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Thema: Struvit, Oxalat, Blasenentzündung: Info-Sammlung

  1. #1
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    Struvit, Oxalat, Blasenentzündung: Info-Sammlung

    1. Struvit

    Bei Struvit handelt es sich um steinartige oder kristallartige Gebilde innerhalb der Harnblase. Sie stellen bei Katzen mit über 63% die häufigste Steinart dar.
    Sie bestehen aus Ammonium-Magnesiumphosphat, weswegen lange Zeit Magnesium als Risikofaktor gesehen wurde. Mitlerweile scheint dies aber weitgehend widerlegt, jedoch enthalten viele Futtersorten trotzdem noch einen extra reduzierten Magnesiumgehalt, der widerum weitere Risiken birgt.

    Als Hauptrisikofaktoren zählen eine zu geringe Durchspühlung der Harnwege und ein zu hoher pH (>7). Beides kann durch Trockenfutter verursacht werden, da viele Katzen dabei zuwenig Wasser aufnehmen und der hohe pflanzliche Anteil den pH-Wert nachteilig beeinflusst. In Studien konnte dies auch gezeigt werden. Der größte Anteil von an Struvit erkrankten Katzen wurde zuvor mit einer reinen Trockenfutterfütterung ernährt, der zweit größte Teil wurde von Katzen gestellt, die zumindest z.T. Trockenfutter bekamen (Quelle: http://edoc.ub.uni-muenchen.de/5970/1/Frenk_Marina.pdf ).
    Um zumindest die pH-Erhöhung durch Trockenfutter zu vermeiden, fügen viele Hersteller mitlerweile harnansäuernde Substanzen bei, die aber wiederum im Verdacht stehen, die früher äußerst seltenen Calciumoxalatsteine zu fördern (Hesse et al. 2000).

    Struvitkristalle können in der Blase für Schmerzhafte, häufig wiederkehrende, blutige Entzündungen sorgen oder sogar zu einem lebensbedrohlichen Blasenverschluss führen. Von diesem sind am häufigsten Kater betroffen, da ihre anatomisch sehr enge Harnröhe leicht verstopfen kann.
    Im Gegensatz zu Calciumoxalat muss Struvit jedoch nicht unbedingt chirurgisch entfern werden, sofern es zu keiner lebensgefährlichen Situation gekommen ist, sondern können aufgelöst werden.
    Zuallererst ist es wichtig die Flüssigkeitszufuhr der Katze zu erhöhen. Hierfür sollte vor allem auf die Fütterung von Trockenfutter vollkommen verzichtet werden und hochwertiges Nassfutter mit einem möglichst geringen Anteil an pflanzlichen Stoffen gefüttert werden. Besonders Gemüse als Ballaststoffquelle soll aufgrund seiner basischen Wirkung auf den Urin weitgehend verzichtet werden.
    Zudem ist es meist nötig den Urin anzusäuern, um eine Auflösung der Steine zu erzielen und eine neue Bildung zu verhindern. Hierfür bieten sich vor allem zwei Produkte an: Uropet-Paste und Guardacid-Tabletten. Beide enthalten als Hauptwirkstoff DL-Methionin zur Harnansäuerung. Methionin ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die z.B. auch den Grundbaustein für Taurin darstellt. Jedoch darf auch diese Aminosäure nicht überdosiert werden, da es ansonsten zu Schäden kommen kann. In der Literatur findet man verschiedene Angaben zur Höchstdosierung zwischen 1-1,5g pro Tag für eine ausgewachsene Katze (Quelle: http://elib.tiho-hannover.de/dissert...ultza_2003.pdf -Seite 58)
    Zudem muss auch eine zu starke Ansäuerung (unter pH 6) vermieden werden, da dies zur Bildung von Calciumoxalaten führen könnte. Ein zum Auflösen der Kristalle guter pH-Wert liegt zwischen pH6,2-6,4.
    Den Urin-pH der Katze kann man mit handelsüblichen Teststreifen aus der Apotheke testen. Dabei ist es sowohl möglich den Teststreifen direkt in den Urinstrahl zu halten, als auch den Urin mittels eines nichtsaugenden Katzenstreus (u.a. beim Tierarzt erhälltlich) aufzufangen und anschließend zu messen. Jedoch muss man dabei beachten, dass der pH von Urin, der länger der Luft ausgesetzt war, ansteigt und somit ein stark zeitversetztes messen nicht möglich ist.


    Beim Tierarzt erhälltliche Spezialfuttersorten enthalten oft einen hohen Salzgehalt, um die Wasseraufnahme der katzen zu erhöhen. Dies setzt jedoch eine gesunde Niere vorraus und sollte auch nach Herstellerangaben nicht wesentlich über 12Wochen betragen ( http://www.royal-canin.de/katze/prod...rinary-so.html). Leider wird dieses Futter von vielen Tierärzten als Dauertherapie verschrieben und nur selten auf die Risiken hingewiesen.
    Trockenfutterspezialdiäten verschlimmern meist logischerweise nur das Problem... (http://www.cuxkatzen.de/html/harnverlegung.html ).

