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Thema: Kastration

  1. #1
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    Kastration

    Hallo zusammen,

    ich habe einen 2 ½ Jahre jungen Labbi- Rüden und überlege nun ob ich ihn kastrieren lasse.
    Unser Tierarzt meint es wäre nicht verkehrt, er sei ausgewachsen, muskelös und selbstbewusst.
    Wir haben sehr viele Hündinnen in der Umgebung und das stresst ihn schon. Wenn wir draußen sind wird jeder Baum oder Pfahl angesteuert und Wege abgeleckt und er sabbert manchmal. Zuhause springt er plötzlich auf rennt zum Fenster oder an die Tür und jault, manches mal frisst er nicht. Der Tierarzt meint, wenn wir ihn kastrieren lassen würde er gelassener und spazieren gehen wird auch entspannter.
    Hat jemand Erfahrung mit Kastration und wie lange dauert es bis der Hund wieder fit ist?

    Grüße Marion
    LG Marion

  2. #2
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    Hallo,

    wenn du dir nicht sicher bist kann ich dir einen Kastrationschip nahelegen. Das ist ein Implantat das unter die Haut kommt und nach und nach Hormone abgibt. Nach 4-6 Wochen ist die Wirkung vollständig und dein Hund auf Zeit kastriert. Diesen Chip gibt es für 6 oder 12 Monate. So kannst du sehen wie sich dein Hund als Kastrat verhält und dann die entgültige Entscheidung treffen.
    Ich habe einen unkastrierten Rüden und bin viele Jahre gut mit ihm klar gekommen. Erst im Alter von etwa 11 Jahren zeigten sich die Symptome wie du sie schilderst. Vorher reagierte er zwar auf läufige Hündinnen, aber nur wenn er sie direkt roch. Das war zwar nervig wenn wir unterwegs waren, aber drinnen war er immer total "normal". Aufgrund seines Alters wollte ich keine Kastration mehr und er bekam den Chip. Nun ist alles gut. Er ist entspannter und toleranter anderen Rüden gegenüber. Läufige Hündinnen interessieren ihn nur mäßig und er ist viel besser ansprechbar. Zugenommen hat er übrigens auch nicht und deshalb hat er jetzt den Chip für 1 Jahr. Er ist fast 14 jahre alt und ich werde das mit dem Chip anfang nächsten Jahres wiederholen. Wäre er jünger, würde ich ihn kastrieren lassen.
    Schau aber lieber erst einmal wie es so wird. Nicht immer sind Kastraten einfacher zu händeln und ruhiger, so wie dein TA das gesagt hat. Es kann durchaus sein das er sich ganz anders verhält und eventuell so wie du es gar nicht willst.
    Gruß Terrortöle

  3. #3
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    Von einem Kastrationschip haben wir auch gesprochen, er meinte aber das es auf die Dauer doch zu teuer wird mit 230 Euro alle 6 Monate. Das der Stress von läufigen Hündinnen kommt ist ja klar und tritt auch so alle 4 Wochen wieder auf. Auf Rüden hat er nie aggressiv reagiert und lässt sich auch nicht provozieren.
    LG Marion

  4. #4
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    230€ für ein halbes Jahr? Das ist Abzocke.
    In der Tierklinik habe ich für diesen Chip 70€ bezahlt, für den jetzigen 83€ - für 1 Jahr. Habe mehrere Tierärzte angerufen und nach dem Preis gefragt. Der Unterschied war gewaltig. Höchste Angabe war 190€. Das sind Unterschiede die ich nicht nachvollziehen kann. Für die 83€ gab es zusätzlich noch eine gründliche Untersuchung.
    Impfungen sind dort auch wesentlich preiswerter und die werde ich ab sofort dort geben lassen. Es ist eigentlich ein Tierarzt für Großtiere der nur 1x in der Woche eine Kleintiersprechstunde hat.
    Gruß Terrortöle

  5. #5
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    Zitat Zitat von Maijön Beitrag anzeigen
    Von einem Kastrationschip haben wir auch gesprochen, er meinte aber das es auf die Dauer doch zu teuer wird mit 230 Euro alle 6 Monate. Das der Stress von läufigen Hündinnen kommt ist ja klar und tritt auch so alle 4 Wochen wieder auf. Auf Rüden hat er nie aggressiv reagiert und lässt sich auch nicht provozieren.

    Was sind das denn für Preise?
    Hier kostet der Chip so zwischen 75.- und 95.- €!
    LG
    Christiane
    WEISST DU, DASS DU NUR DANN ERFÜLLUNG FINDEST, WENN DU ZU LIEBE UND VERSTÄNDNIS FÜR MENSCHEN, TIERE, PFLANZEN UND STERNEN FÄHIG BIST, SO DASS JEDE FREUDE ZU DEINER FREUDE; JEDER SCHMERZ ZU DEINEM SCHMERZ WIRD ?
    (Einstein)

  6. #6
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    Sorry, meinte 130 Euro bin auf die falsche Taste geraten...ja die kosten sind sehr unterschiedlich.
    Aber ich bin mit dem Tierarzt sehr zufrieden und bei anderen Behandlungen ist er dann doch wieder günstiger als andere. Ja und unser Hund geht auch gern dahin :-D
    LG Marion

  7. #7
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    Hallo,
    ich habe einen Wolfshundmischling aus Rumänien.
    er hat genauso auf Hündinnen reagiert wie Dein Hund.Ich habe ihn mit 14 Monaten kastrieren lassen.Ist jetzt 4 Monate her
    und ich habe es nicht bereut.Ihn stören läufige Hündinnen überhaupt nicht mehr,dafür jagt er jetzt Kaninchen aber das kann man in den Griff bekommen.Die Kastration war gar nicht schlimm,er war abends schon wieder fit.Nach 10 Tagen wurden die Fäden gezogen und er durfte wieder von der Leine.
    Ich kann das also nur empfehlen wenn Dein Hund so darunter leidet.
    L.G.Hannelore

  8. #8
    BARFER Guest
    Hi IHr
    ich bin immer wieder erstaunt wie schnell mal eben zur Kastration geraten wird.
    Auch mal eben zu chippen und dann auch noch dauerhaft.
    ich würde dir raten deinen hund zu erziehen, nein nicht gleich böse werden. Er hat einfach nicht zu makieren und er hat nicht zu jaulen.
    Und wenn ein Labbi mal nicht futtert so what? schadet Ihm das?Hast du dir mal überlegt dass eine Kastration auch einem Rüden einen Teil seines Lebnds nimmt?
    du schreibst doch selber er macht keinen Stress.

