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Thema: Rüde markiert im Haus.Hilfe!!!

  1. #1
    danger02 Guest

    Rüde markiert im Haus.Hilfe!!!

    Unser Rotti-Mix-Rüde, 5 Jahre, unkastriert, pinkelt sobald er unbeobachtet ist in die Wohnung. Dabei spielt es mittlerweile keine Rolle mehr, ob er alleine ist, oder wir uns nur in anderen Räumen befinden. Es gibt für uns keine ersichtlichen Auslöser für dieses Verhalten. Ansonsten ist er ein braver, unkomplizierter, etwas ängstlicher Hund.Er verträgt sich gut mit unserem Schäferhund, ebenfalls Rüde, kastriert.Das Problem besteht nun seit etwa 3 Jahren, er war schon mal stubenrein. Bisher konnte keiner helfen. Tierärztliche Untersuchung ergab, dass er keine gesundheitlichen Probleme hat, außerdem meinte der TA, dass eine Kastration wohl keine Abhilfe schaffen würde.Bitte helft uns.Sind für jeden Rat dankbar.

  2. #2
    bissiger Hund Guest
    Bringt euere Rangordnung in Ordnung und das Problem ist gelöst.

  3. #3
    danger02 Guest
    Hatte bisher nicht den Eindruck, dass in unserer Rangordnung etwas nicht stimmt. Er ist ein sehr unterwürfiger Hund, leicht zu führen und hört recht gut. Wir haben eben nur dieses Problem.

  4. #4
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    Hallo bissiger Hund,
    erzähl mal
    *** bringt eure Rangordnung in Ordnung ***
    ich bin neugierig.
    Ich habe zwar eine Hündin aber das Thema interressiert mich.
    Lg
    Steffi

  5. #5
    danger02 Guest
    Nur nochmal, damit keine Missverständnisse aufkommen. Ich bin dankbar für jeden Rat. Nur denke ich nicht, dass es etwas mit der Rangordnung zu tun hat. Ich habe mich mit diesem Problem schon viele Leute gewand, u. a. Hundetrainer, Ausbilder, Gutachter, Tierarzt, usw. Jeder der meinen Hund kennt, reagiert mit ratlosem Kopfschütteln. Er hat ohne Probleme die Begleithunde sowie den Wesenstest bestanden und jeder würde ihn ausgeglichen, freundlich, folgsam beschreiben. Er ist überall gerne gesehen und viele beneiden mich um diesen Traumhund, bis sie von der einen Macke erfahren. Er tut es auch nicht ständig, manchmal Wochen lang gar nicht und aufeinmal wieder ein paar mal am Tag. Ohne ersichtlichen Grund. Ich jedenfalls seh keinen.

  6. #6
    danger02 Guest
    Nur nochmal, damit keine Missverständnisse aufkommen. Ich bin dankbar für jeden Rat. Nur denke ich nicht, dass es etwas mit der Rangordnung zu tun hat. Ich habe mich mit diesem Problem schon viele Leute gewand, u. a. Hundetrainer, Ausbilder, Gutachter, Tierarzt, usw. Jeder der meinen Hund kennt, reagiert mit ratlosem Kopfschütteln. Er hat ohne Probleme die Begleithunde sowie den Wesenstest bestanden und jeder würde ihn ausgeglichen, freundlich, folgsam beschreiben. Er ist überall gerne gesehen und viele beneiden mich um diesen Traumhund, bis sie von der einen Macke erfahren. Er tut es auch nicht ständig, manchmal Wochen lang gar nicht und aufeinmal wieder ein paar mal am Tag. Ohne ersichtlichen Grund. Ich jedenfalls seh keinen. Ich liebe ihn wirklich, aber wenn man 3 x am Tag Pisse wischen darf, wird die Liebe auf eine harte Probe gestellt. Jedenfalls habe ich ihn noch nie bestraft dafür, ich ignorier ihn dann und lass ihn auch nicht zusehen, wenn ich seine Hinterlassenschaffen entferne. Ist das Richtig? Oder wie sollte ich es besser machen? Bringt Schimpfen etwas? Ich denke, er weiß, dass er es nicht darf.

  7. #7
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    Wenn ich es richtig verstanden habe, hat bissiger Hund das anders mit der Rangordnung gemeint, als es bei Dir rüberkam

    Das hat nämlich nix mit guter Begleithund etc. zu tun.

    Welcher Deiner Hunde ist Deiner Meinung nach dem anderen übergeordnet? Akzeptierst Du diese Ordnung?

    War er in den ersten zwei Jahren denn ZUVERLÄSSIG sauber?

  8. #8
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    Hallo Danger,

    ich denke da ähnlich wie *bissiger Hund*
    Irgendwas ist bei Euch nicht im Gleichgewicht. Das der HUnd folgsam ist, ein guter Begleithund etc hat damit nichts zu tun.
    Ich vermute eher, das sich die 2 Rüden nicht so ganz sicher sind, wer die höhere Position einnimmt. Und der "Pinkler" zeigt dies ja auch, indem er -für ihn strategisch günstige- Stellen markiert. Es hat mit sicherheit nichts mit Stubenreinheit zu tun.

    Gab es irgendwelche Besonderheiten, wenn die Pipi-Attacken passiert sind?
    Hast DU mit Deinem DSH an diesem Tag was besonderes gemacht, was der Rotti nicht bekommen hat??? Irgendsowas in der Art?
    Vielelicht fällt Dir ja dazu was ein?

