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Thema: Darf ein Tierarzt eine misslungene OP voll in Rechnung stellen?

  1. #1
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    Darf ein Tierarzt eine misslungene OP voll in Rechnung stellen?

    Hallo,

    meine Maunzi wurde vor kurzem von unserem Tierarzt in Augennähe operiert. Die OP ging derartig daneben, dass Maunzi hinterher das Auge nicht mehr komplett schließen konnte und große Schmerzen wegen einer Entzündung erleiden musste. Nach einigen Untersuchungen in der Uni-Tierklinik, die aber nicht recht erfolgreich waren, sind wir bei einem Tierarzt gelandet der auf Augenkrankheiten spezialisiert ist und der gleich erkannte, dass das von selber nicht mehr wird. Maunzi musste sofort neu operiert werden. Das ist gestern geschehen. Ich habe knapp 800 Euro dafür bezahlt - und Maunzi muss lange leiden, denn das betroffene Auge wurde für mehrere Wochen zugenäht. Die Katze hat unheimlich viel hinter sich und es ist noch nicht ganz sicher, ob die neue OP wirklich den gewünschten Erfolg bringt. Möglicherweise muss später noch einmal operiert werden.

    Das ist alles sehr ärgerlich und es hat mich menschlich sehr enttäuscht, dass unser langjähriger Haustierarzt, der diese erste OP durchgeführt hat, niemals auch nur einen Anruf getätigt hat, um sich nach Maunzis Befinden zu erkundigen. Ich habe ihn dann zweimal angerufen, um ihn zu benachrichtigen, wie sehr seine OP daneben gegangen ist. Ein Wort des Bedauerns kam dabei nie von dem Arzt. Dafür kam heute die Rechnung, er möchte über 500 Euro für diese misslungene OP haben.

    Muss ich das wirklich bezahlen, weiß das jemand?

    Gruß
    catty

  2. #2
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    Hat man denn bei den Folgeuntersuchungen seitens der Uniklinik oder des Augenspezialisten gesagt, das es ein OP Fehler war ??? Wenn ja, wäre man dort bereit dir das schriftlich zu bestätigen ?? Wenn nicht glaube ich eigentlich nicht, das du um die Bezahlung der Rechnung herumkommst. Sicher kann dir das aber nur ein RA sagen.

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  3. #3
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    Was wurde denn operiert?

    Es kommt darauf an, ob dem Haustier ein Fehler unterlaufen ist und ob das nachweisbar ist.

    Es kann bei jeder Operation etwas schief gehen, dass nicht Fehler des Operateurs ist.
    Und es gibt Fehler der Operateurs, die aber nciht nachweisbar sind.
    Wir kennen hier nicht die genauen Hintergründe, was operiert worden ist,
    wie riskant die OP von vornherein war....
    Wir hier sind keine Juristen. Und selbst wenn wir unserem Gefühl folgen können wir schwer daneben
    liegen. Und das hilft Dir bestimmt nicht weiter.

    Das hier ist so ein heikeles Thema. ich würde Dir empfehlen einen guten Rechtsanwalt aufzusuchen.

    Und vor allem würde ich Dir empfehlen, alles was mit der OP und dem Operateur zu tun hat, schriftlich
    zu machen. Was unter vier Augen gesprochen worden ist, hat kaum Beweiskraft.

    Und leider gilt auch hier noch immer:" Auf hoher See und vor Gericht sind allle in Gottes Hand".
    Es gibt einfach unsere Gesetze, es gibt Juristen, die bei der Sache nicht dabei waren. Und es liegt
    an den Juristen, die Beweise zu würdigen.

    Es ist toll, dass Deine Maunzi in Dir eine so tolle Freundin gefunden hat, die keine Kosten und Mühen scheut
    um dem armen Tier zu helfen.
    Mir tut Deine Maunzi unendlich leid. Aber sie ist bestimmt eine starke Katze.
    Irgendwann wird sie die OP vergessen haben. Katzen haben die Gabe das Leben so zu nehmen, wie es eben ist.
    Aber ich bin fest davon überzeugt, dass sie genau weiß, dass Du gut zu ihr bist.

    Ich wünsche Dir viel Kraft!
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  4. #4
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    Es handelt sich dabei um einen Dienstvertrag, nicht um einen Werkvertag wie bei ner Autoreparatur. Das bedeutet, der Tierarzt macht so gut er kann, wofür du ihn bezahlst - ohne Garantie auf das Ergebnis. Wenn er nach bestem Wissen handelt und keinen offensichtlichen Fehler macht, dann ist die Rechnung definitiv auch zu bezahlen, der Tierarzt ist schließlich kein Automechaniker, es geht um lebende Wesen und eine Entzündung kann nun mal vorkommen...Solltest Du Verdacht haben, dass er gegen die Sogfaltspflicht verstoßen hat, bräuchtest du mit Sicherheit ein Gutachten und könntest Dich ggf. an die für dich zuständige Landestierärztekammer wenden - dafür bräuchtest Du aber vermutlich einen laaaangen Atem...

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018), Orko (2001 - 2019) und Gandalf (2002 - 2016)

  5. #5
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    Hallo,

    bei der ersten Operation wurde eine krebsverdächtige Hautstelle über dem Auge entfernt. Der Tierarzt hatte gesagt, dass die OP völlig ungefährlich wäre, da es ja nur eine oberflächliche Wunde sei. Als ich die Katze zurück bekam, konnte sie das Auge nicht mehr schließen. Der Tierarzt sagte, das wäre die Schwellung und in zwei Tagen wäre wieder alles in Ordnung. Dem war aber nicht so. Der Katze ging es von Tag zu Tag schlechter. Das Auge trocknete aus und entzündete sich. Das sind höllische Schmerzen für die Katze!

    In der Uni-Tierklinik konnten sie mir nicht so wirklich weiterhelfen. Außer Salbe in das Auge geben und abwarten, fiel denen nichts ein. Die Salbe musste alle 2 - 3 Stunden eingebracht werden, auch nachts. Das hätte auf unbestimmte Zeit so weitergehen sollen, zumindest habe ich das so verstanden, aber möglicherweise hatten wir Kommunikationsprobleme.