    Die Wasseraufnahme lässt sich jedoch wesentlich einfacher und schonender durch mit Wasser angereichertem hochwertigem Feuchtfutter und vielen zusätzlichen Wasserquellen in der Wohnung erzielen. Viele Katzen lassen sich auch durch Trinkbrunnen zu einer erhöhten Wasseraufnahme veranlassen.

    Einen sehr informativen Erfahrungsbericht findet man zudem bei: http://www.cuxkatzen.de/html/harnverlegung.html


    Woran erkenne ich, dass meine Katze eine Blasenentzündung bzw. Kristalle in der Blase hat?

    Das ist oft gar nicht so früh zu erkennen. Katzen können Schmerzen sehr gut und lange vor uns Menschen versteckt halten. In der Natur hat dies den Zweck sie nicht als verletzlich erkennbar zu machen. In unserer Obhut kann dies jedoch eine frühzeitige Erkennung erschweren.
    In den Anfangsphasen gehen Katzen oft sehr häufig aufs Katzenklo, setzen aber nur kleine Menge Urin ab.
    Ein weiteres Anzeichen ist ein sehr häufiges, intensives und langes lecken der Geschlechtsteile, vor allem nach einem Toilettengang.
    Im späteren Verlauf kann es zu Blut im Urin kommen und sogar Mauzen auf dem Katzenklo. Einige Katzen meiden dann das Katzenklo, da sie es mit den Schmerzen in Verbindung bringen und werden unsauber. Zudem kann es zu Fieber, körperlicher Ermattung und Appetitlosigkeit kommen.

    Bei Struvitsteinen kann dies auch in einem Blasenverschluss enden, bei dem die Katze so gut wie keinen Urin mehr absetzen kann, unruhig immer wieder an neuen stellen versucht dort Urin abzusetzen, sich unaufhörlich leckt, evt. auch miaut und krampft.
    Gerade ein Blasenverschluss ist akut lebensbedrohlich, da die Harnstoffe aus der Blase nach einiger zeit ins Blut übertreten können und die Katze damit vergiften.

    Hat man den Verdacht seine Katze könne unter einer Blasenentzündung oder gar Blasensteinen leiden, sollte man so früh wie möglich den Tierrazt aufsuchen.
    Dort sollte die Blase abgetastet, eine Urinprobe auf Kristalle, Blut und pH untersucht werden, Fiber gemessen und geg. noch weitere Diagnostische Untersuchungen gemacht werden.
    Zusätzlich ist bei Verdacht von Blasensteinen ein Röntgenbild der Blase notwendig. Da zum einen z.T Steine nicht im Urin nachweisbar sind und auch, um z.B. Oxalatsteine ausschließen zu können.

    Liegt ein Blasenverschluss vor, muss der Tierarzt unter Narkose mit Hilfe eines Katheters die Blase spühlen. Dabei ist es nicht selten, dass die Katzen mit dem Katheter mehrere Tage in der Praxis verbringen müssen.
    Ist bei Katern die Harnröhre so fest verschlossen, dass sie mithilfe des Katheters nicht mehr zu öffnen ist, muss eine Pe.nisampution durchgeführt werden, um den Blasenausgang dadurch zu vergrößern.
    _________________



    zusammensetzungen:

    urocid-paste: http://www.tiershop.de/hunde_top_100...id,852,kd.html
    Guardacid-Tabletten: http://www.gpz-heimtierbedarf.ch/html/guardacid.html
    LG vom "Engel" und ihren Miezen!



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  2. #2
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    Spezialfutter (am Beispiel von Urinary von RC)


    Ich habe heute mal die Zusammensetzung des royal Canin Urinary angeschaut. Es wird hergestellt zur Behandlung von Struvit UND Oxalatsteinen.


    "Royal Canin Urinary
    Zusammensetzung
    Maiskleberfutter, Geflügelmehl, Reis, Maisfuttermehl, Tierfett, tierisches Protein (hydrolysiert), Mineralstoffe, Lignozellulose, Zuckerrübentrockeschnitzel, Fructo-Oligosaccharide (FOS), Fischöl, Sojaöl, Ei getrocknet, DL-Methionin, Hydrolysat aus Krustentieren (reich an Glukosamin), Taurin

    die Rezeptur ist dazu geeignet, eine mäßige Ansäuerung des Urins zu erzeugen

    Feuchtnahrung bietet eine schmackhafte Variante und trägt zu einer höheren Flüssigkeitsaufnahme bei

    leicht erhöhter Kochsalzgehalt im Trockenfutter zur Erhöhung des Harnvolumens

    moderate Reduktion des Kalzium- und Oxalatgehalts

    Glukosaminoglykane (eiweißhaltige Bestandteile der Blasenschleimhaut) zum Schutz der Harnblasenschleimhaut vor Infektionserregern

