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Thema: Erfahrungen mit "rein positiven" Hundeschulen

  1. #41
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    Zitat Zitat von Lotta Beitrag anzeigen
    Das Halti ist (letztlich wie Würger und Stachelhalsband auch), eine Methode der körperlichen Einschränkung des Hundes, die ihm, wenn er z.B. trotzdem an der Leine zieht, weh tut, das Verhalten also bestraft. Halti und Knackfrosch gehören also in zwei völlig verschiedene Schubladen, das eine dient der positiven Verstärkung, das andere der negativen.
    Einspruch!
    Das Kopfhalfter dient bei sachgemäßer Anwendung eben nicht zum Strafen. Der Hund sollte es mit der gleichen Selbstverständlichkeit tragen (lernen) wie sein Halsband/Geschirr. Im Einsatz dient es dazu, ungünstige Kräfteverhältnisse zwischen Hund und Mensch umzudrehen, das aber nicht auf der Basis unangenehmer Reize, sondern über die Ausnutzung von Hebelgesetzen. Das ganze sieht dann nicht anders aus als bei einem Pferdehalfter. Ist der Hund an sein Halfter gewöhnt, und der Mensch weiß, wie er damit zu verfahren hat, dann wirkt das Halfter sanft(!) bremsend, nicht mehr und nicht weniger. Im übrigen verweise ich auf die Forensuche.

  2. #42
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    Der Punkt ist doch, dass der Mensch auch damit umgehen können muss und nicht einfach drauf machen und ziehen.
    Mit Halti muss man sich schon längere Zeit auseinander setzen und auch das Auftrainieren dauert einige Wochen.....
    Gruß von Kerstin

  3. #43
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    Sehr richtig...aber wer hält sich daran? Ich denke, daß es besser ist, den richtigen Umgang mit einem Hilfsmittel zu erklären, statt wie es oft gemacht wird, pauschal zu sagen, daß das alles Mist sei. Gekauft wird es nämlich sowieso, daran kann leider niemand etwas ändern....naja, siehe eben meine früheren Beiträge, ich habe mich bereits erschöpfend darüber ausgelassen...

  4. #44
    Lotta Guest
    Hallo Kerstin,

    Ich würde einfach meinen Hunde nie am Genickfell nehmen und runter drücken - ich bin der Meinung, dass sie es nicht verstehen würde und es auch keine angemessene Handhabe ist.
    ich verstehe euch da nicht so richtig. Warum ist gerade das so problematisch? Es tut dem Hund nicht weh und es gehört nun mal zum natürlichen Sozialverhalten von Hunden und Wölfen. Damit macht ein ranghohes Tier einem rangniedrigeren seine psychische Überlegenheit unmissverständlich klar. Es ist vielfach in der Literatur über Hundesozialverhalten beschrieben und ich habe es selber in Hundefamilien und bei Zoowölfen bei der Erziehung von Welpen und Jungwölfen beobachtet.
    Warum meinst du, dass dein Hund es nicht verstehen würde?

    Vielleicht zur Sicherheit, es geht nicht um Alphawürfe, Todschütteln oder ähnliches. Dem Hund wird etwas seitlich fest ins lose Nackenfell gegriffen und er wird seitlich nach unten gedrückt. Die junge Hündin duckt sich dann mit unmissverständlichen Unterwerfungszeichen, manchmal legt sie sich anschließend auf die Seite und zeigt ihren Bauch. Dann wird sofort von ihr abgelassen und sie wird einige Minuten lang ignoriert. Wenn sie von sich aus positiven Kontakt aufnimmt, wird das danach akzeptiert und das Leben geht normal weiter. Was ist denn nun das große Problem?

    Viele Grüße von Lotta

  5. #45
    Jim Knopf Guest
    Zitat Zitat von Lotta Beitrag anzeigen
    Hallo Kerstin,



    ich verstehe euch da nicht so richtig. Warum ist gerade das so problematisch? Es tut dem Hund nicht weh und es gehört nun mal zum natürlichen Sozialverhalten von Hunden und Wölfen. Damit macht ein ranghohes Tier einem rangniedrigeren seine psychische Überlegenheit unmissverständlich klar. Es ist vielfach in der Literatur über Hundesozialverhalten beschrieben und ich habe es selber in Hundefamilien und bei Zoowölfen bei der Erziehung von Welpen und Jungwölfen beobachtet.
    Warum meinst du, dass dein Hund es nicht verstehen würde?

    Vielleicht zur Sicherheit, es geht nicht um Alphawürfe, Todschütteln oder ähnliches. Dem Hund wird etwas seitlich fest ins lose Nackenfell gegriffen und er wird seitlich nach unten gedrückt. Die junge Hündin duckt sich dann mit unmissverständlichen Unterwerfungszeichen, manchmal legt sie sich anschließend auf die Seite und zeigt ihren Bauch. Dann wird sofort von ihr abgelassen und sie wird einige Minuten lang ignoriert. Wenn sie von sich aus positiven Kontakt aufnimmt, wird das danach akzeptiert und das Leben geht normal weiter. Was ist denn nun das große Problem?

    Viele Grüße von Lotta
    das was Du beschreibst macht die Hündin freiwillig. kein erwachsenes Tier wird den Hund im nackenfell packen und runterdrücken. Die Unterwerfung kommt immer vom Hund niemals mit gewalt vom Menschen. Wir sind nunmal keine Hunde (oder demonstrierst Du Deinen Rang indem Du sie besteigst? Schnüffelst Du an Ihren Hintern? Knurrst Du sie an wenn sie Deinen Essen zu Nahe kommt?Zum beispiel.Und Hunde schmeißen sich nicht gegenseitig aus dem Zimmer!! Knurren was heißt das schon, vielleicht, hey nicht so nah? geh weg? Was soll sie sonst machen? Was wäre wenn deine Hündin sie anknurren würde, wärst Du da auch so hart? Sie versteht es nicht, Ihr möchtet nicht das sie kommuniziert, aber warum?Komisch wir haben unsere Hunde so erzogen das sie hören und das ohne solche Methoden, sondern einfach durch Ignorieren, Konsequenz und Geduld.