    Ich bin echt froh, dass ich den Augenspezialist gefunden habe, der dann wirklich was getan hat, was Hand und Fuß hat und ich hoffe, dass Maunzi das alles übersteht. Sie ist noch immer total fertig und kommt mit dem Trichterkragen schlecht zurecht.

    So richtig festlegen wollte sich aber kein Tierarzt, wegen dem Operationsfehler. Sie alle waren sich zwar einig, dass da was schiefgelaufen ist, aber keiner sagte definitiv, dass den Tierarzt die Schuld trifft. Wahrscheinlich werde zahen müssen. Ich habe zwar eine Rechtschutzversicherung, bin aber nicht sicher, ob so ein Fall darin abgesichtert ist. Muss da mal nachfragen.

    Viele Grüße
    catty

  6. #6
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    Ich kann ja nachvollziehen, dass das unbefriedigend ist, 500 Euro zahlen zu müssen, wenn das Ergebnis so schlecht war. Aber der Tierarzt hatte ja auch Ausgaben und anscheinend ja nicht fahrlässig gehandelt, sondern so gut gemacht, wie er konnte. Wieso darf er dann nicht das Geld für seine Arbeit verlangen? Übrigens müssen TÄ nicht - im Gegensatz zu Humanmedizinern - jedes mögliche OP-Risiko nennen. Wenn Du ihm nicht nachweisen kannst, dass die tierärztliche Sorgfaltspflicht verletzt wurde, dann musst du die 500 Euro zahlen.

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018), Orko (2001 - 2019) und Gandalf (2002 - 2016)

  7. #7
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    das ist wirklich gut - für den Tierarzt. Im nächsten Leben werd ich dann auch Tierarzt.

  8. #8
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    Ja mach mal. X Jahre Studium und danach gehörst Du zu den am schlechtesten bezahlten Akademikern... Ein Tier ist keine Maschine und ein Tierarzt auch kein lieber Gott. Er hat gearbeitet, er hat Zeit und Materialien investiert, er hat Anrecht auf sein Geld. Du bezahlst ja auch nen Anwalt, wenn du den Fall nicht gewinnst oder nen Englischlehrer, wenn Du trotzdem nachher nicht perfekt Englisch kannst. Verstehe die Einstellung nicht!

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018), Orko (2001 - 2019) und Gandalf (2002 - 2016)

  9. #9
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    Hallo Sheratan

    mir ist schon oft aufgefallen, dass Du die armen Tierärzte für völlig überarbeitet und unterbezahlt und die Ausbildung für übermäßig lang und hart und nicht angemessen hälst.
    Abgesehen davon, dass der TA im Gegensatz zum Humanmedizinder mit Kassenvertrag nur Privatpatienten mit Barzahlung hat.

    Aus welcher persönlichen Eerfahrung resultiert das.
    Bei uns im Städle können die Tierarztgattinnen noch recht gut in den edelsten Geschäften kaufen... Im Gegensatz zu Hausärzten, die oft am Limit sind...

    Gruss
    Leigh44


    Meine Zoe und Jacky...

    Vielen Dank an alle Katzenfreunde. Ich hätte nie gedacht auch einer zu werden, aber jetzt liebe ich sie über alles.........................

  10. #10
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    Ich müsste die Quelle nochmal raussuchen, wo ich das gelesen habe, dass Tierärzte zu den am schlechtesten bezahlten Akademikern gehören. Zum Beispiel hier ist gibts einige Infos über den Bruttoverdienst junger TÄ. http://www.faz.net/aktuell/beruf-cha...n-1871775.html Jedenfalls hat es keine persönlichen Gründe, ich bin auch nur Kunde da und habe auch keinerlei medizinische Ausbildung gemacht, noch bin ich mit Tierärzten verschwägert oder ähnliches. Ich sehe nicht, wo ich nicht objektiv war in meinen Statements.

    Ich weiß ja nicht, wie viele "Tierarztgattinnen" (übrigens lag der Frauenanteil 2004 bei fast 50 Prozent) du kennst? Ich rede im übrigen auch nur von praktizierendenn Tierärzten, nicht von verbeamteten oder in Unternehmen oder der Forschung tätigen.

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018), Orko (2001 - 2019) und Gandalf (2002 - 2016)

  11. #11
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    Hallo,

    ja hier geht es um angestellte Tierärzte, bei den Angestellten geht es ja überall ziemlich bergab.
    Ich wage zu behaupten, dass es den Selbständigen TA´s mit gutem Ruf und vollen Praxen hier sehr sehr gut geht!

    Sie bekommen mehr als ein Arzt der Menschen behandelt und laufen geringeres Risiko bei einem Kunstfehler verklagt zu werden.
    Eine lebenslange Rente müsste ein TA niemals zahlen.

    Es werden ja "Sachen" behandelt.

    Gruss
    Leigh44


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  12. #12
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    So, Informationen zum FERTIGEN TA die ein Mittelwert sind.
    Es gibt ein drunter und drüber.
    http://gehaltsreporter.de/gehaelter-...bis-z/179.html


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  13. #13
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    Hallo Catty,

    ich würde die 500 EUR nicht zahlen.
    Ich würde um ein Gespräch bitten, der TA sagen dass sie in Deinen Augen einen schwerwiegenden Fehler begangen hat und sich nichtmal gemeldet hat obwohl sie wusste, dass es Deinem Tier nach Ihrer OP noch schlechter ging.

    Dass Du es nicht einsiehst dafür volle 500 EUR zu zahlen. Wenn sie dann den Preis mindert vielleicht ok.
    Sonst würde ich ihr damit drohen eine Schadensersatzklage mit den anderen TA Kosten gegen Sie einzureichen, die sie dann ganz sicher zu zahlen hat. Und Du gingst ganz sicher damit vor Gericht.

    Und dabei würde ich ganz unnachgiebig, vollkommen selbstsicher und so auftreten, dass sie denkt Du machst das echt.

    Und wenn sie dann mehrfach mahnt und Du merkst Du hast keine Rückendeckung Deiner Rechtsschutz und Sie geht auch nicht im Preis runter dann kannst Du ja immer noch zahlen.

    Du kannst es ja bis zum Mahnbescheid gehen lassen, damit sie merkt dass Du es echt ernst meinst. So sauer wie ich wäre wären mir die Kosten (ca 100 EUR) dann auch egal.

