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Thema: Pferd ist hart im Maul

  1. #1
    Registriert seit
    15.11.2007
    Beiträge
    22

    Unhappy Pferd ist hart im Maul

    Hallöchen,

    hab mal eine Frage, bin Vollblutfreizeitreiterin und versuche jetzt mein Pflegepferd ein bisschen in Richtung Dressur zu bewegen. Eigentlich nur Vorwärts-Abwärts. Diese eingerollte Köpchen mag meine Stute gar nicht!Leider habe ich bei ihr (temperamentvolle Trakener Stute-5j.) das Problem das sie im Maul sehr hart ist. Ich bin es früher nicht gewohnt gewesen viel in der Hand zu haben bei der Stute ist das aber leider nicht anders möglich als sie festzuhalten weil sie mir sonst unterm Sattel "wegläuft". Kann mir mal bitte jemand für "doofe" Freizeitreiter erklären wie das in der klassischen Ausbildung mit dem Sitz ist? Wie ich sie da besser regulieren kann, ohne ständig im Maul zu wirken. Ich verstehe zwar was eine Parade ist aber nicht wie ich sie richtig reite. Schenkel ran Sitz tief??Zügel??
    Bin für jeden Ratschlag dankbar der das Mäuli meines Hotties weicher macht.


    LG Steffi

  2. #2
    Hora-Li Guest
    Hallo Steffi,

    also ehrlich gesagt, wird ein vernünftiger und verantwortungsbewußter Reiter Dir hier kein "Patentrezept" verraten können. So wie Du das schilderst ist das kein Problem, welches man "mal eben" beheben kann, das erfordert viel Geduld und Gefühl für's Pferd. Ohne es jetzt böse zu meinen... aber vielleicht solltest Du Dir ein paar Reitstunden gönnen, wenn Du denn nichteinmal weißt, wie Du eine Parade reiten sollst. Es zeugt leider von recht wenig reiterlichem Können und Know-How, wenn Du davon schreibst, dass Du die Stute so "festhalten" mußt, weil sie sonst unterm Sattel wegläuft. Je mehr Du festhälst, umso mehr wird sie rennen!!! Es ist eine logische Reaktion auf Deine viel zu harte Hand (nicht ihr Maul ist hart, sondern Deine Hand) so versucht sie sich den (falschen) Hilfen zu entziehen. Man reitet ein Pferd NIEMALS über die Hand vorwärts abwärts.

    Um das von Dir geschilderte Problem zumindest ansatzweise in den Griff zu bekommen, solltest Du der Stute erstmal OHNE Reiter zeigen, was Du von ihr möchtest. Longiere sie regelmäßig vorwärts-abwärts (meine besten Erfahrungen mache ich hier immer wieder mit dem Dreieckszügel und NICHT mit dem Ausbinder), nicht zu kurz ausgebunden und immer schön fleissig vorwärts von hinten treiben ohne das die Stute das rennen anfängt - fleissig vorwärts eben. So tritt das Pferd quasi von alleine von hinten an das Gebiss und wird freiwillig den Hals und Kopf fallen lassen. Sie merkt das bei ausreichend Geduld ganz von alleine, da es wesentlich angenehmer ist, als ständig gegen an zu arbeiten. Beim reiten solltest Du die Gangart wählen, in der Du sie sicher unter Kontrolle hast OHNE am Zügel zu ziehen und dann mit treibenden Schenkeln und einer immer wieder annehmenden und nachgebenden Hand einen "gummibandartigen" Kontakt zum Maul behalten. Sobald sie mit dem Kopf nachgibt, mußt Du UNBEDINGT mit Deiner (inneren) Hand nachgeben. Das erfordert aber - wie gesagt - viel Gefühl, viel Übung und noch viel mehr Geduld. Unterstützend solltest Du viele Wendungen reiten, Schenkelweichen oder noch besser: Schulterherein, vielleicht auch mal über ein paar Trabstangen und viele Übergänge. Aber alles das geht nur, wenn Du dabei nicht "ziehen" mußt.. auch die Wendungen sollen über die Schenkel und nicht über die Zügel geritten werden. Aber das begreift ein Pferd nur, wenn es eine korrekte Grundausbildung genossen hat und der Reiter es entsprechend reiten kann.

    Also lange Rede, kurzer Sinn: So wie sich Dein Beitrag liest, wirst Du das Problem nie in den Griff bekommen, wenn Du 1.) nicht an Deiner reiterlichen Ausbildung was tust und 2.) das Pferd nicht entsprechend aus- und weitergebildet wird. Also bevor Du an der Stute "rumprobierst", solltest Du all die o. g. Dinge zumindest einmal selber korrekt (z. B. auf einem guten Schulpferd) geritten haben und wissen, wie sich das korrekt anfühlt. Alles andere ist leider vergebliche Mühe und es wird dem Pferd mehr schaden, dann lasse es lieber so wie es ist. Klingt vielleicht hart, ist aber leider die Realität!

    Gruß
    Britta

  3. #3
    Kitty77 Guest
    Hallo Steffi!

