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Thema: Diabetes und Kastration bei Hündin - Erfahrungsberichte und Infos gesucht!

  1. #1
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    Diabetes und Kastration bei Hündin - Erfahrungsberichte und Infos gesucht!

    Hallo zusammen!

    Vorab: Ich stelle diese Frage nicht meinen eigenen Hund betreffend, sondern für meine Mutter und ihre Hündin.

    Bei der Border Collie Hündin meiner Mutter (Ronja, 12 Jahre - also, die Hündin...) wurde schon vor einigen Jahren Diabetes festgestellt. Sie wurde mit Insulin eingestellt, zusätzlich bekommt sie Spezialfutter vom medizinischen Versand. Außerdem gibt meine Mutter ihr verschriebene Schmerztabletten, weil Sie eine angeborene Rückenmarksverwachsung hat, die ihr mit zunehmendem Alter mehr Probleme macht. Und die Diabetes bringt die übliche Linsentrübung mit sich.

    Jedes Mal um die Läufigkeit herum steigen die Zuckerwerte merklich an, Ronja geht es dann manchmal sehr schlecht. Nachdem unsere Tierärztin zuletzt im Urlaub war, ist meine Mutter mit Ronja zu einem anderen Tierarzt. Der meinte, weshalb die Hündin nicht Kastriert sei, weil nach einer Kastration doch hormonell bedingter Zucker in den meisten Fällen vollständig verschwindet - und dass er hormonell bedingt wäre, würde man ja daran sehen, dass er bei der Läufigkeit ansteigt.

    Unsere reguläre Tierärztin zuckt mit den Schultern, sagt "Jaa, kann schon sein, dass die Spitzen dann wegfallen..." Aber ansonsten wäre ihr das nicht näher bekannt. Nun kommen wir aus dem Grübeln nicht mehr raus: Natürlich wäre das toll, wenn der Zucker durch eine Kastration verschwinden würde - aber ob er das wirklich tut, dazu finden wir weder Studien noch ähnliches, lediglich die Aussage des einen Tierarztes.

    Nun ist eine Kastration ja ein operativer Eingriff, der Betäubung bedarf - und Ronja ist schließlich schon 12 Jahre alt und durch ihre ganzen Zipperchen nicht im besten gesundheitlichen Zustand, das Herz allerdings ist stark und stabil. Jetzt grübeln wir, ob wir den EIngriff wagen sollen, ob Chancen auf Erfolg (also: Besserung der Zuckerwerte) bestehen oder ob wir damit einfach nur einer alten Hündin eine unnötige Strapaze antun würden.

    Hat irgendwer Erfahrungen mit dem Thema oder weiterführende Informationen dazu, wie sich eine Kastration auf Diabetes auswirkt?

    Vielen Dank an alle, die sich die Zeit genommen haben, den Text zu lesen - für Antworten sind wir wirklich dankbar!

  2. #2
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    Hallo Moirah
    Nur mal so rein Interessehalber :
    Aus welchem Grunde ist die Hündin deiner Mama bislang nicht kastriert worden?

    Ich bin selbst seit meiner Kindheit Diabetikerin und kann aus meiner eigenen Erfahrung bestätigen, dass sich der weibliche Zyklus auf die Blutzuckerwerte auswirkt und somit den Insulinbedarf beeinflusst - daher kann ich mir gut vorstellen, dass das bei diabetischen Tieren mit Sicherheit ähnlich abläuft.

    Ich persönlich, aus meiner Warte heraus, kann mir nicht vorstellen, dass durch eine Kastration der Diabetes bzw. das Spritzen-müssen komplett wegfällt oder sie dadurch von ihrer chronischen Erkrankung geheilt werden kann.
    Die Ursache der Diabeteserkrankung ist ja ein anderer
    Mit großer Sicherheit wird sich ihr Insulinbedarf ändern, daran glaub ich gern.