    Erst dann würde ich zahlen. Bis dahin würde ich sie belästigen mit Androhungen einer Schadenseratzklage und weiterem....

    So würde ich es machen wenn es einer mit meiner Dicken oder der Kleinen so machen würde.
    Ich würde Ihr soviel Ärger machen, dass sie nicht mehr geradeaus sehen kann , bis sie mir glaubhaft erklärt warum es nicht ihre Schuld war.
    So wie ich es auch machen würde bei einem Humanmediziner und einem Menschen.

    Gruss
    Leigh44


    Meine Zoe und Jacky...

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  14. #14
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    Leigh, selbst wenn die Zahlen stimmen sind 54.000 Euro im Jahr doch nicht viel, wenn du davon noch Altersvorsorge und Steuern zahlen musst (ich denke, das ist hier definitiv nicht mit drin, oder?) und vielleicht sogar noch Krankenkasse, Pflegeversicherung, ich weiß nicht, ob die da schon drin ist? Du hast das wirtschaftliche Risiko zu tragen, Praxis-Miete zahlen, deine Helferinnen...

    Also selbst wenn ich unrecht hätte und alle Tierärzte reich wären, dann ändert das ja nix daran, dass der Tierarzt eine Leistung erbracht hat und sich das Geld "verdient" hat. Meine Aussage mit dem schweren Stand der TÄ war nur auf das "dann werde ich im nächsten Leben TA" des Threaderstellers bezogen. Ich sage ja auch nicht zu meinem Zahnarzt "was ist das, ne goldene Rolex?? Ich soll die rausgefallene Füllung nochmal zahlen? Nee, machen Se das mal so!"

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018), Orko (2001 - 2019) und Gandalf (2002 - 2016)

  15. #15
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    Zitat Zitat von Leigh44 Beitrag anzeigen
    Ich würde um ein Gespräch bitten, der TA sagen dass sie in Deinen Augen einen schwerwiegenden Fehler begangen hat und sich nichtmal gemeldet hat obwohl sie wusste, dass es Deinem Tier nach Ihrer OP noch schlechter ging.
    Was war denn der grobe Behandlungsfehler? Kein Folgearzt konnte einen benennen. Und wenn es dem Tier schlecht geht, meldet sich ja wohl der Halter und nicht der Arzt in der Regel?! Ich kann mich hier echt nur noch wundern. Hast einmal ne Mahnung mit Fristnennung und die Frist ist abgelaufen musst du im Zweifel übrigens für Anwaltkosten aufkommen, wenn der Tierarzt neben seiner täglichen Arbeit keine Lust hat, sich mit sowas auseinanderzusetzen.

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018), Orko (2001 - 2019) und Gandalf (2002 - 2016)

  16. #16
    Steppenläufer Guest
    Zitat Zitat von Leigh44 Beitrag anzeigen
    Bis dahin würde ich sie belästigen mit Androhungen einer Schadenseratzklage und weiterem....

    So würde ich es machen wenn es einer mit meiner Dicken oder der Kleinen so machen würde.
    Ich würde Ihr soviel Ärger machen, dass sie nicht mehr geradeaus sehen kann , bis sie mir glaubhaft erklärt warum es nicht ihre Schuld war.
    Leigh, bitte lies dir diese Seite einmal durch, mit Nachstellungen ist nicht zu spaßen: http://de.wikipedia.org/wiki/Stalking
    Ich hoffe mal, du hast dich nur unglücklich ausgedrückt und rufst hier nicht wirklich zu Straftaten auf

    Sheratan hat völlig Recht, ein Tierarzt kann und darf erbrachte Leistungen voll in Rechnung stellen. Ob die erbrachte Leistung eventuell nicht ausreichend war, können nur Gutachter und Gerichte entscheiden.

  17. #17
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    Hallo,

    also die Zahlen waren das Gehalt, somit Netto nach Abzug von allem. Aber das würde Dein Weltbild der TA´s die am Hungertuch nagen zerstören. Und das bei den Wucherpreisen, zumindest hier bei uns in der Gegend...


    Zweitens, Catty hat gesagt dass sie die Ärztin informiert hat und NICHTS kam ausser einer Rechnung.
    Drittens denke ich ich bin so rechtssicher, dass die Aussage in einem Gespräch unter 4 Augen (keine rumgebrülle vor Fremden mit Behauptungen die Geschäftsschädigend sein könnten ) selbst wenn die Helferinnen dabei wären keine Straftat sind.


    Wenn Catty sagt sie glaubt es war ein Fehler, sie möchte nicht bezahlen, sie lässt das zur Not von Gutachtern und Richter entscheiden ist das keine Straftat. Wenn sie sagt sie denkt darüber nach eine Schadensersatzklage einzureichen. Wo ist da eine Straftat?

    Es riecht nur nach Unannehmlichkeiten und Ärger und Papierkram und könnte die TA dazu bringen die Rechnung zu mindern.

    Jeder hat das Recht jede Rechnung solange für ungerechtfertigt zu halten bis die Richtigkeit der Rechnung gerichtlich entschieden wird.
    Dies ist alles vollkommen legal. Jeder kann auch auf Schadensersatz klagen auch wenn er wenig Möglichkeiten auf einen Sieg des Prozesses hat.
    Wo ist die Straftat?

    Ich habe nicht gesagt erzähle aller Welt die Dame ist unfähig oder setze falsche Behauptungen in Umlauf die ehrverletzend sind.

    Ich sagte, gehe hin, spreche mit ihr, sage ihr dass du denkst sie hat in der OP etwas falsch gemacht und du denkst über eine Schadensersatzklage nach und sehe ob du etwas rausholen kannst für dich.

    Ich habe auch nicht gesagt, entweder du tust das oder ich mache das....

    Und dann warten was geschieht.

    Das ist legal, aber man kann ja immer gleich den Schwanz einziehen und den Überweisungsträger ausfüllen...
    Oder man ist sauer und versucht was man kann

    Ach und Stalking wäre Nachstellung, aber einen Termin und ein Gespräch und eventuell ein zweites und ein paar Briefe sind kein Stalking. Sondern gehören zu Beschwerden dazu. Ich sagte nicht zu Hause aufsuchen. Dafür gibt es eine Praxis und eine Geschäftsadresse.