    Kann mich da Britta nur anschließen! Du solltest die Techniken selber erst gut beherrschen, bevor du deiner Stute was beibringst! Der Zügel ist keine Bremse.
    Ich weiß ja nicht, wie deine Stute so den Tag verbringt, aber ein Pferd, dass sich täglich selber bewegt, nicht nur unter dem Sattel, ist weitaus ruhiger. Weidegang finde ich unheimlich wichtig, auch bei Schmuddelwetter.

    Und noch was unter Freizeitreitern: wie wärs mit Westernreiten? Langer Zügel und bequemer Sitz. Macht den meisten Pferden Spaß.

    Gruß
    Kitty

  4. #4
    Registriert seit
    15.11.2007
    Beiträge
    22
    Guten morgen,
    wenn ich eure Antworten so lese, denke ich ich hab mich ein bissel zu schlecht dargestellt. Ich bin halt lieber gern im Gelände als in der Bahn. Aber ich kann auch Schenkelweichen usw. reiten nur bin ich das bei einem Pferd das sehr sensibel war und auch gut ausgebildet war. Bei der Stute jetzt ist das ein bisschen anders. Sie reagiert schon auf meine Hilfen aber manchmal erst nach mehr nachfragen. Darum denke ich schon das es an mir liegt uns ich meine Hilfen nicht deutlich genug gebe. Darum wollte ich wissen wir ihr das richtig macht um es mit mir zu vergleichen. Hinzu kommt das der eigentliche Besitzer leider sehr hart in der Hand ist und das Pferd auf MEINE weichen Hilfen nur noch schwer anspricht. Ich will nicht das ihr denke ich würde jedesmal mit dem Pferd kämpfen ich versuche es viel mit Bodenarbeit und an der Longe. Aber unterm Sattel ist es manchmal anders. Ich habe auch schon daran gedacht ein Ledergebiss zu nehmen. Zumindest in der Bahn damit sie wieder mehr weniger Druck reagiert. Was meint ihr dazu?

  5. #5
    Hora-Li Guest
    Hallo,

    oki... ich verstehe was Du meinst, allerdings wird dadurch Deine Situation nicht einfacher, da es nicht viel bringt, wenn DU Dir Mühe gibst und die Stute an gefühlvolle Hilfen gewöhnst und dann der Besitzer all' Deine Mühe wieder zunichte macht.

    Ich hatte auch mal ein ganz ähnliches Problem... bin zweimal die Woche ein Pferd geritten, weil die Besitzerin nach einem schweren Sturz Angst vor'm Galoppieren hatte. Der Wallach war sehr groß und entsprechend kräftig und war es mit 7 Jahren nicht gewohnt "normal" galoppiert zu werden. Nach dem galoppieren war er jedesmal nur noch am Rennen und kaum mehr zu kontrollieren... auf Hilfen reagierte er so gut wie garnicht mehr. Ich habe monatelang viel Arbeit in das Pferd investiert, aber der Erfolg war nicht wirklich sooo toll. Der Grund war ähnlich wie bei Dir, denn die Besitzerin hat überhaupt nicht eingesehen, dass ihre Art und Weise das Pferd zu reiten es nicht besser machen und genau das Gegenteil von dem gemacht, was ich dem Wallach beibringen wollte. Er konnte mit 7 Jahren nicht locker in allen 3 Grundgangarten vorwärts-abwärts gehen und halbwegs saubere Übergänge waren kaum machbar, aber dafür war die Besitzerin stolz wie irgendwas, dass sie ihn "zusammengezogen" Trabtraversalen reiten konnte . Nach einigen Monaten habe ich dann aufgegeben, denn es hat absolut keinen Sinn, wenn da nicht beide Reiter an einem Strang ziehen. Eher das Gegenteil ist der Fall... denn das Pferd wird umso verwirrter, je unterschiedlicher Eure Art des Reitens ist - erst Recht, wenn es sich um eine sensible Stute handelt.

    Also mein unbedingter Tip: Als erstes mit dem Besitzer sprechen und dann sehen, ob ihr gemeinsam einen besseren Weg findet. Alles andere wäre leider "vergebliche Liebesmüh".

    Ansonsten ist es recht schwierig, Dir so "pauschal" zu helfen, da man schonmal sehen müßte, wie sich die Stute unter dem Sattel genau verhält. Falls Du die Möglichkeit hast, einen Reitlehrer im Stall zu haben, würde ich mir ggf. dort mal fachlichen Rat holen. Eine Stunde Einzelunterricht nehmen und dann sollte ein guter Reitleher die Grundproblematik erkennen und Dir entsprechende Ratschläge geben können. Ist auf jeden fall günstiger, als gleich spezielle Gebisse zu kaufen, die womöglich (und ich tippe mal ganz stark, dass es unnötig ist) überflüssig sind


    Gruß

  6. #6
    Registriert seit
    15.11.2007
    Beiträge
    22
    Hallöchen,

    ja ich habe mir schon gedacht das es wenig bringt wenn nur ich versuche der Stute was beizubringen und der Besitzer eben ganz anders reitet. Ich hab immer gehofft das sie nach einer weile unterscheidet wer drauf sitz. Aber das ist wohl schwierig. Werd den Besitzer mal fragen ob wir zusammen Stunden nehmen wollen. Das wär die richtige Lösung! Danke erstmal!

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