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Thema: So plötzlich und endgültig....

  1. #1
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    So plötzlich und endgültig....

    Am Montag Abend mußte ich dich gehen lassen, mein geliebter Findus, für immer......

    Alles ging so unglaublich schnell.
    Ich glaube noch immer, daß das alles nur ein böser Traum sein kann und ich jeden Moment aufwache, mit dir auf meinem Bauch, schnurrend.

    Noch drei Stunden zuvor schien alles in bester Ordnung zu sein.

    Als ich um 15 Uhr nach Hause kam, wartest du bereits an der Tür.
    Auf schnellstem Weg in die Küche, deine Mahlzeit hat jetzt oberste Priorität.

    Aber plötzlich war etwas anders, du wendest dich vom deinem Futter ab und gehst zur Haustür...
    Noch mache ich mir keine Gedanken, vielleicht einfach dein Geschäft draussen erledigen, war dir immer lieber als auf der Katzentoilette.
    Und dein Futter läuft ja nicht weg.

    Was Minuten später passiert ändert alles, nichts wird jemals wieder so sein wie zuvor.

    Ich höre dich von draussen laut miauen, sehr laut...schreien trifft es wohl besser.

    In Panik laufe ich zu dir, auf dem Boden liegend finde ich dich.
    Die Hinterläufe seitlich verdreht, die blanke Angst im Gesicht, deine Augen scheinen durch mich hindurch zu sehen.

    Trotzallem rappelst du dich hoch, humpelst erst am rechten Hinterbein, ziehst es dann nach, als wäre es taub.
    Du möchtest dich verstecken, ich rede mit dir in deinem Versteck, versuche ruhig zu bleiben....es klappt nicht, fühle mich so hilflos.

    Sehe dich leiden, kann nichts tun.
    Es zerreißt mit das Herz.

    Aber mit einem Mal scheint es, als erkennst du mich und kommst zu mir, trotz der Schmerzen.
    Wir gehen zusammen nach drinnen ins Warme, ganz langsam.
    Ich erschrecke als ich sehe das nun beide Hinterbeine nicht mehr zu funktionieren scheinen.
    Was ist hier bloß los, frage ich mich....
    Du amtest schwer, bekommst kaum Luft, dein Miauen ist herzzerreißend.

    Ich sehe auf die Uhr, 15.45, nur noch kurz dann öffnet der Tierarzt.

    Die Zeit scheint stillzustehen, ich greife zum Telefon....sage etwas wie "Notfall, kann nicht laufen, atmet schwer, unendliche Schmerzen.
    Die Stimme am anderen Ende sagt, ich schaue mal...kommen sie so um 18 Uhr.
    Ich sage, nein...nicht 18 Uhr, sondern sofort...

    Wo ist die Transportbox, Autoschlüssel.....scheine völlig neben mir zu stehen.
    Habe Angst dich hochzuheben, den Schmerz noch zu verschlimmern.
    Du möchtest nicht in diese böse Box, aber es muß sein.

    Lange Minuten bis zur Praxis, kein Betrieb, frage mich: "warum 18 Uhr?". Werde etwas ärgerlich.
    Muß kurz im Wartezimmer ausharren. Der Arzt kommt, untersucht dich.

    Blut zirkuliert noch in den Hinterbeinen, leichte Untertemperatur, Atemnot...das kommt vom Herz.
    Ich verstehe nur "Bahnhof".
    Wie vom Herz ?, frage ich.
    Der Arzt entschuldigt sich und erklärt es mir, zumindest versucht er es.
    Habe nur Augen für dich, halte dein Köpfchen, rede mit dir...

    Höre Dinge wie Herzschwäche, Thrombose, Wasser in der Lunge, Atemnot, Lähmung der Hinterbeine.

    Aber er macht uns Mut, sieht nicht so schlimm aus.
    Blutverdünner, Schmerzmittel um deinen Zustand zu stabilisieren.
    Er schlägt vor, dich dort zu behalten um dir eine erneute Fahrt zu ersparen.
    Morgen früh möchte er dann ein Herzultraschall machen.

    Ich lasse dich alleine, bin aber guter Dinge nach seinen Aussagen.
    Ist ja nur kurz. Morgen hole ich dich nach Hause, so denke ich.

    Hätte ich da schon geahnt was kommen sollte.
    Das werde ich mir niemals verzeihen können....

    Kaum zu Hause angekommen klingelt das Telefon.
    Dein Zustand hat sich verschlechert, der Arzt fürchtet, das du die Nacht nicht überstehst.

