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Thema: Streunerin

  1. #1
    henny_s Guest

    Question Streunerin

    Ich möchte mal eine Frage in den Raum werfen.
    Ich besitze einen Beagle und bis jetzt hatte sie immer relativ gut gehört. Nun ist sie am vergangenen Sonntag meinem Mann im Wald abgehauen, und nach ca. 10 Stunden zu Hause wieder aufgetaucht. Die Strecke ist sie noch nie alleine gelaufen, immer nur mit dem Auto in den Wald gefahren.
    Jetzt meine Frage. Da sie mitbekommen hat, wie man wieder allein nach Hause kommt, wird sie das nun öfters tun, oder wird sie so bleiben wie sie ist? Also mal hören und mal nicht. Ich wäre für eure Hilfe dankbar. Möchte sie doch nicht immer nur an der Leine lassen.
    Henny

  2. #2
    Biene13 Guest
    Hallo henni
    da habt Ihr ja wirklich nochmal Glück gehabt, daß sich Euer Wuff wieder angefunden hat. Bei so manchem geht das nicht so glimpflich aus, da die Jäger da unerbittlich sind, wenn sie einen streunenden Hund erwischen.

    Über eine Sache mußt Du Dir absolut im Klaren sein, der Beagle ist ein ausgesprochener Jagdhund, den ich an Deiner Stelle im Wald sichern würde, solange sie nicht 1000%ig vom Wild abrufbar ist.
    Sei Dir sicher, sie hat sich die Stelle gemerkt, wo sie Dir ausgebüxt ist und wird es immer wieder tun, weil sie damit einmal Erfolg hatte.

    Wir haben einen Dackel mit einem auch sehr ausgeprägtem Jagdinstinkt, im Wald bleibt er an der Leine, weil er sonst auch im Unterholz verschwindet und irgendwo ein paar 100 Meter weiter vorne wieder auftaucht. Ich verwende dann eine lange Leine, so daß er auch einen gewissen Bewegungsfreiraum hat und das muss dann eben reichen.
    Auf freiem Feld ist das bei unserem etwas anderes, da gehorcht er, springt auf sein Spielzeug an und kommt, wenn ich ihn rufe. Aber im dicht bewaldetem Gebiet mit Unterholz, Gestrüpp etc. bin ich mir da nicht sicher und um allem aus dem Wege zu gehen, was irgendwie nach Ärger auch nur im Ansatz riecht, bleibt er an der langen Leine.

    Manche Jäger bieten auch ein spezielles Antijagdtraining für Hunde an, vielleicht kannst Du Dich da erkundigen. Ansonsten bleibt Dir wirklich nur, am Gehorsam des Hundes zu arbeiten oder halt die Sicherung des Hundes zu Euer aller Wohl.

    Ein Geck noch am Rande, wir waren mit unserm Jagdhund im Herbst Pilze suchen im Wald, Hundi an langer Leine, um meinem Bauch festgebunden, hab ihm einen Pilz unter die Nase gehalten und Such - er blieb an jedem Pilz stehen - egal ob essbar oder nicht.
    Du siehst, auch an der Leine gibts Spaß für Hund im Wald.

    LG Biene13

  3. #3
    der dicke hund Guest
    hi du
    was mich wundert ist das dein mann alleine aus dem wald gekommen ist ohne auf den hund zu warten.....und auch das ihr nicht nochmal zurückgefahren seit um zu suchen.
    bitte bedengt der hund lernt nichts dabei wenn ihr ihn alleine im wald lasst.
    und was bine schreibt kann ich eigentlich nichts mehr dazu fügen...vielleicht noch eins.arbeitet am grundgehorsam.
    das antijagdtraining macht übrigens spass............
    alles liebe der dicke hund

  4. #4
    Juni Guest
    Hallo Henny,

    ja, sie wird wieder abhauen. Jagen ist eine hochgradig selbstbelohnende Tätigkeit und zwar unabhängig vom Jagderfolg. Vermutlich wird sie solche Ausflüge nicht allzu lang überleben. Antijagdtraining lohnt sich also, wenn der Hund nicht lebenslang an der Leine bleiben soll.

    Schöne Grüße,
    Juni

  5. #5
    billymoppel Guest
    und dazu: in einem wald gehört ein jagdhund mit trieb an die leine - lebenslang.
    hast du eine ahnung, wieviele rehe auf einen qkm wald einstehen und vor allem wie die spurdichte in einem wald ist?
    für freilaufspaziergänge sind felder und wiesen besser geeignet - wo man die chance hat, die eigene überlegenheit in form unserer augen und hohen sichtposition auszunutzen. und weniger spuren gibts auch.
    du bsit dir doch sicher im klaren darüber, dass beagles nicht auf sichtjagd gezüchtet wurden?
    du solltest dich zudem mal ein bißchen mit den lebensgewohnheiten der typischen beute eines beagle beschäftigst. es schadet gant gewiss nicht, wenn man seinem hu nd auch intellektuell einen schritt voraus ist.

  6. #6
    henny_s Guest

    Streunerin

    Also, erst mal vielen Dank für eure Antworten.
    Doch wir haben unseren Hund den ganzen Tag gesucht, Sachen anverschiedenen Stellen deponiert und das Auto auch dort stehen gelassen. Man kann seinen Hund ja nicht einfach in einem fremden Gebiet lassen.
    Ich glaube mit einer Schleppleine könnte ich mich im Wald anfreunden. Mein Mann geht ja immer joggen und bisher lief sie ja auch immer brav mit und war abrufbar.
    Wurde ja auch trainiert.
    Ich werde das mit der Schleppleine in Betracht ziehen und vielen Dank nochmal.
    Henny

  7. #7
    Dorkett Guest
    Also, ich kenn das auch mit dem abhauen.
    Wir sind gerade in einer Hundeschule wo mit positiver Bestätigung dagegen gearbeitet wird. Die ersten Erfolge stellen sich schon ein aber ich muß meinen Hund immer im Auge behalten und wenn ich merke, er ist sehr intressiert an den verschiedenen Gerüchen und jetzt könnte es gleich passieren, dann an die lange Leine. Es wird immer besser. Gipsy ist erst 10 Mon. Wie alt ist euer Hund? war es das erste mal?
    Liebe Grüße,
    Doris mit Gipsy.

