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Thema: 2 Schäferhunde kämpfen

  1. #1
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    2 Schäferhunde kämpfen

    Hallo liebe Tierfreunde!

    Die Situation ist wie folgt:
    ich besitze 2 deutsche Schäferhunde, welche beide in meinem Hof gehalten werden. Sie sind 2,5 Jahre alt und Rüden. Von klein auf sind sie schon zusammen. Sie heißen Max und Sam.

    Max ist eigentlich das klare Alphatier. Jedoch versucht Sam immer wieder, das auf die Probe zu stellen. Zb indem er Max öfters von hinten in den Nacken "zwickt" also ganz leicht hinbeisst.

    Desöfteren ist es schon zu Kämpfen gekommen. Meistens nur, wenn ich gerade bei ihnen bin. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie nur kämpfen, wenn ich dabei bin. Zumindest hätte ich nie bemerkt, dass sich in meiner Abwesenheit Kämpfe ereignet hätten.

    Meistens ist es so: ich geh zu den Hunden, beide kommen gleich her. Max ist das Alphatier, und somit versucht er mich mehr "zu beanspruchen". Er will also primär gestreichelt werden, es passt ihm gar nicht, wenn Sam auch dazu kommt und ebenfalls gestreichelt werden will. Max knurrt Sam dann an, und Sam ist sich extrem unsicher. Manchmal trotzt er dem Alphatier Max und bleibt trotzdem bei mir und lässt sich streicheln, manchmal geht er vorsichtshalber weg.
    Meine 1. Frage: wie soll ich da reagieren? Soll ich Max in seiner Alphatierrolle fördern und primär ihn streicheln, Sam dann etwas später und weniger? Oder soll ich Max zeign, dass nicht er der Chef ist, sondern ich?

    Wobei sich diese Frage eh fast von selbst beantwortet, denn der Grund warum ich schreibe: heute haben sich die 2 einen erbitterten Kampf geliefert. Ich war bei ihnen im Hof. Hab zunächst Max gestreichelt, da der seinen Platz behauptet hat. Sam ist dann immer wieder inzwischen und wollte auch Streicheleinheiten, was Max überhaupt nicht passte und er hat geknurrt. Dann haben sich beide von mir abgewandt und sind im Hof herumgerannt. Nach einer weile hat Sam (das nicht-alphatier) angefangen im Hof Löcher zu graben und hat dabei herumgebellt. Das macht er öfters (vl um darauf hinzuweisen dass es ihm nicht passt dass Max "mehr gestreichelt wird"???)
    Nun ja, dem Max (Alphatier) passt das gar nicht, wenn Sam herumgräbt und er wurde noch wütender. Er ist zu Sam gegangen und hat ihn mit aufgestellten Haaren und Ohren drohend umkreist und dabei geknurrt. Das ging dann ne weile, bis sie aufeinander losgegangen sind (bereits vorher hat Max Sam leicht in den Hals gezwickt)
    Dann: ein wahnsinniger Kampf. Die beiden haben wie wild aufeinander eingebissen, so schlimm war es noch nie. Es war ohne Rücksicht auf Verluste, wirlich schlimm. Ich konnte mir erst garned helfen, hab sie mit wasser besprüht, das half nix. ich bekam sie nicht auseinander. schließlich ist zum glück mein opa gekommen, der musste dann mit einer schaufel (!!) zwischen die beiden reinhaun dass sie auseinander gebracht werden, aber ein paar mal musste er das tun.
    Dann warn sie erst mal auseinander, Sam hat man angemerkt dass er schnell weg will und er hat sich etwas entfernt. Max (Alphatier) jedoch war nicht zu beruhigen und ist ihm wie in einem Blutrausch nochmal hinterher und wollte auf ihn losgehn. Nur mit Müh und Not (Max hat sogar meinen Opa angeknurrt) konnten wir dann Max jetzt vorübergehend in den Zwinger sperren, Sam ist im Hof. Beide haben leichte Verletzungen am Fuß, zum Glück haben sie in der Halsgegend ein dickes Fell...
    Das war auf jeden Fall ein sehr schlimmes Erlebnis zu sehen mit welcher Brutalität die versucht haben sich gegenseitig umzubringen...

    Also wahrscheinlich war es eine Art Machtkampf.. ich weiss es aber nicht, weil ich glaube Max (der von Natur aus nie aufgibt) hätte Sam umgebracht.

    Ich bin jetzt echt unsicher wie es weitergehen soll.
    Max ist in dieser Hinsicht einfach unberechenbar (aber nur gegenüber Sam, sonst ist er ein sehr gutmütiger Hund) und ich habe einfach Angst um Sam. Und auch Mitleid, denn Sam muss ja Todesangst vor Max haben.

