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Thema: Bangen um Tiffy

  1. #1
    Coco_Nrw Guest

    Bangen um Tiffy

    Weiß gerade nicht, meine Gedanken zu ordnen aus Sorge um Tiffy. Tiffy ist unsere ca 8Jährige Kaninchendame, vor 5 Jahren aus schlechter Haltung übernommen.

    Vor 3 Wochen begann sie, leicht abzunehmen. Der Arzt in der Klinik untersuchte sie gründlich, fand nichts und wir sollten weiter beobachten. Sie futterte weiterhin, zwar weniger und mit weniger Appetit, aber sie war munter und aufmerksam so dass wir zuerst an das Alter dachten. Jedoch traten letzte Woche die Knochen am Hinterleib (Hüfte, Wirbelsäule) nun deutlicher hervor und wir machten einen neuen Termin beim Arzt aus für diese Woche.

    Leider musste ich schon heute früh wieder zur Klinik fahren... gestern abend war sie wie immer, und heute morgen plötzlich lag sie schief im Käfig.

    Sie musste nun in der Klinik bleiben, wird dort beobachtet und behandelt. Zur Zeit bekommt sie ein Schmerzmittel, und da der Verdacht auf E.Cuniculi liegt auch Panacur sowie Infusionen.

    Ich mache mir jedoch grosse Sorgen, dass es eben nicht E.Cuniculi sein könnte, da die Knochen am Hinterleib so deutlich, viel zu deutlich hervorstehen, und das in kürzester Zeit!

    Mit 8 Jahren ist sie kein junger Hüpfer mehr, aber ich bin so traurig.

    Ich kann nur abwarten bis sich die Klinik meldet. Sie rufen sofort an, sollte etwas sein, ansonsten telefonieren wir morgen früh.

    Dabei haben wir erst im Juni unsere 3jährige Lilly verloren, so plötzlich. Abends noch völlig munter herumgetollt, sass sie am Morgen aufrecht und stark atmend, die Nüstern gebläht. Wir sind sofort zum Arzt, er untersuchte sorgfältig und vermutete daraufhin, es könnte ein Herzfehler sein und gab ein HerzMedikament, das auch sofort anschlug. Am nächsten Morgen sollten wir wieder kommen. Der Zustand blieb stabil bis ich morgens zu ihr ging, in dem Moment fing sie wieder heftig und flach an zu atmen, wollte zu mir laufen, viel um, zappelte und war binnen Sekunden tot.

    Jetzt nicht auch noch unsere Tiffy... bin so unendlich traurig!

    Man kann nur dasitzen und abwarten. Hoffen, dass das Handy nicht klingelt...

  2. #2
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    Herrje, das sind aber keine schönen Nachrichten * Dich mal*

    Es wäre möglich, dass es sich um altersbedingte Kreislaufprobleme handelt, das Ganze evtl im Zusammenhang mit dem Gebiss. Wurden die Zähne gecheckt??

  3. #3
    Stina Guest
    Hallo coco,

    das hört sich ja furchtbar an. Da wird man beim Lesen schon ganz traurig. Ich kann dich sooooo gut verstehen.
    Ich drück euch die Daumen und fühl dich unbekannterweise mal fest

    Ich wünsch deiner Tiffy daß alles wieder gut wird.

    Viele liebe und tröstende Grüße

    Stina

  4. #4
    Coco_Nrw Guest
    Vielen Dank für Eure tröstenden Worte und die lieben !!

    Tiffy wurde regelmässig zum Allgemeincheck inkl Zähne dem TA vorgestellt, zuletzt vor 4 Monaten. Da ich selber nun die Zähne als erstes in Verdacht hatte, wurden diese als wir vor 1 1/2 Wochen da waren, direkt als erstes gründlich geprüft. Zähne sind bestens.
    Heute hat man daher auf die erneute Prüfung der Zähne verzichtet.

    Wenn ich wenigstens definitiv wüsste, was sie hat.

    Mir fällt nur gerade ein... Kaninchen haben ja einen Stopfmagen... in der Klinik wird sie infundiert, was meines Wissens nach Infusion bedeutet.

    Bringt das bei einem Kaninchen etwas?

  5. #5
    Nebi Guest
    Hallo coco,

    wie geht es denn Tiffy?