    Ich nehme zur Verhütung die Pille - ich weiß nicht, wie ihr dazu steht, aber evtl. wäre das mal einen Versuch bei der Hündin wert. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie mit ihren Blutzuckerschwankungen stabileren werden könnte, da der Hormonhaushalt nicht mehr so unkontrolliert durcheinander geraten würde

    Wäre total schön für alle hier, wenn du dich im Vorstellungsthread vorstellen würdest

    Liebe Grüße!
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    grüßt euch Minchen-

  3. #3
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    Ich denke das ist echt eine schwere Entscheidung , hab da auch noch nichts drüber gehört jetzt einfach mal draus los gegoogelt und mehrere Seiten gefunden

    http://www.pfotenleser.de/titelform/...m-hund/huendin

    http://zuckerhunde.de/diabetes/behandlung/

    https://de.wikipedia.org/wiki/Caniner_Diabetes_mellitus

    einhellige Meinung - die Hündin sollte kastriert werden, warum das eure TA nicht weiss , wusste finde ich schon ein wenig "merkwürdig" , sie ist zumindest schlecht informiert.

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  4. #4
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    Der Zucker wurde erst Diagnostiziert, als sie schon 10 war. Davor hat sich das Problem mit der Kastration nicht gestellt, weil ihre Läufigkeit immer unproblematisch war und Sie von sich aus keine Rüden zugelassen hat (nicht mal in der heißen Phase). Nach der Diagnose hat der Tierarzt schlichtweg nicht darauf hingewiesen - und als Laie kommt man da auch nicht von allein drauf. Um genau zu sein: Der erste Tierarzt riet schlichtweg dazu, die Hündin einzuschläfern, was meine Mutter empört abgelehnt hat und Tierarzt gewechselt hat. Aber auch da: Kein Wort von Kastration. Und jetzt ist Ronja halt schon 12 und wir sind unsicher, ob die Kastration mehr schaden als Nutzen bringt. Schon etwas frustrierend, dass das bei der Diagnose nicht gründlich beraten wurde... Aber ändern lässt sichs nun leider auch nicht mehr.

    Die Links fand ich teils sehr informativ, v.a. den über das Progesteron. Wenn auch dadurch neue Fragen aufgetaucht sind. So stand dort zum Beispiel:
    "In den meisten Fällen wird die Zuckerkrankheit aber leider erst entdeckt, wenn die Langerhans´schen Zellen in der Bauchspeicheldrüse erschöpft sind und die Insulinproduktion komplett eingestellt haben. Dann handelt es sich um einen unheilbaren Diabetes mellitus und die Hündin muss wieder andere Diabetiker auch lebenslang mit Insulin, einer individuellen Diät und einem Bewegungsprogramm behandelt werden" - nur, wie findet man das heraus? Denn scheinbar macht eine Kastration nur Sinn, solange noch Langerhans'sche Zellen vorhanden sind? Ich werds mal an meine Mutter weiterleiten, damit Sie dass beim Tierarzt (dem neuen...) checken lassen kann - wenn das denn möglich ist...

  5. #5
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    Aber durch die Hormonveränderung während der Läufigkeit kommt es ja immer wieder zu "problemen" mit der Diabetes - echt eine schwere Entscheidung, aber wenn sie körperlich noch gut drauf ist würde ich eine Kastration echt in Erwägung ziehen , sie kann ja locker 15-16 Jahre alt werden