  9. #9
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    Hi,
    ich würde gerne mal wissen,warum eine Kastration dem Rüden ein Teil seines Lebens nimmt?
    Mein Rüde ist noch genau so lebensfroh wie vor dem kastrieren.
    Er jagt nur nicht mehr den läufigen Hündinnen hinterher und versucht sie zu besteigen.
    Er spielt mit anderen Hunden und auch mit Hündinnen,was vorher gar nicht möglich war.
    Aber das muß jeder für sich entscheiden,jeder kennt seinen Hund am Besten.
    Liebe Grüße

  10. #10
    Wiesenhund Guest
    Zitat Zitat von Maijön Beitrag anzeigen
    Von einem Kastrationschip haben wir auch gesprochen, er meinte aber das es auf die Dauer doch zu teuer wird mit 230 Euro alle 6 Monate. Das der Stress von läufigen Hündinnen kommt ist ja klar und tritt auch so alle 4 Wochen wieder auf. Auf Rüden hat er nie aggressiv reagiert und lässt sich auch nicht provozieren.
    Wo ist für dich hier der Zusammenhang?

  11. #11
    BARFER Guest
    Hi Blanka
    genau dass sind fragen die zu nichts führen. Du hast deinen Hund kastrieren lassen und du findest es ok.
    Ich nicht , die Kastration sollte immer dass letzte mittel sein wenn alles andere versagt hat.
    Wie eben *erzieherische Maßnahmen*

  12. #12
    Wiesenhund Guest
    Zitat Zitat von BARFER Beitrag anzeigen
    Hi Blanka
    genau dass sind fragen die zu nichts führen. Du hast deinen Hund kastrieren lassen und du findest es ok.
    Ich nicht , die Kastration sollte immer dass letzte mittel sein wenn alles andere versagt hat.
    Wie eben *erzieherische Maßnahmen*
    Dass er nun als "Ersatz" jagt, deutet mit ziemlicher Sicherheit auf Versäumnisse in der Erziehung hin. Genau so wie Jagen kann man auch Besteigen abtrainieren.

  13. #13
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    Zitat Zitat von Maijön Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    ich habe einen 2 ½ Jahre jungen Labbi- Rüden und überlege nun ob ich ihn kastrieren lasse.
    Unser Tierarzt meint es wäre nicht verkehrt, er sei ausgewachsen, muskelös und selbstbewusst.
    Wir haben sehr viele Hündinnen in der Umgebung und das stresst ihn schon. Wenn wir draußen sind wird jeder Baum oder Pfahl angesteuert und Wege abgeleckt und er sabbert manchmal. Zuhause springt er plötzlich auf rennt zum Fenster oder an die Tür und jault, manches mal frisst er nicht. Der Tierarzt meint, wenn wir ihn kastrieren lassen würde er gelassener und spazieren gehen wird auch entspannter.
    Hat jemand Erfahrung mit Kastration und wie lange dauert es bis der Hund wieder fit ist?

    Grüße Marion
    Hallo!

    Damit Du auch mal eine Antwort auf Deine eigentliche Frage bekommst:

    Alle unsere Hunde waren nach der Kastration erstaunlich schnell wieder fit, auch die Hündinnen, bei denen der Eingriff ja ungleich schwerer ist.
    Die Rüden eigentlich im Normalfall sobald die Narkose abgebaut ist, die Hündinnen spätesten am 3. Tag nach der OP.
    Wo Du wirklich aufpassen musst, der Hund muss unbedingt nachher daran gehindert werden, an die Naht zu gehen, sonst können ziemlich gravierende Wundheilungsstörungen auftreten.

    Ich habe Rüden erlebt, die -durch einen Kragen gehindert, an der Wunde zu lecken- solange auf dem Boden rumgerutscht sind, dass das Ergebnis fast das gleiche war.

    An Deiner Stelle würde ich 10 Tage Urlaub einplanen, bzw. dafür Sorgen, dass der Hund sowenig wie möglich alleine ist, bis die Fäden draussen sind.

    Und ich habe nie einen Unterschied zwischen meinen kastrierten und intakten Hunden festgestellt, zu behaupten, sie seien eines "Stück ihres Lebens beraubt" worden, ist eine ziemlich melodramatische Aussage!
    LG
    Christiane
    WEISST DU, DASS DU NUR DANN ERFÜLLUNG FINDEST, WENN DU ZU LIEBE UND VERSTÄNDNIS FÜR MENSCHEN, TIERE, PFLANZEN UND STERNEN FÄHIG BIST, SO DASS JEDE FREUDE ZU DEINER FREUDE; JEDER SCHMERZ ZU DEINEM SCHMERZ WIRD ?
    (Einstein)

  14. #14
    BARFER Guest
    natürlich Ninchen,
    du greifst mal eben in den Hormonhaushalt ein, ich weiß dass du ein absoluter Kastrationsbefürwortet bist. Ich möchte Menschen wie auch Marion zum nachdenken anregen.
    Das ihr TA ja eh schon zur Kastration rät, hätte er ja auch die anderen Fragen beantworten können.
    Ich erwähne es nochmal einen Hund zu kastrieren weil er *makiert* weil er mal nicht *frisst* weil er mal Jault* ist nicht richtig.
    Sowas sollte immer mit beachtet werden, bevor man sagt, kastrieren ist keine große Sache, nach 10 Tagen ist alles rum.
    Was ja so auch nicht stimmt, der Hund bleibt noch mindestens 6 Wochen zeugungsfähig. Ich kenne im übrigen viele kastrierte Rüden die trotz alledem Weibchen bespringen oder eben auch andere kastrierte Rüden.
    Es ist nach 10 Tagen nicht eben mal alles gut.