    LG Pia
    Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (Konrad Adenauer)

  9. #9
    danger02 Guest
    Hallo, danke für eure Meinung. Also, unser Schäferhund ist 10 Jahre alt und bisher war er der Boss. Ich halte mich in soweit daran, dass er zuerst sein Futter, Streicheleinheiten usw. bekommt. Danger respektiert das, macht den Platz frei, wenn der Alte kommt. Lässt ihn zuerst durch die Tür und die Treppen hoch usw. Vielleicht gibt Lucky seinen Platz als Chef ja mal ab, aber bisher habe ich das noch nicht festgestellt. Ich füttere beide auch zusammen, und Danger würde nie seine Nase in Luckys Napf stecken. Falls er es doch mal versucht vor lauter Gier langt ein kurzes Knurren. Es hat noch nie ernsthafte Auseinandersetzungen zwischen den beiden gegeben. Naja, es gibt da halt nur eine Sache bei der Danger deutlich bevorzugt wird, und das ist Gassigehen, weil Lucky ein alter Knochen ist, unter schwerer HD leidet und einfach nicht mehr so will. Ich habe selber seit 20 Jahren Hunde und war bisher der Meinung schon etwas Ahnung zu haben. Aber dieses Problem kriegen wir einfach nicht in den Griff, trotz Hundeschule ect. Anfangs dachten wir, es sei Trennungsangst, weil er auch viel zerbissen hat als Junghund. Das hat sich allerdings wieder gelegt. Jedenfalls muss sich da endlich was tun, es ist nämlich alles andere als angenehm von einem 65 kg Hund ständig Pfützen, weil von Pfützchen kann man da nicht reden, wegzuwischen. Wie kann ich ihn denn helfen, seinen Platz im "Rudel" zu finden? Wie gesagt, dass er meine Position in Frage stellt, glaube ich eher nicht. Das zwischen ihn und Lucky ungeklärte Differenzen bestehen, könnte sein. Wer kann schon in die Köpfe von den Süßen gucken? Bisher war mir nichts bewusst. Nur, wie packe ich das Problem an? Bitte helft mir weiter. Dank euch.

  10. #10
    billymoppel Guest
    so, nun versuche ich mal mein glück: ich denke, man sollte sich von dem gedanken verabschieden, dass es sich um gezieltes markierungsverhalten handelt. wenn es so wäre, würde er auch seinen kot einsetzen, der eine viel stärkere markierungswirkung hat, als ein bißchen urin.
    es könnte sich sich beispielsweise auch um beschwichtigungsverhalten eine sehr unterwürfigen hundes handeln, dass sich ein wenig verselbständigt hat. adressat ist natürlich der andere hund - insofern wäre ganz interessant zu wissen, ob der in der nähe ist, wenn wieder gepfützelt wird?
    mein rüde macht das häufig, dass er angespannte situationen mit anderen rüden dadurch auflöst, dass er zum kampfpinkeln greift. ich hatte die situation auch schon mal in der wohnung, als zwei hündinnen von freundinnen sich bei mir in die wolle gekommen haben: billy war so unter streß ob dieser situation, dass er schlichtweg die pfote am nächstbesten sessel gehoben hat.
    abseits aller erklärungen - manche dinge gehen vielleicht auch nicht zu erklären - solltest du dich selbst in eine situation bringen, in der du reagieren kannst und zwar mit angemessener strafe. im normalfall ist es ja das ureigenste bestreben eines erwachsenen hundes, das revier nicht zu beschmutzen sonst wäre stubenreinheit nur ein frommer wunsch und der hund hätte es nicht so weit gebracht bei uns. er sollte seine blase also kontrollieren können. irgendwas läuft da also gründlich schief, ist ja wohl auch nicht erst seit gestern so. mein rat wäre daher - abseits aller gründe - den hund sehr stark zu kontrollieren und ihm im haus keine freiheiten zu lassen (er machts ja auch nur, wenn du nicht dabei bist?), damit einfach das verhaltensmuster sich auflöst über eine gewisse zeit. laß ihn nicht aus den augen. sollte das nicht gehen, z.b. bei abwesenheit, wäre eine box das richtige, notfalls auch kurz an die leine legen (finde ich aber wegen der strangulationsgefahr und auch wegen des zweiten hundes nicht so optimal). daneben machst du das pipi-welpen-lob-programm draußen. unterbinde auch alles pipi/koten in unmittelbarer nähe von haus/wohnung.
    sollte er vor deinen augen irgendwelche anstalten treffen, unterbinde das und strafe angemessen.

  11. #11
    danger02 Guest
    Danke, was du da sagst stimmt. Seit wir ihn nachts in eine Box sprerren, sind wir morgens vor flüssigen Tretmienen sicher. Wenn wir länger außer Haus sind, muss er in den Zwinger, dort macht er es ebenfalls nicht. Ich probiers auf jeden Fall mal aus und kontrolliere ihn im Haus in nächster Zeit ständig. Vielen Dank, ich hoffe, ich kann euch bald positives berichten. Liebe Grüße

  12. #12
    Santos1 Guest
    Ich würde 100%ig zu einer Kastration raten.
    In meinem Bekanntenkreis gibt es exakt auch so einen Fall von einem markierenden Rüden-er wurde kastriert und sein Verhalten hat sich nach einigen Tagen normalisiert.

  13. #13
    Juni Guest
    Hallo danger,

    könntest du mal ausprobieren, ihn nachts alleine in ein Zimmer statt in die Box zu sperren? Vielleicht Bad oder Küche? Mich würde interessieren, ob die Größe des zur Verfügung stehenden Platzangebots eine Rolle spielt. Wenn ja, passt das eher zu unsicherem Verhalten, und ich würde mir z.B. von einer Kastration nicht viel versprechen. Wenn er aber immer markiert, sobald er irgendwie die Gelegenheit dazu hat, würde ich eher von einem schwelenden Rangkonflikt ausgehen.

    Sind die Hunde im Zwinger getrennt oder zusammen?

    Schöne Grüße,
    Juni

  14. #14
    danger02 Guest
    Meiner Erfahrung nach, hängt sein Pinkeln von der Größe des Raumes ab. In kleineren Räumen, also sobald er sich z. B. reinlegen oder in direkter Nähe seiner Hinterlassenschaffen liegen müsste, tut er es nicht. Mir wurde auch schon gesagt, dass es ihn wahrscheinlich verunsichert, wenn er alleine für das ganze Haus "verantwortlich" ist. Wie gesagt, ich weiss nicht, was in dem Rotti-Dummkopf vorgeht. Über Kastration habe ich mit meinem Tierarzt gesprochen, er denkt nicht, dass es die Lösung des Problems wäre. Im Zwinger sind die Hunde getrennt. Ich halte eigentlich nichts von Zwinger usw., aber es ist auch nicht tragbar, ihn ständig ins Haus machen zu lassen. Von daher wäre es wirklich schön, eine Lösung zu finden. Das Einsperren hindert ihn zwar daran, kann aber für mich keine Dauerlösung sein. Er pinkelt auch nicht immer, wenn er alleine im Haus ist bzw. unbeobachtet. Es passiert oft wochenlang nichts und dann wieder mehrmals täglich. Es ist echt schwierig. Liebe Grüße