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  6. #6
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    Ja, die Einstellung teile ich auch. Und ich denke die Argumente sprechen auch ihre eigene Sprache. Zumal da auch stand, dass Progesteron auch die Aufnahme von gespritztem Insulin nahezu komplett verhindert - das klingt schon nach Notwendigkeit. Und auf die 15 Jahre hoffe ich ganz fest, schließlich ist die Maus ein fester Teil unserer Familie - und Border Collies als langlebige Rasse bekannt.
    Vor einem Eingriff muss sie dann auch ohnehin noch einmal gründlich durchgecheckt werden - meine Mutter hat da nur verstärkt Bange, weil der vorgänger-Hund im Alter von 12 Jahren wegen einem Beckenbruch (Autounfall) operiert werden musste und sich danach benommen hat, als wäre er dement - oder ums mal anders auszudrücken: Er wurde wunderlich...
    Nachdem, was ich bisher in Erfahrung bringen konnte (nochmal danke für den super link von der pfotenleser-Seite!), denke ich aber auch, dass der EIngriff gemacht werden sollte. Ich hoffe, meine Mutter sieht das auch so. Ich werd euch jedenfalls auf dem Laufenden halten!

  7. #7
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    Die Briten sind zäh , würde mich echt freuen wenn du uns weiter informierst

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  8. #8
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    Ich muss hier nochmal was einbringen
    Ich kann mir nicht vorstellen und ich glaube behaupten zu können, dass die Kastra was am Diabetes des Hundes ändert, außer dem Insulinbedarf das muss man bedenken.

    Der Hund wird bis zu seinem Ableben (und das hoffe ich ist noch in weiter weiter Ferne ) diese chronische Erkrankung behalten. Leider gibt es da, wie für uns Menschen mit Diabetes, momentan und in absehbarer Zukunft keine Heilungschancen

    Ich glaube daher, ist der Schwerpunkt vordergründig auf die Kastra zu setzen.
    Wenn die Diagnose Diabetes bei der Kastra berücksichtig wird (mit konstanter Überwachung während der Op, guter Vorbereitung auf die Op - wegen Futter und Insulin - und die kompetente Nachsorge), dann dürfte keine Problematik bezüglich Kastra und Diabetes auftreten.

    Das einzige, bei dem ich sehr unerfahren bin, ist die Kastra bei "älteren" Hunden
    Aber ich kann mir gut vorstellen, dass erfahre TÄ da kompetent beraten und handeln werden!

    Auch ich würde mich sehr freuen, wenn ich nochmal wieder von euch lesen dürfte
    Alles alles Liebe und Gute für euch
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  9. #9
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    Minchen hast du dir die von mir gelinkten Seiten einmal durchgelesen ?? Es geht vorrangig nicht um die "Heilung" der Diabetes sondern darum das durch die Läufigkeit, das Progesteron, zu Entgleisungen kommt und der Hund sich nur sehr schlecht einstellen lässt. Die Diabetes beim Hund lässt sich wohl eher mit der sog. Schwangerschaftsdiabetes vergleichen und von daher gibt es bei Hunden auch tatsächlich Fälle bei denen die Erkrankung nach der Kastration sozusagen "verschwindet", das klappt aber meist nur wenn die Diabetes in einem sehr frühen Stadium erkannt wird.

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  10. #10
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    oh Birgit, Danke
    Da hab ich wohl was falsch verstanden
    Danke, dass du mich nochmal daraufhin gewiesen hast
    Gut.. Das mit den Hormonen während der Periode (also auch bei uns Menschen) ist wahrlich richtig der Blutzuckerspiegel ist dabei in der Tat schwierig einzustellen! Auch ich habe immer wieder so meine eigenen Schwierigkeiten damit.
    Habe aber die Erfahrung gemacht, wenn ich die Pille durchgängig nehme, ohne Pillenpause, dann kann ich diese Berg-und-Talfahrt meiner Werte umgehen
    Sicherlich, wir reden ja hier von einem Hund und nicht von uns Menschen

    Aber ich danke dir... Man muss halt seine Augen auch richtig aufmachen, beim lesen (ich bin manchmal eine Pflaume )
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  11. #11
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    Kein Problem Minchen die Phasen beim Hund in denen Progesteron gebildet wird geht ja über einen längeren Zeitraum (neun bis zwölf Wochen), da halte ich eine Kastration schon für sehr angebracht.

