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Thema: Hufrolle - medizinische Hufeisen?

  1. #81
    Kati_ Guest
    hey wollte mal kurz die momentane situation meines pferdes beschreiben. ich versuch mich kurz zu halten: also als wir ihn gekauft haben haben wir ihm sofort die eisen runtergemacht da auch nach aussage des hufschmieds die eisen völlig schlecht draufgemacht wurden. somit>runter damit da es ja auch besser für den hufmechanismus ist . er hatte mit dieser umstellung überhaupt keine probleme. ging supertoll auch bei ausritten.über steine gehn war auch kein problem für ihn. dann vor 2 wochen fing er an das er fühlig war an den vorderhufen. und 2 tage darauf ging er total lahm .aber nicht einmal ein bisschen sondern konnte gar nicht mehr draufsteigen. .. wir wussten allerdings nicht was wir tun sollten. eisen drauf oder doch nicht? ..es waren so viele verschiedene meinungen. habe gleich einmal zinkorotat pos übers internet bestellt und füttere ihm das jetzt mal . ..vor 2 tagen kam dann der 'beste' hufschmied österreichs und schaute sich seine hufe an. er sprsch erst einmal über nervenschnitt wobei ich ihm da nicht wirklich zugehört hatte da dass bestimmt nicht in frage kommt bei meinem süßen. auf jeden fall meinte er [ist eigentlich eher der barhuf befürworter.] wir sollten ihm einen klebebeschlag drauf geben. also hat er amal die hufen wieder richtig gestellt und klebebeschlag drauf getan. und jetzt geht er schon wieder sehr gut. der hufschmied meinte es wäre vielL. nur noch einmal nötig so einen klebebeschlag draufzugeben dann funktioniert es vielL. wieder barhuf. auf jeden fall kann er jetzt gut abrollen und es ist gedämpfter. ich hab heute das markus mühle gelenkkfraft bekommen was ich ihm ab heute auch füttern werde. ich hoffe so krieg ich ihn wieder in griff. kann ich vielL. sonst was tun für ihn? ..ist leinöl zum füttern notwendig oder reicht das zinkorotat pos? zusätzlich geb ich ihm auch knobiselpur[zwar nur gegen die insekten] ..seine umspringende lahmheit ist nicht mehr vorhanden und am mo kommt nocheinmal die tierärztin und schaut ihn sich wieder an. leider haben wir die damaligen röntgenbilder nicht und bekommen sie auch von den damaligen besitzern nicht. das wäre natürlich toll gewesen damit wir einen vergleich haben ob sich etwas verändert hat. hat nioch wer tipps für mich?
    mfg kati

  2. #82
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    Bei chronischen Hufrollenentzündungen kommt es immer wieder zu Schüben. Die Krankheit ist immer da, schreitet fort, ganz weg bekommst Du sie nicht, aber Du kannst den Verlauf stark verlangsamen.
    Was ich nun auf die Ferne nicht beurteilen kann ist, ob die Hufe ggf zu weit abgelaufen waren und er deshalb fühlig ging. Grad, wenn Pferde jahrelang Eisen drauf hatten, muß sich der Huf erst wieder dran gewöhnen schnell und fest nachzuwachsen. Das dauert eben und man muß ggf auch mal nur kurz reiten und selten bis die Hufe nachgewachsen sind. Gut gehen für solche Zeiten auch Hufschuhe. Für einen zu weit abgelaufenen Huf spricht auch, daß er nun mit den Klebeisen wieder besser läuft. Man kann übrigens auch bei barhuf den Abrollpunkt weiter unter den Huf verlagern Und was den Nervenschnitt betrifft: NIEMALS! Ein Pferd, was einen Nervenschnitt hatte, fühlt einfach nur nicht mehr, wenn eine neue Entzündung sich anbahnt. Die kann sich schön ausbreiten und genau deshalb sollte man solche Pferde auch nicht mehr reiten...Sie fühlen nichts und sind für Dich als Reiter eine Bombe, die jeden Moment mit Dir stürzen kann
    Wenn Du das Markus M.ühle gibst, brauchst Du kein Leinöl. Die Hyaluronsäure, die im Muschelextrakt ist, ist höher als im Leinöl.
    Bei einem aktuem Schub kannst Du auch Teufelskralle zufüttern. Allerdings geht da eine erhöhte Dosis über längere Zeit auf die Nieren. Man muß auch immer wieder Pausen nach 2 Monaten von 2 Monaten machen, damit sich der Körper nicht dran gewöhnt und sie nicht mehr wirkt...
    Knobi kannst Du erhöht füttern - bis zu 30g/Tag. Wirkt blutverdünnend

  3. #83
    Kati_ Guest
    ja also seine hufe warn zu lang unbehandelt worden von einem hufschmied. da war richtig stellen schon unbedingt nötig. das war nämlich auch mein gedanke dass wenn er wieder die hufen gemacht bekommt dass er dann wieder besser geht. aber die tierärztin die ihn ansah bevor der hufschmied kam meinte auch dass einfach der kontakt von hufe und boden vermieden werden sollte da ihm dies den größten schmerz verursacht.[oder so irgwie hat sie das gesagt] und somit ist eisen nötig um den kontakt zu unterbrechen. naja der hufschmied war da eben nicht ganz für eisen sondern für die klebebeschläge mit denen er jetzt gut geht. ..es war vorhin sogar so schlimm dass er mir fast als er auf steinen ging niederbrochen wär :/ ahm bei den zinkorototat pos hab ich jetzt 500 stück mal bestellt. die reichen aber nicht-da muss ich schon 1000 stück kaufen oder? und die nehm ich solang bis sie weg sind stimmt das so? wielang füttere ich das markus mühle? ist das unbeschränkt? &wo bekomm ich die teufelskralle?
    lg

  4. #84
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    Das ist so, von der Aussage her, von Deiner TÄ nicht korrekt. Nicht der Kontakt mit dem Boden tut Hufrollenpferden weh, sondern das Ausgleichen unebenen Bodens. Dadurch kommen zusätzlich seitliche Bewegung in den Hufrollenkomplex und das tut Aua.. Gradeaus gehen die Pferde zu 99% gut, wenn nicht grad eine akute Entzündung vorliegt. Außerdem sind Eisen nur dann sinnvoll, wenn man Stoßpolster untermacht - ansonsten kommt der Stoß des Aufsetzens ungefedert in dem Huf an. Bringt also nix Zumal auch dann wieder die Bewegungsfreiheit des Hufmechanismusses eingeschränkt wird, was wieder eine Verschlechterung der "Hufrolle" bedeutet, etc, etc... Generell: die allermeisten TÄ sind mit dem Problem "Hufrolle" komplett überfordert. Die meisten raten zu Eiereisen oder Nervenschnitt, mehr können die Dir nicht sagen..leider.

    Zinkorotat POS: füttere erstmal die 500 weg und schau, on Du weiter geben mußt.
    Das Markus Mühle mußt Du letztlich über mindestens 6 Monate füttern (kannst Du aber auch sein Leben lang geben) - 6ML täglich - also 2x3ML ins Futter. Ich bin mittlerweile auf Muschelextrakt pur umgestiegen, weil billiger, wenn Du es über Makana.de bstellst. Da bekommst Du auch Teufelskralle - gibts aber auch in Pferde-Futtershops, meist aber teurer Knobi ist dort auch günstig Leinpellets sind top und Schwarzkümmelöl, Ginko und Kräuter kauf ich da auch Nur mal so am Rande