    Mäßig reduzierter Phosphor-und Eiweißgehalt

    patentierter Antioxidanzienkomplex aus Vitamin E und C sowie Taurin und Lutein zum Schutz der Körperzellen vor Angriffen durch freie Radikale

    reduzierter Magnesiumgehalt

    Was ist Kalziumoxalat?
    Das zweithäufigste Mineral bei Harnsteinerkrankungen von Hunden und Katzen ist Kalziumoxalat. Das Milieu in der Harnblase (pH-Wert) spielt bei der Entstehung dieser Harnsteinart nur eine sehr untergeordnete Rolle. Zur Vorbeugung dieses Harnsteintyps ist ROYAL CANIN URINARY S/O in den Konzentrationen von Kalzium und Oxalat moderat reduziert, um den Harn mit diesen Steinbildnern zu untersättigen. "

    Ich werde mich mal langsam an die einzelnen Angaben herantasten:

    1."die Rezeptur ist dazu geeignet, eine mäßige Ansäuerung des Urins zu erzeugen" und "Das Milieu in der Harnblase (pH-Wert) spielt bei der Entstehung dieser Harnsteinart nur eine sehr untergeordnete Rolle"


    "Der Harn-pH ist ein wesentlich bedeutenderer Faktor bei der Harnsteinbildung
    als der Magnesiumgehalt des Futters [BUFFINGTON et al. (1985 und 1990),
    BUFFINGTON (1988), HULSEN (1999), MARSHALL & ROBERTSON (1976),
    SKOCH et al. (1991), TATON et al. (1984a)]. "
    Warum also reduziert RC den Magnesiumgehalt, hällt aber den pH für vernachlässigbar?


    "Auf der Basis epidemiologischer Daten lässt
    sich zeigen, dass bei der Verwendung von ansäuernden Diäten ¾ besonders bei denen, wo der pH-Wert unter 6,29 sank ¾ das potenzielle Bildungsrisiko von Calciumoxalat-
    Steinen bei Katzen ansteigt [KIRK et al. (1995), McCLAIN et al. (1999), MIDKIFF et
    al. (2000), OSBORNE et al. (1995a)]."
    --> aha, also doch nicht so unwichtig, sondern ziemlich entscheiden!

    2. "patentierter Antioxidanzienkomplex aus Vitamin E und C sowie Taurin und Lutein zum Schutz der Körperzellen vor Angriffen durch freie Radikale"


    "Auch die
    gleichzeitige meist überflüssige Gabe von Vitaminen C und D wird als zusätzlicher
    Risikofaktor einer Calciumoxalatsteinbildung diskutiert [BARTGES et al. (2000),
    BUFFINGTON (1993), BURGER (1985), CHEW & BUFFINGTON (2000), HESSE
    et al. (2000 und 2000a), HULSEN (1999), KIRK et al. (1995), OSBORNE et al. (1990,
    1996 und 1996a), PASTOOR et al. (1994), SCHWILLE & HERMANN (1992) "
    --> na super noch ein Risikofaktor mehr durch das Futter...

    3." leicht erhöhter Kochsalzgehalt im Trockenfutter zur Erhöhung des Harnvolumens"


    "Kein NaCl oder Furosemid-Diuretika, weil dies Hypercalciurie verursacht "
    --> neben der tasache, dass die niere irgendwann schlapp macht


    Hier eine ganze Doktorarbeit über Struvit und Oxalat:
    http://edoc.ub.uni-muenchen.de/archi...enk_Marina.pdf

    Seite 34 ist aber auch so interessant. sagt aus, dass TroFu steine auslöst, falls das mal jemand braucht, um es seiner TA u die Ohren zu hauen
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  3. #3
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    Studien:

