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Thema: Informationen zu FORL

  1. #1
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    Informationen zu FORL

    Ich möchte hier einen Faden eröffnen, um wichtige Infos zu FORL (Feline odontoklastische resorptive Läsionen) zu sammeln.

    Je nach Literatur variieren die Angaben, dass etwa 40-60% aller scheinbar gesunden Katzen von dieser sehr schmerzhaften Erkrankung betroffen sind. Daher finde ich es umso wichtiger, darüber zu informieren und Katzenpersonal zu sensibilisieren.

    Die FORL bleibt oft unerkannt und wird oft unterschätzt. Die Symptomatik ist vielfältig und diffus. Die Diagnose dagegen ist einfach, wenn der Verdacht einmal besteht, erfodert jedoch im Anfangsstadium den geschulten Blick eines Zahnspezialisten und unbedingt die Aufnahme von Dentalröntgenbildern!

    Mögliche Anzeichen für eine FORL-Erkrankung sind z.B.
    • Maulgeruch
    • Zahnfleischentzündung
    • vermehrtes Speicheln
    • Zähneknirschen
    • fehlende Zähne
    • Kopfschiefhaltung
    • Selbstverletzung im Kopfbereich (auch hinter den Ohren)
    • Erbrechen von unzerkautem Futter
    • Zahnkronendefekte
    • Änderung der Fressvorlieben
    • merkwürdiges Fressverhalten

    Quelle: http://www.tierarztpraxis-buck.de/za...ng-katze-forl/

    Immer noch gibt es Tierärzte, die behaupten, die FORL durch bloßen Blick auf die Zähne erkennen zu können.
    Dass dies nicht möglich ist, davon überzeugen diese Bilder:
    http://www.katzen-forum.net/augen-oh...ml#post3432001
    Das letzte Bild zeigt die Situation, die von außen sichtbar ist...

    Sehr interessante und etwas tiefergehende Informationen sind in diesem Dokument zusammengefasst:
    http://www.vet-dent.com/pdfs/FORL.pdf
    Liebe Grüße von Maria mit Schmustiger Luna, Charakterkatze Flecki & Spanierin Tahira


    Die Katze kann Dein Freund sein, aber sie wird nie Dein Sklave.

  2. #2
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    Hier ein Bild vom Gebiss unserer Luna - die beiden sichtbaren Backenzähne sind (wie sich beim Dentalröntgen herausstellte) von FORL betroffen, auch wenn man meinen könnte, es sei einfach nur vermehrt Zahnstein vorhanden:




    Das dazu gehörige Röntgenbild wirkt auf den Laien recht normal, untermauert den Verdacht jedoch:

    Liebe Grüße von Maria mit Schmustiger Luna, Charakterkatze Flecki & Spanierin Tahira


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  3. #3
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    Danke Maria,daß ist ein sehr gute Idee

    Du hast in einem anderen Faden sehr gut erklärt,was da zu sehen ist.Würdest du das nochmal wiederholen ?
    "Was Du nicht willst das man Dir tut,das füg' auch keinem anderen zu"
    Liebe Grüße Melanie mit
    sowie den Pflegekatzen Ashanti,Sarabi,Akela und Susi

  4. #4
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    Dazu zitiere ich mich mal selbst:
    Zitat Zitat von marylou Beitrag anzeigen
    Dort wo die Zahnsubstanz dunkler erscheint, ist sie zu mindestens 40% aufgelöst (der Grauschleier entlang des Kieferknochens unterhalb der Krone; anfängliche Auflösungserscheinungen kann man im Röntgen noch gar nicht erkennen). Der linke Zahn hat eine kleine Lücke auf der rechten Seite - ein Spalt zwischen Zahn und Kieferknochen vom Zahnfleischrand ausgehend. Beim rechten Zahn sieht man ganz deutlich den dunkelgrauen Klecks in der "Spitze", wo die beiden Wurzeln zusammen laufen. Die Wurzeln sollten komplett im Kieferknochen eingebettet sein, aber hier liegt die "Spitze" wegen der Auflösungserscheinungen offen.
    Edit: Die ebenfalls grau erscheinende, bogenförmig im Zahn verlaufenden Pulpa hat natürlich nichts mit Auflösungserscheinungen zu tun. Durch die Pulpa wird der Zahn versorgt, darin verlaufen Nervenbahnen, Blut- und Lymphgefäße.
    Liebe Grüße von Maria mit Schmustiger Luna, Charakterkatze Flecki & Spanierin Tahira


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  5. #5
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    Gute Idee Maria!
    Was auf dem Röntgenbild zeigt die Forl (hab sowas ja noch nie gesehen)?