    Für mich hört sich das als reine "Machtdemonstrierung" an. Einerseits möchtest Du auf hündische Signale und Zurechtweisung achten aber wir sind keine Hunde (das erkennt jeder dämliste Hund das wir keine Hunde sind)

  6. #46
    Lotta Guest
    Hallo Zipfelhut,

    was passiert denn, wenn sich der Hund gegen das Halti stemmt? Tut das nicht weh? Kann ich mir nicht so richtig vorstellen.
    Wichtiger war mir an dieser Stelle, dass das Halti einen ganz anderen Ansatz hat, als der Clicker. Es dient, ob man es nun Strafe nennt oder nicht, der körperlichen Einschränkung des Hundes und verhindert unerwünschtes Verhalten.
    Der Clicker arbeitet auf einer völlig anderen Schiene und belohnt das erwünschte Verhalten. Man kann beide kombinieren, durch das Halti ein starkes Ziehen verhindern und durch Clicker+Belohnung das korrekte Bei-Fuß-Gehen bestärken.
    Mich interessierte und interessiert immer noch, warum Brana gerade diese beiden so unterschiedlichen Methoden ablehnt, dagegen aber ein Würgehalsband benutzt.

    Viele Grüße von Lotta

  7. #47
    Jim Knopf Guest
    Der Hund soll sich nicht dagegenstemmen, es soll auch nicht daran rumgezuckt werden. Das halti ist lediglich dazu da Fixierungen des Hundes zu lösen. das alleine bringt es aber nicht, der Halter sollte die Individualdistanz trotzdem einhalten (manche mögen mehr manche weniger) Das bedeutet auch tägliches Training. Vom Clicker halte ich auch nichts, denn das kann ich mit der Stimme genauso hinbekommen

  8. #48
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    Zitat Zitat von Lotta Beitrag anzeigen
    ich verstehe euch da nicht so richtig. Warum ist gerade das so problematisch? Es tut dem Hund nicht weh und es gehört nun mal zum natürlichen Sozialverhalten von Hunden und Wölfen. Damit macht ein ranghohes Tier einem rangniedrigeren seine psychische Überlegenheit unmissverständlich klar. Es ist vielfach in der Literatur über Hundesozialverhalten beschrieben und ich habe es selber in Hundefamilien und bei Zoowölfen bei der Erziehung von Welpen und Jungwölfen beobachtet.
    Warum meinst du, dass dein Hund es nicht verstehen würde?

    Ich bin kein Hund - Folge ich kann auch nicht wie ein Hund handeln.
    Ich kann auch nicht Kommunizieren wie ein Hund - was nicht heißen soll, dass ich meine Hunde nicht lesen kann.
    Ich finde einach, dass am Genickfell nehmen und runterdrücken den Hund in einen für ihn unverständlichen Stress versetzt.
    Leine deinen jungen Hund doch einfach an und bring ihn raus.
    Mein Hund sieht mich ganz klar als Ranghöher an, aber er weiß auch, dass ich anders spreche als ein Hund.....das macht keine Probleme....und ich verliere nicht an Gesicht.....
    ich muss keine Macht demonstriern.....

    Ich habe ja jetzt auch eine große und kleine Hündin....und ich musste feststellen, dass meine Große vieles nicht als Verlust ihres Ranges ansieht, wo ich das immer gedacht hätte. Ich lasse die Hunde untereinander abmachen was es zu klären gibt - natürlich mit Grenzen....
    Meine Große legt sich auch gerne mal nach unten oder läßt sich den Knochen klauen....sie wird von der Kleinen angeknurrt und wenn sie wirklich meint das ist nicht ok - dann klärt sie das mit der Kleinen.
    Das geht aber in Bruchteien von Sekunden und genau da sehe ich das Problem bei uns Menschen - wir sind oftmals viel zu langsam oder sehen etwas ganz anders als die Hunde.
    Weißt du ob dein Hund wirklich das Knurren mit dem Griff und der Folge verbindet?

    Ich denke vermeide den Stress von vorneherein und du hast es in deiner Position als Chef am besten gelöst.
    Ranghöhere müssen nicht immer ihre körperliche Überlegenheit zeigen....
    Gruß von Kerstin

  9. #49
    Jim Knopf Guest
    Gut geschrieben kerstin

    Auch hat Ranghöher nichts mit Macht zu tun.

    ich hätte mal versuchen sollen, bei unseren HSH solche Erziehungsmethoden auweia

  10. #50
    Lotta Guest
    Hallo Jim Knopf,

    kein erwachsenes Tier wird den Hund im nackenfell packen und runterdrücken.
    Sorry, aber Trummler beschreibt es in "mit dem Hund auf Du", Ziemen beschreibt es in "Der Wolf", Mech beschreibt es in "Der weiße Wolf", Federsen-Pettersen beschreibt es in "das Ethogramm des Haushundes". Ich kenne auch ein gutes Foto, aber das Buch "Das Jahr des Hundes" habe ich gerade verliehen.
    Jetzt kannst du immer noch behaupten, dass gibt es nicht, aber soll ich aus einer so offensichtlich nicht wahren Aussage Konsequenzen ziehen?

    Die Unterwerfung kommt immer vom Hund niemals mit gewalt vom Menschen.
    Das Unterwerfen ist eine Reaktion der Hündin auf die für sie verständliche Dominanzgeste - soweit richtig. Die Reaktion zeigt gerade, dass sie mich verstanden hat. Noch deutlicher zeigt sie es mir, indem sie die ältere Hündin in und in der Nähe der Küche nicht mehr fixiert und anknurrt.

    Für mich hört sich das als reine "Machtdemonstrierung" an.
    Genau das ist es auch - aber auf eine für den Hund verständliche Weise. Mir ist nicht klar, warum ich mich in der Hundeerziehung nicht der natürlichen, dem Hund angeborenen Kommunikation bedienen soll. Weil ich nicht ausschließlich "hündisch" mit ihm kommuniziere? Weil der Hund weiß, dass ich kein Hund bin? Na und?
    Aber noch einmal, falls jetzt jemand denkt, ich würde meine Hunde ständig verprügeln: Eine solche Methode ist nur geeignet, dem Hund zu zeigen, welches Verhalten ich ganz und gar nicht von ihm will. Zum Setzten von klaren Grenzen und Tabus. In dieser starken Ausprägung brauche ich es jetzt, wo die Hündin in der Pubertät ist, vielleicht einmal alle zwei Tage. Später noch viel seltener. Für das Beibringen neuer Kommandos und die ganze Ausbildung bin eine eine bekannte Verfechterin positver Verstärkung. Aber gerade die funktioniert am besten bei klaren Dominanzstrukturen.

    Komisch wir haben unsere Hunde so erzogen das sie hören und das ohne solche Methoden, sondern einfach durch Ignorieren, Konsequenz und Geduld.
    Das ist ziemlich unkonkret. Machs dir mal nicht so leicht und beschreib eine Situation, in der du deinem Hund klarmachst, das er eine von dir gesetzte Grenze überschreitet. Das könnte auch anderen hier helfen.

