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Thema: Designerdogs

  1. #1
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    Designerdogs

    Lukratives Baukastensystem mit Mogelfaktor

    Ich hab im aktuellen Rassehund des VDH einen interessanten Artikel von Gabriele Metz über Designerdogs gefunden und versuche mal den Inhalt hier zusammenzufassen

    Es wurde versucht das "Phänomen" zu erkunden und die Ergebnisse zusammenzufassen. Dabei wurden Jäger, Tierärzte, Wissenschaftler, Hundetrainer und Züchter befragt. Das Ergebnis lt. des Artikels. Ernüchternd und zugleich bravourös. Die schicken Designerhunde erfüllen kaum die an sie gestellten Erwartungen. Aber die Geschäftsidee rund um den Designerhund ist ein Volltreffer.
    Aber ein Volltreffer, der genaueres Hinsehen erfordert.

    Es entstehen keine eigenständige Rassen - es sind Mischlinge, die Nachkommen sind alle unterschiedlich, Zufallsprodukte deren Eigenschaften in keiner Weise abschätzbar sind.
    Udo Kopernik (Pressesprecher des VDH) hat da einen, wie ich finde, schönen Satz in diesem Beitrag veröffentlicht. "Manchmal harmonieren die Zutaten miteinander, manchmal kommt es zur Explosion" - "Hunde seien eben nicht wie Kaffee und Milch, die in der Mischung stets zuverlässig Café au lait ergeben.

    Angefangen hat alles 1988 mit dem Australian Labradoodle . Allerdings konnte bis heute nicht wissenschaftlich belegt werden, das er antiallergen ist. Zumal allergische Reaktionen nicht auf die Haare sondern bestimmte in Hautschuppen und Speichel auftretende Eiweisse auftreten. Im Abgabealter von neun bis zwölf Wochen lösen Welpen tatsächlich keine allergische Reaktionen aus, das kommt erst beim heranwachsenden Hund. Zwischenzeitlich besteht der Labradoodle nicht nur aus Labrador und Pudel sondern es wurden auch noch Irish Water Spaniel, Curly Coated Retriever, English und American Cocker eingekreuzt.

    Auch das Konzept der besseren Gesundheit geht nur zum Teil auf. Wenn man zwei Rassen mit denselben Krankheiten kreuzt, funktioniert es nicht.
    Beim Labradoodle gibt es , lt. Artikel , zwischenzeitlich eine alarmierend hohe Anzahl von Hunden mit Multifokaler Retnadisplasie die bei den Ausgangsrassen kein Problem ist. Den Heterosis-Effekt , mit dem die Designerdogszüchter werben, gebe es nachweislich nicht. Das sei eher bei Pflanzen und Hühnern der Fall. Zur besseren Gesundheit wird auch noch gesagt, das im Zusammenhang mit den Mixen weniger davon die Rede ist, weil deren Gesundheit nicht repräsentativ analysiert wird. Schlecht untersucht bedeute eben nicht automatisch, gesünder zu sein.

    Der Artikel wirft weiterhin auf, das einige Mischungen sogar Tierschutzrelevant sind. Als Beispiel wird der Puggle (Mops x Beagle) genannt. Ein eher "unsportlicher" Begleithund mit einem hoch motivierten Jagdhund.

    Das aus Designerdogs irgendwann Rassehunde werden, ist wohl eher unwahrscheinlich, da dies Jahrzehnte dauern würde und mit viel Kompetenz, Geld und eines über viele Jahre währenden Einsatzes verbunden ist.

    Schlusstip von Udo Kopernik . "Wer keinen reinrassigen Hund will sollte sich doch einen Burami aus dem Tierheim zulegen - eine Bunte Rassemischung. Besser ein gutes Werk tun, als in die Wundertüte der Chemiebaukasten-Generation zu greifen."

    Insgesamt gibt es inzwischen 400 Designerdogs . Ich führ euch hier mal ein paar auf bei denen ich echt überlegen musste wer die "Eltern" sind

    Chesador, Brat, Zuchon, Chiweenie

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  2. #2
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    Hihihi...
    Fehlen nur noch Griffherd, Beagoodle, Tibetbracke und Ridgepinscher

  3. #3
    Steppenläufer Guest
    400??
    Scheint ja wirklich ein Markt da zu sein, wer kauft denn sowas nur?

  4. #4
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    Ja, ist schon erstaunlich aber die Leute zahlen je nach "Design" auch gerne mal 3000,-- EURO , kein Witz, darum ja ein Volltreffer für die Erzeuger

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  5. #5
    Steppenläufer Guest
    wahnsinnig viel Geld für einen Mischling, eine Wundertüte. Wenn ich dran denke, wieviele BorderSchäfer hier jahrelang herumgelaufen sind...

