Der Thread „Tötungsstationen“ hat mich mal wieder zum Grübeln gebracht... Ich habe eine sehr zweigeteilte Meinung zum Thema Auslandstierschutz...

Natürlich stehe ich voll und ganz hinter den Projekten, die im Ausland durch Kastrationsaktionen, Know-How-Vermittlung etc. vor Ort dazu beitragen, das Leid der Tiere zu lindern (eine Freundin von mir ist TÄ und schiebt bei jedem Spanien/Türkeiurlaub eine Woche ehrenamtlich Dienst bei Kastrationen und Behandlungen vor Ort; Hut ab! Da gebe ich auch immer ein paar Euros oder Sachspenden mit).
Mir ist auch klar, dass in vielen Ländern der Tierschutz und das Tier als „Mitgeschöpf“ noch einen ganz anderen Stellenwert hat, als hier in Deutschland.
Aber ich sehe auch hier bei uns so viele Tiere, die in schlecht geführten Tierheimen oder bei Tierschutzorganisationen, denen es einfach am Geld für das Notwendigste fehlt, vor sich hinvegetieren. Und ich habe manchmal den Eindruck, dass einige Leute, die ein „armes Tier aus dem Ausland gerettet haben“, das nur gemacht haben, weil es im Moment chic ist... Ein Köter aus dem Tierheim? Nein Danke! Aber ein kleines Fellknäuel aus Antalya, Malaga o.ä. – Sehr gerne, da hat man doch was, um beim Gassi gehen drüber zu reden. Und als Gutmensch steht man auch noch da...

Ich will niemanden angreifen, der sich eben in ein ausländisches Tier verliebt hat und so zu seinem neuen Hausgenossen gekommen ist (wo die Liebe hinfällt, wächst bekanntlich kein Gras mehr... ). Aber stehe ich mit oben geschilderten Eindrücken ganz allein da?

LG
Rumo