  6. #6
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    Zitat Zitat von Yvchen Beitrag anzeigen
    Gute Idee Maria!
    Was auf dem Röntgenbild zeigt die Forl (hab sowas ja noch nie gesehen)?
    Huhu Yvonne! Ich hab versucht, das bei Post #4 zu erklären
    Extreme Beispiele sind hier gezeigt: http://www.vet-dent.com/pdfs/FORL.pdf
    Liebe Grüße von Maria mit Schmustiger Luna, Charakterkatze Flecki & Spanierin Tahira


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  7. #7
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    Sehr gute Idee, dafür einen Thread zu erstellen - und sehr gut erklärt. Mittlerweile vermuten Tierzahnärzte, dass ca. 70% aller Katzen irgendwann in ihrem Leben FORL bekommen. Interessanterweise ist FORL keine moderne Zahnerkrankung, man hat tatsächlich auch ägyptische Katzenmumien gefunden, die daran erkrankt waren.

    Es gibt einen sogenannten Schlüsselzahn, der oft zuerst betroffen ist, ein Spezialist kann daran zumindest schon einmal einen Anfangsverdacht bestätigen.

    Bei mir haben bzw. hatten zwei Katzen FORL - Gizmo und Lucky.

    Gizmo wurden in zwei OPs alle Zähne bis auf die Canini und die Flohzähnchen gezogen - seitdem ist Ruhe mit der Zahnfleischentzündung. Ich durfte bei seiner OP aufs digitale Röntgenbild schauen, und bin echt zusammengezuckt, als ich den am schlimmsten befallenen Zahn sah, denn der sah aus, als hätte jemand ein Wattestäbchen in Säure getaucht und den Zahn damit angestupst.

    Bei Lucky hat mein alter TA einfach nur schlechte Zähne und Neigung zur Zahnsteinbildung vermutet. Tja, das wars dann leider nicht nur. Auch bei ihm wurden diverse Zähne entfernt - und jetzt hat er keinerlei Probleme mehr mit Entzündungen.

    Ich würde jedem, der eine Katze mit Zahnproblemen hat, sehr ans Herz legen, einen Tierzahnarzt aufzusuchen, denn "normale" Tierärzte haben einfach nicht die nötige Ausbildung. Es gibt von diesen Spezialisten ein Verzeichnis, bei dem man nach Postleitzahl suchen kann. Und mal ehrlich - würden wir selbst mit einem vereiterten Zahn zum Allgemeinarzt statt zum Zahnarzt gehen?
    Birgit mit Cameo, Birdie, Kezia und Woody & den Sternenkatern Kimba, Lucky und Gizmo ganz fest im Herzen

  8. #8
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    Hier das oben bereits gezeigte Röntgenbild mit den Erklärungen - vielen Dank für die Bearbeitung an Melanie/ Shingalana!

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  9. #9
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    Zitat Zitat von Quaisoir Beitrag anzeigen
    Sehr gute Idee, dafür einen Thread zu erstellen - und sehr gut erklärt. Mittlerweile vermuten Tierzahnärzte, dass ca. 70% aller Katzen irgendwann in ihrem Leben FORL bekommen. Interessanterweise ist FORL keine moderne Zahnerkrankung, man hat tatsächlich auch ägyptische Katzenmumien gefunden, die daran erkrankt waren.
    Auch bei vielen Großkatzen (Tiger, Löwe usw.) konnte bei toten Tieren in freier Wildbahn FORL festgestellt werden. Die FORL wurde oft sogar als ursächlich für den Tod der Tiere festgestellt, weil aufgrund der unerträglichen Schmerzen irgendwann das Fressen eingestellt wurde und die Tiere so jämmerlich verhungerten.

    Ein Zusammenhang mit der Ernährung wird nach aktuellem Stand der Wissenschaft ausgeschlossen. In den letzten Jahren wurde inbesondere untersucht, ob das Mineralstoffverhältnis in Fertigfutter ursächlich sein könnte, es konnte aber kein signifikanter Zusammenhang hergestellt werden.

    Da jedoch insbesondere von FORL betroffenen Katzen zu verstärkter Zahnsteinbildung neigen, ist die regelmäßige Gabe von rohem faserreichen Fleisch zur Unterstützung der Zahnpflege empfehlenswert. Noch besser wäre es freilich, zur Zahnbürste und entsprechender Zahnpasta für die Katz zu greifen, doch ist bei den meisten Katzen eine Anwendung nicht möglich.
    Liebe Grüße von Maria mit Schmustiger Luna, Charakterkatze Flecki & Spanierin Tahira


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