  8. #8
    Picassa Guest
    Hallo henny_s,

    auch ich habe einen Jagdhündin (Bracke) und ich kann dir auch nur den Rat geben, deinen Beagle an einer langen Schleppleine im Wald und unbekanntem Gelände laufen zu lassen. Thelma ist bis jetzt noch nie abgehauen, aber sie läuft in fremden Gelände und speziell im Wald nur an einer 10 - 15 m langen Schleppleine und es macht ihr genauso Spaß. Hauptsache viele neue "Duftnoten" Frei laufen lasse ich sie auch nur auf weitläufigen Feldern und Wiesen und wo ich weiß, dass hier kaum Hasen etc. unterwegs sind. Ausserdem ist es für mich wesentlich entspannender, wenn ich den Hund nicht dauernd rufen muss und aufpassen. Sie hat so schon die Nase permanent am Boden.

    L.G. Heidi mit Thelma

  9. #9
    henny_s Guest
    Lina wird im April vier Jahre und bisher hatte sie zwar nur schlecht gehört, aber sie war jedenfalls bei mir abrufbar. Naja, Männer eben.:-)
    Wir haben uns jetzt im März zu einem Antijagdtraining angemeldet, welches bei dieser Autorin von dem gleichnamigen Buch stattfindet. Mal sehen was da raus kommt.
    Noch eine Frage. Schleppleine, ich habe nur so eine rote lange Leine ca 15m die sich ständig verknotet oder verheddert. Was könntet ihr mir so empfehlen.
    Das Ding was ich habe ist echt blöd. Nehmen wir nur zum zelten, wenn sie am Zelt bleiben soll. Also was ist eigendlich das beste als Schleppleine????
    Ok. Danke für eure Antworten
    Henny

  10. #10
    Juni Guest
    Hallo Henny,

    wenn du von Clarissa von und zu sprichst, bin ich mal sehr gespannt, welche Erfahrungen du machst

    Schöne Grüße,
    Juni

  11. #11
    Solution Guest
    Ähm...

    wird sie das wieder wieder tun oder nicht?

    Jaa... wenn sie nicht zwischendurch von einem Jäger erschossen worden ist oder von einem Auto überfahren - und dabei noch ein paar Menschenleben mitgenommen hat ;-/

    Ich sag jetzt mal ganz direkt, was ich denke:

    Ein solcher MENSCH gehört an die Schleppleine!

    Also, es tut mir wirklich Leid, aber ein wenig mehr Vorausschau erwarte ich eigentlich schon von Hundehaltern...

    Und ansonsten würde ich nicht (nur) über die Schleppleine arbeiten, sondern ein konkretes Abbruchsignal bei Jagdsituaitonen einüben. Sprich: Schritt für Schritt aufbauen, erst an der Leine und im Zweifelsfall dieses Abbruchsignal, wenn nötig, auch negativ z.B. mittels Disks verstärken, auf daß ich meinen Hund nicht lebenslang an der Leine führen muß und zu einem Leben zwinge, das, meiner Meinung nach, auch tierschutzrelevant ist...

    Mit ein bißchen (mehr) Übung geht das: Aber das kostet viel Zeit, Arbeit, permanente Aufmerksamkeit und peu-a-peu-Arbeitsschritte, die schon ganz woanders anfangen: In der Unterordnung z.B. und im weiteren ein großes "Leseverständnis" im Hundeverhalten allgemein und insbesondere bedingen.

    Mit dem praktischen Einüben eines punktgenauen Abbruchsignals (plus ggf. rassespezififischer alternativer Auslastungsmöglichkeiten) , habe ich persönlich noch keinen Hund ausgebildet, der danach nicht seiner Jagdleidenschft widerstehen konnte...

    Und da genau dies mein Arbeitsschwerpunkt ist, weiß ich, wovon ich spreche:

    Die Schleppleine lebenslang ist es nicht.

    Liebe Grüße,

    Solution

  12. #12
    Solution Guest
    Ein Nachtrag:

    So reinpoltern, wie ich das gemacht habe, wollte ich eigentlich nicht...

    Das war auch nicht persönlich gemeint...

    Ich bin gern bereit, wenn denn Bedarf besteht, den Aufbau eines Abbruchsignals bei Jagdverhalten zu erklären und zu beschreiben und auch auf individuelle Abweichungen einzugehen :-)

    Nochmals liebe Grüße,

    Solution

  13. #13
    Picassa Guest
    Hallo Solution,

    eine nähere Erklärung bzw. Beschreibung würde mich in jedem Fall interessieren.

    L.G. Heidi mit Thelma

  14. #14
    Juni Guest
    Hallo Solution,

    Ich bin gern bereit, wenn denn Bedarf besteht, den Aufbau eines Abbruchsignals bei Jagdverhalten zu erklären und zu beschreiben und auch auf individuelle Abweichungen einzugehen.
    Ja, mach mal! Ich bin doch sehr neugierig darauf, ob jemand, der sich selbst als "Lösung" bzw. "Lösungskonzept" bezeichnet, das tatsächlich auch zu bieten hat.

