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Thema: 3vs1- was nun?

  1. #1
    Registriert seit
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    3vs1- was nun?

    Hey,

    ich hatte gestern wohl DEN albtraum eines Mehrhundehalters.

    randinfos: 3 hunde. 1 Rüde "Poco" (Chihuahua, intakt, 3 jahre alt), 2 Hündinnen "Cici" und "Abbey" (Dackelmix, 11 und Chihuahua 1 jahr alt, ältere kastriert, junge intakt).

    der rüde und die ältere Hündin leben bei meinen eltern, ich hab sie nur immer wieder zur "betreuung". hab sie aber, den umständen entsprechend (verwöhnte, verzogene kleine biester ) ganz gut im griff.

    Cici ist leinenaggressiv, ohne leine aber problemlos händelbar. deshalb tappert sie meist frei neben mir her. hört aber 1A (perfekt abrufbar, geht im fuß wenns sein muss)

    Abbey ist ein Angsthund und reagiert manchmal etwas... unberechenbar. mal panisch, mal aggressiv. allerdings NUR menschen gegenüber. hunde findet sie immer wenigstens "annehmbar" (kleine hunde) bis klasse (große hunde). joa, sie denkt sie ist ein großer hund.

    Poco ist eine mistkröte leinenaggressiv aber nicht abrufbar. pöbelt gern, viel und laut. beißen tut er aber nie. viel heiße luft aber nix dahinter halt.


    gestern kam ich aber in eine situation die mich absolut überfordert und ich weiß nicht ob ich mich nun falsch verhalten habe oder nicht.

    situation: ich geh mit dem trio infernale () gassi. Poco und Abbey an der leine, cici sehr unmotiviert frei hinterher. unterwegs treffen wir einen Hundebesitzer mit anhang. Hund ein Rüde, relativ Jung (ausgewachsen aber nicht alt, ich würd schätzen so um die 3-4 jahre?). nicht ganz kniehoch. terriermix würd ich tippen.

    ich frage ob cici hindarf (passiert selten dass sie mal interessiert ist und wenn sies schon ist frage ich immer nach). ich selber bleibe in ca 3-4m entfernung mit einem pöbelnden Poco und einer interssiert-verunsicherten Abbey ("will ich hin? will ich wirklich? soll ich?") stehen. beide natürlich an der leine.

    der fremde rüde wird abgeleint und spielt eine runde mit Cici. in der zeit hatte sich mein wald und wiesen prolet auch wieder abgeregt und saß ruhig neben mir. plötzlich, aus heiterem Himmel schießt der fremde Hund los (wirklich ohne anzeichen- er ist im lauf plötzlich abgedreht in unsere richtung) und geht auf poco los.

    dieser hat von "unterwerfung" nix gehört und gibt kontra. "ihren" Poco beschützend machte dann cici gleich mit hab sie dann abgerufen, 2m neben uns abgesetzt und versucht poco und den fremden rüden zu trennen. der andere Hundebesitzer brüllte währenddessen nur blöd herum.

    fazit: der fremde rüde dürfte etwas abbekommen haben, poco hat 2 löcher im ohr und in der pfote und cici ein Cut im Ohr. außerdem humpelte Poco.

    der Hundebesitzer packte seinen einfach und haute ab während ich mit 2 verletzten und einem panischen hund dastand und nicht wusste wie was wann wo.


    nun meine frage... ist das nun meine schuld? hätte ich den kontakt gar nicht erst zulassen sollen? oder reicht es wenn ich poco an der leine bei mir behalte wenn cici ausnahmsweise mal spielt? war der abstand zu klein?

    ich bin verunsichert wie ich das nun in zukunft handhaben soll. ich bin mir der rudeldynamik schon bewusst und weiß dass WENN was passiert gleich mind. ein weiterer mitmacht. aber getrennt mit 3 hunden gassigehen ist enddoof- da bin ich den ganzen tag ja nur unterwegs (3x je 1 std gehen, und das mind. 3, eher 4x/tag. da komm ich mit nr. 3 heim und kann gleich wieder nur 1 mitnehmen).



    ab pocos verhalten arbeite ich- aber es ist nicht so einfach wenn meine eltern das "putzig" finden und ihn machen lassen.
    Liebe Grüße,

    Ivy mit Zoo

  2. #2
    StinaL. Guest
    es ist immer ungünstig wenn ein fremder Einzelhund auf ein Rudel trifft.
    ich würde in dieser Konstellation gar keinen Kontakt zulassen.

    dass die Hunde erzogen werden müssten, an den Problemen gearbeitet werden muss weißt du ja, aber wenn die Eltern nicht mitmachen ist es eben schwer das Verhalten zu ändern und somit den verzogenen Hunden ein schöneres, leichteres Leben zu ermöglichen.
    so stressen sie sich nur selber.

    aber wie gesagt: ich lasse Kontakt Rudel - Einzelhund nur zu wenn wir die anderen Hund(e) gut kennen sonst ist Streit eigentlich mehr oder weniger normal.
    manchmal kanns bei Gebrummel und Geknurre bleiben aber auch anders ausgehen, eben auch je nachdem wie die Hunde sozialisiert und erzogen sind.
    denn auch hier reicht bei gut erzogenen Hunden ein "nein" oder "aus" um die Situation zu unterbrechen.
    da ich aber bei fremden Hund(en) nie weiss ob dies der Fall ist lasse ich es nicht zu.