  5. #85
    Heike+Lina Guest
    Hallo,

    ich hatte vor unzähligen Monaten versprochen meine (wenn auch zugegeben kleine) Geschichte zu schreiben.
    Also es fing so an, ich hatte schon einen Tinker (kerngesund) den ich schon jahrelang nach der Methode Strasser ausschneiden ließ. Hatte auch schon einen Hufkurs mitgemacht, also war mir das Thema Hufrollenentzündung geläufig. Eines Tages ging in meinem damaligen Stall eine Nachricht herum das ein Pferd zum Schlachter gehen sollte da es an Hufrollenentzündung litt. Die Nachricht erreichte dann auch meine Hufheilpraktikerin die mit mir ein Pferd dort stehen hatte und fragte mich ob ich nicht mal dieses Pferd angucken gehen wollte (ich suchte zu der Zeit ein total braves liebes Anfängerpferdchen für mich weil ich unter Angstzuständen beim Reiten litt). Ich wußte nur es war ein Warmblut.... Oh Gott... diese durchgeknallten hochnervösen Turnierviecher... dachte ich, neeee danke!!! Für mich war die Sache entschieden ein großes Pferd wollte ich nicht!
    Komischerweise rief mich am nächsten Tag die Besitzerin von eben diesem Pferd an und sagte das Ihr zugetragen sei das ich an ihrem Pferd interessiert sei und hat direkt einen Termin ausgemacht. Ich habe mich nicht getraut abzusagen, ich wollte ja eigentlich gar nicht. Naja, bin dann am nächsten Tag mit meiner Hhp (Hufheilpraktiker Melany) dort hingefahren mit dem Gedanken *neee, du willst kein großes Pferd, die spinnen eh alle*. Wir gingen in den Hof hinein, alle Boxen waren leer, bis plötzlich aus einer Box ein Pferd seinen Kopf raussteckte und ihn sofort wieder zurückzog. Bei mir im Kopf machte es sofort klick. Wie angewurzelt blieben Melany und ich stehen. Sofort sagte Sie zu mir "Wenn Du ihn nicht willst ich nehm ihn sofort" "Nix da, das ist meiner" hab ich das eben wirklich gesagt? Haben dann das Pferd begutachtet und ich dachte nur autsch... ziemlich abgemagert, lethargisch und ging stockelahm. Sie parkte ihn mitten auf dem Hof und er blieb mit hängenden Kopf einfach stehen. Die Sache war dann schnell klar und wir machten einen Termin aus damit er zu mir kommen konnte.
    Heute denke ich, damals war diese ganze Situation Schicksal, ich wollte nie nie nie ein durchgeknalles großes Boxenvieh und was hab ich bekommen? das beste was ich mir vorstellen konnte *krieg schon wieder Tränen in die Augen*

    Sorry, diese Vorgeschichte mußte ich loswerden, werde dann immer ganz sentimental wenn ich daran denke. So, nun aber die Geschichte um die ich gebeten wurde.
    Also Gizmo war endlich bei mir, am Tag seiner Abholung war die Exbesitzerin so nett und hat schon die Eisen abgemacht, wäre sonst zuviel Streß im neuen Stall gewesen weil er im Offenstall stehen sollte und Hufeisen dort tabu waren.
    Das erste mal richtig ausgeschnitten wurde er nach 3 Tagen, dann hieß es jeden Tag so viel wie möglich spazieren gehen. Die Hufe vorne waren knalleng, es war kaum noch Strahl vorhanden da alles weggequetscht war. Es kam wie es kommen mußte, nach einiger Zeit und Hufterminen (anfangs wöchentlich) hatte sich der Huf soweit geweitet das jetzt das ganze Ausmaß der inneren Zerstörung hervorkam. Das Hufbein senkte sich und lag praktisch auf der Hufsohle da die Aufhängung durch die immense Quetschung zerstört war. Komischerweise wurde Gizmo immer "wacher" kann es nicht anders beschreiben, klar er hatte Schmerzen aber die hat er sich kaum anmerken lassen. Er freute sich das ich kam und freute sich das wir spazieren gingen. Durch die Hufbeinabsenkung mußte ich aufpassen welche Wege wir nahmen da Gizmo über keine Steine gehen konnte, also gab es nur Feldwege mit Wiesenrand und Asphaltstraßen (dort ging er immer zügig voran, manchmal zu zügig sodaß ich nicht mehr hinterherkam *gg). Mit der Zeit hängte sich auch das Hufbein wieder auf, daraufhin kamen dann mehrere kleinere Hufgeschwüre die aber meist schnell hervorkamen (habe meist einen warmen Kartoffebreiumschlag gemacht). Nach ein paar Monaten konnte man Gizmo auch schon wieder reiten. Die Hufe hatten sich am Anfang extrem verändert, man hat richtig gesehen wie die Ballen hinten weiter wurden. Heute haben wir das Optimum erreicht was wir mit seinen Hufen erreichen könnten. Leider haben sich durch die jahrelangen Quetschungen die Hufbeinäste abgebaut sodaß er nie Bilderbuchhufe bekommen wird, aber er läuft absolut schmerzfrei und hat Spaß dabei. Extra Futterzusätze habe ich nie gegeben, das einzige was er von mir bekommen hat war ein großer Offenstall, viele Pferdekumpels, viele Stunden Spaziergang und viel viel Liebe.
    Manchmal war es hart und ich habe daran gedacht alles hinzuschmeißen, aber Gizmo wollte und hat mir gezeigt das es weitergeht. Wir sind beide zusammen einen harten Weg gegangen und der hat uns fest zusammengeschweißt. Für Ihn habe ich extra ein Haus gekauft wo ich einen Offenstall bauen kann damit ich ihn für immer behalten kann. Denn das habe ich ihn an unserem ersten Kennlerntag versprochen: "Wenn Du zu mir kommst dann brauchst Du keine Angst haben das Dir etwas passiert, ich verspreche Dir Du wirst für immer bei mir bleiben". Und dieses Versprechen habe ich auch vor zu halten.

  6. #86
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    Danke Heike!
    Da kann man mal wieder wunderbar sehen, was Eisen anrichten können Dein Gizmo hat Glück gehabt, daß es bei ihm noch nicht zu spät war und Du ihn dadurch noch supergut helfen konntest Ich wünschte, ich hätte meine Lamour 3-4 Jahre früher kennengelernt.....

  7. #87
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    Eine Bitte an alle, die mich per PN kontaktieren wollen

    Eine Bitte an alle, die mich per PN kontaktieren wollen!!!

    Da die Texte sehr kurz sind, die man hier per PN schicken kann, braucht Ihr nicht alles zu schreiben. Schickt mir einfach Eure email und sagt, daß Ihr Hilfe bei einem Hufrollenpferd braucht. Ich schreibe Euch dann über meine Email an. Ich will die nur hier nicht öffentlich machen....

    Sollte mal mein Postfach hier voll sein, versucht es einfach am nächsten Tag nochmal! Ich helfe - wenn ich kann - gern! Also nicht gleich aufgeben

    Merci!

  8. #88
    rsan Guest
    Hallo,

    ich habe viele deiner beiträge gelesen. Auch bei uns im Stall ist vor ein paar Wochen eine fünfjährige Stute gelandet, die wegen Hufrollenentzündung eingeschläfert werden sollte. Die Frau, die den Gang zum Schlachter verhindert hat, hat sie abgegeben, da sich das Pferd wohl nicht hat reiten lassen, sprich buckelte. Außer, dass sie wohl ein "tolles" Springpferd abgeben sollte und dem "Stress" im Reitstall nicht gewachsen gewesen sein soll, wissen wir nichts über ihr bisheriges Leben, auch Röntgenbilder oder Arztbefunde gibt es nicht. Reitversuche haben wir bislang keine unternommen, sondern sie erst einmal auf den Offenstall mit zu den anderen Pferden gestellt und sie beobachtet. Sie ist eine freundliche, neugierige Stute, die auf den Menschen zukommt und keine Angst hat, auch scheint sie recht intelligent zu sein bzw. will beschäftigt werden: Sie holt Schlüsselbunde und Halfter vom Haken, trägt den Mistboy im Maul davon und öffnet mit einem Schieberiegel verschlossene Türen. Ihre Hufe sind zwar ziemlich rissig, aber sie lahmt nicht und geht barfuss.
    Jetzt zu den schlechten Nachrichten: Leider gibt es allerdings auch Phasen, in denen sie dann nicht wieder zu erkennen ist und offenbar Schmerzen in der Hinterhand hat. Dann steht sie da, legt die Ohren an und versucht nach einem zu schnappen. Sie zieht die Hinterbeine in zuckenden Bewegungen gegen den Bauch und schlägt dann wieder unkontrolliert nach hinten aus. In Momenten, in denen sie sich anscheinend dösend die Beine bzw. die Hufe putzen lässt, sackt sie beim Versuch, die Beine fürs Hufeauskratzen zu heben, plötzlich in sich zusammen und droht umzufallen... Ein Fall für Markus-Mühle Gelenkkraft??? Vielen Dank für ein paar hilfreiche Tipps!!!

