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Thema: Ich vermisse Dich so sehr meine kleine

  1. #1
    Johanna0105 Guest

    Ich vermisse Dich so sehr meine kleine

    Freitag, vor drei Tagen, habe ich von meiner besten und treuesten Freundin, meiner 13,5 Jahre alten Schäferhündin Allegra, Abschied genommen. Das war eine so schwere Entscheidung, sie einzuschläfern. Ich habe sie danach noch lange im Arm gehalten. Wir haben sie im Garten, neben ihrer Mutter Malve beerdigt. Malve habe ich vor 1,5 Jahren verloren. Schon damals war der Schmerz unerträglich, aber ich habe noch Allegra gehabt. Sie hat mir so viel Trost gespendet, sie war immer für mich da. Jetzt ist es so leer hier. Keine Hundefreundin, die immer hinterher läuft, die jeden Schritt von mir beobachtet und immer für mich da ist. Es ist unerträglich. Ich kann im Moment keinen klaren Gedanken mehr fassen. Das schmerzt so sehr, dass sie nicht mehr da ist. Und das schmerzt so sehr, dass ich diese Entscheidung treffen musste. Es ist mein Gewissen, dass mir keine Ruhe mehr gibt. Ich sehe ständig die letzten Momente in Angesicht des Todes mit Allegra. Habe ich recht dazu gehabt? Ich weiß, man sagt ja, das ist der Akt der Gnade, das Tier leidet nicht mehr. Aber haben wir wirklich das recht, über das Leben und Tod zu entscheiden? Ich habs getan. Und jetzt quällt es mich, ob es richtig war, ob zum richtigen Zeitpunkt. Vielleicht konnte ich sie noch ein Tag länger leben lassen. Ein Tag länger mit mir. Sie war am Ende so zerbrechlich. Sie konnte mir auch nicht sagen, was besser für sie war. Und ich habe diese Entscheidung getroffen. Für sie. Aber vielleicht würde sie mir was anderes sagen, wenn sie könnte??? Ich weiß nicht, ob ich das richtige getan habe. Und sie ist nicht mehr da. Das schmerzt jetzt einfach zu sehr..
    Allegra war so ein wunderbarer Hund. Sie ist bei uns auf die Welt gekommen. Und 13,5 Jahre habe ich sie immer um mich gehabt. Sie war so gutmütig und so sanft. Obwohl sie doch ziemlich groß war (40 kg), war sie für mich immer das kleine Hunde-Baby, meine kleine Allegra. Sie hat mir die Jahre so viel Freundschaft und Liebe geschenkt. So bedingungslos, so wie das nur Tiere machen können. Sie war ein zufriedener und fröhlicher Hund. Und es tat so weh zuzusehen, wie sie die letzten Monate wegen ihrer Krankheit ihre Fröhlichkeit immer weniger ausleben konnte. Und auch wenn sie nur noch sehr schwach laufen konnte, lag sie immer noch zufrieden im Garten oder versuchte, mich immer noch auf jeden Schritt schleppend zu verfolgen. Immer noch zufrieden, weil sie in meiner Nähe sein konnte. Und ich war dankbar für jeden weiteren Tag, den ich mit ihr verbringen konnte.
    Im März dieses Jahres hatte sie einen Schlaganfall erlitten. Sie war sehr krank aber sie erholte sich wieder davon, obwohl sie seit dem nicht mehr kräftig genug war, um längere Spaziergänge zu machen. Ihr Körper war geschwächt und der Krebs (sie war schon 2 mal deswegen operiert gewesen) hat wieder gestreut. Diesmal ist sehr schnell gewachsen und in diesem Ausmaß, dass nur eine totale Operation helfen könnte. Ihr Körper war aber nach den Schlaganfällen und wegen dem Alter von 13 Jahren zu schwach, um sie so großer Anstrengung wieder auszusetzen. Der Arzt hat gesagt, dass eine Operation ihr nur das Leben verkürzen würde. Ich habe alles getan, um die Krankheit zu stoppen oder mindestens zu lindern. Es ging sogar ganz gut, so dass Ihre Wunden (Wucherungen vom Krebs) sich nicht allzu vergrößert haben. Aber der Tumor wuchs weiter. Letzte Wochen war ihr Kreislauf sehr schwach geworden, ihr Herz immer schwächer , sie hat Ansammlungen von Wasser in der Lunge gekriegt. Ich habe noch mit Herztabletten ihr Linderung verschaffen können. Aber letzte Tage könnte sie immer schlechter laufen, ist ständig umgefallen. Sie ist sehr schwach geworden. Am Donnerstag wollte sie nicht mehr aufstehen. Ich habe den Tierarzt gerufen. Abends war sie aber schon wieder auf den Beinen. Ich habe mich so gefreut. Sie war wieder da, so lebendig und fröhlich. Aber schon nachts war sie sehr unruhig, hat immer wieder sehr schwer geatmet und gehustet. Man konnte wieder das Wasser auf der Lunge in ihrem Atem hören. Und am Freitag ging gar nichts mehr. Sie konnte gar nicht mehr aufstehen. Hat wieder unter sich gemacht. Es war so schrecklich. Sie hat 1,5 Std. versucht aufzustehen, sich immer wieder geschleppt und nicht geschafft. Ich wollte ihr helfen, sie zu beruhigen. Aber sie war wie im Kampf. Und danach lag sie nur noch da, so ruhig und zerbrechlich. Sie hat mir vertraut und sie hat wie immer Hilfe bei mir gesucht. Und ich habe die Entscheidung getroffen. Ich weiß nicht, ob es richtig war, vielleicht würde ihr am nächsten Tag wieder besser gehen? Vielleicht könnte sie noch 1 Tag länger mit uns hier sein? Vielleicht habe ich ihr Vertrauen missbraucht. Ich weiß es einfach nicht. Und das schmerzt so sehr.
    Ich vermisse sie so sehr. Im Moment weiß ich gar nicht wohin mit meinem Schmerz. Im Garten sehe ich noch Ihre Pfotenabdrücke, an meiner Kleidung finde ich noch ihre Haare. Als wäre sie noch da. Aber sie kommt doch nie wieder…

