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Thema: Hunde aus dem Ausland?

  1. #1
    rumo Guest

    Question Hunde aus dem Ausland?

    Der Thread „Tötungsstationen“ hat mich mal wieder zum Grübeln gebracht... Ich habe eine sehr zweigeteilte Meinung zum Thema Auslandstierschutz...

    Natürlich stehe ich voll und ganz hinter den Projekten, die im Ausland durch Kastrationsaktionen, Know-How-Vermittlung etc. vor Ort dazu beitragen, das Leid der Tiere zu lindern (eine Freundin von mir ist TÄ und schiebt bei jedem Spanien/Türkeiurlaub eine Woche ehrenamtlich Dienst bei Kastrationen und Behandlungen vor Ort; Hut ab! Da gebe ich auch immer ein paar Euros oder Sachspenden mit).
    Mir ist auch klar, dass in vielen Ländern der Tierschutz und das Tier als „Mitgeschöpf“ noch einen ganz anderen Stellenwert hat, als hier in Deutschland.
    Aber ich sehe auch hier bei uns so viele Tiere, die in schlecht geführten Tierheimen oder bei Tierschutzorganisationen, denen es einfach am Geld für das Notwendigste fehlt, vor sich hinvegetieren. Und ich habe manchmal den Eindruck, dass einige Leute, die ein „armes Tier aus dem Ausland gerettet haben“, das nur gemacht haben, weil es im Moment chic ist... Ein Köter aus dem Tierheim? Nein Danke! Aber ein kleines Fellknäuel aus Antalya, Malaga o.ä. – Sehr gerne, da hat man doch was, um beim Gassi gehen drüber zu reden. Und als Gutmensch steht man auch noch da...

    Ich will niemanden angreifen, der sich eben in ein ausländisches Tier verliebt hat und so zu seinem neuen Hausgenossen gekommen ist (wo die Liebe hinfällt, wächst bekanntlich kein Gras mehr... ). Aber stehe ich mit oben geschilderten Eindrücken ganz allein da?

    LG
    Rumo

  2. #2
    shirkan Guest
    Hallo rumo,

    nein, Du stehst mit Deinen Eindrücken nicht alleine da. Im Katzentalk war vor kurzem ein ähnliches Thema.

    Ich bin für jedes Tier froh, wenn es ein zuhause findet. Besonders wenn ich mir anschau wie schlimm Tiere oft in südlichen Ländern behandelt und sogar getötet werden.

    Aber: mein Hund kam aus einem deutschen Tierheim. Er war gerade mal 9 Jahre alt und schon 13 Monate dort. Keiner wollte ihn. Wie viele solcher Tiere bleiben bei uns für immer hinter Gittern?
    Meine Katzen waren 7 Jahre alt und sind auch aus einem dt. TH. Das Heim hat auf jegliche Vermittlungsgebühr verzichtet um so alte Tiere wieder an die Frau bringen zu können!

    Ich habe mich nicht gegen ausländische Tiere entschieden, aber solange derart viele Tiere bei uns in überfüllten, schlecht ausgestatteten und finanziell am Ende, Tierheimen sitzen, hole ich meine Tiere vom örtlichen Tierschutz, auch als Anerkennung für die nicht immer leichte Arbeit im deutschen Tierschutz.

    Somit habe ich die gleiche zweigeteilte Einstellung zu diesem Thema.

    Einen Verdacht hatte ich auch schon öfters: wer kennt nicht die Bilder von gequälten Tieren aus dem TV und das hat dann schon etwas, wenn man beim Gassigehen erzählen kann, ich habe meinen kleinen vor dem sicheren Tod gerettet...... denn die alten, großen, unsozialen aus dem TH werden ja sowieso lebenslang dort durchgefüttert.

    Grüße

  3. #3
    Rudiratlos Guest

    Ich hab so einen

    Hallo, ich habe so einen kleinen aus Spanien. Und zwar aus dem grund, dass ich Tierheime abgesucht habe und nur, entweder grosse, oder Problemhunde vorgefunden habe. So,k habe ich mich für Rudi entschieden. Natürlich weiss ich jetzt, dass ich volkommen blauäugig an die Sache gegangen bin und dachte, egal was, ich krieg das hin. Gott sei Dank hatte Rudi anscheinend schon eine Kinderstube genossen und so ging das aneinandergewöhnen recht schnell. Ich bin froh, dass er bei mir ist. Allein die Vorstellung er könnte jetzt schon totgeschlagen sein, sticht mir ins Herz. Wer bringt es fertig, so ein gutes, liebes und schlaues Tier einfach wegzuschmeissen?
    Deswegen, egal, wie schlecht die Tiere in unseren Heimen leben, es gibt Fressi, sie werden versorgt und sie werden nicht getötet. Viele Tierheime nehmen auch Hunde aus dem Ausland, da sie sonst garnicht überleben könnten.

  4. #4
    Rokogini Guest
    hallo,
    ich habe hier zwei Spanier auf dem Sofa sitzen und das sind keine kleinen Knäule gewesen, als sie gekommen sind.
    Der Schäfi-Mix war 7 und der Podi-Mix 1,5 Jahre.
    Und ich bin froh sie aus einer Tötungsstation geholt zu haben, den sie wären wirklich als vergast worden.
    Aber naja, sicher agumentiern viele mit dem Satz, hier gibt es doch genug Tiere, aber wie Rudi schon schrieb, sitzen unsere Heime leider hauptsächlich mit Soka´s voll.
    Und die Tiere haben es im Verhältnis zu ausländischen, in meinem Fall spanischen Hunden recht gut in den Heimen, wer mal Tötungsstationen in Spanien ( ich kann nur von denen in Spanien sprechen, weil ich nur über spanischen Tierschutz wirklich gut informiert bin) war, der weiß was ich meine.

    Die Tiere werden von Tierfängern eingesammelt und in Perreras (Tötungsstationen) gebracht, wo sie nach 3 Wochen getötet werden. Allerdings nicht so nett wie in Deutschland mit ner kleinen Spritze, in den meisten Perreras ist es üblich die Hunde zu vergasen und zwar zu Hunderten auf einmal. Die Tierschützer (welche Spanier sind, die ihr ganzes Leben für die Hunde geben) versuchen Tiere, die in Deutschland eine Chance hätten vermittelt zu werden, freizukaufen.
    Auch ausländische Hunde haben häufig in Familien gelebt und wurden abgegeben als sie anstrengend, wurden oder nicht mehr so niedlich waren.
    Wie in Deutschland, nur haben die Hunde hier eine Chance auf einen Neuanfang, dort werden sie vergast.
    Dank des Tierschutzes ist das aber seltener geworden, es gibt auch Orte in denen die Perreras zu Tierheimem wurden und wo es keine Tötungen mehr gibt und das wurde duch die Tierschützer bewirkt, die nicht aufegeben haben.

  5. #5
    Shaina Guest
    Hallo !

    Ich habe auch eine Galga aus Spanien, aus einer Tötungsstation in Malaga.
    Ich finde, man sollte, wenn man einem armen Tier helfen will, in den Tierheimen nachschauen, wo es den Tieren wirklich ganz furchtbar geht.
    Das heißt jetzt nicht, dass die anderen Tiere in etwas besseren Tierheimen sich nicht genauso ein schönes Zuhause wünschen und auch verdienen.

    @rokogoni : soweit ich weiß, werden die nach drei wochen auch erschossen.
    oder ? habe ICH zumindest so gehört/gelesen.

