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Thema: Fehlverhalten im Beutetrieb

  1. #1
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    Fehlverhalten im Beutetrieb

    Hallo Foris,

    die Überschrift las ich als zweiten Satz heute im Amtsblättchen.

    Es soll sich so zugetragen haben: "Ein Deutsch-Drahthaar kam angerannt, riss einen Pudel aus der Leine, schmiss ihn in die Luft und biss zu, sodass sein Genick brach."

    Der Besitzer des Jagdhundes habe sich entschuldigt und als Zeichen seines Guten Willens seinen Rüden kastrieren lassen, um das Triebverhalten zu dämpfen. (Natürlich hat er auch eine Auflage erhalten, ihn künftig so zu halten, daß eine Gefährdung Dritter, Personen, Hunde, ausgeschlossen ist) Ebenfalls wurde angeraten, als weitere Maßnahme zu einer Therapie mit einem qualifiziertem verhaltensgeschultem Hundetrainer.

    Ich kenne weder den zu Tode gekommenen Pudel, noch den Deutsch-Drahthaar nebst Besitzern.

    Was meine Frage ist: Was genau ist unter einem "Fehlverhalten im Beutetrieb" zu verstehen? Im Netz bin ich auch nicht recht schlau geworden. Eine TÄin schrieb dazu im Bericht, daß dieses Verhalten bei jedem Hund vorkommen kann.

    Wo besteht der Unterschied zwischen einer Tötungsabsicht (und erfolgt) gegenüber einem Artgenossen und was hat das mit Beutetrieb an sich? Ich komme damit nicht ganz klar - ein Artgenosse ist doch keine Beute? Doch nicht im herkömmlichen Sinne der Beutetiere wie Hase, Nagetiere etc. Oder doch?

    Susanne
    Für immer im Herzen
    Dennis,Duke und Frieda

  2. #2
    Moni Zudno Guest
    Hi Susanne,

    Einfach unglaublich die Geschichte, der arme Pudel ...und seine Halter tun mir leid...

    Und traurig dass Maßnahmen zur Lenkung des Beutetriebes wieder einmal erst im Nachhinein vorgenommen werden...

    Aber zu deiner Frage:

    der Beutetreib ist ja der Trieb des Hundes, eine Beute zu jagen, zu fangen und zu schütteln.

    Ein Ziel bei der Haltung eines Hundes ist die Kontrolle dieses Triebes - zum eigenen und zum Schutz Anderer.

    Gefunden habe ich hierzu auch nix , aber die Bezeichnung "Fehlverhalten" interpretiere ich in diesem Fall als Mangel in der Ausbildung des Hundes.

    Mal sehen ob ich mit dieser Interpretation richtig liege...

  3. #3
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    Hi Moni

    meinst Du, daß ein Mangel an Ausbildung da vorliegt? Ich kann das nicht so recht glauben

    Der eigentliche Beutetrieb ist mir schon klar - aber diese Aussage "Fehlverhalten beim Beutetrieb" klingt mir irgendwie in diesem Fall nach einer pauschalen Aussage - ich kann mich natürlich auch irren. Daher meine Frage, weil ich es nicht weiß.

    Es handelt sich um einen Jagdhund. soweit, sogut. Ich habe einen Hütehund. Er hat in seinen 9 Jahren niemals, nichtmal ansatzweise, Artgenossen oder Zweibeiner "hüten" wollen. Beim Anblick von Schafen, von denen eines oder zwei Tiere plötzlich auf der anderen Seite vom Zaun stehn (weil ausgebüxt, Zaun durchbrochen) tut er von null auf hundert das, was in seinen Genen liegt. So liegen auch die Gene von Jagdhunden, eben anderst - aber doch nicht bei einem Artgenossen? Hab ich das verständlich ausgedrückt? Ich hoffe.......