  9. #89
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    Hallo rsan!

    Hufrollenentzündungen sind meist vorn. Bei ihr hinten oder wie kommst Du drauf, daß sie Schmerzen in der Hinterhand hat?

    Gegen den Bauch schlagen ist gern auch mal "Mißfallen"...kann aber auch Bauchschmerzen sein - z.B. bei einer Kolik oder bei Gasen im Darm...oder auch Fliegen am Bauch...
    So von dem, was Du schreibst, würde ich da eher auf Angst vor irgendetwas tippen. Beobachtet mal ganz genau, WANN sie die Ohren anlegt. Was macht Ihr, was machen die anderen Pferde, habt ihr z.B. Gerten dabei, Sporen an, oder so. Weißt was ich meine???

    Das Umfallen - bei allen Hufen oder nur vorn/ hinten???

    Rissige Hufe sind meist ein Fall von: schlecht durchblutet. Laßt sie mal von einem Huforthopäden richtig stellen, so daß der Huf wieder arbeiten kann. Dann wird sich auch die schlechte Hornqualität innerhalb von 1 Jahr geben.

  10. #90
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    Sooo, will mal wieder updaten:

    Zur Zeit läuft meine alte Dame wieder so gut, daß ich mit ihr vor 2 Wochen auf dem Stoppelfeld war Sie hat es sichtlich genossen

    An Zusätzen bekommt sie nach wie vor

    - Neuseeländischen Muschelextrakt - 10g täglich aufgeteilt auf 2 Mahlzeiten
    - im Wechsel:
    - 3 Wochen lang Teufelskralle - knapp 20g/ Tag auf 2 Mahlzeiten verteilt dann absetzen und
    - 4 Wochen lang Zinkpellets (von Makana) in Höchstmenge auf 2 Mahlzeiten verteilt.
    - Ginkgoblätter - ca. 40g/Tag an 2 Mahlzeiten (auch hier muß man nach 2 Monaten 4 Wochen lang pausieren)
    - Knoblauch (gegen Fliegen und zur Blutverdünnung)
    - und Schüsslersalze: Nr: 6,8,10 jeweils 2x 15St/Tag

    Huforthopädin kommt regelmäßig und ich feile wöchentlich nach

    Die meisten Sachen kaufe ich über Makana - günstig und gut Was meinen beiden auch sehr gut getan hat, waren die flüssigen Elektrolyte

    So, da wir nun wieder einen Fall im Stall haben, der vermutlich eine belastete Hufrolle hat (Röntgenaufnahmen folgen, daher "vermutlich") wollte ich einfach nochmal zusammenfassen:
    Viele TÄ stellen die Diagnose "Hufrolle" sehr schnell. Fakt ist: man kann auf Röntgenaufnahmen einen entzündlichen Prozeß nicht eindeutig sehen. Was man sehen kann, sind Veränderungen des Hufrollenkomplexes. Und die hat fast jedes Pferd - mal mehr mal weniger schlimm Solange der Komplex nicht so stark zerstört ist, daß die Sehne ggf mit angegriffen ist und zu reißen droht, kann man das Pferd durchaus alt werden lassen und auch noch reiten!
    Beachten sollte man dabei nur: keine engen Wendungen, nicht springen! Versucht das Pferd möglichst stark auf die Hinterhand zu reiten.
    Der Verdacht auf Hufrollenbefund liegt dann nahe, wenn das Pferd sich die Hufspitze stark abläuft und flach läuft (die Knie nicht richtig hebt), dazu Wendeschmerz. Dann KANN es eine Entzündung der Hufrolle sein...muß aber nicht. Genauso gut kann der Huf falsch bearbeitet sein und drücken!!! Wenn der Verdacht besteht, holt bitte einen Huforthopäden, der sich den Huf und die Stellung genau anschaut. Bitte laßt das Pferd barhuf laufen, damit der Huf sich in die richtige Position laufen kann, mit der das Pferd zurecht kommt. Eisen jeglicher Art sind bei dieser Erkrankung kontraproduktiv!!!
    Ich muß leider sagen, daß die meisten (nicht alle!!!) Tierärzte mit der Diagnose Hufrollenentzündung komplett überfordert sind! Gebt Euren Kameraden nicht gleich auf! Hätte ich das gemacht, wäre Lamour mit ihren katastrophalen Röntgenbildern vor 3 Jahren zum Regenbogen galoppiert - so macht sie das heute über die Koppel und genießt ihr Leben und die Tatsache, daß sie Herdenchefin ist

  11. #91
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    Exclamation

    Da es hier im Forum grad ein wenig krieselt, habe ich nun vorsichtshalber eine email angelegt, auf der ich direkt zu erreichen bin (ein bißchen Geduld müßt Ihr schon haben - hab nicht jeden Tag Zeit um in Ruhe zu lesen und zurückzuschreiben )

    lanoan (ät) web.de
    Geändert von OESFUN (22.09.2014 um 21:21 Uhr) Grund: emailadresse auf Wunsch geändert

  12. #92
    Seepferdchen Guest
    Hallo liebe Leidensgenossen, war die Tage im Internet unterwegs, um nach sinnvollen Nahrungsergänzungen bei Hufrollenentzündung zu suchen. Lammi hatte mir ja bereits schon viele Tips gegeben.....Bin jetzt auf Lachsöl gestossen, hat ja angeblich auch viel Omega 3 Säuren, davor hatte ich Leinöl. Mit dem Leinöl pausieren wir aber immer im Sommer, aus Angst das es ranzig wird. Findet Ihr Leinöl oder Lachsöl besser? Von Lachsöl hab ich jetzt erst das erste mal was gehört, oder gibts das schon länger? Vielen Dank LG Seepferdchen

  13. #93
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    Beide sind reich an Omega 3 Fettsäuren, haben aber auch ein hohes Maß an Omega 6.
    Ich zitiere mal von der Seite: www. gruenlipp-muschelkonzentrat. d e
    Omega-3-Fettsäuren gehören zu den essentiellen Fettsäuren und erfüllen im Körper vielfältige Funktionen. Sie sind Antagonisten (Gegenspieler) der Omega-6-Fettsäuren. Im Falle von Entzündungsreaktionen (Entzündungen sind im Grundsatz keine Krankheit, sondern eine Reaktion des Körpers, die in Rahmen der Immunabwehr stattfindet) fördern Omega-6-Fettsäuren entzündliche Prozesse während Omega-3-Fettsäuren diesen Prozessen entgegenwirken.

    Wichtig für die Funktion des Körpers ist eine Ausgewogenheit, d.h. beide Antogonisten sollten zur Verfügung stehen. Im Rahmen der typischen industriellen Ernährung kommt es jedoch häufig zu einer einseitigen Verschiebung durch zu geringen Verzehr von Omega-3-haltigen Lebensmitteln. Grünlippmuscheln können ebenso wie z.b. Lachsöl dazu beitragen, den Anteil an Omega-3-Fettsäuren zu erhöhen und damit entzündlichen Prozessen entgegenzuwirken.