    Auch wenn sie (was ich weiß) nur in meiner Anwesenheit raufen, hab ich doch die große Angst, dass ein Hund den anderen zerbeißt und ich ihm nicht helfen kann.


    wäre kastration eines (oder beider Hunde?) eine Möglichkeit? Gäbe es negative Seiten?

    Soll ich einfach die Alphastellung von Max versuchen zu untersteichen?

    Wie kann man generell die Situation beruhigen?

    Was meint ihr überhaupt über den von mir geschilderten Sachverhalt?


    Freue mich über jede Antwort!

    Grüße

  2. #2
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    Zusatzinfo: Beiden leben wie gesagt in meinem Hof (Hof von meinem Opa, ich wohne daneben)
    Gefüttert werden sie gleichzeitig, jedoch werden die Futternäpfe mit ausreichendem Abstand aufgestellt.
    Wasser bekommen sie in einem gemeinsamen Eimer (Problem??)

    Schlafen: wir haben 2 Ställe im Hof. einen kleinen, einen größeren. im kleinen sind sie als jungtiere immer gelegen. Jetzt ist er zu klein für 2 Hunde (nicht von der größe, aber man merkt, sie dulden sich nicht gleichzeitig da drin). Diesen kleinen Stall beansprucht Sam (nichtalphatier). Max "muss" daher immer etwas weiter hinten in den größeren Stall zum schlafen.

  3. #3
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    Hallo Johannes,

    eine Frage: Sind die zwei nur auf dem Hof, oder dürfen die auch mal raus aus dem Grundstück? Werden sie beschäftigt (Training, Suchspiele, Intelligenzspiele, ...)? Ohne jetzt ein vorschnelles Urteil fällen zu wollen: Womöglich sind sie nur gelangweilt, und da hat sich über lange Zeit Frust angestaut? Dass der jüngere immer mal wieder zeckt und seine Grenzen austestet, ist normal, aber wenn beide schlicht zu viel Energie übrig haben, wird aus dem Gezecke schnell ein richtiger Krach.

    Eine Kastration beider Rüden käme wohl in Betracht, um zu verhindern, dass das Testosteron überquillt. Außerdem nimmst du damit beiden Hunden viel Stress ab, wenn in der Nähe eine Hündin heiß wird und die armen Kerle nicht mehr wissen, wohin mit sich vor lauter Sehnsucht. Wenn nur der jüngere kastriert wird, nimmt der ältere ihn vielleicht nicht mehr so als Konkurrenz wahr, aber das ist Spekulation. Jeder Hund reagiert auf die Kastration anders, manche verändern sich kaum, andere werden zu eher behäbigen "die Welt kann mich mal"-Typen.

    Im Übrigen würde ich es nicht dulden, dass einer der Hunde mehr "Anspruch" auf dich erhebt als der andere. Du bist der Rudelchef, d.h. du verteilst die Ressourcen - auch die Streicheleinheiten. Wer wann und wie lange gekrault wird, bestimmst ausschließlich du.

    Ich selbst hab zwei Mädels, Mutter und Tochter, beide mittlerweile kastriert. Früher hatten die das auch drauf, sich urplötzlich zu prügeln, als wollten sie sich gegenseitig ans Leben (damals ging es vor allem um einen Quietschball). Ganz besonders, wenn eine von beide heiß wurde. Seit der Kastration gehen sie entspannt miteinander um, drängeln sich aber gern noch gegenseitig weg, wenn es ums Streicheln geht. Wenn ich mich zum Kraulen hinhocke, kriegt deswegen die Kleine sofort ein "Warte"-Kommando. Das haben wir den beiden antrainiert, in erster Linie im Zusammenhang mit dem Futter ("Du gehst da erst ran, wenn ich "Okay" sage, und rennst mich nicht über den Haufen, sobald die Futterschüssel da steht.") Dann wird zuerst die Große kurz gekrault, dann gibt es ein "Okay" für die Kleine, die dazukommt, und die Große muss "warten". Sobald eine von beiden anfängt zu drängeln, stehe ich auf und gehe kommentarlos weg.

    Für uns funktioniert das wirklich gut. Ob das mit zwei (unkastrierten oder kastrierten) Rüden auch so klappen würde, weiß ich natürlich nicht.
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

    Alina (*2008), Renée (2007-2018) und Artus (1996-2007)

  4. #4
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    Mit Rüden kenne ich mich nicht so aus, aber die zwei Rhodesian Ridgeback-Mädels meiner Mutter waren nach der Kastra auch sehr viel verträglicher untereinander. Wär 'ne Überlegung wert

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