    Viele Grüße von Lotta

  11. #51
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    Hallo zusammen,

    ich sehe das genauso wie Kerstin und Jim Knopf.

    Und die Reaktion auf das Knurren finde ich auch zu heftig. Knurren ist der Ausdruck des Hundes, wenn ihm etwas zuviel ist etc. Es bedeutet ganz einfach "komm mir nicht zu nahe" oder in diesem Fall "nimm mir mein Futter nicht weg".

    Das Abtrainieren des Knurrens kann böse enden. Denn der Hund behält die Gefühle weiterhin, die das Knurren auslösen. Wird ihm nun das Knurren abtrainiert, dann zeigt er dieses nicht mehr und geht im schlimmsten Fall gleich in Abwehrverhalten über.

    Du kennst den Auslösereiz, deshalb würde ich die Situation so verändern, dass es nicht mehr zu diesem Verhalten kommt (wie z.B. getrennt füttern).

  12. #52
    Jim Knopf Guest
    Einerseits sagst Du dies

    Mir ist nicht klar, warum ich mich in der Hundeerziehung nicht der natürlichen, dem Hund angeborenen Kommunikation bedienen soll

    aber auf der anderen Seite darf die jüngere nicht kommunizieren, zudem es ist nicht Dein Hund sondern der von deinen Eltern (wenn ich es richtig verstanden habe). Was passiert wenn Deine Hündin sie anknurren würde? Würdest Du sie auch runterdrücken und aus dem Zimmer werfen? Wenn Dein Hund nicht hört, rempelst Du sie auch an ? Darf denn Dein Hund aufs Sofa bei Deinen Eltern? Oder ist das Hundefreie Zone?

    Wenn unsere Hunde mit schnüffeln beschäftigt sind und Ihre Ohren auf durchzug dann geh ich hin, rufe nochmal, führe sie weg oder leine sie an.

    Wenn jeder rudelführer so schnell zu so drastischen Maßnahmen greifen würde, dann würde es nur Kloppereien geben. Ein "Chef" vesrtändigt sich durch Gestik. Mimik und gelassenheit. ich weiss ja nicht welche grenzen Du Deinen Hund steckst. Mmmh unsere Hunde dürfen nicht ins Bett, gwen hat es einmal probiert, ich habe sie am halsband aus dem Schlafzimmer rausgeführt und die Tür zugemacht, ganz einfach

  13. #53
    Lotta Guest
    Hallo Kerstin und Jim Knopf,

    ich habe jetzt alles erklärt und begründet, was mir zu diesem Thema einfällt. Nachdem ich jahrelang das Sozialverhalten von Säugetieren untereinander beobachtet habe, bin ich vielleicht einfach nicht so zart besaitet, auch einmal körperliche Überlegenheit zu demonstrieren. Wobei mich die "Dominanz forever" Szene immer noch total soft finden würde.

    Die ursprüngliche Frage, auf die ich geantwortet habe, war diese:

    was versteht ihr unter hundeverständlichen Strafen und dem Durchsetzen klarer Grenzen? Könnt/mögt ihr das näher Erläutern und/oder Beispiele nennen?
    Von meinen drei Beispielen war euch eine Methode zu hart, fandet ihr die anderen ok?
    Vielleicht mögt ihr auch einen Beitrag leisten?

    Viele Grüße von Lotta

  14. #54
    Jim Knopf Guest
    Schade das Du keine der Fragen beantwortest (na Du wirst schon wissen warum)

    Es gibt eben hier einige, die mit Ihren Hund ein team bilden und keine Machtspielchen brauchen

  15. #55
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    Zitat Zitat von Lotta Beitrag anzeigen
    1. Sessel und Sofa sind verboten: Versucht sie draufzusteigen, wird sie mit "Nein" sanft aber deutlich heruntergeschoben.
    2. Sie hört in der Regel auf "Hier", ignoriert es aber, wenn sie gerade so versunken schnuppert oder buddelt: Ich rempele sie mit einem lauten "Hey!" körperlich von der Schnupperstelle weg, rufe dann gleich wieder sehr freundlich und lockend "Hier" und belohne mit mit Wort und Futter, wenn sie dann kommt (was sie dann auch tut - sonst wäre Schleppleine angesagt).
    3. Sie knurrt meine alte, zurückhaltende Hündin an, wenn beide auf das Futter warten: Ich packe sie mit einem lauten Wort fest im Nackenfell und drücke sie runter. Danach schmeiße ich sie achtkantig aus dem Zimmer. Sie darf die alte Hündin generell nicht anknurren oder belästigen. (Da die beiden nicht immer zusammen sind, gibt es keine stabile Rangordnung. Wir versuchen die Hunde in dieser Situation inzwischen zu trennen.)
    zu1.
    Finde ich föllig ok - stresst nicht und macht deutlich was ich will

    zu2.
    Ich remple meinen Hund nicht an - was soll das bringen? Meine Große rempelt die Kleine ja auch nicht an.....lautes Hey - wofür....
    Ich würde das Abrufen noch einmal neu aufbauen und neu üben - da scheint was noch nicht zu stimmen.
    Für mich lernt der Hund bei deiner Form der Korrektur nicht das, was ich eigentlich von ihm will.
    Freudiges herankommen aus jeder Siuation ist für mich was Positives - unter Zwang und Stress - den ich finde du dem Hund bereitest - wird meine Hündin nicht sicher kommen....

    Aber jeder muss es so machen wie er/sie es für richtig hält....
    Gruß von Kerstin

  16. #56
    Lotta Guest
    Hallo Jim Knopf,

    ok, noch ein letztes Mal:

    Die junge Hündin gehört meinen Eltern, hat aber bei mir ein Zweitzuhause und wird teilweise von mir erzogen. Meine Hündin ist deutlich kleiner als die Junghündin und lässt sich sehr schnell einschüchtern. Sie hat in ihrem ganzen Leben noch keinen Hund auf diese Weise fixiert und angeknurrt. Die Hunde sind beim Fressen getrennt, die junge Hündin hat aber begonnen, die ältere in der Küche und davor auch außerhalb der Fressenszeiten zu fixieren und anzuknurren. Das Verhalten hieß nicht: Bleib mir vom Leib, sondern: Ich will dich hier nicht haben. Meine ängstliche Hündin verdrückt sich in dieser Situation und hat Stress. Wir als Rudelführer halten einen solchen Ausgang der Interaktion für die alte Hündin nicht zumutbar und finden, dass die junge Hündin nicht darüber entscheiden darf, wer die Küche betritt. Vor diesem Hintergrund bin ich zweimal in der beschriebenen Weise eingeschritten. Seitdem hat sie in der Situation nicht mehr geknurrt - erst einmal.
    Eine ähnliche Situation habe ich damals in meinem Praktikum an Zoowölfen beobachtet. Die Alpha-Wölfin hat die Jungwölfe wiederholt daran gehindert, einem alten Wolfsrüden seinen Liegeplatz streitig zu machen. Durch Dazwischentreten und Knurren und auch durch am Nackenfell packen und Runterdrücken (mehrmals am Tag - die Jungwölfe waren in der Pubertät!). Behaupte also niemand, meine Reaktion wäre für die Tiere völlig unverständlich oder unnatürlich.