    Schöne Grüße,
    Juni

  15. #15
    danger02 Guest
    Hallo, ich würde auch gerne mehr über den Aufbau eines Abruchsignals erfahren. Ist mit Sicherheit für viele hier interessant. Also bitte, erklär es mir/uns!

    Liebe Grüße

  16. #16
    henny_s Guest
    Ich denke, das es für alle mit einem Jagdhund sehr interessant wäre etwas mehr über ein Abbruchsignal zu erfahren.
    Henny

  17. #17
    Juni Guest
    Hallo Solution,

    du siehst, das Interesse ist groß und ein Einlösen deiner vielversprechenden Ankündigung wäre prima!

    Schöne Grüße,
    Juni

  18. #18
    Deargi Guest
    Man benutze die Suchfunktion und finde unter "Flatty jagt Autos und Motoräder" schon eine recht ausführliche Erklärung was Abbruchsignale bei unerwünschten Jagdverhalten betrifft!!!!!!!!!!

    LG
    Deargi

  19. #19
    Juni Guest
    Hallo Deargi,

    DEINE Qualitäten kenne ich wohl. Hier interessieren mich diesmal andere

    Schöne Grüße,
    Juni

  20. #20
    Deargi Guest
    Es gibt noch einige andere Lösungswege, was das Thema betrifft... auf die wird jemand der sich "Solution" nennt sicher auch alleine kommen...

    Hast du gehört SOLUTION wir warten!!!!!!

    Liebe Grüße zurück
    Deargi

  21. #21
    Solution Guest
    Hallo allerseits,

    sorry, ich wollte natürlich nicht nur etwas in den Raum werfen, um dann die Antwort schuldig zu bleiben. Ich hatte nur ein längerfristiges PC- und Internet-Problem, weshalb ich vorher nicht wieder online sein konnte.

    Ich verspreche aber, das ganz detailliert und ausführlich bis zum Wochenende zu tun. Inklusive dem sog. "Super-Rückruf" bzw. "Superpfiff".

    Viele Grüße an Euch alle,

    Solution

  22. #22
    Solution Guest
    Ach... und nein, keine Angst @Juni:

    Ich habe nicht DAS Lösungskonzept und DIE ultermative Lösung, sondern einfach nur ein "Konzept", was die Kombination vieler verschiedener Komponenten zuläßt:

    So manch ein Hund bräuchte nicht einmal ein "Jagd"-Abbruchsignal, der jagt einfach, weil es ihm grundsätzlich an Erziehung mangelt, er sonst nicht ausgelastet ist etc. pp.

    Aber darin sind wir uns wohl alle, mehr oder weniger, einig :-)

    Ich sehe allerdings in einem Abbruchsignal erst einmal ein grundsätzlich von der "Jagd" losgelöstet Kommando, das vermutlich und sehr wahrscheinlich aber wohl die größte Bedeutung beim Jagdverhalten aller hier Beteiligten haben soll.

    Abbruchsignal für mich heißt ganz konkret: Hund soll lassen, was er gerade macht. In Abstufung zu dem was er gerade tut und welche Wichtigkeit das für mich/seinen Halter hat, gibt es Zweifel auch verschiedene Abbruchsignale und dementsprechend auch auch eine andere Handhabung in dem situationsbedingten und gerade anstehenden Abbruchsignal.

    Bsp.: Müllschlucken ist "nein", andere Hunde anpöbeln "Aus!" und Jagen ist "STOOOOPP!!!"

    Oder andersherum, wenn ich einen "schluckende Müllhalde" hätte, aber "nur" einen Hund, der mal ab und zu drei Meter hinter einem flüchtenden Karnickel hertapert: Jagen ist "stopp", andere Hnde anpöbeln "Aus!", Müllschlücken ist "NEEEIIIIN!!"

    Das ist jetzt natürlich oben nur wirklich vereinfacht dargestellt. Im Zweifel muß ich mit allem auch einfach wieder von vorn anfangen - und mir für die "ach... mach ich mal... oder auch nicht" - Kommandos stumpf neue ausdenken, die für uns Mensch natürlich den gleichen Inhalt haben, aber in Hundeohren noch nicht so "verbraucht" sind... Aber, wie gesagt, ich werde das noch ganz, ganz ausführlich tun.

    Ich habe jetzt auch nicht alles gelesen, was zu dem Thema "Abbruchsignal und Jagdverhalten" hier schon gepostet wurde. Aber wenn man ständig auf alles verweisen würde, was anno dazumal schon mal gepostet wurde, wäre ein Forum ziemlich schnell tot, oder? ;-)

    Ich hoffe jedenfalls auf einen konstruktiven und kritischen Umgang miteinander hier :-)

    Viele liebe Grüße,

    Solution

  23. #23
    Solution Guest
    Okay..

    Ich will hier jetzt nicht darauf eingehen, daß man sich grundsätzlich erst einmal Gedanken darüber machen sollte, wie und ob man seinen Hund geistig und körperlich genug auslastet, auf daß das "Jagdproblem" einfach aus Langeweile quasi vom Halter hausgemacht ist.

    Das kann ich hier nicht, weil ich sonst auf alle (Jagdhund- und Hütehund-) Rassen eingehen müßte und auf jeden Einzelfall, der vielleicht nicht grundsätzlich die optimalen Grundvoraussetzungen bekommt oder bekommen kann, die er eigentlich verdient.