    Das die Knochen am Hinterleib vorstehen, kann auch etwas mit dem Alter zu tun haben. Im Alter werden die Tiere knochiger.

    Wenn Dein Tier e.c. hat, dann muss es neben Panacur, ein gehirngängigs Antibiotikum ( (wie z. B. Chloromycetin Palmitat) und einen Vitamin B-Komplex verabreicht bekommen. Panacur allein hilft nicht.
    Wie hat denn dein TA auf e.c. behandelt wirklich nur Panacur, dann sprich nochmal mit ihm.

    Und hier noch ein guter Link von einer TA, zur Behnaldung von E.C:
    http://www.birgit-drescher.de/vortraege_s2.html
    Liebe Grüße
    Nebi

  6. #6
    Coco_Nrw Guest
    guten Morgen Nebi!

    Ich habe gestern abend in der Klinik angerufen, da ich es bis heute früh nicht ausgehalten hätte.

    Der Zustand war laut TÄ "stabil", keine Verbesserung, jedoch auch keine Verschlechterung. Am Heu/ Futter habe sie etwas gemümmelt, aber nicht wirklich gefressen. Sie wäre auch ein paar mal herumgehoppelt, nur wenn sie unter Stress gesetzt wurde (Medikamentengabe) fiel sie wieder um.

    Ich hatte eingangs vergessen zu schreiben: Ein Antibiotikum bekommt sie auch verabreicht, oral, es ist eine Art "Paste" (schaut so ähnlich aus wie das Wurmmittel Flubenol bei Katzen).

    Wie heisst das bloss gleich... es ist aber nicht das von Dir genannte. Sie hat es mir genannt und es liegt mir auf der Zunge...

    Die Ärztin wollte mich heute früh wieder anrufen, ich werde sie dann nach dem AB befragen und ebenso, ob es ein gehirngängiges ist.

    Ich werde - sofern Tiffy Überlebenschancen hat und es überhaupt E.C. ist - ebenfalls Perenterol aus der Apotheke besorgen, nach Vitamin-B-Komplex befrage ich die Ärztin ebenfalls.

    Zur Zeit geht es primär darum, ob Tiffy überaupt an E.C. erkrankt ist und wie ihre Überlebens-Chancen sind.

    Sie hat einfach rapide und extrem abgebaut.

    "Das die Knochen am Hinterleib vorstehen, kann auch etwas mit dem Alter zu tun haben. Im Alter werden die Tiere knochiger."

    Ja, das stimmt. Jedoch ist es bei Tiffy binnen 3 Wochen aufgetreten und das in einem schon nun extremen Ausmaß. Daher glaube ich selber auch nicht richtig, dass es E.C. sein könnte, zumal sie innerhalb dieser Zeitspanne stark Gewicht verloren hat.

    Es ist schon schwer nicht zu wissen was sie hat, ich möchte sie nicht leiden sehen bzw unnötig leiden lassen. Vorallem sitze ich hier und sie ist bei fremden Leuten.
    Wenn die Klinik gleich anruft, weiss ich vielleicht schon wieder mehr.


  7. #7
    Nebi Guest
    Hallo coco,

    ich drücke die Daumen.

    Du kannst ja mal Dein Problem in dieses Forum stellen:
    http://www.kaninchen.at/smf/index.php

    Da gibt es echt viele, die sich mit Kaninchen und vorallem Krankheiten auskenne, vielleicht gab es da schon mal so einen Fall.

    Liebe Grüße
    Nebi

  8. #8
    Coco_Nrw Guest
    Vielen Dank für den Link zum Forum, werde ich mir nacher einmal anschauen.

    Heute früh teilte mir die Ärztin mit, es gäbe vielleicht eine winzige Verbesserung, Tiffy würde etwas herum hoppeln und nicht ständig umfallen.

    Wenn der Zustand so bleibt, darf ich sie morgen heim holen und weiter behandeln.

    Mein Optimismus hält sich in Grenzen, ich traue mich einfach nicht mich vorzeitig zu freuen.

    Habe auch vorhin bemerkt, mein 1. Posting ist an einer Stelle falsch... dort steht "leicht" abgenommen... es war aber wie in meinem vorletzten Posting... eine recht schnelle und stärkere Gewichtsabnahme.