  15. #15
    Juni Guest
    Hallo danger,

    ich habe den starken Verdacht, dass der Hund überfordert ist. Möglicherweise gehört er einfach zu der Sorte Hund, der im Rudel nicht zurecht kommt und sich nur als Einzelhund entspannen kann. Für diese Theorie spricht, dass das Problem mehr oder weniger seit Jahren besteht. Auch sein insgesamt unterwürfiges Verhalten würde in dieses Bild passen. Nun überlege ich, woher dieser Stress kommen könnte. MÖGLICHERWEISE könnte eine Kastration des in diesem Fall rangniederen Rüden den Rangabstand zwischen den beiden soweit vergrößern, dass sich der Rotti-Mix problemloser einfügen kann.

    Theoretisch könnte aber auch genau das Gegenteil der Fall sein: Der intakte jüngere Rüde ist im ständigen Konflikt zwischen Unterordnung unter den älteren Kastraten und dem Bestreben, selbst das Ruder zu übernehmen. Er scheint zwar mental nicht das Zeug dazu zu haben, aber das muss kein Hinderungsgrund sein, es nicht trotzdem anzustreben. Auch in diesem Fall könnte eine Kastration helfen, das Ganze in den Griff zu kriegen - muss aber nicht.

    Für mich wäre jetzt die Frage, wie gut du Krisenmanagement betreiben kannst. Will heißen, ob es dir möglich ist, den Hund durch Einsperren in kleinere Räume oder dadurch, dass du ihn in deiner Anwesenheit immer im Blick hast, die Pinkelei zu verhindern. Auf diese Art und Weise wäre die Situation dann eventuell so lange zu beherrschen, bis der Schäferhund nicht mehr lebt.

    Wäre es mein Hund, würde ich mich vermutlich für eine Kastration entscheiden, obwohl ich keine generelle Kastrationsbefürworterin bin. Ich glaube, dass erziehungstechnisch hier kaum etwas geht - von den Managementgeschichten mal abgesehen.

    Schöne Grüße,
    Juni

  16. #16
    danger02 Guest
    Hallo Juni,

    wir haben morgen sowieso einen Termin beim Tierarzt, impfen ist angesagt, dann werde ich das Problem noch einmal ansprechen. Ansonsten klappt es mit dem Beobachten und Einsperren mehr oder weniger gut. Muss ihn im Haus vielleicht noch mehr kontrollieren. Alles in allem ist er eben ein etwas unsicherer, sehr unterwürfiger Hund. Ich habe auch Angst, ihn durch Erziehungsmaßnahmen noch mehr zu verunsichern und zu überfordern. Wie gesagt, er befolgt die Kommandos, auch auf Distanz und ist so ein umgänglicher Hund, der sich mit allen Tieren und den meisten Menschen gut versteht. Mit Artgenossen gab es bisher keinerlei Probleme, er unterwirft sich eben. Er hat oft Kontakt zu anderen Hunden. Meinst, das sollten wir beibehalten oder ist er auch damit möglicherweise überfordert. Eigentlich spielt er gerne und macht dabei einen ausgeglichenen Eindruck. Im Moment hockt er neben mir und guckt recht dumm, bestimmt weiß er, dass es um ihn geht. Da brauchst nicht stolz drauf sein, du dickes Tier Er ist so wirklich ein Schatz. Nur dieses Verhalten belastet unser Zusammenleben manchmal schon sehr. Ist nicht angenehm, wenn es in der Wohnung stinkt wie im Raubtierhaus. Ich hoffe mal, dass ich dank euerer Hilfe das Problem bald in den Griff kriege und vielleicht ein erneutes Gespräch mit dem Tierarzt Abhilfe schafft. Vielen Dank und viele liebe Grüße

  17. #17
    Juni Guest
    Hallo danger,

    ich würde ihm seine Sozialkontakte unbedingt lassen. Ein verträglicher Hund ist ein Geschenk, um das dich mit Sicherheit eine Menge Hundebesitzer beneiden, das solltest du mit Freuden annehmen. Ich würde ansonsten die Gefahr sehen, dass der Hund noch unsicherer im Verhalten wird.

    Mir ist in diesem Zusammenhang noch was eingefallen: Pinkelt er auch draußen, wenn er auf andere Hunde trifft und sich unterwirft?

    Wenn du mit deinem TA über Kastration redest, lass' ihn doch mal genau begründen, warum er in diesem Fall abraten würde. TÄ, die nicht freudestrahlend jede OP machen, die sie kriegen können, sind relativ selten. Aus diesem Grund - und natürlich, weil er deinen Hund live kennt - würde mich seine konkrete Einschätzung sehr interessieren.

    Schöne Grüße,
    Juni

  18. #18
    danger02 Guest
    Hallo Juni,

    wenn er draußen mit anderen Hunden tobt, hebt er schon relativ oft das Bein und markiert, er pinkelt aber nicht, wenn er sich unterwirft. Also denke ich, dass es normales Verhalten für einen Rüden ist.

    Habe heute mit meinem TA gesprochen und er meint, dass es nichts mit Markieren sondern mit Unsicherheit zu tun hat und ich evtl. eine Therapie mit Beruhigungsmitteln ins Auge fassen sollte. Weiß aber noch nicht genau, was ich davon halte. Hab auch schon von Bachblüten gehört. Hat da jemand Erfahrungen gemacht? Wenn ja, welche? Wäre vielleicht eine Alternative für uns. Von einer Kastration rät er mir weiterhin ab. Er denkt nicht, dass dies die Wurzel des Übels ist. Er sagt, dass es nur Kosten verursachen würde und für den Hund nur mit Stress und Schmerzen verbunden wäre. Es ist eben eine OP. Sollte man nicht unnötig machen lassen.

    Dass er so verträglich ist, ist wirklich wunderbar. Nie gibt es irgendwelche Schwierigkeiten mit anderen Hunden. Mein DSH ist da leider etwas anders, liegt aber vielleicht auch am Alter. Früher war er auch verträglicher.