  15. #15
    StinaL. Guest
    Zitat Zitat von Ninchen0_15 Beitrag anzeigen
    Und ich habe nie einen Unterschied zwischen meinen kastrierten und intakten Hunden festgestellt, zu behaupten, sie seien eines "Stück ihres Lebens beraubt" worden, ist eine ziemlich melodramatische Aussage!
    super dass du sicher weißt wie sich ein Rüde ohne Hoden und Testosteron fühlt

  16. #16
    Wiesenhund Guest
    Zitat Zitat von Ninchen0_15 Beitrag anzeigen
    Wo Du wirklich aufpassen musst, der Hund muss unbedingt nachher daran gehindert werden, an die Naht zu gehen, sonst können ziemlich gravierende Wundheilungsstörungen auftreten.

    Ich habe Rüden erlebt, die -durch einen Kragen gehindert, an der Wunde zu lecken- solange auf dem Boden rumgerutscht sind, dass das Ergebnis fast das gleiche war.
    Auch das sollte ein erzogener Hund auf "Nein" unterlassen, und zwar nachhaltig! Einen frisch kastrierten Rüden "Solange auf dem Boden rumrutschen lassen ..." ist für mich verantwortungslos, man kann und muss man doch SOFORT unterbinden.

  17. #17
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    Zitat Zitat von Wiesenhund Beitrag anzeigen
    Auch das sollte ein erzogener Hund auf "Nein" unterlassen, und zwar nachhaltig! Einen frisch kastrierten Rüden "Solange auf dem Boden rumrutschen lassen ..." ist für mich verantwortungslos, man kann und muss man doch SOFORT unterbinden.
    Da bin ich doch mal ganz Deiner Meinung.
    Deshalb schrieb` ich ja, "nicht ohne Aufsicht lassen", damit sofort und nachhaltig unterbunden werden kann!

    Es hat sich bei diesen Rüden übrigens nicht um meine eigenen gehandelt, falls Du das jetzt da rein interpretierst, sondern um Patienten der TA-Praxis, in der ich gearbeitet habe.
    LG
    Christiane
    WEISST DU, DASS DU NUR DANN ERFÜLLUNG FINDEST, WENN DU ZU LIEBE UND VERSTÄNDNIS FÜR MENSCHEN, TIERE, PFLANZEN UND STERNEN FÄHIG BIST, SO DASS JEDE FREUDE ZU DEINER FREUDE; JEDER SCHMERZ ZU DEINEM SCHMERZ WIRD ?
    (Einstein)

  18. #18
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    Zitat Zitat von StinaL. Beitrag anzeigen
    super dass du sicher weißt wie sich ein Rüde ohne Hoden und Testosteron fühlt
    Ich weiss durchaus, wie sich meine Hunde fühlen.
    Du nicht?
    LG
    Christiane
    WEISST DU, DASS DU NUR DANN ERFÜLLUNG FINDEST, WENN DU ZU LIEBE UND VERSTÄNDNIS FÜR MENSCHEN, TIERE, PFLANZEN UND STERNEN FÄHIG BIST, SO DASS JEDE FREUDE ZU DEINER FREUDE; JEDER SCHMERZ ZU DEINEM SCHMERZ WIRD ?
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  19. #19
    Wiesenhund Guest
    Zitat Zitat von Ninchen0_15 Beitrag anzeigen
    Da bin ich doch mal ganz Deiner Meinung.
    Deshalb schrieb` ich ja, "nicht ohne Aufsicht lassen", damit sofort und nachhaltig unterbunden werden kann!

    Es hat sich bei diesen Rüden übrigens nicht um meine eigenen gehandelt, falls Du das jetzt da rein interpretierst, sondern um Patienten der TA-Praxis, in der ich gearbeitet habe.
    Um so schlimmer, wenn in einer TA-Praxis zugeschaut wird.

  20. #20
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    Zitat Zitat von Wiesenhund Beitrag anzeigen
    Um so schlimmer, wenn in einer TA-Praxis zugeschaut wird.
    Wie soll denn eine TA-Praxis zuschauen, was zuhause passiert?



    Über diesen "sinnvollen" Satz kann man nur noch den Kopf schütteln Barbara.

    Du meine Güte

    Aber ich bin mir relativ sicher, es kommen wieder Zitate, die vermeintliches belegen und untermauern (sollen) welchen Schmarrn Du von Dir gibst

    Susanne
    Für immer im Herzen
    Dennis,Duke und Frieda

  21. #21
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    Zitat Zitat von Wiesenhund Beitrag anzeigen
    Um so schlimmer, wenn in einer TA-Praxis zugeschaut wird.
    Du kannst doch jetzt wohl nicht im Ernst annehmen, dass wir in der Praxis um die jeweiligen Hunde rumgestanden sind, während die da lustig rumrutschten?

    Wie kommt man denn auf so eine Idee?
    LG
    Christiane
    WEISST DU, DASS DU NUR DANN ERFÜLLUNG FINDEST, WENN DU ZU LIEBE UND VERSTÄNDNIS FÜR MENSCHEN, TIERE, PFLANZEN UND STERNEN FÄHIG BIST, SO DASS JEDE FREUDE ZU DEINER FREUDE; JEDER SCHMERZ ZU DEINEM SCHMERZ WIRD ?
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  22. #22
    Moni Zudno Guest
    hallo Marion,

    meine Erfahrung mit kastrierten Rüden ist, dass diese aufgrund ihres Geruches oftmals arg von anderen Rüden bedrängt werden.

    Einige gehen damit sehr gelassen um, andere fühlen sich dadurch so bedrängt, dass sie aggressiv auf diese "Nachstellungen" reagieren.

    Von 2 Haltern habe ich im Gespräch erfahren, dass sich dieses aggressive Verhalten erst nach der Kastration eingestellt hat - ob dies auch so stimmt, kann ich allerdings nicht sagen da ich die Rüden erst als Kastraten kennengelernt habe.