    Ich stelle jetzt einfach mal folgende Punkte auf, die das Grundkriterium bilden, um mit einem jagdlich motivierten Hund zu arbeiten (das sind Fragen, die sich jeder Hundebesitzer stellen sollte, die eines jagdmotivierten Hundes aber noch drei Mal intensiver!):

    a) laste ich meinen Hund wirklich genug aus?

    b) habe ich genug Ahnung, was eine bestimmte Rasse für Bedingungen an mich stellt (bei Mischlingen: Im Zweifelsfall: was für Voraussetzungen stellen "zwei, drei (!) Hunderassen an mich

    c) hört mein Hund (exklusive Jagens) sonst gut auf mich?

    d) kann ich meinen Hund aus dem Spiel mit anderen Hunden abrufen? (wenn nein: Wieso soll das aus aus einer Jagdsituation heraus klappen???)

    e) wenn mein Hund aus Situation d) sich zwar abrufen läßt, aber evtl. trotzdem abhaut, um jagen zu gehen, muß sich zwangsläufig die Frage stellen, ob ich erstens von a) bis d) ehrlich zu mir war oder mir ein bißchen oder auch ein bißchen mehr in die eigene Tasche gelogen habe?

    f) Habe ich mir in die eigene Tasche gelogen, bekommt das zum Glück hier auch keiner mit und ich kann ja trotzdem wieder bei a) anfangen :-))

    Scherz beiseite:

    Erster Punkt: Bei einem jagdmotivierten Hund ist immer das non-plus-ultra, daß ich ansonsten sehr viel Wert auf die Unterordnung lege. Wenn er nicht mal "sitz" machen muß, darf ich nicht erwarten, daß ich ihn aus der Jagd abrufen kann. So viel Spektakel, was er sich bei der Jagd selber macht (selbstbelohnendes Verhalten), kann ich ihm gar nicht bieten. Und schon gar nicht mit einem netten trockenen Hundekeks als Ablenkungsmanöver, wenn er ansonsten nur a-la-carte speist- und das Karnickel von nebenan noch dazu!

    Speist er auch belohnungstechnisch nur und grundsätzlich a-la-carte, muß ich mir Gedanken darüber machen, wie ich meine "tollen" Belohnungen für draußen einsetze und ob das wirklich richtig ist:

    Für ein profanes "sitz", "platz", "bleib" gibt's ein "Fünf-Sterne-Menue"? Ständig und immer?

    Übersetzung Hundesprache:

    Jaaa... ist echt lecker! Nehm ich gern von Dir, gehört zu meinem ständigen Futterrepertoire, aber weißte was... mir ist das sowas von egal (zur Leckerschnauze haste mich eh schon gemacht und ist nix besonderes mehr):

    Mir ist sowas von gerade nach Jagen und Deine Lachshäppchen kannste Dir in den Allerwertesten schieben! Ich schiet Dir was! :-)

    Und darüber hinaus: Stehste eh nur da und schreist meinen Namen... Naja... weiß ich zumindest, wo Du stehst und muß mir keinen Gedanken mehr machen, ob ich Dich noch suchen soll. Quakende Standmelder sind mir eh das liebste; gibt eh immer gedünsteten Lachs und gebratenes Karnickel, wenn ich nach drei Stunden wieder auftauche - oder auch nicht :-)))

    Ergo: Ich muß mir als Hundehalter schon Gedanken darüber machen, ob ich qualitativ hochwertige Leckerchen schon situationsangebracht anbringe oder für profane Dinge genauso belohne wie für Selbstverständlichkeiten?

    Fakt ist: Ich MUSS für meinen (jagdmotivierten) Hund schon Unterscheidungen in ganz, gaaanz kleinem Rahmen treffen, die ihm seine Entscheidung für ein "Ja" oder "Nein" des Interesses der Aufmerksamkeit, der Befolgung von Kommandos abnehmen:

    Übersetzt: "Schokolade und Pommes" gibt es halt nicht jeden Tag. Ganz im Gegenteil: Das ist der "Jackpot" dafür, daß man (Hund) eine unglaublich luststeigernde Aktivität eingestellt oder unterbrochen hat. Das Jagen nämlich.

    Habe ich ohnehin einen völlig überdrehten Hund, gilt es im Zweifel ohnehin erst einmal die Frage nach der Ernährung zu stellen.

    Und da gebe ich jetzt einfach mal wieder, was meine grundsätzlichen Erfahrungen grundsätzlichen sind, ohne ein Anrecht auf Richtigkeit:

    Hyperaktive Hunde, auch hyperaktive "Jagdhunde", leiden (meiner ganz persönlicher Erfahrung nach), oft genug unter einem "Energieüberschu&#223 ;":

    Je mehr "Hochleistungsfutter" reingeknallt wird, desto dünner wird das arme Tier, was dann noch energiereicheres Futter "benötigt", um mal etwas zuzusetzen, dann aber ganz im Gegenteil weder zunimmt, sondern noch irrer wird. Sondern: Ach Schreck!!! Noch unerträglicher...

    Naja... ich höre erst einmal damit für heute auf, werde das Ganze aber , wie versprochen, inklusive der Einübung eines Abbruchsignals und des Superpfiffs ausführen.

    Viele Grüße,

    Solution

    Unter energiärmerem Futter, lassen sich, meiner Erfahrung nach (sofern über bis fünf bis acht Wochen gefüttert), schon recht erstaunliche Erfolge erzielen- und eine Futteränderung wäre insbesondere bei sehr aktiven und jagdmotivierten Hnden immer noch einmal eine Komponente, die man noch einmal ins Kalkül ziehen sollte.

    INsgesamt... möchte ich noch einmal betonen, daß ich bestimmt nicht DAS Lösungskonzept habe, auch nicht, DIE Lösung, sondern

  24. #24
    Solution Guest
    Naja, da man hier nur innerhalb von fünf Minuten etwas ändern kann, muß ich den restlichen "Schrott" wohl so stehen lassen...