  6. #6
    Rokogini Guest
    Zitat Zitat von Shaina Beitrag anzeigen
    Hallo !
    @rokogoni : soweit ich weiß, werden die nach drei wochen auch erschossen.
    oder ? habe ICH zumindest so gehört/gelesen.
    Ja aber das sind meist die Galgos und Podencos und dann von den Jägern, wenn sie nicht zur jagt taugen, aber dann ist erschießen noch wirklich harmlos. Es ist schrecklich, was die alles mit Hunden anstellen.
    Ich muss mich berichtigen:
    Werden Hunde in den Perreras (Tötungsstaionen) abgegeben, oftmals von den eigenen Besitzern, ansonsten von den Hundefängern, bleiben sie dort zwischen 10 und 21 Tagen. Sind sie verletzt oder krank werden sie NICHT tierärztlich versorgt. Viele leiden 3 Wchen bis sie getötet werden.
    Die meisten Perreras benutzen Spritzen zum Einschläfern. Sie sollten zwei Spritzen setzen, zuerst eine Dosis, die den Hund in den Dämmerzustand versetzt, dann die tödliche. Da dies den meisten zu teuer ist, wird oft nur die zweite gegeben. Dies ist für die Tiere sehr schmerzhaft.
    Oder sie werden ebend vergast...
    Es ist grausam genug.

  7. #7
    outdoogs Guest
    Hallo zusammen,

    meine vier Schwarzen kommen auch aus dem Ausland. Spanien, Türkei und Italien sind hier vertreten. Aber jetzt kommt was zum Grübeln..... ich hab sie alle aus deutschen Tierheimen!!!
    Wanderpokale wurden sie hier in Deutschland, die süßen Strandläufer, weil keiner mit ihnen fertig wurde.
    Vielleicht sollten sich hier mal die Tiervermittler der verschiedenen Organisationen Gedanken machen!

    LG
    outdoogs

  8. #8
    Rudiratlos Guest

    Smile Angeben muss nicht sein

    @shirkan
    nö, ich habe es nicht nötig, jedem auf die Nase zu binden wo Rudi herkommt, nur um mit einem Heiligenschein dazustehen. Wenn die Leute fragen, woher? Sage ich "aus dem Tierheim" wird dann weiter gefragt, sage ich den Leuten wo er herkommt und die meisten sind betroffen, wenn sie den kleinen lieben Kerl anschauen.
    Ich freue mich jeden Morgen, wenn ich die Augen aufmache und der kleene in seinem Bettchen liegt und unter seiner Decke hervorlugt.
    lg Sylv

  9. #9
    Registriert seit
    07.09.2005
    Beiträge
    744
    Es ist schon seltsam, gerade heute Morgen hatte ich eine Unterhaltung mit ein paar "Hundeleuten" (na, wie das halt so ist, man quatscht sich fest).
    Unter anderem waren dabei: ein Straßenhund aus Kreta, ein Ex-Welpe aus Ungarn und ein Sorgenfall aus Spanien. Wir fanden es seltsam, dass sich die 3 Hunde, obwohl aus völlig unterschiedlichen Regionen, so ähnlich sehen. Alle drei sind mittelgroß, braun, langbeinig und eher zierlich. Begründung der Anschaffung von 2 Besitzern: Sie wollten einen Hund, der keine angezüchteten "Zivilisationskrankheiten" aufweist (HD, ED, etc.), weil sie schlechte Erfahrungen mit Rassehunden gemacht hatten und im dritten Fall war es einfach Liebe auf den ersten Blick. Ich hatte jetzt nicht den Eindruck, dass die Leute besonders stolz darauf waren, ein "gutes Werk" getan zu haben, sondern sie wollten u.a. einen Hund, der gesund ist und zu ihnen passt.
    Es ist wahr, dass in unseren Tierheimen einheimische Hunde regelrecht versauern, aber zum größten Teil handelt es sich hierbei um Hunde, die physisch oder psychisch so große Probleme haben, dass eine Vermittlung in eine Familie mit dem üblichen Umfeld höchst problematisch werden kann.
    Meine Kids und ich haben 5 Tierheime abgeklappert. Entweder haben wir uns die Hunde nicht zugetraut oder die Tierheimleute haben uns den Hund nicht zugetraut, sodass wir schließlich einen Mischlingswelpen von privat genommen haben.
    Es tut mir leid, wenn ich jetzt etwas vom Thema abgeschweift bin, aber generell bin ich der Meinung, dass die Kombination Mensch/Hund in Ordnung ist, wenn sie für beide Seiten befriedigend ist. Und ob der Hund aus einer Zucht ist, die bis zu den Etruskern nachvollziehbar ist oder das Zufallsprodukt einer süd- oder osteuropäischen Gassenbegegnung ist dabei vollkommen egal.

  10. #10
    Ellwood Guest
    Bitte verzeiht mir, aber jetzt muss ich mal etwas provozieren:

    Jetzt wird man also als Tierhalter schon danach klassifiziert woher
    ein Tier kommt. Wenn aus dem Ausland, dann als Durchgeknallter, der
    das Elend im eigenen Land nicht sieht? Wenn aus eigenem Land, dann als Ignorant der kein Gefühl für das Elend im Ausland hat? Und wenn vom Tierschutz im In- oder Ausland, dann nur weil man sich damit profilieren will? Wenn vom Züchter, dann als Negativ-Unterstützer damit noch mehr Tiere produziert werden und die armen Tierschutzhunde kein Zuhause finden?
    Und überhaupt, wer sich Tiere als Haustier hält ist sowieso unsozial, und
    sollte erstmal auf das Elend vieler Menschen schauen?

    Schaut denn keiner mehr auf das Tier als einzelnes Geschöpf?
    Meint Ihr jedes einzelne Tier (und nicht nur Hunde) schaut darauf wo es her kommt?
    Es will nur lieb und gut behandelt werden, so wie es jedem Geschöpf zusteht.

    So, das musste ich mal loswerden!

  11. #11
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    04.04.2005
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    Morgen,

    also ich habe auch einen HUnd aus Südeuropa. Von einer großen Tierschutzorga.
    Als mein Mann und ich den Entschluß gefasst hatten, das ein HUnd bei uns einziehen soll waren wir uns einig, das er aus dem Tierschutz kommen sollte. Aussehen oder Rasse war uns relativ egal. Der Charakter des Hundes musste stimmen.
    Wir haben uns erstmal in div Tierheimen umgesehen. Leider war "unser" Hund nicht mit dabei. Außerdem hatten die meisten TH-Mitarbeiter ein Problem damit, das wir beide Berufstätig sind. Oder sie waren so unfreundlich und konnten (oder wollten) uns unsere einfachsten Fragen nicht beantworten, das wir einfach wieder gegangen sind...

    Zum Thema Tiere aus dem Süden:
    ich finde es auch nicht gut, Tiere um jeden Preis nach D zu bringen.
    ABER, die Orga`s die sich vor Ort intensiv bemühen den Tieren zu helfen, Aufbauarbeit leisten und dann nach Auswahl vereinzelt Hunde nach D bringen erhalten unter allen Umständen meine Unterstützung.

    Guckt Euch doch mal um in D. Die allermeisten mittelgroßen Mischlinge stammen irgendwo aus Südeuropa. Aus dem einfachen Grund, das es in D selber zu wenige von der meist gewünscheten "Hundesorte" gibt!
    Bei den Auflagen, die es mitlerweile für div Rassen gibt ist es relativ einleuchtend, das sich kaum einer noch einen Listenhund anschaffen möchrte.