    Innerhalb einer Meute haben Kastraten oftmals eine Sonderstellung; zum einen zeigen sie mal mehr, mal weniger ausgeprägt ein anderes Verhalten als ein intakter Rüde (dessen Verhalten ja auch zum Teil hormonell mitbestimmt wird); zum anderen reagiert die Meute dann auf dieses Verhalten teilweise mit Irritationen.

    Niemand kann vorhersagen, welche Auswirkungen eine Kastration für den jeweiligen Rüden hat, zu viele unterschiediche Faktoren haben hierauf einen Einfluss.

    diesen link finde ich dazu ganz interessant: http://www.homoeotherapie.de/tierges...html#verhalten

    Oftmals wird im Rahmen einer Kastration von den Verhaltensänderungen des kastrierten Rüden gesprochen - welche Verhaltensänderungen aber andere Hunde dem Kastraten gegenüber zeigen, wird nur sehr selten überhaupt erwähnt - geschweige denn, welche Auswirkungen dieser geänderte Status für das Empfinden und das Verhalten des Kastraten hat...

    Solange nicht wirklich wichtige Gründe zur Verbesserung der Lebensqualität eine Kastration zwingend vorgeben, bleiben meine beiden Rüden intakt.

    im Übrigen gibt das tierschutzgesetz § 5 und 6 vor, in welchen Fällen das grundsätzliche Verbot der Organentnahme aufgehoben wird.

  23. #23
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    Keiner unserer kastrierten Rüden ist jemals von einem anderen wirklich bedrängt worden, es kommt sehr auf die Ausstrahlung des Hundes an.

    Wenn Dein Hund ein sicheres Auftreten anderen Hunden gegenüber hat, glaube ich nicht, dass es da Probleme geben wird.

    Und bei uns haben auch kastrierte Rüden (und Hündinnen) mit intakten Rüden zusammengelebt, ohne dass es auch nur ansatzweise zu den angesprochenen Irritationen gekommen wäre.

    Aber ich denke sowieso, dass Du Dir ja über diese Dinge schon Informationen eingeholt hast, denn Du hast ja nicht nach "Für und Wider" einer Kastration gefragt, sondern danach, wie schnell die Hunde danach wieder fit sind, oder?
    LG
    Christiane
    WEISST DU, DASS DU NUR DANN ERFÜLLUNG FINDEST, WENN DU ZU LIEBE UND VERSTÄNDNIS FÜR MENSCHEN, TIERE, PFLANZEN UND STERNEN FÄHIG BIST, SO DASS JEDE FREUDE ZU DEINER FREUDE; JEDER SCHMERZ ZU DEINEM SCHMERZ WIRD ?
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  24. #24
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    Hallo Marion,

    wir haben mit Winston auch einen jungen unkastrierten Rüden mit 1,5 Jahren. Außerdem wohnen wir in der Großstadt und hier in der Umgebung gibt es verhältnismäßig deutlich mehr Hündinnen als Rüden. Denke also ich weiß grob, wovon du redest.

    Unser Tierarzt meint es wäre nicht verkehrt, er sei ausgewachsen, muskelös und selbstbewusst.
    Verstehe ich nicht, was das mit dem Kastrieren zutun haben soll. Es klingt für mich nach einer Einstellung wie: Mit Kastration macht man im Normalfall nix falsch.

    Wir haben sehr viele Hündinnen in der Umgebung und das stresst ihn schon. Wenn wir draußen sind wird jeder Baum oder Pfahl angesteuert und Wege abgeleckt und er sabbert manchmal.
    Woran merkst du, dass ihn das stresst? Ist es immer oder zeitlich begrenzt auf die Hochzeit der Läufigkeiten? Es klingt für mich alles so ein bisschen nach: "Ja, is scho Stress für ihn. Permanentes Markieren und Schnüffeln und so, dann noch den Mädels imponieren und sie gerne Rammeln wollen".

    Also bei uns wird generell viel geschnüffelt, umso lieber markiert und der Dreck rumgescharrt. Und ja, gerade jetzt im Frühjahr saugt er sich schon auch mal an Stellen fest, inhaliert gaaaanz tief und tropft dann im Weitergehen den Weg mit Sabber voll. Aber ich würde keinesfalls sagen, dass ihn das beeinträchtigt (höchstens in seinem Hörvermögen ^^)! Ich habe das Gefühl, dass manche Besitzer die Einzigen sind, die ernsthaft gestresst oder eher genervt sind. Ist jetzt nicht direkt auf dich bezogen, aber es gibt Leute, da frag ich mich, warum die sich einen Hund (insbesondere einen Rüden) ins Haus holen, wenn er nicht genau das sein darf.

    Zuhause springt er plötzlich auf rennt zum Fenster oder an die Tür und jault, manches mal frisst er nicht.
    Also rennt er zur Tür oder ans Fenster, wenn er da ne läufige Hündin bemerkt oder wie muss ich mir das vorstellen? Oder liegt er davor, wenn er weiß, dass sich in Reichweite eine befindet (also prinzipiell, wenn eine in der Nachbarschaft wohnt). Ich bin mir nicht sicher, dass das wirklich mit den Hündinnen zusammenhängt, vielleicht ist es auch allgemeines Interesse: Er hört was und denkt sich: "Da muss ich hin. Mh, Tür ist zu. Jaul ich mal!"

    Also wir haben das diesmal durch, läufige Hundefreundin gegenüber von der Straße. Da hatte Winston sein neues Lager auch am liebsten vor der Wohnungstür oder auf der Couch mit sehnsüchtigem Blick aus dem Fenster. Da konnten die Spaziergänge auch nicht lang und oft genug sein, und das TroFu am Morgen wurde großzügig verweigert. Das ging insgesamt vielleicht etwa 2 Wochen, akut mal so 2-3 Tage, wo er vor der Tür dann auch kurz seinem Unmut Luft gemacht hat. Ich muss sagen, dass ich die Tage sehr genervt war, weil Winston sonst so ein ruhiger Zeitgenosse ist und mir ernsthaft auf den Wecker ging, als ich versuchte daheim für die Uni zu arbeiten. Draußen waren wir dann auch nur mit Schlepp unterwegs und haben die belebten Bereiche gemieden, weil er seiner Herzensdame dann auch nachgestellt hätte und das mit den Straßen zu gefährlich ist.

