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Thema: Wurmkur und Impfungen

  1. #1

    Question Wurmkur und Impfungen

    Hi
    Ich hab zwar schon seit langem Pferde gehabt, habe aber immer nach Gefühl und der Allgemeinheit gemacht. Jetzt möchte ich es aber genau wissen
    Wie oft und wann soll man einem Pferd seine Wurmkur verabreichen?
    Was sollte man impfen (Tollwut, Influenza, so ne Impfung nur für Stuten...) und wann muss man was wieder nachimpfen?
    Ich bin gespannt, was ihr zu dem Thema so Alles wisst und hoffe, dass ihr euer Wissen an mich weitergebt, damit ich es ebenfalls auch weitervermitteln kann .
    Ich möchte schließlich, dass Saphira Alles nötige bekommt.
    Ganz liebe grüße
    eure Isa

    Freue mich schon auf eure Antworten Dann kann ich es endich anz korreckt machen

  2. #2
    Für Pferde ist bei Teilnahme an Turnieren eine Impfung gegen Pferdeinfluenza vorgeschrieben. Impfungen gegen Wundstarrkrampf (Tetanus) und Tollwut werden als selbstverständlich erachtet. Zusätzlich wird eine Impfung gegen EHV-1 (Rhinopneumonitis, Virusabort) dringend empfohlen.

  3. #3
    Die Pferdegrippe wird auch Pferdeinfluenza genannt und ist eine Tierseuche, die durch Influenza-A-Viren der Subtypen A/H3N8 und A/H7N7 verursacht werden kann. A/H3N8 wurde erstmals 1963[1] in Miami in Pferden nachgewiesen, A/H7N7 erstmals 1956 in Prag.[2] Neben Pferden aller Rassen und Zuchten sind auch Esel und Maultiere empfänglich. Ein Übergang des Virus A/H3N8 auf den Menschen wurde in jüngerer Zeit nicht nachgewiesen; allerdings belegen nachträgliche serologische Analysen, dass zwischen 1900 und 1917 ein H3N8-Virus auch unter Menschen zirkulierte. Einige Wissenschaftler haben daraus geschlossen, dass es zuvor zu einer Übertragung vom Pferd auf den Menschen gekommen sein muss


    Es gibt als Prophylaxe mehrere Pferdegrippeimpfstoffe, zum Teil mit dem equinen Herpesvirus 1 und 4 und Reoviren kombiniert. Bei Turnierpferden ist eine Grippeimpfung vorgeschrieben. Nach einer Grundimmunisierung wird alle 6 Monate oder jährlich aufgefrischt.

  4. #4
    Tetanus, auch Wundstarrkrampf genannt, ist eine häufig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, welche die muskelsteuernden Nervenzellen befällt und durch das Bakterium Clostridium tetani ausgelöst wird. Die resistenten Sporen des Bakteriums kommen überall vor, auch im Straßenstaub oder in der Gartenerde. Die Infektion erfolgt durch das Eindringen der Sporen in Wunden. Das Bakterium vermehrt sich und sondert Giftstoffe (Toxine) ab: Das Toxin Tetanospasmin schädigt die muskelsteuernden Nervenzellen und verursacht dadurch die typischen Lähmungen und Muskelkrämpfe. Das Toxin Tetanolysin ist herzschädigend.

    Vorbeugung:
    Impfung
    Eine Impfung ist verfügbar und wird empfohlen. Experten der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) raten zur vorbeugenden Immunisierung gegen Tetanus, da auch kleine, besonders tiefe Verletzungen zur Erkrankung führen können [1]. Diese erste Immunisierung kann nach Vollendung des 2. Lebensmonats im Rahmen von Diphtherie-Keuchhusten-Wundstarrkrampf-Kombinationsimpfungen erfolgen. Ein vollständiger Schutz ist aber erst nach drei Impfungen vorhanden. Meist wird auch bei Erwachsenen eine Kombinationsimpfung gegen Tetanus und Diphtherie durchgeführt (Nachimpfung nach einem Monat, dann nach einem Jahr).

    Der vollständige Impfschutz ist für etwa 10 Jahre wirksam; nach deren Ablauf ist eine aktive Auffrischimpfung (Boosterung) erforderlich.

