ihm)
    Im Grunde ist Herbie was das betrifft auch sehr robust. Er hatte bisher nie Durchfall, nur eben dieses eine Mal.


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  14. #14
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    @Knubbelnase
    Er hatte bisher nie Durchfall, nur eben dieses eine Mal.
    dann verbuch es unter Erfahrung ab.
    Mein Freund füttert ihm mit allem möglichen, leider immer wieder am Tisch
    Vielleicht lässt sich Dein Freund auf nen Deal ein. Den Hund erst am Tisch füttern wenn ALLE fertig sind mit essen.
    klappt bei uns auch...
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  15. #15
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    Dein Vorschlag klingt gut, ich arbeite noch dran. Inzwischen reichen wir dem Hund zu den Essenszeiten den Kong mit Leckereien gefüllt, so ist er abgelenkt und bis er fertig ist, ihn auszuschlappern sind wir es auch.


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  16. #16
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    @Knubbelnase
    Hej, das finde ich sogar noch besser! Super Idee mit dem Kong.
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