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Thema: Meine Kater gehen plötzlich auf einander los.

  1. #1
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    Meine Kater gehen plötzlich auf einander los.

    Hallo zusammen,

    ich habe drei Coonies, zwei Kater und eine Katze. Bis gestern Mittag war alles in grünen Bereich.
    Leonie war die erste, die hier einzog, ein halbes Jahr später kam Kimi. Die beiden verstanden sich von Anfang an sehr gut, die Vergesellschaft war sehr einfach.
    Dann schenkte mein Mann mir Elliot. Elliot kommt von den gleichen Züchtern wie Kimi und war eine Handaufzucht. Er war vom ersten Tag auf mich geprägt. Er entwickelte sich als wahrer Kontrollfreak, der mich als sein Eigentum ansieht.
    Er verfolgt mich auf Schritt und Tritt, ich kann nirgendwo alleine hingehen, wirklich nirgendwo.

    Wenn ich mit den Katzen kuschel, dann versucht er sich dazwischen zu drängeln, oder zwickt die anderen so lange in die Beine, oder in den Po, bis die dann entnervt verschwinden.
    Ich habe dieses Verhalten immer mit nichtbeachtung bestraft und ihn von mir geschoben.
    Nun muss ich aber auch noch dazu sagen, das unser inniges Verhältnis nicht von ungefähr kommt. Als Elliot klein war, bin ich aus versehen einmal auf ihn getretten, weil er hinter mir lag. So unglücklich, das er einen Oberschenkelhalsbruch bekam und anschließend auf der anderen seite der Hüfte zu allen überfluss noch eine Hüftkopfnekrose. Natürlich hab ich den Kleinen betüttelt und beknuddelt, weil ich mir so Vorwürfe gemacht habe und ein sooo schlechtes Gewissen hatte.
    Von da an war er mein kleiner Prinz.

    Und seit gestern Mittag ist der kleine Prinz einfach ausgetickt. Meine Lebensumstände haben sich sehr geändert, ich stehe vor einer Scheidung, dann bin ich jetzt viel mehr ausser Haus, arbeiten, das war für ihn auch neu. Es gab immer mal keinere Rangelein, aber nichts wirklich böses. Gestern bin ich fast taub geworden bei dem Geschrei von ihm. Er hat Kimi under dem Esstisch gestellt, ihn angeschrien und angemacht, nach allen Regeln der Kunst. Sobald Kimi unter dem Tisch hervor kam, hat er sich auf ihn gestürtzt. Kimi hat sich zwar gewehrt, ist aber dann geflüchtet.
    Und so ging das die ganze Nacht.
    Heute Morgen dann, hab ich keine Nerven mehr und habe die kleinen Stinker mit einem Töchen in Wohn- und Esszimmer verbannt und die beiden andern können sich im Rest der Wohnung aufhalten. Wobei Kimi wieder auf seinen Schrank hockt.

    Mein Hoffen und Bitten wäre jetzt, dass mir jemand weiterhelfen kann, wie ich mich damit verhalten soll. Was ich vielleicht noch machen kann. Stinker und die beiden anderen sind natürlich nicht glücklich mit der momentanen Situation.

    Morgen werde ich mir einen Thermin beim TA geben lassen und den Stinker einmal untersuchen lassen. Alles nach dem Ausschlussprinzip.
    Liebe Grüße von Tina mit

  2. #2
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    So wie das sich bei Deiner Schilderung anhört, könnte es sein, daß Elliot Deine innere Anspannung und Unruhe merkt. Einige Katzen reagieren da extrem drauf und wissen das nicht einzuordnen.
    In wie weit hat er noch Probleme mit der Hüfte? Kann es da Schmerzen geben? Also, daß er z.B. irgendwo runtergesprungen ist und die nun weh tut? Katzen zeigen das nicht unbedingt... Jack z.B. wird immer extrem garstig (um das mal "nett" zu umschreiben ), wenn seine Analdrüse voll ist. Das muß ihm wirklich weh tun. Prellbock ist dann Charlie

    Kannst Du ggf mal feste Spielzeiten nur mit Elliot einführen? ggf Clickern? Einige Katzen werden dann ruhiger, weil sie vom Kopf ausgelastet sind.

  3. #3
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    Hallo Anja,

    danke für deine schnelle Antwort. Ich hab ja gestern schon mit Birigt teleniert und die sagte mir das mit deinem Jack. Ich habe auch sofort bei Elliot nachgesehen, aber mit der Düsendrüse ist alles Bestens.
    Melanie ist der gleichen Meinung wie du, das bei ihm irgendwas seine Unsicherheit, wegen der neuen Lebensumstände ausgelöst haben kann. Da Kimi eigentlich immer der dominante Part war, hat sich sein Frust auf ihn bezogen. Leo ist, bis auf ein paar Faucher, aussenvor.
    Ich denke, er ist frustriert, weil ich mit einem mal so oft weg bin und wenn ich nach hause komme so müde bin und mich erst mal hinlegen muss, anstatt mit ihm zu spieln. Deswegen will ich auch, egal wie, zwei mal am Tag Spieleinheiten mit ihm machen. Das sollen dann Zeiten sein, in denen ich mich vorwiegend mit ihm beschäftige, wo bei die anderen natürlich auch mit spielen sollen. Auf jeden Fall werde ich versuchen, ihn ein bisschen auszupowern.

    Nur im Moment weiß ich nicht so richtig, ob ich ihn noch seperieren sollte, wenn ja, wie lange. Zur Zeit ist es so, das er Kimi nur sehen muss und schon geht das geschrei wieder los. Kimi hockt weiterhin auf seinem Wohnschrank und weigert sich runter zu kommen.
    Was könnte ich denn noch tun, damit Elliot runterfährt?
    Liebe Grüße von Tina mit

  4. #4
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    Hallo!