    Simultanimpfung
    Nach einer Verletzung wird, sofern kein oder unzureichender Impfschutz besteht, sowohl eine aktive als auch passive, also eine simultane Immunisierung notwendig [1]. Diese besteht aus einer Injektion eines durch Formol abgeschwächten, aber immunogenen Toxins - Toxoid genannt (Tetanol&#174 - und einer Injektion von mit menschlichen Antikörpern gegen den Tetanuserreger angereichertem Serum (Tetagam®, Tetanobulin&#174. Die passiv wirkende Serumgabe soll das Zeitintervall bis zum Eintritt der Antikörperbildung überbrücken, die von der aktiven Toxoidgabe angeregt wurde.

    Im Anschluss erfolgen weitere aktive Wiederholungsimpfungen nach einem von der STIKO der Bundesärztekammer anerkannten Schema, um einen langfristig wirksamen Schutz vor Tetanus zu erzielen.

    Wundreinigung
    Da die Keime Anaerobier sind, also nur unter Sauerstoffmangel wachsen, ist die Reinigung einer Wunde, sogar bei Schürfwunden, oft sogar eine chirurgische Wundbehandlung nötig.

  5. #5
    Herpes-Infektionen beim Pferd werden durch verschiedene Herpesviren ausgelöst. Wirtschaftlich am bedeutendsten ist die Infektion mit dem Equinen Herpes Virus 1 (EHV-1).

    Equines Herpes Virus 1 (EHV-1) und 4 (EHV-4) [Bearbeiten]EHV-1 Infektionen lösen eine Rhinopneumonitis (Entzündung der Atemwege) oder den Virusabort der Stuten aus. EHV-4 kann ebenfalls eine Rhinopneumonitis verursachen, jedoch keinen Virusabort. Die Viren gelangen über die Nase ("Tröpfcheninfektion") in das Tier. Sie sind weit verbreitet und vielerorts endemisch, so dass es häufig zu Reinfektionen kommt. Zu respiratorischen Erkrankungen kommt es meist nur bei Jungtieren oder geschwächten Tieren. Der Virusabort tritt in der Spätträchtigkeit auf.


    Rhinopneumonitis [Bearbeiten]Die Erkrankung manifestiert sich vor allem in den oberen Luftwegen (Rhinitis, Pharyngitis), unter Umständen auch in einer Lungenentzündung. Die Inkubationszeit beträgt 2-10 Tage. Sie äußert sich mit Fieber (bis 40,5 °C). Dazu kommen meist Husten sowie Nasen- und Augenausfluss. Zu dem kommt es zu einer vorübergehenden Neutropenie und Lymphopenie. Die Krankheit heilt meist in 2 (bis 5) Wochen aus. Unter Umständen kann es zu einer bakteriellen Sekundärinfektion kommen.


    Virusabort der Stuten [Bearbeiten]Infizieren sich trächtige Stuten mit dem Virus, kann es zwischen dem siebten und elften Monat der Tragezeit zu einem Abgang des Fohlens kommen. EHV 1 greift die Schleimhäute der Gebärmutter und Plazenta an, so dass das Ungeborene nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden kann und abstirbt. Zudem kann es zur Geburt lebensschwacher Fohlen kommen, die dann meist kurz nach der Geburt verenden.


    Paralytisches Syndrom [Bearbeiten]In seltenen Fällen kann EHV-1 auch zu neurologischen Erkrankungen führen. Infolge einer Myelitis (Entzündung des Rückenmarks) kommt es zu Lähmungen der Hintergliedmaßen.



    Wichtigstes Bekämpfungsmittel ist die vorbeugende Impfung (Vakzinierung), wobei sowohl ein Lebend- als auch Totimpfstoff verfügbar sind. Die Impfstoffe lösen zwar eine Antikörperbildung aus, können aber Reinfektionen mit Feldviren nicht vollständig verhindern. Jedoch verläuft die Krankheit bei geimpften Pferden meist harmlos, Virusaborte treten nicht auf. Zu beachten ist, dass der Impfschutz nur maximal 9 Monate anhält, die Immunität der Schleimhäute ist meist deutlich kürzer. Deshalb ist die Impfung alle 6 Monate zu wiederholen. Trächtige Stuten sollten im 3./4. Trächtigkeitsmonat zum ersten Mal, im 7./8. Trächtigkeitsmonat erneut geimpft werden.

  6. #6
    Krankheitsverlauf beim Tier [Bearbeiten]An Tollwut können alle Säugetiere und bedingt auch Vögel erkranken. Die Inkubationszeit beträgt im Regelfall 2 bis 8 Wochen. Die Krankheit dauert zwischen einem Tag und einer Woche und endet praktisch immer tödlich. Die Krankheit beginnt häufig mit Wesensveränderungen.