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  12. #12
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    Hallo Ihr Lieben!

    Erst mal: Danke für die lieben Worte!

    Meine Mutter war gestern mit Ronja beim Physiotherapeuten, weil Sie ja auch diese Rückenmarksverwachsung hat und sie vor der weiteren Behandlung abklären wollte, ob hier weitere Behandlung möglich ist, bzw. ob die Mobilität noch erhalten werden kann. Das Ergebnis war aber zum Glück ermutigend Die Maus hält tapfer durch.

    Nach den Infos, die v.a. in dem Pfotenleser-Link standen (den fand ich total super, weil da alles vom Zyklus und dem Hormonstand erklärt wird - das wirkt (leider) kompetenter, als so mancher Tierarzt, mit dem wir darüber schon gesprochen haben), hat sich meine Mutter entschlossen, die Kastration machen zu lassen, zumal durch die Narkose eventuell sogar eine Besserung des Rückenmarksproblems erreicht werden kann (durch die Muskulaturlockerung unter Narkose). Und meine Mutter und Ronja werden jetzt dauerhaft zu dem neuen Tierarzt wechseln, der das Thema Hormone und Diabetes nach 2 Jahren Behandlungsmarathon endlich in Verbindung gebracht hat - und ich mit meinem Hund gleich hinterher...

    Jetzt müssen wir nur noch warten, bis die Blutzuckerwerte ihren Tiefstand erreicht haben, damit die Kastration gemacht werden kann. Dann wird Ronja kurz vorher noch gründlich durchgecheckt (weil sie eben doch schon alt ist für eine Narkose) und dann hoffen wir ganz fest, dass unser Mäuschen das ganze gut übersteht... Ich halt euch jedenfalls weiter auf dem Laufenden!

  13. #13
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    Das halte ich für eine Super Entscheidung und ich würde mich echt freuen zu hören wie es weitergeht

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  14. #14
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    insofern ihr herz gesund und ihr allgemeinzustand in ordnung ist, wird gegen eine narkose nicht sprechen und damit auch nicht gegen eine kastra.
    die kastra einer hündin ist zwar schon ein ordentlicher eingriff, aber letztlich erholt sich auch ein älterer hund noch gut davon.
    es ist also einen versuch wert, allerdings muss man schon bedenken, dass bei größeren hundendas risiko der inkontinenz besteht. das ist einfach eine übliche und auch nicht seltene nebenwirkung der kastra. gleichzeitig wird natürlich das risiko eine gebärmuttervereiterung, die im alter auch wahrscheinlicher wird, völlig ausgeschaltet.
    hunde haben, soweit mir bekannt, eigentlich immer eine typ-I-diabetes, also einen absoluten insulinmangel.
    ein kastra wird das nicht heilen, höchsten ein besseres, weil hormonschwankungsfreies, insulinmanagment erlauben. vielleicht auch, dass insulin etwas zu reduzieren.
    aber ganz ehrlich: ich glaube nicht, dass es ohne gehen wird.
    im fazit: wäre es mein hund, wäre er zwar längst kastriert , aber falls nicht: ich würde es auch machen lassen.

    @yoni
    pille für hunde ist leider nicht: der zyklus der hündin ist ein anderer als der unsere. im notfall kann man mal eine läufigkeit hormonell unterdrücken - daber da wird mit kanonan auf spatzen geschossen, es besteht ein erhebliches risiko eine gebärmuttervereiterung. einmal, da liegt die betonung drauf. das ist nix für alle tage.