    Der Tierarzt meint, wenn wir ihn kastrieren lassen würde er gelassener und spazieren gehen wird auch entspannter.
    Wenn ein Hund an sich nicht super gelassen oder entspannt ist, sondern eher ein Energiebündel, wird sich auch durch die Kastration nix ändern. Gerade wenn ich sowas höre klingt es für mich nach Verkaufsstrategie: Die Kastration als Heilsbringer, dann wird alles entspannter und "einfacher". Gerade bei Leuten, die denken das wär ein leichterer Weg als Erziehung, kommt das natürlich an und damit wandert die Kohle in den Geldbeutel des TA.

    Im Übrigen ist es für mich zumindestens mit das wichtigste, dass mein Hund mit Artgenossen gut zurecht kommt. Das scheint bei euch ja der Fall zu sein, von daher ist es soweit ja im Lot. Ich bin kein Hormonexperte und möchte den Teufel nicht an die Wand malen, aber im Endeffekt kann die Kastration auch dazu führen, dass er am Ende schlechter mit Artgenossen (insbesondere unkastrierten Rüden) klar kommt.

    Also, geht nochmal in euch. Stresst es den Hund wirklich mit ernsthaften und eindeutigen Zeichen? Oder seid ihr die Angestrengten und denkt ihr, durch ne Kastration wird das alles etwas leichter werden.

    Falls ihr euch wirklich für eine Kastration entscheidet, würde ich wenn dann auch für den vorübergehenden Chip plädieren.
    Gruß Cora + Winston


  25. #25
    Moni Zudno Guest
    @Ninchen0_15: Sie hat nach der Genesungszeit UND nach Erfahrungen mit der Kastration gefragt

    Zitat Zitat von Maijön
    Hat jemand Erfahrung mit Kastration und wie lange dauert es bis der Hund wieder fit ist?

  26. #26
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    Ja, das Thema Kastration, ist sehr umstritten! Aber manchmal denke ich, über eine Kastration von Katern, Kaninchen oder Pferden usw. wird nicht so viel diskutiert, das ist ganz normal. Liegt vielleicht daran, dass ein Hund bei uns einen ganz anderen Status ein nimmt. Nicht böse sein!
    Ich würde meinen Rüden nie eine Hündin besteigen lassen, merke so wie so sofort wenn eine in der Nähe ist, dann kommt er an die Leine. Bei Rüden greife ich auch direkt ein, jaulen kann ich ihm auch verbieten. Aber seine Nase kann ich ihm nicht verbieten und der Duft einer läufigen Hündin,ist überall und er ist dann bei Spaziergang sehr unkonzentriert und angespannt.
    Danke euch erst mal für eure Antworten!
    Ach, so kennt jemand eine Alternative für die Plastiktrichter vom Tierarzt, am Tag ist es kein Problem ihn im Auge zu behalten, bin nicht Berufstätig, aber Nachts wäre er halt unbeobachtet.
    LG Marion

  27. #27
    Moni Zudno Guest
    Marion, zu Kastrationen bei Katern gibt es reichlich Erfahrungsberichte hier im Katzenforum, soweit ich das mitbekommen habe, wird jedem Halter eines Katers angeraten, diesen möglichst früh kastrieren zu lassen, weil dies seine Lebensqualität enorm verbessert. Ausnahmen sind Kater, die in der Zucht eingesetzt werden.

    Bei Kaninchen weiß ich nicht wirklich was über Pro-Kastration...aber zu Pferden kann ich was sagen:

    Hengste sind sehr triebgesteuert und unterliegen damit extrem schwierigen Haltungsbedingungen, um ihnen ein artgerechtes Leben mit hoher Qualität bieten zu können.

    Eine Kastration hat keine gesundheitlichen Auswirkungen, erleichtert aber die Haltungsbedingungen ungemein, wodurch die Lebensqualität für einen Wallach deutlich erhöht wird.

    Die Kastrationen und ihre Auswirkungen kann einfach nicht innerhalb unterschiedlicher Tierarten verglichen werden.

    Hunde haben auch eine ganz andere Lebenssituation, sie leben im Rudel, haben außerhalb des heimischen Lebensraumes Fremdkontakte und sind auf ihre Kommunikationsmöglichkeiten angewiesen.
    Diese werden auch vom Geschlecht bestimmt - inwieweit das fehlende Testosteron durch andere Komponenten ausgeglichen (oder eben nicht ausgeglichen) wird, ist von Hund zu Hund unterschiedlich und es gibt auch keine Untersuchungen hierzu.

    Dazu gibt es nur Verhaltensbeobachtungen, wie sie in dem von mir eingestellten link und anhand meiner Erfahrungen mit Kastraten schon beschrieben wurden.

  28. #28
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    Marion, schau mal hier nach:

    http://www.padvital.de/hunde-halskrause/

    Könnte aber sein, dass Du Dir so ein Teil selber besorgen musst, viele TÄ haben nur diese blöden Trichter.

    Und gerade aktuell:

    Eine Freundin von mir hat vor ca. 3 Monaten ihre beiden Rüden (5 und 6 Jahre) kastrieren lassen.
    Beide Hunde sind um ein vielfaches entspannter und weniger gestresst durch läufige Hündinnen und sie fragt sich, warum sie diese Entscheidung nicht schon etwas früher getroffen hat.

