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Thema: Pöbeln bei unsicherem Hund

  1. #1
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    Pöbeln bei unsicherem Hund

    Hallo zusammen!

    Wie ihr ja schon wisst, sind Diego und ich seit kurzem im Rudel mit zwei kessen Hunde-Ladys unterwegs. Leider benimmt sich die eine Lady gar nicht sehr damenhaft... Nala ist ein Mischlingsmädchen, das im zarten Alter von 5 Monaten aus Rumänien in eine Familie in Deutschland gekommen ist, mittlerweile ist sie rund 18 Monate alt. Sie ist lieb, sehr schlau und hat einen ordentlichen Grundgehorsam, allerdings ist sie auch sehr unsicher. Vor Männern hat sie Angst und jeder Mensch oder Hund, der sich ihr nähert ist erstmal ein Grund, sich hinter mir zu verstecken und dabei lautstark zu schimpfen. Jetzt ist es leider so, dass sie ihrer Unsicherheit sehr lautstark Luft macht: Nala kläfft dann wie ein ausgewachsener Kampfhund. Sie springt und tobt nicht, wie andere Pöbler (dafür hat sie zu viel Angst) aber ihr Bellen ist leider wirklich furchterregender, als sie selbst. Das Problem ist auch in ihrer Familie bekannt, allerdings ist es bisher nicht gelungen, es dauerhaft zu unterbinden.

    Und jetzt ist es ja so, dass sie drei Tage die Woche bei mir ist und nicht mehr nur hin und wieder in den Ferien. Und da will ich schlichtweg keinen pöbelnden Hund dulden. Nur: Wie krieg ich es weg?

    Wenn man die "Bedrohung" (in ihren Augen) vor ihr entdeckt, dann lässt sie sich gut lenken - ich lasse sie dann absitzen und lenke sie mit Leckereien ab. Dummerweise bin ich nur selten schneller... Aktuell gebe ich ihr dann einen klaren Unterbrecherbefehl, wenn sie an der Leine ist verstärkt mit einem kurzen Ruck. Dann hört sie das Bellen für einen Moment auf, checkt die Situation (ist die "Bedrohung" von ihrem Gekläffe beeindruckt oder nicht?) und macht dann entsprechend weiter. Die meisten "Bedrohungen" (egal ob Hund oder Mensch) lassen sich von ihrem Gebell aber leider sehr wohl beeindrucken, was sie in ihrem Handeln bestärkt.

    Wenn sie erkannt hat, dass ihr Gegenüber ihr nichts tut (Hund freundlich, Mensch gleichgültig oder eventuell sogar bereit zu schmusen und zu streicheln), dann ist sie der netteste Hund der Welt und zeigt ein überaus gutes wenn auch stark unterwürfiges Sozialverhalten (da könnt sich mein Grummelhund mal ein Scheibchen von abschneiden! )

    Leider kann ich nur 3 Tage die Woche mit ihr arbeiten, den Rest der Zeit ist Frauchen dran - die versuchts aktuell genauso wie ich, nur dass sie mit Wiesen und Hügeln besseres Gelände für frühzeitige Sichtungen hat, als ich im dichten Wald...

    Was meint ihr? Tipps, Ideen, Anregungen?

    Mein Hund hat mich schon sehr gut erzogen...

  2. #2
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    Also so auf Anhieb würde ich es genauso machen wie du , mit drei Hunden an der/den Leinen ist es ja per se schon schwieriger da man ja schon im Auge behalten muss was die anderen beiden machen . Vielleicht hat ja doch noch jemand eine zündende Idee

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  3. #3
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    Hallo Moirah,

    meine fast 7 Monate alte Hündin - auch aus Rumänien - zeigt auch ähnliche Unsicherheit. Anfangs auch gegenüber anderen Hunden, mittlerweile nur noch gegenüber bestimmten Menschentypen (dunkel gekleidet, besonders groß, komische Tasche,...), wenn sie ihr zu nahe kommen. Wenn man das Schema kennt, wer genau als Bedrohung eingestuft wird, fällt es noch leichter hier schon früh zu unterbrechen - und auch gezielt dagegen zu trainieren und zu loben, wenn sie ruhig bleibt. Reagiert Nala denn auf komplett alle fremden Menschen und Hunde unsicher oder gibt es vielleicht doch nur einen bestimmten Typ, den sie komisch findet? Vielleicht ist ihrem Frauchen da schon was aufgefallen.