  2. #2
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    Es war ganz sicher die richtige Entscheidung und du hast sie aus Liebe zu ihr getroffen.

    Füh dich umarmt
    Lg steinienchen und die Terrorkrümel und alle meine Lieben im Herzen


    Der Einzelne ist mitverantwortlich für das Ganze durch alles, was er tut... Karl Jaspers

  3. #3
    Johanna0105 Guest
    Ich danke Dir für die tröstenden Worte und wünsche Dir noch viele schöne Jahre mit deinen Mira, Milosch und Merlin.

    Im Moment finde ich aber keine Ruhe, kann nicht aufhören daran zu denken, ob ich das richtige getan habe. Das ist nicht nur das, daß mir meine Allegra sehr fehlt. Sie war alles für mich, ich hätte alles getan, um sie zu retten oder ihr das Leben zu verlängern.
    Ich wollte ihr am Ende den Todeskampf ersparren. Ich wollte nicht, daß sie sich die letzten Tage quällt. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich ihr nicht gerade den Todeskampf zugefügt habe. Ich wollte, daß sie ruhig in meinem Arm einschläft und das letzte, was sie in dem Leben fühlt, meine Umarmung wäre.
    Es fehlt mir so schwer darüber zu reden oder zu schreiben.
    Als sie nach der Narkosespritze (schon da war sie erschrocken, da sie seit dem sie krank war Angst vor Spritzen hatte) die Todesspritze bekam, hat ihr Körper reagiert. In ihren letzten Sekunden hat sie plötzlich drei mal tief nach der Luft geschnappt. So als wäre sie aufgewacht und am ersticken. Gleich danach war sie tot. Der Arzt sagte, daß sie nichts mitgekriegt hatte, daß das nur eine Körperreaktion war. Ich habe aber Angst, daß sie den letzten Todeskampf doch mitgekriegt hat. Das wollte ich doch nicht. Ich wollte daß sie sanft einschläft. Ich werde diese Bilder seitdem nicht los. Ich kann es nicht mehr rückgängig machen. Das tut so weh.

  4. #4
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    Diese Gedanken werden dich sicher noch läger begleiten, aber du musst dir immer wieder sagen, dass du das Richtige gemacht hast. Und das hast du, du hast ihr längeres Leiden erspart......

    Mein Merlin lebt leider nicht mehr, er ist im Februar gestorben, beim Tierarzt erstickt (keine schöne Situation) mit erst 6 Jahren. Ich hätte mir auch gewünscht, dass er noch ein paar Jahre weiterleben darf und dann ruhig einschläft, aber leider hat er um sein Leben gekämpft und leider verloren, ich war dabei, konnte ihm aber leider nicht helfen und auch nicht umarmen, da ja an ihm "gearbeitet" wurde. Ich sage mir aber, er hat meine Anwesenheit und Liebe gespürt.

    Und auch deine Maus hat dich gespürt und wusste dass du da bist und es nur gut mit ihr meinst........



    Lg steinienchen und die Terrorkrümel und alle meine Lieben im Herzen


    Der Einzelne ist mitverantwortlich für das Ganze durch alles, was er tut... Karl Jaspers

  5. #5
    Johanna0105 Guest
    Das tut mir leid mit Deinem Merlin. Ich hoffe daß er am Ende nicht zu lange gelitten hat. Du hast für ihn auch alles Mögliche getan, um ihm zu helfen. Nur leider können wir nicht immer helfen, auch wenn wir so sehr wollen. Irgendwann ist der Kampf verloren. Im Moment tut es bei mir noch zu sehr weh, es ist noch so frisch. Ich bin heute morgen wie immer aufgewacht und wollte aus dem Bett rausspringen, um Allegra beim Aufstehen zu helfen und sie nach draußen zu begleiten, weil sie schon seit langem nicht mehr halten konnte. Aber sie war nicht da. Ihr Platz vor meinem Bett war leer. Im ganzen Haus ist jetzt so leer. Ich traue mich kaum raus in den Garten. Seit 15 Jahren war ich noch nie im Garten, ohne daß meine Hunde hinter mir getapst sind. Im Garten sind noch ihre Pfotenabdrücke auf dem Sand. Ich muß heulen, wenn ich die sehe und habe gleichzeitig Angst, daß sie auch verschwinden.
    Ich würde so gerne noch einmal ihre Schnauze in meine Hände nehmen, Ihren Blick spüren und sie sanft streichen. Und im Moment kann ich es einfach noch nicht begreifen, daß sie nicht mehr da ist.

