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Thema: Katze plötzlich schwerhörig?

  1. #1
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    Katze plötzlich schwerhörig?

    Hallo liebe Katzenfreunde,

    ich habe noch einmal eine Frage an euch.

    Die Katze meiner Freundin, die vor kurzem verschwunden war und schlussendlich halb verhungert im Sofa wieder aufgetaucht ist, scheint seither schwerhörig zu sein. Ich war gestern in der Wohnung zum Babysitten, da lief die Miez herum. Ich habe sie gerufen, aber sie hat überhaupt nicht reagiert - früher kam sie meistens gleich zu mir gelaufen.

    Da sie dieses Mal gar nicht reagierte, habe ich es mit Pfeifen und Fingerschnippen versucht, also Geräuschen, die sie nicht gewöhnt ist - keinerlei Reaktion. Nicht einmal mit den Ohren gezuckt.

    Ignoriert mich die Katze nur, oder kann sie schwerhörig geworden sein? Können wir das irgendwie zu Hause testen? Sie ist erst zwei Jahre alt, Altersschwerhörigkeit kann es also nicht sein.
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

    Alina und Renée mmmmmmmmund Artus (+ 2007) in liebender Erinnerung

  2. #2
    Steppenläufer Guest
    Hi,

    Tierarzt, würde ich sagen. Und möglichst bald, denn manche Hörstürze lassen sich, frühzeitig erkannt, behandeln. Je länger der Zustand der Schwerhörigkeit anhält, desto größer ist die Gefahr auf bleibende Schäden.

    Wenn sie auf für sie tolle Geräusche (Futterdose öffnen, mit Naschitüten rascheln etc.) nicht reagiert, wenn sich das nicht in ihrem Blickfeld abspielt, dann ist sie taub oder schwerhörig.

  3. #3
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    Kreislaufprobleme können auch schwerhörig machen (Ohrgeräusche, die alles überdecken) - und auch z.B. dickflüssiges Blut. Das sollte auf alle Fälle von TA abgeklärt werden.

    Ebenso können plötzlich auftretende Hörprobleme beim Menschen bei Diabetis auftreten. Wie das bei Tieren ist weiß ich nicht, könnte mir aber vorstellen, daß es auch da möglich ist. Bei meiner Großmutter damals wars die Kombi von wenig trinken, unbehandelter Diabetis, die bei ihr Demenz und Taubheit ausgelöst haben Der Arzt hatte nur gemeint, wäre ihre Diabetis rechtzeitig behandelt worden und hätte man auf genug trinken geachtet, hätte man beides vermindern oder sogar verhindern können...

  4. #4
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    Ich stimme lammi und Steppenläufer zu, aber mal abgesehen davon: Die Katze scheint doch generell in einer stressigen Lage zu sein? Einzelhaltung in der neuen Wohnung mit ("neuem"?) Baby, außenrum Hunde, die offenbar auch schon in der Wohnung waren (ihr habt sie mit einem Hund gesucht?) - ist denn da eine Verbesserung geplant, sprich: Freigang (wenn sie hörend ist) oder eine Zweitkatze? Hat sie einen eingenetzten Balkon? Ich würde auf jeden Fall mal die futterrelevanten Geräusche testen, oftmals ignorieren Katzen das Namen-Rufen etc., zumal wenn sie keinen großen Bezug zum Rufenden haben - auf Schnalzen etc. reagieren meine gar nicht. Auf das Öffnen einer Schale Futter in einem anderen Raum aber durchaus...

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018), Orko (2001 - 2019) und Gandalf (2002 - 2016)

  5. #5
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    Vielen Dank für eure Tipps Ich gebe diese Gedanken auf jeden Fall an meine Freundin weiter. Die telefoniert diese Woche noch einmal mit der TÄ, dann kann sie direkt nachfragen, was diese dazu meint. Die Blutwerte waren eigentlich in Ordnung, so ewas wie Diabetes halte ich daher eher für unwahrscheinlich, aber ich bin ja kein TA Ich werde nachfragen (lassen).

    Das Baby ist schon 9 Monate alt und hat schon gelernt, dass es nicht an die Katze ran darf. Das funktioniert auch gut, und es gibt jede Menge Rückzugsorte (in der Katzenhöhle, auf den Sitzflächen in fast 2 m Höhe usw.). Das Baby kann die Katze also nicht bedrängen, und ist auch nie allein mit ihr. Der Umzug ist inzwischen auch schon 2 Monate her und die Miez hatte sich eigentlich schon gut eingewöhnt. Jedenfalls vor der Hokus-Pokus-Verschwindibus-Nummer. Dass einer der Hunde in der Wohnung war, war eine absolute Ausnahme, ansonsten haben die keinerlei Kontakt. Einen Balkon mit Katzennetz gibt es.

    Ich weiß, dass Einzelhaltung bei Katzen suboptimal ist, aber eine weitere Katze wird es - zumindest in näherer Zukunft - aus verschiedenen Gründen wohl nicht geben.