    Vor diesem Hintergrund jetzt die Antwort auf deine Fragen:

    Was passiert wenn Deine Hündin sie anknurren würde?
    Dann bräuchte sie mein Eingreifen nicht.

    Wenn Dein Hund nicht hört, rempelst Du sie auch an ?
    Sie ist 13, diese Dinge haben wir vor 12 Jahren geklärt. Aber damals - JA - sie hat auch gelegentlich einen Nackengriff oder einen Rempler bekommen, allerdings auf ihre Größe (Zwergpinschermix) angepasst. Den Nackengriff gab es z.B. zweimal, als sie den Bürgersteig unaufgefordert verließ und ich daneben stand. Diese Bestrafungen haben sie sehr beeindruckt- und ihr 13 Jahre Freilauf ermöglicht.

    Darf denn Dein Hund aufs Sofa bei Deinen Eltern?
    Nein, aber warum die Frage? Hast du Angst, dass die Hunde ungerecht behandelt werden?

    Wenn jeder rudelführer so schnell zu so drastischen Maßnahmen greifen würde, dann würde es nur Kloppereien geben. Ein "Chef" vesrtändigt sich durch Gestik. Mimik und gelassenheit.
    Stimmt, aber was heißt schnell? Ein gelassener, selbstbewusster Rudelführer greift selten körperlich ein, tut es aber unmissverständlich, wenn die von ihm gesetzten Grenzen verletzt werden. Wie z.B. bei Belästigung eines alten Rudelmitgliedes in dem von mir beobachteten Wolfsrudel.


    Wenn unsere Hunde mit schnüffeln beschäftigt sind und Ihre Ohren auf durchzug dann geh ich hin, rufe nochmal, führe sie weg oder leine sie an.
    Das halte ich wiederum für keine sinnvolle Methode: Lerneffekt: Warum soll ich hören, entweder ich komme später oder mein Frauchen kommt selber!

    Viele Grüße von Lotta

  17. #57
    Jim Knopf Guest
    Du solltest davon abkommen den Hunden menschliche Gedankengänge zu zuordnen. Aws habe ich davon meinen Hund körperlich zu züchtigen? Ausser das er irgendwann Angst vor mit hat (und glaube mir bei einen ängstlichen Kauskasen möchte niemand haben, der geht nämlich dann nach vorne).

    Du musst es wissen, nur empfehle bitte diese Vorgehensweise nicht weiter.

    Ich glaube nicht das Du es wirklich verstehen würdest was eine Kommunikation zwischen Hunden wirklich ist. Was ist denn daran so schlimm wenn deine Hündin weggeht nachdem sie angeknurrt worden ist. greift Du da ein stellst Du die Rangfolge in Frage und Deine alter Hündin kann mächtig Ärger bekommen nämlich von der jüngeren wenn Ihr nicht seit. Schonmal daran gedacht? deine ältere Hündin hat ihr den Rang kommentarlos gegeben und hält sich daran (guter Hund!) und Ihr versteht es nicht und reagiert völlig falsch.

    Wer hat eigentlich mal gesagt das im Nackenfell und runterdrücken eine normale hündische verhaltensweise ist? Ich habe noch NIE! gesehen das ein Hund oder Wolf runtergedrückt werden MUSSTE. Fixierung im seitlichen Nackenfell ja das habe ich bei zurechtweisungen unter Hunden beobachten können aber runterdrücken? ne due unterlegenen Hunde haben sich selbstständig ganz klein gemacht und mit beschwichtungssignalen um sich geworfen (lach)

  18. #58
    Stina Guest
    "Will ein ranghohes Tier einen anderen Wolf zurechtweisen, drückt er ihn häufig zu Boden."

    http://images.google.de/imgres?imgur...26tbs%3Disch:1

    ich denke dass Lotta alles andere tut als HUnden menschliche Gedankengänge zuzuordnen?!?
    das sehe ich eher bei anderen...

    Lotta, ich bin in deiner Richtung, nur die Zurechtweisung beim Knurren verstehe ich auch nicht. Ich bin immer froh wenn Andy knurrt, weiss ich so genau was grad in ihm vorgeht. Gibt ja sehr viele verschiedene Arten von Knurren.

    LG, Stina

  19. #59
    Jim Knopf Guest
    ich glaube nicht das es im Hunderudel dazu kommt. Wenn hündisches verhalten dann aber komplett und sich nicht die "besten" Sachen raussuchen. Einen Hund so zu strafen halte ich für völlig überzogen, dann sollte ich lieber an der Kommunikation arbeiten anstatt handgreiflich zu werden. Wenn mein Hund nicht versteht was ich meine, dann muss ich es ihm immer und immer wieder liebevoll, konsequent erklären und nicht indem ich ihn bestrafe dafür weil er es nicht versteht.

    Knurren gehört zum Hund wie das bellen, er kann ja kaum einen Brief schreiben oder den gegenüber auf einen Sympathie-tee einladen.

    Noch etwas zum Thema Wolf-Hund . Die Domestizierung war vor 100 000 Jahren (oder mehr)
    glaubt man wirklich das sich das verhalten unsereres Haushundes nicht verändert hat? Der Hund stammt vom Wolf ab, klar dennoch unterscheiden sich das verhalten

  20. #60
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    Zitat Zitat von Stina
    nur die Zurechtweisung beim Knurren verstehe ich auch nicht. Ich bin immer froh wenn Andy knurrt,
    Und es gab einen Hund, der nicht mehr knurrte, weil knurren keinen "Erfolg" brachte, quasi nicht als Warnung angesehen wurde, und somit hat er gleich gebissen, bzw. nach erfolglosem Knurren in die Hand gezwickt.

    Das nächste Stadium war, ohne knurren zu schnappen...