    Aber man kann auch einfach sagen, ach ne eh keine Chance, die mindert die Rechnung eh nicht.... ich zahle.
    Gruss
    Leigh44


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  18. #18
    Steppenläufer Guest
    Dann ist es ja gut, du hast es nicht so gemeint, wie ich befürchtet hatte: dass "bis sie nicht mehr geradeaus sehen kann" hörte sich für mich nach etwas mehr als nur ein-zwei Gesprächen an.

  19. #19
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    Na ja, wenn ich mir sehr sicher wäre sie hätte was verbockt und meine Katze würde jetzt deshalb leiden wie Hund würde ich glaube ich schon so sauer werden , dass ich in einem Gespräch extrem ausrasten würde. Und ich würde keinen Pfennig bezahlen. Ich würde die Klinik beknien mir zu sagen wie es soweit kommen konnte, meine Rechtsschutz anrufen, beten dass es gedeckt ist, mir den OP bericht holen, einen Gutachter bestellen und wirklich vor Gericht gehen. Wenn es nicht über die Rechtschutz gedeckt ist müsste ich überlegen.. Aber ich wäre am Kochen.
    Vielleicht würde ich auch irgendwann einknicken. Aber sicher wäre die Rechnung dann schon höher als 500 EUR.....


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  20. #20
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    Zitat Zitat von Leigh44 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    also die Zahlen waren das Gehalt, somit Netto nach Abzug von allem. Aber das würde Dein Weltbild der TA´s die am Hungertuch nagen zerstören. Und das bei den Wucherpreisen, zumindest hier bei uns in der Gegend...
    Naja, ich sage nicht am Hungertuch nagen. Ich sage, zu den am schlechtesten bezahlten Akademikern gehörend. Zudem, die TÄ haben ja auch enorme Anschaffungskosten zu Beginn, die ersten Jahre werden die meisten wohl mal rote Zahlen schreiben, bevor sie etabliert sind. Es ist für die Zahlungspflicht unerheblich, wie reich die nun sind.

    Und ob der Halter nun sauer ist oder nicht ist auch egal (ich meine das nun allgemein gesprochen, nicht jemand Bestimmten). Es geht nur drum: Grober Behandlungsfehler, ja oder nein? Und hier sagt bis jetzt noch niemand der Kollegen "ja". Und wie ich bereits sagte, handelt es sich um einen Vertrag, bei dem es nur darauf ankommt, dass der Tierarzt eben seinen Pflichten nachkommt, nicht darum, dass das Tier garantiert gesund ist.

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  21. #21
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    Sheratan, es geht nichtmal um einen groben Behandlungsfehler. Ein Verstoss gegen die Sorgfaltspflicht genügt.
    Zudem stimmt das nicht mit deiner ständigen Behauptung des am schlechtesten bezahlten Akademikerberufs.
    Das ist schlicht falsch. (Geologe, Sozialpädagoge....)
    Es gibt zig andere Studiengänge die weniger verdienen.

    Bei Kommunen angestellte Tierärzte kommen auf ein Bruttomonatsgehalt zwischen 3.300 € (Entgeltgruppe 13, Stufe 3) bis 4.360 € (Entgeltgruppe 14, Stufe 5).

    Basierend auf einer Umfrage des statistischen Bundesamtes unter 351 Praxen kommen selbständige Tierärzte im Durchschnitt auf einen jährlichen Verdienst von rund 54.000 €.

    Das sagt alles denke ich, oder?

    Kosten hat JEDER, der sich selbständig macht, ein Risiko trägt er auch.
    Bitte hör auf hier Unwahrheiten zu verbreiten und Leuten den Mut zu nehmen wenigstens zu versuchen eine Rechnungsminderung zu erreichen.

    Du kannst einen ausgelernten Tierarzt nicht mit denen vergleichen die ausgenutzt werden weil sie noch etwas nachweisen müssen bevor sie als TA arbeiten dürfen. Darum ging es in Deinem Artikel. Wer den Abschluss "Facharzt für Kleintiere" haben will muss sich kurze Zeit ausnutzen lassen.

    Und Angestellte müssen Ihre Tarife in der heutigen Zeit immer aushandeln. Sonst redest Du unsere Welt schön , aber nur für die TA´s ist alles schlecht....

    Ich muss urggggg. Ne Krankenschwester, ne Angestellte bei Schlecker, ne Altenpflegerin, ne Erzieherin die sind unterbezahlt.

    Aber Tierärzte sind überteuert (oft) , haftungstechnisch schwer zu packen und haben es noch recht gut... Also bitte hör endlich auf zu labern. Und hab mal Mitleid mit den Richtigen!!!!!


    Meine Zoe und Jacky...

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  22. #22
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    Eine Diskussion zum Thema TA-Gehälter hat mit dem eigentlichen Thema kaum was zu tun.
    Welchen Fehler soll der TA denn genau gemacht haben. Darauf kommt es an und ob man ihn nachweisen kann.
    Auf ein persönliches Gespräch würde ich es nicht ankommen lassen. Wenn schon, dann schriftlich.
    Mit unbezahlten Rechnungen kannst Du auch ganz schön eingehen, von wegen Mahngebühren, Inkassounternehmen....
    Da würde ich eher das Geld investieren und eine Rechtsberatung einholen.

    Es gibt sicher TAs, die sich eine goldene Nase verdienen, ohne was dafür zu leisten oder die Top-Qualifikation zu haben.
    Aber ich möchte mit keinem Landtierarzt tauschen, auch wenn er noch so gut verdient.
    Und mit unserem TA möchte ich auch nicht tauschen. Der verdient zwar echt gut. Hat eine Super ausgestattete Praxis.
    Aber er arbeitet fast ununterbrochen für seine Patienten, ohne richtige Mittagspause, oft bis spät am Abend..

    Was wirklich passiert ist, bei der OP werden wir uns als Laien nicht beurteilen können. Es liegt so viel im Bereich des möglichen.

