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Thema: Kater kratzt an den Tapeten, kann man ihm das abgewöhnen?

  1. #1
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    Kater kratzt an den Tapeten, kann man ihm das abgewöhnen?

    Hallo allerseits,

    wie schon in der Überschrift beschrieben, hab ein kleines Problem. Ich habe 2 Kater, der eine, Loki, ist jetzt 19 Wochen alt,der zweite, Odin, jetzt 16 Wochen. Nachdem ich zwar mit Katzen aufgewachsen bin, sind die beiden meine ersten "eigenen".

    Das Problem hab ich mit meinem Loki. Er geht andauernd und an verschieden Stellen, obwohl wir einen Kratzbaum haben, den er auch gerne benutzt, an meine Tapete. Gibt es eine Möglichkeit, dass ich ihm das abgewöhnen kann?

    Liebe Grüße Claudia

  2. #2
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    Hallo Claudia

    Wenn Katzen kratzen, hat das verschiedene Gründe bzw Funktionen.
    Einmal natürlich das Krallenschärfen und auch das sich dabei strecken und lang machen und aufrichten. Leider haben die wenigsten handelsüblichen Kratzbäume Säulen, die wirklich lang genug dafür sind bzw selbst wenn ist meistens irgendwas montiertes im Weg (eine ebene, so ne rolle usw). Wie sieht das bei euch aus? Gegebenenfalls eine Ebene oder sowas rausmontieren, wenn das geht. Ansonsten kann man Kratzbaumsäulen auch eizeln kaufen und dann eine sehr lange einbauen

    Dann gibt es Kratzmarkierungen, also ein optisches Zeichen für alle anderen Katzen "Das hier ist mein Revier!" Für die Katze ist das ein wichtiges Signal, das regelmäßig aufgefrischt werden muss.
    Diesem Bedüfnis mit einem Kratzbaum nachzukommen, ist nicht so einfach, weil er eben nur an einer Stelle in der Wohnung steht. Dieser Standort ist deshalb sehr wichtig. Am besten kommen meist solche an, die am Fenster stehen. Ggf also mal den Standort eures KBs ändern.
    Zusätzlich bietet es sich an, wenn man Kratzmatten oder -bretter (oder auch einfach ein Stück Sisalteppich) an einschlägigen Stellen anbringt. Bei mir zB an der Balkontür. Gerade Ein- und Ausgänge sind aus Katzensicht wichtig zu markieren, denn da können es andere sehen und es kommen immer Personen rein und raus, die fremde Gerüche mitbringen usw.
    Beobachte also mal, ob es Stellen gibt, wo er es immer macht. Dort würde ich dann so eine Möglichkeit anbringen.

    So, und dann gibt es noch das Kratzen aus Langerweile. Dem kann man zum einen Entgegenwirken. Da du zwei Miezen hast, hast du bestmöglich vorgesorgt Trotzdem kannst auch du eine Menge anbieten. Dazu reicht schon ein Karton, in den man Löcher reinschneidet. Oder zwei zusammenklebt, schon hat man einen Tunnel. Papierschnipsel, Heu oder Laub rein, ein paar Leckerlis drin verstecken. Da gibts tausend Möglichkeiten, die Katzen zu beschäftigen und ihre Neugier und Energie auf was anderes zu lenken.
    Wenn er es dennoch weiter tut, hilft nur viel Konsequenz. Immer wieder deutlich nein sagen und ihn wo anders hin schicken. Bitte keine Wasserspritzen oder sowas benutzen. Es ist ein Irrglaube, dass die Katzen das nicht mit dem menschen in Verbindung bringen, der das tut. Auch Fernhaltesprays sind sinnlos, die funktionieren meist nicht. Katzen mögen keine Zitrusgerüche; jedoch können sich, wenn man das Revier der Katze mit Gerüchen bestückt, die sie hasst, andere unangenehme Folgen ergeben (zB Katze pinkelt drüber, um den Geruch zu überdecken). Also auch nicht wirklich empfehlenswert.
    Was bei machen Katzen hilft, ist die Stelle eine Weile mit Alufolie oder Frischhaltefolie zu bekleben. Viele Katzen mögen das geräusch / das Gefühl unter den Pfoten nicht.