  6. #6
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    Ich habe mich mal einem Besitzer eines Labradoodles unterhalten, der sagte, er sei allergisch gegen Hunde, und sein Arzt hätte ihm zu dieser Rasse geraten. Nun hat er eine so gut wie nicht haarende, intelligente, treu-doofe Fressmaschine...
    Ganz verstanden habe ich das nicht, eigentlich ist es doch der Speichel, der Allergien auslöst?

  7. #7
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    Zumal allergische Reaktionen nicht auf die Haare sondern bestimmte in Hautschuppen und Speichel auftretende Eiweisse auftreten.
    Ja, was einigen Allergikern allerdings entgegenkommt sind Tiere die nicht so viele Haare "streuen", Pudel sind da schon manchmal möglich

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  8. #8
    Steppenläufer Guest
    Es soll so sein, dass man als "Terhaarallergiker" nicht auf jedes Tier gleich reagiert. Man kann z.B. einen Allergietest auf die Tiere eines Züchters durchführen lassen und wenn er negativ ist, dann ist die Chance gut, dass man auch einen Welpen/eine Katze aus dieser Zucht vertragen kann. Garantien gibt es aber keine. Und was vertragen wird und was nicht ist höchst individuell.

  9. #9
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    Hallo oesfun,
    ist der Artikel irgendwo online zugänglich? Ich würde ihn gern mal lesen...
    Liebe Grüße, Gruschka

  10. #10
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    Ich hatte gestern mal auf der VDH Seite nachgesehen , ihn dort aber nicht gefunden. Er ist, wie geschrieben, von Gabriele Metz und im Juni Heft erschienen.

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  11. #11
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    Und wenn man dann mal schaut, welche Rassen so unter dem Deckmäntelchen des VDH gezüchtet werden, die ebenfalls mehr als tierschutzrelevant sind ... English Bulldog z.B. die kaum Luft bekommen, sich nicht richtig bewegen können, die selbst bei der Fortpflanzung Unterstützung benötigen und vom Züchter "auf die Hündin gehoben" werden müssen ... oder Möpse und franz. Bulldoggen die keine Luft bekommen usw. usw. .... wenn man also sieht, was so alles unter diesem "Gütesiegel" nicht nur zugelassen sondern sogar gewollt ist/verlangt wird, fragt man sich, was dieser Artikel soll?? Die Einen sind hier nicht besser als die Anderen ... und ich empfinde die Einen sogar als die Schlimmeren, denn mit ihrem "know how" sollten sie es eigentlich besser wissen und vor allem besser machen. Aber auch mit all diesen Rassen lässt sich ja leider gutes Geld verdienen ...
    Liebe Grüße von Kamee!


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  12. #12
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    Das wäre dann aber doch im Moment ein anderes Thema , hier geht es um den Artikel und Designerdogs........

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  13. #13
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    Nein, das finde ich nicht, weil dieser Artikel im "Unser Rassehund" des VDH erschienen ist und nicht in irgendeiner Hundezeitschrift.
    Liebe Grüße von Kamee!


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  14. #14
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    Ich finde es einfach absurd, wenn durch einen Artikel im offiziellen Organ des Verbandes kritisiert wird, was bei Designerdogs so alles schief läuft und was für arme Kreaturen da tlw. produziert werden, wenn ich mir vergleichend z.B. die von mir genannten Rassen ansehe, deren Vermehrung eben dieser Verband völlig unkritisch gegenüber steht bzw. diese s.g. Rassestandards auch noch verlangt.
    Liebe Grüße von Kamee!


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  15. #15
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    Noch einmal , es geht hier um Designerdogs , also bitte beim Thema bleiben ansonsten werde ich OT Beiträge verschieben.

    Die Autorin ist KEINE Angestellte des VDH sonderen freie Journalistin die , wie man hier sieht

    http://www.gabrielemetz.de/veroeffentlichungen.php

    durchaus seriös ist

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  16. #16
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    Ich bin beim Thema geblieben! Du hast hier einen Artikel zur Diskussion gestellt auf den ich mich bezogen habe. Und ich finde es legitim kritisch zu betrachten, wo dieser Artikel erschienen ist. Weder wollte ich die "Diskussion" weg vom Thema Designerdogs lenken, noch sonst etwas. Auch habe ich mit keinem Wort gesagt, dass diese Journalistin unseriös sei. Nur wenn sie ihren Artikel in so einem Blatt publiziert sagt das m.E. schon auch etwas aus.
    Und zumindest so viel freie Meinungsäußerung sollte zum Thema doch gestattet sein, ohne gleich wieder irgendwohin verschoben zu werden. Mir ging es um diesen Artikel, also wo gehört meine Meinung dazu dann hin, wenn nicht in diesen Thread?
    Liebe Grüße von Kamee!