    Omega-3-Fettsäuren sind allerdings ein Sammelbegriff, der u.a. Alpha-Linolensäuren (z.B. in Leinöl und Hanföl), EPA und DHA umfasst. Die in der Grünlippmuschel enthaltenen Omega-3-Fettsäuren sind nicht gleichzusetzen mit den z.B. im Lachsöl enthaltenen Omega-3-Fettsäuren. Eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung australischer Wissenschaftler konnte einzigartige, bisher unbekannte Omega-3-Fettsäuren in der Grünlippmuschel identifizieren, die für die beobachteten anti-entzündlichen Eigenschaften der Grünlippmuschel verantwortlich sein könnten
    Davon mal abgesehen: Um auf ein hohes Maß an verwandelbaren Omegasäuren zu kommen müßtest Du täglich mindestens 200ml ins Pferd schütten...bei Neuseeland Grünlipp-Muschelextrakt sind das mal grad 8g

  14. #94
    Seepferdchen Guest
    Hallo Leute, ich glaube ich tendiere dann doch eher zu den Grünlippmuscheln.
    Die Frage ist nur, ob man die pur füttert oder doch ein Mischpräparat nimmt, wie zum beispiel Markus Mühle Gelenkkraft. Außerdem ist meiner so schnäubig.
    Ich glaub ich hatte mal sowas ähnliches gefüttert, da hat er nur die Pelletierte Form angenommen.
    Noch eine Frage (war bestimmt nicht meine letzte ) Zieht Ihr Eurem Pferd Gamaschen an, meiner hat Fesselkopfgamaschen und ich fürchte, das die auf den Schleimbeutel drücken könnten.Was macht Ihr? LG Seepferdchen

  15. #95
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    Versuchs erstmal mit Markus Mühle Gelenkkraft Wenn er das nimmt, holste das Muschelextrakt von Makana und mischt mini-mini-mini-Portionen drunter, Futter leicht befeuchten - dann hält es gut und staubt nicht. Gut geht bei einigen Pferden auch Möhren- oder Apfel oder Bananensaft drüberkippen Und wenn das klappt, langsam MM-Gelenkkraft ausschleichen und Pulver erhöhen Meist geht das gut
    Gamaschen hat meine nicht an - max. Fleecebandagen auf Stoppelfeldern

  16. #96
    amirh el salaam Guest
    Hallo,

    bin noch ganz neu hier´. Bin bei der Suche nach Inforamtionen auf dieses Thema gestossen und fand die Beiträge bis jetzt sehr hilfreich.
    Ich selber habe mir vor einem Jahr einen kleinen Araber gekauft der sehr abgemagert war. Über das letzte 3/4 Jahr haben wir ihm aufgepäppelt und mit leichter Arbeit versucht ihn wieder aufzubauen (hatte keine Rückenmuskulatur mehr und lief nur über die Vorhand) Jetzt hatte ich ihn für 3 Wochen im Intensiveren Beritt. Kurz davor hatte er auch Eisen bekommen der Hufschmied meinte das würde die Fühligkeit vermindern. Vor ca 5Wochen kam er mit total geschwollenen linken Vorderbein Bein von der Koppel.
    Der Tierarzt kam sofort. Vorläufige Diagnose: Hufprellung oder Abzess als auch Fleckmone. Sofort Rivanol Verband und Phenylbutazon. Nach a 1 1/2 Wochen war er wieder lahmfrei. 3 Tage später ging er wider lahm obwohl noch nicht mit ihm gearbeitet wurde. Nachdem nach einer weiteren Woche keine Besserung zu sehen war und die Beugeprobe absolut positiv wurde er geröngt. Nach einer Woche bekam ich dann den Befund Hufrollenentzündung mit bereits eingetrtenen Veränderung am Knochen. Jetzt steht er seitdem in seiner Paddockbox bekommt von mir Ingewer, Traumeel zu seiner Futterration (die leider stark gekürzt wurde da er nicht mehr auf die Koppel kommen darf).
    Ebenfalls hate ich eine Huforthopädin da was bei den Leuten am Stall nicht gut ankam da mir alle zu einem Spezialbeschlag raten.
    Nun zu meiner Frage: Wie lange dauert es an sich die Entzündung in den Griff zu bekommen? Soll er wirklich nur stehen? Sogar Spaziergänge sollen lt TA tabu sein. Hat jmd Erfahrung mit der Blutegel Therapie? Woran erkennt man das Stadium der Erkrankung wenn der TA keine Aussage darüber machen möchte.Woran erkennt man ob die Krankheit schon länger vorliegt oder kann man dass überhaupt?Gibt es noch weitere Möglichkeiten wie ich meinen Kleinen helfen kann. Er tut mir so leid. Jetzt ging es Ihm endlich etwas besser...
    Für shnele Antworten wäre ich sehr dankbar

  17. #97
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    Zitat Zitat von amirh el salaam Beitrag anzeigen
    Hallo,

    bin noch ganz neu hier´.

    Zitat Zitat von amirh el salaam Beitrag anzeigen
    Bin bei der Suche nach Inforamtionen auf dieses Thema gestossen und fand die Beiträge bis jetzt sehr hilfreich.
    Danke!

    Zitat Zitat von amirh el salaam Beitrag anzeigen
    Ich selber habe mir vor einem Jahr einen kleinen Araber gekauft der sehr abgemagert war. Über das letzte 3/4 Jahr haben wir ihm aufgepäppelt und mit leichter Arbeit versucht ihn wieder aufzubauen (hatte keine Rückenmuskulatur mehr und lief nur über die Vorhand) Jetzt hatte ich ihn für 3 Wochen im Intensiveren Beritt. Kurz davor hatte er auch Eisen bekommen der Hufschmied meinte das würde die Fühligkeit vermindern. Vor ca 5Wochen kam er mit total geschwollenen linken Vorderbein Bein von der Koppel.
    Der Tierarzt kam sofort. Vorläufige Diagnose: Hufprellung oder Abzess als auch Fleckmone. Sofort Rivanol Verband und Phenylbutazon. Nach a 1 1/2 Wochen war er wieder lahmfrei. 3 Tage später ging er wider lahm obwohl noch nicht mit ihm gearbeitet wurde. Nachdem nach einer weiteren Woche keine Besserung zu sehen war und die Beugeprobe absolut positiv wurde er geröngt. Nach einer Woche bekam ich dann den Befund Hufrollenentzündung mit bereits eingetrtenen Veränderung am Knochen. Jetzt steht er seitdem in seiner Paddockbox bekommt von mir Ingewer, Traumeel zu seiner Futterration (die leider stark gekürzt wurde da er nicht mehr auf die Koppel kommen darf).
    Ebenfalls hate ich eine Huforthopädin da was bei den Leuten am Stall nicht gut ankam da mir alle zu einem Spezialbeschlag raten.
    Nun zu meiner Frage: Wie lange dauert es an sich die Entzündung in den Griff zu bekommen? Soll er wirklich nur stehen? Sogar Spaziergänge sollen lt TA tabu sein. Hat jmd Erfahrung mit der Blutegel Therapie? Woran erkennt man das Stadium der Erkrankung wenn der TA keine Aussage darüber machen möchte.Woran erkennt man ob die Krankheit schon länger vorliegt oder kann man dass überhaupt?Gibt es noch weitere Möglichkeiten wie ich meinen Kleinen helfen kann. Er tut mir so leid. Jetzt ging es Ihm endlich etwas besser...
    Für shnele Antworten wäre ich sehr dankbar
    Nicht verzweifeln!!! Das bekommst Du weitestgehend wieder hin!
    Les Dir mal in Ruhe meine Beiträge durch! Ich schreib erstmal kurz auf, was mir durch den Kopf geht - die meisten Antworten "weshalb" findest Du, wenn Du einmal komplett liest

