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Thema: Zickenkrieg

  1. #1
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    Zickenkrieg

    Hallo Miteinander,

    ich habe mich heute mal ein bisschen durch das Forum gelesen und gedacht, eine Anmeldung kann ja mal nicht schaden

    Vielleicht könnt Ihr mir auch ein bisschen helfen. Mein Mann und ich hatten etwa 10 Jahre lang eine Katze und nachdem diese an Nierenversagen verstorben ist, haben wir uns gedacht, wir holen uns 2 neue kleine Fellnasen, damit sie nicht so allein sind.
    Anfangs sah es ganz einfach aus: Auf den nächsten Bauernhof; ein Geschwisterpaar sollte es sein. Wir dachten uns, mit Kater & Katze kann man nicht viel falsch machen.

    Wir bekamen die Kleinen dann auch bald, aber wir hatten 2 völlig verstörte Katzen.
    Innerhalb der ersten 10 Tage, haben wir sie weder gesehen noch gehört. Wir hatten Ihnen im Wohnzimmer alles eingerichtet und die Tür immer geschlossen gehalten, dass Sie sich langsam eingewöhnen können. Ich habe viel Zeit auf dem Boden verbracht, wir haben uns viel und lange dort ruhig unterhalten oder ein Buch vorgelesen. Nach 2 Wochen kam Nr. 1 (Lilly) langsam auf uns zu, nach 3 Wochen und einem erfolgreichen 'Milchschaum-Bestechungsversuch' durften wir auch Nr. 2 (Momo) genießen, nach 4 Wochen hatten wir 2 Schmusekatzen
    Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass wir die Katzen viel zu jung erhalten haben: Statt der uns zugesagten 12 Wochen, waren sie erst 8 Wochen alt.
    Sie wurden anscheinend auch viel von Kindern durch die Gegend gejagt und es hat auch eine ganze Weile gedauert, bis sie die Angst vor unserem Besen verloren haben. Ich möchte eigentlich gar nicht so genau wissen, was den beiden so passiert ist.
    Nach dem 1. TA Besuch stellte sich dann heraus, dass unserer Kater ebenfalls eine Katze ist.
    Die ersten Monate war alles Friede, Freude, Eierkuchen. Die beiden waren ein Herz und eine Seele. Nach 6 Wochen Wohnungsleben haben wir die Katzenklappe geöffnet und die beiden Süßen können seitdem ihr Leben drinnen wie draußen genießen.
    Natürlich haben wir gleich für den 6. Monat einen Termin für die Kastration ausgemacht, hier laufen eine Menge Kater rum.
    Bei Lilly hat das auch gut geklappt, Momo konnte den Termin nicht mehr wahrnehmen. Unser 'ehemaliger Kater' war im 5. Lebensmonat selber trächtig
    So kam es, dass wir am 18. November 2014 vier weitere kleine Kätzchen hatten.
    In der Zeit der Trächtigkeit fing dann auch der Ärger an. Lilly war vorher der eher dominante Part, aber mit zunehmender Schwangerschaft hat sich Momo nicht mehr alles gefallen lassen.
    Als die Kitten dann geboren wurden, war Lilly gar nicht mehr froh. Momo hat sich eine Wurfkiste hinter dem Wohnzimmersofa ausgesucht, Lilly hat ihre Zeit drinnen ab dann fast nur noch im Büro verbracht. Wir haben immer darauf geachtet, Ihr viel Aufmerksamkeit und Zeit zu schenken, aber es hat nicht viel gebracht. Sie war immer weniger drinnen und oft sehr zickig.
    In dem Moment, als die Kleinen dann so mobil waren, auch das Brett in der Wohnzimmertür zu überspringen, war nichts mehr sicher.
    Wir haben Lilly nur noch zum Fressen gesehen.
    Nach 11-12 Wochen haben wir uns sehr schweren Herzens von den Kleinen getrennt, Ihnen gute, neue Dosi's vermittelt und Momo sofort kastrieren lassen.
    Leider verstehen sich die Schwestern immer noch nicht. Momo ist viel drinnen und ums Haus rum, Lilly wohnt draussen. Wenn sich die beiden begegnen, z.B. wenn Lilly zum Fressen reinkommt, ist nach wie vor Stress angesagt. Oft jagt Lilly Momo raus oder knurrt und faucht so lange, bis sie 'freiwillig' geht.
    Auch beim Fressen knurrt Lilly viel, oder faucht, wenn man nur an Ihr vorbei geht. Sie hat noch nie die Krallen gegen uns ausgefahren oder gebissen oder so, Sie äußert Ihr Unbehagen immer nur verbal.
    Seitdem es ein paar Tage im Januar so richtig kalt war, ist Lilly tatsächlich rein gekommen um sich aufzuwärmen. Wir haben sie natürlich ermutigt, sich zu uns zu gesellen und inzwischen kommt sie fast jeden Abend rein und lässt sich sogar auf meinem Schoß nieder um sich kraulen zu lassen. Es ist manchmal schwierig, das richtig einzuschätzen, da sie nach wie vor viel knurrt. Sobald sie damit anfängt, nehme ich natürlich die Hand weg, bis sie wieder kommt und mich anstupst. Dann gibts mehr.
    Manchmal 'darf' Momo mit im selben Raum sein, aber so, dass die beiden sich nicht sehen. Wir versuchen natürlich immer, beide zu ermutigen ins Wohnzimmer zu kommen. Momo liegt dann meistens auf der Fensterbank hinter der Gardine, während Lilly auf dem Sofa liegt.
    Das geht in den letzten Wochen meist für 1-3 Stunden gut, bis sich halt Momo regt um raus zu gehen oder was zu fressen oder so. Dann geht das geknurre und gefauche von Lilly wieder los, Momo knurrt dann entweder zurück, oder ergreift sofort die Flucht.