    Mir wird ganz flau im Magen, kann nicht klar denken.
    Das darf nicht sein!!!
    Muß mit jemandem reden, nur ganz kurz, Telefon, 3 Minuten...
    Sitze im Wagen, gleich bin ich bei dir mein Schatz...
    Das Handy klingelt, oh nein, ich schreie.
    Akute Atemnot, keine Zeit mehr...
    Ich trete aufs Gas........................... .............................. ...........


    Und bin zu spät.......


    Die Welt ist so leer ohne dich.
    Alles erscheint so sinnlos.
    Du bist das Wichtigste in meinem Leben und in deiner schwersten Stunde war ich nicht da.

    Es tut mir unendlich leid, mein liebster Findus.

    Bitte verzeih mir!

  2. #2
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    178
    Dein Verlust tut mir unendlich leid. In Deinem Bericht kann man von der Liebe lesen, die zwischen Dir und Findus war. Er wird wissen, dass da ein Platz in Dir nur ihm gehört.

  3. #3
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    Es tut mir sehr leid man fühlt sich so hilflos und leer fühl dich gedrückt

  4. #4
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    Es tut mir so leid, es ist schrecklich das zu erleben, wir alle hier können dir das in irgendeiner Form nachfühlen
    Du hast alles getan, was du in dieser schwierigen Situation tun konntest, und er weiß sicher, dass du ihn nicht alleine lassen wolltest. Du konntest nicht mehr tun.
    Ich wünsche dir, dass du den Schmerz los werden kannst, erzähl hier oder wo immer du das kannst, und lass dir von niemandem sagen"Es war doch nur eine katze" Wir alle hier wissen, dass das nicht stimmt.

    Liebe Grüße von Tanja mit Gladdys, Emma, Ascha, Eddie und Bella.
    *Rufus* tief im Herzen


    Es gibt nur zwei Möglichkeiten vor dem Elend des Lebens zu flüchten, Musik und Katzen.

    (Albert Schweizer)

  5. #5
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  6. #6
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    Faiden Es tut mir sehr leid und wie Tanja schon sagte, für uns alle hier sind unsere Tiere Familienmitglieder, es schmerzt uns tief wenn wir sie verlieren, wir trauern tief um sie und der Verlust bricht uns das Herz.

    Mach dir bitte keine Vorwürfe, dass du nicht bei ihm warst.

    Wir sind keine Ärzte und verlassen uns in solch einer Situation, in der wir ohnehin komplett neben uns stehen auf die Aussage des Fachmanns.

    Wie hättest du ahnen können was passiert? Es wurde dir Mut gemacht und du konntest nicht wissen, dass dein Findus dich so schnell verlassen würde.

    Du hast dir nichts zu verzeihen denn du hast nichts falsch gemacht.

    Du hast ihn über alles geliebt und würdest alles darum geben es ungeschehen machen zu können.

    Wenn unser geliebtes Tier über die Regenbogenbrücke geht wollen wir es zunächst nicht wahr haben und die Lücke, die es hinterlässt ist tief.

    Du wirst es jetzt noch nicht glauben aber irgendwann wird der Schmerz nachlassen und all die schönen Erinnerungen an eure gemeinsame Zeit werden überwiegen.

    Ich wünsche dir bis dahin viel Kraft und nehme dich einfach mal fest in den Arm damit du dich ausweinen kannst.

  7. #7
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    Das ist eine ganz traurige Geschichte um deinen geliebten Findus
    Es tut mir sehr leid, dass euch das passiert ist und mit Worten sicher nur schwer zu formulieren aber du hast dich sehr bemüht und uns mit deinen Zeilen berührt

    Ich kann etwas nachempfinden, wie schwer deine Gefühle nun auf dir Lasten mögen, auch ich habe mit meinem Herzkater eine ähnliche Situation erleben müssen, doch bei uns war es ein Unfall doch plötzlich ist kein Leben mehr da, man ist machtlos und es ist einfach nicht fair

    Auch wenn du dir Vorwürfe machst, die Zeit kann man leider nicht zurück drehen
    Wir alle, die eine geliebte Regenbogenkatze verlieren haben, haben sicherlich diese Gedanken durchgemacht und wir können dir versichern, dass du nicht falsch gehandelt hast oder nicht richtig reagiert hast Findus durfte deine Fürsorge und deine Liebe spüren, bis zuletzt

    Ich wünsche mir sehr für dich, dass du ihm eine ganz besonders schöne Ruhestätte geben kannst. Du bist hier willkommen, wir fühlen mit dir.