  3. #3
    Registriert seit
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    432
    Huhu Stina,

    danke für die Antwort...

    nur stellt sich mir die frage- wie soll ich dann dem bedürfnis nach sozialkontakten gerecht werden? natürlich haben sie sich gegenseitig, aber das ist meiner meinung nach nicht mal im ansatz ausreichend (mal abgesehen davon das gerade Cici die beiden Jungen Chis ziemlich nervig findet )

    und wie gesagt, einzeln gehen ist halt auch keine wirkliche option aus zeitgründen. ein mal am tag vielleicht- aber nicht dauerhaft. und grad dann einen passenden spielpartner finden ist halt auch nicht einfach (hier sind 90% aller hunde entweder unerzogen oder einfach nur gaga)

    an und für sich sind die 3 ja hunden gegenüber problemlos solang keine leine am hund ist. allerdings sind Poco und Abbey nicht abrufbar (Poco ist einfach doof und abbey reagiert wenn sie sich erschreckt einfach zu unberechenbar- sie würd auch einfach auf die straße rennen).
    und auf die Hundewiese kann ich auch nicht immer, das ist mit 3 hunden 1.) mehr als mühsam und 2.) geht cici mit ihrer leichten arthrose nicht mehr so gern so weite strecken.
    Liebe Grüße,

    Ivy mit Zoo

  4. #4
    StinaL. Guest
    schwierig...
    wie du sagst: Poco und Abbey sind nicht abrufbar, bei Abbey besteht zudem die Gefahr dass sie in Panik wegläuft wenn sie sich erschreckt.

    geht es vlt. dass ihr einen oder mehrere Hunde gut kennenlernt und der/diese Hunde Freunde des Rudels werden. dauerhaft.
    so haben wir das gelöst

    zudem lege ich Wert darauf dass dann auch das andere Ende der Leine, sprich der Halter, fit in Sachen Hund ist und mir/uns (wenn wir alle zusammen unterwegs sind) nicht ein unfähiger, unkompetenter Halter gegenübersteht der seinen eigenen Hund nicht lesen kann und nichtmal merkt wenn der kurz vorm Platzen vor Wut ist und die Situation ganz kurz vorm Kippen z.B.

    dass zunehmend mehr Hunde "gaga" und unerzogen sind liegt eben genau daran. An unfähigen Haltern die eigentlich null Ahnung von Hunden haben
    mal diese Erziehungssendung über Hunde sehen, dann jene, sehr gute oder extrem schlechte, mal dies kurz ausprobieren, mal jene Erziehungsmethode weil man ja im TV sah dass usw. usw.

  5. #5
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    Da sagst du was

    zwar gibts hier einige nette hundehalter (vielleicht keine profis, aber sehr bemüht und wenn ich ihnen sage dass was ist reagieren diese auch), aber die gehen alle kaum in der gegend gassi. ist ja keiner davon Lebensmüde. die treffe ich nur ab und zu auf der hundewiese.

    ich glaub ich belasse es wirklich bei den täglichen hundewiese-besuchen. da kann ich zwar nur mit meinem freund hin (auf die 3 kröten achten ist schon ne arbeit) aber da gibts wenigstens kaum krach.
    Liebe Grüße,

    Ivy mit Zoo

  6. #6
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    Hm. Das klingt echt nach ner prekären Situation, in der du dich da befindest... :-(
    Ich persönlich habe nur einen Hund (und habe auch nie mehrere Hunde gleichzeitig gehabt), deshalb kann ich diesbezüglich leider keine Tipps geben. So von der Logik her finde ich die Idee von StinaL. ganz gut.
    Hast du für dich eine Lösung finden können?

  7. #7
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    Kein Hund ist von Anfang an Aggressiv....nicht umsonst gibt es Hundebegegnungstätten...deine Hunde haben Unsicherheit ausgestrahlt und sind aus diesen Grund unverhältnismäßig aggressiv....daher würde ich langsam mal einen Trainer aufsuchen um die Tiere bewerten zu lassen...ist der Halter unsicher überträgt sich das leider auch auf die Hunde....da kommt viel aufeinander.....

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