    In seiner Untersuchung hat ULACIA (1986) festgestellt, dass die Katzen, die
    ausschließlich nur Trockenfutter zu sich nahmen, ein 4 – 5-mal größeres Risiko am
    FLUTD zu erkranken hatten als die Katzen, die nur mit Feuchtfutter ernährt wurden.
    Eine höhere Disposition der Katze für die Urolithiasis bei Trockenfütterung ist u. a.
    durch eine geringere Wasseraufnahme zu erklären [ZENTEK (1987)]. Die Katze
    scheint unfähig zu sein, das Wasserdefizit, das bei der Fütterung mit Trockenfutter entsteht,
    durch einen gesteigerten Flüssigkeitskonsum auszugleichen [ANDERSON
    (1981)].
    Die jüngsten Studien unterstützen die Hypothese eines fördernden Einflusses
    von Trockenfutter bei der Entstehung einer „Feline Lower Urinary Tract Disease“,
    FLUTD, bei der Katze. In einer Feldstudie zeigten BUFFINGTON et al. (1997a), dass59 % der an FLUTD erkrankten Katzen Trockenfutter erhielten; in der Kontrollgruppe
    gesunder Katzen erhielten nur 19 % Trockenfutter. Die Studie von MARKWELL et al.
    (1998) wies eine geringere FLUTD-Rezidivrate in einer mit Dosenfutter ernährten
    Katzengruppe gegenüber einer vergleichbaren, jedoch ausschließlich mit Trockenfutter
    ernährten Katzengruppe nach; während in der ersten Gruppe eine Rezidivrate von nur
    11 % nachgewiesen worden ist, betrug diese Rate in der zweiten Gruppe 39 %. Die
    Verabreichung einer Diät, einmal in ihrer Trockenform, einmal als nährstoffidentisches
    Dosenfeuchtfutter, führte bei den Versuchskatzen zu einer bemerkenswerten Entwicklung
    der relativen Urinübersättigungen von Struvit und Calciumoxalat: Während bei
    Verabreichung des Dosenfutters für beide Mineralphasen niedrige mittlere Übersättigungen
    beobachtet wurden (0,17 bzw. 0,36), stieg nach der Trockenfuttergabe die mittlere
    Calciumoxalat-Übersättigung auf 4,84 an. Demgegenüber blieb die mittlere Struvit-
    Übersättigung mit einem Wert von 0,07 nahezu konstant [MARKWELL &
    HURLEY (2001)]. Diese Ergebnisse legen die Vermutung nahe, dass die Trockenfuttergabe
    an sich ein Risikofaktor der Calciumoxalatbildung bei Katzen darstellt.
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  4. #4
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    CONCLUSION: As a consequence of the increase in urine volume and urine acidification, high-protein diets have potential ability to increase solubility of struvite crystals.
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8...ubmed_RVDocSum
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  5. #5
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    Die Katze nimmt von Natur aus den grössten Teil des Wassers zusammen mit der Nahrung auf. Wird Trockenfutter verabreicht, kompensiert die Katze die geringere „Nahrungswasser-aufnahme“ nicht, indem sie mehr säuft. Deshalb sollte Trockenfutter unbedingt mit Flüssig-keit versetzt werden.
    Eine ungenügende Wasseraufnahme führt zu einer Harnkonzentration und begünstigt das Auftreten der Feline lower urinary tract disease.

    Quelle: Ernährung der Katze; 2004; Prof. Dr. M. Wanner
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  6. #6
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    maximal Dosis von Methionin:

    In Case/Carey/Hirakawa: Ernährung von Hund und Katze. Leitfaden für Tierärztinnen und Tierärzte
    steht in etwa folgendes:
    pH-Werte von 6,0 bis 6,6 , also leicht sauer sind günstig.
    "Der Zusatz von 800mg Ammoniumchlorid pro Tag zu einem hochwertigen kommerziellen Katzenfutter führt .... zur Aufrechterhaltung eines Harn-pH-Wertes von 6,0 oder weniger."
    "Allerdings kann der Zusatz übermäßiger Ammoniumchloridmengen toxisch sein. ... Anorexie, Erbrechen und Diarrhö."

    "Als Futterzusatz ist auch die Aminosäure dl-Methionin ein wirksames Mittel zur Harnansäuerung. Die empfohlene Dosis ist 1g pro Tag oder 1 bis 2% der Trockensubstanz des Futters.
    Jedoch tritt nur gering oberhalb dieser Dosierung eine Methionintoxizität auf. ... etnwickelt sich bei der Katze eine hämolytische Anämie, eine Methämoglobinämie und Heinz-Körper." (was auch immer das ist ???)
    "Deshalb sollten Ammoniumchlorid oder die Kombination von Ammoniumchlorid und dl-Methionin der alleinigen Anwendung von dl-Methionin vorgezogen werden."
    In allen Fällen gilt das ganze zu überwachen.

    und

    Der Methioningehalt sollte 1,67 % der Futtertrockenmasse (CHOW et al. 1978)
    betragen. Alternativ kann man 1g Methionin/Tier/d (OSBORNE et al. 1989 a) verabreichen.
    Eine korrekte Dosierung dieser beiden Harnansäurer ist aufgrund ihrer möglichen toxischen
    Auswirkungen von entscheidender Bedeutung. Katzen mit Uratsteinen, metabolischer Azidose
    oder Leberschaden dürfen keinesfalls Ansäuerungsmittel sowie harnansäuernde Diäten
    verabreicht werden, da die Bildung von Uratsteinen verstärkt wird und bei vorliegendem
    Leberschaden ein Leberkoma resultieren kann (HARDY 1977).


    Quelle: http://elib.tiho-hannover.de/dissert...ultza_2003.pdf
    seite 58

    http://elib.tiho-hannover.de/dissert...ultza_2003.pdf
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  7. #7
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    Auch wenn die Ursachen von Erkrankungen der unteren Harnwege noch nicht ganz geklärt sind, lassen sich einige Risikofaktoren ausmachen. Eine erhöhtes Risiko haben Katzen, die übergewichtig sind und wenig Bewegung haben. Ein wichtiger Faktor für die Bildung von Harngries ist der pH-Wert des Urins. Dieser liegt bei Katzen normalerweise bei etwa 6,4. Ein erhöhter pH-Wert des Urins wird z. B. durch Ernährung mit Futter von minderwertiger Qualität erzielt. Ein Futter mit hohem Pflanzenanteil kann den pH-Wert auf über 7 steigen lassen und damit ebenfalls das Risiko für Struvitsteine enorm steigern. Auch das Füttern vieler kleinerer Mahlzeiten über den Tag verteilt könnte den pH-Wert kritisch erhöhen (siehe Literatur 11) und damit zur Struvitbildung beitragen. Die These, magnesiumreiches Futter begünstige die Bildung von Harnsteinen scheint widerlegt (Literatur 16, 20).