    Ich bin sehr froh dass Lucky wieder knurrt, besser gesagt es ist ein brummeln, aber es ist seine Art auszudrücken: Schwiegervater, lass mich doch bitte endlich in Ruhe.

    Einige von euch wissen um das Problem: Lucky-Schwiegervater.

    Einem Hund das Knurren zu unterbinden finde ich, wie soll ich sagen, fast fahrlässig.
    LG
    Iris

    *Was mich nicht glücklich macht, kann weg*

  21. #61
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    Hallo Jim Knopf,

    nimm's mir nicht übel, aber ich glaube, Du verrennst Dich gerade etwas, u.a. auch mit Deiner Wortwahl wie "Machtspielchen brauchen", "körperlich züchtigen" usw. So, wie Du Dich ausdrückst, könnte man meinen, Lotta würde den ganzen Tag dafür sorgen, dass ihre Hunde auf dem Bauch rumkriechen und zwar völlig nach Lust und Laune.
    Ich bin der Meinung, dass ihre Aussagen (auch in ihren vielen anderen Postings hier im Forum) definitiv keine derartigen Rückschlüsse zulassen, auch wenn es rhetorisch viel hermacht.

    Im Übrigen beweifle ich, dass ein Kaukase nach einer Strafe, wie Lotta sie schildert, seelisch zusammenbricht, sonst wäre er zum Schutz von Herdentieren wohl eher eine Lachnummer.

    Ob es zu solchen Maßnahmen im Hunderundel kommt, sollte unterdessen keine Glaubensfrage sein, oder?
    Feddersen-Petersen beschreibt das Herunterdrücken als Drohung der Eskalationsstufe II und zwar in ihrem Buch "Ausdrucksverhalten beim Hund(!)."

    Ich frage mich auch immer, warum manche ihrem Hund nicht zutrauen, ein vom Menschen imitiertes hundliches Verhalten zu verstehen, aber es anscheinend selbstverständlich finden, dass der Hund rein menschliche Signale schneller und eindeutiger zu verstehen lernt.

    Zitat Zitat von Jim Knopf Beitrag anzeigen
    ...einen Hund so zu strafen halte ich für völlig überzogen, dann sollte ich lieber an der Kommunikation arbeiten anstatt handgreiflich zu werden. Wenn mein Hund nicht versteht was ich meine, dann muss ich es ihm immer und immer wieder liebevoll, konsequent erklären und nicht indem ich ihn bestrafe dafür weil er es nicht versteht.
    ...
    Was machst Du denn, wenn es nicht am verstehen liegt, sondern daran, dass der Hund lieber anders entscheidet?
    Lotta hatte auch erklärt, dass sie Signale positiv aufbaut.

    Knurren gehört zum Hund wie das bellen, er kann ja kaum einen Brief schreiben oder den gegenüber auf einen Sympathie-tee einladen.
    Wie reagierst Du, wenn Dein Hund Deinen menschlichen Besuch aus der Küche knurrenderweise vertreiben will - ganz ohne Angst und Unsicherheit, einfach, weil er die Menschen lieber nicht in der Nähe wertvoller Ressourcen sehen will?

    LG
    Nina

    P.S. Vor Stinas Einstellung des Links, war es Dir noch egal, ob Wolf oder Hund runterdrücken. Nach dem Link pochst/hoffst Du darauf, dass der Hund sich in dieser Beziehung vom Wolf unterscheidet, deswegen mein(e) o.g. Buchzitat (-oder Empfehlung und das Ausrufezeichen hinter dem Wort "Hund").
    www.dogsuniverse.de

    "Wenn das einzige Werkzeug, das Du besitzt, ein Hammer ist, bist Du geneigt, jedes Problem als Nagel anzusehen."
    (Abraham Harold Maslow)


    Übrigens: Niveau ist keine Creme!

  22. #62
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    ich sehe bei Lotte und den beiden hündinnen nur ein problem: die rangfolge unter den Hunden.

    die ältere hat ihren rang abgegeben, schluss aus basta... sie wird ihn auch nicht mehr anfechten. würde auch ein alter wolf nicht mehr wenn er weiß er hat keine chance gegen den Jungen. wenn der junge ihn vom futter wegknurrt GEHT ER, und hofft nicht auf hilfe vom rudel.

    was hier aber passiert ist dass Lotta ihrer Hündin, der RANGNIEDEREN zur seite steht und sie unbrechtigt höher stellt.


    in einem wolfsrudel entscheidet auch nicht der alpha-wolf wer sein Betta ist. das machen sich die anderen schön untereinander aus. der greift nicht sein "nein, dich mag ich nicht, der andere ist besser also sei ruhig".

    ich hab selber 2 hunde, ein mal 9 und ein ma 1,5 jahre alt. anfänglich stand die ältere höher, konnte und machte auch alles wie es ihr (in grenzen von mir gesetzt) passte. inzwischen macht sich der kleine (ca 1/2 von der großen vom gewicht her) bemerkbar.
    er nimmt ihr knochen weg, und wenn sie das versucht wird zuerst geknurrt, dann auch bei bedarf geschnappt... ist auch sein recht, wenn er ranghöher ist hat sie ihm nicht den knochen wegzunehmen.

    würde ich da eingreifen hätte ich allerhöchstens ein riesenchaos, verwirrte und zum schluss aggressive hunde.


    und da ich prinzipiell körperliche zurechtweisung ablehne äußere ich mich da nicht weiter dazu... ich habs auch nicht nötig meinen hunden körperlich zu zeigen dass ihr verhalten nicht ok war, da gibts genug andere möglichkeiten.


    @nina: in der von dir geschilderten situation? ich schicke den hund mit einem "raus" aus der Küche und auf seinen platz. wenn das nicht klappt hätte ich ein erziehungs-problem, mehr nicht...
    Liebe Grüße,

    Ivy mit Zoo

  23. #63
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    Zitat Zitat von 0401 Beitrag anzeigen
    ...
    Einem Hund das Knurren zu unterbinden finde ich, wie soll ich sagen, fast fahrlässig.
    Das sehe ich genauso, erkenne aber nicht eindeutig, dass Lotta dies tut.

    Wenn ich meinen alten Hund in der Küche haben möchte, verbitte ich mir, dass ein anderer Hund diesen versucht "rauszuschmeißen". So hatte ich jetzt auch Lotta interpretiert.

    LG
    Nina
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  24. #64
    Jim Knopf Guest
    Dann hat man leider noch nicht die Rangordnung der Hunde aktzeptiert,schade.