    LG Pia
    Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (Konrad Adenauer)

  12. #12
    BennyBoy Guest
    Hallo,

    meine 2 stammen auch aus dem Ausland, waren aber schon in Deutschland auf einer Pflegestelle. Bei uns ging es danach: Den da (weil gegenseitige Liebe auf den ersten Blick)!
    Daran hätte sich auch nichts geändert, wenn die Auskunft gekommen wäre, der kommt von ......
    Das hätte keine Rolle für uns gespielt.

    Nur nicht Züchter. Wegen daran Geld verdienen und so.

    Gruß
    Bennyboy

  13. #13
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    07.05.2007
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    Aschebersch! (Aschaffenburg)
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    448
    @Ellwood

    ich finde das Du recht hast. Oft ist es halt so, das, das was man tut- egal wie- irgendwie doch alles falsch ist. Wenn ich meinem Hund/Katze ein Futter mit 70-80% Fleisch gebe, ist das ok- wenn es 4% hat- ist es nicht ok? klar ist es nicht so hochwertig- aber was zu fressen, was andere nicht haben....

    Lg Nicole

  14. #14
    rumo Guest
    Hmmm...
    Ich find´s gut, dass so viele ihren "Senf" dazugegeben haben! Danke!

    Ich betone nochmal, dass ich niemandem ans Bein pinkeln will, der einen Hund aus dem Auslad hat! Ich habe bisher schon mit vielen (...) Hunden Bekanntschaft geschlossen, und "viecherverrückt" wie ich nunmal bin, bin ich den allermeisten Vierbeinern rettungslos verfallen, völlig unabhängig von Rasse (oder eben nicht Rasse), Alter, Geschlecht, Geburtsland etc...
    Ich bin auch nicht generell dagegen, Hunde aus dem Ausland in Deutschland zu vermitteln. Und ich bin ganz entschieden dafür, den armen Hunden, Katzen und auch anderen Tieren, die dort in unbestritten fürchterlichen Tierauffangstationen, Perreras u.ä. sitzen und auf den oft sicheren Tod warten, zu helfen! Ich habe nur manchmal eben das Gefühl, dass das auf Kosten von Tieren hier vor Ort geschieht.
    OK, da gibt es das Argument, dass hauptsächlich kleine und mittelgroße Hunde "importiert" werden. Und dass in Deutschland hauptsächlich große und verhaltensauffällige oder verhaltesgestörte Hunde im Tierheim sitzen. Leider muss ich dagegen halten, dass ich auch sehr viele große "Ausländer" kenne. Und dass ich nicht selten mit Auslandshunden arbeite, die (vielleicht auch teilweise durch den "Kulturschock") Verhaltensauffälligkeiten entwickelt haben. Und dass auch in Deutschland reichlich kleine Hunde in den Tierheimen landen.
    Und das Posting von Outdoogs hat mich auch wieder daran erinnert, dass es mir tatsächlich in den letzten Jahren aufgefallen ist, dass in den Tierheimen (bei mir im Umkreis) auch immer mehr Hunde abgegeben werden, die ursprünglich aus dem Ausland stammen.

    Das Argument, besser einen sicheren Todeskandidaten aus dem Ausland zu adoptieren als einen "sicher versorgten" deutschen Hund, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Denn ich weiß eben, dass diese "sicher versorgten" eben auch nicht immer ein schönes Leben führen. Da gibt es nicht wenige darunter, die jämmerlich zugrunde gehen. Die an der ganzen Latte psychosomatischer Krankheiten leiden. Nur Futter und die Sicherheit, nicht vergast zu werden, ist halt noch lange keine Garantie für ein erträgliches Hundeleben...

  15. #15
    Shaina Guest
    @bennyboy :

  16. #16
    threnody Guest
    Ich hab zwar keinen ausländichen Hund, aber ich hab 2 spanische Katzen (bald sogar drei).
    Unsere Entscheidung war eher zufällig! Wir haben einer abends "Tiere suchen ein Zuhause" geschaut, und da waren sie zwei wunderschöne Katzen, die auch noch in unserer Nähe waren. (nach 9 Monaten Abstinenz waren wir wieder im "Katzengeschäft") Naja, wir versuchten dort telefonisch durchzukommen. Bis 21 Uhr - nichts! Also morgens nochmal. Da wurde uns dann gesagt, dass hundert Leute Interesse hätten. Gut, ich verstehe auch, dass man mit 50qm nicht auf Platz 1 der Liste steht, aber meint ihr es hätte sich jemand bemüht uns eine/zwei andere Katze(n) "anzudrehen". Nichts! Anscheinend suchten nur zwei Katzen dieser Tierhilfe ein Zuhause. Seitdem haben wir nicht mehr von diesem Verband gehört!
    Über die Homepage von TseZ haben wir uns dann informiert. Und da war sie! Unser Traum! Aber in Spanien.... Trotzdem haben wir nicht lange überlegt und dort angerufen. Es hat nur drei Tage gedauert bis wir eine Vorkontrolle hatten, und einen weiteren Monat bis die Mieze (bzw. Miezen) bei uns war. Und das wichtigste: "Uns ist es lieber, dass zwei Katzen auf 50qm wohnen, als hier auf 10qm mit wenig Essen und geringer Lebenserwartung!"
    Und genau solche Erfahrungen mt Tierheimen und deutschen Verbänden hört man oft. Leider!
    Mir war es letztendlich egal, woher meine "Babys" kommen, und ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass sie aus Spanien kommen.

  17. #17
    Maribel24 Guest
    Hallo,

    ich möchte mich gerne hier auch zu Wort melden.
    Ich bin Spanierin und das mit Leib und Seele, vielleicht auch deshalb oder deswegen schähm ich mich zutiefst für das was viele Spanier(nicht alle) mit ihren Hunden in Spanien tun. Mir war von klein auf klar ich muss was tun, auch wenn das evtll sehr wenig ist, was ich von hier aus tun kann. Ich bin jetzt serh aktiv im Tierschutz und habe selbstverständlich selbst zwei Spanier. Den ersten habe ich vor knapp 15 Jahren bekommen, da wa er 4 Wochen alt (ich war grad 11) da sagte man mir entweder du nimmst ihn oder ich schmeiss ihn gemeinsam mit seinen Geschwistern gegen die Wand! Mein Dicker und sein Bruder haben ueberlebt, aber die anderen wollte keiner haben. Auch meine Galga-Podenca wurde mit ihren anderen 7 Geschwistern aus der Hölle gehölt.
    Ich bin in vielen span email verteilern von Tierschuetzern und die Bilder die man da zu sehen bekommt sind unglaublich. Heute zum Beispiel hab ich Bilder einer Podenca erhalten der die halbe Haut abgezogen wurde. Der Hund lebt und wird jetzt behandelt. Oder ein anderer der mit einem offenen Bruch seit 10 Jahren umherläuft.

    Das Tierschutzgesetzt ist in Spanien leider noch nicht so ausgeprägt wie hier. Den leuten juckts nicht, wenn sie ihr Tier quälen und jemand zeigt diese an.
    Bestes Beispiel 2005 im Norden Spaniens, ein TA filmt seinen Nachbarn wie er seine Hunde zu tode prügelt, ich hab das Video selber gesehen und ich konnte nicht mehr aufhören zu heulen. Was ist passiert, der Hundebesitzer erhaelt eine Geldstrafe von 600€ und Hundehalteverbot. 10 Tage spaeter hat er ein neuen Welpen. Und wer denkt ihr musste wegziehen? Der TA denn der Nachbarn und deren Familie haben den TA terorisiert.

