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Thema: Boxentraining ?

  1. #1
    knuffel_mo Guest

    Question Boxentraining ?

    Hallo Zusammen,
    wir haben leider immernoch ein Problem mit dem allein bleiben. Unser 10 Monate alter Rüde "Mo", macht immer einen riesen Theater wenn er alleine bleiben muss. Er jault, bellt und springt und kratzt an der Wohnungstür. Das bekannte Training mit den kurzen allein lassen und wieder kommen hat leider nach vielen Versuchen fehlgeschlagen. Nun wurde mir das Boxentraining empfohlen. Ich hab einiges schon drüber lesen können. Wer könnte mir die einzelnen Schritte erklären, die für den Erfolg ausschlaggebend sind?

  2. #2
    jeto Guest
    Hallo knuffel_mo,
    mit 10 Mon. wird es dann ja Zeit, den "Lumpi" an die Box zu gewöhnen. Leichter ist`s natürlich im Welpenalter. Und ganz wichtig ist: die Box nicht als Strafe einsetzen.
    Mein Vorschlag:
    1. Box einrichten: Decke, Spielzeug, Trinknapf, ein T Shirt o. ä. von Dir, Tür offen lassen.
    2. "Mo" in sein neues "Haus" locken. Tür weiterhin offen lassen, so kann er alles in Ruhe erkunden.
    3. Wenn er sich an die Box gewöhnt hat, Tür schliessen (und "Mo" drin!) und Box weiterhin an einer "belebten Stelle " der Wohnung/des Hauses stehen lassen.
    4. Und dann geht es doch wieder los, mit dem Üben der Tennungszeiten! Das kann -evtl.!- Wochen dauern, aber es gehört einfach dazu.
    Und kein grosses Theater "beim Abschied" machen; und das Spielzeug und T Shirt o. ä. nicht vergessen.
    5. Viel Geduld haben!!!!!!!!!!

    Viel Spaß

    jeto & Toni

  3. #3
    Vera 22 Guest
    Hallo,

    genau das Problem haben wir auch mit unserer Dobermann-Rottweiler Hündin. Obwohl noch 2 andere Hunde ( Golden und Labi ) bei ihr sind kann sie einfach nicht alleine bleiben.
    Sie holt sich dann irgendwelche Sachen und zerstört diese. Sie ist aber schon 2 Jahre alt. Haben sie aber erst mit 7 Monaten bekommen und ich schätze, dass sie davor wahrscheinlich immer wieder eingesperrt wurde und ewig lange alleine bleiben mußte.

    Wir haben auch eine Hundebox. Und nach langem Üben bleibt sie da jetzt auch drin ohne Theater zu machen.

    Wir haben das so gemacht:

    1. Decke rein und einen Kauknochen oder Rinderohr
    2. Hündin rein bei offener Tür - kam sie allerdings sofort wieder raus
    3. wir füttern sie 2x täglich in der Box und seit wir das machen findet sie
    das Ding wohl klasse.

    Zumindest bleibt sie drin ohne irgendwelches Theater zu machen. Meistens legt sie sich irgendwann hin.
    Ist zwar vielleicht nicht die perfekte Lösung für den Hund, aber wenn's halt anders nicht geht.....

    Also am besten ganz langsam, die Trennungszeit steigern - so wie man das auch beim Welpen anfängt. Am Anfang 2 Minuten, dann 5 usw.

    Nur Geduld und dann klappt das schon.

    Liebe Grüße,

    Vera

  4. #4
    knuffel_mo Guest
    Vielen Dank für die Hilfe. Wie sieht es denn aus wenn ich die Wohnung für einige Zeit verlasse? Soll Mo in der verschlossenen Box bleiben? Oder mit geöffneter Tür?

  5. #5
    Vera 22 Guest
    Hallo,

    also ich lasse die Box immer zu wenn ich das Haus verlasse. Weiß ja sonst nicht was die Maus so anstellt, wenn sie rein und raus kann wie sie will.
    Und so fühlt sie sich wahrscheinlich wie in einer Höhle.
    Also ich an Deiner Stelle würde die Box erstmal zu lassen.