    Ich würde mir wünschen, dass sich die beiden wieder verstehen. Auch Lilly soll ein zu Hause haben, in dem sie sich wohl fühlt und wo sie sich auch aufhalten kann. Ich hatte überlegt, ob da wohl dieses Feliway helfen könnte? Macht das Sinn? Hat da jmd. Erfahrung? Bei den Bewertungen für das Produkt habe ich gesehen, dass einige geschrieben haben, dass alles gut ist, solange sie das Produkt nutzen, aber sobald es ausgeht, geht der Trouble wieder los. Ist das immer so? Ich möchte eigntlich nicht die nächsten 10 Jahre das Zeug in die Bude 'duften' lassen.
    Hat noch jmd Tips, was wir mit den beiden machen können?

    Sorry, für den langen Beitrag, aber ich wollte den Hintergrund genauer schildern....
    „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
    Albert Einstein

  2. #2
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    1.971
    Hallo, schönen guten Abend
    Erstmal vielen lieben Dank, für die ausführliche Beschreibung eurer Situation
    Wie man aus deinen Zeilen rauslesen kann, habt ihr euch bislang immer sehr bemüht, dass die Harmonie bei euch zu Hause
    gewahrt wird und jeder der beiden Katzen genug Aufmerksamkeit bekommt.

    Beide Katzen brauchen positive Erlebnisse miteinander - damit sie wieder erspüren dürfen: *Hey, die andere ist doch ziemlich in Ordnung!"
    Gemeinsame Spiele habt ihr sicher schon ausprobiert, nicht wahr?
    Wie sieht es aus, wenn ihr beide getrennt voneinander bespaßt/bespielt/geistig auslastet? Ist da die Toleranzgrenze höher oder eher niedriger?
    Hat jede von beiden einen Ruheplatz, den sie gerne aufsucht und sich zurückziehen kann?
    Wie ist draußen das Verhalten der beiden Miezen zueinander, also wenn beide zusammen im Freigang sind?

    Es gibt Zylkène, ich weiss nicht, ob dir das was sagt?
    Zylkène soll unterstützend wirken, um sich anstrengenden und stressigen Situationen leichter anpassen können.
    Vielleicht kannst du dir ja im Netz mal die offizielle Internetseite von Zylkéne anschauen, um beurteilen zu können, ob das für deine Katzen in
    Frage kommen könnte. Sicher kannst du auch mal Feliway ausprobieren, warum auch nicht

    Auf die anfängliche Geschlechtsverwechslung mit anschließender Schwangerschaft gehe ich jetzt einfach mal nicht näher ein Bewerten möchte
    ich das schon mal gleich gar nicht, aber sehr aufmerksam von dir, dass du uns das hier erzählst
    Es ist jetzt ja relevant, dass sich die beiden Damen tolerieren und in Frieden miteinander umgehen können.

    Ich drück auf jeden Fall die Daumen einmal für Momo und für Lilly
    "Schnurren: Der Katzenmotor.
    Der Kraftstoff: Liebe!
    "
    (Frank Wisniewski)
    -Mit Schröderchen und seiner Schwester Frieda im Herzen-
    Mit Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Charly
    grüßt euch Minchen-

  3. #3
    Registriert seit
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    katzen haben ein elefantengedächtnis: für lilly ist momo immer noch die trächtige und die mit den kleinen nervensägen.
    inzwischen haben sich die beiden jede menge kränkungen zugefügt - katzenfrau vergißt nicht
    das zusammenleben der beiden - so es überhaupt je wieder funktionieren wird - muss man von grund auf neu aufbauen, dazu würde zunächst die strikte trennung der beiden katzen gehören. über wochen.

  4. #4
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    Hallo,
    Sorry, das es hier so lange gedauert hat. Erst hat mich ein grippaler Infekt darnieder gestreckt und dann wurden wir der Zivilisation entrissen: Wir waren offline
    In einem Raum beide bespielen geht gar nicht. Sobald sie sich sehen, sind sie kaum noch voneinander abzulenken. Wenn Lilly müde ist, knurrt und faucht sie nur vor sich hin, wenn nicht, gibt es ein großes 'durch die Bude jagen', bis eine durch die Katzenklappe der Sache aus dem Weg geht.
    Inzwischen ist es so, dass wir fast jeden Abend gemeinsam in einem Raum verbringen. Momo auf dem Fensterbrett hinter der Gardine und Lilly gesellt sich zu uns aufs Sofa. Solange Momo oder wir uns nicht rühren ist alles in Ordnung.
    Wenn wir ins Bett gehen, trollt sich Lilly in die Nacht hinaus bis zum füttern morgens und dann wieder bis zum Abend.
    Leider Hat Lilly alle ihre geliebten Plätze aufgegeben. Sie geht einfach nicht mehr hin. Es sind genug Räume da um sich zurückzuziehen, aber sie tut es nicht. Wenn ihr was nicht passt, verschwindet sie gleich nach draußen.

    Ich befürchte Carlo hat recht und man müsste sie für eine Weile trennen. Das ist hier aber leider nicht möglich ohne eine der beiden einzusperren. Ich glaube nicht, dass das gut ist. Weder für uns, noch für die Wohnung noch für die Katze.
    Momentan habe ich die leise Hoffnung, dass sich das mit der aktuellen Abendsituation ausbaut. Mit viel Zeit und Geduld. Mal sehen. Schade, dass es kein 'Finger-schnippst-Patentrezept' für nur schnelle Lösung gibt.
    Danke für die Ideen
    „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
    Albert Einstein

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