    Liebe Grüße

  19. #19
    Juni Guest
    Hallo danger,

    in Bezug auf das Verhalten mit fremden Rüden stimme ich deiner Einschätzung zu: Er benimmt sich normal für einen Rüden. Auffallend ist zwar auch hier, dass er in diesen Situationen verstärkt das Bein hebt, er zeigt aber kein extremes Beschwichtigungspinkeln.

    Ich sehe da insgesamt schon einen Zusammenhang mit dem Verhalten deines Vierbeiners draußen und innerhalb des Hauses. Er versucht damit, eine Spannung aufzulösen, und die Frage, die wir noch immer nicht geklärt haben ist, woher diese kommt. Für mich liegt der Knackpunkt genau darin, dass ein submissiver Hund sich normalerweise widerspruchslos und unproblematisch in einem Rudelgefüge unterordnet. Warum deiner nun über Jahre hinweg immer wieder markiert, muss nach meinem Verständnis etwas damit zu haben, dass er mit der Rudelkonstellation nicht klar kommt.

    Beschreib' doch bitte mal einen normalen Tagesablauf deiner Hunde, bei dem auch klar wird, wie eng (oder auch nicht) die beiden zusammenleben. Liegen sie z.B. dicht nebeneinander? Wozu ich in diesem Zusammenhang übrigens dringend raten würde wäre, die beiden Hunde räumlich getrennt zu füttern. Auch wenn sie nicht offensichtlich ums Futter konkurrieren, kann für den Rottirüden hier ein Stress entstehen, der sich nachhaltig auswirkt.

    Schöne Grüße,
    Juni

  20. #20
    danger02 Guest
    Hallo Juni,

    wir hatten Probleme mit unserem Computer, daher meine späte Antwort.

    Also, normal leben die beiden schon eng zusammen. Sie liegen meist dicht nebeneinander. Wenn der Alte in den ersten Stock kommt, marschiert der Rotti gleich hinterher. Getrennt sind sie nur, wenn ich außer Haus bin. Also, täglich etwa 4 Stunden, weil Danger dann in den Zwinger muss, damit er nicht das ganze Haus verunreinigt. Lucky bleibt im Haus.

    Ansonsten sieht unser Tag so aus:

    Früh gassi gehen, fällt meistens nicht sehr lang aus, da ich in die Arbeit muss, dann kriegen Sie was zu fressen, anschließend kommt Danger in den Zwinger und ich fahr zur Arbeit. Wenn ich Mittag heimkomme, lass ich ihn sofort raus und er hat Gelegenheit sich zu lösen. Wenn meine Tochter Mittagsschlaf gehalten hat, gehts raus und ein großen Stück spazieren, spielen, toben, üben. Meistens ist da nur Danger dabei. Lucky hat keine Lust mehr auf soviel Bewegung. Hab ich glaub schon erwähnt. Naja, abends kriegt er dann noch mal was zu futtern (nur Danger). Das war unser Tag. Beim Fernsehen liegt er bei uns im Wohnzimmer oder mit Lucky im Flur. Wenn wir schlafen gehen, wird er wieder eingesperrt.

    Ich versteh eben nicht, warum er es tage- oder manchmal wochenlang nicht tut und dann wieder so verstärkt. Warum pinkelt er nicht in den Zwinger, der sicherlich groß genug wär. Mir ist auch aufgefallen, dass er z. B. meine Jacke anpinkelt, wenn ich vom Reiten komme und meine Sachen nach Pferd riechen. Manchmal darf er mit, dann macht er es nicht, nur wenn er daheim bleiben muss. Ist das Trotz? Ich kann mir einfach keinen Reim drauf machen.

    Bis bald, liebe Grüße

  21. #21
    Juni Guest
    Hallo Danger,

    dass der Rotti deine Reitklamotten bepinkelt, hat sehr wohl was mit Markierverhalten zu tun. Dich anzupissen wagt er nicht, aber indem er es mit deiner Kleidung tut, signalisiert er dir deutlich, was er davon hält, dass du (ich formulier's mal hundlich) unerlaubt das Rudel verlässt.

    Es bestärkt nun wieder meinen anfänglichen Verdacht, dass der Hund einfach nicht wirklich ins Rudel eingeordnet ist. Und es bestätigt in meinen Augen auch die Vermutung von bissiger Hund, dass sich dieses Problem durchaus auch auf dich bezieht.

    Es gibt bei Hunden den Begriff der "submissiven Dominanz". Dieser besagt, dass Hunde durch gezielt eingesetztes Beschwichtigungsverhalten erreichen, dass sie sich erfolgreich Befehlen oder Regeln widersetzen. Der Hund legt sich z.B. auf den Rücken, statt das Kommando "Platz" zu befolgen oder er setzt sich zwar nach auf das Kommando "Sitz", nutzt aber die nächste Möglichkeit, um es wieder aufzulösen. Dieses Verhalten im Umgang mit Menschen kann man besonders oft bei Hunden beobachten, die sich deswegen gut mit Artgenossen vertragen, weil sie dort ebenfalls erfolgreich beschwichtigen. Kennst du solche Verhaltensweisen von deinem Rotti?

    Schöne Grüße,
    Juni

  22. #22
    danger02 Guest
    Hallo Juni,

    Mensch, falls deine Vermutung stimmt, hab ich unser Problem wirklich falsch eingeschätzt.

    Wie schon gesagt, er ist sehr unterwürfig. Er verträgt kein lautes Wort. Aber, wenn ich ihm einen Befehl gebe, z. B. Platz führt er diesen ohne Motzen aus und er legt sich auch nicht auf den Rücken oder ähnliches. Aber wenn er mal an der Leine zieht und ich nur den Ansatz mache, ihn zu korregieren, duckt er sich gleich, als würde er immer Prügel bekommen. Dabei wurde er noch nie geschlagen.

    Okay, wenn es jetzt dann doch gegen alle meine Vermutungen doch ein Rangordnungsproblem ist, wie bekomme ich es in den Griff? Vielleicht kann ich dieses Problem sogar leichter lösen, als wenn eine andere Ursache zu Grunde liegen würde? Was würdest du mir raten?

