Am 02. Oktober diesen Jahres musste meine Pflegestute die ich nun über 2 1/2 Jahre pflegte nach 2 Tagen Kampf erlösen. Da sie eine Kämpferin ist und schon oft im Leben bewiesen hat, das sie eine Kämpferin war often wir auch diesmal das alles gut aus gehen könnte. Doch es kam anders.
Die letzten Stunden am Montag waren eher schon für mich " die unrealistischen Abschiedsmomente". Doch dieser moment wo ich bescheid bekam, dass sie nun erlöst wurden war ... Am Anfang bin ich noch 3 mal auf dem Hof gefahren um mir die realität klar ins Auge zu setzten und mir selber zu zeigen das sie nun nicht mehr bei uns ist (was jedoch nichts gebracht hat). Ein Teil von mir spielt mir selbst nach einem Monat immer noch vor, das sie nur Krankheits bedingt weg ist.

Sie war für mich die erste große Pferde liebe. Ich durfte durch ihr so viel lernen und wurde durch sie mit dem umgang mit anderen Pferden viel sicherer. Sie war das erste Wesen (abgesehen von meiner Familie) die mich so genommen hat wie ich bin. Dich mich bedinungslos Liebte. Es war ein Blindes Vertrauen. Und genau jetzt wo unsere Bedinung unser Zusammenhalt auf dem der Umgang die Fehler kennen komplett war, wurdest du mir wieder genommen. Sie war ein Grass verrückter Isi denn man eigentlich nicht ohne am Strick gehabt zu haben am Gras vorbei gehen konnte. Doch genau in diesem Sommer habe ich durch langes Traning das geschafft wo die Besitzerin sehr Stolz auf mich war. Erst wenn man ihr das Zeichen gegeben hat "jetzt darfst du Fressen" ging der Kopf runter zum fressen.

Da sie schon 28 Jahre alt war habe ich mich früh mit dem Tag X versucht auseinander zu setzen oder versucht mir vorzustellen wie es ohne sie ist. Wie die Situtation sein wird ... Doch das es so qual voll ist hätte ich nie Gedacht.

Die frage nachdem Warum lässt mir keine Ruhe. Genau dieses Jahr sah sie einfach super aus. Hatte gut was auf den Rippen und sah top fit aus. Eine Woche vor dem Tag der alles in Rollen brachte nahm sie noch erfolgreich an einer GHP Prüfung teil.


Seit dem sie nicht mehr ist, ist mir vieles egal geworden. Ich fühle mich als wenn ich keine Gefühle mehr besitzen würde. Als wenn jemand mein Herz rausgerissen hat die hälfte da gelassen hat und genagen ist. Ich weiß nicht was ich für andere Menschen mehr empfinde, die einizgen sind meine Familie und meine 2 besten Freunde. Ich fühl mich leer. Gefühlskalt mir ist es egal ob dort ein kleines Mädchen hingefallen ist und gerade vor schmerzen schreit.

Als ich ihr das letzte mal Fressen aus einer Schüssel gab, lief ihr eine Träne runter... Für mich wird es immer ein Zeichen bleiben. Als ich Nachmittags zu dir kam ... dein letztes mal Wiehern. Und die letzte Umarmung ... Hätte ich gewusst das es die letzte Umarmung wäre, hätte ich diesen Augenblick viel mehr genossen.

Ich finde keinen Antrieb mehr in die Zukunft zu blicken sondern lebe jeden Tag mit dem selbern Schmerz und frage mich immer mehr warum. Und ob es nicht viel einfacher wäre ihr zu folgen. Sobald ich mein Zimmer verlasse trage ich eine Maske, die meinem Sozialenkontakten einn fröhlichen,glücklichen Menschen vorspielt, wenn man mich fragt sag ich immer das es mir gut geht. Ich will nicht Mitleid und ich will auch nicht das Menschen veruschen mir zu helfen, und die garkeine Ahnung haben was man für Gefühle aufbauen kann.

Die frage Warum musstest du gehen ? Warum gerade jetzt ? Was hast du die letzten 2 tage Gefühlt ? Hast du Gefühlt das es Zeit ist zu gehen ? Was hast du die letzten Sekunden gedacht ? Geht es dir gut wo du jetzt bist ? Wo bist du genau jetzt ? Ich fange an Fehler bei mir zu suchen.

Ich vermisse sie soo doll. Ich würde alles dafür geben dich wieder bei mir zu haben. Einfach alles.

Glaubt ihr das es die Situation mehr realiesieren lässt wenn ich mich wieder vor die "leere" Koppel stelle ? Für mich selber kommt es selber Sinnvoll vor und habe das Bedürfnis mich dort hinzustellen.

Wie habt ihr es geschafft den Tod zuverarbeiten?