    Tollwütiger Hund mit Lähmungen und SpeichelflussErkrankte Haushunde können dabei besonders aggressiv und bissig werden, sind übererregt, zeigen einen gesteigerten Geschlechtstrieb und bellen unmotiviert („rasende Wut“). Später stellen sich Lähmungen ein, die zu heiserem Bellen, Schluckstörungen (starkes Speicheln, Schaum vor dem Maul), Heraushängen der Zunge führen und infolge Lähmung der Hinterbeine kommt es zum Festliegen. Die Phase der „rasenden Wut“ kann auch fehlen und die Tollwut gleich mit den Lähmungserscheinungen beginnen („stille Wut“). Es kommen auch atypische Verläufe vor, die zunächst einer Magen-Darm-Kanal-Entzündung (Gastroenteritis) gleichen.

    Bei der Hauskatze gleicht das klinische Bild dem des Hundes. Häufig zieht sich eine erkrankte Katze zurück, miaut ständig und reagiert aggressiv auf Reizungen. Im Endstadium kommt es zu Lähmungen.

    Beim Hausrind zeigt sich eine Tollwut zumeist zunächst in Verdauungsstörungen, es kommt zu einer Atonie und Aufgasung des Pansens und Durchfall. Insbesondere bei Weidehaltung muss die Tollwut immer als mögliche Ursache für Verdauungsstörungen in Betracht gezogen werden. Später stellen sich Muskelzuckungen, Speicheln, ständiges Brüllen und Lähmungen der Hinterbeine ein. Bei kleinen Wiederkäuern wie Schafen und Ziegen dominiert die „stille Wut“, es können aber auch Unruhe, ständiges Blöken und ein gesteigerter Geschlechtstrieb auftreten.

    Beim Hauspferd kann die Tollwut als „rasende Wut“ mit Rennen gegen Stallwände und Koliken oder als „stille Wut“ mit Apathie auftreten. Die „stille Wut“ kann mit einer Bornaschen Krankheit verwechselt werden.

    Beim Hausschwein dominieren Aufregung, andauerndes heiseres Grunzen, Zwangsbewegungen und Beißwut.

    Bei Vögeln ist die Krankheit sehr selten und äußert sich in ängstlichem Piepen, Bewegungsstörungen und Lähmungen.

    Bei Wildtieren führt eine Tollwut häufig zum Verlust der natürlichen Scheu vor dem Menschen.


    Eine Impfung kann auch Stunden nach einem Biss noch erfolgreich sein. Für eine nachträgliche Impfung bleibt mehr Zeit, wenn die Wunde relativ weit vom Kopf entfernt ist und durch den Biss keine venösen Blutgefäße verletzt worden sind. Das Robert-Koch-Institut gibt folgende Richtlinie für die postexpositionelle Impfung vor:

  7. #7
    Grad der Exposition Art der Exposition Immunprophylaxe
    durch ein tollwutverdächtiges oder tollwütiges Wild- oder Haustier durch einen Tollwut-Impfstoffköder
    I Berühren / Füttern von Tieren, Belecken der intakten Haut Berühren von Impfstoffködern bei intakter Haut keine Impfung
    II Knabbern an der unbedeckten Haut, oberflächliche, nicht blutende Kratzer durch ein Tier, Belecken der nicht intakten Haut Kontakt mit der Impfflüssigkeit eines beschädigten Impfstoffköders mit nicht intakter Haut Impfung
    III Jegliche Bissverletzung oder Kratzwunden, Kontamination von Schleimhäuten mit Speichel (z. B. durch Lecken, Spritzer) Kontamination von Schleimhäuten und frischen Hautverletzungen mit der Impfflüssigkeit eines beschädigten Impfstoffköders Impfung und einmalig simultan mit der ersten Impfung passive Immunisierung mit Tollwut-Immunglobulin (20 IE/kg Körpergewicht)

  8. #8

    Exclamation Vorbeugende Impfung

    Bei der vorbeugenden Impfung gegen Tollwut handelt es sich um einen Totimpfstoff, der meist aus inaktivierten Tollwut-Viren besteht, die die Krankheit nicht mehr auslösen können. Diese aktive Impfung wird in mehreren Dosen im Abstand von einigen Tagen bis Wochen in den Oberarm injiziert. Der genaue Impfplan ist präparatabhängig. Der Körper bildet nach der Injektion Antikörper gegen die Viren. Die Impfung muss ein Jahr nach dem ersten Impfzyklus einmal wiederholt und danach alle 5 Jahre aufgefrischt werden.