    Man darf natuerlich nicht vergessen das es viele Tierliebhaber in Spanien gibt die ihre Hunde genauso sehr lieben und verwöhnen wie wir. Durch den Tierschutz durfte ich diese netten Menschen kennenlernen. Auch Galgueros (galgo Jaeger) und Podenqueros (Podenco Jaeger) durfte ich kennenlernen die ihre Hunde wundervoll behandeln. Diese werden bei nicht Jagen auch nicht aufgehaengt oder wenn die Tiere ins Alter gekomemn sind. Die bleiben in der Familie.

    Selbstverstädnlich gibt es in Deutschen Tierheimen unzaehlige Hudne die ein zu Hause suchen. Aber wie gross sind die Chancen das eine Familie mit Kindern in einem Deutschen Tierheim ein Familienhund finden. Nicht unmoeglich doch sehr gering. Und wenn es einen gibt, hat dieser unzählige Interessenten. Fakt ist nun einmal das die Suedlaendichen Hunde viel vertraeglicher udn umgaenglicher sidn als die Hunde hier.

  18. #18
    melnow Guest
    Hallöchen,

    unser Lucky ist ein Grieche. Er wurde mehr tot als lebendig auf der Strasse gefunden, dort in einer Auffangstation einigermassen aufgepäppelt und nach Deutschland gebracht und schliesslich von einer Tierschutzorganisation vermittelt, da war er 7 Monate alt. Wir haben damals seine Anzeige in der Zeitung gelesen, sind hingefahren um ihn uns anzuschauen und was soll ich sagen.....es war Liebe auf den ersten Blick

    Wenn man schon anfängt zu hinterfragen, warum Leute Tiere aus dem Ausland zu sich nehmen anstatt aus heimischen Tierheimen, dann frage ich mich, was ist mit den Leuten, die Rassehunde vom Züchter zu sich nehmen? Ihr wisst wie ich es meine.

    Ich freue mich für jeden Hund, egal wo er her kommt oder was er ist, wenn er ein Zuhause gefunden hat, indem er geliebt und umsorgt wird.

    Sorry, langer Text........

    Liebe Grüsse
    Melanie

  19. #19
    Maggie2 Guest

    Question Hunde aus dem Ausland

    Hallo zusammen,

    auch wenn schon soviel zu diesem Thema gesagt wurde, möchte ich doch noch kurz meinen Senf dazugeben.Auch wir entschieden uns vor 7 Jahren für einen Hund und uns war klar, es kommt nur einer aus dem Tierheim in Frage. Durch Zufall erfuhren wir von einer Pro Animale Mitarbeiterin die ganz in unserer Nähe wohnt und setzten uns mit ihr in Verbindung. Sie vermittelte zu dieser Zeit Hunde aus Moskau ---wir wollten einem Tier gut sein, da war es uns egal, ob Rasse, Aussehen usw. nur eine bestimmte Größe durfte nicht überschritten werden. Da wir erfuhren, daß diese Hunde nach 14 Tagen Tötungsstation umgebracht werden ( auf grausame Art ), entschlossen wir uns statt aus dem Tierheim, einen Hund aus Moskau zu nehmen. Wir haben es nie bereut, wir lieben unsere Kleine sehr und sie uns. Sicher wissen wir auch das die Tierheime in Deutschland mehr oder weniger überfüllt sind, aber man kann nicht jedem helfen. Ganz sicher haben wir keinen " Ausländer " um damit zu prahlen, darin würden wir auch garkeinen Sinn sehen , jedenfalls wäre für uns kein Hund vom Züchter in Frage gekommen. Vielleicht sollte man auch darüber mal nachdenken, solange die Tierheime aus den Nähten platzen ( der Züchter verdient nicht schlecht dabei, auch da gibt es welche die ihre Hunde zur Zucht mißbrauchen ). Das Elend ist groß und ich meine unterm Strich ist doch das einzig wichtige, daß wir dem Tier gut sind und alles andere keine Bedeutung hat. Natürlich sind wir auch Menschen gut , aber dennoch kann man nicht für alles und jeden dasein. Würde jeder Mensch auf irgendeine Art einem anderen Lebewesen gut sein....die Welt sähe anders aus, oder wie denkt ihr darüber?
    ]

  20. #20
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    6.312
    Hallo Ihr Lieben!!!
    Ich finde jeder ist seines Glückes Schmied!!!!
    Um ehrlich zu sein ist es doch egal von wo ein Tier kommt!!!
    Wichtig ist doch nur, daß es da ist. immerhin ist der Hund der treuste Freund des Menschen egal welcher Rasse oder welchem Land er angehört!
    Ich ziehe den Hut vor denjenigen, die es sich zutrauen ein älteres Tier aus dem Heim oder aus dem Ausland zu sich zu holen!!
    Ich würde es mir wohl nicht zutrauen!
    Meine Süße habe ich als Welpe von einem Pferdehof ohne Papiere geholt und ich habe diese Entscheidng nie bereut
    Liebe Grüße Pam

  21. #21
    Juni Guest
    Hallo zusammen,

    sagt einem Hundebesitzer, der seinen Hund liebt, dass er einen Fehler begangen hat, diesen zu sich zu holen, und er wird euch an die Gurgel springen. Und zwar ganz egal ob der Hund

    - aus dem Ausland
    - einem deutschen Tierheim
    - einem dreckigen Stall
    - einem Dissidenz- oder VDH-Züchter stammt.

    Und ebenso egal ob der Hund

    - ständig krank
    - extrem änsgtlich
    - angstaggressiv
    - dominant aggressiv
    - oder sonstwie problematisch ist.

    Denn welche Probleme er auch immer haben mag: Sie offen zuzugeben würde bedeuten, sich selbst und sein eigenes Handeln in Frage zu stellen. Und das kann keiner gut haben. Also sucht man nach Gründen und Rechtfertigungen, warum man richtig gehandelt hat (und das natürlich auch immer wieder genauso tun würde). Würde man sich das nämlich nicht selbst sagen, müsste mancher Hundebesitzer an dem Leben verzweifeln, das ihm sein Vierbeiner - aus welchen Gründen auch immer - aufzwingt.

    Aus diesem Grund ist es eigentlich müßig, über den Sinn und Unsinn von Auslandsimporten zu diskutieren. Jeder, der es tut, hält es für richtig und findet 1001 Grund dafür.

    Schöne Grüße,
    Juni

  22. #22
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    5.393
    Hallo Juni,

    zumindest zum Thema "Einschleppen von Krankheiten" läßt sich allerdings nichts schönreden.

    So schrieb Peter Kimming vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg in der RHEINPFALZ vom Dienstag, 29.Mai 2007:

    "Der Import von Hunden (...) aus dem Mittelmeerraum ist falsch verstandene Tierliebe. Meiner Meinung nach sollte das komplett unterbunden werden." Er begründet seine ablehnende Haltung damit, daß die verwahrlosten Hunde nicht nur Zecken mitbringen, sondern auch andere Parasiten. "Diese Hunde tragen oft Erreger in sich, die durch die Sandmücke übertragen wurden. Diese wärmeliebenden Mücken haben übrigens die Alpen längst überquert."

    Ich frage mich, wie sinnig es ist, Krankheiten wie die Leishmaniose und Babesiose hierher zu schleppen, um einige Südländerhunde (oder auch Hunde aus dem Osten) zu retten - wenn man dafür den Preis zahlt, daß unheilbare Krankheiten (Leishmaniose) auch hierzulande bald endemisch sind und zahllose Hunde das Leben kosten werden ...