    Generell, das weißt du sicher, ist Katzenerziehung äääh schwierig Am besten fährt man, wenn man die Katze auslastet und ihr Möglichkeiten bietet, ihr natürlliches Verhalten auszuüben, denn dann braucht sie das nicht mit anderem Verhalten zu kompensieren. Kratzbretter, evtl den KB umbauen und umstellen und viel Abwechslung bieten sind da ein ganz guter Weg!
    Liebe Grüße von


  3. #3
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    Danke für die schnelle Antwort

    Ich hab tatsächlich nur einen "0815" Kratzbaum Ich denke ich werde mich mal demnächst nach einen passenderen umschauen.

    Die Kratzspuren finde ich nur direkt gegenüber der Wohnungstür und links und rechts neben den Badezimmerfenster und den Schlafzimmerfenstern, würde also mit den Reviermarkierungen hinkommen

    Das mit den Kartons ist eine spitzen Idee werd ich gleich mal ausprobieren

    Was das Thema Erziehung bei den beiden angeht, naja die sind so ziemlich Erziehungsresistent hab ich gemerkt

    Danke für den Rat

    Liebe Grüße

    Claudia

  4. #4
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    Was du zusätzlich machen kannst: Immer wenn er an die Tapete geht, dann nimm ihn und trag ihn zum Kratzbaum. Nimm seine Pfötchen, wenn er das zulässt und "kratz" damit vorsichtig am Sisal. Immer wenn er den Kratzbaum benutzt gib ihm gleich was leckeres. Ich hatte ne Malzpaste da liegen und hab ihr immer Gleich die Tube vor die Nase gehalten. Allerdings sind Katzen nicht doof. Meine hat sich nach ner Zeit neben den Kratzbaum gesetzt und gewartet bis ich sie anschaue. Dann hat sie mich angeschaut und angefangen zu kratzen. Sie wollte eben ein Leckerli
    Liebe Grüße
    Chris, Peggy und Hope


    Tagebuch von Hope und Peggy

  5. #5
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    Puh - bei meinen ersten Fellmonstern (ist aber schon über 30 Jahre her) - hatte ich irgendwann verstanden, dass sie eigentlich gerne mit mir morgens das Haus verlassen hätten - da ich im 6. Stock einer Siedlung wohnte, war das schlecht möglich.

    Meine Lösung damals war: Eine wirkliche Kratzbaum-Landschaft anzuschaffen, die Türecken mit Sisal-Ecken zu verkleiden - und (ganz pragmatisch) - die Wohnung zu renovieren. Statt Tapeten gab es dann gestrichenen Rauputz.

    Inzwischen ist viel Zeit vergangen - und die Attacken meiner heißgeliebten Fellmonster gegen Tapeten und Polstersofas interpretiere ich inzwischen anders. So lieb sie sind - sie wurden niemals echte Haustiere.
    Gehorsam kennen sie nicht: Sie sind "kleine Wilde", die ihre Freiheit und Eigenständigkeit schätzen und lieben. Wer in einer Katze ein Schmusetier sieht, hat sich für den falsche Mitbewohner entschieden.

    Natürlich genieße ich es, wenn ein Katerchen in meinen Armen liegt und laut schnurrt, kurz bevor ich einschlafe - mich tröstet, wenn ich weine - mit mir spielt und Bällchen jagt oder den Wollfaden verfolgt, den ich durch das Wohnzimmer ziehe.

    Jeden Morgen ist mindestens eine meiner beiden Katzendamen in der Küche und mauzt - lautstark - fordernd: Der Futternapf ist leer.
    Dabei darf ich NIE vergessen, dass eine Katze immer ein kleiner Jäger ist und es tief in der Seele immer bleiben wird.
    Auch wenn die Lieblingsbeschäftigung "Dösen, Schlafen" ist - so bleibt eine Katze immer ein Dämmerungsjäger - selbst im Halbschlaf registrieren unsere Fellmonster den Schatten der Maus, die es wagt, in der Küche auch nur an den Käse zu denken.

    Wollen wir unsere Fellnasen glücklich machen (und wollen wir verhindern, dass sie Tapeten und Sofas zerfetzen), dann müssen wir sie genau damit beschäftigen: Mit der JAGD ... auch wenn die Mäuse aus Kunststoff sind - oder aus Stoff bestehen. Sogar ein Wollfaden reicht - oder eine Feder, die aus dem Federbett herausgefallen ist.
    Auch ein Laserpointer kann diesen "Trieb" besänftigen (aber bitte immer aufpassen, dass der Punkt nicht auf die Augen gezielt wird).