    - Bitte keinen Ingwer geben!!!!!!
    - Traumeel hilft nur bedingt und nicht gegen einen Entzündungschub.
    - Huforthopädin: Laß Dich nicht davon abbringen!!! Der Huf MUß arbeiten können, sonst wirst Du die Entzündung nicht los und die Schädigung wird schlimmer. Also: laß ihn barhuf richtig stellen !!!
    - Und laß ihn auf die Koppel! Bewegung ist das beste, was Du tun kannst! Wenn er keinen Ingwer mehr bekommt, wird er schnell selber merken, was ihm gut tut und was nicht. Die nächste Zeit kann hart werden, weil er teilweise starke Schmerzen haben wird. Da müßt Ihr einmal durch
    - Wieso macht Dein TA keine Aussage zur schwere der Schädigung??? Muß er doch erkennen können anhand der Röntgenbilder??? Hast Du die Aufnahmen der Hufrolle digital?? Dann schick sie mir mal auf meine Mailaddi: hilfe-bei-hufrolle (at) web.de. Wenn eine Schädigung des Strahlbeins erkennbar ist, liegt schon länger eine Entzündung oder Überbelastung vor. Im Anfangsstadium ist die Erkrankung kaum zu diagnostizieren...
    - Blutegel könnten für die erste schnelle Hilfe bei Dir sinnvoll sein. Dafür sollten 7-8 Stück am Kronrand angesetzt werden. Dafür muß aber der Ingwer mindestens 2 Wochen abgesetzt sein, sonst beißen sie teilweise nicht richtig.
    - Besorg Dir Ginkgo zur Blutverdünnung, Teufelskralle und Zink gegen die Entzündung und Muschelextrakt zum Aufbau der Gelenkkomplexes

    Die Dauer bis es besser wird, ist unterschiedlich. Reiten solltest Du erstmal mindestens 3 Monate nicht - eher länger. Einfach um dem Gelenk die Chance zu geben ohne Druck ausheilen zu können. Laß ihn viel raus, geh mit ihm spazieren (am besten ebener, weicher Grund). Imer soviel, wie er mag. Du wirst nach einiger Zeit erkennen, wann sich eine neue Entzündung anbahnt und kannst dann dementsprechend die Mengen erhöhen oder Zusätze wieder dazugeben
    Schick mir mal die Aufnahmen, dann sehen wir weiter, okay?

  18. #98
    Seepferdchen Guest
    Hallo, wollte mich mal wieder melden. Pferd geht 4 Wochen nach Behandlung
    leider immer noch lahm Habe jetzt nur Schritt geführt und das nur wenige Minuten. Jetzt soll er doch plötzlich Tildren bekommen. Ein hin und her bei der Therapie. Da fällt mir der Satz von Dir Lammi ein, als Du geschrieben hattest, das die einige TÄ mit der Diagnose und deren Therapie meistens überfordert sind und genau das kommt mir hier auch so vor. Werde jetzt eine zweite Meinung einholen kann ja nicht verkehrt sein. Melde mich wieder, wenn es was neues gibt

  19. #99
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    Zitat Zitat von Seepferdchen Beitrag anzeigen
    Hallo, wollte mich mal wieder melden. Pferd geht 4 Wochen nach Behandlung
    leider immer noch lahm Habe jetzt nur Schritt geführt und das nur wenige Minuten. Jetzt soll er doch plötzlich Tildren bekommen. Ein hin und her bei der Therapie. Da fällt mir der Satz von Dir Lammi ein, als Du geschrieben hattest, das die einige TÄ mit der Diagnose und deren Therapie meistens überfordert sind und genau das kommt mir hier auch so vor. Werde jetzt eine zweite Meinung einholen kann ja nicht verkehrt sein. Melde mich wieder, wenn es was neues gibt

    Wie war das? Du hattest Eisen draufgemacht oder bin ich grad falsch??? Wenn ja: nimm die Dinger ab und stell um auf Barhuf - ausgeschnitten von einem Orthopäden, nicht von einem Hufschmied!!! Hufeisen lassen den Huf nicht arbeiten - und das muß er, wenn Du die Entzündung heraus bekommen willst!!!

    Desweiteren besorg Dir Teufelskralle - die wirkt entzündungshemmend. Aber auch das dauert seine Zeit, bis alles wieder frei von Entzündungen und Schmerzen ist. Sowas baut sich pber Jahre hinweg auf und ist eben nicht mit einem Wunder zu kurieren

  20. #100
    Seepferdchen Guest
    Hallo Lammi, ja meiner hatte Eisen bekommen, die vorne offen (Zehenfrei) sind und hinten geschlossen. Meiner hat sehr sehr niedrige Trachten (sog. Entenfüße), sodas er ohne Eisen viel zu flach steht. Hatte gestern THP da, die hat das Pferd von oben bis unten gecheckt, die meinte er steht immer noch minimal zu flach, sagte man muß aufpassen, das sich die Trachten nicht einrollen, was meint sie damit??? Teufelskralle füttere ich schon ein paar Wochen. THP hat jetzt Akupunktur gemacht und homöop. Medis aufgeschrieben das probieren wir jetzt aus. LG

  21. #101
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    Wenn Du einen Huforthopäden an Dein Pferd läßt und eben KEINEN Schmied, wird der die Hufe schon so stellen, daß die Trachten richtig nachwachsen können. Trachten rollen sich durch falsche Bearbeitung oder durch Eisen ein. Sprich: sie schieben sich unter den Huf, der Strahl wird abgedrückt, kann nicht mitarbeiten und der Huf wird nicht richtig durchblutet. Entzündungen und Lahmheiten sind vorprogrammiert.
    Für die falsche Bearbeitung in der Vergangenheit sprechen auch die Schnabelhufe oder auch Entenfüße.... Der Wallach, der früher bei uns stand, hatte auch Schnabelhufe, dazu noch schiefe Fesseln mit Arthrose. Der Schmied hat ihm schön regelmäßig einen "orthopädischen" Beschlag verpaßt...mit dem Erfolg, daß der Huf einen fetten Riß bekam (Kommentar HS: kommt von seiner schlechten Hufqualität ) und die Trachten unterrollten. Der Wallach hat sich in schönen, regelmäßgen Abständen beim Reiten samt Reiter auf die Schnauze gelegt, weil er über seine Hufe gestolpert ist. Später auch auf der Koppel. Nach nur 2!!!! Bearbeitungen der Huforthopädin von mir, konnte man sehen, daß der Schnabel weitestgehen weg war, der Riß rauswuchs und das Pferd hat sich NIE wieder beim Reiten auf die Schnauze gelegt. Heute muß man zwar immer noch gegen seine Fesselschrägstellung anarbeiten, aber die Hufe sind top, keine Risse mehr, Trachten sind wieder grade und das Pferd läuft lahmfrei....
    Wie gesagt: meine Meinung ist immer noch, daß der Schmied von Dir das Tier nicht richtig stellt und das Lahmen spätestens dann weg ist, wenn Du einen Huforthopäden ran läßt...
    Wie sollen Medikamente IN den Hufen wirken, wenn sie mit dem Blut nicht ordentlich hin transportiert werden???

  22. #102
    fuexjen Guest
    Zitat Zitat von Seepferdchen Beitrag anzeigen
    Hallo Lammi, ja meiner hatte Eisen bekommen, die vorne offen (Zehenfrei) sind und hinten geschlossen. Meiner hat sehr sehr niedrige Trachten (sog. Entenfüße), sodas er ohne Eisen viel zu flach steht.
    Aber ein Eisen verändert doch die Stellung der Achse nicht. Du meinst sicher, jetzt sind die Trachten etwas weiter von Boden weg.....

    Hatte gestern THP da, die hat das Pferd von oben bis unten gecheckt, die meinte er steht immer noch minimal zu flach, sagte man muß aufpassen, das sich die Trachten nicht einrollen, was meint sie damit???
    Ich denke, man muss das erst mal von der Definition her klären. Was meinst Du mit flachen Trachten? Wenn die nur zu kurz sind, aber im richtigen Winkel stehen, hat das Pferd i.d.R. keine großen Probleme.

    Erst, wenn die Winkelung nicht stimmt, die Trachten also zu flach liegen, egal, wie lang sie dann sind, kommt ein Übermaß an Druck auf diesen Bereich. Die Trachten können diesem dann nicht mehr standhalten, werden eher noch flacher und rollen unter Umständen sogar ein, d.h. die biegen sich dann von außen nach innen über den Hufrand und das sieht dann aus, wie eine Rolle.