    Das bringt mich schon ins Grübeln - ob der Preis nicht evtl. zu hoch ist. Ich weiß, es ist ein heikles Thema!
    Viele Grüße
    Claudia und die Monsterwarte



    "Was nützt einem die Gesundheit, wenn man sonst ein Idiot ist?"

    http://mitglied.lycos.de/zweihovis
    http://hundeecke.de.vu *Das freundliche Forum rund um den Hund*

  23. #23
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    Nun, ich stehe auf dem Standpunkt, daß die europäischen Tierschutzorgas der "wohlhabenderen Länder" die Prioritäten verschieben sollten. Es ist zweifelsfrei barbarisch, unter welchen Umständen Hunde in Südeuropa verwahrt und getötet werden. Nur: Um keinen zu benachteiligen, müßte man alle retten. Der Hund der hierher findet hatte Glück und ein anderer an dem die Tierschützer vorbeigehen wird morgen getötet. Unabhängig davon, daß es ohnehin ein "Gottspielen" bedeutet daß diese Tiere überhaupt sterben müssen, stellt das Auswählen einzelner Hunde für den "Export" für mich ein perfides Todesurteil für jeden Hund dar, der aus den verschiedensten Gründen eben nicht ins Raster paßt.
    Fakt ist, daß die Vermittlungsschancen für Hunde in Südeuropa eher schlecht sind. Fakt ist auch, daß nicht alle südeuropäischen Hunde aus von anderen Schreibern bereits angeführten Gründen (überfüllte deutsche Tierheime) hierhergebracht werden können. Fakt ist weiterhin, daß keiner dem ständig nachwachsenden Elend Herr wird. Und Fakt ist für mich auch, daß jeder hierhergebrachte Hund einen Platz in der Tötungsstation freimacht.
    Aus diesen Gründen denke ich, daß der Auslandstierschutz umstrukturiert werden sollte. Das heißt ganz ehrlich zu sein, und der Tatsache ins Auge zu sehen, daß nicht allen Hunden geholfen werden kann.
    Es sollte meiner Meinung nach statt der stetig steigenden "Exportpraxis" mehr Kraft darauf verwendet werden, den Tierschutzgedanken in den betreffenden Ländern zu etablieren, Aufklärung zu betreiben; an die Gesetzgeber heranzutreten und rechtliche Grundlagen für ein artgerechtes Hundeleben in Südeuropa zu schaffen. Dort könnte auch die EU regulierend eingreifen! Wer keinen Tierschutz in seinen Gesetzen verankern kann oder will darf eben nicht in die EU oder hat mit Sanktionen zu rechen...
    Bis dahin müssen weitere Tierheime geschaffen werden, die Kastration von Streunern vorangetrieben werden, und, das ist ein ganz häßliches Thema, aber eines, das einer Überlegung bedarf, das Ermöglichen "humaner" Tötungswege. Machen wir uns nichts vor, es ist schlicht unmöglich, wirklich allen Hunden zu helfen, und die, die nicht vermittelt werden, kann zur gegenwärtigen Lage allein finanziell gesehen niemand lebenslang betreuen und versorgen.
    Hier ist der deutsche Tierschutz für mich gefragt. Ich empfinde die derzeitige "rettet jeden Hund, egal wie"- Praxis als Flickschusterei und als ein am Schwanz aufgezäumtes Pferd, eben für weil für jeden hergebrachten Hund ein anderer in die Tötungsstation einziehen muß. Mir fehlt bei diesen Maßnahmen die Nachhaltigkeit und die Rationalität. Das alles zu entwickeln kostet Zeit, ist aber meiner Ansicht nach er einzige Weg, irgendwann auf einen grünen Zweig kommen zu können.
    Abschließend möchte ich noch einmal verdeutlichen, daß es kein Hund verdient hat, so leben und sterben zu müssen. Aber mit dem Herbringen der Hunde kann und wird das Problem nur verlagert und nicht gelöst.
    Franzi

  24. #24
    melnow Guest
    Franzi, ich stimme Dir vollkommen zu....aber das in die Tat umzusetzen ist leider ein langwieriger und kostenintensiver Weg, wer von Denen, auf die es ankommt, ist bereit diesen Weg zu gehen...

    Es ist traurig aber wahr, die Streuner sind ein "lästiges Übel" und genau so werden sie dort behandelt. Mal von den Tötungsstationen abgesehen,auch generell. In einem Griechenland-Urlaub habe ich z.b. mal beobachtet, wie ein Küchenmitarbeiter einer Strandbar einen vielleicht ca. 5 Monate alten Welpen mit Essen angelockt hat - nur um ihn dann mit einem heftigen Tritt in den Bauch "wegzukicken"!!!!!! Wenn ich nur daran denke könnte ich heulen wie kann man so was tun???????
    Die Dinge, die die Dame von Tierschutz erzählt hat will ich gar nicht erwähnen, das ist echt zum
    Ich ziehe meinen Hut vor all den ehrenamtlichen Tierschutzmitarbeitern!

    Gute Nacht
    Melanie

  25. #25
    rumo Guest
    Zitat Zitat von Hovi Beitrag anzeigen
    Hallo Juni,
    zumindest zum Thema "Einschleppen von Krankheiten" läßt sich allerdings nichts schönreden.
    Stimmt, diesen Aspekt hatte ich ganz verdrängt. Natürlich testen die seriösen Organisationen ihre Schützlinge vor der Ausfuhr nach Deutschland. Aber es gibt leider auch nicht wenige "Schwarze Schafe":

    Ich habe bis vor ein paar Jahren bei einem TH mitgearbeitet, das Riesenprobleme mit einem sg "Tierschützer" hatte, der andauernd Hunde aus Spanien und Portugal importiert hat. Da ging es nur ums liebe Geld. Die Tiere (hauptsächlich junge, flauschige, niedliche) wurden unter dem Deckmantel des Tierschutzes nach Deutschland gebracht. Alle hatten Impfpässe (Papier ist geduldig), viele hatten Würmer, einige Leishmaniose, einige Babeiose, einige Ehrlichose, einige Parvovirose... Es hat Jahre gedauert, bis diesem Herrn das Handwerk gelegt werden konnte. Er hat nicht schlecht verdient. Jedes Jahr landeten einige seiner Hunde im TH, weil die Besitzer mit den kranken und teilweise verhaltensauffälligen oder verhaltensgestörten Tieren überfordert waren.

    OK, das ist ein krasses Beispiel, aber wie gesagt: Schwarze Schafe gibt es immer wieder...

  26. #26
    outdoogs Guest
    ja, aber da sind wir doch wieder beim Thema. Auslandstierschutz ist in meinen Augen wichtig, aber bitte mit Verstand! Ich unterstütze Kastrationsprojekte, Aufklärung der Bevölkerung (Besuch von Kindergärten und Schulen in Spanien) etc. Für mich persönlich ist es auch vollkommen in Ordnung, wenn Hunde nach Deutschland vermittelt werden, aber bitte seriös. Mir krampft sich alles zusammen, wenn z. B. massenweise niedliche Herdenschutzhund-Kuschel-Welpen (Bärchen) im Ausland „eingesammelt“ werden und hier an ahnungslose Menschen (die sich ja auch mal kundig machen könnten!) vermittelt werden. Solche Hunde gehören nicht in eine deutsche Reihenhaussiedlung! Auch verwehre ich mich dagegen, das „jeder“ Spanier, Grieche etc. ein sozialisierter, unkomplizierter Anfängerhund ist. „Jagdtrieb“ großes Thema, weil unter den zu vermittelnden Hunden, sehr viele Jagdhunde bzw. Mischlinge sind. Werden die neuen Besitzer damit fertig?