    Ich hab ein ähnliches Verhalten meiner beiden Lieblinge. Hab seit gut 2 Wochen wieder Arbeit, war vorher 6 Wochen daheim. Meine beiden serbischen Strassenkatzen (nicht verwandt, Kater und Katze) sind jetzt seit Dezember bzw. Jänner bei mir. Sie haben sich immer abgöttisch geliebt, tun es die meiste Zeit auch nach wie vor. Aber seit etwa 3-4 Tagen kommt es vor, dass Socke (der Jüngere) Maddie so angreift, dass es nicht mehr nach Spiel aussieht. Maddie war bisher immer die ranghöhere. Socke ist doppelt so groß wie Maddie und auch um einiges schwerer. Meine Prinzessin tut sich natürlich schwer damit, ihn abzuwehren, da er sich nun (nachdem er 1 Jahr alt wurde) emanzipiert und "wirklich" um den Alpha-Status kämpft (vorher war es nur lockeres Spiel, mittlerweile geht's um die Wurst mit fliegendem Fell und kleinen Verletzungen).
    Ich führe das durchaus auf die veränderten Umstände zurück. Ich sags ganz ehrlich: Ich gehe mittlerweile auch dazwischen, da beide (auch wenn Maddie kleiner ist, dafür scheinbar gemeiner) schon mit blutenden Nasen rausgegangen sind - mein Tierarzt freut sich…
    Meine einzige Hoffnung ist, dass sie sich dennoch nach jedem Kampf wieder "liebhaben", also gegenseitig lecken, Körper an Körper schlafen und aus einem Napf fressen. Es geht wohl wirklich um die Rangordnung. Maddie muss wohl früher oder später damit klarkommen, dass ihr Socke überlegen ist. Maddie schöpft beinahe nur noch hoch oben am Regal. Eine Wohltat, wenn Socke noch nachts um 11 Uhr rauswill und draussen im Katzenhaus schläft, dann geht's Maddie richtig gut.
    Ich kanns nicht ändern. Sie müssen den Kampf austragen. Nur bei Blutfluss geh ich dazwischen. (Bisher zum Glück nur 2x). Das paradoxe ist eben, dass sie sich dennoch herzen und schmusen… Katzen halt :-)

    Ich kann dir leider auch nicht wirklich weiterhelfen, wollte nur mal erzählen, dass ich Ähnliches durchmache.

    Liebe Grüße
    Liesl


    Maddie <3 geb. 15.1.2013, bei mir seit 12.12.2013 (rechts)
    Socke <3 geb. 18.5.2013, bei mir seit 12.1.2014 (links)

  5. #5
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    Puuh.

    In diesem Fall musst Du zunächst unbedingt weiter trennen, und evtl. auch so, dass sich die Kater nicht sehen können! Beide müssen erstmal zur Ruhe kommen. Weitere negative Erfahrungen der beiden miteinander könnten jetzt sehr verhängsnisvoll sein in Bezug auf eine weitere Beziehung.

    Erst wenn wieder Ruhe da ist, Elliot tiermed. abgeklärt ist, kann an eine erneute Zusammenführung gedacht werden.

    Übrigens könnte auch Kimmi krank sein und anders riechen, nur mal so als Anregung.

    Bis dahin wäre es wichtig, zu analysieren, was evtl. vorgefallen ist zwischen den beiden oder was zu dieser Situation geführt haben könnte. Manchmal werden Schmerzen, Schreckerlebnisse auf die andere Katze bezogen, nur weil diese zufällig gerade in diesem Moment da war (also im Sinne eines Missverständnisses)...

    Und ja, besonders menschenbezogene Katzen können Stimmungen ihrer Menschen super sensibel aufnehmen! Außerdem sind sie sehr ritualbezogen und lieben Gewohnheiten. Wenn sich da was ändert, führt das bei Katzen mit geringer Frustationstoleranz schnell zu Unwohlsein und Missmut. Gerade Handaufzuchten sind da anfällig.

    Etwas helfen könnte jetzt akut Feliway als Stecker oder Spray bzw. ein ähnliches Präparat aus dem Fressnapf. Beide Kontrahenten brauchen jetzt Zuwendung: Elliot Auslastung und Kimmi Selbstbewusstsein durch Aufmerksamkeit.

    Du musst ruhig sein und Gelassenheit ausstrahlen. Wenn Du jetzt seltener da bist als vorher, musst Du zumindest sehr zuverlässig sein, z. B. Fressen zu gleichen Zeiten, möglichst immer Futter verfügbar, feste Spielzeiten usw. Katzen ohne Freilauf, die sich also nicht selbst ernähren oder bespaßen können, erhalten dadurch innere Sicherheit.

    Es kann sein, dass Du länger trennen musst, also Tage oder Wochen, um dann die Katzen wieder allmählich zusammen zu führen.

    Waren Elliot und Kimmi vorher gut befreundet oder zumindest nett miteinander? Je besser die Beziehung vorher, um so besser sind auch die Chancen, dass es wieder schnell besser wird.

    Also so gut wie möglich cool bleiben jetzt - trennen und Ruhe einkehren lassen. Ein zuviel an action wäre jetzt genau falsch.

    Alles Gute .
    Viele liebe Grüße von Samantha mit den wilden Kerlen Louie, Barney, Winnie und Lino!
    Tracy, Clary, Tinker und Tiger tief im Herzen


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