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  17. #17
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    das hast Du sehr gut gesagt, Kamee, bravo

    Oesfun, dann darst du sowas nicht zur Diskussion stellen, wenn du Antworten, andere Meinungen nicht hören willst.

  18. #18
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    Ich finde Kamees Einwand durchaus berechtigt. Der VDH sollte wirklich mal kritisch hinterfragen, was im eigenen Hause mit manchen Rassen passiert. Dagegen ist die Produktion von Hybriden mit lustigen Namen ja fast noch harmlos. Auch da wäre es mit Sicherheit eine bessere Tat, sich eine arme Socke aus dem Tierheim zu holen, als die Zucht kurzatmiger Bulldoggen zu unterstützen. Da fehlt mir nämlich wirklich das Verständnis für, dass das auch noch vom VDH "toleriert" wird. Kurzum: Ein Hybrid ist sicherlich nicht automatisch gesünder als ein Rassehund. Eine Rassehund vom VDH-Züchter aber auch nicht gesünder als ein Hybrid. Die "Produktion" von Lebenwesen erfordert grundsätzlich viel Verantwortung und Verstand.
    Und ja, das gilt auch für Katzen. Man schaue sich nur Perser an - da kriegt wahrscheinlich manches Tier vom Vermehrer mehr Luft.
    Gruß Lieschen Müller

    http://www.gidf.de/

  19. #19
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    Hallihallo,

    wurde in dem Artikel darauf eingegangen, ob inwiefern Designerhunde-Verpaarungen mit zuchttauglichen Rassevertretern durchgeführt werden oder eben "nur" mit Hunden der entsprechenden Rassen?

    Im Übrigen ist auch der Kromfohrländer eine recht junge Rasse (glaube erst in den 60ern wurde die letzte Einkreuzung vom Foxl vorgenommen), die ihren Ursprung als Hybridkreuzung hatte. Und es gibt auch einige Hybride, die ihren Ursprung lange vor den 80ern haben. Gerade bei den Amis sind die relativ beliebt und zB der Catahoula Bulldog ist sogar mehr als eine Art Gebrauchshund gedacht gewesen.

    Ich finds ziemlich schade, dass die Leute sich zunehmend in irgendwelchen absurden (aber interessant aussehenden) Mischungen probieren (die ja auch nicht als Rasse etabliert werden sollen) anstatt sich über sinnvolle Ein- oder Auskreuzungen Gedanken zu machen, die vielleicht mal der Ausweg aus einer schleichenden Inzuchtdepression sein werden (insbesondere bei seltenen Rassen, die kaum einen nennenswerten Zuchtbestand verzeichnen können).

    Der VDH hat nur auch kein großes Interesse daran, von der Reinzucht der Rassen abzuweichen oder neue Rassen aus Hybridkreuzungen und anschließender Stabilisierung anzuerkennen - von daher passt es natürlich mit dem Finger auf langfristig aussichtslose "Puggles" und Co. zu zeigen statt sich mit Zuchtvorhaben z.B. in Richtung Alternativer Bulldoggen (da die Englische Bulldogge ja schon erwähnt wurde) auseinanderzusetzen.

    Im Übrigen stimme ich mit dem Urteil überein, dass es gesundheits- und wesenstechnisch nicht viel bringt einfach irgendwelche unterschiedlichen Rassen zusammenzumengen. Das ist und bleibt eben ein Vorteil vom Rassehund: vorhersehbare weil genetisch verfestige Eigenschaften mit all ihren Vorzügen und Problemen.
    Gruß Cora + Winston


  20. #20
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    wurde in dem Artikel darauf eingegangen, ob inwiefern Designerhunde-Verpaarungen mit zuchttauglichen Rassevertretern durchgeführt werden oder eben "nur" mit Hunden der entsprechenden Rassen?
    Nein, aber vorgeschriebene Untersuchungen wird es da wohl kaum geben, da es ja eigentlich keine Verbände dafür gibt. Ich glaube der Labradoodle wird in Amerika schon ziemlich "professionell" gezüchtet , besteht ja , wie im Artikel geschrieben zwischenzeitlich schon aus noch mehr Rassen. Aber in Amerika ist die Anerkennung von Rassen ja bedeutend einfacher als im Rahmen der FCI.