    @Leigh: Das hier kann man nicht mit dem Herzen entscheiden. Mir tut die Katze von Herzen leid, dass sie das erdulden muss.
    Und wenn ein Gericht entscheidet, dass die Rechnung ungerechtfertigt ist oder Schadensersatz gezahlt werden muss, dann freue
    ich mich für Catty-Mama. Aber ich glaube jedem Laien fehlt die Sachkenntnis um über den unglücklchen Verlauf der OP zu urteilen.
    Liebe Grüße von Sabine mit



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  23. #23
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    Zitat Zitat von Leigh44 Beitrag anzeigen
    Sheratan, es geht nichtmal um einen groben Behandlungsfehler. Ein Verstoss gegen die Sorgfaltspflicht genügt.
    Einen groben Behandlungsfehler hätten die nachfolgenden TÄ, bei denen das Tier ja war, aber wohl erkannt. In diesem Falle sähe es ja mit der Beweislast auch günstiger für den Threadersteller aus, dann läge die nämlich zu seinen Gunsten.

    Zitat Zitat von Leigh44 Beitrag anzeigen
    Zudem stimmt das nicht mit deiner ständigen Behauptung des am schlechtesten bezahlten Akademikerberufs.
    Das ist schlicht falsch. (Geologe, Sozialpädagoge....)
    Es gibt zig andere Studiengänge die weniger verdienen.
    Was soll denn der Tonfall hier, Leigh? "ständige Behauptungen" usw.? Und bitte gib meine Aussagen nicht verfälscht wieder, ich schrieb nicht ""am schlechtesten", sondern "zu den am schlechtesten"...

    Zitat Zitat von Leigh44 Beitrag anzeigen
    Das sagt alles denke ich, oder?
    Das sagt das, was da steht, ich weiß nicht, was du mit "alles" meinst.


    Zitat Zitat von Leigh44 Beitrag anzeigen
    Bitte hör auf hier Unwahrheiten zu verbreiten und Leuten den Mut zu nehmen wenigstens zu versuchen eine Rechnungsminderung zu erreichen..
    Ich verbreite keine Unwahrheiten und möchte dich auch bitten, diese Unterstellungen zu unterlassen.

    Zitat Zitat von Leigh44 Beitrag anzeigen
    Und Angestellte müssen Ihre Tarife in der heutigen Zeit immer aushandeln. Sonst redest Du unsere Welt schön , aber nur für die TA´s ist alles schlecht....
    Es ging nunmal um Tierärzte...

    Zitat Zitat von Leigh44 Beitrag anzeigen
    Ich muss urggggg. Ne Krankenschwester, ne Angestellte bei Schlecker, ne Altenpflegerin, ne Erzieherin die sind unterbezahlt.
    Darum geht es hier nicht! Im übrigen bin ich für den Weltfrieden!

    Zitat Zitat von Leigh44 Beitrag anzeigen
    Aber Tierärzte sind überteuert (oft), haftungstechnisch schwer zu packen und haben es noch recht gut... Also bitte hör endlich auf zu labern. Und hab mal Mitleid mit den Richtigen!!!!!
    Komisch dass ich bei drei verschiedenen Städten den überteuerten immer noch nicht gefunden habe...
    Ich habe kein Mitleid mit Tierärzten, das siehst du falsch. Es ging hier von meiner Seite aus nicht um große emotionale Sachen, sondern um einen ganz anderen Sachverhalt.

    Leigh, vielleicht überdenkst du mal deinen Tonfall, ich denke, soviel zorniges Reden am Thema vorbei kann nicht gut für's Karma sein und das spiegelt dann das Gegenüber auch wider. Ich finde das ja auch schlimm, wenn ein Tier länger als notwendig leidet und vielleicht hätte es ein anderer Arzt besser gemacht, aber so lange er es nicht absichtlich oder volltrunken oder aus anderen niederen Gründen falsch gemacht hat, hat er nunmal recht auf sein Geld und um nix anderes geht es ja, das war die Frage. Und ICH würde immer versuchen, erstmal eine freundliche Regelung zu finden. Damit geht es im Leben oft viel leichter als wenn man gleich mit "ich will das nicht zahlen, weil es nicht geklappt hat." kommt.

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018), Orko (2001 - 2019) und Gandalf (2002 - 2016)

  24. #24
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    Also, ich habe die Rechnung noch nicht bezahlt.

    Um die Finanzen meines Tierarztes mache ich mir absolut keine Sorgen. Immerhin reicht es für ein nettes Reihenhäuschen am Stadtrand von München, aber wer weiß, vielleicht hat er ja noch eine Nebenbeschäftigung angenommen, damit er das finanzieren kann.

    Ich habe zwischenzeitlich versucht, mich etwas über die entsprechenden Gesetze zu informieren. Dabei habe ich entdeckt, dass ein Tierarzt durchaus haftbar gemacht werden kann, wenn man ihm Fahrlässigkeit nachweisen kann.
    Meines Erachtens ist es durchaus fahrlässig, wenn ich mich als Tierarzt an eine Operation wage, die ich nicht beherrsche. Als Tierarzt muss ich doch wissen, dass eine OP so nahe am Auge gewisse Risiken mit sich bringt. Wie ich später erfahren habe, hat er gewusst, dass es in München einen Tierarzt gibt, der sich auf die Behandlung von Augenkrankheiten spezialisiert hat. Nicht mal, als er bereits wusste, das das Auge nicht mehr funktioniert, hat er mich zu diesem geschickt. Ich musste ihn selber über das Internet ausfindig machen. Das hat Maunzi tagelang unnötige Schmerzen beschert. Als ich meinen Tierarzt mit der Tatsache konfrontiert habe, dass Maunzi das Auge nicht mehr schließen kann, meinte er nur, das wäre nicht so schlimm, man könne das Auge ja einfach entfernen, denn Katzen könnten auch mit einem Auge ganz gut leben. Der hätte das Auge einfach rausgenommen, ohne uns vorher zum Spezialisten zu schicken.

    So wie es jetzt aussieht, wird Maunzi ihr Auge behalten, denn dem Auge fehlt nicht das geringste. Das einzige Problem ist, dass der Tierarzt zuviel Haut weggeschnitten hat und alles so vernäht hat, dass die Haut zu stramm gespannt war, sodass ein Lidschluss nicht mehr möglich war.
    Der neue Tierarzt hat die Naht wieder geöffnet, einen Hautlappen eingesetzt und das Auge für ein paar Wochen zugenäht, damit die Haut sich durch den Zug dehnen kann. Wir hoffen jetzt, dass alles klappt - wenn nicht, ist eine weitere OP fällig.