    Wenn sie sehr schlau ist, vielleicht wäre es dann eine Idee mit ihr Handtarget zu trainieren. Ein Hund, der Handtarget gibt, kann eher schlecht gleichzeitig bellen
    Ein anderer Tipp den wir bekommen haben wäre viele kleine Leckerlis auf den Boden schmeißen - dann ist sie mit Suchen und Fressen beschäftigt - auch schlecht zum Bellen. Ich befürchte aber eher, dass das in deinem Fall bei drei Hunden wahrscheinlich eher nicht umsetzbar ist.

    Bei meiner Hündin funktioniert noch gut mit sehr hoher Stimme ihr zu verdeutlichen, dass alles gut ist. Das verwirrt sie dann "Hä, wieso sprichst du so als ob du hier Spaß hast? Ist das keine Bedrohung?". Das unterbricht ihr Bellen dann bzw. bringt sie auch schneller dazu die Situation und den Fremden als "okay" einzustufen.

    Aber wir arbeiten da gerade auch noch dran, daher kann ich leider auch (noch) nicht mit dem Supertipp dienen Aber vielleicht dient dir das ein oder andere ja als Anregung. Mit drei Hunden ist es natürlich eine größere Herausforderung..
    Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.
    Demokrit

  4. #4
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    Ich wäre nur mit dem "Ruck" vorsichtig.........der kann das ganze verstärken.....also ihre Unsicherheit.................. .
    Versuche sie mit dem Kopf zu dir absitzen zu lassen...........so das sie den anderen Hund nicht fixieren kann..................

    Ich hoffe du bekommst das in den Griff..............
    Gruß von Kerstin[SIGPIC][SIGPIC]

  5. #5
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    Hallo zusammen! Erstmal DANKE für die Tipps bisher!

    Ich werd auf jeden Fall mal bei Frauchen anfragen, ob die schon irgendwelche "Feindbilder" erkannt hat - mir kommt es momentan so vor, als würde sie das bei allem machen, was lebendig ist und neu auf der Bildfläche erscheint. Bis sie es eben als ungefährlich identifiziert hat.

    Ja, das mit dem Absitzen, da sind wir dran. Nur leider bemerkt sie ihre Kläff-Opfer meistens vor mir, so dass ich nur noch reagieren kann... Das ist grad so eins meiner Hauptprobleme - das ich zu langsam bin.
    Und die Quitischi-Stimme probier ich Montag, wenn die Maus wieder da ist, gleich mal aus - Gelegenheit wird sie mir ja wahrscheinlich verschaffen... nur das mit den Leckerlies... puh, da wär ich schneller eingeknotet als ich schauen kann - Die Mädels sind wirklich äußerst verfressen

    Wisst ihr, was ich komisch finde, ist dass sie eben NICHT fixiert. Ich kannte das von meinem Rüden und seiner Vorgängerin so, dass sie wenn sie jemanden verbellt haben Blickkontakt aufgenommen haben und sich bedrohlich aufgebaut haben. Dann hieß es unterbrechen, aus der Rolle holen und gut wars. Aber Nala versteckt sich hinter mir, macht den Körper flach und die Schnauze hoch und bellt mit langgezogenem heulen am Schluss. Klingt ein bisschen wie so ein Meutenhund, der das Wild erschnuppert hat, eine bessere Beschreibung fällt mir da grad nicht ein. Unterbrechen tu ich zwar so gut wie ich kann, aber da sie keinen echten Kontakt aufnimmt (also Blickkontakt, Stellen, drauf zugehen o.ä.) komm ich damit nicht so ganz zum Ziel... Hab schon überlegt, ob da vielleicht wirklich irgendeine Jagdhundrasse drin stecken könnte (wie schon gesagt: Straßenmischung), weil ich mit Meutenhunden bisher nix zu tun hatte und hier vielleicht einfach ein rasse-typisches Muster vorliegt, das ich als Hütehund-Junkie einfach noch nicht einordnen kann...

    Aber jetzt erstmal DANKE! Ich hab jetzt ein paar Tage Nala frei, bevors Montag dann ans austesten geht Ich sag euch dann, wies geklappt hat - ich denk, das wird eine längere Geschichte

    Mein Hund hat mich schon sehr gut erzogen...