    @ lammi
    Ich habe früher, wie Du, auch immer nur Huforthopäden empfohlen. Inzwischen musste ich leider eine größere Anzahl von Pferden kennenlernen, wie von HO regelrecht (huflich gesehen) verunstaltet worden sind. Ich denke, die Bearbeitungsszene ist sehr stark im Umbruch. Zur Zeit gibt es aus jeder Fraktion hervorragende Experten bis scheuklappige Stümper. BESW, GdHK, Ebeta, NHC bringen inzwischen durchaus sehr gute Barhufpfleger hervor. Auch einige Schmiede, die den Zahn der Zeit erkannt haben, und sich in diesem Metier weitergebildet haben, sind inzwischen zu empfehlen.

    Deshalb würde ich bei der Empfehlung zu einem gut korrigierenden Hufmenschen eher auf dessen Kompetenzen achten, als auf die "Fraktion" aus der er entstammt.

    Nur mal so als Denkanstoss.

    LG fuexjen

  23. #103
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    Zitat Zitat von fuexjen Beitrag anzeigen
    @ lammi
    Ich habe früher, wie Du, auch immer nur Huforthopäden empfohlen. Inzwischen musste ich leider eine größere Anzahl von Pferden kennenlernen, wie von HO regelrecht (huflich gesehen) verunstaltet worden sind. Ich denke, die Bearbeitungsszene ist sehr stark im Umbruch. Zur Zeit gibt es aus jeder Fraktion hervorragende Experten bis scheuklappige Stümper. BESW, GdHK, Ebeta, NHC bringen inzwischen durchaus sehr gute Barhufpfleger hervor. Auch einige Schmiede, die den Zahn der Zeit erkannt haben, und sich in diesem Metier weitergebildet haben, sind inzwischen zu empfehlen.

    Deshalb würde ich bei der Empfehlung zu einem gut korrigierenden Hufmenschen eher auf dessen Kompetenzen achten, als auf die "Fraktion" aus der er entstammt.

    Nur mal so als Denkanstoss.

    LG fuexjen
    Damit hast Du wohl recht. Stümper gibts auf beiden Seiten Nur bislang sind mir mehr Hufschmiede untergekommen, die leider nur den Huf abkatschen und Eisen druff und das wars. Stellung? Wieso - Pferd läuft doch
    Vielfach fehlen den "neuen" Huforthopäden einfach Praxisstunden. Die leben nicht davon, machen es Nebenberuflich und somit können sie auch nicht wirklich Erfahrung sammeln oder eben nur sehr langsam.
    Die beste Ausbildung findet immer noch in England statt. Hufschmiede von da beherrschen - meist - sowohl Metall-Handwerk, als auch die orthopädischen Grundlagen. Leider gibt es den, den die Besi meines ehemaligen Pflegepferdes hatte aus Altergründen nicht mehr. DER war gut
    Mir wurden grad wieder 2 Hufschmiede hier aus der Region "empfohlen"...Beide angeblich SEHR kompetent und erfahren in der Huforthopädie... Ich habe mir die Pferde der Besitzer angesehen und dankend abgelehnt. Spannungsrisse in den Hufwänden, schnabelnde Hufe, die einfach mit Keilen höher gestellt wurden, eingerollte Trachten....danke...Und beide waren seit Jahren bei den beiden Hufschmieden - also nichts, was frisch war....Und beide haben kaum Termine frei, weil sie "so toll" sind Einer davon nennt sich sogar Huforthopäde (kann aber keinerlei Ausbildung/Abschluß darin vorweisen)...

    Es ist schwer einen guten Hufpfleger zu finden. Ich bin heilfroh, daß ich meine Heike Braun habe

  24. #104
    fuexjen Guest
    Zitat Zitat von lammi88 Beitrag anzeigen
    Es ist schwer einen guten Hufpfleger zu finden. Ich bin heilfroh, daß ich meine Heike Braun habe
    Ja es ist die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Dummerweise kann man sich in dem Bereich auch nicht auf die Aussagen seiner Reiterkollegen verlassen. Da kann sich jeder Pferdebesitzer im Grunde nur möglichst viel eigenes Wissen aneignen, damit gegebenenfalls bei ihm die Alarmglocken frühzeitig läuten.

    Leider ist es aber Gang und Gäbe, sich keine Gedanken über Hufgesundheit zu machen und sich auf seinen Hufbearbeiter blind zu verlassen......bis das Kind in den Brunnen gefallen ist. Bei resistenten Besis sogar noch darüber hinaus.

    Nur wenn sich die Einstellung der Besitzer ändern wird, wird es Veränderungen in der Aus- und Weiterbildungsqualität und -Mentalität der Hufbearbeiter geben.

    So long....auf in den "Aufklärungskampf".

    LG fuexjen

  25. #105
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    Zitat Zitat von fuexjen Beitrag anzeigen
    So long....auf in den "Aufklärungskampf".
    Immerhin: 2 hab ich schon aktiv "aufgeklärt" nicht viele, aber die beiden geben auch gern ihre (Leidens- und Erfolgs-) Geschichte weiter

    Aber solange es immer noch Leute gibt, die nur 1x im Jahr den Hufschmied holen, wird sich so schnell nix ändern

  26. #106
    Kati_ Guest
    Hallo!
    Ich möchte wieder mal meine aktuelle Situation beschreiben!
    Ich bin jetzt mit meinem Pferdi in einem neuen Stall und dort gibts eine super tolle huforthopädin und zu meinem Glück macht sie alle 5 wochen auch meinen wallach und seitdem hat er wunderbare Hufe und ich und ich glaub auch er sind super zufrieden damit. Er lahmt schon seit langem nicht mehr und wir genießen die zeit miteinander jeden Tag. Ich weiß leider nicht wie weit seine krankheit fortgeschritten ist da ich die röntgenbilder nie gesehen habe aber ich füttere jetzt zusätzlich auch von iwest magnopodo und magnotin . Ich hab mal was geschrieben dass er klebebeschlag oben hatte. er ging sich zwar besser damit.viel besser sogar.Allerdings sind die Dinger echt teuer und es ist besser gleich barhuf zu lassen. Meine Erfahrung bis jetzt ist auch, dass Hufschmiede einfach nicht so gut barhuf bearbeiten hatte jetzt schon 2 die ihn nicht richtig bearbeitet hatten und er wieder lahm ging. Das wichtigste ist gutes Zusatzfuttermittel zu geben und die Hufe barhuf bearbeiten zu lassen und einfach sein Pferd zu schonen wenn es mal Ruhe braucht.und nicht hoch springen oder gar nicht springen. Ich liebe das springen und als ich meinen Süßen kennengelernt habe war er trotz seiner jungen JAhre ein talentiertes Springpferd und ich bin sicher wir hätten es weit geschafft und das Gefühl im Sattel zu sitzen und mit ihm zu springen war wunderschön. Zu der Zeit wusste ich noch nichts von seinem Befund. Doch seit ich ihn habe bin ich kein einziges Mal mit ihm gesprungen und ich gebe lieber das springen auf als ihn. Denn die Gesundheit meines Pferdes steht an erster Stelle und ich liebe es ihm zuzusehn wenn er über die Koppel galoppiert. Also niemals aufgeben bei der nachricht Hufrolle
    Lg Kati

  27. #107
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    Mal wieder aktualisieren wird Zeit

    Lamour gehts super. Zur Zeit so gut, daß ich sie wieder reiten kann und daß sie auch einen Transport im Hänger unbeschadet übersteht

    Was mache ich noch und was hab ich in letzter Zeit empfohlen? Das hier und nur das. Billigste und effektivste Methode sein Pferd wieder zum laufen zu bringen :

    (kopiert aus einem anderen Fred)
    Bei Hufrollenbeschwerden ist das A und O eine gute Durchblutung des Hufes. Mit Eisen geht das nicht. Die halten den Huf starr, die Entzündung kann nicht abgebaut werden. Der Huf stellt sich von sich auch steiler wenn er es gebraucht. Dazu benötigt man keine Eisen, nur etwas Geduld, Rücksicht und Zeit UND einen guten Hufpfleger. Schau mal hier: http://www.gesundehufe.com/hufmechanismus.html dort wird der Hufmechanismus sehr gut erklärt. Wie soll das mit einem Eisen gehen? Die Seite ist toll - leider schneiden die nach Strasser - würde ich bei Vorschäden nicht empfehlen. Dann lieber nach Biernat schneiden.