    Für die neue OP habe ich ca. 800 Euro gezahlt. Wenn dieser Tierarzt den ersten Eingriff bereits gemacht hätte, hätte dieser mich vielleicht auch 800 Euro gekostet, aber diese unnötigen 500 Euro hätte ich mir dann erspart - und Maunzi wären viele Schmerzen erspart geblieben. Falls noch eine OP notwendig wird, kostet mich diese ganz sicher wieder um die 800 Euro - oder sogar mehr - und das alles nur, weil sich mein früherer Tierarzt ganz einfach überschätzt hat.

    Mir persönlich wäre eine "freundliche Regelung" durchaus lieber gewesen, denn ich fand meinen früheren Tierarzt immer sehr sympathisch und ich bin ganz sicher niemand, der nicht weiß, dass Fehler machen zum menschlichen Dasein dazu gehört. Wenn mir aber jemand wirklich dumm kommt und mich behandelt, als hätte ich die OP vermasselt und nicht er, dann weiß ich mich auch mit allen Mitteln zu wehren - bei aller Sympathie. Alle Mittel, das bedeutet in diesem Fall Rechtsanwalt und Tierarztkammer.

    Catty

  25. #25
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    Hallo Catty,

    ja genau und das finde ich auch vollkommen richtig.
    Und Du hast was von Rechtsschutz geschrieben. Ruf doch da zeitnah an. Wenn ein Lidschluss aufgrund eines OP Fehlers nicht mehr möglich ist, muss die OP korrigiert werden. Denn der Lidschluss ist für das Auge ja funtionswichtig.
    Wenn die Korrektur für Dich in einer nicht tragbaren Handlung bestand, dann musstest Du zu einem anderen Arzt, ist klar.

    Bei Deiner Schilderung sehe ich Aussichten auf Übernahme der Folgekosten.
    Versuch das zumindest und lass Dich UNBEDINGT anwaltlich beraten.

    Ich weiss nur eines. Bei einem Dienstvertrag garantiert man Dir nicht dass das Tier gesund wird, aber Du hast das Recht dass zumindest ordentlich gearbeitet wird.

    Da die Entnahme des Auges für Dich nicht tragbar war.......

    Also ich würde zum Anwalt gehen und zwar auch wenn sie auf die 500 EUR verzichtet.

    Einfach weil durch das zuviele wegschneiden und die zu stramme Vernähung der Lidschluss nicht mehr möglich war. Und die Beseitigung dessen ( Augenentfernung) war Dir nicht zumutbar und Du MUSSTEST eine erhaltende Maßnahme einleiten.

    In so einer Situation würde ich mich mit Rechnungserlass nicht mehr zufrieden geben und mich zumindest erkundigen ob der TA die Folge OP´s zahlen muss.

    Ach und so ein Reihenhaus in München (auch wenn es klein ist und am Stadtrand gibt es selten unter 600.000)
    Da hätte ich auch keine Sorgen.

    Bitte gib nicht auf und halte Maunzi von mir die Pfoten.

    Sheratan, ich beziehe mich auf deine Äusserungen im Thread: Sind Tiere Luxus und bald nur noch für Reiche
    Da hatten wir schon ne Riesendiskussion. Leider ist der Beitrag geschlossen und ich konnte ihn nicht hochschieben.
    und wenn su richtig gelesen hättest, das mit der "freundlichen" Regelung hatte sich glaube ich erledigt als der Arzt sich nicht weiter interessierte als er hörte wie mies es Katzele geht....
    Und grobe Fahrlässigkeit (Bsp Tupfer in der Wunde eingenäht, wird oft beim Menschen wochenlang übersehen.) urg

    Pampashase, ich sagte wenn mein Herz mir sagt hier lief was schief, dann sollte ich mir von niemandem den Mut nehmen lassen und kämpfen und nachsuchen (Rechtsschutz, nachfrage Tierklinik, OP-bericht, Gutachter, Gericht)
    Und wenn die Rechtsschutz das bezahlt oder ich es selber bezahlen kann würde ich mich beraten lassen und mir nicht in einem Forum den Mut nehmen lassen, denn manchmal sagt das Herz das Richtige. Und über Deinen Landtierarzt, bzw dass es immer auch sehr gute und engagierte gibt, darüber waren wir uns auch einig. Ich mag es nur nicht wenn jemand in jedem TA kritischen Thread kategorisch behauptet, dass diese arme Berufsgruppe absolut überarbeitet und unterbezahlt ist. Da kenn ich andere Berufe. Erinnere Dich mal an den alten Tiere Luxus nur noch für Reiche Thread... in Gesundheit

    Catty, hab Mut gehe dem hinterher und erkundige Dich.
    Ich kenne Deine finanzielle Situation nicht und auch Deine Wut nicht.
    Ich weiss nicht ob Du in der Lage bist einen Anwaltsbesuch (wenn Deine Rechtsschutz Dir keinen Beratungsschein gibt, was aber nicht sein dürfte wenn du eine hast, ich habe da nämlich früher mal gearbeitet. EIn Dienstvertrag ist in der Privatrechtsschutz abgedeckt) selbst zu bezahlen. Bei uns in der Gegend kostet eine halbe Stunde Beratung um die 100 EUR.

    Ich würde sie investieren denke ich, wenn die Situation so wäre wie Du schilderst, denn ich finde das Verhalten vor der OP ( sie erwähnt den Spezialisten nicht), während der OP ( sie schneidet zuviel Haut weg und vernähnt so dass es nicht zum Lidschluss kommt) und nach der OP ( sie bietet Augenenfernung, diese wahrscheinlich nichtmal kostenlos) und erwähnt den Spezialisten wieder nicht ,unmöglich. Und das Verhalten während der OP ist in meinen Augen grob fahrlässig. Und ich denke nur das Verhalten während der OP zählt für die Kosten und Folgekosten. Und auch nur da hilft der Anwalt und das Gericht.

    Bei der Tierarztkammer hilft dir das alles wegen der Kosten nicht , wenn sich solche Vorfälle aber mehren kostet sie es ihre Zulassung. Aber dafür muss erst sehr viel geschehen.