    Und es geht doch auch darum, solche Trittbrettfahrer zu erkennen, die sich selbst zu "Tierrettern" ernannt haben und völlig kontraproduktiv handeln. Einzelpersonen, die drei- bis viermal im Jahr für 29 Euro in den Süden (oder Osten) fliegen und dort Hunde "retten". Diese Hunde kommen dann hier auf selbsternannte "Pflegestellen" und werden willkürlich vermittelt. Oft werden Hunde "gerettet" die von Tierschützern vor Ort schon betreut werden. Konkret heißt das, dass sich Tierschützer monatelang bemüht haben, mit den dortigen Bauern Kontakt aufzunehmen. Endlich die Erlaubnis erhalten haben, die Hunde regelmäßig mit Futter und Wasser zu versorgen, zu kastrieren, alle paar Wochen einen Pfleger vorbeischicken zu dürfen, der die Hunde durchcheckt (ggf. den Tierarzt schickt), den Hunden evtl. geräumige Zwinger errichten zu dürfen, damit sie endlich die eingewachsene Kette ablegen können. So, und nun werden diese Hunde "gerettet". Das heißt, dass die Arbeit unserer Kollegen vor Ort zerstört ist. Im Umkreis von 50 km des gestohlenen "geretteten" Hundes braucht sich kein Tierschützer bei den Bauern mehr sehen lassen. Und es vergeht keine Woche, bis ein neuer armer Tropf an der Kette hängt, nur diesmal ohne Schutz und Fürsorge!

    Und mein Herz blutet, wenn ich sehe, wie viele Galgos, Podencos etc. hier in Deutschland mit Reizstromgeräten misshandelt werden. Und mein Herz blutet, wenn ich sehe, wie vernarbt die Hälse vieler Herdenschutzhunde vom Tragen der Stachelhalsbänder hier in Deutschland sind. Wie soll ich meinen spanischen Freunden unter die Augen treten, die diese Hunde gerettet haben und sie schweren Herzens nach Deutschland geschickt haben, in der Hoffnung auf ein „gutes Leben“?

    Das genau ist der Grund, warum ich hier eine kleine Auffangstation für in Deutschland misshandelte Auslandshunde habe.

    Outdoogs

  27. #27
    Rudiratlos Guest

    Keiner mehr rein oder raus!

    @ Hovi
    Mensch Hovi, mag ja sein, was Du mit den eingechleppten Krankheiten schreibst, ABER: Dann dürften die Menschen auch nicht mehr in ferne Länder Reisen, denn von da werden auch Krankheiten eingeschleppt. Es dürfte auch hier keiner mehr aus irgendwelchen Staaten einreisen, wo es noch Krankheiten gibt, die bei uns schon längst ausgestorben sind.
    Flugzeuge bringen Tierchen mit die Malaria übertragen.
    Ganze Stämme im Urwald sind zugrunde gegangen, weil Menschen dort Krankheiten eingeschleppt haben. Also, nö, Dein Argument kann ich nicht gelten lassen. Zudem denke ich, dass Leute die Hunde aus dem Ausland holen, eine gesunde Einstellung zu ihrem anvertrauten Wesen haben, dass sie regelmässig mit ihm zum Arzt gehen,oder?
    lg Sylv

  28. #28
    Shaina Guest

    Smile

    Das hätte ich nicht besser sagen können rudiratlos !
    DANKE !

    LG, Jana

  29. #29
    Juni Guest
    Hallo zusammen,

    tja, und dann schaue man sich doch mal an, was da so "gerettet" wird: Kleine Hunde, süße Hunde, Hunde, die dem deutschen Geschmack entsprechen und selbstverständlich nicht zu alt sind. Wie Franzi treffend schreibt: Man spielt Gott. Und klopft sich auf die Schulter, wie toll man das doch hingekriegt hat.

    Krankheiten werden gerne mal verschwiegen, Testergebnisse gefälscht oder erfunden, aber selbst wenn alles seriös läuft, macht man NICHTS besser. Es ist wie mit dem Kauf von verwahrlosten Welpen beim Hundehändler: Für jeden verkauften stehen 10 neue bereit. Etwas weniger Emotionalität und etwas mehr Vernunft wäre deutlich sinnvoller. Aber dann kann man sich natürlich auch nicht hinstellen und mit stolzgeschwellter Brust von seinem "armen geretteten Hund aus der Tötungsstation" erzählen. Dass er nur das das Glück hatte, ins deutsche Beuteschema zu passen, interessiert keinen.

    Ganz nach George Orwell: Alle Tiere sind gleich, aber die Schweine sind gleicher.

    Schöne Grüße,
    Juni

  30. #30
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    Zitat Zitat von Rudiratlos Beitrag anzeigen
    @ Hovi
    Mensch Hovi, mag ja sein, was Du mit den eingechleppten Krankheiten schreibst, ABER: Dann dürften die Menschen auch nicht mehr in ferne Länder Reisen, denn von da werden auch Krankheiten eingeschleppt. Es dürfte auch hier keiner mehr aus irgendwelchen Staaten einreisen, wo es noch Krankheiten gibt, die bei uns schon längst ausgestorben sind.
    Hallo Sylv,

    ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich .

    Ich rede beim HUND von unheilbaren Krankheiten (insbesondere der Leishmaniose, Babesiose bekommt man ja wenigstens noch in den Griff und kann sie ausheilen).

    Ein reisender MENSCH, der (in seltenen Ausnahmefällen!) trotz Malaria-Prophylaxe mit Malaria infiziert heimkehrt, bekommt die entsprechende Medikation und ist nach wenigen Wochen wieder kerngesund. Die Mücken, die Malaria übertragen, sind hierzulande schon lange heimisch, das Klima ist allerdings noch zu kühl, als daß der Erreger hier erfolgreich übertragen werden könnte.

    Wer in Pocken-Länder reist, läßt sich fast ausnahmslos impfen - und auch die Pocken sind heutzutage problemlos heilbar, zumindest in den modernen Industriestaaten. Dasselbe gilt für Gelbfieber.

    Ein Mensch, der ins Ausland reist, gefährdet möglicherweise seine EIGENE Gesundheit, da stimme ich Dir zu. Er gefährdet aber nicht die Gesundheit der gesamten Bevölkerung. Das ist eben der gravierende Unterschied zur Leishmaniose bei Hunden. Es gibt weder eine LM-Impfe, noch läßt sich Leishmaniose auskurieren, und -was am schlimmsten ist- die mittlerweile auch hierzulande ansässigen Sandfliegen infizieren weitere Hunde. Und diese wiederum weitere... wo das enden wird, bleibt abzuwarten .

    Auslandstierschutz: JA. Vor Ort! Outdogs und zipfelhut haben hier gute Argumente vorgelegt.
    Viele Grüße
    Claudia und die Monsterwarte



    "Was nützt einem die Gesundheit, wenn man sonst ein Idiot ist?"

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    http://hundeecke.de.vu *Das freundliche Forum rund um den Hund*

  31. #31
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    ähm, ich hatte es bis jetzt so verstanden, dass eine Hund-zu-Hund-Ansteckung bei z.B. Leishmaniose nicht möglich ist, sondern dass die Ansteckung immer nur durch den entsprechenden Parasit mit dem passenden Wirt erfolgen kann. Und ich denke mal, wenn die speziellen krankheitsübertragenden Parasiten hier durch den Klimawandel günstige Überlebensbedingungen finden, dann wird es nicht mehr allzu lange dauern, bis wir auch die entsprechenden Krankheiten dazu haben, ob mit oder ohne "Hunde-Import".
    @Hi Hovi,
    was die Pocken und Gelbfieber anbelangt, magst du durchaus Recht haben. Aber was ist mit Lassa, Ebola, Vogelgrippe und vor allem Aids? Wer sich sowas einfängt, gefährdet nicht nur sich selbst. Die Welt wächst halt zusammen, im Guten und im Schlechten...