    Ich grüße und umarme Dich ganz herzlich.
    Johanna

  6. #6
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    liebe Johanna,

    wie gut kann ich Deine Gefühle, vor Allem, ob man das Recht hat, über
    Leben und Tod zu entscheiden, nachempfinden.
    Diese Gedanken werden Dich sicher noch lange verfolgen und der Schmerz,
    seinen geliebten Freund verloren zu haben, ebenfalls.

    Ich habe meinen Bobby vor zwei Jahren gehen lassen müssen und es
    tut immer noch weh, obwohl meine kleine Schneeflocke Tobi mir täglich
    alle seine Liebe schenkt.

    Liebe tröstende Grüße sendet Dir
    Maria mit Tobi




    Bobby(Tibet-Terrier) mein Regenbogen-Hund im Herzen
    Tobi (Malteser) geb. am 18.11.99

  7. #7
    monica Guest
    Meine Maja ist nun schon die dritte Woche tod und immer und immer wieder sehe ich sie in ihrem Todeskampf vor mir und mit diesen entsetzlichen Krämpfen, höre ihr Weinen- ich denke, du hast deiner Allegra viele Qualen am Ende erspart und die Todesspritze wird sie kaum gemerkt haben - soweit ich weiß, wird den kranken Tieren vorher ein Beruhigungsmittel gespritzt, oder? Deinen Schmerz kann ich nachfühlen, denn ich hatte meine große Hundelieb ja gerade mal vier Jahren und der Schmerz um ihren Verlust erlebe ich, wie eine große innerliche Wunde, die immer wieder aufbricht und nicht mehr heilen will. Man meint, mit der Zeit wird der Schmerz und die Trauer ruhiger, aber ich habe eher das gegenteilige Gefühl, denn ich heule langsam wieder täglich und öfter, trotz meines neuen Hundes.
    Man hat das Gefühl, wie ein Roboter zu funktionieren - man erledigt am Tag seine Aufgaben, ist aber in Gedanken nur bei seinem verstorbenen Hund - man mag nicht mehr raus und spazieren gehen, weil der Gedanke, dass der Hund nicht mehr neben einem, oder mit einem ist, zu weh tut. Seit meine Maja gestorben ist, schaffe ich es nicht - mit dem neuen Hund dort sazieren zu gehen, wo ich noch vor 4 Wochen mit Maja lief.
    Ich kann dir nur raten, dir schnell einen anderen Hund auszusuchen - nicht um Allegra
    zu ersetzen, denn das wird nie ein anderer Hund schaffen - nein, damit du eine neue Aufgabe hast, die dich ablenkt und beschäftigt - dich auf Trapp hält und das kann nur ein Welpe. Weinen, Traurigsein und Verlustschmerzen wirst du trotzdem haben und spüren -aber der neue kleine Hund wird dich trösten, denn so ein kleiner Wurm spürt sehr viel schneller, als ein Mensch, wenn du traurig bist. Es tut weh, von seinem geliebten Weggefährden Abschied nehmen zu müssen - und es gibt Momente, da möchte man am liebsten vor Schmerz um den Verlust schreien - es tut weh, ganz verdammt weh - und da tröstet einen auch kaum der Gedanke, dass der Hund es bei uns gut hatte.Es ist drei Wochen her und immer noch, wie ein Schock - der Schmerz wird eine ganze Weile bleiben - kleiner werden, aber nie mehr ganz verschwinden.

  8. #8
    Johanna0105 Guest
    Liebe Maria und Monica,
    ich danke Euch vom ganzen Herzen für Euren lieben Worte. Auch ich verstehe Euch so gut. Ich glaube auch, dass uns die Traurigkeit und Schmerz um unsere Lieblinge noch lange begleiten werden.
    Ich freue mich für Euch, dass Euch neue Hunde Trost spenden.Ich weiß, es ist nicht das selbe, man vermisst den alten Begleiter trotzdem nicht weniger. Mir ging damals mit Malve genauso. Der Schmerz war nicht weniger als jetzt, aber ich hatte ja noch ihre Tochter Allegra bei mir. Sie hat mir so viel Trost gespendet. Und ihr fehlte die Mutter auch so sehr, da die beiden nie getrennt waren. Wir haben gemeinsam um Malve getrauert. Und jetzt ist Allegra auch für immer weg. Ich möchte zuerst keinen neuen Hund haben, es wäre zu schmerzhaft im Moment.Die beiden waren alles für mich, auch wenn einige Menschen zu mir sagen „das sind ja doch nur Hunde“. Das schmerzt. Für mich waren es meine Lieblinge, sie gehörten fest zu meinem Leben und haben einen festen Platz in meinem Herzen, für immer.
    Monica, wie gut kann ich verstehen, was Du schreibst. Mir geht’s genauso. Auch ich fühle mich wie ein Roboter oder wie daneben. Ich versuche mich zu beschäftigen, nicht zu denken, aber die Gedanken zerreisen mich, schmerzen. Die sind immer da, egal was ich auch mache. Und eigentlich kann ich z.Zt. gar nichts machen. Ich laufe zu Hause von einer Ecke in die andere und schaffe nichts oder sitze einfach nur da, traue mich nicht raus in den Garten, weil mich dort alles an Allegra erinnert. Dann zieht mich wieder raus und ich suche noch nach den letzten Fußspuren von ihr und dann heule ich. Als ich heute Nachmittag in der Arbeit war, hatte ich wiederum nur einen Gedanken. Ich wollte schnellstens nach Hause zu Allegra, so wie immer, sie brauchte mich doch seit dem sie so krank war. Und das obwohl ich wusste dass sie nicht mehr da ist, dass Allegra nicht mehr vor der Tür liegt und auf mich wartet. Ich kann es einfach nicht erklären. Aber ich wollte nur noch schnellstens nach Hause, zu ihr.