    Liebe Grüße

  23. #23
    Deargi Guest
    Hallo Danger,

    Zitat Zitat von danger02 Beitrag anzeigen
    Warum pinkelt er nicht in den Zwinger, der sicherlich groß genug wär.
    Hunde verunreinugen ihre Schlafstätte eigentlich nicht. Und die meisten Hunde die in den Zwinger pullern, tun das deshalb weil sie keine andere Wahl haben.

    Ich bin zwar nich Juni, aber ich versuche trotzdem mal deine Frage zu beantworten.
    Wie du diesem Verhalten begenen könntest: Prinzipiell ist es ganz einfach, du kennst deinen Rüden ja am besten. Du musst also einfach herauslesen, was er in diesem Moment mit seinem Verhalten bezwecken will. Z.B. Hund zieht an der Leine, du willst korrigierend eingreifen, Hund duckt sich. Er will durch sein Ducken deiner Korrektur entgehen, um weiterhin seinen Willen durchzusetzen. Lass dich von seinem Ducken nicht beeindrucken. Du hast ihm nie Schaden zugefügt und hast es auch nicht vor! Du korrigierst ihn ruhig und gelassen.

    Was das Reitsachen bepinkeln betrifft, kann man zumindest spontane Besserung erreichen, wenn man diese nicht so rumliegen lässt, dass der Hund ran kann.

    PS: Hund pfützeln auch häufig, wenn sie unter Streß stehen. Der Streß kann durch reine Unsicherheit oder auch Überforderung entstehen. Es wäre ganz interessant zu erfahren, wie sich der Hund allein im Haus verhält...

    LG
    Deargi

  24. #24
    danger02 Guest
    Hallo Deargi,

    das stimmt, würde da auch gern mal Mäuschen spielen. Als Junghund hat er ziemlich viel zerstört, wenn er alleine war und auch ins Haus gemacht. Das hat sich dann aber gegeben und er war auch stubenrein.

    Ich denke immer, dass er sehr unsicher und unterwürfig ist und habe Angst, dass er durch Korrekturen vielleicht noch unsicherer wird. Wahrscheinlich ist das genau falsch und er nutzt das schamlos aus.

    Ich hatte das Problem noch nicht. Mein alter Schäferhund und auch der Vorgänger waren richtige "Büffel". Mit denen wußte ich besser umzugehen, als mit meinem kleinen Weichei.

    Vielleicht sollte ich verstärkt Unterordnungseinheiten bei unseren Spaziergängen einbauen?

    Liebe Grüße

  25. #25
    danger02 Guest
    Da ist mir noch was eingefallen. Neulich hat er in seine Futterschüssel gepinkelt. Also da hab ich wirklich an ihm gezweifelt. Was soll denn das? Der Kerl macht mich noch wahnsinnig. Da denkt man, man hat Ahnung von dem was man tut und der wirft alles übern Haufen. Komm mir vor, wie ein Vollversager. Frag mich manchmal, wie ich das mit meinen anderen zwei geschafft habe. Die sind doch auch gut gelungen. Manchmal macht mich das echt traurig. Vorallem, wir wollen uns ein Haus kaufen und da will ich mir nicht wieder alles vollpinkeln lassen. Wir müssen das wirklich in den Griff kriegen. Ihr glaubt gar nicht, wie belastend das sein kann. Nicht nur für die Mensch-Hund-Beziehung sondern auch für die Mensch-Mensch-Beziehung. Ach ja, meine Reitklamotten könnte ich wirklich wegräumen, aber mit dem Sofa, Schränken etc. tu ich mich da schon schwerer. Leider? Vielleicht sollten wir unser neues Haus einfach von unten bis oben fliesen, Plastikmöbel reinstellen und jeden Tag rausspritzen. Nö, im Ernst, es muss sich was tun und ich hoffe, ihr könnt mir helfen. Seit ich ihm im Haus verstärkt kontrolliere und eigentlich nie aus den Augen lasse, hat er es nicht mehr getan. Aber das kann ja keine Dauerlösung sein.

    Liebe Grüße

  26. #26
    der dicke hund Guest
    hi
    auch auf die gefahr hin das ich gesteinigt werde.vielleicht ist es ein draussen hund............vielleicht sollte er draussen in einem*zwinger * ich mag dieses wort nicht............wohnen.
    ich stelle es mir auch sehr belastend vor.vor allem wenn wie du schreibst schon unendlich viel unternommen worden ist um zu schauen an was es liegt.
    oder man gibt ihn weg.wenn es ein rudel problem ist.
    an eine einzel person...........die man nartürlich vorher aussucht und alles bespricht..und wenn es da auch nicht besser wird den hund auch wieder zurück nimmt............
    ich wünsche euch was der dicke hund

  27. #27
    danger02 Guest
    Hallöchen,
    dass er evtl ein Draussenhund ist, hat mir die Ausbilderin am Hundeplatz auch schon gesagt. Auf der anderen Seite hat er gerne und viel Kontakt mit uns. Bisher habe ich mich immer dagegen gesträubt, ihn ganz nach draussen zu "verbannen". Wenn wir nicht daheim sind, muss er ja eh schon raus. Tut er mir da schon immer leid. Tja, und weggeben kommt nicht in Frage. Erstens würde es mir das Herz brechen, zweitens wer will schon einen Hund mit so einem Problem und drittens, wer garantiert mir dann, dass er dort nicht geschlagen wird, wenn er dort auch in die Wohnung pinkeln würde. Zu viele Faktoren die dagegen sprechen. Lieber putz ich eben. Ich hoffe eben immernoch, dass es eine Lösung gibt, mit der wir alle gut leben können. Mein TA hat auch mal die Vermutung geäußert, dass er wohl überfordert wäre, wenn er im Haus alleine ist und dann derart unter Stress steht, dass er das Bein hebt. Wenn man doch nur mal reingucken könnte in den doofen Kopf.

    Liebe Grüße

  28. #28
    Juni Guest
    Hallo danger,

    deine Verzweiflung kann ich gut verstehen. Ein Hund, der das eigene Leben dauerhaft so massiv beeinträchtigt, kann zu einer echten Zerreißprobe - auch für eine Beziehung - werden. Dass du an deine Grenzen gerätst, hat übrigens ganz und gar nichts mit Unfähigkeit zu tun. Es gibt einfach Hunde, die einem so viele Rätsel aufgeben, dass man nur noch ratlos davor stehen kann. Und vielleicht wird die Lösung tatsächlich so aussehen müssen, dass dein Hund einen Teil seines Lebens draußen verbringt, und bei den Aufenthalten innerhalb einfach unter Kontrolle bleibt.