    Ich denke, jemandem, der sich mit dem Thema auseinandersetzt, seinen Hund gut beobachtet und einschätzen kann, sollte man schon zutrauen, diese Entscheidung treffen zu können, ohne versuchen zu müssen, ihn zu missionieren.
    LG
    Christiane
    WEISST DU, DASS DU NUR DANN ERFÜLLUNG FINDEST, WENN DU ZU LIEBE UND VERSTÄNDNIS FÜR MENSCHEN, TIERE, PFLANZEN UND STERNEN FÄHIG BIST, SO DASS JEDE FREUDE ZU DEINER FREUDE; JEDER SCHMERZ ZU DEINEM SCHMERZ WIRD ?
    (Einstein)

  29. #29
    Wiesenhund Guest
    Zitat Zitat von Maijön Beitrag anzeigen
    Von einem Kastrationschip haben wir auch gesprochen, er meinte aber das es auf die Dauer doch zu teuer wird mit 230 Euro alle 6 Monate. Das der Stress von läufigen Hündinnen kommt ist ja klar und tritt auch so alle 4 Wochen wieder auf. Auf Rüden hat er nie aggressiv reagiert und lässt sich auch nicht provozieren.
    Um es zu verdeutlichen und auf die unbeantwortete Frage zurückzukommen:

    Wo siehst du den Zusammenhang, wenn der "Stress" alle VIER WOCHEN auftritt und läufigen Hündinnen? Wenn der Hund wirklich alle vier Wochen auffällig reagiert, ist es eher unwahrscheinlich, dass es daran liegt! Dann wird auch eine Kastration nichts daran ändern .

    Ansonsten: Ja, nach etwa zehn Tagen ist der Hund wieder fit (wenn die OP an sich glatt geht, die Narkose gut vertragen wurde, es hinterher gut läuft). Danach etwa sechs Wochen noch zeugungsfähig, bis der Hormonspiegel konstant auf "kastriert" steht, dauert es sechs Monate. Die Anfälligkeit für Nierenkrebs steigt bei kastrierten Rüden erheblich.

    Wesens-/geruchsmässig sind etwa drei Viertel der männlichen Kastraten so verändert, dass der Umgang mit sowohl intakten Rüden als auch Hündinnen ansich nicht gerade erleichert wird, im Gegenteil. Dass sich beim Zusammenleben in einer Familie auch bei verschieden geschlechtlichen Hunden nicht viel ändert, sollte eigentlich logisch sein, denn letztendlich hat der Halter das Schlusswort, wie die Meute reagiert. Nur draußen kann man es eben nicht steuern, auch der friedlichste und sicherste Hund kann nicht in Ruhe leben, wenn andere Exemplare (und deren Halter) das eben nicht in Griff bekommen, dass der Kastrat einen komplett anderen Status hat.

  30. #30
    Wiesenhund Guest
    Zitat Zitat von Ninchen0_15 Beitrag anzeigen
    Du kannst doch jetzt wohl nicht im Ernst annehmen, dass wir in der Praxis um die jeweiligen Hunde rumgestanden sind, während die da lustig rumrutschten?

    Wie kommt man denn auf so eine Idee?
    Mit einem Wort, du erzählst Dinge, von denen du nicht wirklich weißt, wie sie passiert sind? Warum werden Halter dann vom TA nicht so aufgeklärt, dass das nicht passiert? Wenn einem Halter der richtige Umgang mit einem frisch operierten Hund von TA und/oder Personal erklärt wird, wird er ja kaum hinterher in die Praxis kommen und erzählen, dass sich der Hund statt dessen "... solange ..." am Boden geschubbert hat.

    Dann schreib halt gleich, dass du das nur vom Hörensagen weißt und "nacherzählst", dann kommt es nicht zu Missverständnissen ! Die Formulierung "ich habe schon erlebt, dass Hunde ..." stellt für mich dar, dass du dabei warst.

  31. #31
    StinaL. Guest
    zum gefühlten millionsten Mal: ein Hund ist ein Hund ist ein Hund ist ein Hund
    und kein Kater, kein Rammler, kein Hengst

    Rammler sind ohne Kastra zur Einzelhaft verdonnert was einem so hochsozialen Lebenwiesen wie Kaninchen unmöglich zuzumuten ist
    Hengste ähnlich
    Kater kann man nicht kontrollieren (Freigänger)

    Hunde kann man sehrwohl erziehen und kontrollieren.

    siehe TSchG, was selbiges zur Kastra sagt.


    zum eigentlichen Thema zurück: wenn man auf seinen Rüden nach der Kastra gut aufpaßt verheilt es ziemlich schnell
    manche Rüden entwickeln nach der Kastra einen Geruch ähnlich einer läufigen Hündin was -logischerweise- zu enormen Problemen führen kann. ich kenne einen solchen Rüden, ein durchaus selbstbewusster Terrier, nun ein armer Tropf weil von allen Rüden für eine läufige HÜndin gehalten und so behandelt.

  32. #32
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    Kleinstadt, Schleswig-Holstein
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    790
    Ich finde es schwierig zu sagen. "Wenn dein Hund anständig erzogen ist, dann geht er nicht auf die Hündin rauf." Ich habe nun eine Hündin und habe es schon mehr als einmal erlebt, dass Rüden, die sonst super erzogen sind, aufs Wort gehorchen etc. dennoch dem Geruch einer läufigen Hündin nicht standhalten können. Oder, dass mir eine Halterin entgegen kam, deren Rüde versuchte meine Aika zu besteigen, die dann meinte, ihr Hund sei kurz nachdem wir an dem Garten vorbeigekommen seien einfach über den Zaun gesprungen. Das habe er vorher noch nie gemacht. Natürlich muss man immer Für und Wider der Kastration bedenken und auch ansprechen. Aber mit dem "Erziehung ist alles"-Credo kommt man nicht immer weiter (auch wenn ich jetzt wahrscheinlich gesteinigt werde)

    Aika ist übrigens aus eben solchen Gründen kastriert. ICH hab nämlich nachher die Welpen, die ich groß ziehen und in verantwortungsvolle Hände vermitteln muss. (Naja, aus diesen Gründen, und weil wir hier zwei Bauernhof-Rüden haben, die unkastriert durch die Gegend stromern und ich mehr als einmal deswegen kaum nach hause gekommen bin)
    Jasmin, Thomas und die Fensterbank-Kletterin Audrey und Racker Nelson






  33. #33
    StinaL. Guest
    Zitat Zitat von Timandra Beitrag anzeigen

    Aika ist übrigens aus eben solchen Gründen kastriert. ICH hab nämlich nachher die Welpen, die ich groß ziehen und in verantwortungsvolle Hände vermitteln muss. (Naja, aus diesen Gründen, und weil wir hier zwei Bauernhof-Rüden haben, die unkastriert durch die Gegend stromern und ich mehr als einmal deswegen kaum nach hause gekommen bin)
    warum? stehst du daneben und siehst zu wie ein fremder Rüde sie besteigt und deckt?