    Ich würde es versuchen und mich sehr freuen wenn du mich auf dem laufenden hälst auch wenn ein Prozess sehr lange dauert.
    Aber Du klingst eh echt patent und ich denke Du weisst was Du tust....
    Gruss
    Leigh44


    Meine Zoe und Jacky...

    Vielen Dank an alle Katzenfreunde. Ich hätte nie gedacht auch einer zu werden, aber jetzt liebe ich sie über alles.........................

  26. #26
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    Hallo Catty,

    traurigerweise gibt es sowohl in der Human wie auch in der Veterinärmedizin immer wieder Ärzte die sich überschätzen, ihre Fehler nicht eingestehen können. Hab da auch schon so Einiges erlebt.
    Fehler sind menschlich u. leider meist nicht mehr rückgängig zu machen. Dass du nicht auch noch doppelt dafür bezahlen möchtest kann ich gut verstehen. Hätte es auch erstmals mit einer einvernehmlichen Lösung versucht.
    Alles andere ist wohl nur mittels Rechtschutzversicherung möglich, die mir z.B. fehlt.
    All die zusätzlich anfallenden Kosten für Sachverständige, Rechtsanwalt ezt. nebst der nervlichen Belastung, wären mir die Sache nicht wert. Umsomehr da ich die leidvolle Erfahrung machen musste, dass es sehr schwer ist Ärzten einen Behandlungsfehler nachzuweisen. Die Hauptsache ist doch, dass es deiner Katze bald wieder gut geht.
    Was den Verdienst von Tierärzten angeht, dürfte dieser tatsächlich sehr unterschiedlich sein? Zumindest gibt es bei uns in Österreich keine Fixpreise. Hab da schon alles erlebt- Tierärzte die ohne Rechnung für jeden kleinsten Handgriff 70€ kassierten und auch solche, die derartig entgegenkommend, kulant und idealistisch agieren, dass ich mich frage, von was sie leben.

    Wünsche dir und deiner Katze das Allerbeste u. vor allem einen glücklichen Ausgang dieser Geschichte!
    L.G. dorimi

  27. #27
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    Na ich bin auch, wenn ich sagen darf, "gespannt", was bei rauskommt. Vielleicht klappt es ja und dann spring vermutlich eh die Berufhaftpflichtversicherung des Arztes ein, zumindest wäre dies bei einer Schadenersatzklage wohl der Fall. Ich denke mal, du hast dir die Behandlungsunterlagen kopieren lassen vom ersten Arzt? Immerhin scheint ja der Zusammenhang "falsches Nähen - Probleme" klar erkannt worden zu sein, davon stand hier ja vorher nix.

    Ich möchte nur noch in den Raum werfen: Klar will jeder das Beste für sein Tier. Aber die Spezialisierung bei den TÄ ist nicht so weit fortgeschritten wie in der Humanmedizin. Ich kann schon nachvollziehen, dass ein Augenspezialist besser gewesen wäre. Aber ich denke nicht, dass man in der Tiermedizin diese Spezialisierungen immer voraussetzen kann. Einerseits ist der TA da einfach "gewohnt" von Kopf bis Kralle zu behandeln, also auch neurologische Ausfälle, obwohl er kein Neurologe ist, Herzkrankheiten, obwohl er keine Zusatzausbildung in Kardiologie hat usw, zum anderen möchten sicher auch viele Kunden nicht unbedingt noch zum Spezialisten, sondern erwarten, dass ihr TA alles kann. Ich denke, das ist auch für die Ärzte selbst nicht immer leicht absehbar, ab wann besser ein Kollege ran muss. Darum halte ich "Fahrlässigkeits"-Argumente (was einer Verletzung der Sorgfaltspflicht entspräche) für schwierig.

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018), Orko (2001 - 2019) und Gandalf (2002 - 2016)

  28. #28
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    Hab gestern mit meiner Rechtschutzversicherung telefoniert und erfahren, dass der Fall versicherungsmäßig abgedeckt wäre, aber ich müsste 150 Euro Selbstbeteiligung tragen. Sie haben mich dann auch gleich zu ihrer telefonischen Rechtsberatung verbunden. Dort wurde ich sehr ermutigt gegen den Tierarzt vorzugehen. Ich müsste nur von dem zweiten Tierarzt ein Gutachten vorlegen, dass die zweite Operation wegen des Kunstfehlers des ersten Tierarztes notwendig war.

    Gruß catty

  29. #29
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    Zitat Zitat von catty-ma Beitrag anzeigen
    So richtig festlegen wollte sich aber kein Tierarzt, wegen dem Operationsfehler. Sie alle waren sich zwar einig, dass da was schiefgelaufen ist, aber keiner sagte definitiv, dass den Tierarzt die Schuld trifft. Wahrscheinlich werde zahen müssen.
    Gilt das denn noch?

    Danke für die schöne Zeit: Merlin (2002 - 2018), Orko (2001 - 2019) und Gandalf (2002 - 2016)

  30. #30
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    Auch in diesem Punkt hat mir der Rechtsanwalt Mut gemacht. Auch wenn der zweite Tierarzt das Gutachten nicht besonders gerne abgeben mag, wenn es hart auf hart kommt, wird er Stellung beziehen müssen. Die zweite OP wurde ja nicht aus Spaß an der Freude vorgenommen, sondern weil sie notwendig war.

  31. #31
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    Ich drücke die Daumen und hoffe falls es WIRKLICH ein Kunstfehler ist, dass es nachweisbar ist und Dir nicht durchflutscht.
    Dann hast Du ja sogar Anrecht auf Schadensersatz (Ersatz der anderen OP´s). Allerdings nach Zahlung der ersten 500 EUR.
    Und da sie eigentlich eine Haftpflicht für sowas hat tust du ihr nichtmal persönlich weh.


    Meine Zoe und Jacky...

    Vielen Dank an alle Katzenfreunde. Ich hätte nie gedacht auch einer zu werden, aber jetzt liebe ich sie über alles.........................

  32. #32
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    das wichtigste ist, dass erst mal die Katze ganz gesund wird. Das steht vor allem anderen.