    Auch wenn ich das Geschehene emotionslos gebracht habe - es tut mir um den Pudel und die Besitzer sehr, sehr leid. Ich habe den Namen des Pudelchens gelesen, als auch ein Photo abgebildet war. Schrecklich

    Susanne
    Für immer im Herzen
    Dennis,Duke und Frieda

  4. #4
    Moni Zudno Guest
    Susanne wirklich schrecklich - mich schüttelt es bei dem Gedanken, dass so etwas immer und überall passieren kann, und auch wenn du es emotionslos geschrieben hast, hatte ich keinen Moment den Gedanken, dass du es auch so emotionslos wegpackst (ich lese immer gerne bei eurem Pfotentreff mit von daher kenn ich dich schon ein bisschen )

    Zum Thema: Ich weiß es nicht!

    Zunächst einmal gehe ich davon aus, dass die journalistische Aufarbeitung nicht unbedingt Fachkenntnisse des Journalisten beinhaltet...von daher betrachte ich den Titel dieses Artikels schon einmal mit etwas Distanz.

    Ich glaube nicht, dass der Beutetrieb grundsätzlich vor der eigenen Spezies halt macht.

    Aber der Pudel war ja an der Leine - da fällt das Jagen schon mal weg.

    Nun weiß niemand, wie diese Situation überhaupt zustande gekommen ist, das lässt natürlich viel Raum für Spekulationen (wobei: wenn jetzt irgendjemand meint, hier würde auch nur die Andeutung einer Schuldzuweisung an den Halter des Pudels verborgen sein - NEIN, nicht im Geringsten, denn hier ist es zu einer Beschädigung mit Todesfolge gekommen, und daran hat alleine der Halter des Deutsch-Drahthaar schuld. Kein Hund sollte in die Situation kommen, einen anderen zu Töten, hier MUSS der Halter im Vorfeld für sorgen!).

    Nicht-normale Hunde sind Hunde mit angezüchtetem übergroßen Aggressionspotentioal oder krankheitsbedingt verursachtem nicht-artgerechten Verhalten (z. B. ein Gehirntumor).

    Normale Hunde zeigen ein solches Verhalten nicht, wenn sie
    - eine vernünftige Beißhemmung in der Welpen-Prägephase erlernen konnten
    - vom Halter weiter sozialisiert wurden durch angemessen-artgerechte Haltung

    Eine angemessen-artgerechte Haltung ist eine Ausbildung des Hundes, weil wir den Hund anleiten, wie er sich zu verhalten hat.

    So nimmst du ja z. B. schon einen Welpen, der im Spiel mit anderen Welpen zu wild/unkontrolliert wird, einfach heraus, steltst dich abseits vom Geschehen und lässt ihn erst mal abkühlen. Und das machst du so lange, bis der Welpe die Lektion gelernt hat, dass auch das Spiel Grenzen hat.

    Beim Beutetrieb ist es nicht anders, du bringst einem Hund ja bei, nicht unkontrolliert zu jagen, Zerrspiele werden von dir abgebrochen, der Hund wird darauf konditioniert, den Beutetrieb jederzeit kontrollieren zu lassen.

    Ich kann nicht sagen, ob in diesem Fall überhaupt der Beutetrieb Ursache für diesen Vorfall war, aber Fakt ist, dass der Hund nicht ausreichend vom Halter kontrolliert werden konnte.

    Und das ist für mich ein Ausbildungsfehler.

  5. #5
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    Danke für den Beitrag Moni

    tja, inwieweit der Journalist Fachkenntnisse hat (oder nicht....) weiß ich auch nicht. Der Beitrag an sich war jedoch nicht "reißerisch" geschrieben, sondern sehr sachlich.

    Die TÄin, über die gesprochen wurde und deren Namen ebenfalls genannt war, kenne ich. Mich verwundert, daß "Fehlverhalten im Beutrieb" diagnostiziert (so nenne ich es mal) wurde und der Rüde kastriert wird, um wie erwähnt, die Triebhaftigkeit zu dämpfen. Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? Außer, es wäre jetzt die andere Triebhaftigkeit gemeint - davon gehe ich jedoch nicht aus. Spukt es denn immer noch in den Köpfen herum, daß aus einem agressivem oder sonstwie verhaltensauffälligem Hund durch eine Kastration ein Lämmchen wird? offensichtlich ja

    Grüße
    Susanne
    Für immer im Herzen
    Dennis,Duke und Frieda

  6. #6
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    Hallo, Susanne!