    Ich hoffe dass wir irgendwann etwas Ruhe finden, dass die Erinnerungen nicht so schmerzhaft werden. Für mich ist die Erinnerung an ihren Tod noch zu frisch. Monica, du hast recht, sie hat zuerst Narkosespritze gekriegt. Aber die letzte Körperreaktion hat mir leider den Eindruck vermittelt, als würde sie aufwachen und nach Luft schnappen. Es war so schrecklich. Ich glaube, werde sehr viel Zeit brauchen, um dies zu vergessen oder zu verdrängen.

    Ich danke Euch noch mal für Eure tröstenden Worte. Es spendet sehr viel Trost, wenn man weiß, dass man in der Trauer um den liebsten und treuesten Freund nicht allein ist.
    Ich umarme Euch herzlich
    Johanna

  9. #9
    monica Guest
    Liebe Johanna -
    die Worte,......es ist, oder war doch nur ein Hund kenne ich, aber so etwas hörst du auch nur von Menschen, die nie einen Hund hatten, oder noch nie einen verloren haben.
    Ich treffe täglich immer wieder auf neue Menschen, die auch ihren geliebten Vierbeiner
    verloren haben und viele spüren den gleichen Schmerz, wie du und ich - und sehr viele sind darunter, die sagen, wir wollen und wollten keinen zweiten Hund mehr, weil der
    Schmerz einfach zu groß ist, wenn man seinen Hund verliert! Und es gibt einige, die selbst nach Jahren, immer wieder in Tränen ausbrechen, wenn man den Namen des verstorbenen Hundes nur erwähnt. Ich denke ständig, warum hast du nicht nach der ersten Vergiftung, die Maja knapp überlebt hat, einen Maulkorb gekauft, du hattest ihn doch noch in der Hand? Warum, warum, warum........man wird verrückt vom vielen Denken, hätte man dieses, oder jenes verhindern können.Aber was nutzt es im Nachhinein, es ist doch eh zu spät und einem wird immer wieder bewußt, wir entgültig so ein tod ist!Seit Maja tot ist, wache ich jeden Morgen früher auf, unsere Nachbarn - er ist Arzt - haben einen neuen Hund - nicht mal zwei Monate alt und der heult und heult die ganze Nacht -weil sie ihn irgendwo im Garten alleine untergebracht haben. Keiner scheint es zu hören, keinen scheint es zu interessieren - und hier mischt sich keiner in die
    private Angelegenheit ein. Armer kleiner Kerl - erst viel zu früh von der Mutter u. den Geschwistern weg und dann irgendwo ganz alleine sich selbst überlassen. Wann endlich kommt der internationale Hundeführerschein raus, der nur geprüften Leuten einen Hund erlaubt??
    Liebe Johanna, irgendwo wartet ein kleiner Hund auf dich und darauf, dass du ihm ein Zuhause mit Liebe und Geborgenheit gibst. Er wird dir das zehnfach wiedergeben, wenn
    nicht sogar 100 fach!
    Lieben Gruß
    monica

  10. #10
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    Hallo Johanna,

    Du hast mit Sicherheit das richtige für Allegra getan. Aus Deinem Breicht lese ich eine tiefe Liebe und Verbundenheit Allegra gegenüber heraus. Und alleine wegen dieser Liebe, und auch wie Du den Rest geschrieben hast, hast Du alles richtig gemacht.
    Ich weiss, man denkt: ach hätt ich nur noch einen Tag länger mit dem geliebten Tier gehabt....
    Aber für Deine Allegra war es mit Sicherheit die "humanere" Lösung, sie hätte sich nur noch einen Tag länger gequält.
    Ich wünsche Dir Kraft und alles Liebe der Welt Der Schmerz geht irgendwann vorüber, und Du weisst, dass sie dort, wo sie jetzt ist, sie mit Sicherheit keine Schmerzen hat.
    Und in Deinen Gedanken hast Du sie immer bei Dir.

    Ich drück ich Dich mal ganz fest
    "Egal wie wenig Geld und Besitz du hast, einen Hund zu haben macht dich reich" (Louis Sabin)

  11. #11
    Johanna0105 Guest
    Liebe Monica,
    ich verstehe auch Deinen Schmerz, vor allem nach dem Du beschreibst, wie Du Deine Maja verloren hast. Und ich verstehe auch, warum Du Dir Vorwürfe machst. Die mache ich mir auch. Aber ich glaube, einige Situationen können wir einfach nicht voraussehen. Wir versuchen immer das beste für unsere Lieblinge zu tun, sie zu beschützen. Und dann passiert trotzdem etwas. Leider sind wir nur Menschen und können nicht alles voraussehen, manchmal sind wir auch unachtsam, auch wenn ungewollt. Und unsere Tiere sind auch keine Maschinen, sie tun vieles spontan.
    Du hast für Deine Maja das Beste gewollt. Aber leider ist es passiert. Du konntest sie nicht auf jeden Schritt und Tritt beschützen, obwohl Du das wolltest. Und Du konntest nichts voraussehen. Ich konnte es mit meiner Allegra auch nicht. Ich mache mir auch Vorwürfe, ob ich das Risiko eingehen sollte und sie vom halben Jahr noch mal operieren sollte. Aber aus meiner Erfahrung würde ich ihr die letzten Monate ihres Lebens dadurch nur erschweren und verkürzen. Und seitdem sie tot ist und auch in den letzten Monaten, als sie schon sehr krank war, machte ich mir immer wieder Vorwürfe. Ich bedauerte jede schlechte Situation, die sie aus meiner Verschuldung erleben musste. Diese schlechten Momente kommen jetzt hoch. Weil ich mich doch für Ihr Tod verantwortlich fühle.