  6. #6
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    Ich hätte zwei Vorschläge zum Ausprobieren:

    Um das ritualisierte Verhalten zu durchbrechen, lass sie nicht hinter dir verschwinden. Wenn sie die ersten Anzeichen davon zeigt, abrupt die Richtung wechseln und im gewohnten Tempo weiterlaufen. Bei Alina wirkt das ganz gut, auch wenn ich manchmal mehrmals hin- und herlatsche wie ein kopfloses Huhn. Aber wenigstens guckt sie dann zu mir (reichlich genervt), und konzentriert sich nicht mehr auf die Kläff-Ursache. (Übrigens kann Alina gar nicht bellen - was sie von sich gibt, klingt wie eine rollige Katze, der gerade einer auf den Schwanz getreten ist... Deswegen nützt Quietsch-Stimme bei mir auch leider gar nix, das wäre so, als würde ich mit ihr mit rumzetern.)

    Oder aber du bestellst dir direkt Leute, die dir unterwegs "begegnen". Dann weißt du vorher, wenn jemand kommt, und kannst sie ablenken. Normalerweise macht man mit jedem Hund oder Mensch, den der kläffende Hund zuerst bemerkt, einen Rückschritt im Training; mit bestellten Hunden und Menschen lässt sich das vielleicht minimieren.
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

    Alina (*2008), Renée (2007-2018) und Artus (1996-2007)

  7. #7
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    Hallo,

    unsere verstorbene Hündin war auch eine unsichere Pöblerin. Wir haben sehr viele Hundetrainer verschlissen, aber der Erfolg kam erst mit einer etwas rüde klingenden Methode: Wir sahen einen Bericht bei "Tiere suchen ein Zuhause". Ein Hundebetreuungsprojekt wurde vorgestellt. Man kann dort seinen Hund über den Tag oder stundenweise abgeben.
    Ein Hund, der sonst friedlich war, flippte aus. Der Trainer selektierte ihn und er bekam einen Maulkorb. Maulkorb fanden wir früher grenzwertig, aber dem Hund half es. Er konnte niemandem was tun und, dadurch näherten sich andere Hunde, die schnell spitz bekamen, dass da keine Gefahr von ausgeht und die haben dann dem Hund innerhalb von drei Wochen Sozialverhalten beigebracht. Einfach dadurch, dass er sich das abschauen konnte. Er kam, ähnlich wie dein/eure Hündin aus dem Ausland. Er lernte sozusagen die "Hundesprache lesen". Später war er einer der unsichtigsten Hunde in dem bunten Haufen und hat oft Konfliktsituationen souverän aufgelöst.
    Wir haben unserem Mädchen einen "gemütlichen" Maulkorb gekauft (weich, gut absicherbar, sie konnte super atmen, trinken, Leckerchen annehmen und auch vom Boden aufnehmen. Damit sind wir dann los. (Nach Eingewöhnungszeit.) Fazit: man ist selbst ruhiger und entspannt, das hat sich schnell übertragen. Dadurch konnten sich andere Hunde nähern und sie lernte schnell, wie das so geht. Sie hat dann drei Jahre lang mit den verufensten Hunden eine dicke Freundschaft gepflegt. Es gab Hunde, das ging es gar nicht (kleine, die schnell losbellten), Weibchen. Aber wir konnten mit ihr und Zweithund die anderen Hunde besuchen und sie in deren und auch bei uns im Garten ohne Leine laufen lassen. Einen Zwischenfall gab, als ein Gastgeberfrauchen Futter verteilte, da gab es kurz ein Gerangel, weil jeder das Futter für sich haben wollte. Das hat sie nie wieder gemacht und es war noch eine wunderbare Zeit.
    Dann gibt es ja noch (neben wahrscheinlich ganz vielen anderen) die Maja Novak-Methode: Den Hund immer neben sich laufen lassen (oder hinterher), weil der der vorn läuft übernimmt im Rudel die Führung+Verantwortung. Damit ist sie vielleicht überfordert. Kann ja sein, dass sie frei im Rudel gelebt hat, aber nicht in einer aufpassenden Funktion.

  8. #8
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    Hallo Zusammen!

    Liebe Uta, danke, tolle Idee! Werd ich ausprobieren. Das Ganze hat ja schon was ritualisiertes... Vielleicht ist ja genau das die "sanfte Unterbrechung" die hilft... weil die zucker-Maus so viel empfindsamer ist als mein Rüpel

    Auch dir danke Waldläufer. Allerdings passt das leider weder auf Nala noch auf unsere Situation. Sie geht NIE nach vorne, würde NIEMALS beißen (sie versteckt sich dabei, wie gesagt). Nala bellt aus Angst, nicht aus schlechtem Sozialverhalten oder gar Aggression. Sie unterwirft sich bereits vor dem Verdacht einer Konfrontation SOFORT und orientiert sich unterwegs gut mit Blicken zu mir, entfernen ist nur drin, wenn DIego mitgeht (als "Nr. 2" traut sie sich mit ihm spielen zu gehen). Wäre das Gekläffe nicht, käm ich damit gut klar...
    Und Hunde dürfen bei mir grundsätzlich niemals vor mir laufen, weder mein eigener, noch andere - versteht sich doch eigentlich von selbst, nicht?