    Was Du erreichen mußt, ist, daß der Huf gut durchblutet wird. Zum einen durch korrekte Hufstellung, zum anderen kannst Du helfende Mittel füttern. Ich bin kein Tierheilpraktiker, kann Dir also nur sagen, was ich mache. Ob Du es dann auch so machst, bleibt Dir überlassen - Nicht, daß ich hier nachher wieder von Usern abgemahnt werde

    Zur Blutverdünnung:
    Knoblauch - tgl. 10-15g
    Ginkgo - tgl 40-60g
    beides sollte man alle 4 Wochen im Wechsel geben.

    Zum Entzündungsabbau:
    Zink (von Makana die Zinkpellets in Höchstmenge geben oder Zinkorotat POS)
    Teufelskralle 2x tgl knapp 20g
    ebenfalls alle 4 Wochen im Wechsel geben.

    Und eben Neuseeland-Muschelextrakt - 2xtgl 4g ins Futter zum Aufbau des Knorpelkomplexes. Enthält ein hohes Maß an Hyaluronsäure, die gefüttert besser wirkt als gespritzt. Langsam anfangen, da das Zeug recht fischig riecht!!!

    Was man zusätzlich noch machen kann sind Schüsslersalze. Nr. 1, Nr 2 und Nr 8 jeweils 2x tgl 10St über 6 Monate. Hatte mir ein Heilpraktiker empfohlen und die in Kombi haben bei Lamour einen Schub nach vorn gebracht. Die sollte man dann aber über Internet Apos kaufen. Einfach über Medizinfuchs.de schauen und nach "Pflüger" - die sind am günstigsten.

    Ach so: Alles langsam zur Endmenge anfüttern, da sonst die Pferde das Futter verweigern. Bewährt hat sich das Mischen in Mash oder Heucops - auch Honig oder Apfelsirup/ Apfelsaft druntermischen hilft.

    Bei der Fütterung sollte man Weizen und Melasse vermeiden - beides steht im Verdacht Rehe und Arthrose zu begünstigen - ist also auch für Hufrollenpatienten nicht geeignet.

    Ich kaufe fast alles bei makana ein. Günstig und gut. Grünlippmuschel 500g kommst man über 2 Monate mit aus. Also ist das gar nicht so teuer

  28. #108
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    Mein letzter Beitrag ist nun ein Jahr her. Seitdem hatte ich keine weiteren Lahmheiten mehr. BIS jetzt...aktuell lahmte sie wieder kurz, hab wieder angefangen alles aus meinem letzten Beitrag zu geben ( hab seit 1 Jahr auf nur noch Grünlippmuschel reduziert gehabt) und inner halb von wenigen Tagen ist es wieder soweit okay. Ich werde es wieder einen Monat durchziehen, dann wieder nur auf Grünlipp reduzieren.

    Lamour gehts es so gut, daß ich sie wieder kurze Strecken (also unter 5km am Stück und auch nur auf ebenem Boden, da sie mit unebenem Boden mit Steinchen nicht gut zurecht kommt) reite, wir wieder die Stoppelfelder genossen haben und ich mittlerweile sicher bin, daß wir noch viele schöne Jahre zusammen haben werden.

    Wer hätte das gedacht, als ich 2007 in der Klinik war und man mir sagte, ich sollte sie einschläfern lassen, das ist Quälkram? Sie ist eine Kämpferin und ich habe mit gekämpft. Zumindest einen Teil an Lebensqualität haben wir uns so wieder erkämpft und meine Maus kann ihr Leben wieder genießen (was sie auch ausgiebig tut).

  29. #109
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    Wer hätte gedacht, dass so viele Menschen auf die Frage reagieren werden?

    Diese Konstellation ist so hilfsreich für diejenigen, die noch keine Erfahrung haben und die Info brauchen, die andernfalls nirgendwo zu finden sind.

  30. #110
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    hei,

    ich hab jetzt nicht alle beiträge gelesen, aber ich hatte auch ein hufrolle pferd.
    zuerst hatten wir vorne schlusseisen drauf mit luwex einlagung und polsterung drunter. später rock`n roller auch mit polsterung.

    zudem haben wir von nutri labs das quattro dolor mit gefüttert und zur erleichterung 2x im jahr hyaluron gespritzt und vor jeder arbeit 20 min schritt geritten. ach ja und im winter hatten wir vorne transportgamaschen in der box drauf.

    alles in allem die ideale lösung, bis sich eine zyste gebildet hat und lollipops entstanden sind, dann mussten wir ihn einschläfern.
    vielleicht war da ja noch was dabei, was du noch nicht versucht hast.

  31. #111
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    Hallo Satchita,

    Zysten und Lollipops sind kein Grund das Pferd einzuschläfern Das ist - muß ich Dir leider so sagen - unkompetentes Tierarztwissen.... denn wenn es danach ginge, würde Lamour schon lange nicht mehr leben....
    Hyaluron natürlichen Ursprungs füttere ich mit den Grünlippmuscheln. So ist es sehr viel wirksamer als wenn es gespritzt wird.
    Eisen sind kompletter Mist bei HRE, da sie die Entzündung unterstützen. Der Huf muß arbeiten können um die Entzündung abzubauen. Eisen halten in steif und verschlimmern nur. Ein gut gestellter Barhuf läuft sich in eine Position, wie das Pferd es benötigt. Da braucht man keine Eisen, nur einen Haufen Geduld
    Und 20 Minuten sollte man jedes Pferd, was man zu Boxenhaft verurteilt hat, warm reiten. Ansonsten passiert nämlich genau das, worüber wir hier sprechen.... HRE... falsche Bewegung ist einer der Gründe weshalb die wohl entsteht...

    Nix für ungut, aber ihr habt leider zu sehr einem Tierarzt vertraut. Mein Pferd ist nun 23 Jahre alt, der TA hätte sie vor 4 Jahren einschläfern wollen, weil sie ja "so leidet"...mein leidendes Pferd hat sich heute von der Koppel ein Rennen mit meinem Jungspund geliefert....und gewonnen

  32. #112
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    also - boxnehaltung gab es nicht ! er war ganztags auf der koppel / großer paddock je nach wetter. und DOCH es ist ein grund, da bereits ein deutlicher riss im hufgelenk war, welches nur noch wenige wochen gehalten hätte. was hat das pferd davonr, wenns ihm das gelenk zerreisst ???
    gefüttertes hya ist übrigens nicht sinnvoller, da es ja teils wieder ausgeschieden wird.

  33. #113
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    Zitat Zitat von Satchita Beitrag anzeigen
    also - boxnehaltung gab es nicht ! er war ganztags auf der koppel / großer paddock je nach wetter. und DOCH es ist ein grund, da bereits ein deutlicher riss im hufgelenk war, welches nur noch wenige wochen gehalten hätte. was hat das pferd davonr, wenns ihm das gelenk zerreisst ???
    gefüttertes hya ist übrigens nicht sinnvoller, da es ja teils wieder ausgeschieden wird.
    Sorry, aber Lollipops sind keine Risse. Sie entstehen, weil die Blutgefäße aufgrund des Entzündungsstaues verdicken und sich durch die Knochen sozusagen "Platz" verschaffen. Die Lollipops sind in sofern gefählich, da sie häufig scharfe Kanten haben und die große Beugesehne eben über den Teil des Gelenkes läuft. Somit kann es eben passieren, daß die Sehne reißt. Etwas, was bei Lamour - trotz massiver Lollipops - bis heute nicht passiert ist. WENN da ein Riss war, dann ist der nicht durch Lollipops entstanden.