    Liebe Grüße,

    Vera

  6. #6
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    Hallo!

    Boxentraining ist leider nicht DIE Wunderwaffe gegen junge randalierende ich-will-nicht-alleine-bleiben-Rüpel. Es gelten die gleichen Regeln, wie für das Alleinebeibentraining ohne Box und es bedarf bei einigen Hunden auch sehr sehr viel Gewöhnungsarbeit, nur das der Hund in der Box natürlich nicht die Möglichkeit zum Randalieren hat und, wenn er sich wohlfühlt in der Box, durch die Enge und Geborgenheit etwas sicherer ist.

    Zuerst muß der Hund an die Box gewöhnt werden, er sollte die Box als etwas ganz normales kennen und sie auch mit einem Hörzeichen verbinden ("Geh in die Box!"). Ganz wichtig, er soll sich wohl- und geborgen fühlen, er sollte möglichst die Box auch von selbst aufsuchen, wenn er müde ist oder wenn er sich mit einer Knabberei irgendwohin zurückzieht.

    Liegt der Hund in seiner Box und ist kurz eingeschlafen, wird zum ersten Mal die Box zugemacht, dabei sollte der Wauz nicht aufwachen. Wird der Hund wach, wird er zunächst für kurze Zeit komplett ignoriert und erst aus der Box gelassen, wenn er total relaxed und ruhig ist. Auch beim Herauslassen keine großen Umstände machen und weiterhin den Hund ignorieren. Durch das völlige Ignorieren, bekommt der Hund mit, daß gar nichts unheimliches oder spannendes an der Situation war. So wird weitergeübt, mindestens zweimal am Tag sollte der Hund dann für anfangs 2 Minuten bis irgendwann 20 Minuten in der Box bleiben und dabei völlig ignoriert werden. Der Mensch bleibt allerdings anfangs auf jeden Fall im Raum, nur ganz langsam verläßt der Mensch mal beiläufig den Raum und holt etwas aus der Küche oder geht ins Bad. Schließlich sollte sich der Mensch völlig frei in der Wohnung bewegen können und der Hund liegt entspannt in der Box oder schläft sogar.

    Klappt das alles einwandfrei und der Hund wird nicht unruhig in der Box, kann langsam angefangen werden ihn gegen die Schlüsselreize die das Weggehen einläuten zu desensibilisieren, also der Hund ist seit etwa 10 Minuten in der Box und komplett ruhig, dann geht Mensch ganz souverän zur Wohnungstür und nimmt den Schlüssel in die Hand, legt ihn wieder weg und widmet sich wieder anderen Dingen. Dabei muß sehr genau vorgegangen werden, Hunde verknüpfen oft Dinge mit dem Weggehen, da kommt kein Mensch drauf! Schlüssel nehmen und Schuhe anziehen sind ja klar, aber bei meiner Hündin reicht ein Blick in den Spiegel im Bad und sie weiß, gleich geht es los! Oder wenn in der Stube der Fernseher ausgemacht wird und ich aufstehe, weiß sie, gleich geht es los! Wenn ich nochmal in den Kühlschrank gucke um zu schauen was ich noch alles einkaufen muß, wei sie, gleich geht es los! Alle diese Reize gilt es abzubauen und ihre Bedeutung für den Hund zu löschen!

    Sind die ganzen Reize abgeklärt, wird zum ersten Mal die Wohnungstür aufgemacht... und gleich wieder zugemacht, auch diesen Reiz gilt es abzubauen. Meine Hündin reagierte aber zum Beispiel gar nicht auf die Wohnungstür, sondern auf die Tür, die dahinter zum Treppenhaus führt und sie hört sogar, wenn ich eine Etage tiefer die Haustür zufallen lasse, dann fing sie erst an zu bellen.

    Beim Wiederkommen ist wichtig, den Hund erstmal in der Box zu lassen und ihn nur rauszulassen, wenn er komplett ruhig ist.