    Wir leben hier mit drei Riesen und wenn ich die rangordnung bei nur einen so anzweifeln würde (und Knurren unterbinden würde und den Hund fürs knurren bestrafen würde) würde das böse ausgehen

    Zitat:
    Im Übrigen beweifle ich, dass ein Kaukase nach einer Strafe, wie Lotta sie schildert, seelisch zusammenbricht, sonst wäre er zum Schutz von Herdentieren wohl eher eine Lachnummer.

    nein Du würdest einen 68kg Kaukasen am Arm haben meine würde sich das nicht gefallen lassen!

  25. #65
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    Vielleicht war die Wortwahl nicht ganz durchdacht und deswegen die Diskussionen.

    Danach schmeiße ich sie achtkantig aus dem Zimmer.
    Wenn unser Hund meint der "Boss" zu sein wird er auch des Zimmers verwiesen.

    Auf bayerisch: Lucky, schleich di! AB!
    LG
    Iris

    *Was mich nicht glücklich macht, kann weg*

  26. #66
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    Zitat Zitat von Jim Knopf
    nein Du würdest einen 68kg Kaukasen am Arm haben meine würde sich das nicht gefallen lassen!
    Oha, dann hast als Halter ein Problem, würd ich mal sagen...

    Bei "Fremden" lass ich mir das bei HSH eingehen, dass sie sich nix gefallen lassen, aber als Halter?
    LG
    Iris

    *Was mich nicht glücklich macht, kann weg*

  27. #67
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    Zitat Zitat von Jim Knopf Beitrag anzeigen
    Du solltest davon abkommen den Hunden menschliche Gedankengänge zu zuordnen. Aws habe ich davon meinen Hund körperlich zu züchtigen? Ausser das er irgendwann Angst vor mit hat (und glaube mir bei einen ängstlichen Kauskasen möchte niemand haben, der geht nämlich dann nach vorne).
    nein Du würdest einen 68kg Kaukasen am Arm haben meine würde sich das nicht gefallen lassen!
    Um 12:44 wird der Kaukase ängstlich, um 14:28 Uhr würde er sich das nicht gefallen lassen... Liegt das an irgendwelchen Zwischenmahlzeiten?
    Sorry, aber das konnte ich mir leider nicht verkneifen, bitte entschuldige.

    Du widersprichst Dir, gehst auf die von Dir selbst angestoßenen Thesen nicht mehr ein und greifst jetzt schnell nach der "Rangordnungssteilvorlage" von Ivy.
    Ein Hoch auf die eigene Meinung.

    LG
    Nina
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    "Wenn das einzige Werkzeug, das Du besitzt, ein Hammer ist, bist Du geneigt, jedes Problem als Nagel anzusehen."
    (Abraham Harold Maslow)


    Übrigens: Niveau ist keine Creme!

  28. #68
    Jim Knopf Guest
    Wenn Du lesen könntest dann habe ich die Rangfolge schon vorher erwähnt.

    Wenn ein Fremder eine Zurechtweisung bei meinen Hunden machen würde, würde er sie am Arm haben. Wer der meinung ist einen HSH als Halter so zurechtweisen zu müssen, naja no comment! Im übrigen sind HSH keinen ach so starken Hunden , sie sind hoch sensibel,so einen Hund runterzudrücken wäre keinesfalls ratsam.

    Liebe Nina Du liest auch nur was Du willst

  29. #69
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    Mit Deiner bereits erfolgten Erwähnung der Rangordnung hast Du recht, dafür entschuldige ich mich aufrichtig!
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  30. #70
    Lotta Guest
    Hallo Stina,

    Lotta, ich bin in deiner Richtung, nur die Zurechtweisung beim Knurren verstehe ich auch nicht. Ich bin immer froh wenn Andy knurrt, weiss ich so genau was grad in ihm vorgeht. Gibt ja sehr viele verschiedene Arten von Knurren.
    Ich will ihr doch nicht das Knurren aberziehen, sondern ihr klar machen, dass SIE nicht darüber entscheidet, wer bei uns in die Küche darf, weder bei Hund noch bei Mensch. Und da sie das nicht darf, darf sie in dieser Situation auch nicht knurren. Würdet ihr den grundsätzlich erlauben, dass der Hund euch anknurrt, damit ihr wisst, wie es ihm geht? Hat das nicht tatsächlich etwas mit Rangordnung zu tun?

    Hallo Ivy,

    in einem wolfsrudel entscheidet auch nicht der alpha-wolf wer sein Betta ist. das machen sich die anderen schön untereinander aus. der greift nicht sein "nein, dich mag ich nicht, der andere ist besser also sei ruhig".
    Das kenne ich nun wieder aus der Literatur (Ziemen) und auch aus eigener Beobachtung anders. Ranghohe Wölfe greifen oft ein, wenn die Jungtiere des Rudels erwachsene rangniedrige Rudelmitglieder schikanieren. Und bei Wölfen und vielen anderen Tieren ist beschrieben worden, dass sich zwei Tiere verbünden und dadurch die Rangordnung beeinflussen. Eine enge Bindung zwischen Alpha- und Beta stabilisiert die Rangposition beider nachhaltig. Allerdings sind viele dieser Beobachtungen Gehegebeobachtungen. Im Freiland wandern die jungen Tiere meistens ab.

    ich schicke den hund mit einem "raus" aus der Küche und auf seinen platz. wenn das nicht klappt hätte ich ein erziehungs-problem, mehr nicht...
    Genau um diese Situationen geht es ja hier. Wie würdest du das Problem lösen?

    Hallo Jim Knopf,

    Noch etwas zum Thema Wolf-Hund . Die Domestizierung war vor 100 000 Jahren (oder mehr)
    glaubt man wirklich das sich das verhalten unsereres Haushundes nicht verändert hat? Der Hund stammt vom Wolf ab, klar dennoch unterscheiden sich das verhalten
    100.000 Jahre oder mehr? Durch homo erectus oder was? So weit ich weiß, ist der älteste Fund eines Hundes 6.000 Jahre alt. Die Domestikation wird vor 10.000 bis 15.000 Jahren vermutet. Homo sapiens sapiens, der die Wölfe domestizierte, gibt es seit ca. 40.000 Jahren. Da sieht man mal wieder, wie vorsichtig man mit den Tippfehlern bei Wikipedia sein muss...
    Der Unterschied zwischen Wolf- und Hundeverhalten ist bereits gut untersucht. Im Bereich des Sozialverhaltens und des Aufzuchtsverhaltens sind die Unterschiede minimal. Riesig dagegen im Bereich Jagd- und Wachverhalten.Und bist du jetzt echt der Meinung, nur weil du ein Verhalten noch nicht gesehen hast, gibt es das nicht? Alle andere (einschließlich Fotographen) lügen oder waren zu blöd?