    Vllt ist es wirklich das Alter, und E.C. - sofern es das auch ist - eine Begleiterkrankung. *seufz*

  9. #9
    Coco_Nrw Guest
    guten Morgen,

    seit Do. ist Tiffy wieder daheim und ich wage mich noch immer nicht zu freuen
    Ihr Kopf ist zwar nun etwas weniger schief, sie fällt auch nicht um und ist etwas vitaler, aber von alleine frisst sie nicht. Sie wird von uns mehrmals tgl mit CriticalCare zugefüttert, das ist ihr sehr zuwider. Ansonsten liegt sie zu 90% im Käfig, zu 10% sitzt sie und putzt sich... oder auch mich

    Wir hoffen und bangen weiter.

  10. #10
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    Och Steffi


    Wie gehts Tiffy?

  11. #11
    Coco_Nrw Guest
    guten Morgen!

    Lieben Dank für den Drücker, mir ist einfach nur zum

    Wir haben verloren und Tiffy gestern bei ihrem letzten Weg begleitet.

    Nachdem sie letzte Wo. wieder daheim war, gaben wir fleissig die Medizin weiter und fütterten sie mehrmals tgl per Hand und Critical Care zu, es besserte sich auch augenscheinlich.

    Sie behielt keine äusseren Anzeichen des E.Cuniculi zurück, begann wieder selbstätig zu futtern, zwar nicht in ausreichender Menge, so dass wir weiter zu fütterten, aber immerhin. Sie hoppelte auch ein wenig munter herum und am Sa. abend habe ich mich gewagt, mich laut zu freuen. Dass sie offenbar stärker wurde.

    Gestern morgen lag sie schwach und apathisch im Käfig.
    Ich war geschockt.

    Zufüttern ging nicht mehr, sie hob den Kopf nicht, liess es aus ihrem Mäulchen einfach herauslaufen.

    In der Klinik mussten wir etwas über 2h warten, in der Zeit baute sie weiter rapide ab, zum Schluss lag sie schwer und hörbar atmend auf der Seite, reagierte kaum noch.

    Dennoch wurde digital geröngt, das Bild war unauffällig, sie begann aber bereits, aufzugasen.

    Es hat mir so weh getan, diese letzte Entscheidung zu fällen, ich weiss dass es nur für ihr Wohl war, aber es tut einfach zu weh.

    Man hätte sie stationär behandeln können, aber die Ärztin riet davon ab und auch wir sahen, dass das nur Quälerei für Tiffy bedeutet hätte. Das wollten wir keineswegs.

    Das Schlimme ist, unsere verbleibenden 3 Böckchen sind ebenfalls alle sehr betagt, zwischen 7 und 10 Jahren alt... wir hoffen, dass die nächste Zeit nicht noch etwas geschieht.

  12. #12
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    204
    Hi Steffi,
    sei erstmal ganz doll
    Ich kann da voll mit Dir fühlen. Ich musste vor 5 Jahren auch diese schwere Entscheidung treffen und weiß wie schwer das ist. Beim Gedanken daran kommen mir auch gleich wieder die Tränen.
    Ich habe damals meine 8jährige Meerschweinchendame Trixi vor weiteren Leiden erlöst. Sie war immer eine richtig fitte Sau und konnte mit einem Mal nicht mehr Laufen. Die Hinterbeine waren wie gelähmt. Mein TA diagnostizierte einen Tumor im Bauchraum so groß wie ein Hühnerei. Dieses muss innerhalb weniger Tage gewachsen sein. Von einer OP riet er mir ab, da die Narkose schon zu antstrengend gewesen wär. Der Tumor quetschte die inneren Organe und Blutbahnen so das alles nach und nach versagen würde. Ich hätte Sie das Wochenende noch zu Hause lassen können und zugucken können wie Sie sich quält. Das wollte ich Ihr und Mir dann auch nicht antun und entschloss mich schweren Herzens dann für die Erlösung. Es viel verdammt schwer. Gott sei Dank habe ich einen sehr sehr lieben und einfühlsamen TA den man auch jederzeit erreichen kann.
    Meine Trixi war mein ein und alles. Ich habe sie bekommen als ich 13 war. Da war sie ungefähr 6-8 Wochen und passte noch auf eine Hand von mir. Sie wurde so schnell zahm und ich widmete Ihr meine ganze Zeit. Ich teilte alles mit Ihr. Obst, lange Kuschelstunden und sogar das Bett. Ich war immer für Sie da und Sie dankte es mir mit Ihrer Jahrelangen Treue. Es war so schwer das mit einmal nichts mehr da war. Das war so ein großer Schmerz das Ich eigentlich nie wieder einTier haben wollte. Meine Gedanken waren sehr oft bei Ihr und Nachts tauchte sie sehr oft in meinen Träumen auf.
    Letzes Jahr habe ich mich dann doch wieder entschlossen ein Tier bei mir aufzunehmen, schließlich ist eine Wohnung ohne Tier nur halb so viel Wert.
    Ich denke immer noch manchmal an meine liebe Trixi. Seit letzem Jahr kommt sie mich aber nicht mehr in meinen Träumen vor. Ich denke es war in Ihrem Sinne das es jetzt einen Nachfolger gibt.
    Ich kann also sehr gut mit Dir fühlen liebe Steffi und hoffe das ich Dir mit meiner Geschichte etwas geholfen habe.
    Falls Schreibfehler vorhanden, bitte ich um Rücksicht-es ist verdammt schwer unter ständigem Tränenfluss die Tasten zu erkennen und zu schreibe.
    Lass Dich nochmal

