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Thema: Warum ist sie bloß bei Fremden so ängstlich

  1. #1
    Elli71 Guest

    Warum ist sie bloß bei Fremden so ängstlich

    Hallo zusammen, ich hab mal wieder eine Frage. Meine kleine Gina ist jetzt ca. 4,5 bis 5 Monate alt. Ich habe sie jetzt seit ca. 3 Monaten. Immer, wenn ich Besuch bekomme, versteckt sie sich unter der Couch und kommt nicht wieder raus, bis der 'Fremdling' weg ist. Selbst bei meinem Bruder, den sie schon öfter gesehen hat und bei dem sie anfangs auch nach langem zureden rauskam, versteckt sie sich. Einzig bei meiner Mutter, die sich einmal in der Woche - wenn ich länger arbeiten muss - ein wenig um sie kümmert, kommt sie raus. Kann ich irgend etwas dagegen tun? Woran kann das bloß liegen, dass sie so misstrauisch ist? Ändert sich das vielleicht mal?
    Viele Grüße Elli

  2. #2
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    20.384
    Als ich damals meinen Tommy und seine Schwester Bonnie gefunden habe und bei mir aufnahm, waren beide 6 Wochen alt und auch zieeemlich schissig. Die waren mehr hinter dem Sofa als sonstwo.

    Vorübergehend hat sich das gelegt, sie blieben AUF dem Sofa und haben sich sogar von Besuch anfassen lassen. Aber das war eben nur kurz.

    Bei jedem Klingeln waren beide nun sofort verschwunden, sie kamen erst wieder zum Vorschein, wenn der Besuch weg war. Das ist so geblieben bis heute - 9 Jahre später.Wenn Tommy es nicht mehr rechtzeitig schafft, sich zu verstecken, hat unser Besuch noch eine Chance, einen getigerten Blitz mit riesengroßen Augen durch das Wohnzimmer flitzen zu sehen

    Warum das nun so ist? *schulterzuck* Er hat nie etwas Schlimmes erlebt. Es gibt halt solche Angsthasen, das muss man halt hinnehmen.

    LG Gabi

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    http://homepage.hamburg.de/neva-somali

  3. #3
    Norweger-Maus Guest

    Ängstlich

    Wie bitte? Die sind erst 4,5 - 5 Monate alt und Du hast Sie seit 3 Monaten? Das bedeutet ja, dass die beiden im höchsten Fall 6 Wochen alt waren!!!! Also das musst Du mir erklären.

    Es ist nicht richtig dass es eben Angsthasen gibt. Kein Tier ist neugieriger als eine Katze und genau aus dem Grund ist es völlig unnormal, wenn eine Katze dermaßen ängstlich ist. Bei Dir liegt der Fall ganz klar: Sie sind viel zu früh von der Mutter weggekommen - warum auch immer. Wenn ihnen zusäztlich noch ein Mensch irgendwas angetan hat ist es sowieso vorbei. Also ich denke, dass sich das nicht mehr legen wird. Du wirst wohl damit leben müssen.

  4. #4
    Loulou Guest
    Hallo,

    Ich habe auch eine Katze, die Abstand vor Fremden hält.
    Diese Katze ist als winziges Katzenbaby ausgesetzt worden (paßte bequem auf meinen Handteller).
    Wenn Kätzchen in der Sozialisierungsphase wenig Kontakt zu verschiedenen Menschen haben, bleiben sie oft Menschen gegenüber scheu, auch wenn sie erwachsen sind.

    Hier ein informativer Text dazu:
    ....Natürlich steht das Aufwachsen einer Jungkatze dennoch in Zusammenhang mit ihrem Verhalten. Die sogenannte Sozialisierungsphase findet allerdings bereits ab der 2. Lebenswoche statt: Haben Jungkatzen von der zweiten bis zur siebten Woche in ihrem Leben viel Kontakt mit Menschen, entwickeln sie sich zu zutraulichen erwachsenen Tieren. Kätzchen hingegen, die in ihren ersten Lebenswochen wenig mit Menschen zu tun hatten, bleiben ihr Leben lang scheu und zurückhaltend. Dasselbe gilt übrigens für ihre Beziehung zu Artgenossen: Jungkatzen, die ohne Wurfgeschwister aufwachsen, sind später als ausgewachsene Tiere eher Einzelgänger. In diese Phase der Kätzchenprägung haben die neuen Katzenhalter im Normalfall allerdings keinen Einfluss, denn ein junges Kätzchen sollte in der Regel erst mit 10 bis 12 Wochen von der Mutter getrennt werden.

    (aus Schweizer Illustrierte Nr. 2001-15 Katze, Hund und§ Co.)