    Run free, kleiner Findus
    "Schnurren: Der Katzenmotor.
    Der Kraftstoff: Liebe!
    "
    (Frank Wisniewski)
    -Mit Schröderchen und seiner Schwester Frieda im Herzen-
    Mit Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Charly
    grüßt euch Minchen-

  8. #8
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    Faiden,

    es tut mir sehr leid, dass Findus gehen musste. Leider macht das Schicksal auch vor unseren Flauschis nicht halt. Und ich habe den Eindruck, dass immer die ganz lieben und über alles geliebten Flauschis gehen müssen.
    Bitte mache Dir keine Vorwürfe, dass Du nicht bei ihm warst, als er über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Wir können immer nur das tut, was wir im Augenblick für das beste halten.
    Wir haben seit 1991 eigene Katzen. Von fünf Katzen, die in der Zeit über die Regenbogenbrücke gegangen sind, war ich nur bei einer dabei, als sie die letzte Reise antrat. Ich kenne den Schmerz nur zu gut.

    Wie alt war Dein Findus?

    Dein Findus spielt jetzt bestimmt im Regenbogenland mit meinem Findus.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  9. #9
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    Ich danke euch für die lieben tröstenden Worte.
    Immerwieder kommen mir beim Lesen dieser Zeilen die Tränen

    Wird es irgendwann besser?
    Ich vermisse ihn so unendlich....

    Man denkt, das man noch soviel Zeit zusammen hat.
    Aber leider war uns nur ein Jahr vergönnt seit Findus aus dem Tierheim aus und in mein Herz eingezogen ist.
    Er wäre im Mai erst zwölf Jahre alt geworden...

    Und es war genau wie ich zuvor schon häufiger gelesen, aber nicht glauben konnte.
    Nicht der Mensch sucht die Katze aus.....
    Ich danke dir, Findus, das du mich gewählt hast!

    Heute frage ich mich, ob ich mich die letzten Tage richtig verhalten habe.
    Hinweise und Warnzeichen nicht oder falsch gedeutet habe.

    Bereue jede nicht genutzte Minute, jedes "Nein", all die Dinge, die mir vielleicht gerade wichtiger erschienen....
    Und nun ist alles zu spät.

    Als wäre ein grosser Teil von mir am Montag auch gestorben.

  10. #10
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    Faiden

    Eine liebe Forine hat einmal diesen Trauerspruch für jemanden eingestellt der wie du gerade einen großen Verlust erlitten hatte.

    Ich fand ihn so schön und möchte ihn dir jetzt schicken:


    "Als heute noch gestern war, begaben sich die Engel auf die Reise, um Dein und mein Herz zu tragen.
    Deines trugen sie gen Himmel, in das ewig liebende Licht und meines hielten sie, damit es nicht zerbricht!"

    (von Petra Franziska Killinger)

    Es ist traurig, dass euch nur ein gemeinsames Jahr vergönnt war aber für Findus war es das große Los.

    Er durfte aus dem Tierheim zu dir in ein schönes Zuhause ziehen und wurde über alles geliebt.

    Was konnte ihm Schöneres widerfahren?

    Du fragst, ob es irgendwann besser wird.

    Ja es wird besser, das kann ich dir versichern. Nimm dir die Zeit zu trauern und weine um deinen geliebten Freund, denn die Tränen helfen, sie spülen ganz langsam den großen Schmerz aus deinem Herzen und schaffen Platz für die schönen Erinnerungen an deinen Findus denn er wird für immer in deinem Herzen sein.

    Ich weiß nicht, ob du den folgenden Text kennst und du wirst jetzt auch noch nichts davon wissen wollen, aber vielleicht..... irgendwann...... bist du bereit


    Testament einer Katze

    Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament,
    um ihr Heim und alles was sie haben, denen zu hinterlassen die sie lieben.

    Ich würde auch solch ein Testament machen, wenn ich schreiben könnte.

    Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner,
    würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,
    meinen Napf, mein kuscheliges Bett, mein weiches Kissen, mein Spielzeug
    und den so geliebten Schoß, die sanft streichelnde Hand, die liebevolle Stimme,
    den Platz den ich in jemandes Herzen hatte,
    die Liebe, die mir zu guter Letzt zu einem friedlichen
    und schmerzfreien Ende helfen wird, gehalten im liebenden Arm.

    Wenn ich einmal sterbe, dann sag bitte nicht:
    "Nie wieder werde ich ein Tier haben, der Verlust tut viel zu weh."

    Such Dir eine einsame, ungeliebte Katze aus und gib ihr meinen Platz.
    Das ist mein Erbe.

    Die Liebe, die ich zurücklasse ist alles, was ich geben kann.

    (Margaret Trowton)

    Alles Gute für dich, ich drück dich

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