    Wär aber ganz nett, wenn sich ein Administrator dieses "Restes"erbarmen könnte...

  25. #25
    Solution Guest
    So... weiter geht's:

    Um noch mal kurz auf das Thema Futter zurückzukommen: Das mag auf den ersten Blick nichts mit dem Einüben eines Abbruchsignals und/ oder eines Super-Rückrufs zu tun haben, gehört für mich aber im Einzelfall dazu:

    Ich sollte fairerweise dem Hund gegenüber schon eine Lernbasis schaffen, die nicht noch schwieriger gestaltet wird, als sie ohnehin schon ist. Sorge ich als Halter gegebenenfalls unbewußt noch dafür, daß der Hund fütterungstechnisch schon unter Strom steht und dementsprechend ein Ventil für diesen Energieüberschuß braucht, möchte andererseits aber nicht, daß er seine Energien jagdlich abbaut, mache ich mir und dem Hund das Leben im Zweifel schwerer als es sein müßte.

    Ähnliches gilt auch für das Spielen: Pushe ich mein Tier zusätzlich noch künstlich hoch, indem ich vielleicht vorzugsweise "Verfolgungs- und Hetzspiele" mit ihm mache, ihn oft hinter Bällen etc. herjagen lasse und ihn in seiner Jagdfreude noch bestärke, ohne es zu merken? Da gälte es im Zweifel ebenfalls zu gucken, ob ich nicht auf andere Möglichkeiten des Spielens ausweichen sollte.

    Das sind also alles Dinge und Begleitumstände, die ich mit einbeziehen sollte, bevor ich an die eigentliche Einübung eines Abbruchsignals oder auch eines Super-Rückrufs gehe. Aber ich habe ja gesagt: Es wird sehr ausführlich :-))

    So, und nun zum Super-Rückruf und zum Abbruchsignal, die ich gerne beide und nacheinander aufführen möchte:

    Der Super-Rückruf ist im Prinzip nichts anderes als ein Rückruf, den ich völlig neu aufbaue und deswegen schon mit einem neuen "unverbrauchten" Kommando belege und für dessen Befolgung am Ende ein absoluter "Jackpot" steht: Die tollsten Leckerlies und der größte Freudentaumel beim Hundebesitzer! Aber: dieser Rückruf ist eben nicht nur Rückruf, sondern verlangt vom Hund eigentlich zwei Denkschritte. Erstens nämlich: "ich soll meine Jagd unterbrechen, die mir gerade soviel Spaß macht", zweitens "und stattdessen soll ich zu meinem Menschen zurückkommen". Genaugenommen verlange ich mit einem Kommando zwei Dinge von meinem Tier, einen Jagdabbruch UND das sofortige Zurückkommen. Das heißt also, es handelt sich um ein anspruchsvolleres Kommando als ein reines Jagd-Abbruchsignal, mit dem ich von meinem Hund erst einmal "nur" verlange, daß er die Jagd unterbricht und ihn dann gegebenenfalls in einem zweiten Schritt zurückrufe, ins Sitz, Platz bringe oder was auch immer.

    Über diesen kleinen, aber wichtigen Unterschied sollte ich mir also klar sein, wenn ich mit dem Super-Rückruf arbeite.

    Schritt für Schritt heißt das zunächst:

    Ich suche mir ein neues Kommando für diesen Rückruf aus und achte darauf, daß ich dieses Kommando nicht verschleiße, indem ich es jetzt auch praktischerweise für den alltäglichen Rückruf benutze...

    Ich besorge mir für das Einüben mit dem Hund ganz besonders tolle Belohnungen, die es nur und ausschließlich für dieses Kommando gibt und nicht auch für alle anderen. Wenn mein Tier also schon für ein "Platz" mit Würstchen belohnt wird und die nichts besonderes mehr sind, brauche ich für den neuen Rückruf vielleicht gebratene Putenbrust o.ä., aber sicherlich keine Würstchen...

    Ich kaufe mir eine Schleppleine, wenn ich noch keine habe und vermeide in der nächsten Zeit Trainingsorte, an denen der Hund durch Jagdobjekte abgelenkt ist und mit seiner Konzentration nicht sicher bei mir ist.

    Ich überlege ganz genau, wann eigentlich der genaue Zeitpunkt ist, ab welchem mein Hund für mich vorher nicht mehr abrufbar gewesen ist: Wenn er hinter dem Kaninchen, Jogger etc. hergaloppiert, oder schon, wenn er ein lohnenswertes Opfer fixiert, vielleicht auch noch viel früher und er eine Spur wittert und aufgeregt umherschnüffelt? D.h., meine Erwartungshaltung muß realistisch und ehrlich sein: Kann ich meinen Hund schon beim Aufnehmen einer Spur nicht stoppen, darf ich nicht glauben, daß ich in abrufen kann, wenn er längst losgewetzt ist... Ich muß mich also selber dafür sensibilisieren, wo das Jagen meines Hundes vielleicht schon anfängt und werde nicht umhinkommen, mich im Zweifel mit der Körpersprache meines Tieres sehr genau zu beschäftigen, um später den richtigen Zeitpunkt für mein Kommando nicht zu verpassen.

    to be continued...

  26. #26
    Juni Guest
    Hallo Solution,

    bis jetzt durchaus interessant und differenziert, ich bin gespannt auf die Fortsetzung

    Schöne Grüße,
    Juni

  27. #27
    Dorkett Guest
    Hallo Solution,
    echt super und intressant,
    wir haben auch so ein Problem und arbeiten gerade mit einer Supertrainerin aus Neustadt daran, ganz ähnlich, wie du es hier beschreibst. Wir haben schon sehr gute Erfolge.
    Freue mich schon auf die Fortsetztung,
    liebe Grüße,
    Doris mit Gipsy.