    Armes Pudelchen und wie furchtbar für die Besitzer!

    Ich versuch mal, zu erklären, wie ich das verstehe:

    Es gibt wohl schon fehlgeleiteten Beutetrieb, was eigentlich bedeutet, dass der Hund eben versucht "zur Beute" zu machen, was im Normalfall keine für ihn sein sollte.
    Manche Hunde "jagen" Autos, z.B.

    So, wie es eben auch Hütehunde gibt, die versuchen zu hüten, was nicht zu hüten ist, wie Schatten, Steine oder sonstwas.
    Und für all das kann es ja die verschiedensten Gründe geben, wobei natürlich auch die Ausprägung der einzelnen Motivationen von Hund zu Hund unterschiedlich stark ist.

    Um einen Artgenossen derartig anzugreifen und sogar zu töten kann ein Hund die verschiedensten "Beweggründe" haben, wobei ich in diesem Fall den Auslöser nicht ganz verstehe, meistens wird ein Beutetrieb ja wohl durch Bewegungsreize hervorgerufen, zumindest kommt eigentlich erstmal das Hetzen und dann....

    Meine Tochter hat eine Galga, eine vollkommen sanfte und freundliche Hündin, keine Probleme mit anderen Hunden, Kindern oder Katzen.
    Eher ein rückwärtsgehender Hund.
    Allerdings passt meine Tochter im Freilauf höllisch auf, dass Alma nicht anfängt, kleinere Hunde zu hetzen, man kann gut erkennen, wenn sie von Spiel- auf Jagdmodus umschaltet.
    Und das hat gar nix mit Artgenossenaggression zu tun.

    Allerdings ist es auch meiner Meinung nach vollkommen wurschtegal, warum das arme Pudelchen so sterben musste, das hätte einfach nicht passieren dürfen.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der DD vorher noch nie Anzeichen dazu gezeigt hat, enteder hat der Halter das nicht erkannt oder es war ihm egal, bis halt jetzt etwas ernsthaftes passiert ist!
    LG
    Christiane
    WEISST DU, DASS DU NUR DANN ERFÜLLUNG FINDEST, WENN DU ZU LIEBE UND VERSTÄNDNIS FÜR MENSCHEN, TIERE, PFLANZEN UND STERNEN FÄHIG BIST, SO DASS JEDE FREUDE ZU DEINER FREUDE; JEDER SCHMERZ ZU DEINEM SCHMERZ WIRD ?
    (Einstein)

  7. #7
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    was mich bei der ganzen Sache etwas irritiert ist, das der Beute- Hüte- Jagdtrieb eigentlich einen Auslöser hat (Spur aufnehmen , wegrennen usw.). auf einen angeleinten Pudel loszugehen passt da so gar nicht. Wäre mal interessant zu erfahren, wie dieser Jagdhund gehalten / beschäftigt wird.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Ninchen0_15 Beitrag anzeigen
    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der DD vorher noch nie Anzeichen dazu gezeigt hat, enteder hat der Halter das nicht erkannt oder es war ihm egal, bis halt jetzt etwas ernsthaftes passiert ist!
    Ich mir ehrlich gesagt auch nicht

    Allerdings stand im dem Artikel nichts über das Alter des DD, noch wie lange der Besitzer ihn hatte, von Welpen an, später übernommen etc.etc. Nicht, daß ich das "entschuldigen" würde, aber es macht einen Unterschied, ob ich - sagen wir mal - einen mittlerweile 5 Jahre alten Hund habe, den ich von Welpenbeinen an hab, oder grad vor 4 Wochen einen adulten zu mir genommen hab. Das ist beispielhaft gemeint.....