    LG Loulou

  5. #5
    Loulou Guest
    Hallo Elli,

    Um das noch etwas weiter auszuführen: Bei der eben von mir erwähnten Katze ist es so, dass sie mit komplett fremden Menschen keinen Kontakt möchte.
    Sie kann aber genau unterscheiden wer zur Familie gehört, da ist sie absolut schnurrig und lieb. Personen, die öfter kommen, von denen läßt sie sich auch streicheln, behält aber einen gewissen Abstand. Dann gibt es noch die Menschen, die sie nicht so häufig sieht, da läßt sie sich nicht anfassen, läuft aber auch nicht weg. Und vor komplett Fremden geht sie erst einmal "in Deckung". Und dann gibt es sogar Menschen, auf die sie richtig böse reagiert: Sie sträubt die Haare und fängt furchtbar an zu jaulen. Ob diese speziellen Menschen irgendeine Erinnerung in ihr hervorufen? Das weiß nur sie selbst.
    Diese Katze ist jetzt 1,5 Jahre alt.
    Ich habe ihr Verhalten so ausführlich geschrieben, damit Du noch Hoffnung hast, dass Deine Katze zum Beispiel Deinen Bruder oder andere Gäste, die häufiger kommen, mit der Zeit als ungefährlich einstuft und nicht mehr flüchtet.
    Vele Katzen sind ja zu jedem Fremden sofort absolut zutraulich und lassen sich streicheln. Ich glaube nicht, dass Deine Gina sich jemals so verhalten wird, aber es ist gut möglich, das sie vor häufigen Gästen mit der Zeit nicht mehr in Deckung geht, oder zumindest wieder unter der Couch hervorkommt, wenn sie erkannt hat, wer da ist.
    Die ersten Wochen im Leben so eines kleinen Wesens sind eben extrem wichig, was da versäumt wurde, läßt sich kaum wieder gut machen.

    LG Loulou

  6. #6
    Tina 2 Guest
    Hallo Elli,
    mein zweiter Kater Ramses, 2 Jahre , ist auch sehr ängstlich, kaum klingelt es an der Türe fltzt er unters Bett.
    Ér hat ganz sicher nichts schlimmes erlebt und lebte bis er 12 Wochen alt war bei seiner Züchterin. die wir auch gut kennen, wir wissen leider auch nicht was wir tun können, bei meinem Mann und mir ist er der liebste Knuddelbär.
    Wir haben es auch schon mit Bachblüten probiert aber es half nichts, ich hoffe für ihn, daß es irgendwann besser wird.
    Grüße Tina

  7. #7
    Lona Guest

    Smile

    puh, da bin ich ja froh das es noch mehr so kleine Schisser gibt wie meine Kira-Maus....

    Die hört bloß die klingel oder den Schlüssel im Schloss und ist erstmal verschwunden.

    Bei Besuch kommt sie gar nicht raus, ausser der bleibt länger und die Blase drückt, dann sieht der Besuch sie einmal ins Klo wetzen und gleich wieder hinter dem Sofa verschwinden. Der einzige Mensch bei dem Sie ausser uns noch vertrauen hat ist mein kleiner Bruder, den liebt sie abgöttisch. Wenn er uns mal besuchen kommt dann weicht sie kaum von seiner Seite :-)

    Aber ich weiß woher ihre Angst kommt:

    Sie kommt aus nem Privathaushalt bei dem es nur so Katzen geregnet hat.... die Frau war dann etwas überfordert mit bald 20 Katzen und 4 Kindern und zwei Hunden und hat die kleinen Würmelis aus dem Wurf gleich ins volle familienleben integriert. Das heisst..kleine Kinderärmchen die knuddeln wollen, jedem Besuch wurden die Würmer gezeigt, egal wo sie sich versteckten und immer der krach.....

    Ich denke mal das sitzt fest bei ihr und das werde ich wohl auch nie rausbekommen! Sie ist jetzt 2,5 Jahre alt und fühlt sich ansonsten pudelwohl, bruacht halt nur etwas länger zu allem.

    Ihren ersten lauten Maunzer hat sie mit ca. 1,5 Jahren von sich gegeben, da wollte sie mal kundtun das sie knuddeln will....ihr könnt Euch denken das ich vor Schreck fast vom Stuhl gefallen bin......

    und seit einiger Zeit tretelt sie sogar manchmal, passt aber immer höllisch auf das es keiner mitbekommt... wenn man sie dabei beobachtet tut sie immer furchtbar erschrocken, als hätte sie etwas böses getan....

    Aber ansonsten ist sie echt ein Herzchen!

  8. #8
    Elli71 Guest

    Hallo zusammen!

    Erstmal vielen Dank für eure Antworten. Also, ich hab die kleine Wutz Ende Juli bekommen, sie ist Anfang Mai geboren, war also zu diesem Zeitpunkt ca. 12 Wochen alt (da ist irgendwas mit meiner Rechnung schief gelaufen bei meinem Posting). Na ja, jedenfalls sind seitdem ich das geschrieben habe, ja nun ein paar Wochen vergangen und Stand der Dinge ist: Wenn meine Mutter kommt (ca. einmal in der Woche, wenn ich länger arbeiten muss und sie sie füttert), rennt sie ihr schon entgegen. Wenn mein Bruder kommt, braucht sie ne Weile, kommt dann aber neugierig raus und bleibt dann auch bei uns. Die letzten drei Male war ein guter Freund bei mir. Beim ersten Mal hat sie sich gar nicht blicken lassen. Beim zweiten Mal kam sie nach ner Weile raus und hat sogar mit ihm gespielt. Beim dritten Mal hat sie etwas länger gebraucht, kam dann aber raus und ließ sich irgendwann von ihm streicheln. Von daher - denke ich - kann ich hoffen, dass die Kleine Fremden gegenüber zutraulicher wird. VG Elli

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