    Zunächst bleibe ich aber mal bei meiner Dominanztheorie. Nicht weil sie mir so gut gefällt, sondern weil ich hier im Augenblick den einzigen praktikablen Lösungsansatz sehe, vielleicht etwas an Rottis (wie heißt er eigentlich?) Verhalten zu verändern.

    Bisher bist du davon ausgegangen, dass der Hund nur extrem unterwürfig ist und hast ihn entsprechend schonend behandelt. Ob das nun ursächlich für das Problem ist, weiß ich nicht, zumindest hat es das Verhalten aber nicht verbessert. Der für mich logische nächste Schritt wäre nun, die Spielregeln für euer Zusammenleben zu verändern und zu schauen, was passiert.

    Deargi hat schon einen Bereich angesprochen: Das ruhíge, aber konsequente Bestehen auf die Ausführung eines Kommandos. Befolgt er solche aufs erste Mal? Wenn ja, dann solltest du in nächster Zeit verstärkt darauf achten, ihn dafür zu belohnen. Das muss nicht immer mit Leckerchen passieren (sollte es aber ab und zu), ein verbales Lob ist ansonsten okay. Insgesamt könntest du dazu übergehen, ihn vestärkt zu kleinen Unterordnungsübungen heranzuziehen. Z.B. ihn in einem Zimmer ablegen und dort für eine Weile liegen lassen, bis du ihn wieder abholst. Die Zeitspanne musst du selbst entscheiden, sie hängt von der Zuverlässigkeit deines Hundes ab. Vor dem Füttern könntest du ihn absitzen- /legen lassen, die Schüssel hinstellen und erst nach einer Weile zum Fressen freigeben.

    Wenn du magst, mach' das bitte mal für 3 Tage (mit ca. 10 kleinen UO-Übungen pro Tag) und erzähle dann, wie das gelaufen ist.

    Schöne Grüße,
    Juni

  29. #29
    danger02 Guest
    Hallo Juni,

    di UO-Übungen mache ich gerne. Werde dann davon berichten.

    Mit dem Fressen halten wir es schon so, dass er sich vorher setzen muss und erst nach einer Aufforderung fressen darf. Normal befolgt er alle Kommandos aufs erste Mal. Aber nicht jeder Tag ist gleich, also ich würde mal 90 % geben. Ich habe auch wirklich viel Zeit in die Erziehung investiert. Muss man auch bei einem so großen Hund, außerdem wiegt er soviel wie ich und wenn er nicht folgen würde, hätte ich ernsthafte Schwierigkeiten. In letzter Zeit hatten wir ein paar Problemchen mit dem Kommando "hier". Er wollte einfach nicht so wie ich. Hat gelangweilt hochgeguckt und dann weitergeschnüffelt, manchmal noch das Bein gehoben. Ich glaub, er wollte damit sagen "du kannst mich mal". Hab das aber mit langer Leine und Leckerchen und Loben wieder geregelt.

    Okay, ich probier jetzt mal deinen Tipp mit der UO, fang gleich mal an.

    Liebe Grüße und vielen Dank, dass ihr mir mit soviel Rat zur Seite steht.

    P. S. Es kam auch mal die Vermutung auf, dass er das Pinkeln aus Langeweile macht. Ich habe soviele Theorien gehört die letzten 2 Jahre. Weiß eben auch nicht, wo ich anfangen soll. Was macht wirklich Sinn, was nicht?

  30. #30
    Juni Guest
    Hallo danger,

    Hat gelangweilt hochgeguckt und dann weitergeschnüffelt, manchmal noch das Bein gehoben. Ich glaub, er wollte damit sagen "du kannst mich mal".
    Hat er dich dabei im Auge behalten oder hat er dir den Hintern zugedreht?

    Schöne Grüße,
    Juni

  31. #31
    Piete Guest
    Hi

    hmm ich misch mich jetzt doch auch mal ein. Also ein wenig kommt mir das Problem bekannt vor, von meiner Hündin. Sie war von Anfang an ein extrem lieber Hund, verspielt und liebt eigentlich alle Menschen und ist auch mit allen Hunden sehr gut verträglich. Bei Problemen unterwirft sie sich, ein absoluter Omega- Hund
    Nach einem Jahr holte sie sich eine Nierenentzündung aber die war schnell im Griff, meine Kleine "pieselte aber trotzdem ab und an ein". Waren lange draussen, nix geschah (damals markierte sie gar nicht), irgendwann drinn lief dann der Bach im Flur oder Nebenzimmer. Zudem tat sie auch meist als wenn ich sie ewig prügeln würde wenn ich sie dann leicht korregiert habe, sie war zwar immer total motiviert und ich habe mit ihr gleich mit 12 Monaten die BH machen können aber irgendwie war sie imer auch extrem gefällig, fast "wuschig", zeigte schnell Beschwichtigungssignale
    Die meisten Trainer rieten mir vorsichtig und nicht all zu hart zu sein weil der Hund ja ach so sensibel war, gebracht hat es allerdings nicht all zu viel.
    Das ging bis mir dann ein bekannter Hundetrainer riet: sei mal streng zu deinem Hund, der braucht richtige führung, muß sich an dich richtig orientieren können. Sei streng und tu so als sei der Hund dominant.
    Habe ich dann getan und nach rel. kurzer Zeit hatte ich keine Probleme mehr mit ihr, sie ist inzwischen ein extrem anhänglicher Hund geworden, Workaholic könnte man fast sagen, hat eine Probleme mehr mit Stubenreinheit und Zerkaut auch nichts wenn sie allein ist.
    Im übrigen kam sie auch zu einem alten, dominaten Rüden n dem sie sich stark orientiert hat.

    Evtl. hilft dir das ja und du erkennst einige der Begebenheiten wieder.


    Lieben Gruß Mel

  32. #32
    danger02 Guest
    Hallo Mel,

    ja, das könnte mein Hund sein. Kommt mir total bekannt vor. Vielen Dank für deinen Ratschlag. Auch mir wurde bisher geraten, lieber etwas vorsichtiger mit ihm umzugehen.