    Ich wusste dass sie in Kürze sterben wird, dass ihre Zeit abgelaufen ist. Aber ich wollte sie noch verwöhnen wie lange es noch geht. Ich wollte sie noch so lange wie es nur noch möglich war, am Leben teil lassen. Und dann habe ich am Freitag die Entscheidung getroffen, sie einzuschläfern. Seit dem mache ich mir schreckliche Vorwürfe. Vielleicht sollte ich noch ein paar Tage warten, sie noch ein Weilchen mit uns sein lassen. Vielleicht würde ihr am nächsten Tag doch noch besser gehen. Vielleicht habe ich die Entscheidung zu früh getroffen.
    Ich weiß es einfach nicht. Ich fühle mich jetzt schuldig an ihrem Tod. Letztendlich habe ich sie getötet. Ich habe doch die Entscheidung getroffen, dass sie an diesem Tag stirbt. Sie lag da so hilflos und zerbrechlich, konnte sich gegen meine Entscheidung doch nicht wehren. Sie hat mir voll vertraut, bei mir Hilfe gesucht!!! Und ich habe ihr Vertrauen missbraucht und statt ihr wie immer zu helfen, habe sie letztendlich getötet. Ich werde mit meiner Entscheidung nicht fertig. Mein Gewissen frisst mich auf. Ich sehe die ganze Zeit ihre lieben Augen, die mich anschauen, in den ihre ganze Liebe und Vertrauen zu mir zu sehen war.
    Ich kann mir nicht verzeihen, dass ich ihre Hilfslosigkeit und ihr Vertrauen missbraucht habe, vor allem weil ich weiß, dass sie es mir bereits verziehen hat, weil sie mir in ihrer Liebe alles verzeihen würde.

    Monica, ich grüße Dich ganz herzlich
    Johanna

    PS: Mit einem anderen Hund muß ich zuerst warten. Ich kann es einfach nicht anders.
    Ich wollte stattdessen ein bisschen im Tierheim aushelfen, vielleicht mit den herrenlosen Hunden dort spazieren gehen, sie freuen sich doch bestimmt.

  12. #12
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    05.08.2007
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    70
    Hallo Monica,
    auch ich habe meinen Hund einschläfern lassen müssen das ist nun schon mehr als ein Jahr her.Das ist eine Entscheidung die ich nie wieder treffen möchte. Mein kleiner Sonnenschein war mein Leben ich vermisse sie bis heute noch immer. Doch das einschläfern musste wohl sein auch ich habe mir lange vorwürfe gemacht. Hatte ich ein Recht dazu, wollte das meine Prinzessin, hätte sie vieleicht noch eine Weile durchgehalten. Im Laufe der Zeit denke ich meine kleine konnte einfach nicht mehr, ihre Blicke haben mir gesagt hilf mir bitte, ich mache das alles nur für dich. Ich habe es getan und allein wenn ich diese Bericht schreibe kommen mir noch die Tränen,doch es war das Richtige. Mein Glaube sagt mir nicht von mir gegangen nur voraus gegangen. Du kannst nur auf die Zeit hoffen und immer daran denken wie schlecht es deinem Hund ging keiner möchte doch leiden. Bis heute habe ich Dasty nicht besuchen können,sie lebt in meinen Herzen weiter für immer, ich möchte keinen neuen Hund da ich es einfach nicht mehr ertragen könnte etwas zu verlieren das ich so sehr liebe und ich möchte nie mehr vor so einer Entscheidung gestellt werden.
    Weine um deinen Hund das hat jedes Tier verdient, doch mach die keine Vorwürfe denn die Entscheidung sie gehen zu lassen war für dich noch schwerer als für deinen Hund der nun keine schmerzen mehr hat.
    Ich habe mal gelesen "bedenke wohl den eigenen Tod den stirbt man nur doch mit dem Tod der andern muss man leben" das gilt doch auch für unseren geliebten Tiere.
    Das ist wohl das schlimmste.
    Das wird dir zur Zeit kein Trost sein ich weiss es, glaube mir es dauert seine Zeit aber irdendwann wird es leichter und du kannst mit viel liebe an deinen Hund denken und die schönen Zeiten die ihr hattet.
    Liebe Grüße Amalia

    Dasty meine kleine Hexe ich liebe dich und werde dich nie vergessen, wir sehen uns wieder