    Alleinige Trockenfutterfütterung gilt insbesondere als Risikofaktor für die Bildung von Oxalatsteinen (Literatur u. a. 21, 22). Seitdem sämtliche Futterhersteller bemüht sind, Struvitsteinen durch einen geringen Magnesiumgehalt und Urinansäuerung vorzubeugen, ist das Auftreten dieser vorher seltenen Art sprunghaft angestiegen. 1984 lag der Anteil von Calciumoxalatsteinen an der "Gesamtmenge" der verschiedenen Arten noch bei ca. 2,4 %. 1990 waren es bereits 19 % (Literatur 13) - in einer Studie von 1994 machten sie bereits 54 % der analysierten Steine aus (Literatur 23). Für weitere Informationen zur "Trockenfutterfütterung" siehe auch *Katzenernährung* Abschnitt 2 und 3.

    Die Bildung von Harnsteinen kann auch durch bakterielle Entzündungen, Virusinfektionen und vor allem durch genetische Veranlagung (Literatur 17) ausgelöst werden. Perserkatzen scheinen besonders anfällig für die Bildung von Harnsteinen zu sein (Literatur 13 - 15). Kater sind stärker betroffen als Kätzinnen, da die Harnröhre beim Kater länger, schmaler und weniger dehnbar ist.
    http://www.keinwitz.de/fus.html#Literatur
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  8. #8
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    Kommerzielles Tierfutter und Folgeschäden

    Hunde, Katzen und Frettchen, die regelmäßig handelsübliche Tiernahrung bekommen, leiden unter einer Reihe unangenehmer Krankheiten. Tierbesitzer, denen die Gesundheit ihrer Tiere am Herzen liegt, sollten sich besser für naturbelassene, zähe Nahrung aus rohem Fleisch oder zumindest rohen Knochen entscheiden.


    weiter gehts hier: http://www.nexus-magazin.de/artikel/...ory&category=2
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  9. #9
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    Ernährung der Katze


    Katzen haben als Fleischfresser einen sauren Harn-pH. Kommerzielles Trockenfutter enthalten oft viele pflanzliche Produkte und "produzieren" deshalb einen alkalischen Urin. Um den Harn anzusäuern, wird NH4Cl und/ oder Methionin zugesetzt.

    Die Katze nimmt von Natur aus den größten Teil des Wassers zusammen mit der Nahrung auf. Wird Trockenfutter verabreicht, kompensiert die Katze die geringere "Nahrungswasseraufnahme" nicht, indem sie mehr säuft. [...]
    Eine ungenügende Wasseraufnahme führt zu einer Harnkonszentration und begünstigt das Auftreten der Feline urinary tract desease.


    Quelle: Skript für Veterinärmediziner der Universität Zürich
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  10. #10
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    Ursachen der Ansteigenden Häufigkeit von Oxalaten bei Katzen

    Jedoch ist die Zahl der Calciumoxalatfälle stetig gestiegen. Diese
    Beobachtung führte zu Vermutungen, dass möglicherweise veränderte (allgemeine)
    Fütterungsbedingungen die Ursache zur vermehrten Entstehung von Calciumoxalat-
    Urolithen sein können [BARTGES et al. (2000), BUFFINGTON (1994), BUFFINGTON
    & CHEW (1999), HESSE et al. (2000 und 2000a), MARKWELL et al. (1998a),
    TETRICK (2000)]. In diesem Fall wird die Ursache bei den bereits präventiv mit dem
    täglichen Futter verabreichten spezifischen „Anti-Struvit-Maßnahmen“ vermutet. Das
    Hauptziel der Umstellung der Futterzusammensetzung, um das Struvit Bildungsrisiko
    zu verringen, ist:
    1. eine deutliche Erniedrigung des Harn-pH und
    2. eine gleichzeitige Reduzierung der Magnesium-Ausscheidung.
    In ungünstigen Fällen können jedoch diese Maßnahmen zu einer Urinzusammensetzung
    führen, die eine Bildung von Calciumoxalatsteinen begünstigt. Auch die
    gleichzeitige meist überflüssige Gabe von Vitaminen C und D wird als zusätzlicher
    Risikofaktor einer Calciumoxalatsteinbildung diskutiert


    [...]