    Und noch einmal eine Frage an alle:

    Hier geht es doch häufig um Leinenpöbler, die andere Hunde an der Leine anknurren und bellen. Alle scheinen sich einig zu sein, dass man so ein Verhalten auf jeden Fall unterdrücken muss, ich habe noch nie gelesen: Lass ihn einfach, er braucht das, das ist seine Art zu kommunizieren. Auch hier unterbindet man Fixieren, Knurren und Bellen gegenüber Artgenossen in bestimmten Situationen. Schadet ihm das nicht?

    Viele Grüße von Lotta

  31. #71
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    Zitat Zitat von Lotta Beitrag anzeigen
    Hallo Zipfelhut,

    was passiert denn, wenn sich der Hund gegen das Halti stemmt? Tut das nicht weh? Kann ich mir nicht so richtig vorstellen.
    Wichtiger war mir an dieser Stelle, dass das Halti einen ganz anderen Ansatz hat, als der Clicker. Es dient, ob man es nun Strafe nennt oder nicht, der körperlichen Einschränkung des Hundes und verhindert unerwünschtes Verhalten.
    Der Clicker arbeitet auf einer völlig anderen Schiene und belohnt das erwünschte Verhalten. Man kann beide kombinieren, durch das Halti ein starkes Ziehen verhindern und durch Clicker+Belohnung das korrekte Bei-Fuß-Gehen bestärken.
    Mich interessierte und interessiert immer noch, warum Brana gerade diese beiden so unterschiedlichen Methoden ablehnt, dagegen aber ein Würgehalsband benutzt.

    Viele Grüße von Lotta
    Er wird sich nicht dagegenstemmen, wenn dem Einsatz eine gründliche Gewöhnung vorausging...Und erst, wenn das geschehen ist, kann und sollte man mit dem Halfter arbeiten.
    Ich bete es gern noch 50 mal herunter, das Halfter ist nicht dazu da, den Hund über unangenehme Reize dazu zu bringen, langsamer an der Leine zu laufen oder aktiv an irgendetwas zu hindern. Es ist eine passive Führhilfe, das impliziert, daß das Führen nicht am Halfter stattfindet, sondern an Gechirr oder Halsband. Das Halfter ist ein Rettungsanker, der an einer Stelle aufliegt, an der ein Tier aufgrund seiner Anatomie keine Kraft entwickeln und freisetzen kann. Kannst Du an Deinem kleinen Finger auch nicht, oder? Das hat nichts mit Schmerzeinwirkung zu tun (außer, Du willst nen Traktor dranhängen), sondern damit, daß dieser Punkt Deines Körpers für so etwas nicht konstruiert ist. Mit der Hunde-/Pferdenase ist es exakt dasselbe.
    Und nun weiter:
    Ein Halfter verkörpert auch keine Philosophie oder Arbeitsmethode, sondern ist ein seelenloses Hilfsmittel, das wie jedes andere Hilfsmittel auch nur dann Trainingserfolge hervorbringt, wenn man um die Lerngesetze des Tieres weiß. Ich muß also wie beim "Clickertraining" auch, den Hund darauf konditionieren, was richtig und was falsch ist. Das bedeutet, daß ich beim Einsatz eines Kopfhalfters wie auch beim Benutzen eines Clickers nicht umhin komme, dem Hund zu kommunizieren, was richtig, und was falsch ist. Ohne Lob und Bestätigung kommt man nicht ans Ziel, vollkommen egal, ob da ein Hilfsmittel verwendet wird oder nicht. Und somit "funktioniert" ein Clicker nicht anders als jedes andere Hilfsmittel im Training, er ist zudem ganz schlicht ein operanter Verstärker, und kein Trainingsprinzip.
    Ob ein Halfter nun nach dem Prinzip positiver oder negativer Konditionierung funktioniert, liegt also nicht an dem Halfter selbst, sodern an der Art und Weise, wie der Mensch es verwendet.

  32. #72
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    Und noch einmal eine Frage an alle:

    Hier geht es doch häufig um Leinenpöbler, die andere Hunde an der Leine anknurren und bellen. Alle scheinen sich einig zu sein, dass man so ein Verhalten auf jeden Fall unterdrücken muss, ich habe noch nie gelesen: Lass ihn einfach, er braucht das, das ist seine Art zu kommunizieren. Auch hier unterbindet man Fixieren, Knurren und Bellen gegenüber Artgenossen in bestimmten Situationen. Schadet ihm das nicht?

    Viele Grüße von Lotta


    Ich Trainiere mit meinen Hund gerade die Leinenaggression ab.

    Ich unterbinde es nicht, sondern gebe meinen Hund ein Alternativ-Verhalten vor, indem ich viel interessanter bin als der Artgenosse!

    Bsp. Soll mich mein Hund fixieren um die "Beute", indem Falle das Leckerchen oder die Tasche als Beute (Spiel) zu erhalten.


    Liebe Grüsse Astrid


  33. #73
    Jim Knopf Guest
    Ein verhalten zu unterdrücken behebt es aber nicht.

    Sie hat den anderen Hund angeknurrt und nicht Dich. Wenn sie den anderen Hund anknurrt und dieser weggeht dann ist es normal. Davon das sie andere Menschen oder Dich anknurrt hast Du nichts geschrieben

  34. #74
    Lotta Guest
    Hallo Jim Knopf,

    Davon das sie andere Menschen oder Dich anknurrt hast Du nichts geschrieben
    Ich nicht, aber Iris. Und auch Stina hat erwähnt, das sie bevorzugt, das der Hund durch Knurren zeigt, was er meint. Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass sie sich von ihrem Hund anknurren lässt.

    Ein verhalten zu unterdrücken behebt es aber nicht.
    Aha, sondern?

    Gruß von Lotta

  35. #75
    Jim Knopf Guest
    Okay ich bin jetzt nur von deinen Hund ausgegangen nicht vorn einen anderen.