  13. #13
    Johanna0105 Guest
    Liebe Nicole,
    liebe Amalia,
    danke für Eure Beiträge und Trost. Ihr habt bestimmt recht in dem was ihr schreibt.
    Wenn man es von der logischen Seite betrachtet, war das nur die einzig richtige Entscheidung.
    Aber wenn man mit dem Tier eng gebunden ist, so wie ihr und ich, dann glaube ich, dass man eine sehr sehr lange Zeit keine richtig plausible Erklärung sich selbst geben kann, um den Schmerz zu lindern. Und durch die Krankheit und das Leid des geliebten Hunde-Freundes war die Bindung zwischen uns besonders groß. Unser Verstand und unser Herz sagen uns was anderes. Mindestens mir geht es so. Es schmerzt einfach zu doll. Und meine Kleine fehlt mir so sehr. Ich würde alles dafür geben, um ihre treuen Augen noch mal an mir zu spüren und sie zart über die Schnauze zu streicheln. Das kommt leider nie wieder.
    Das einzige was im Moment Erleichterung bringt ist nicht vergessen und verdrängen zu wollen, sondern über unsere treuen Freunde zu sprechen und fühlen, dass man mit dem Leid nicht allein ist.
    Und durch Euren Antworten fühle ich mich nicht mehr allein in meinem Schmerz. Es tut einfach so gut darüber zu sprechen und wissen, daß man verstanden und nicht allein ist. Dafür danke ich Euch Allen vom ganzen Herzen.
    Johanna

  14. #14
    Johanna0105 Guest
    Ich habe das Gedicht vor 1,5 Jahren, als ich zusammen mit Allegra um unsere geliebte Malve getrauert haben, im Internet gefunden und fand es so schön. Denn es gibt so viel Hoffnung. Ich hoffe, dass der Autor nichts dagegen hat, wenn ich es hier kopiere.


    Die Regenbogenbrücke

    Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde.

    Wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens.

    Auf dieser Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem grünen Gras.

    Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem wunderschönen Ort.

    Dort gibt es immer zu fressen und zu trinken, und es ist warmes schönes Frühlingswetter.

    Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund.

    Sie spielen den ganzen Tag zusammen.

    Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen.

    Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde so geliebt haben.

    So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen, bis eines Tages plötzlich eines von ihnen innehält und aufsieht.
    Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf, und die Augen werden ganz groß!

    Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne Gras. Die Füße tragen es schneller und schneller.
    Es hat Dich gesehen.

    Und wenn Du und Dein spezieller Freund sich treffen, nimmst Du ihn in Deine Arme und hältst ihn fest.

    Dein Gesicht wird geküsst, wieder und wieder, und Du schaust endlich wieder in die Augen Deines geliebten Tieres, das so lange aus Deinem Leben verschwunden war, aber nie aus Deinem Herzen.

    Dann überschreitet Ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens, und Ihr werdet nie wieder getrennt sein...


    (Autor mir unbekannt)

  15. #15
    Johanna0105 Guest
    Allegra meine kleine,
    seit 5 Tagen bist Du nicht mehr da. Und die Leere hier wird immer größer. Heute ist es besonder schlimm, ich vermisse Dich so sehr! Kann keinen klaren Gedanken mehr fassen. Letzte Tage habe ich immer noch gehofft, daß Du zurück kommst. Daß Du auf ein mal wieder da bist und ich Dich wieder in meine Arme schließen kann, Dich zärtlich streicheln und in Deine sanfte, treue Augen schauen kann. Aber Du bist nicht da!
    Heute ist so ein schöner Tag. Es regnet nicht mehr und die Sonne scheint. Heute würde Dir bestimmt wieder besser gehen, so wie immer an solchen Tagen. Wir würden viel Zeit im Garten verbringen und Du würdest wieder immer an meiner Seite sein.
    Ich bin heute aufgewacht und wie immer mein erster Blick wanderte zu Dir. Ich wollte aus dem Bett rausspringen, um Dir beim Aufstehen zu helfen, mit Dir kurz nach draußen gehen und Dir dann Frühstück machen und Dir Deine Medikamente geben und Wunden versorgen. Aber Dein Platz war leer, Du warst nicht da!!! Ich hoffte, Dich im Garten, es ist doch so schön heute, zu finden. Aber Du bist auch dort nicht da!
    Ich mußte danach weg. Auf dem Rückweg habe ich mich beeilt, ich wollte nur nach Hause, zu Dir. Du wartest doch immer so sehr auf mich. Aber Du lagst nicht vor der Haustür und hast nicht auf mich gewartet!
    Meine kleine, wo bist Du? Bist Du noch überhaupt irgendwo? Werden wir uns irgendwann wieder sehen? Du bist doch so zerbrechlich, Du brauchst doch letzte Zeit meine Hilfe. Und ich kann Dir so nicht helfen.
    Ich fühle im Moment, als würde ich Dich im Stich gelassen haben, wo Du mich doch so brauchst. Und ich brauche Dich auch so sehr. Auch wenn Du letzte Zeit so krank warst, warst Du für mich da. Du warst immer für mich da. Du hast mir so viel gegeben, Dein ganzes Herz, Deine ganze reine Seele.
    Allegra meine kleine, ich vermisse Dich so sehr. Können wir die letzten 5 Tage nicht irgendwie ungeschehen machen und Du kommst wieder?
    Ich hoffe, Du weißt, wieviel Du mir bedeutest. Du warst (und Malve auch) mein Ein und Alles. Bitte sei wieder da!

  16. #16
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    1.277
    Ein Gedicht für Dich, Johanna0105

    Sag mir, Tod -

    wo bringst du sie hin?
    - ich wüsst' es so gern
    Ist sie mir dort nah
    oder ist sie mir fern?
    Weiß sie dort noch,
    dass es mich gibt?
    - dass hier jemand ist,
    der sie überall liebt?
    Bitte trage sie sanft
    gib sie in gute Hände
    die sie streicheln wie meine
    dort in der Fremde.