    Eine deutliche Umstellung der Futtergewohnheiten wurde auch durch die verstärkte
    Einführung von industriell gefertigter Trockennahrung in den 70er und 80er
    Jahren eingeleitet; möglicherweise ist dies auch ein Faktor zur Begründung der gestiegenen Calciumoxalat-Prävalenz bei der Katze


    Quelle: http://edoc.ub.uni-muenchen.de/5970/1/Frenk_Marina.pdf
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  11. #11
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    Magnesiumgehalt vs. Struvit?

    Der Harn-pH ist ein wesentlich bedeutenderer Faktor bei der Harnsteinbildung
    als der Magnesiumgehalt des Futters [BUFFINGTON et al. (1985 und 1990),
    BUFFINGTON (1988), HULSEN (1999), MARSHALL & ROBERTSON (1976),
    SKOCH et al. (1991), TATON et al. (1984a)].

    [/zitat]

    [zitat]
    in einer Studie stellten FINCO et al. (1985) fest, dass sich bei einer Katze, welche
    unter einer magnesiumreichen Diät (0,17 % Mg in der Trockensubstanz) eine
    Obstruktion mit Struvit-Kristallen entwickelte, keine höhere Mg-Konzentration im
    Harn nachweisen ließ. Vielmehr wurde ein alkalischer Urin-pH-Wert festgestellt. Als
    Folge wiesen die Autoren darauf hin, dass andere Faktoren als die Magnesium-
    Ausscheidung für die Urolithiasis von Bedeutung sein müssen [FINCO et al. (1985),
    SKOCH et al. (1991), TARTTELIN (1987)].
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  12. #12
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    Füttern Sie nur 70-80% Flüssigkeitsgehalt wie z.B. Frischfleisch. Reichern Sie Dosenfutter zusätzlich mit Flüssigkeit (Wasser, Zinnkrautabsud) an. Füttern Sie von Anfang an kein Trockenfutter. Die Verfütterung von rohem Fleisch (Vorsicht: kein Schweine- oder Geflügelfleisch) säuert den Urin leicht an und beugt so auf natürliche Weise der Entstehung von Struvitsteinen vor. Erinnern Sie sich bitte: Die natürliche Nahrung einer Katze besteht aus Mäusen und Vögeln. Diese Beutetiere werden roh verspeist.

    Quelle: Dr med vet Doris Quinten
    Gesundheits-Ratgeber Katzen
    ISBN: 3-405-16769-8
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  13. #13
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    Zusammensetzung Guardacid, Uracid und Uropet

    Guardacid:
    http://www.calciumcitrat.de/pdf/guardacidtabs.pdf

    Zusammensetzung:
    Milch- und Molkereierzeugnisse, DL-Methionin, Zucker




    Uracid
    http://www.tiershop.de/hunde_top_100...id,852,kd.html

    Zusammensetzung:
    * Malz-Sirup
    * DL-Methionin
    * Reinglycerin


    Zusatzstoffe: Cranberry-Extrakt, Gummi-Arabicum, 4-Hydroxybenzoesäure-methylester, Sorbinsäure, 4-Hydroxybenzoesäure-propylester, Taurin, Vitamin-E




    Uropet
    http://www.premiumtierfutter.de/xana...ac987a131b22cf

    Zusammensetzung
    Öle und Fette, Getreide, zucker, DL-Methionin

    Zusatzstoffe:
    Konservierungsstoffe: EG Zusatzstoffe




    Leider enthalten alle Produkte Zucker. Durch den hohen Gehalt an Malzsirup, ist der Zuckergehalt bei Uracid jedoch wahrscheinlich am höchsten.
    Bei Guardacid muss die Zuckermenge unter 200mg pro Tabltte liegen, da der Zucker hinter dem Methionin aufgelistet ist. Daher ist hier der Zuckergehalt wohl wahrscheinlich am niedrigsten.

    Ebenfals zu beachten sind die Zusatzstoffe der beiden Pasten, die jeweils sehr kritisch zu sehen sind.
    Benzoesäure ist beispielsweise giftig: http://www.vetpharm.uzh.ch/perldocs/index_x.htm
    EG-Zusatzstoffe sind langfristig auch sehr bedenklich.

    Nach meinen bisherigen Informationen enthält nur Guardacid keine dieser kritischen Zusatzstoffe.
    LG vom "Engel" und ihren Miezen!



    Fellnasen in Not e.V.
    der Shop für den guten Zweck: http://www.fellnasen-in-not.org/shop.php

    Wer auf der Suche nach Informationen zu chronischen Erkrankunen oder Behinderungen bei Katzen ist, wird sicher auf www.sorgenfellchen.eu fündig.

  14. #14
    coco13 Guest
    Zitat Zitat von Mietz&Mops Beitrag anzeigen
    1. Struvit

    Bei Struvit handelt es sich um steinartige oder kristallartige Gebilde innerhalb der Harnblase. Sie stellen bei Katzen mit über 63% die häufigste Steinart dar.
    Sie bestehen aus Ammonium-Magnesiumphosphat, weswegen lange Zeit Magnesium als Risikofaktor gesehen wurde. Mitlerweile scheint dies aber weitgehend widerlegt, jedoch enthalten viele Futtersorten trotzdem noch einen extra reduzierten Magnesiumgehalt, der widerum weitere Risiken birgt.