  34. #34
    Wiesenhund Guest
    Zitat Zitat von Timandra Beitrag anzeigen
    Ich finde es schwierig zu sagen. "Wenn dein Hund anständig erzogen ist, dann geht er nicht auf die Hündin rauf." Ich habe nun eine Hündin und habe es schon mehr als einmal erlebt, dass Rüden, die sonst super erzogen sind, aufs Wort gehorchen etc. dennoch dem Geruch einer läufigen Hündin nicht standhalten können. Oder, dass mir eine Halterin entgegen kam, deren Rüde versuchte meine Aika zu besteigen, die dann meinte, ihr Hund sei kurz nachdem wir an dem Garten vorbeigekommen seien einfach über den Zaun gesprungen. Das habe er vorher noch nie gemacht. Natürlich muss man immer Für und Wider der Kastration bedenken und auch ansprechen. Aber mit dem "Erziehung ist alles"-Credo kommt man nicht immer weiter (auch wenn ich jetzt wahrscheinlich gesteinigt werde)

    Aika ist übrigens aus eben solchen Gründen kastriert. ICH hab nämlich nachher die Welpen, die ich groß ziehen und in verantwortungsvolle Hände vermitteln muss. (Naja, aus diesen Gründen, und weil wir hier zwei Bauernhof-Rüden haben, die unkastriert durch die Gegend stromern und ich mehr als einmal deswegen kaum nach hause gekommen bin)
    Einen Hund nicht sicher zu verwahren oder in unter direkter Einwirkung zu halten, der zuvor auf eine läufige Hündin reagiert hat, ist ein Halterfehler! Dafür dann einen Rüden abzustrafen und ihn womöglich gar zu entmannen unlogisch. Da sollte man sich schon selber bei den Ohren nehmen.

    Wenn ein Rüde eine Hündin besteigt und es nicht unterlässt, ist er eben NICHT SUPER erzogen. Eher gab es bisher halt nichts, was dem Rüden wichtiger war als eine Anordnung. Wenn er Sitz und Platz macht und herkommt, weil es ihm grad in den Kram passt (und eben keine hitzige Dame da ist) ist das noch lange keine gute Unterordnung.

    Ganz sicher gehen die Auffassungen über Erziehung aber mindestens so weit auseinander wie die über Kastra.

  35. #35
    Wiesenhund Guest
    PS Früher hatten TÄ wenigstens noch von der Kastra abgeraten, wenn der Rüde älter als ein Jahr war, weil sich dann das Verhalten eben so gefestigt hat, dass auch eine Veränderung des Hormonhaushaltes nichts bringt. Heutzutage kommt man dem Wunsch der Halter ja gerne nach, letztendlich klingelt die Kasse ganz ordentlich, vor allem, wenn man zum Vielfachen des Eigenpreises und der Eigenleistung dann erst noch Hormonchips vertickern kann. Um dann, wenn dadurch das Kopfkino der Halter abgestellt wurde, zusätzlich nochmal durch die OP zu verdienen. Eine Kastra aus "hormonellem Drang" ist höchstens dann noch angebracht, wenn der Rüde so überdreht ist, dass er Hodenentzündungen bekommt, das wäre eine Indikation. Aber nur, weil dem Halter das Jaulen zuviel ist und der Hund die Nase auf dem Boden hat, sorry, da geht es für mich nicht primär um das Wohl des Hundes.

    Ein ehrlicher TA würde über gesundheitliche Nachteile aufklären (gut, vom Verhalten verstehen sie leider oft selber zu wenig, siehe auch Ausführungen von Stefan K. Wittlin) und auch darüber, dass auch Kastraten sehr wohl auf hitzige Hündinnen reagieren können und sich somit nichts zum Vorteil ändert.
    Geändert von Wiesenhund (07.06.2012 um 08:46 Uhr) Grund: Tippfehler verbessert

  36. #36
    Wolfsspitz Guest
    Zitat Zitat von Timandra Beitrag anzeigen
    Ich finde es schwierig zu sagen. "Wenn dein Hund anständig erzogen ist, dann geht er nicht auf die Hündin rauf." Ich habe nun eine Hündin und habe es schon mehr als einmal erlebt, dass Rüden, die sonst super erzogen sind, aufs Wort gehorchen etc. dennoch dem Geruch einer läufigen Hündin nicht standhalten können. Oder, dass mir eine Halterin entgegen kam, deren Rüde versuchte meine Aika zu besteigen, die dann meinte, ihr Hund sei kurz nachdem wir an dem Garten vorbeigekommen seien einfach über den Zaun gesprungen. Das habe er vorher noch nie gemacht. Natürlich muss man immer Für und Wider der Kastration bedenken und auch ansprechen. Aber mit dem "Erziehung ist alles"-Credo kommt man nicht immer weiter (auch wenn ich jetzt wahrscheinlich gesteinigt werde)

    Aika ist übrigens aus eben solchen Gründen kastriert. ICH hab nämlich nachher die Welpen, die ich groß ziehen und in verantwortungsvolle Hände vermitteln muss. (Naja, aus diesen Gründen, und weil wir hier zwei Bauernhof-Rüden haben, die unkastriert durch die Gegend stromern und ich mehr als einmal deswegen kaum nach hause gekommen bin)
    Timandra, mal ganz ehrlich: Für andere Leutes Unfähigkeit kastriere ich meinen Hund nicht. Und von wegen "das hat er noch nie gemacht" wegen dem über den Zaun springen etc., da mangelts einfach an der Erziehung, oder an der Aufmerksamkeit des Halters. Zum anderen lasse ich meine läufige Hündin auch nicht unbeaufsichtigt im Garten, denn auch die geht u. U. gestiften. Von mir wird auch niemand gesteinigt, aber so ist nonmal meine Ansicht. Jeder muss sich selbst um seinen Hund kümmern und kann die Verantwortung nicht auf andere abschieben

    Zu allem anderen wurde hier meiner Meinung nach bereits ausführlich geantwortet und meine Ansicht hierzu ist glaub auch bekannt. Ich denke dass hier das Grundproblem in der Erziehung liegt. Daran sollte gearbeitet werden.