    Autorin: Lilli U. Kreßner

    Beste Grüsse!
    Sabiba

    Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. - Dietrich Bonhoeffer

  17. #17
    Johanna0105 Guest
    Liebe Sabiba,
    ich danke Dir für den Trost und das schöne Gedicht.
    Ich mußte wieder heulen, als ich es gelesen habe.

    Gerade vor einer Stunde habe ich ein Telefonat gehabt, das ich gefürchtet habe. Darum habe ich auch noch nicht jedem erzählt, daß Allegra tot ist. Von meiner Tante kam der Spruch "Das war doch nur ein Hund...."
    Das hat geschmerzt!! Wie herzlos kann man denn sein? Ist es nicht egal, um wen wir weinen, um wen wir trauern? Ob es ein Mensch oder Tier ist? Wichtig ist doch, es ist ein Lebewesen, ein treuer Freund und Begleiter, der mit uns zusammengeschweißt war, der mit uns gelebt und geliebt hat.

    Darum bin ich glücklich, daß ich mit Euch hier reden kann, daß ich von Euch verstanden werde. Ich weiß daß ich nicht allein bin.

    Sabiba, viele Umarmungen für Dich
    Johanna

  18. #18
    Floortje Guest
    Liebe Johanna,

    ich habe mein Floortje am 8.12. verloren und quaele mich seither auch mit Vorwuerfen. Das ewige wenn, dann...wenn, nicht, dann vielleicht.... nimmt kein Ende!Das schrecklichste Gefuehl ist, dass man begreift, dass das Leben tatsaechlich nur in eine Richtung laeuft und dass man NIE zurueck kann! Das vergisst man meistens. Irgendwie denkt man, man koennte alles schon irgendwie wieder korrigieren. Nur als mein Floortje TOT war begriff ich erst, dass wir ueberhaupt keine Macht haben, dass wir leben und immer nur vorwaerts koennen! Das ist so schrecklich. Ich frage mich oft, gibt es immer nur die eine Welt die wir erleben, oder gibt es Alternativen, also sitzte ich irgendwo gerade mit Floortje gemuetlich vor dem Fernseher, wie immer, und weiss gar nichts von dem Horror, den ich hier erlebe? Klingt verrueckt, ich weiss, aber mein Verstand hat sich sowieso beinahe verabschiedet, seit ich aus meinem Leben gekickt wurde, nur 2 Tage nach Nikolaus und dieser wunderbaren Woche, die ich noch mit ihr verleben durfte, seither ist nichts mehr wie es war. Ich bin auch gestorben, und was ich jetzt tue, hat nichts mehr mit dem Leben davor zu tun. ic h weiss nicht, ob das nochmal anders wird, und ich weiss auch nicht, ob ich WILL, dass das nochmal anders wird. Ich kann Dich so gut verstehen, und gleichzeitig gibt es mir Kraft, dass gerade jetzt, ausgerechnet um Weihnachten, auch andere Menschen dieselbe Hoelle durchschreiten muessen wie ich. Wir sind nicht allein. Und unsere Lieblinge warten auf uns. Wir werden sie widersehen, auch wenn es fuer uns unertraeglich lang dauern wird....aber wir ~W~E~RDEN uns wiedersehen!

  19. #19
    monica Guest
    Inzwischen ist meine erste große Hundeliebe Maja drei Monate tot und es verging kein Tag bisher, an dem ich nicht bitterlich geweint habe und mir immer wieder gsagt habe, hättest du ihr nur einen Maulkorb angezogen, wärst du lieber woanders spazieren gegangen, ach und so weiter und so weiter. Aber dem Schicksal kannst du nicht ausweichen - wir gehen immer noch jeden zweiten Tag an ihr Grab und ich danke trotz allem dem lieben Gott, dass ich vier sehr schöne Jahre mit Maja ererleben durfte . Wir haben viele Reisen mit ihr unternommen - bei der Auswahl der Ferienorte, stand stets ihr Wohlbefinden im Vordergrund - kurze Reisen, viel Natur - andere Hunde und viel Freiraum. Unser ganzes Leben hatte sich auf sie eingestellt und eines können wir uns immer wieder sagen - sie hat nicht nur viel Liebe gegeben, sondern auch sehr viel bekommen. An dem Tag als Maja vor unseren Augen starb, ist auch in mir etwas gestorben und ich stand unter Schock - konnte weder weinen, noch verstehen, was da passierte. Am Tag danach bin ich zusammen gebrochen ich konnte nichts mehr essen und wollte nur noch schlafen und alleine sein.Ich habe oft gedacht, warum mußte ich so etwas erleben - auch ich wollte am liebsten tot sein - nur da warten noch so viele arme Hunde, die auf der Strasse oder sonst wo landen - gerade hier in Süditalien!
    Und was hat mir schließlich wieder auf die Beine geholfen und neue Kraft gegeben -"Mia" ein kleines 2 Monate altes Schnäuzermädchen - mein Sohn brachte mir diesen kleinen Wirbelwind am dritten Tag nach Majas Tod ans Bett . Und seither ist es ein wenig stressig bei uns, denn Mia ist hyperaktiv, flippig, temperamentvoll und liebt das Risiko!Steigt in meine Blumentöpfe und buddelt sich ein Loch und die ganze Erde fliegt überall hin, es gibt in der ganzen Wohnung nur noch Singleschuhe(Einzele Schuhe) und singlestrümpfe. Wir haben sehr viel Freude an der Kleinen, aber sie ist weder ein Ersatz für Maja, noch nimmt sie deren Platz ein, denn Maja wird es immer nur einmal für uns geben und gegeben haben - und sie fehlt mir ja trotzdem - aber das Leben geht weiter und mit "Mia" ist eine neue Aufgabe und Verantwortung zu uns gekommen. Sie ist nicht vergleichbar mit Maja, denn sie ist das genaue Gegenteil von ihr - aber dennoch hat sie etwas wahnsinnig liebenswertes und Süßes an sich, dass man sie einfach auch sehr lieben muß! Und sie hat von Anfang an, ihr eigenes Bettchen, Spielzeug - Geschirr - Leine und Halsband
    bekommen.Maja war Maja - und Mia ist Mia- jede hat eine eigene Persönlichkeit - und so liebe ich auch mia sehr, aber anders, weil sie anders ist. Ich habe mit Maja und durch Maja viel gelernt und bin heute sehr viel wachsamer und lege Mia lieber mal einen Maulkorb an, als zu riskieren, dass auch sie etwas Giftiges erwischt. Und ich reagiere sehr hart, wenn sie draußen etwas versucht zu fressen.
    Ich kann euch nur raten, holt euch ganz schnell einen neuen Hund und gebt ihm die Liebe, die er euch niemals vergessen wird. Ich sage mir täglich, Maja ist von uns gegangen, damit wir Zeit haben, auch noch einem anderen Hund viele glückliche Jahre zu schenken. Ich danke gott, dass es Hunde gibt, denn sie machen uns Menschen doch unentwegt klar, was wahre Liebe ist!
    monica