    Und es gibt mehrere Studien über gefütterte und gespritzte Hyaluronsäure bei Gelenkserkrankungen. Die erste Studie wurde in den USA an 2000 Pferden durchgeführt. Von den Pferden mit gespritzter Hyaluronsäure war nur bei knapp 15% eine Besserung zu merken. Bei gefütterter Hyaluronsäure natürlichen Ursprungs (NICHT künstlicher Hyaluronsäure!!!) waren über 60% der Pferde innerhalb des ersten halben Jahres lahmfrei...
    Leider sind die Tierärzte hier nicht grade gut informiert. Mein Ex-Tierarzt (bin weggezogen) hat mich sogar letztlich meist angerufen, wenn er wieder ne HRE hatte. Er ist mittlerweile fit und hat auch schon viele Pferde wieder zum Laufen gebracht. Letztlich kann man den Tieren aber nur dann helfen, wenn der Besitzer mitmacht. Wenn der besitzer lieber ne Schmerzspritze geben will, damit er schnell wieder auf dem Pferd rumjuckeln kann, kann auch der beste TA nichts machen.
    Eine HRE wieder gut auszukurieren und zu bessern, braucht viel Zeit und viel Rücksicht vom Besitzer/Reiter. Dann muß das Pferd eben mal 1 Jahr nur spazieren geführt werden.... aber genau DAS wollen viele nicht. Dann ist eben der Schlachter für viele der einfachere Weg ihren Weggefährten los zuwerden....

  34. #114
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    der riss kam von der zyste da diese so riesig war !!

    Eine HRE wieder gut auszukurieren und zu bessern, braucht viel Zeit und viel Rücksicht vom Besitzer/Reiter. Dann muß das Pferd eben mal 1 Jahr nur spazieren geführt werden.... aber genau DAS wollen viele nicht. Dann ist eben der Schlachter für viele der einfachere Weg ihren Weggefährten los zuwerden....
    und darum ging es am allerwenigsten aber ich hab shcon verstanden - DEIN forum alle anderen sind dumm... alles klar

  35. #115
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    Zitat Zitat von Satchita Beitrag anzeigen
    ... aber ich hab shcon verstanden - DEIN forum alle anderen sind dumm... alles klar
    Wirklich SEHR nett, jemanden derart anzufahren, der dir und dem Pferd helfen will *kopfschüttel*
    LG von Renate, Muffin & Bonny-Noëlle
    ... sowie Patenkaterchen "STANLEY"
    und Aiderbichl-Patenkind "LUDWIG"



  36. #116
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    Zitat Zitat von Becky Beitrag anzeigen
    Wirklich SEHR nett, jemanden derart anzufahren, der dir und dem Pferd helfen will *kopfschüttel*

    helfen mit sprüche wie zu faul das pferd ein jahr schritt zu führe usw und deswegen hätt ich ihn eingeschläfert?? tolles helfen^^

  37. #117
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    Zitat Zitat von Satchita Beitrag anzeigen
    der riss kam von der zyste da diese so riesig war !!

    Eine HRE wieder gut auszukurieren und zu bessern, braucht viel Zeit und viel Rücksicht vom Besitzer/Reiter. Dann muß das Pferd eben mal 1 Jahr nur spazieren geführt werden.... aber genau DAS wollen viele nicht. Dann ist eben der Schlachter für viele der einfachere Weg ihren Weggefährten los zuwerden....
    und darum ging es am allerwenigsten aber ich hab shcon verstanden - DEIN forum alle anderen sind dumm... alles klar
    Satchita, kein Grund so dämlich zu reagieren. Eine Zyste bildet sich, weil der Bluteinschuß nicht ablaufen kann. Die hätte man bei Zeiten punktieren können und durch Blutverdünnung durch Ginkgo oder/und Knoblauch Schmerzen für das Tier verhindern können.
    Sorry, Du hast am Anfang geschrieben, Du hast nicht alles gelesen. Hättest Du mal machen sollen . Ich habe wirklich viel probiert, Tipps von anderen umgesetzt, mich durch englische Ärztefachblätter gekämpft. Und mußte leider zusammen mit meinem TA feststellen, daß 95% der TÄ komplett mit dem Thema überfordert sind. Ich weiß auch nicht alles und bin immer dankbar, wenn ich neue Impulse bekomme. Letztlich ist vieles einfach noch nicht erforscht. Fakt ist aber, daß HRE durch folgende Einflüsse stark gefördert wird:
    - Inkorrekte Reitweise
    - Falsche Hufstellung ggf auch Beschlag
    - falsches Futter
    - bewegungseingeschränkte Haltung
    - und vermutlich auch Veranlagung.
    Fakt ist auch, daß seeehr viele Wildpferde mittelstarke bis starke Hufrollenveränderungen haben und damit trotzdem lahmfrei laufen....Also ist damit auch erwiesen, daß die Veränderung an sich, nichts Schlimmes ist.
    Und daß ich mit meiner Art und Weise mit Lamour zu leben und sie zu halten nicht ganz verkehrt liegen kann, sieht man schon dadran, daß es ihr immer noch relativ gut geht, sie von sich aus läuft und buckelt und sie eindeutig Lebensfreude hat....

    Zitat Zitat von Becky Beitrag anzeigen
    Wirklich SEHR nett, jemanden derart anzufahren, der dir und dem Pferd helfen will *kopfschüttel*
    Renate: ihr Pferd wurde bereits eingeschläfert. Es war nett gemeint von ihr, daß sie das weitergegeben hat, was sie gemacht hat. Leider sind viele Sachen davon überholt. Tierärzte sind nun einmal komplett mit dem Thema überfordert und raten allzuschnell zu mechanischen Therapien und zum einschläfern. Lamour lebt nur noch, weil ich so ein Dickkopf war und der Tierarzt in der Klinik mir so extrem unsympathisch war

  38. #118
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    Zitat Zitat von Satchita Beitrag anzeigen
    helfen mit sprüche wie zu faul das pferd ein jahr schritt zu führe usw und deswegen hätt ich ihn eingeschläfert?? tolles helfen^^
    Ich habe es generell geschrieben, nicht auf Dich bezogen, aber wenn der Schuh paßt?

  39. #119
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    Zitat Zitat von lammi88 Beitrag anzeigen

    Renate: ihr Pferd wurde bereits eingeschläfert. Es war nett gemeint von ihr, daß sie das weitergegeben hat, was sie gemacht hat. Leider sind viele Sachen davon überholt. Tierärzte sind nun einmal komplett mit dem Thema überfordert und raten allzuschnell zu mechanischen Therapien und zum einschläfern. Lamour lebt nur noch, weil ich so ein Dickkopf war und der Tierarzt in der Klinik mir so extrem unsympathisch war
    Ach, der arme; vielleicht könnte er noch leben
    LG von Renate, Muffin & Bonny-Noëlle
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  40. #120
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    Zitat Zitat von Becky Beitrag anzeigen
    Ach, der arme; vielleicht könnte er noch leben
    Weißt Du, letztlich betreibt kaum einer einen solchen Aufwand wie ich. Ein Pferd ist und bleibt ein teures Hobby und wird letztlich dazu gehalten um damit zu reiten oder zu fahren. Die wenigsten bekommen Gnadenbrot wenn sie alt oder krank sind, weil man eben das Hobby nicht mehr mit ihnen ausüben kann und die reine Haltung zuviel kostet. Mir ging es immer nur nebensächlich ums reiten, immer viel mehr um den Umgang mit den Tieren. Von daher hat Lamour bei mir die Chance trotz ihrer Erkrankung alt zu werden. Für einen Turnierreiter wäre es wertlos und zu teuer sie weiter zu halten. Ich habe echt viel Geld in sie gesteckt und auch heute kostet sie mich doch einiges zusätzlich, von Literweisen vergossenen Tränen mal abgesehen.... Sie ist und bleibt eine Baustelle aufgrund ihrer Vergangenheit. Und trotzdem bin ich froh mich damals für sie entschieden zu haben. Ich habe mit und durch sie so unglaublich viel gelernt, das hätte ich mit einem anderen Pferd NIE erreicht.

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