    Das verhalten würde sich festigen. Am besten sieht man es bei den von Dir erwähnten leinen Pöblern (habe ja auch so eine Powerzicke hier). Würdest Du hier einfach nur unterdrücken und unterbinden hätte es keinen Erfolg, Du musst eine Alternative schaffen und diese Alternative ist von Hund zu Hund unterschiedlich (bei den einen Dummy, Futter, Ball, die Stimme des Halters) Wenn man in so einer Situation den Hund runterdrücken würde, würde dies verhalten nur verstärkt werden. Natürlich kann es Hunde geben die sich dadurch beeindrucken lassen

  36. #76
    Stina Guest
    Lotta, hatte dich da wohl falsch verstanden, jetzt ist es mir klarer.
    nee, ich lass mich nicht anknurren
    ich meinte das im Bezug auf andere Hunde/Tiere
    z.B. Kaninchen ärgert ihn, er knurrt, ich schreite ein.
    ist mir eindeutig lieber wie Andy knurrt nicht sondern verschluckt Kaninchen

    was wollt ich eigentlich sagen.
    ja: natürlich weiss ein Hund dass ich kein Hund bin
    er wird aber auf jemanden der auch nur ansatzweise seine Sprache spricht ganz anders reagieren als auf jemanden der das nicht tut.

    es klappt aber bei allen Tieren. Wer einmal nach Monty Roberts mit einem Pferd gearbeitet hat und ein join-up und follow-up erlebt hat steht flennend da weil er es nicht fassen kann was da grad geschehen ist.

    wir glotzen Hunden nicht in die Augen und wir beugen uns nicht über sie um duzi zu machen. Warum nicht? weil es aus Hundesicht unhöflich ist. Wir drehen uns weg wenn wir nicht angesprungen werden wollen.
    aha, soweit glauben wir also noch dran an die Hundesprache.
    Worte braucht es nicht viel. Der Hund achtet viel mehr auf die Körpersprache. Allein die sagt ihm schon ob er kommen oder wegbleiben soll.
    Und da liegt eben oft das grosse Manko: Mensch ruft "hier" sagt mit seinem Körper aber "bleib bloss weg"
    Dann ist der Hund schuld und unfolgsam weil er nicht kommt.
    wie reagieren Hunde z.B. auf Günther Bloch?? schonmal gesehen?
    komisch, warum reagieren die auf den so?

    und manchmal braucht es eben auch mal körperliche Zurechtweisungen.
    Oft ist dann nämlich ein Problem im Keim schon erstickt.
    Als mein Hund einzog meinte er ungestört Ka.... fressen zu können und nach mir schnappen zu können als ich es ihm aus dem Maul holte. Nein kann er nicht. Definitiv nicht.
    Somit war das Problem ein für alle mal von Anfang an geklärt.
    Heute läßt er auf Kommando alles fallen was er grad im Schnabel hat.
    Genauso meinte er im Hof die Katzen jagen zu können. Nein kann er nicht. Auch das wurde von Anfang an (ach der arme Hund war ja grad mal einen Tag da und hat dadurch bestimmt einen psychischen Schaden erlitten.....) eindeutig und mit Nachdruck geklärt.
    nein, ich bin kein brutales Monster, ich liebe ihn abgöttisch.
    Freiheiten hat der, der sich an die Regeln hält.
    und ein Leben mit Freiheiten ist für einen Hund eindeutig schöner.

    LG, Stina

  37. #77
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    Zitat Zitat von Lotta Beitrag anzeigen
    Und noch einmal eine Frage an alle:

    Hier geht es doch häufig um Leinenpöbler, die andere Hunde an der Leine anknurren und bellen. Alle scheinen sich einig zu sein, dass man so ein Verhalten auf jeden Fall unterdrücken muss, ich habe noch nie gelesen: Lass ihn einfach, er braucht das, das ist seine Art zu kommunizieren. Auch hier unterbindet man Fixieren, Knurren und Bellen gegenüber Artgenossen in bestimmten Situationen. Schadet ihm das nicht?

    Viele Grüße von Lotta
    Hallo Lotta,

    ich würde den Hund aus der Situation nehmen oder wie Astrid geschrieben hat, ein Alternativ-Verhalten aufbauen. Aber niemals würde ich den Hund strafen, wenn er einen anderen Hund/Menschen anknurrt. Immer wieder sehe ich Hundehalter, die ihren Hund in solchen Situationen mit Leinenruck, Discs, Sprühhalsband etc. strafen. Ich bin auch froh, wenn mein Hund knurrt und dadurch warnt und ich die Möglichkeit habe, einzugreifen und die Situation zu klären.

    Ich habe einmal von einem Hund gehört, der keine Kinder mochte und diese angeknurrt hat, wenn sie ihm zu Nahe kamen. Diesem Hund wurde das Knurren abgewöhnt durch Strafen, denn er hatte Kinder zu akzeptieren. Tatsächlich hat dieser Hund aufgehört, Kinder anzuknurren. Doch als ihm ein Kind dann zu Nahe kam, hat er gleich zugebissen, denn knurren und warnen durfte er ja nicht mehr.

  38. #78
    Jim Knopf Guest
    gestern habe ich eine interessante Hundehalterin gesehen. Ihr Hund (Beagle) war gerade beschäftigt mit buddeln, frauchen rief dreimal, Hund war weiter beschäftigt Frauchen geht hin packt den Hund und drückt ihn runter, dazu noch den Satz:" das nächstemal kommste sofort"

    ich konnte mir den Kommentar " dahinten liegen armdicke Stöcke, vielleicht nehmen sie die und prügeln es in Ihren Hund ein

    Was möchte der Mensch einen Roboter oder ein Lebewesen als teamfreund

  39. #79
    Stina Guest
    nunja Talvi, es ist noch gar nicht so lange her da hast du deine "Teamfreunde" noch ausgeschlossen vom Familienleben und ausgesperrt, nicht ins Haus oder auf Terrasse gelassen. Macht man mit Freunden auch nicht

    dann sag uns halt was genau du in dieser Situation getan hättest, weil nur sich aufregen aber keine Alternative parat haben ist auch bisschen einfach.

    LG, Stina

  40. #80
    Jim Knopf Guest
    Du vergisst dabei sie haben Ihr Rudel, sie sind nicht alleine und versauern draußen (mittlerweile sind sie wieder Tag & Nacht draußen weil SIE es möchten
    Einen Freund lasse ich die Wahl (im übrigen dürfen Sie immer noch nicht auf die Terasse weil diese zu klein ist).

    Unsere Hunde haben auch rechte und an diese halten wir uns (Wenn Hund auf Ruheplatz liegt wird er in Ruhe gelassen, genauso wie beim fressen, beiZurechtweisungen untereinander wird von uns nicht eingegriffen)

    Man sollte sich immer fragen, ob es nicht einen anderen Weg gibt.

    Mein Tip: Hingehen und anleinen? Mit Ball Leckerlie oder Stimme locken? Fallen mir dadurch die Füße ab?Mal ehrlich der Hund hat für sich nichts falsches getan das diese Strafe rechtfertig

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