    Hallo Juni,

    er beobachtet mich dabei schon, denn sobald ich mich entferne, flitzt er hinterher, versuch ich allerdings ihn zu holen, rennt er weg oder wirft sich sofort in den Dreck. Meistens hüpft er aber 2 - 3 Meter zur Seite und guckt mich dann schwanzwendelnd an, als wolle er mich zu einem Spielchen auffordern. Wie gesagt, hab das dann verstärkt geübt und jetzt klappt es auch wieder. Aber heute, er war vielleicht 10 Min. unbeobachtet und schon hat er wieder in die Küche gepinkelt. Meine Nerven!!! Ach übrigens er heißt Danger, hab ich gestern vergessen. Allerdings ist der Name nicht Programm, im Gegenteil.

    Viele Grüße

  33. #33
    Juni Guest
    Hallo danger,

    insgesamt verstärkt sich meine Annahme in Bezug auf submissive Dominanz immer mehr. Ich glaube, dass Danger sehr erfolgreich gelernt hat, wie er die Welt nach seinen Spielregeln funktionieren lässt. Dadurch, dass er dabei keinerlei Aggression einsetzt sondern mit verstärktem Beschwichtigungsverhalten agiert, hat bislang noch keiner dran gedacht, sich seinem Reglement zu entziehen.

    Ich würde nicht zu besonderer Strenge oder gar Härte raten - aber ich würde SEHR bewusst dafür sorgen, dem Hund für ein paar Wochen keine Privilegien mehr zuzugestehen. Regelmäßige Unterordnung gehört dazu, und besonders das zeitweilige Abliegenmüssen in einem anderen Raum würde ich für sinnvoll halten. Dem Hund signalisierst du damit nämlich, dass auch der Aufenthalt in einem anderen Raum jederzeit DEINER Kontrolle untersteht.

    Dabei darfst du allerdings nicht nachlässig sein: Gib ein solches Kommando nur, wenn du es auch sicher kontrollieren kannst. Du musst SOFORT reagieren, wenn er den Versuch macht, selbstständig aufzustehen.

    Da der andere Rüde anscheinend noch gewisse Chefrechte genießt, könntest du zudem dazu übergehen, diesen immer wieder deutlich zu bevorzugen. Z.B. könntest du beim Nachhhausekommen zuerst den DSH aus dem Haus holen, ihn in Sichtweite von Danger streicheln und dann erst Danger aus dem Zwinger holen. Danger wird NICHT besonders begrüßt, du kannst ihn KURZ und freundlich begrüßen, ignorierst aber alle weiteren Begrüßungsversuche. Geknuddelt wird er dann, wenn er grade mit ganz anderen Dingen beschäftigt ist: Dann rufst du ihn freundlich zu dir, streichelst ihn und entlässt ihn nach kurzer Zeit - in jedem Fall unbedingt bevor ER gehen will.

    Schöne Grüße,
    Juni

  34. #34
    danger02 Guest
    Okay, ich werde es auf jeden Fall probieren. Habe ihn gestern im Schlafzimmer abgelegt, während ich im Wohnzimmer war, er hat schon versucht, sobald ich für ihn außer Sichtweite war, aufzustehen. Habe ihn aber sofort korregiert, nicht laut, aber bestimmt. Einmal hat gereicht, dann hat er 20 Minuten brav gewartet, bis ich ihn wieder geholt habe. Das mit der Begrüßung mache ich wirklich falsch, wird sich ab morgen ändern. Ich lasse nämlich immer ihn zuerst aus dem Zwinger, da dieser gleich neben meinem Parkplatz ist und dann darf Lucky aus dem Haus. War viel Bequemlichkeit und ich habe bis jetzt wenig darüber nachgedacht, aber ich werde es ändern. Ich hoffe, es fruchtet!!!

    Bis die Tage

  35. #35
    Deargi Guest
    Hallo Danger,

    Ich würde bei so einem Hund nicht unbedingt den Schwerpunkt auf UO legen. Sicher sollte diese nicht vernachlässigt werden, aber dennoch wäre sie lediglich ein Ergänzungsmittel.

    Ich würde vermehrt Aktionen durcheführen, bei denen dein Hund auf deine Hilfe angewiesen ist. Dabei kann man dem Hund sehr deutlich machen, wer der überlegenere ist, ohne das der Hund in eine Situation kommt, bei der er sich durch geschickt eingesetzte Beschwichtungssignale aus der Affäre ziehen kann. Sowas wäre z.b. Agility, Flyball oder Dummyarbeiten, welche man ja noch mit etwas Nasenarbeit kombinieren kann.

    Es gibt bei Submissiven Verhalten noch die "3-Wochen-Kur" nach Aldington.
    Diese beruht darauf, dass der Hund in der ersten Woche vollständig ignoriert wird, außer dem was uhm unvermeidbare Aufmerksamkeit entgegen bringt (Futter, Fellpflege, Hunderunde). Dies allerding mit der möglichst geringsten Menge an Aufmerksamkeit für den Hund. Dann wird der Grundgehorsam neu aufgebaut. Allerding wird nicht ignoriert, wenn er ein Komando nicht befolgt.

    Der Umgang mit diesen Beschwichtigungssignalen ist in der Tat nicht ganz einfach. Man kann nicht in jedem Hund lesen wie in einem offenem Buch, wie vielfach behauptet wird. Man kann sehr viel missverstehen und auch falsch deuten. In der einen Situation kann beispielsweise Gähnen schlicht und ergreifend müde bedeuten z.b. direkt nach dem Aufstehen, viele Hunde strecken sich dabei sogar, in der anderen Situation, wie z.B. man streichelt den Hund obwohl er seine Ruhe haben will, beugt sich vielleich sogar noch über ihn, kann Gähnen auch beschwichtigend gemeint sein. Man sollte immer den ganzen Hund beobachten, das heißt nicht nur auf Mimik oder Gestik, sondern den gesamten Hund in seiner Haltung und der betreffenden Situation betrachten.