  28. #28
    Solution Guest
    Fortsetzung:

    Mit der Schleppleine, den Superleckerchen, einem neuen Rückrufkommando bewaffnet und in reizarmer Umgebung (das ist im Zweifelsfall erst einmal der eigene Garten, ein umzäunter Hundeplatz oder eine Wiese, von der ich weiß, daß nicht ständig Hasen, Rehe oder Jogger kreuzen oder am Horizont sichtbar sind oder - bei Spurjägern - ihre Fährten hinterlassen) mache ich mich an die Arbeit, den Superrückruf einzuüben:

    D.h.: ich übe erst an der fünf Meter Schleppleine diesen neuen Rückruf ein (auf das präzise Schleppleinentraining im Detail will ich hier jetzt nicht eingehen, weil das wirklich zuviel Zeit und Raum in Anspruch nehmen würde und ich dann tatsächlich vom Hunderdsten in Tausendste kommen würde), mache mich ganz ordendlich zum Horst und feiere Helau und Alaaf gleichzeitig PLUS absolutes Superleckerchen, sobald mein Hund zu mir zurückkkommt! Und das bitte nicht zu knapp, weil mein Hund schließlich lernen soll, daß es sich Im Endergebnis noch viel, viiiieeeel mehr lohnen soll, zu mir zurückzukommen, anstatt seiner Jagdleidenschaft weiterhin zu frönen!

    Gegebenenfalls verstärke ich dieses Kommando noch durch "Weglaufen" in die entgegengesetzte Richtung, nehme den Hund an der Schleppleine mit und bringe ihm bei, daß das neues Kommando plus viel Action (endlich passiert hier mal was von Herrchen oder Frauchen!) eine supertolle "Freizeitbeschäftigun g" ist, die dann auch noch das beste Leckerlie aller Zeiten zur Folge hat und spaßiger sein ist als jagen zu gehen...

    Fixpunkt ist: Wenn ich mich beim Freuen so unglaublich lächerlich gemacht habe, daß alle meine Nachbarn mich beim Beobachten auslachen, dann habe ich verstanden, wie ich meinem Hund vermittele, daß hier jetzt echt was besonderes passiert! Und den hohen Motivationsschub muß ich haben, weil ich meinen Hund von "seinem" hohen ( selbstbelohnenden) Motivationsschub abbringen möchte.

    Sobald dies abrufbar funktioniert, verlängere ich die Schleppleine auf einen zehn-Meter-Radius, schaue, ob das ebenso gut funktioniert. Wenn nicht, ist die zehn-Meter-Schleppleine sofort wieder ab und ich probiere auch nicht aus, ob das morgen, übermorgen oder wann auch immer nicht doch funktionieren könnte.

    Funktioniert das nicht, bin ich mit meinem Hund noch nicht so weit und mache mir durch Herumprobieren nicht kaputt, was anderweitig funktioniert, sondern nehme die Tatsachen so hin, wie sie sind:

    Ich frage mich, ob es an der fünf-Meter-Leine wirklich so toll geklappt hat oder vielleicht doch nur zu 50, 70 oder 80 Prozent, aber eigentlich nicht so prima, wie ich mir einreden möchte?

    Darauf möchte ich jetzt noch einmal ganz verstärkt und nachdrücklich hinweisen: Es ist kontraproduktiv, mir hier in die eigene Tasche zu lügen, anderen etwas beweisen zu wollen oder aus reinem Überschwang (weil es vorhin gerade einmal funktioniert hat), mit Dingen weiterzuarbeiten, die eben nicht sicher sind:

    Ich möchte im Ergebnis einen Hund, der eine der am schwierigsten abzutrainierenden Eigenschaften sein läßt. Ein bißchen hier und da herumschluren, kann dementsprechend nicht drin sein und ich bin verpflichtet, gerade hier präzise und genau zu arbeiten. Auch und insbesondere im Interesse des Hundes... und in meinem eigenen auch, weil ich mich höchstwahrscheinlich bei Joggern, Radfahrern oder dem Jagdpächter nicht gerade beliebt mache, wenn ich "mal eben ausprobiere", was klappen könnte... aber auch nicht...

    Wenn ich an der zehn-Meter-Leine schlußendlich sicher arbeiten kann, der neue Rückruf abrufbar klappt, gehe ich in die nächste Trainingsphase und übe das Erlernte unter Außenreizen.

    Dabei muß ich aber darauf achten, daß ich die Reize langsam steigere und insbesondere leider, leider noch viel mehr darauf achten, wie ich meine Belohnungen einsetze:

    Hier geht es nach wie vor um den Superrückrückruf, der eine ganze Menge Fehlerquellen beeinhaltet:

    Erstens: Ich will eigentlich zwei Dinge von meinem Hund (Abbrechen der Jagd UND Zurückkkommen) und damit anspruchsvoller als ein reines Abbruchsignal. Und zweitens: Ich kann meinem Hund mit einem Superrückruf das Jagen auch erst richtig beibringen!

    Oops...

    Wie das?

    Ganz einfach:

    Wenn ich nicht mehr in reizarmer Umgebung arbeite, sondern unter "Jagdbedingungen", bringe ich meinem Hund aus Unwissenheit vielleicht eine Verknüpfung bei, die ich ganz bestimmt nicht wollte und mein Problem noch größer macht:

    Hund kriegt tollstes Leckerlie jetzt in "Real Life" (wenn auch nach wie vor natürlich mit Schleppleine), hat aber gleichzeitig schon ein Opfer fixiert, eine Spur aufgenommen etc. und lernt:

    Opfer gesehen oder Spur aufgenommen, Kommando plus Belohnung = JETZT ERST RECHT!