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  21. #21
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    Ich finde das hat was von "Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben wollen", denn wenn das was im VDH passiert (zumindest bei bestimmten Rassen) nicht besser ist -im Gegenteil sogar noch schlimmer- als die "Züchtung" so genannter Designerdogs, sollte man besser nicht mit dem Finger auf diese Leute zeigen - oder zeigen lassen.
    Und dass eine freie Journalistin einen solchen Artikel, der ja durchaus seine Berechtigung hat, im Vereinsblättchen des VDH veröffentlichen lässt, finde ich schon sehr befremdlich. Hätte es jemand aus den eigenen Reihen des VDH geschrieben, würde es nicht verwundern. Wäre ich Journalistin und wollte mit einem solchen Artikel ernst genommen werden, würde ich ihn sicherlich nicht dort publizieren lassen.
    Liebe Grüße von Kamee!


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  22. #22
    Steppenläufer Guest
    Ich finde es gut, dass das Thema in einer doch relativ verbreiteten Zeitschrift mal angeschnitten wurde. Auf diese Weise kommt es ins Gespräch.

    Für einen offenen Umgang mit diversen in den Zuchten verbreiteten Problemen wie Erbkrankheiten oder körperlichen Missbildungen ist es wahrscheinlich noch zu früh. Aber je öfter das thematisiert wird, umso eher passiert vielleicht wirklich mal etwas im Sinne des Tierschutzes. Ich finde allerdings, dass die "Zucht" von Mischlingen dadurch, dass auch in der Rassezucht schlechte Beispiele vorhanden sind, nicht weniger "schlimm" ist. Das Argument, die anderen seien viel schlimmer, ist nicht gerade ein gutes ^^

    Mit Glück hat ein Mischling keine der Probleme seiner Elterntiere/rassen. Mit Pech hat er alle zusammen.

  23. #23
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    Zitat Zitat von Steppenläufer Beitrag anzeigen
    Ich finde es gut, dass das Thema in einer doch relativ verbreiteten Zeitschrift mal angeschnitten wurde. Auf diese Weise kommt es ins Gespräch.

    Für einen offenen Umgang mit diversen in den Zuchten verbreiteten Problemen wie Erbkrankheiten oder körperlichen Missbildungen ist es wahrscheinlich noch zu früh. Aber je öfter das thematisiert wird, umso eher passiert vielleicht wirklich mal etwas im Sinne des Tierschutzes. Ich finde allerdings, dass die "Zucht" von Mischlingen dadurch, dass auch in der Rassezucht schlechte Beispiele vorhanden sind, nicht weniger "schlimm" ist. Das Argument, die anderen seien viel schlimmer, ist nicht gerade ein gutes ^^
    Mit Glück hat ein Mischling keine der Probleme seiner Elterntiere/rassen. Mit Pech hat er alle zusammen.
    Das hat auch so niemand gesagt bzw. gemeint, ich jedenfalls nicht.
    Das Eine macht das Andere -von Außen betrachtet- nicht besser oder schlechter, heißt ich finde beides Mist. Meine Formulierung bezog sich darauf, dass es bei einem Artikel der im Vereinsblatt des VDH erscheint, eben nicht von Außen betrachtet wird. Und solange der VDH Qualzuchten toleriert ja sogar fördert, sollte er sich lieber selbst an die Nase packen und diese schlimmen Mißstände verändern, erst dann hätte ein solcher Artikel dort auch eine ganz andere Relevanz!
    Liebe Grüße von Kamee!


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  24. #24
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    Ich kann mich Kamee nur anschließen. Der VDH sollte sich längst an die eigene Nase fassen und nicht nur der, auch die Kennel Clubs! Mein Rüde hatte auch VDH/FCI und GBF Papiere. 13 Welpen, davon waren fast alle mit 8-9 Jahren bereits tot! Krebs vor allem zzgl. Allergien, atopische Dermatitis etc. Meinen Rüden mußte ich mit 8 Jahren einschläfern lassen, Knochenkrebs. Der Vater wurde ebensfalls nur 8 Jahre, die Mutter auch. Halbbrüder 9 Jahre---> Prostatakrebs, Schwester---> Gebärmutterkrebs......und und und. Meine Hündin, ein Pitbull OHNE Papiere wurde 16 Jahre alt.

    Beispiel gefällig? Bitte, aber nicht unbedingt was für schwache Nerven, aber die Realität: "rassereine Krüppel" http://dokumonster.de/sehen/7464-ras...t-sf-bbc-doku/

  25. #25
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    Also ich verstehe zwar durchaus die Kritik an den Zuchtverbänden, wenn die Hunde allesamt keine hohe Lebenserwartung haben.