    Das Boxentraining ist meistens die letzte Chance, noch etwas an den Verlassensängsten des Hundes zu ändern, weil oft schon alles andere ohne Erfolg ausprobiert wurde. Weil es die letzte Chance ist, muß dabei ganz ganz sorgfältig vorgegangen werden! Bist Du dir unsicher, frag einen guten Hundetrainer ob er Dir mal über die Schulter schaut!

    Liebe Grüße! Verena

  7. #7
    Juni Guest
    Hallo zusammen,

    ich halte es zwar grundsätzlich durchaus für eine Möglichkeit, einen Hund für kurze Zeit in einer Box einzusperren, aber den Zeitfaktor möchte ich dabei doch mal ins Gespräch bringen. Alles, was über 2 Stunden hinaus geht, halte ich nämlich für tierschutzrelevant - und wenn es noch so bequem und praktisch erscheinen mag.

    Schöne Grüße,
    Juni

  8. #8
    Vera 22 Guest
    Ja klar kann man den Hund nicht stundenlang in der Box einsperren.
    Aber ich finde es sinnvoller sie in die Box zu tun, als dass sie irgendwelchen Blödsinn im Haus anstellt.

    Unser Hund wurde eben durch die früheren Besitzer "versaut" und wir können es jetzt ausbaden.
    In der Box ist sie super lieb und schläft auch meistens.
    Sie ist da drin wenn wir einkaufen gehen oder wenn ich mal zum Arzt muss.
    Es ist also eine begrenzte Zeit.

    Außerdem laufen wir immer vorher eine große Runde, damit die Maus auch müde ist.

    @Juni
    Habe in irgendeinem Beitrag gelesen, dass Du Hundetrainerin bist (warst).
    Vielleicht kannst Du mir helfen.
    Meine Hündin (Dobermann-Rottweiler-Mix) jagt unheimlich gerne. Sie hört grundsätzlich sehr gut. Nur sobald sich ein Reh, Hase ect. blicken läßt, dann setzt ihr Hirn aus und weg ist sie.
    Habe es schon mit Schleppleine probiert. Sobald eins dieser Viecher zu sehen ist dreht sie völlig am Rad und will nur hinterher. Sobald der Hase oder was auch immer weg ist beruhigt sie sich langsam wieder.
    Hast Du eine Idee, wie ich das weg bekommen kann? Habe sie momentan viel an der Leine, weil es mir einfach zu gefährlich ist, dass sie abdüst und möglicherweise nem Jäger oder wie auch immer unter die Nase gerät. Außerdem ist das für die Wildtiere ja auch kein Spaß wenn so ein Hund hinterher hetzt.
    Es gibt ja einige Leute, die mir zu Sprayhalsband und Teletac geraten haben - aber das ist nicht unbedingt mein Ding. Andere sagen wieder, dass das typisch Dobermann sei und ich damit leben müßte. Aber das kann ja wohl nicht sein.
    Habe noch 2 Retriever, die zum Glück gar nicht jagen, bzw. denen habe ich das als Welpe beigebracht, dass das eben nicht gemacht wird. Klar, die gucken schon, wenn ein Reh oder Hase auftaucht. Setzen dann auch mal an zum Spurt, werden von mir abgepfiffen und drehen auch sofort um.
    Nur Madam denkt gar nicht daran, in dieser Situation zu hören....
    Wäre Dir für einige Anregungen sehr dankbar.

    Liebe Grüße,

    Vera

  9. #9
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    Hey Vera! Dazu hatten wir mal eine sehr schöne ausführliche Diskussion, ich hol das Thema mal wieder weiter nach vorne. Es hieß "Schleppleine - für immer?"

    Das Endziel des Boxentrainings ist natürlich, den Hund soweit an das Alleinebleiben zu gewöhnen, daß er irgendwann nicht mehr auf die Box angewiesen ist. Dafür wird der Hund, wenn das Alleinebleiben in der Box sehr gut klappt, mal nicht in die Box gesperrt und Du verläßt die Wohnung, aber das ist bestimmt noch sehr lange hin!

    Liebe Grüße! Verena
    Geändert von VerenaD (24.07.2006 um 21:29 Uhr) Grund: Hab was vergessen...