    Im Prinzip, so erkläre ich das meinen Kunden normalerweise, wie beim Clickern:

    Ich belohne einen Verhaltensansatz. Nur daß der dann leider, weil ich es gerade übersehen habe, sich genau ins Gegenteil von dem umschlägt, was ich eigentlich wollte:

    Hund verknüpft: Superrückruf (gleichzeitig hat er aber dummerweise Witterung aufgenommen oder ein Opfer erblickt, vielleicht anfangs auch nur fixiert, ohne daß ich das gemerkt habe) = Superleckerchen = holt sich Leckerchen vielleicht noch ab - und geht dann noch mal eben mit supertollster Bestätigung jagen!

    Dann habe ich mit viel Mühe noch einen supertolles "Jetzt-erst-richtig-Jagdsignal" beigebracht und habe ein noch viel größeres Problem als vorher...

    Ich rate normalerweise vom "Superrückruf" ab, weil der soviele Fehlerquellen indiziert, dem Hund sowieso aus der "Zwei-Schritt-Logik" heraus immer eine Alternative offenläßt ("Ätsch! Ich geh jetzt trotzdem!") und auch noch die Gefahr birgt, daß ich meinen Hund zu noch mehr jagen erziehe.

    Ich sag das jetzt auch mal ganz offen:

    Das kann KANN funktionieren, wenn denn die Hundehalter wirklich alles richtig machen.

    Der Punkt ist aber: Ein Hundehalter, der IMMER alles richtig macht, wird nachher nicht bei einer Hundeschule oder einem Hundeverein landen.

    Und dazu: Warum es schwerer machen, als es sein müßte?

    Der Superrückruf ist schwieriger als ein Abbruchsignal und erfordert ein noch größeres differenziertes Lesen des Hundeverhaltens als es bei jagdmotivierten Hunden eh schon notwendig ist.

    Zu den verschiedenen Möglichkeiten des Beibringens von Abbruchsignalen und deren Unterschieden dann im Folgenden...

    Wenn das Abbrufen als solchem schon nicht realtiv sicher funktioniert, "sitz" und "platzt" schon in der Ermessungshaltung des Hundes verankert sind, werde ich sicher nicht mit einem Superrückruf arbeiten. Das kann nur in die Hose gehen.

  29. #29
    Juni Guest
    Hallo Solution,

    ...mache mich ganz ordendlich zum Horst und feiere Helau und Alaaf gleichzeitig PLUS absolutes Superleckerchen, sobald mein Hund zu mir zurückkkommt! Und das bitte nicht zu knapp, weil mein Hund schließlich lernen soll, daß es sich Im Endergebnis noch viel, viiiieeeel mehr lohnen soll, zu mir zurückzukommen, anstatt seiner Jagdleidenschaft weiterhin zu frönen!
    Und genau an diesem Erfolg zweifle ich bei einem echten Jäger. Ich bin überzeugt, dass z.B. die so beliebten "geretteten" Podencos und Co., die niemals positiv auf einen Menschen sozialisiert wurden und häufig noch ausreichend Gelegenheit hatten, Jagderfolge zu sammeln, dem Besitzer hier einfach den Stinkefinger zeigen.

    Die Basis eines erfolgreichen Antijagdtrainings über rein positiver Motivation ist die Bindungsbereitschaft /-fähigkeit des Hundes. Fehlt diese, hat nach meiner Überzeugung dieses Training keinerlei Aussicht auf Erfolg.

    Andere Probleme ergeben sich bei bestimmten Jagdhundrassen, die über Generationen darauf selektiert wurden, zu jagen. Aus welcher Motivation heraus sollten diese Hunde sich plötzlich mehr für ein herumhampelndes Herrchen mit Futterdose interessieren als für das Ausleben ihrer Passion? Welchen Sinn hätte die gesamte Selektion, wenn der Hund sie einfach über Bord werfen würde, um etwas komplett anderes zu tun? Hier kommt man nach meiner Erfahrung nur dann weiter, wenn man das Jagdverhalten des Hundes unter Signalkontrolle bringt, aber niemals damit, ihm ein Alternativverhalten beibringen zu wollen.

    Und was das übertriebene sich Freuen betrifft: Das ist nur dann etwas wert, wenn der Besitzer - oder hier vielleicht eher die Besitzerin - weder zu den Dauerquasslern gehört, die ihren Hund von morgens bis abend zutexten, weil sie offenbar sonst keine Ansprache haben, noch bei jedem Furz des Hundes in Begeisterungsschreie ausbrechen (analog zu deiner Aussage über das "Fünf-Sterne-Menü"). Hier dürften Männer insgesamt höhere Erfolgsaussichten haben als Frauen

    Schöne Grüße,
    Juni

  30. #30
    Solution Guest
    Hallo @Juni,

    nein, das was Du sagst, widerspricht meinen Ausagen keineswegs:

    Ich bin ganz, ganz vorsichtig, was den "tollen, prima Superrückruf" anbelangt - und rate davon auch normalerweise erst einmal ab, weil er soviele Fehlerquellen indiziert. Was ich aber oben auch schon dargelegt habe und auch erklärt, warum ich GERADE DAMIT NICHT arbeiten möchte.

    Mein Ansatz ist grundsätzlich erst einmal der, alle möglichen Formen eines "Abbruchs" darzulegen und zu erklären, warum das eine mehr und das andere weniger im persönlichen Fall funzt.