    VIEL Zeit braucht es gar nicht - denn unsere Fellmonster sind keine Hunde -die Lieblingsbeschäftigung ist und bleibt schlafen, dösen, sich selbst putzen ... nur in der Dämmerung, so eine gute Stunde am Tag, vorzugsweise in der Abenddämmerung: Da brauchen sie mehr als Schmusen und Kuscheln ... sondern Aufmerksamkeit und Beschäftigung: Jagd

    Eine zufriedene und ausgelastete Katze zerfetzt keine Tapeten oder Sofas ... ein phantasievoller Katzenkratzbaum ist nur der erste Schritt ... unsere Lieblinge wollen jagen ... das können wir ihnen aber im SPIEL geben, wenn wir uns die Zeit nehmen, uns mit ihnen zu beschäftigen ... Ein Wollfaden, den man über den Boden zieht, kann da schon reichen ... ab und zu sollte unser Stubentiger ihn "fangen" (Erfolgserlebnis) .... manchmal sollten wir das Ende aber auch so wegziehen, dass sie ihn nicht erwischen ... wie die Maus, die in ihrem Versteck verschwindet.

    In diesem Sinne:
    Bine

    Ob eine schwarze Katze Unglück bringt oder nicht, hängt davon ab, ob man ein Mensch ist oder eine Maus.

    Filou *< 1997 +16.06.2013


    Tierschutz findet man nicht im Gesetzbuch, sondern im Herzen - und man sollte dabei auch den Verstand einschalten.

  6. #6
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    Hi,

    mein früherer Kater ging überhaupt nicht an Tapeten...obwohl er sonst ein ausgesprochener Rowdy war...er hatte dafür ein Bein meines "Kippendaile"-Sessels (Holz) vor...also hab ich ihm ein Kratzbrettdaraufgebunden...von da an...hat er das andere Sesselbein benutzt...
    Meine Jetzige Katze geht...sie ist sonst echt eine ganz liebe...leider gern an Tapeten...im Flur hab ich schon alles in Katzenhöhe mit Kratzbretter versehen...nur an der wand, wo mein Bett steht geht sie natürlich ghern mal etwas "tapezieren"...na ja...zumindest die Vorarbeit will sie da leisten...hab gerade bei Zoo+ die schönen Kratzmatten bestellt...damit wird jetzt die Wand bestückt...und ich mach mich nicht mit lächerlichen "Erziehungs"versuchen zum dummy der Nation...
    Besides...meine Tante hatte ne Freigängerkatze...also...Abwe chslung hatte das Mädel zur Genüge...die kratzte mit Vorliebe an Tapeten...


    Gruß


    yarrow

  7. #7
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    Tja meine Candy markiert kräftig.....kratzenderweise und auch Pippi. Sie hat die Türe meiner Mitbewohnerin markiert, so dass diese Abends eine Pfütze hatte wenn sie heim kam. Das sie in dieses Zimmer nicht rein darf hat sie nicht gepackt.

    Inzwischen ist die Zimmertür abgeriegelt (ich hab ne Drahtsache drangebaut) und meine Mitbewohnerin wirft mit Leckerlies um sich sobald sie nach hause kommt. Das haben wir erledigt.

    Aber die Wohnungstür...das ist nun mal die Tür die zu ist wenn sie nicht mehr raus sollen. Daran wird sich nix ändern.

    Ich versuche grad den Feliway-Stecker......abwarten
    Gesicht gesträubt:
    die Iris weit:
    Ein unentschlüsselbarer Blick:

    auf kleinen Pfoten läuft
    ein Stück von Leben
    mit uns durch die Zeit.



    (Günter Kuntert)

  8. #8
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    tja, dieser beitrag ist doch ein statement gegen tapeten
    ich habe keine, deswegen nehmen beide katzen die stühle immer gleich, wenn sie nach oben komnmen - also klares markierverhalten. mein versuch, den stuhl mit einem kratzbrett abzudecken, wurde damit beantwortet, den anderen stuhl zu nehmen
    damit war ich geschlagen. zur ehrenrettung meiner katzen muss man sagen, dass ihr lieblingstuhl (sie kratzen seitlich an der sitzfläche und an der lehne) derjenige ist, dessen beine ein pflegehund schon mal mit einem knabberspielzeug verwechselt hat - sage einer also nicht, katzen wüssten nicht, was soweiso auf den sperrmüll gehört

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