  32. #32
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    Zitat Zitat von Gruschka Beitrag anzeigen
    ähm, ich hatte es bis jetzt so verstanden, dass eine Hund-zu-Hund-Ansteckung bei z.B. Leishmaniose nicht möglich ist, sondern dass die Ansteckung immer nur durch den entsprechenden Parasit mit dem passenden Wirt erfolgen kann.
    Richtig - bei Leishmaniose ist das die Sandmücke. Die ist mittlerweile (wenn auch in NOCH geringer Anzahl) auch hier heimisch.

    Zitat Zitat von Gruschka Beitrag anzeigen
    Und ich denke mal, wenn die speziellen krankheitsübertragenden Parasiten hier durch den Klimawandel günstige Überlebensbedingungen finden, dann wird es nicht mehr allzu lange dauern, bis wir auch die entsprechenden Krankheiten dazu haben, ob mit oder ohne "Hunde-Import".
    Der letzte Satz stimmt so leider nicht. Ohne den Hunde-Import kranker Hunde hätten wir das Problem nicht, da die vereinzelten Hunde, die sich evtl. auf Urlaubsreisen infizieren, nicht für eine Endemie ausreichen.


    Zitat Zitat von Gruschka Beitrag anzeigen
    @Hi Hovi,
    was die Pocken und Gelbfieber anbelangt, magst du durchaus Recht haben. Aber was ist mit Lassa, Ebola, Vogelgrippe und vor allem Aids? Wer sich sowas einfängt, gefährdet nicht nur sich selbst. Die Welt wächst halt zusammen, im Guten und im Schlechten...
    Ebola, Lassa und andere hämmorhagische Fieber werden durch Viren ausgelöst, die eigenartigerweise nach einiger Zeit des "Wütens" wieder aussterben bzw. sich selbst abschwächen. Wäre dem nicht so und diese Viren nicht so kurzlebig, gäbe es uns vermutlich alle schon nichtmehr.

    Vogelgrippe gibt es schon ewig und drei Tage, früher hieß das Geflügelpest... diese Krankheit verschwindet eigenartigerweise immer DANN wieder aus den Medien, wenn Großereignisse wie z. B. die Fußball-WM anstehen. Ich möchte keine Gefahr herunterspielen, aber bei der Vogelgrippe sehe ich tatsächlich keine Bedrohung des Fortbestands der Menschheit.

    AIDS bekommt man nicht durch Insektenstiche, man kann sich aktiv selber davor schützen. Natürlich gibt es auch traurige Einzelfälle, in denen Menschen (ohne eigenes Verschulden) z.B. durch Bluttransfusionen damit infiziert wurden, und natürlich ist das schrecklich. Aber aidskranke Menschen sind im Normalfall KEINE Gefahr für andere!

    Bei der Leishmaniose verhält es sich anders. Die Krankheit ist weder heilbar, noch schwächt sie sich von selbst ab, noch kann man den Hund dagegen schützen. Die angeblichen "Prophylaxemittel" (Scalibor!) wirken leider nicht annähernd so gut, wie uns die Hersteller glauben machen wollen, und es gibt viele Hunde, die sie nicht vertragen.

    Die Frage ist doch die: Tut man den Tieren wirklich einen Gefallen, wenn man Hunde aus dem Ausland hierherkarrt, mit diesen aber gleichzeitig Krankheiten verbreitet, an denen die einheimischen Hunde dann qualvoll leiden oder sterben? Das ist für meine Begriffe ein sehr engstirniger Tierschutzgedanke.

    Ich fürchte nur, daß das Kind hier ohnehin schon in den Brunnen gefallen ist!
    Viele Grüße
    Claudia und die Monsterwarte



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  33. #33
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    Unhappy echt ein schwieriges Thema

    Hallo Ihr alle hier!

    Ich habe jetzt nicht alles hier ganz genau gelesen, aber ich glaube, folgender Aspekt ist noch nicht genannt worden.

    In vielen südlichen Ländern leben viele Hunde doch halbwild oder wild im Gefolge des Menschen. Sie haben kein Zuhause, keinen Menschen, dem sie gehören, keinen "Dosenöffner"; sie ernähren sich von Abfällen, Resten, vielleicht auch mal von Stibitztem; sie vermehren sich ohne menschliche Kontrolle; sie übertragen eventuell Krankheiten; sie gelten als Ungeziefer, als Parasiten.
    So wie bei uns die Ratten.

    Um der Plage Herr zu werden, setzt man unmenschliche Methoden ein, streut Gift, an dem die Tiere innerlich verbluten, oder bringt sie sonstwie auf jede mögliche Art um - um sich selbst, seine Vorräte, Haus und Hof zu schützen.
    Nun sind Ratten aber hochsoziale Tiere, und wenn man einzelne herausfängt... ach nein: Hunde meine ich...

    Wenn ein Hund, der bis dahin wild, mit anderen Hunden zusammen gelebt hat; der Menschen nur von weitem und bisher nur als Verfolger kennt; der gewohnt ist, für sich selbst zu sorgen - wenn so ein Hund nun von einem mitleidigen Menschen mitgenommen wird in ein Land wie Deutschland: Was hat der Hund davon?

    * Er geht fortan an der Leine spazieren, weil sein Jagdtrieb so ausgeprägt ist.
    * Er kann von Fremden nicht angefasst werden, weil er schnappt, wenn er sich bedroht fühlt - und wer fremd oder bedrohlich ist, entscheidet er selbst.
    * Da er so gut sozialisiert ist, darf er immer mit anderen Hunden spielen, wenn er welche trifft. (Aber er wird nicht abgeleint.)
    * Er hat seinen Menschen ganz für sich alleine - abgesehen von den Zeiten, zu denen sein Mensch nicht da ist.
    * Er bekommt gekauftes Hundefutter.

    Vielleicht gefällt ihm das ja. Vielleicht gibt es nie Probleme mit ihm bzw. seinen mitgebrachten Gewohnheiten. Aber ich habe da so meine Zweifel.

    De facto gibt es diese ökologische Nische für streunende Hunde, und
    allein durch Kastrieren und Umsiedeln hat die Menschheit noch nie eine Tierart ausgerottet.

    Daher hat zipfelhut-Franzi ganz recht mit dem
    ... Thema, aber eines, das einer Überlegung bedarf, das Ermöglichen "humaner" Tötungswege ...



    ... und übrigens: Wie wenig oder viel müssen die Tiere leiden, aus denen Hundefutter hergestellt wird?



    .
    Mascha

    Man wird alt wie 'ne Kuh
    und lernt immer noch dazu!

  34. #34
    outdoogs Guest
    ...noch mal zum Thema: "gut sozialisiert"

    Es kommt immer darauf an, wo man sich befindet und wieviel Futter/Abfälle dort vorhanden sind. In der Nähe von Müllplätzen werdet Ihr im Rudel lebende Hunde finden, die wirklich gut sozialisiert sind. Wenn Ihr aber in die Berge / Hinterland fahrt, werdet Ihr sehen, dass dort einzelne Hunde unterwegs sind (Futtermangel) und diese Hunde finden das gar nicht prickelnd, wenn ein anderer hungriger Magen daher kommt.