  20. #20
    diana121165 Guest
    Hallo,
    ich habe gestern abend meinen 13 Jahre alten weißen Schäferhund Timie eingesachläfert, habe die ganze Nacht nicht geschlafen, ich vermisse ihn sooo sehr. Die Wohnung ist leer. Wie kann ich das vergessen???

  21. #21
    Johanna0105 Guest
    Liebe Floortje und Monica,
    Liebe Diana,
    auch ich verstehe Euch so gut und hoffe auch, dass wir unsere Lieblinge wieder sehen werden. Denn die Hoffnung gibt uns wieder Kraft. Gerade jetzt an solchen Tagen. Ich habe gerade Weihnachtsbaum aufgestellt und es macht mich soooo unheimlich traurig. Das erste Mal seit 15 Jahren ein Weihnachten ohne Hund unter dem Tannenbaum. Ich habe in den letzten 4 Jahren drei Hunde verloren (Bo 11,5 Jahre, Malve 14 Jahre und Allegra 13,5). Sie waren alles für mich. Sie waren immer für mich da, sie haben mir Lebensmut gegeben, als vor 8 Jahren mein Man verstorben ist. Sie waren meine Familie. Aber letztes Jahr war noch Allegra da. Und jetzt ist auch sie fort. Für mich ist nichts mehr geblieben, wie es mal gewesen ist. Und auch die ständige Fragen, die ich mir immer wieder stelle, so wie auch Ihr. Habe ich das richtige getan? Vielleicht sollte ich noch warten? Vielleicht wäre noch besser? Ich fühle mich teilweise wie eine Verräterin, denn sie hat mir vertraut, dass ich ihr helfe. Und ich konnte ihr nicht mehr helfen, obwohl ich alles getan hätte, damit es ihr wieder besser geht. Ich hoffe, dass wir uns wieder sehen werden. Wir müssen uns wieder sehen!!! Ich werde die letzten Bilder von Allegra nicht los. Die Zeit als ich auf den Tierarzt gewartet habe war schrecklich. Ich habe mich von ihr verabschiedet und gleichzeitig habe ich immer noch gehofft, dass es ihr doch noch besser gehen wird. Sie war so ruhig, als würde sie sich gar nicht mehr quälen. Aber sie ist nicht mehr aufgestanden, sie hat mich nur noch mit ihren Augen verfolgt. Ich kann nicht vergessen, wie sie danach tot da gelegen hat. Das war so endgültig, da habe ich begriffen, was geschehen ist. Und trotzdem hoffe ich immer noch, dass sie wieder kommt. Sie muß doch wieder kommen, manchmal denke ich, dass ich noch durchdrehe, denn sie kommt nicht. Ich spreche mit keinem mehr darüber und zeige meine Trauer nicht mehr nach außen, denn ich habe gemerkt, dass für meine Umgebung „die Sache“ abgeschlossen ist. Keiner spricht mehr von ihr, alle machen weiter als wäre nichts geschehen. Und wenn ich das Thema anspreche, wenn ich sie erwähne, kommt ja nur „es war besser so“. Aber es ist nicht besser so, ich will sie wieder haben, auch wenn sie so krank war und viel Pflege brauchte. Sie hat mir auch in dieser schweren Zeit so viel Kraft und Liebe gegeben. Also weine ich, wenn ich allein bin und nach außen funktioniere ich.
    Diese Tage jetzt machen mir Angst. Ich habe Weihnachten vorbereitet, werde gleich Tannenbaum für heute Abend schmücken. Heute Abend muß ich wieder „funktionieren“. Aber jetzt sitze ich hier allein vor dem Tannenbaum und weine um meine Kleine, weil es keiner sieht.
    Ich hoffe so sehr, dass ich sie wieder sehen werde und meine anderen zwei Lieblinge!!!!!

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