  9. #9
    Drottning Guest
    Jetzt machst du hier dasselbe??? Sehr sonderbar......

  10. #10
    Drottning Guest
    Hast wohl Langeweile...

  11. #11
    Registriert seit
    05.06.2002
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    Bayern
    Beiträge
    5.041
    das denk ich aber auch...
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  12. #12

    Cool Langeweile?

    Hmmmmmmmmmmmmmmmm.... nö. Ich möchte nur endlich wissen was richtig ist und was gilt. Ich habe ein Pferd und einen Kater. Da ich das jetzt selber übernehmen muss und Alles perfekt machen möchte habe ich halt ein paar Fragen. Un d ich denke nicht, dass ich die Erste bin, die vor diesem Problem stand. Tut mir leid, dass hier Alles so voll wurde.
    Liebe Grüße
    Schlaft gut
    Eure Isa

  13. #13

    Exclamation Zusammenfassung

    Herpes-Infektionen:
    Wichtigstes Bekämpfungsmittel ist die vorbeugende Impfung (Vakzinierung), wobei sowohl ein Lebend- als auch Totimpfstoff verfügbar sind. Die Impfstoffe lösen zwar eine Antikörperbildung aus, können aber Reinfektionen mit Feldviren nicht vollständig verhindern. Jedoch verläuft die Krankheit bei geimpften Pferden meist harmlos, Virusaborte treten nicht auf. Zu beachten ist, dass der Impfschutz nur maximal 9 Monate anhält, die Immunität der Schleimhäute ist meist deutlich kürzer. Deshalb ist die Impfung alle 6 Monate zu wiederholen. Trächtige Stuten sollten im 3./4. Trächtigkeitsmonat zum ersten Mal, im 7./8. Trächtigkeitsmonat erneut geimpft werden.

    Tollwut:
    Bei der vorbeugenden Impfung gegen Tollwut handelt es sich um einen Totimpfstoff, der meist aus inaktivierten Tollwut-Viren besteht, die die Krankheit nicht mehr auslösen können. Diese aktive Impfung wird in mehreren Dosen im Abstand von einigen Tagen bis Wochen in den Oberarm injiziert. Der genaue Impfplan ist präparatabhängig. Der Körper bildet nach der Injektion Antikörper gegen die Viren. Die Impfung muss ein Jahr nach dem ersten Impfzyklus einmal wiederholt und danach alle 5 Jahre aufgefrischt werden.

    Tetanus:
    Eine Impfung ist verfügbar und wird empfohlen. Experten der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) raten zur vorbeugenden Immunisierung gegen Tetanus, da auch kleine, besonders tiefe Verletzungen zur Erkrankung führen können [1]. Diese erste Immunisierung kann nach Vollendung des 2. Lebensmonats im Rahmen von Diphtherie-Keuchhusten-Wundstarrkrampf-Kombinationsimpfungen erfolgen. Ein vollständiger Schutz ist aber erst nach drei Impfungen vorhanden. Meist wird auch bei Erwachsenen eine Kombinationsimpfung gegen Tetanus und Diphtherie durchgeführt (Nachimpfung nach einem Monat, dann nach einem Jahr).
    Der vollständige Impfschutz ist für etwa 10 Jahre wirksam; nach deren Ablauf ist eine aktive Auffrischimpfung (Boosterung) erforderlich.

    Pferdeinfluenza:
    Es gibt als Prophylaxe mehrere Pferdegrippeimpfstoffe, zum Teil mit dem equinen Herpesvirus 1 und 4 und Reoviren kombiniert. Bei Turnierpferden ist eine Grippeimpfung vorgeschrieben. Nach einer Grundimmunisierung wird alle 6 Monate oder jährlich aufgefrischt.



    Liebe Grüße Eure Isa

  14. #14
    Aus all meinen Antworten endlich zusammengefasst. Ich habs! Jetzt weiß ich bescheid. Tut mir leid, dass ich hier vorher Alles mit Info zugemüllt hab!!!

  15. #15
    Drottning Guest
    Wenn du meinst... mich überzeugt das nicht. Aber du wirst es ja wissen....

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