  10. #10
    Vera 22 Guest
    Hallo Verena,

    vielen Dank für Deine Info. Habe den Beitrag mal studiert und werde es mit meiner Hündin testen.
    Allerdings habe ich das Gefühl, dass wenn ein "Opfer" in ihrem Sichtbereich auftaucht, dass sie gar nicht mehr ansprechbar ist sondern sich nur noch auf die Beute konzentriert.
    Bei einem Leinenruck + scharfes Kommando setzt sie sich dann zwar hin, aber das war's auch schon.
    Sie schaut nur in die Richtung, wo das Tier hin ist. Und danach will sie natürlich auf der Spur hinterher - wird aber von der Leine daran gehindert.

    Ich habe über eine, die hat auch einen Dobermann (wollte damals unsere Wohnung mieten) mitbekommen, dass die ihrem 1 oder 2 x das Teletac angelegt hat und danach war es vorbei mit dem Jagen.
    Aber zum einen sind die Teile ja verboten und zum zweiten sollte das dann wohl jemand machen, der echt Ahnung davon hat.
    Also nix für mich!

    Trotzdem danke für Deine Anregungen.

    Liebe Grüße,

    Vera

  11. #11
    knuffel_mo Guest
    Hallo VerenaD,
    vielen Dank für deine ausführliche Hilfe. Wir sind fleißig am Üben. Zum Fressen geht Mo schon in die Box. Auf Kommando auch, setzt sich kurz und kommt schnell wieder raus. Ich denke aber, dass dies schon mal ein guter Anfang ist.

  12. #12
    knuffel_mo Guest
    Hallo,
    wir sind jetzt schon so weit, dass Mo alleine mit geschlossenem Tor im Raum bleibt. Die nächsten Tagen werden wir uns ans Wohnung verlassen machen. Hoffentlich klappt es so gut wie bisher.

  13. #13
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    Coole Sache! Das freut mich total! Dann hast Du ja schon richtig fleißig geübt . Viel Glück und Durchhaltevermögen weiterhin!!!

    Liebe Grüße! Verena

  14. #14
    knuffel_mo Guest

    Unhappy

    Hallo,

    ich mussmich nochmal melden.
    Der Stand der Dinge ist Folgender:
    Das boxentraining klappt super. Unser Mo bleibt ohne Theater für gut eine Stunde (länger will ich ihn nicht einsprerren) in der Box. Dann fingen wir an ihn jedes zweite Mal ohne ihn einzusperren allein zu lassen. Doch leider klappt dies nicht so toll. Er heult und jault und springt an die Türklinke wie zuvor auch schon. Unser Ziel ist es ja schließlich ihn für ein paar Stunden mal allein zu lassen. Das geht natürlich nicht in der Box. Was kann ich noch unternehmen. Unsere Nachbarn sind zwar sehr geduldig, doch ich denke irgendwann haben die auch zu viel.

  15. #15
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    Hallo!
    Schön das das Boxentraining bis jetzt so toll funktionniert hat und schade, das es noch nicht ausreicht, ihn ohne Box alleine zu lassen...

    Ich würde jetzt nochmal ein paar Schritte zurückgehen und ihn erstmal noch in der geschlossenen Box eine Weile alleine lassen. Hat er sich soweit wieder beruhigt, würde ich ihn weiter in die Box schicken und die Tür anlehnen und nur aus dem Zimmer gehen und er soll trotzdem in der Box bleiben, obwohl sie ja offen ist.

    Erst wenn das zuverlässig klappt, würde ich wieder aus der Wohnung gehen und die Zeitspanne wieder nur Schritt für Schritt erhöhen, Mo soll trotz offener Box in der Box bleiben.

    Dann hat er weiterhin seinen festen Platz und kann trotzdem mal aufstehen um was trinken zu gehen oder so.

    Wichtig ist weiterhin: so kleine Schritte wie möglich machen und Du brauchst noch viel viel Geduld! Aber ihr habt ja immerhin schon ein gutes Stück geschafft! Liebe Grüße! Verena

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