    Hab jetzt auch mal mit Frauchen gesprochen, die konnte bisher kein festes Muster herausarbeiten, wenn auch sie auf Männer und "ungewöhnliche Dinge" (z.B. Sackkarren, Trollies o.ä.) verstärkt reagiert (nachvollziehbar, wenn auch nicht duldbar). Sie hat bei sich allerdings den Vorteil, dass rundrum hauptsächlich Wiesen und Felder sind, dadurch sieht sie die "Bedrohung eher und kann Nala schneller zu sich rufen - und wenn "mensch" der schnellere ist und sie absitzen lässt funktionierts ja auch bei uns. Nur bei uns im dichten Wald ist die Situation leider unübersichtlicher und so manches Mal kommt jemand aus einem Waldweg herausgeschossen, den Nala vor mir sieht/hört/riecht. Naja. Wie schon gesagt: Ab Montag gehts ans austesten, was bei ihr anspringt. Ich denk, ich probier wirklich zuerst mal das "Abhauen und nicht verstecken lassen bei unerwünschtem Verhalten" aus... klingt für mich am erfolgversprechendsten

    Mein Hund hat mich schon sehr gut erzogen...

  9. #9
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    Thumbs up

    Moinmoin!

    Aaaalso, erster Test - Erfolgreich! Hab Nala heut schlichtweg daran gehindert, sich zum pöbeln hinter mir zu verstecken und siehe da: Sie hat den Schwanz eingekniffen, den Kopf eingezogen - aaaaber nicht gekläfft! Und dass trotz echt gruseligem großen Mann mit schwarzem Mantel! Mag sein, dass das zunächst die Überraschung war, weil ich nicht wie gewohnt "Schutzschild" für sie spielen wollte, aber es lässt mich doch hoffen, dass das für Nala tatsächlich der richtige Weg ist Als ein anderer Hund kam und sie sichtlich unsicher wurde, hab ich mich einfach aus dem Staub gemacht - der Hundehalter hält mich jetzt vermutlich für doof, weil ich einfach so wegflitze (ist ein ganz braver - also, der Hund der uns da entgegen gekommen ist, deswegen war ich mir auch sicher, dass der uns nicht nachgerannt kommt), aber es hat geklappt. Nala hat keinen Menschen zum Verstecken gefunden und musste nach einem Moment nachdenken wohl oder übel "mitflüchten". Ich hab sie dann mächtig gelobt, weil sie so "kommentarlos" nachgekommen ist und so "tapfer" war und sie war so stolz, dass sie beim nächsten Hund (witzigerweise die Hündin meiner Mutter) ganz vergessen hat, sich anzuspannen (Dafür hat meine Diego für einen Moment seine guten Manieren vergessen... aber das steht schließlich auf einem anderen Blatt ).

    Ach ja, einen Patzer hatten wir dann doch, war aber eindeutig "mein" Patzer: Diego ist mit Nala im Schlepptau für meinen Geschmack etwas zu weit weggeschnuffelt, darauf hin hab ich gemacht, was ich dann immer mach - ich hab mich versteckt. Bei Diego funktioniert das immer prima, ihm fällt dann plötzlich wieder ein, dass er ja kucken muss was ich mach, weil ich nicht einfach brav hinter ihm her laufe. Aber für Nala war das eine Katastrophe: Sie hat regelrecht Panik bekommen und sich kaum noch eingekriegt, deswegen darf ich grad nur noch in Hundebegleitung aufs Klo... Ein empfindsames Seelchen, die kleine Maus... Aber ich denk, in ein paar Tagen ist das wieder vergessen, wenn sie erstmal sieht, dass ich nicht heimlich durchs Klofenster klettere...

    Wir machen jetzt jedenfalls erstmal so weiter und ich halt euch am Laufenden, wie sichs entwickelt. Ansonsten arbeite ich mit Nala an der Zuverlässigkeit der Befehle sowie daran, dass ICH die Befehle auflöse und nicht SIE (das sind diese KLeinigkeiten, die mir wurscht waren, solang sie nur in den Ferien bei uns war - jetzt wo sie regelmäßig hier ist, erwarte ich einfach, dass sie auf den Auflöserbefehl wartet). Aber ich denk, das kriegen wir hin, schlau genug ist sie ja. Ist nur immer schwieriger, einem erwachenen Hund was abzugewöhnen, als einem Welpen etwas anzugewöhnen...