    Birgit - es war vom Besitzer als Jäger die Rede. Ob und wieweit dann der Hund jagdlich geführt wird/wurde........ - keine Ahnung.

    Ich kenne einen, der sich auch Jäger nennt - allerdings geht er wenige Male im Jahr zur Jagd. Die restlichen 360 Tage im Jahr wird der Jagdhund "nur so spazierengeführt". Dieser Hund "knackt" Wildtiere, die er zu fassen bekommt. Jener Hund hatte eine Auseinandersetzung mit einem anderem Hund - nichts großartiges, eine Keilerei zwischen zweien, die sich nicht mögen. Wie sie eben mal vorkommt. Vom Größenunterschied wäre es dem "Jagd"Hund ein leichtes gewesen, den anderen ernsthaft zu beschädigen - es waren 2 Löcher im Pelz zu finden. Ich meine das jetzt nicht lapidar (mich persönlich stressen Auseinandersetzungen immer........) Nur dieser - obwohl auch Jagdhund zeigt ein völlig normales Verhalten Artgenossen gegenüber. Das wollte ich - bestimmt mal wieder auf meine typisch umständliche Art sagen *hüstel*

    Susanne
    Für immer im Herzen
    Dennis,Duke und Frieda

  9. #9
    Rennsemmel1 Guest
    Guten Morgen Susanne

    Das ist eine furchtbare Geschichte und kann mich auch nur anschließen, dass ich nicht erkennen kann, wo der Auslöser war, den es meiner Meinung nach für solch ein Verhalten braucht

    Schlimmer Vorfall

  10. #10
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    Könnte mir schon vorstellen, dass der HH eben auch so ein Sonntagsjäger ist, der Hund nicht richtig oder nur halb ausgebildet...

    Aber auch Hunde in solchen Händen entwickeln sich halt nicht immer gleich, der eine wird nie auffällig und beim anderen kommen eben massive Probleme.

    Die Keilerei mit einem Artgenossen , die Du da von diesem anderen Hund beschreibst ist ja ganz was anderes, entstanden aus ganz anderen Gründen, das Greifen und "Knacken" von irgendwelchen Wildtieren ist aber natürlich gerade für einen jagdlich geführten Hund wieder ein absolutes NO-GO. (Natürlich für jeden anderen auch)

    Es könnte durchaus sein, dass auch der DD im Normalfall unauffällig mit Artgenossen ist (wenn seine Motivation in diesem Fall wirklich die vermutete war!) , solange eben dieses auslösende Moment fehlt.
    Und genau das erkenne ich in der beschriebenen Situation eben auch nicht.

    Armes Pudelchen, wie fürchterlich für die Besitzer!
    LG
    Christiane
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    (Einstein)

  11. #11
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    Ja, schlimme Geschichte, ganz fürchterlich

    Der Auslöser? Ich weiß auch nicht

    Zu lesen war auch, daß der Mann, der das Pudelchen an der Leine hatte, versucht hat, mit Fußtritten den DD vom Pudel abzuwehren, aber es war zu spät. Es muß alles sehr, sehr schnell gegangen sein - aber das ist lediglich eine Vermutung meinerseits, ich war ja nicht dabei.

    Susanne
    Für immer im Herzen
    Dennis,Duke und Frieda

  12. #12
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    Meine Güte

    Ganz schrecklich!

    Zum eigentlichen Thema... hm... da kann man wohl als Aussenstehender nur mutmaßen, aber dass da eine Kastra helfen soll

    Schlimm einfach nur für den Halter und für den Pudel.

    Da kann man nur hoffen dass man selber nie in solch eine Situation kommt
    LG
    Iris

    *Ein gut abgerichteter Mensch kann der beste Freund des Hundes sein*

  13. #13
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    Tja, dass sich vor einem halben Jahr ein wildfremder Kangal auf meine kleine Madame gestürzt und sie fast umgebracht hat, war dann wohl auch ein Fehlverhalten im Schutztrieb

    Es steht in der Natur nirgendwo geschrieben, dass ein Hund einen Artgenossen niemals töten würde - im Gegenteil. Die Motive dafür können vielfältig sein - unter anderem auch durch Zucht stark ausgeprägte Aggressivität und Jagdtrieb.