    Ich werde, wenn ich das nächste Mal in der Wohnung bin, den Trick mit dem Futtergeräusch ausprobieren bzw. es meiner Freundin sagen. Was mich so irritiert hatte, war, dass sie wirklich gar nicht auf irgendwelche Geräusche reagiert hat, nicht einmal mit einem Ohrenzucken. Das fand ich verdächtig.

    Vielleicht kommt auch einfach nur alles zusammen im Moment, das Beinahe-Verhungern und Eingeschlossensein, die unerträgliche Hitze der letzten Tage und Wochen, der Restgeruch des Hundes (wobei: erkennt eine Katze, die noch nie direkten Kontakt mit einem Hund hatte, dass das ein "Feind" ist?)... Arme kleine Lilly...

    Edit: Freigang geht leider nicht, es gibt keine Möglichkeit, aus der Wohnung rauszukommen, ohne durch das behundete Grundstück zu müssen. Außerdem haben wir hier in der Gegend derzeit einen hohen Bestand an Füchsen - denen sind schon mehrere der Streuner hier im Dorf zum Opfer gefallen (Das war meine größte Sorge, als wir dachten, sie wäre abgehauen: Autos und Füchse.)
    Wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen armen; wenn du der Welt ohne Lüge und Täuschung gegenüberstehen kannst; wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt; wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben - dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.

    Alina und Renée mmmmmmmmund Artus (+ 2007) in liebender Erinnerung

  6. #6
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    Telefonieren genügt nicht, die Freundin soll die Katze einpacken und hinfahren und sie Untersuchen lassen.

    Dann kann ein 9 Monate altes Baby noch nicht sicher gelernt haben die Katze in ruhe zu lassen, in dem Alter sind die ja noch nicht mal richtig Mobil und auch wenn das Baby die Katze nicht bedrängen kann, kann es die Katze trotzdem stressen.

  7. #7
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    Nun ja, nach 9 Tagen eingeschlossen in einem Sofa hat Lilly jetzt verständlicherweise ein Problem mit engen, geschlossenen Räumen - wie der Transportbox. Das war letzten Dienstag deutlich zu merken, als wir bei der TÄ waren. Bis zu unserer TÄ fahren wir schon allein 20 Minuten; mit Warte- und Behandlungszeit werden das gerne mal zwei Stunden. Das ist wirklich stressig für die Katze, insofern versuchen wir das so weit wie irgend möglich zu vermeiden.

    Das Problem scheint sich im Übrigen schon von selbst zu legen. Meine Freundin meint jedenfalls, dass Lilly auf das Klappern der Leckerliedose reagiert. Entweder hat sie mich also wirklich nur konsequent ignoriert (man sagt ja nicht umsonst "You're nobody until you've been ignored by a cat"), oder das Hörproblem war stress- und hitzebedingt. Wir behalten die Sache natürlich weiter im Auge.

    Übrigens kann ich bestätigen, dass das Baby wirklich bereits gelernt hat, sich von unseren Tieren fernzuhalten. Das haben wir ihm gemeinsam beigebracht, sobald er angefangen hat zu krabbeln. Ich passe öfter auf den kleinen Kerl auf und er krabbelt hier frei durch die Wohnung. Kommt er in die Nähe eines meiner Hunde, reicht ein kurzes Nein, und er lässt sie in Ruhe. An die Hundesofas geht er gar nicht ran, wenn einer der Hunde da liegt. (Und das, ohne dass ihn je einer der Hunde auch nur angebrummt hätte - die sind Babys und Kleinkinder gewöhnt und tolerieren ihre Nähe.) Mit der Katze funktioniert das genauso, wobei die sowieso 90% der Zeit außerhalb der Reichweite und des Blickfeldes des Babys ist.
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  8. #8
    Steppenläufer Guest
    Verständlich, dass sie Angst vor Transportboxen hat, die wenigstens Katzen sind ruhig, wenn es zwangsweise damit irgendwohin geht.

    Aber falls auch nur der kleinste Verdacht auf eine Schwerhörigkeit oder Taubheit besteht, dann lasst das unbedingt abklären. Sie ist noch so jung und taube oder schwerhörige Katzen sind nicht nur gehandicapt, sie können auch ziemliche Terroristen werden. Sie selbst hören ja nicht, wie laut sie eventuell gerade schreien.

  9. #9
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    Update: Lilly hört (wieder). Ich konnte mich jetzt selbst davon überzeugen

    Und gestern durfte ich feststellen, wie groß der Unterschied zwischen Kindern, die mit Tieren aufwachsen, und Kindern ohne Haustiere sein kann. Wir hatten eine junge Familie zu Besuch, deren Baby nur 3 Wochen jünger ist als das meiner Freundin, und die kein Haustier hat. Das Baby hat meine Hunde gesehen, ist hingekrabbelt und hat sofort volle Kanone ins Fell gegriffen und gezogen. Autsch! Da ist sogar die Große, die sich eigentlich wirklich alles von Kindern gefallen lässt, aufgestanden und fluchtartig verschwunden...
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