    Als Hauptrisikofaktoren zählen eine zu geringe Durchspühlung der Harnwege und ein zu hoher pH (>7). Beides kann durch Trockenfutter verursacht werden, da viele Katzen dabei zuwenig Wasser aufnehmen und der hohe pflanzliche Anteil den pH-Wert nachteilig beeinflusst. In Studien konnte dies auch gezeigt werden. Der größte Anteil von an Struvit erkrankten Katzen wurde zuvor mit einer reinen Trockenfutterfütterung ernährt, der zweit größte Teil wurde von Katzen gestellt, die zumindest z.T. Trockenfutter bekamen (Quelle: http://edoc.ub.uni-muenchen.de/5970/1/Frenk_Marina.pdf ).
    Um zumindest die pH-Erhöhung durch Trockenfutter zu vermeiden, fügen viele Hersteller mitlerweile harnansäuernde Substanzen bei, die aber wiederum im Verdacht stehen, die früher äußerst seltenen Calciumoxalatsteine zu fördern (Hesse et al. 2000).

    Struvitkristalle können in der Blase für Schmerzhafte, häufig wiederkehrende, blutige Entzündungen sorgen oder sogar zu einem lebensbedrohlichen Blasenverschluss führen. Von diesem sind am häufigsten Kater betroffen, da ihre anatomisch sehr enge Harnröhe leicht verstopfen kann.
    Im Gegensatz zu Calciumoxalat muss Struvit jedoch nicht unbedingt chirurgisch entfern werden, sofern es zu keiner lebensgefährlichen Situation gekommen ist, sondern können aufgelöst werden.
    Zuallererst ist es wichtig die Flüssigkeitszufuhr der Katze zu erhöhen. Hierfür sollte vor allem auf die Fütterung von Trockenfutter vollkommen verzichtet werden und hochwertiges Nassfutter mit einem möglichst geringen Anteil an pflanzlichen Stoffen gefüttert werden. Besonders Gemüse als Ballaststoffquelle soll aufgrund seiner basischen Wirkung auf den Urin weitgehend verzichtet werden.
    Zudem ist es meist nötig den Urin anzusäuern, um eine Auflösung der Steine zu erzielen und eine neue Bildung zu verhindern. Hierfür bieten sich vor allem zwei Produkte an: Uropet-Paste und Guardacid-Tabletten. Beide enthalten als Hauptwirkstoff DL-Methionin zur Harnansäuerung. Methionin ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die z.B. auch den Grundbaustein für Taurin darstellt. Jedoch darf auch diese Aminosäure nicht überdosiert werden, da es ansonsten zu Schäden kommen kann. In der Literatur findet man verschiedene Angaben zur Höchstdosierung zwischen 1-1,5g pro Tag für eine ausgewachsene Katze (Quelle: http://elib.tiho-hannover.de/dissert...ultza_2003.pdf -Seite 58)
    Zudem muss auch eine zu starke Ansäuerung (unter pH 6) vermieden werden, da dies zur Bildung von Calciumoxalaten führen könnte. Ein zum Auflösen der Kristalle guter pH-Wert liegt zwischen pH6,2-6,4.
    Den Urin-pH der Katze kann man mit handelsüblichen Teststreifen aus der Apotheke testen. Dabei ist es sowohl möglich den Teststreifen direkt in den Urinstrahl zu halten, als auch den Urin mittels eines nichtsaugenden Katzenstreus (u.a. beim Tierarzt erhälltlich) aufzufangen und anschließend zu messen. Jedoch muss man dabei beachten, dass der pH von Urin, der länger der Luft ausgesetzt war, ansteigt und somit ein stark zeitversetztes messen nicht möglich ist.


    Beim Tierarzt erhälltliche Spezialfuttersorten enthalten oft einen hohen Salzgehalt, um die Wasseraufnahme der katzen zu erhöhen. Dies setzt jedoch eine gesunde Niere vorraus und sollte auch nach Herstellerangaben nicht wesentlich über 12Wochen betragen ( http://www.royal-canin.de/katze/prod...rinary-so.html). Leider wird dieses Futter von vielen Tierärzten als Dauertherapie verschrieben und nur selten auf die Risiken hingewiesen.
    Trockenfutterspezialdiäten verschlimmern meist logischerweise nur das Problem... (http://www.cuxkatzen.de/html/harnverlegung.html ).

    Die Wasseraufnahme lässt sich jedoch wesentlich einfacher und schonender durch mit Wasser angereichertem hochwertigem Feuchtfutter und vielen zusätzlichen Wasserquellen in der Wohnung erzielen. Viele Katzen lassen sich auch durch Trinkbrunnen zu einer erhöhten Wasseraufnahme veranlassen.