    Dass der Pudel an der Leine war, spielt keine Rolle. Für den Jagdhund war er dadurch umso leichter zu töten. Ein gefundenes Fressen sozusagen. Ich würde mal sagen - das war kein Fehlverhalten, sondern perfekt ausgeübter Beutetrieb.

    Ein Fehlverhalten hat nach meiner unmaßgeblichen Meinung nur der Halter des Deutschen Drahthaar gezeigt.
    Soweit man sich hier überhaupt eine Meinung bilden darf. Schließlich weiß man nichts über den Hintergrund des Vorfalls.

    Beste Grüsse!
    Sabiba

    Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. - Dietrich Bonhoeffer

  14. #14
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    Zitat Zitat von Sabiba Beitrag anzeigen
    Soweit man sich hier überhaupt eine Meinung bilden darf. Schließlich weiß man nichts über den Hintergrund des Vorfalls.
    Das ist völlig richtig Sabiba

    Mir ging es hauptsächlich um die Überschrift, da ich diesen Ausdruck überhaupt nicht kenne, daher meine Frage.

    Es klingt schon beinahe irgendwie nach Vorsatz. Ich weiß, Hunden ist diese menschliche Denkweise "da geh ich jetzt hin und zack" fremd, aber irgendwie stelle ich mir das vor meinem geistigem Auge gerade vor

    Grüße
    Susanne
    Für immer im Herzen
    Dennis,Duke und Frieda

  15. #15
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    Zitat Zitat von Carmelita Beitrag anzeigen
    Es klingt schon beinahe irgendwie nach Vorsatz. Ich weiß, Hunden ist diese menschliche Denkweise "da geh ich jetzt hin und zack" fremd, aber irgendwie stelle ich mir das vor meinem geistigem Auge gerade vor
    So denkt vielleicht ein Mensch, der vorsätzlich einen Mord plant, aber ein Hund nun wirklich nicht. Das läuft instinktiv ab.

    Beste Grüsse!
    Sabiba

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  16. #16
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    Halöle,

    Ich denke das es durchaus vorkommen kann das kleine Hunde als Beute angesehen werden. So ist es einer Bekannten mit ihrer Zwergpinschermix hündin passiert. Sie wurde von einen Deutsch Drahthaar querfeld ein gejagd und gepackt. Es ist aber gsd nichts schlimmeres passiert. Ausgelöst durch den Bewegunsreiz des anderen Hundes, manche Hunde stehen da so hoch im trieb das sie durch aus kleinere Hunde hetzen und evtl auch töten, wenn die Besitzer nicht in der Lage (oder leider auch nicht willens ) sind den Hund zu kontrollieren.

    Auch einer meiner Hunde reagiert auf kleinere Hunde wenn sie etwas weiter weg sind und würde wenn ich sie lassen würde diese hetzen, da ich aber rechtzeitig eingreife habe ich mit ihr in dieser richtung kein problem.


    Eine Bekannte von mir hat 2 Galgos und einen Podenco auch diese reagieen auf kleinere Hunde wenn diese etwas weiter weg sind und über eine Wiese rennen auch ausgelöst durch den Bewgungsreiz.

    Die meisten Hunde hören aber auf sobald sie bemerken das dies ein kleiner Hund ist und kein Wild. Es gibt aber auch exemplare die so hoch im trieb stehen und es nicht bemerken.

    Ich konnte so ein Verhalten aber meistens überwiegend bei Jagdhunde Rassen feststellen bzw bei Hunden die einen extremen Jagdtrieb haben.

    So wie die Podihündin der Bekannten wenn sie in den Jagdmodus fällt ist sie nicht mehr ansprechbar, deswegen muss sie auch draußen stets angeleint bleiben, abgeleint wird sie nur auf Windhundwiesen (eingezäunte ausläufe).

    Lg Jessica

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