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Thema: Eine schlimme Krankheit die alles zerstören kann

  1. #1
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    Eine schlimme Krankheit die alles zerstören kann

    Ihr lieben,

    ich möchte diesen Weg gerne wählen um euch von einem ganz besonderen Kater zu erzählen, der mein Herz im Sturm erobert hat und mich dann so schnell und grausam verlassen musste. Zudem möchte ich gerne hier noch einmal Abschied nehmen von meinem ganz besonderen Freund, den ich noch immer schmerzlichst vermisse.

    Am Freitag den 13. Januar letzten Jahres holte ich meinen Traumkater ab um ihn ein neues, wunderschönes zu Hause zu geben. Es war ein Maine Coon Kater, unerfahren wie ich war wollte ich helfen und holte ihn so von einer "Züchterin" die angeblich auf Grund eines Unfalles ihre Zucht aufgeben musst. Dementsprechend günstig war mein kleiner Nuka also. Den Namen hatte ich mit bedacht gewählt, denn Nuka heißt nicht nur auf Suaheli "Stinker" (was auch gut passte ) sondern vor allem auf grönländisch "Kleiner Bruder". Und er war sowohl der Kleinste im Wurf, der gepeppelt werden musste, als auch für mich so etwas wie ein Bruder.

    Ich hätte nie gedacht, dass Freitag der 13. in der Tat so ein Unglückstag ist. Nuka kam zu Hause an, nach kurzen Verstecken kam er zu mir, warf sich vor mich und ließ sich bekrabbeln. Sofort hegten wir größte Freundschaft zueinander, von da an war er jeden Tag da und hat mir das Gefühl gegeben, nicht mehr alleine zu sein. Er war ein unglaublicher Kater, verschmust, anhänglich und sehr redselig. Nur mit seinem Kumpel Joko wollte es einfach nicht klappen, denn dieser reagierte äußerst aggressiv. Warum erfuhren wir dann zwei Wochen später.

    Als Nuka nach kurzer Zeit eine "Erkältung" bekam fuhr ich sofort mit ihm zum Tierarzt. Einen dicken Bauch hatte er auch, doch ich dachte dies sei normal, er war doch noch so jung und fraß sehr viel. Auch der Tierarzt nahm mir die Angst, gab mir ein Antibiotika und sagte mir, ich solle ein wenig Distelöl ins Futter mischen, da der Bauch hart sei und vermutlich Verstopfungen schuld seien. Doch es wurde nicht besser. Der Bauch wurde immer dicker, mein anfangs so quietschfideler Kater baute immer mehr ab. Bei einem nochmaligen Tierarztbesuch wurde es auf Würmer geschoben, obwohl ich eine Wurmkur gemacht hatte.

    Nachdem Nuka dann nichts mehr fraß (mein kleiner verfressener Nuka...) und ganz schwer atmete fuhr ich zu einem anderen Tierarzt. Als ich Nuka nur zeigte, hatte dieser sofort einen grausamen Verdacht der sich bald bestätigte. Nach einer Röntgenaufnahme war alles klar: der komplette Bauchraum und sogar die Lunge waren voller Wasser. Nuka hatte eine weit fortgeschrittene FIP. Sein Todesurteil. Mir wurde geraten ihn sofort von seinen Qualen zu erlösen. Zudem wurde ich darauf hingewiesen, dass er die FIP höchstwahrscheinlich schon hatte, als ich ihn bekam (daher auch der dicke Bauch). Ich wurde in ein Zimmer zur Verabschiedung gesteckt um auf meine Mutter zu warten, denn alleine konnte ich meinen Freund nicht gehen lassen.

    Als würde Nuka bemerken, dass er bald über die Regenbrücke gehen wird, legte er seine Angst vorm Tierarzt ab, kam aus seiner Box gekrabbelt, leckte mir die Tränen ab und kuschelte sich an mich. Es war ein unglaublicher Moment, so verdammt traurig, doch ich wusste, dass ich das richtige tue und dass Nuka bereit ist. Als meine Mutter dann endlich kam, setzte ich ihn auf den Tisch, er kroch in meine Arme und bereits nach der ersten Spritze schlief er innerhalb weniger Sekunden ein und sein Herz blieb stehen, so schwach war er schon.

    Ich schenkte ihm ein wunderschönes Grab im Garten, dort besuchte ich ihn jeden Tag und fragte mich, wieso mein Freund mich so früh verlassen musste. Kein halbes Jahr alt, nur drei Wochen bei mir, starb mein kleiner Nuka am 1.2.2012. Und auch jetzt kommen mir die Tränen wenn ich an diesen unglaublichen Freund denke.

    Ich habe euch diese Geschichte geschrieben um euch darauf aufmerksam zu machen, dass "Sonderangebote" und vermeintliche Hilfen auch schnell nach hinten los gehen können und dass FIP eine sehr grausame Krankheit ist. Man sollte nicht den Teufel an die Wand malen, wenn eine Jungkatze einen dicken Bauch hat, doch man sollte sich auch nicht immer auf die Meinung EINES Tierarztes verlassen. Hätte der erste Tierarzt diese heimtückische Krankheit eher bemerkt wäre meinem Freund sehr viel Leid erspart geblieben.

    Nuka ich vermisse dich und ich hoffe, dass es dir gut geht und wir uns bald wieder sehen!


  2. #2
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    Liebe Vitara!
    Ich sitze hier mit feuchten Augen und kann Dir nur zu gut Deine Trauer nachempfinden. Es tut mir so leid um Deinen kleinen Freund. Es ist immer grausam, wenn ein Tier so früh gehen muss. Auch wenn Du es vllt. schon sehr oft gelesen oder gehört hast, es ist bestimmt tröstlich für Dich, ihm für seine verbliebene Zeit noch so viel Liebe, Wärme und Geborgenheit gegeben zu haben. So, wie ich das lese, wird er das bei der "Züchterin" in diesem Maße sicher nicht bekommen haben. Und Du konntest ihm einen letzten Liebesdienst erweisen...Du warst bis zu seinem letzten Atemzug bei ihm, er war nicht allein. Ich denke, all das kann Dir helfen, mit diesem Verlust fertig zu werden. Denn auch wenn dieses traurige Ereignis schon etwas länger zurück liegt, wird immer ein Rest Schmerz bleiben. Mir geht es jedenfalls so, mein Plüschi starb völlig unerwartet im Mai 2010. Wir hatten ihn 6 Monate zuvor aus dem TH geholt. Plüschi wurde nur 1 Jahr alt. Auch uns verband etwas ganz Besonderes.
    Unsere Katzen, die wir nach ihm aus dem TH holten, halfen uns über die große Traurigkeit. Ich denke, Du wirst mit Kira und ihrem hübschen Kumpel auch viel Freude und Ablenkung gefunden haben. Das wünsche ich Dir auf jeden Fall! Und danke für Deine Geschichte. Der Hinweis auf FIP ist für jemanden, der damit zum Glück noch nichts zu tun hatte, sehr wichtig!

  3. #3
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    Ups, entschuldige bitte, Vitira muss es natürlich heißen!

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