    Es sollte sich immer gut überlegt werden, ob man seinem Hund eine Narkose zumutet oder nicht. Ich habe erst kürzlich von einem Fall gehört, indem eine Hündin kastriert werden sollte. Sie ist wegen der Narkose gestorben. Ich schreibe das deshalb, weil das Thema Kastration oftmals als Kleinigkeit abgetan wird.
    Wenn es nicht notwendig ist, wird mein Hund nicht operiert!

  37. #37
    Monika Guest
    Zitat Zitat von Wiesenhund Beitrag anzeigen
    PS Früher hatten TÄ wenigstens noch von der Kastra abgeraten, wenn der Rüde älter als ein Jahr war, weil sich dann das Verhalten eben so gefestigt hat, dass auch eine Veränderung des Hormonhaushaltes nichts bringt. Heutzutage kommt man dem Wunsch der Halter ja gerne nach, letztendlich klingelt die Kasse ganz ordentlich, vor allem, wenn man zum Vielfachen des Eigenpreises und der Eigenleistung dann erst noch Hormonchips vertickern kann. Um dann, wenn dadurch das Kopfkino der Halter abgestellt wurde, zusätzlich nochmal durch die OP zu verdienen. Eine Kastra aus "hormonellem Drang" ist höchstens dann noch angebracht, wenn der Rüde so überdreht ist, dass er Hodenentzündungen bekommt, das wäre eine Indikation. Aber nur, weil dem Halter das Jaulen zuviel ist und der Hund die Nase auf dem Boden hat, sorry, da geht es für mich nicht primär um das Wohl des Hundes.

    Ein ehrlicher TA würde über gesundheitliche Nachteile aufklären (gut, vom Verhalten verstehen sie leider oft selber zu wenig, siehe auch Ausführungen von Stefan K. Wittlin) und auch darüber, dass auch Kastraten sehr wohl auf hitzige Hündinnen reagieren können und sich somit nichts zum Vorteil ändert.
    sehr guter Beitrag
    Gruß Monika

  38. #38
    Moni Zudno Guest
    @Timandra: jasmin, ich sehe hier kein "Erziehung ist alles" - Credo. einige Gründe, die zwingend für eine Kastration sprechen (Hodenkrebs oder hormonell bedingte Hypersexualität) lassen sich auch mit Erziehung nicht beseitigen. Einige der von der TE angegebenen Gründe allerdings schon, zumindest so wie sie bisher dargestellt wurden.

    @Stina: Hierbei
    warum? stehst du daneben und siehst zu wie ein fremder Rüde sie besteigt und deckt?
    liegt wohl etwas zu sehr dein Ärger über den Verlauf der eigentlichen Diskussion zugrunde. Es geht hier aber nicht um Aika und Timandra, nähere Betrachtungen hierzu führen OT.


    @all: Im Hinblick auf das Wohl des einzelnen Hundes sind Rückfragen bzgl. der Gründe für eine Kastration sehr wohl von Belang, Fragen hierzu genauso wie Hinweise auf mögliche Negativfolgen zu unterdrücken hieße, anderslautende Meinungen nicht zuzulassen. Dies führt unweigerlich zu Unsachlichkeit

    Als Moderatorin verweise ich ausdrücklich auf unser Statement zu Private Animositäten (post 4)

    @Carmelita: In deinem post
    Wie soll denn eine TA-Praxis zuschauen, was zuhause passiert?



    Über diesen "sinnvollen" Satz kann man nur noch den Kopf schütteln Barbara.

    Du meine Güte

    Aber ich bin mir relativ sicher, es kommen wieder Zitate, die vermeintliches belegen und untermauern (sollen) welchen Schmarrn Du von Dir gibst
    ist die von dir gestellte Frage an sich nachvollziehbar, diese alleine gestellt hätte sicher zu einer weiterführenden Erläuterung (wie sie ja später auch gegeben wurde) geführt.
    Die von dir selbst gegebene Anwort ist unterstellend "es kommen wieder Zitate" und beleidigend "Schmarrn", hierfür wird von mir eine Verwarnung ausgesprochen.

  39. #39
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    Zitat Zitat von Wolfsspitz Beitrag anzeigen
    Timandra, mal ganz ehrlich: Für andere Leutes Unfähigkeit kastriere ich meinen Hund nicht.
    Also nur mal ganz kurz von mir - bin gerade auf dem Sprung und werde mich später evtl. noch ausführlicher äussern.

    Die meisten hier wissen, das ich eindeutig KEIN Freund von Kastrationen bin - aber es gibt Situationen im leben in denen man abwägen muss wie man das zusammenleben mit seinem Tier für alle Beteiligten am besten gestaltet. Wenn in meinem Umfeld unkastrierte Rüden unbeaufsichtigt unterwegs sind und nützt es mit wenig mich auf den o.g. Standpunkt zu stellen. Ich weiss, das Timandra ein Kleinkind hat und schwanger ist. Jeder der mal mit Hund und Kinderwagen unterwegs war wird nachvollziehen können das das abwehren von einem oder mehreren Rüden da weder machbar noch wünschenswert ist. Also ist eine Kastration der eigenen Hündin in dem Fall sicherlich die Möglichkeit das zusammenleben möglich zu machen - meine Meinung.

    Ein Optimist findest immer einen Weg. Ein Pessimist findet immer eine Sackgasse. – Napoleon Hill -

  40. #40
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    Zitat Zitat von StinaL. Beitrag anzeigen
    warum? stehst du daneben und siehst zu wie ein fremder Rüde sie besteigt und deckt?
    NEIN! Aber, als ich mehrfach versucht habe den Rüden da runter zu scheuchen wurde seinerseits nach mir geschnappt. DAS sind Dinge, die ich mir nicht öfter antun will.
    Jasmin, Thomas und die Fensterbank-Kletterin Audrey und Racker Nelson






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