    Ich bin übrigens nicht sehr von dem Buch Calming Signals überzeugt, denn wer dieses Buch gelesen hat, könnte glauben, sein Hund macht den ganzen Tag nichts anderes als Beschwichtigen. Und das ist bei weitem nicht so.
    Seminare zu diesem Thema gibt es z.B. auch bei Bloch, Hundeschule Aschaffenburg, Trummler Station.

    LG
    Deargi

  36. #36
    danger02 Guest
    Hallo! Es ist wirklich ein schwieriges Thema. Nicht umsonst konnte mit bisher niemand helfen. Es ist auch gar nicht so leicht, eine anständige Hundeschule zu finden. In einer wurde mir sogar geraten, ich solle ihn einschläfern lassen, weil man mit so einem Hund nichts anfangen könnte. Das muss man sich mal vorstellen. War klar, dass die mich das erste und letzte Mal gesehen haben. Ich fühle mich manchmal einfach völlig überfordert. Es ist so schade, weil in allen anderen Lebensbereichen funktioniert unser Zusammenleben so reibungslos. Ich kann ihn immer ohne Probleme überall mit hinnehmen, er verträgt sich mit allem was so kreucht und fleucht, eigentlich wär alles perfekt und so, wie ich es mir immer gewünscht habe. Mein DSH ist nämlich keiner von der verträglichen Art, er sucht sich seine Kumpels sehr genau aus, was u. U. auch schwierig werden kann. Naja, irgendwo muss ja ein Haken sein. Wir sind schließlich auch nicht perfekt.

  37. #37
    Juni Guest
    Hallo Deargi,

    das interessiert mich jetzt sehr: Warum würdest du Unterordnung eher vernachlässigen, Sport/-Spielaktionen aber bevorzugen und gleichzeitig ein Ignorierprogramm starten? Und warum kann sich der Hund beim Hundesport nicht über CS rausziehen?

    Schöne Grüße,
    Juni

  38. #38
    Deargi Guest
    Hallo Juni,

    als erstes muss ich mal klarstellen, dass ich Spiel & Spaß NICHT zusammen/gleichzeitig mit dem Ignorieren machen würde... das geht ja auch gar nicht.

    Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe und zwei völlig unterschiedliche Herangehensweisen. Ich wollte die Aldington-Methode nur eben als eine weitere Möglichkeit, wie man mit Submissiver Dominanz umgehen kann, erwähnen. Ich selbst habe mit dieser Methode auch noch keinerlei Erfahrungen, aber es kann ja sein, dass andere welche damit gemacht haben. Deshalb habe ich das Thema angesprochen.

    Zum Thema, warum ich mehr wert auf Spiel & Spaß lege, als auf UO:
    Es geht mir darum, dass bei den UO-Übungen der Hund jetzt schon auf einer eingefahrenen Schiene fährt und er, wie Danger erwähnte, nahezu perfekt diese Übungen ausführt. Im Prinzip kontrolliert der Hund aber den Besitzer, indem er gekonnt "das arme Hündchen" gibt. Wenn der Hund 90% aller Übungen so läuft, dass man kaum korrigierend eingreifen muss und wenn doch, sich geschickt aus der Affäre zu ziehen weiß, finde ich da eher wenig Ansatzpunkte um sich den Respekt zurückzuerobern.
    Bei gemeinsame Aktionen geht es mir eben dadrum: sich den fehlende RESPEKT zu erarbeiten, indem der Hund lernt, ohne Herrchen/ Frauchen komme ich bei dieser Aufgabe eben doch nicht weiter. Es soll darauf anspielen, dass der Alpha ja auch der ist, der die ausgepfeiltesten Jagdtechniken hat und allgemein derjenige ist, der die meiste Erfahrung hat. Der Hund soll also zum Menschen auffschauen, "Mensch, von dem kann man noch was lernen!"

    LG
    Deargi

  39. #39
    Juni Guest
    Hallo Deargi,

    insgesamt kann ich dir durchaus folgen, aber :
    Wenn der Hund 90% aller Übungen so läuft, dass man kaum korrigierend eingreifen muss...
    Tut er das denn tatsächlich? Oder ist es nicht vielmehr so, dass er aufgrund seines insgesamt "lieben" Verhaltens und seiner Beschwichtigungsspielchen von Unterordnung weitgehend verschont bleibt?

    Aus dem Grund habe ich für 3 Tage gezielte UO plädiert, weil mich einfach interessiert, ob sich am Verhalten des Hundes eine Veränderung zeigt. Das bedeutet nun aber nicht, dass ich deine Sport- und Spielvariante nicht ebenfalls gut finden würde . Beziehungsaufbau ist immer auch Beziehungsklärung - vorausgesetzt, man macht es richtig. In jedem Fall finde ich es sehr wichtig, dass Danger-Frauchen (Herrchen?) erkennt, wann der Hund über Unterwürfigkeit versucht auszuweichen. Auch finde ich es bei Spielaktionen schwieriger, sauber zu korrigieren, wenn sich der Hund nämlich nicht in unmittelbarer Reichweite seines Menschen befindet.

    Da ist schnell mal ein Bogen gelaufen, ein Herankommen verzögert, ein Bein gehoben...

    Und dass du nicht gleichzeitig ignorieren und spielen willst, beruhigt mich nun sehr .

    Schöne Grüße,
    Juni

  40. #40
    danger02 Guest
    Hallo,

    ich glaube, ich habe meinen Hund wirklich verkannt. Gerade habe ich ihn im Nebenzimmer abgelegt, natürlich so, dass ich ihn beobachten kann. Er steht auf, ich geh zu ihm und will dass er sich wieder legt, sofort duckt er sich und versucht an mir vorbei die Treppe runter zu kommen. Hab ihn dann am Halsband genommen und auf seinen Platz zurückgeführt. Da liegt er immernoch. Aber erstmal probiert ers. Naja, das kriegen wir schon hin.

    Das fällt mir jetzt verstärkt bei der Ablegeübung auf. Andere Kommandos wie sitz, platz, komm her, etc. befolgt er wirklich zuverlässig. Ich will ja nichts schön reden, aber da hört er super.

    Ich will mal noch etwas Nasenarbeit einfließen lassen. Er hat damit zwar bisher keine Erfahrungen gemacht, aber es kann ja nicht schaden, was neues zu lernen.

    Liebe Grüße

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