    LG Nadine

    ---Trixi Du wirst immer in meinem Herzen bleiben---

  13. #13
    Coco_Nrw Guest
    Hallo Nadine,

    Ach die ollen Schreibfehler falls dort welche waren habe ich sie überlesen.

    Vielen Dank für Dein Mitgefühl , Deine Erzählung über Trixie kommt meinem ersten Meerschweinerl, Linus, übrigens sehr sehr nahe. Ich war ungefähr gleichen Alters wie Du, als ich meine Linus (eine sie) bekam, sie war die ersten Jahre Einzelmeeri ("Dank" meines Dads), ebenfalls mein ein und alles.

    Später dann durfte ich meine Gina behalten (eine "Dame" warf einen Karton fort, meine Freundin meinte, Fell gesehen zu haben, wir schauten nach und fanden Gina!).

    Linus wurde im Alter von 6 auch recht plötzlich sehr schwer krank und der Arzt diagnostizierte ebenfalls einen Tumor im Bauchraum der auf alle Organe drückte, schickte mich aber mit ihr nochmal nach Hause. Unbedarft wie ich damals war ging ich auch... am nächsten Tag wollten wir jedoch sofort zum Arzt, kaum wollten wir los, erstickte Linus jämmerlich in meinen Armen. Das Bild werde ich bis heute nicht mehr los.

    Du hast damals das einzig richtige getan und Trixie vor weiterem Leiden bewahrt.

    Gina "durfte" ich etliche Jahre später dann auch von solch einer Qual bewahren und ebenfalls vorher erlösen.

    Aber dennoch, es tut immer unheimlich weh, geliebte Tiere gehen lassen zu müssen und so eine Entscheidung zu fällen. Es zerreisst mich innerlich.

    Ich bin froh, dass hier im Forum so viele Tierfreunde sind die genau so fühlen und trauern.

    Wer ist denn quasi der Nachfolger von Trixie geworden? Ebenfalls ein Meerschweinchen?

    Lieben wenn auch immer noch traurigen Gruss,
    Steffi

  14. #14
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    Tut mir leid
    Es ist immer schwierig ein geliebtes Tier gehen zu lassen.


  15. #15
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    204
    Hi Steffi,
    ja es ist immer sehr schwer jemanden gehen zu lassen. Trixi war Liebling der ganzen Familie und alle waren sehr traurig.
    Nun habe ich zwei Zwerghasis. Mein großes Glück.
    Wenn ich die Zeit und den Platz hätte, würde es bei mir aussehen wie im Zoo.
    Ich finde Tiere sind einfach was wunderbares. Da gehört dann auch das trauern einfach dazu.
    Mir graulst ehrlich gesagt auch schon wenn es bei mir auch wieder so weit ist.
    Aber da muss ich dann wieder durch und hier im Forum ist man mit seinen Sorgen ja zum Glück auch nicht alleine.

    LG Nadine

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