  15. #15
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    Ich freu mich sehr, dass ihr euch für die Kastra entschieden habt ganz toll
    Und natürlich würde auch ich sehr gerne lesen wollen, wie es der Hündin weiterhin geht

    Danke Birgit/Brigitte (Carlo) entschuldige bitte hab deinen Namen nicht mehr in meinem Kopf ich kenne mich bezüglich Hündinnen kaum aus, weit hatten einen Rauhaardackel-Mischlings-Rüden bei meiner Mama

    Ich weiß aber von einer Bekannten, dass deren englische Bulldogge mit einer Hormonspritze gegen seine "Rolligkeit" behandelt wird ob das jetzt gut oder weniger sinnvoll ist, kann ich nicht beurteilen, aber ich wollte gerne wissen, ob man Hündinnen auch mit einer Art "Pille" behandeln kann aber jetzt weiß ich, dass es nicht sinnig ist
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  16. #16
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    knapp daneben - "bettina"
    wie gesagt, die läufigkeitsunterdrückung kann man schon mal machen, wenns halt nicht anders geht. wobei man sich immer fragen muss - ob nicht nicht auch in bezug auf die lebensdauer die kastra die bessere alternative ist, wenn man häufiger in die situation kommt, wo man meint, die läufigkeit unterdrücken zu müssen (z.b. für urlaube) die hündin vermisst ihre läufigkeit bestimmt nicht, der halter auch nicht der nachbarsrüde auch nicht
    natürlich ist eine kastra bei der hündin kein ganz kleiner eingriff und natürlich gibt es mögliche langzeitfolgen: inkontinenz bei größeren tieren und gelegentlich kastratenfell (den fall hab ich auch bei einem meiner mädels). dafür scheidet das risiko einer gebärmuttervereiterung halt ein für alle mal aus und mögliche instabiltäten im verhalten. (ich hab gerade ne scheinträchtige pflegehündin - die benimmt sich gelinde gesagt wie ein "aas" gegenüber fremden hunden zur zeit, vor allem rüden).
    meine mädels waren und sind immer kastriert, ich hab allerdings auch kleine hunde, inkontinenz infolge einer kastra ist daher eher kein thema. und auch der pflegling wird nach abklingen der scheinträchtigkeit unters messer wandern. das kastratenfell bei meiner langhaarigen ist zwar nicht so schön, aber mit der entsprechenden schermaschine nun auch nicht wirklich schlimm.

  17. #17
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    Obwohl man sich zu den Folgen einer Kastration inzwischen auch auf Seiten der Ärzte mehr Gedanken macht und festgestellt hat das es auch noch andere Auswirkungen gibt die man nicht unbedingt "braucht". Sehr interessante Seite dazu

    http://www.tierarzt-rueckert.de/blog...dul=3&ID=18951

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  18. #18
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    Ein guter Link, wenn auch etwas langatmig. Ich gehöre selbst zu denen, die unkontrollierte Vermehrung strikt ablehnen, gedankenlose Kastration aber auch kritisch sehen. Mein Rüde ist auch intakt, allerdings ist er aber auch jederzeit abrufbar, auch wenn eine läufige Hündin daneben steht (immer wieder erschreckend, wie viele Besitzer ihre Hündin nicht von anderen Hunden abrufen und anleinen, wenn sie läufig ist... Zuletzt erst wieder eine freilaufende Pudelhündin getroffen, Besitzerin in weiter Ferne, mein Rüde beginnt auffällig an ihr zu schnüffeln, ich hol ihn vorsichtshalber zu mir, weils mir spanisch vorkam. Als die Besitzerin vom Pudel endlich bei uns war, kommen wir ins Gespräch und ich wundere mich noch, dass meiner gar so interessiert war, da antwortet die Dame doch glatt: "Ja, die ist läufig. Aber lassen Sie ihren ruhig - das wäre doch eine schöne Mischung!" - Ich war fassungslos!)

    Bei Ronja allerdings sehe ich die Kastration hier durchaus medizinisch indiziert - ich wünschte nur, das hätte uns schon eher ein Tierarzt gesagt, dann wäre sie noch etwas jünger und fitter gewesen. Aber wie schon gesagt: Jetzt müssen wir ohnehin erst einmal abwarten, bis die Zuckerwerte gesunken sind... Meine Mutter misst schon ganz ungeduldig die Werte, kann aber noch ein paar Wochen dauern...