    Aber wenn ich dich richtig verstehe, waren das ja alles Krankheiten, auf die man eben bei der Zuchtuntersuchung nicht schauen kann. Daher wüsste ich nicht, was man in der Hinsicht groß verbessern sollte. Man kann natürlich Linien suchen, in denen die Hunde in der Regel alt werden - aber das ist auch nicht so leicht, zumal man ja mit den Hunden züchtet deutlich bevor sie alt werden. Darf ich fragen, was dein Rüde für eine Rasse war? Bullterrier?
    Gruß Cora + Winston


  26. #26
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    Ganz so einfach ist das nicht. Schau dir mal die Krankheiten der American Staffordshire an. Haut, HD, ED, cerebrale ataxie, atopische Dermatitis etc. etc. Bullterrier haben ihre ganz eigenen Krankheiten, die um die primäre Linsenluxation noch erweitert werden, der Mini-Bulli wieder eigene. Die Bereitschaft zu Allergien z.b. wird VERERBT. Züchten heißt, in GENERATIONEN denken, d.h. auch Krebs z.b. fällt in einer Zuchtlinie auf. Es handelt sich allemal um degenerative genetische Defekte und Krankheiten, die den Züchtern bekannt sind, aber es gibt eben auch Züchter, denen das egal ist und die nur auf Ausstellungssiege geiern und deren Nachkommen dann krank sind und ein Leben voller Leid erwartet. Die gibt es nicht nur unter Hundezüchtern, auch unter Pferdezüchtern oder Katzenzüchtern.

    Einer, der mehr testet an seine Hunden ist dieser hier : http://www.rathfelders-am-staffs.de/...20uns%20de.htm

  27. #27
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    http://www.ardmediathek.de/ndr-ferns...entId=15328760

    Interessanter Beitrag zu Rassezucht. Die TÄ im Beitrag hatte neben ihren Pudeln und Elos auch einen Labradoodle-Wurf, daher denke ich passt es hier her.
    Gruß Lieschen Müller

    http://www.gidf.de/

  28. #28
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    Danke für den Link........

    Ich habe von der TÄ einen Elo.......interessant sie mal so zu sehen.........ich hab den Hund ja über eine Blindenführhundeschule bekommen...........

    Woher kennst du sie ?
    Gruß von Kerstin

  29. #29
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    ja, das ist ein sehr interessanter link von Absinth
    die Sendung hatte ich vor kurzem im TV gesehen auf NDR. Aber das schau ich mir nochmal an...
    die Qualzucht- Hunde können einem leid tun, schlimm sowas!

  30. #30
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    Zitat Zitat von absinth Beitrag anzeigen
    http://www.ardmediathek.de/ndr-ferns...entId=15328760

    Interessanter Beitrag zu Rassezucht. Die TÄ im Beitrag hatte neben ihren Pudeln und Elos auch einen Labradoodle-Wurf, daher denke ich passt es hier her.
    Danke dir sehr für diesen Link Ich kann euch allen nur empfehlen, sich diesen Beitrag anzusehen.

    Genau das ist es, was ich zum Ausdruck bringen wollte mit meinen Bedenken zu dem Artikel allein aufgrund der Tatsache dass er im Vereinsblatt des VDH erschienen ist.
    Und ganz ehrlich -auch wenn ich nach wie vor der Auffassung bin, dass auch bei diesen neuen "Züchtungen" wie Labradoodle usw. nicht alles Gold ist was glänzt bzw. besser gesagt bei denen, die diese Hunde züchten und man auch diese Leute und ihr Tun deshalb durchaus kritisch betrachten sollte-, wenn ich mir diesen Beitrag ansehe, kann ich für mich nur einmal mehr sagen: dann wirklich lieber einen Labradoodel, als einen dieser Qualzucht-Hunde.
    Liebe Grüße von Kamee!


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  31. #31
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    Kerstin, ich kenne sie nicht, hab mir nur über ihre Zucht informiert, da ich gerne mehr über Leute weiß, als nur das, was das Fernsehn zeigt.

    Was nutzt ein Verein, wenn er keine Auflagen zur Gesundheit macht. Sei es bei Hunden oder Katzen. Wenn ich sehe, was in den letzten Jahren mit den Maine Coon passiert ist, zum Heulen. Bis heute ist keine Gesundheitsuntersuchung bei der Rasse vorgeschrieben. Aber jeder Depp züchtet, im Verein manchmal nicht besser als ohne.
    Gruß Lieschen Müller

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