    Mein Hund hat mich schon sehr gut erzogen...

  10. #10
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    Das klingt doch wirklich sehr gut! Ich denk ihr seid da auf nem guten Weg
    Bin gespannt zu hören, wie Nala sich weiterhin macht
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    Demokrit

  11. #11
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    Hallo Moirah,
    ich meinte eigentlich nicht direkt "flüchten", sondern einfach kreuz und quer herumlaufen, damit der Hund keine Chance hat, hinter dir zu verschwinden, sondern sich auf dich konzentrieren muss und damit ansprechbar wird.

    In manchen Fällen kann ich bei meinem Hund das Gezeter auch vermeiden, indem ich den anderen Hundehalter schon von weitem anspreche, als würden wir uns schon ewig kennen. Meist entspannt sie dann schnell. Klappt aber nicht immer.
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

    Alina (*2008), Renée (2007-2018) und Artus (1996-2007)

  12. #12
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    Hi

    Ich würde bei so einem Hund wie Nala mich nicht verstecken oder weglaufen. Das könnte für sie aussehen, dass Du ebenfalls Angst hast und die hast Du nicht, sondern bist souverän und sicher bei Begegnungen aller Art

    Das sie bei Dir Schutz sucht, sehe ich positiv und nicht negativ. Jeder Hund ist anderst.

    Was Uta schreibt, habe ich auch gemacht bei Pöbelei (sofern das Gegenüber mitgespielt hat) einfach stehenbleiben, den Hund komplett ignorieren. Gerade bei einem unsicheren Hund ist jedes Anschauen, jede Anrede etc. eine Bestätigung für sein gerade zeigendes Verhalten.

    Ich würde einfach stehenbleiben und mit dem Gegenüber plaudern - von mir aus, sinnloses Zeug, Wetter, Auto kaputt. Und das alles in einem fröhlichem, aber ruhigen Ton. Dem Hund dadurch signalisieren: hier gibt es nicht, worüber man sich aufregen muss. Gib Euch auch Zeit - vielleicht dauert es einige Minuten, oder auch mehr Solange sie bellt, weiterhin ignorieren und auch keine Leckerlies geben. Sonst bestätigst Du ja damit ihr Bellen. Ich würde die Distanz zum Gegenüber auch nicht zu dicht machen, eher einige Meter auseinander. Die meisten fahren sich schneller runter, wenn eine gewisse Distanz eingehalten wird.

    Würde ich so mal versuchen.

    Susanne
    Für immer im Herzen
    Dennis,Duke und Frieda

  13. #13
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    Also, jetzt bin ich mal ne ganze Zeit nicht zum schreiben gekommen. Aber jetzt!

    Hat sich bisher gut bewährt, dass ich mich sobald Nala versucht sich zum Bellen hinter mir zu positionieren, ihr entziehe, indem ich einfach in die Gegenrichtung laufe. Das bringt sie aus der Rolle und ihr ist es dann wichtiger, aufzupassen, dass ich nicht verschwinde, als dass sie eine passende, sichere Position zum Pöbeln findet, worüber sie dann das pöbeln in den meisten Fällen einfach "vergisst". Einfach bellen lassen und abwarten, bis sie damit aufhört geht gar nicht - ich hab ja auch noch meinen Diego dabei - und wenn Nala ungestört pöbelt, fühlt er sich bemüßigt einzuschreiten, was mir ganz ehrlich einfach zu gefährlich ist, v.a. wenn die Nachbarshündin, die bei der Mittagsrunde auch dabei dann eventuell auch noch mitmacht. Aber das nur am Rande. Der eigene Hund steht schließlich immer noch an erster Stelle.
    Naja. Dadurch dass wir natürlich nur an einzelnen Tagen üben können, wenn sie grad bei mir ist, dauert es natürlich immer ein bisschen, bis ich sicher sagen kann, ob das Training auch langfristig Erfolg zeigt. Aber bisher schauts gut aus. Wenns was neues gibt, dann geb ich natürlich bescheid!

    Mein Hund hat mich schon sehr gut erzogen...

  14. #14
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    Hört sich aber doch mal nach einem erfolgreichen Vorgehen an

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