  19. #19
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    Bei Ronja bin ich definitiv deiner Meinung , da ist die Kastration echt angesagt.

    Heute war bei Tiere suchen ein zuhause ein Bericht genau zu dem Thema Kastration wo auch ein Arzt / Prof . von der Uni Giessen zu Worte kam und eigentlich den von mir bereits verlinkten Bericht bestätigt hat. Versuch mal den Beitrag zu verlinken, hoffe das klappt

    http://www.3sat.de/page/?source=/nan...187/index.html

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  20. #20
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    Diesmal gings schnell: Blutzuckerwerte auf dem Tiefststand, meine Mama macht direkt einen Termin zum Durchchecken aus - wenn alles okay ist, kann die Kastration dann bei der nächsten Gelegenheit über die Bühne gehen... Drückt die Daumen! Ich gebe Bescheid, wenn wir mehr wissen.

  21. #21
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    Daumen sind gedrückt

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  22. #22
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  23. #23
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    Dauert wohl noch etwas... Gestern WÄRE Untersuchungstermin gewesen, allerdings hat Ronja eine Halsentzündung bekommen, weshalb das Thema jetzt erst mal nach hinten geschoben wurde, bis sie wieder fit ist. Aktuell läuft sie mit Halstuch rum und wir versuchen Sie davon zu überzeugen, Thymiantee zu trinken - aber anscheinend tut der Hals ziemlich weh, sie frisst kaum und trinkt fast nichts. Der Arzt sagt, wir sollen Sie warmhalten, alles tun, was uns Menschen bei Halsweh gut tut und wenn Sie fit ist noch einmal einen Termin ausmachen... Also heißt es wieder abwarten.

  24. #24
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    Vielleicht könnt ihr den Tee mit etwas Honig süßen (aber mit richtigem Imkerhonig, nicht dem industriellen). Soweit ich weiß, ist der für Hunde genauso gesund wie für uns, gerade bei Atemwegsbeschwerden.
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

    Alina (*2008), Renée (2007-2018) und Artus (1996-2007)

  25. #25
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    Ja, danke, probieren wir aus. Grade kämpft meine Mama damit, dass Sie auch ihre Medikamente nicht schlucken will... (Schmerzmittel, Anitbiotika und Entzündungshemmer) - normalerweise ist sie "Medikamenten-Erprobt", weil Sie ja täglich ihre Schmerzmittel für den Rücken bekommt, aber durch die Halsschmerzen ist das grad ein echter Kampf... da hilft nicht mal Leberwurst, weil Ronja selbst die nicht nehmen will...

  26. #26
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    tja, da hilft nur "rohe" gewalt: schnauze auf, tablette mit zwei fingern möglichst tief in den rachen schieben, schnauze zu, kurz zuhalten und dabei über den kehlkopf streichen- runter ist, was runter soll
    ich mach das immer so - wenn ich bei vier hunden erst mit leberwurst anfangen würde....
    alternativ mal mla beim ta fragen, was er als depot spritzen könnte - bei einigen antibiotika, metecam etc. sollte das kein problem sein. oder selbst lernen, subkutan zu spritzen - das müsste doch eigentlich gehen, die maus bekommt doch auch auch ihr insulin...

  27. #27
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    OP Termin steht

    So, mal wieder News von Ronja: Die Halsentzündung klingt gut ab, am 30.10. ist Kastrationstermin. Ich bin erleichtert, dass meine Mutter sich durchgerungen hat, auch wenn Sie immer noch zweifelt. Die organische Untersuchung heute hat erfreuliche Ergebnisse gebracht, Herz, Lunge und Co sollten den Beanspruchungen einer OP standhalten können. 10 Tage vorher wird dann noch ein Bluttest gemacht, um auf Nummer Sicher zu gehen. Ich hoffe, es geht alles gut...