    In den überfüllten "Tierheimen" sind die meisten Hunde so gestresst, dass auch dort keine "gute Sozialisierung" stattfinden kann.

    outdoogs

  35. #35
    outdoogs Guest
    Trotz alledem ...

    es gibt nichts wertvolleres, als ein (Hunde) Leben zu retten.

    Egal, woher dieser Hund kommt.

    Aber das Mensch-Hund-Gespann muss zusammen passen.

    Und die Vermittlung muss seriös ablaufen, die Tränen-Drüse-Tour hilft niemanden.

    outdoogs

  36. #36
    rumo Guest
    Hallo @ alle!

    Ich finde die Diskussion ausgesprochen spannend. Einige Beiträge haben mich schwer zum Nachdenken gebracht. Ich komme immer noch nicht zu einer abschließenden Meinung pro oder contra "Auslandshunde" (ich bin aber ganz klar pro Auslandstierschutz, also Kastrationsaktionen, Aufklärung im Land etc...). Allerdings ich habe meine bisher ziemlich starre Einstellung (keine Hunde importieren, denn wir haben genug arme Socken im eigenen Land) etwas relativiert.

    Wie schon erwähnt, ich kenne einige TH in Deutschland, in dem ich kein einziges Tier sitzen sehen möchte. Einfach, weil entweder die finanzielle oder die personelle Struktur so übel ist, dass das Argument "Wenigstens werden die Tiere nicht vergast" nicht zieht. Aber wenn man trotz Suche in einem TH in der Umgebung keinen "passenden" Hund findet, spricht wohl nichts gegen die Adoption eines Tieres aus dem Ausland. Wenn die vermittelnde Organisation seriös arbeitet. Aber das wünscht man sich ja auch von deutschen TH (Seriösität).

    Danke für die vielen Denkanstöße!!!

  37. #37
    Rokogini Guest
    Ich denke, dass man das Thema "Auslandshunde importieren" nicht zu allgemein sehen sollte. Was für die einzelnen Regionen sinnvoll ist, sollte man individuell sehen.
    Sicher, ich tue einem Hund, der 5 jahre auf der Straße gelebt hat, nie Bezug zum Menschen hatte, sich immer frei bewegen und selbst versorgen konnte, keinen Gefallen, wenn ich ihn einfange und in einen goldenen Käfig sperre. Diesem Hund helfe ich, wenn ich ihn kastriere, tierärztlich versorge, für Futter sorge und ihn ansonsten da lasse, wo er ist.
    Ein Hund, der kurz vor dem Hungertod stehend, weil er von seiner Familie oder Jägern ausgesetzt wurde, und nie gelernt hat sich selbst zu versorgen, von einem Tierfänger in eine Tötungsstation gebracht wird, in der ihn in 3 Wochen der sichere Tod erwartet, sieht das vielleicht anders.
    Diese Hunde haben einen Bezug zum Menschen, sie wurden von ihnen von Welpen an versorgt (wie sei mal dahingestellt), sie haben nie gelernt sich selbst zu versorgen, sie sind überflüssig und sollen sterben.
    So ein Hund führt hier das glücklichste Leben, dass er sich vorstellen kann.

    Seriöse Tierschutzvereine wissen wo und wie man das Elend bekämpfen kann und packen da an.
    Was Franzi schreibt ist sicher richtig, ich kann nicht nur Hunde importieren, damit ändere ich nichts in dem Land und nicht die Mentalität, wohl aber den einzelnen Hund.
    Ich weiß, dass sich zumindest in Spanien, die Mentalität der Jugendlichen dank der Tierschützer aus den eigenen Reihen durch die Unterstützung der deutschen Tierschutzorgas. aber sehr wohl verändert. Wie in Deutschland auch ist der Tierschutz in Spanien noch lange nicht ausgereift und der Staat reagiert nur sehr langsam, aber die Steine rollen.

    Und bis das Töten von Hunden absolut verboten wird, versuche ich doch trotzdem sie zu retten. Würde mein Nachbar seinen Hund töten wollen, dann würde ich ihn auch versuchen zu retten.
    Das die Hunde aus dem Ausland sind ist nebensächlich, wichtig ist, dass sie leben und zwar glücklich.

  38. #38
    Rudiratlos Guest
    @Hovi,
    OK, das Thema Gesundheit schweift zu weit ab, aber sicher ist Dir bekannt, dass es einige Stämme im Urwald nicht mehr gibt, weil "der weisse" ihnen Krankheiten mitgebracht haben, gegen die sie keine Abwehrstoffe hatten.
    @Juni
    Hi Juni, nönö, sind doch nicht bloss kleene Wauzis, sind doch auch grosse dabei, oder nicht? Sind doch auch ältere Hunde dabei (10 Jahre ist für mich älter!), richtig?
    Sicher magst Du Recht haben, dass es Leute gibt, die sich am liebsten einen Orden an die Brust heften möchten, aber BITTE verallgemeiner das doch nicht und schere alle über einen Kamm. Ich hätt Rudi auch genommen, wenn er 10 gewesen wäre, denn es war Liebe auf den ersten Blick, von beiden Seiten bis heute!
    Also ich brauch und will keinen Orden und ich binde es auch nicht jedem auf die Nase, wo Rudi herkommt. Hier in der Nachbarschaft habe ich den Fall, dass er von einer Frau mit Hund (natürlich reinrassig, natürlich vom Züchter, für damlas 1000 Mark gekauft) angeekelt angeschaut wird, iiihhh, der ist doch bestimmt krank, sind die doch alle aus Spanien.
    Mir ist egal was die Menschen über meinen Rudi denken, ich hab ihn lieb und wir sind seit gestern auch ein superteam im agility.
    lg Sylv

  39. #39
    Registriert seit
    11.04.2002
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    Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz
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    5.393
    Zitat Zitat von Rudiratlos Beitrag anzeigen
    @Hovi,
    OK, das Thema Gesundheit schweift zu weit ab, aber sicher ist Dir bekannt, dass es einige Stämme im Urwald nicht mehr gibt, weil "der weisse" ihnen Krankheiten mitgebracht haben, gegen die sie keine Abwehrstoffe hatten.
    Eben!

    Damit beschreibst Du doch, was passiert, wenn man Krankheiten wie die Leishmaniose (und möglicherweise auch andere, die wir nur noch nicht kennen?) unreflektiert durch die Welt transportiert.
    Viele Grüße
    Claudia und die Monsterwarte



    "Was nützt einem die Gesundheit, wenn man sonst ein Idiot ist?"

    http://mitglied.lycos.de/zweihovis
    http://hundeecke.de.vu *Das freundliche Forum rund um den Hund*

  40. #40
    Rudiratlos Guest
    Ja, Hovi,
    wir meinen beide das gleiche! Hmm, Du meinst halt, das man keine Hunde reinlassen sollte, wegen der Krankheiten (mal ganz salopp ausgedrückt) und ich meine, man sollte keine Menschen reinlassen, in denen es noch Krankheiten gibt, die bei uns schon längst weg waren und nun hie und da wieder auftreten (z.B. kommen solche Sachen oft aus den Ostblock Staaten).
    Sicher gibt es überall schwarze Schafe bei diesen Organisationen, aber selbst bei den ach so menschenfreundlichen Organisationen, gibt es Betrüger und Lügner, die nur unser bestes wollen, nämlich unser Geld!
    Hovi, eigentlich meinen wir das gleiche, aber wie kriegen wir die Grenzen dicht, dass keine Tiere, oder Menschen uns durch Krankheiten bedrohen?
    ganz lg von Sylv und Rudi

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