    Natürlich hoffe ich auch, dass es, wenn es ein Fehler des TAs war, dass dieser nachweisbar ist und dass Du nicht auf den Folgekosten sitzenbleibst, ode
    dass es wenigstens auf einen Vergleich herausläuft.
    Wenn die Folgeoperationen wegen einer Entzündung notwendig geworden sind, dann wird es schwer werden. Eine Entzündung kann leider immer wieder
    auch bei aller Sorgfalt vorkommen.
    Auf jeden Fall drücke ich ganz fest die Daumen, dass alles gut wird.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  33. #33
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    Hallo,

    die Folge-OP war wegen des fehlenden Lidschlusses notwendig. Wenn man ein Auge nicht mehr schließen kann, trocknet es aus und entzündet sich.
    Der Tierarzt, der die zweite OP ausgeführt hat, wird ein Gutachten anfertigen; das konnte ich mittlerweile abklären. Allerdings muss ich die Kosten dafür selber tragen.
    Was den ersten Tierarzt betrifft, so hat die Rechtschutzversicherung einen Schlichter eingeschaltet. Bin mal gespannt, ob er was erreicht und uns allen eine Gerichtsverhandlung erspart bleiben wird.

    Meiner Maunzi geht es zwar besser, aber das betreffende Auge ist noch immer zugenäht und sie trägt noch immer diesen blöden Kragen. Am Montagnachmittag wird das Auge wieder geöffnet, dann wird man sehen, ob es wieder funktioniert oder ob noch mal operiert werden muss.
    Ich wünsche ihr so sehr, dass alles klappt und sie endlich von diesem Kragen befreit wird.

    catty

  34. #34
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    Dann drücke ich Euch ganz fest die Daumen. Dir, dass ein gutes Ergebnis bei der Schlichtung herauskommt,
    und Deiner Maunzi, dass keine weitere OP nötig ist. Hat der Gutachter-TA denn etwas gesagt, was bei der OP schiefgegangen sein
    könnte? Was kostet das Gutachten?
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  35. #35
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    Hallo,

    das hatte catty weiter oben schon geschrieben, die TA hat zuviel weggeschnitten und dann war kein Lidschluss mehr möglich.

    Das einzige Problem ist, dass der Tierarzt zuviel Haut weggeschnitten hat und alles so vernäht hat, dass die Haut zu stramm gespannt war, sodass ein Lidschluss nicht mehr möglich war.
    Also sein Skalpell nicht unter Kontroll gehabt...

    Leigh44


    Meine Zoe und Jacky...

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  36. #36
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    Zitat Zitat von Leigh44 Beitrag anzeigen

    Also sein Skalpell nicht unter Kontroll gehabt...

    Leigh44

    Qualifizierter Beitrag, Frau Chirurgin OPs am Auge sind leider sehr kompliziert. Und da das alles sehr schnell anschwillt möchte ich auch nicht in der Haut des Tierarztes stecken. Hab mal bei so ner OP zugeschaut.
    Gruß Lieschen Müller

    http://www.gidf.de/

  37. #37
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    Aber wenn der OP-Bereich anschwillt, konnte dann der TA, der die erste OP gemacht hat, überhaupt anders handeln? Er kann ja in einen angeschwollenen Bereich
    nicht einfach ein Stück Haut einsetzen, solange die Schwellung vorliegt?
    Erschreckt hat mich nur die Aussage des TA, dass man ja das Auge herausnehmen kann.
    Hier möchte ich in keiner Haut aller Beteiligten stecken.
    Liebe Grüße von Sabine mit



    & den Regenbogenkatzen - für immer im Herzen

  38. #38
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    Also bei der Katze bei der ich zugeschaut habe, ist alles gut gegangen. Der TA hatte aber auch sehr Respekt vor der OP. Das sind wirklich Bruchteile von Milimetern, wo das schief gehen kann.
    Das der TA nicht versucht hat, da eine Lösung zu finden finde ich schon seltsam, wir waren aber ja nicht dabei. Ich wäre auch sofort zu diesem Arzt hingegangen, wenn man so liest meint man, es fanden nur Telefonate statt. Warum konnte die Uniklinik nichts tun? Wir wissen es eben nicht.
    Gruß Lieschen Müller

    http://www.gidf.de/

  39. #39
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    Da,wo andere Urlaub machen...
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    He,sei doch froh das sie noch lebt (bitte versteh mich jetzt nicht falsch).Wir haben 2 Katzen innerhalb 9 Monate verloren.Beide Op 's sind leider nicht geglückt.Hammy ist leider nie wieder aus der Nakose aufgewacht und Fine wurde erst gar nicht operiert.TA hat angerufen und uns erklärt dass es besser wäre sie zu erlösen.Wir haben auch viel Geld bezahlt.Aber bei Op 's ist es,genau wie bei Menschen ,nun mal so,das es keine Garantie gibt.

  40. #40
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    also, das Auge wurde gestern wieder geöffnet. Noch ist aber nicht klar, ob es bei der einen OP bleibt oder ob noch eine fällig sein wird. Maunzi kann das Auge jetzt zwar besser schließen, aber es wäre schon zuviel, wenn nur 1 - 2 Milimeter offen geblieben sind. Das konnte der Tierarzt gestern nicht sicher feststellen, denn die Katze war sehr verkrampft bei der Untersuchung. Man muss jetzt den weiteren Verlauf beobachten.

    Den Trichterkragen habe ich ihr gestern nach dem TA-Besuch abgenommen - nach mehr als 3 Wochen! Ich glaube es wäre nicht länger gutgegangen, denn Maunzi war an der Grenze zur Verzweiflung; sie war in den letzten Tagen abwechselnd aggressiv und depressiv. Der Tierarzt war nicht begeistert davon, dass sie den Kragen nicht mehr erträgt, denn die Wunde über dem Auge war noch sehr verkrustet und er meinte, sie könnte jucken. Ich habe Maunzi den ganzen Abend beobachtet und sie hat keinen Versuch unternommen daran zu kratzen und so habe ich den Kragen über Nacht weggelassen. Das war ein Fehler, denn heute früh waren Teile der Kruste weg und die Haut darunter war blutig. Hoffentlich hat sie nichts schlimmes kaputt gemacht. Heute morgen musste ich ins Büro und hab ihr den Kragen vorsichtshalber wieder angelegt.

    Der Schlichter hat sich noch nicht gemeldet.

    Gruß
    catty

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