  28. #28
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    Wir drücken ganz feste die Daumen und hoffen zusammen mit euch darauf, dass Ronja die Kastra gut übersteht!
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  29. #29
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    Hallo zusammen!

    Nachdem der OP-Termin zunächst verschoben wurde, ist Ronja heute kastriert worden. Die alte Dame hat die Operation gut überstanden. Sie ist noch etwas wackelig auf den Beinen, aber wohlauf, frisst sogar schon wieder. Bei der OP hat sich herausgestellt, dass sie zusätzlich Zysten an den Eierstöcken hatte - insofern war es WIRKLICH gut, dass die Kastra gemacht wurde, sonst wären Sie vielleicht erst zu spät entdeckt worden. Leider hat sich bei den bei der Gelegenheit gemachten Röntgenbildern auch gezeigt, das die Verwachsungen an Wirbelsäule und Hüfte sich seit dem letzten Röntgenbild stark verschlimmert haben - ein künstliches Hüftgelenk könnte Abhilfe schaffen, davon rät die Tierklinik in unserem Fall aber doch ab (Große Operation, Eingriff sehr teuer, Reha in diesem Alter kaum noch erfolgsversprechend - klingt alles sinnig) dafür werden wir weiterhin Schmerzmedikamente geben und die Physio fortführen. Und dann heißt es jetzt Abwarten, wie sich die Blutzuckerwerte entwickeln.

    Vielen Dank noch an alle, die das Thema bis hier verfolgt und uns Mut gemacht haben! Wenns weitere News gibt, stelle ich die selbstverständlich noch hier ein.

  30. #30
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    Schön das du uns auf dem laufenden hälst. Ich drück der alten Dame die Daumen das sie alles gut verpackt und ihre Problemchen sich mit Schmerzmedikamenten gut behandeln lassen

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  31. #31
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    Dicht bei HH, aber noch SH ;)
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    Super! Sowas liest sich gut!
    Ich weiß nicht, ob das auch bei Diabetis gegeben werden darf, aber google mal nach "Vermiculite". Wir haben mit dem Zeug sehr gute Erfahrungen bei Hund und Pferd gemacht.

  32. #32
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    kannte Vermiculite bisher nur als Baustoff :-O

  33. #33
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    Hab leider auch nichts relevantes zu Vermiculite gefunden. Ist aber auch nicht schlimm, Ronja geht es nämlich prächtig. Alles so gut wie verheilt, sie wirkt viel agiler, die Blutzuckerwerte sinken immer noch langsam aber stetig ab, der Tierarzt macht uns sogar Hoffnungen, dass die Augen wieder besser werden könnten. Nun heißt es mit der Physiotherapeutin an den Rückenproblemen zu arbeiten, weil Ihre Hinterbeine häufig abknicken. Allerdings scheint uns das mehr zu beunruhigen, als Ronja selbst... In sofern: Ich bin guter Dinge!

    Mein Hund hat mich schon sehr gut erzogen...

  34. #34
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    Top , das hört sich echt super an

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  35. #35
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    Wie geht es ihr denn jetzt ?
    Heute ist der Tag um glücklich zu sein! Gestern: Schon vorbei. Morgen: Kommt erst noch.

  36. #36
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    Hallo Mirso!
    Ronja geht es gut. Sie baucht zwar noch Spritzen, die Linsentrübung wird bleiben und meine Mutter kontrolliert auch noch regelmäßig die Werte, aber alles in allem läufts. Leider gibts ein paar neue Baustellen (aktuell werden grad die Innereien durchgecheckt, weil dem Tierarzt da was aufgefallen war...) und natürlich muss die Physiotherapie weitergemacht werden, damit sie nicht steif wird. Aber in Bezug auf die Kastration und die Diabetes ist alles bestens!

    Mein Hund hat mich schon sehr gut erzogen...

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