    Einen sehr informativen Erfahrungsbericht findet man zudem bei: http://www.cuxkatzen.de/html/harnverlegung.html


    Woran erkenne ich, dass meine Katze eine Blasenentzündung bzw. Kristalle in der Blase hat?

    Das ist oft gar nicht so früh zu erkennen. Katzen können Schmerzen sehr gut und lange vor uns Menschen versteckt halten. In der Natur hat dies den Zweck sie nicht als verletzlich erkennbar zu machen. In unserer Obhut kann dies jedoch eine frühzeitige Erkennung erschweren.
    In den Anfangsphasen gehen Katzen oft sehr häufig aufs Katzenklo, setzen aber nur kleine Menge Urin ab.
    Ein weiteres Anzeichen ist ein sehr häufiges, intensives und langes lecken der Geschlechtsteile, vor allem nach einem Toilettengang.
    Im späteren Verlauf kann es zu Blut im Urin kommen und sogar Mauzen auf dem Katzenklo. Einige Katzen meiden dann das Katzenklo, da sie es mit den Schmerzen in Verbindung bringen und werden unsauber. Zudem kann es zu Fieber, körperlicher Ermattung und Appetitlosigkeit kommen.

    Bei Struvitsteinen kann dies auch in einem Blasenverschluss enden, bei dem die Katze so gut wie keinen Urin mehr absetzen kann, unruhig immer wieder an neuen stellen versucht dort Urin abzusetzen, sich unaufhörlich leckt, evt. auch miaut und krampft.
    Gerade ein Blasenverschluss ist akut lebensbedrohlich, da die Harnstoffe aus der Blase nach einiger zeit ins Blut übertreten können und die Katze damit vergiften.

    Hat man den Verdacht seine Katze könne unter einer Blasenentzündung oder gar Blasensteinen leiden, sollte man so früh wie möglich den Tierrazt aufsuchen.
    Dort sollte die Blase abgetastet, eine Urinprobe auf Kristalle, Blut und pH untersucht werden, Fiber gemessen und geg. noch weitere Diagnostische Untersuchungen gemacht werden.
    Zusätzlich ist bei Verdacht von Blasensteinen ein Röntgenbild der Blase notwendig. Da zum einen z.T Steine nicht im Urin nachweisbar sind und auch, um z.B. Oxalatsteine ausschließen zu können.

    Liegt ein Blasenverschluss vor, muss der Tierarzt unter Narkose mit Hilfe eines Katheters die Blase spühlen. Dabei ist es nicht selten, dass die Katzen mit dem Katheter mehrere Tage in der Praxis verbringen müssen.
    Ist bei Katern die Harnröhre so fest verschlossen, dass sie mithilfe des Katheters nicht mehr zu öffnen ist, muss eine Pe.nisampution durchgeführt werden, um den Blasenausgang dadurch zu vergrößern.
    _________________



    zusammensetzungen:

    urocid-paste: http://www.tiershop.de/hunde_top_100...id,852,kd.html
    Guardacid-Tabletten: http://www.gpz-heimtierbedarf.ch/html/guardacid.html
    Hallo!

    Ich hatte vor einem halben Jahr schon fast die Befürchtung, meinen Kater einschläfern lassen zu müssen. Er hatte wegen Struvitsteinen alle drei Wochen blutige Blasenentzündungen. Geholfen hat nichts, weder die Tabletten des Tíerarztes, noch Spezialfutter. Nach Recherche im Internet habe ich dann Guardacid-Tabletten von Prodoca bestellt und gebe seitdem 2 Tabletten täglich, ausserdem nur noch Nassfutter. Mein Kater ist seit vier Monaten beschwerdefrei!

    Dieses Futterzusatzmittel wird von keinem Tierarzt angeboten (wahrscheinlich, weil die Firma Prodoca keinen agressiven Aussendienst betreibt) ist preiswerter als dieTabletten vom Tierarzt und es reichen 2Tabletten tgl. (im Gegensatz zu 5 Tabletten des Tierarztes)

    Ich zerstoße die Tabletten im Mörser und mische sie unter das Nassfutter. Kann nur jedem empfehlen, das auszuprobieren,bevor man an OP oder gar einschläfern denkt.

    Alles Liebe,
    Coco mit Kater "Zähnchen"

  15. #15
    Registriert seit
    20.02.2007
    Ort
    Sachsen-Anhalt
    Beiträge
    4.571
    Hat dir jemand aber dazu gesagt, dass du den pH-Wert des Urins des Kater regelmäßig messen musst.

    Zuviel Guardacid und damit zu saurer Urin kann nämlich Oxalat-Steine verursachen.

    Prodaca ist glaube ich Alleinhersteller, du kannst auch mal in der Apotheke oder in I-Net-Apotheken nach den Preisen gucken.
    Lydia mit Kater Janek geb. 2004? und Kätzin Bella geb. ?
    im Herzen Felix (Apr. 1995 - März 2015) und Pitti (1997 ? - Nov. 2007)

    Wir barfen seit Juni 2007

  16. #16
    Elia Guest

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