    Darum geht es doch letzendlich: Ich muß für Hund und Halter ein Modell finden, mit dem sie beide klarkommen - und das sie verstehen.

    Ich denke auch, daß Du mit dem dem, was ich sonst noch dazu zu sagen habe, einverstanden sein wirst, wir widersprechen uns da nämlich nicht :-)

    Ich möchte das nur nicht mehr stückeln, sondern werde das in einem Stück nachtragen.

    Liebe Grüße,

    Solution

    P.S.: Habt ihr schon einmal geübt, erst einmal ganz klein anzufangen und ein Bindungs- und Konzentrations-Signal wie "Schau mal" aufzubauen und das reine Ansehen schon zu belohnen? Unabhängig von allem anderen... Hund soll einfach für den Blickkontakt belohnt werden?

  31. #31
    Pafil Guest

    Hi

    Hi Solution,

    ich hab die Geschichte mit dem Blickkontakt wohl falsch eingeübt, ich glaub mein Hund bettelt.
    Sieht dann so aus ,dass er sehr oft von sich aus bei mir am Fuß läuft und mich mit bohrenden Blicken anschaut,ich reagier dann gar nicht schau ihn auch net an irgendwann geht er dann wieder paar Minunten später kommt er wieder.

    Ansich find ich gut,dass er in meiner Nähe läuft aber ich mag mich ja auch nicht nötigen lassen.

    Gruß Pafil

  32. #32
    Ronja&Sonny Guest
    @ Solution

    Also ich bin jetzt echt noch seehhr gespannt auf das reine "Abbruchsignal"! Ich fand ja schon den "Superrückruf" gut, obwohl ich noch bezweifle, dass meine Hündin und ich das wirklich so um zu setzen schaffen! Ich glaube das wird schwer - vorallem wegen den schon benannten Fehlerquellen! Deshalb möchte ich unbedingt wissen wies weiter geht!
    Übrigens sind mir beim Lesen der Tipps schon einige selbstgemachte Fehler aufgefallen! Also mir hilft das schon echt suuuper weiter!!!

    Liebe Grüße, Bianka und Ronja

  33. #33
    Solution Guest
    Hallo ihr alle...

    wollte mich noch eben mal zurückmelden. Sorry, ich bin umgezogen und hatte kein Internet und der ganze Sreß dabei... blabalabla... ihr kennt das vermutlich? *grins*, aber ich werde die Ausführungen zu Ende bringen. Ihr müßt nur leider ein bißchen länger darauf warten als das angedacht war... :-(

    @Pafi: Ich glaube, Du mußt Dich schon entscheiden. Vorerst zumindest einmal: Soll Dein Hund Dich anschauen? Oder nicht?

    Du glaubst, er guckt Dich an, weil er bettelt... Na und? Dann mach das doch zu Deinem Vorteil:

    Ab jetzt gibt es eben die Leckerlies nicht für das "flehende" Betteln, sondern Du übst das Kommando "guck" ein. Und dann gibt es das Leckerlie eben auch nur, wenn Du "guck" gesagt hast. Und wenn nicht, ignorierst Du Deinen Hund oder schickst ihn sogar unmißverständlich weg, wenn er "nervt"! "Guck" ist "guck", wenn DU das sagst und nicht, wenn Dein Hund Dich bedrängt, bettelt und der Meinung ist, er macht sich das Kommando selber.

    Und er macht sich das Erfolgserlebnis selbst: Du schaust ihn trotzdem an (auch wenn Du ihn "ignorierst") und siehst ja offensichtlich die bohrenden Blicke! D.h., Du ignorierst ihn gar nicht genug: Wenn DU die "bohrenden Blicke" siehst, sieht Dein Hund auch, daß Du ihn anschaust. Das reicht normalerweise für eine Bestätigung schon aus ;-)

    Guck lieber stattdessen demonstrativ in die völlig entgegengesetzte Richtung, wenn Du den Eindruck hast, der Hund fixiert Dich bettelnd. Auch gerne völlig überzogen: Dreh Dich weg, dreh Dich um, starre Löcher in den Himmel. Nicht für den Hund, sondern für Dich: Es ist manchmal schwieriger, sich selber zu kontrollieren als man denkt :-))

  34. #34
    Registriert seit
    11.04.2002
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    792

    ... bezugnehmend auf Juni ...

    Zitat Zitat von Juni Beitrag anzeigen
    Und genau an diesem Erfolg zweifle ich bei einem echten Jäger. Ich bin überzeugt, dass z.B. die so beliebten "geretteten" Podencos und Co., die niemals positiv auf einen Menschen sozialisiert wurden und häufig noch ausreichend Gelegenheit hatten, Jagderfolge zu sammeln, dem Besitzer hier einfach den Stinkefinger zeigen.
    Hallo!

    Betonen möchte ich nochmal: Hunde, die "wild" aufgewachsen sind, haben in ihrer Prägephase (als Welpi und Junghund) eben nicht von verantwortungsvollen Menschen alles gezeigt bekommen, was man in einer Welt wie der unseren kennen sollte.
    Stattdessen haben solche Hunde erfolgreich (denn sonst hätten sie es nicht überlebt ) gelernt, sich selber durchzuschlagen.

    Ich denke, das hat ursächlich gar nicht viel mit Bindungsunfähigkeit zu tun - die kommt vielleicht noch dazu.
    "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr." und "Früh übt sich, was ein Meister werden will" - das gilt (in Maßen) auch für Hunde!
    Wer sich in seiner Jugend hauptsächlich mit Jagen und Futterorganisieren befasst hat, ist halt zum Experten auf diesem Gebiet geworden!
    Mascha

    Man wird alt wie 'ne Kuh
    und lernt immer noch dazu!

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