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Thema: Felines Asthma / Inhalative Therapie - ein Erfolgsbericht

  1. #1
    ema Guest

    Talking Felines Asthma / Inhalative Therapie - ein Erfolgsbericht

    Hallo an alle,
    ich wollte nur mal meiner Freude Ausdruck verleihen. Mein Kater Mimi leidet seit ca. 1 Jahr an Asthma und bekommt seitdem Cortison, erst Spritzen, dann Tabletten. Mein Tierarzt hatte mir von der Verwendung von inhalativen Medikamenten abgeraten, da er meint, das wäre zu viel Stress für Katzen. Doch ich habe nicht aufgegeben und immer weiter darüber gelesen und mich informiert. Anfang Januar habe ich von Mimi ein Blutbild machen lassen und Blutzucker sowie Cholesterin waren gefährlich am Ansteigen. Ich habe mir jetzt einfach einen AeroKat (Inhalationsgerät für Katzen) schicken lassen und schon mal "trocken" (ohne Spray) mit Mimi geübt. Eigentlich wollte ich bis Mai warten, bis zum nächsten Blutbild, um mit meinem TA über den AeroKat zu sprechen und ob wir es nicht doch probieren können. Doch Mimi fing jetzt trotz erhöhter Tablettendosis wieder mehr zu husten an und ich wollte einfach nicht länger warten. Deshalb bin ich gestern früh zu meinem TA gegangen und habe den AeroKat mitgenommen und ein sehr gutes Gespräch mit ihm geführt (ich weiß schon, warum ich meinen TA so schätze ). Ich bin nämlich nicht der Meinung, daß alle Tierärzte von Natur aus schlecht oder gemein oder unwissend sind; und ich arbeite lieber mit meinem TA zusammen statt gegen ihn. Als Team sind wir stark!
    Also, er war sehr interessiert und aufgeschlossen. Er meinte, wenn Mimi das Ganze gut akzeptiert und es ihn nicht stresst, ist das Inhalieren eine reelle Vorgehensweise und eindeutig *die bessere Alternative* zur Spritze oder Tablette. Es ist aber wichtig, daß das Tier nicht dazu gezwungen und gestresst wird, weil sich sonst das Asthma eher noch verschlimmert. (Das kann ich nachvollziehen, da ich weiß, daß Mimi sehr sensibel ist und bei ihm fängt das Husten schon an, wenn ich gerade selbst mies drauf bin.)
    Mein TA findet das Ganze eine gute Sache. Seine Zweifel belaufen sich nur darauf, daß er nicht recht glaubt, daß *alle* Katzen das problemlos mitmachen. Er meinte, daß das immer auf die Compliance mit dem Tierbesitzer ankommt. Er führte das Beispiel der 75jährigen Rentnerin an, die davon völlig überfordert wäre. Ich kann seine Einwände absolut verstehen. Die Mutter meines Lebensgefährten könnte ihren Katzen nicht mal eine Tablette oder eine Wurmkur geben, da wäre an AeroKat-Inhalieren sicher erst recht nicht zu denken. Bei jemandem, der so engagiert ist und sich so intensiv mit den Katzen beschäftigt und ein so gutes Vertrauensverhältnis mit der Katze hat (wie wir), könne das aber schon klappen, meint er. Ich kam also mit Rezepten für die erforderlichen Sprays wieder heraus und habe diese gleich in der Apotheke gekauft. Gestern abend hat Mimi das erste Mal inhaliert und heute früh zum zweiten Mal. Es lief wunderbar. Heute früh hat er zwar den Kopf weggezogen von der Maske, aber ich hab sie ihm gleich wieder draufgesetzt Er hat sich nicht gewehrt oder Panik bekommen. Das Zischgeräusch des Sprays hat ihn nicht gestört. Ich hatte vorher eine Woche "trocken" mit ihm geübt und dabei selbst so ein Zischgeräusch gemacht.
    Sicherlich ist es jetzt noch zu früh, um in Begeisterungsstürme auszubrechen, denn man weiß ja nie, was vielleicht noch passiert. Doch ich freue mich trotzdem wie ein Schneekönig, denn es wäre doch zu schön, wenn wir Mimi die Dauercortisontablettengabe ersparen könnten.
    DANKE an alle, die mir Informationen über die inhalative Therapie gegeben haben!!!
    LG ema

  2. #2
    forestsprite Guest
    Hallo ema,

    daß ist wirklich ein Grund zum Feiern
    Schade, daß ihr so weit weg wohnt!

    Das du vorher mit ihm "trocken" geübt hast, ist eine gute Idee, die ihr unbedingt auch in eure Asthma-Dateien aufnehmen solltet.

    Ich kann erahnen, was das für euch bedeutet: du hast dir ja doch jede Menge Gedanken gemacht, wie Mimi (deine liebe Mimose :-) wohl darauf reagiert.

    Ganz liebe Grüße an Dich und Kuschel für Mimi
    schicken
    Stefanie und die Waldgeister

  3. #3
    MarionT Guest
    Hallo ema,

    wie schön, daß ihr etwas gefunden habt, was eurem Miezekater helfen könnte. Und noch besser: er nimmt es auch an. Ich wäre froh gewesen, wenn wir unserer Khira auch hätten helfen können. Doch leider ist sie im letzten Oktober nach einer Bronchoskopie, bei der sie einen Atemstillstand hatte, verstorben.

    Wir drücken euch alle Pfötchen und Daumen.

    Grüße
    Marion

  4. #4
    Pelznasenmutti Guest
    Hallo ema,

    auch von mir einen herzlichen Glückwunsch!!!
    Ich finde es so super, daß Du es schon geschafft hast, Mimi an die Inhalationsmaske zu gewöhnen. Ich glaube auch nicht, daß er sich in Zukunft dagegen wehren wird, wenn er es bereits jetzt so toll akzeptiert.

    Bin auch der Meinung, daß man viel bei Katzen erreichen kann, wenn man sich vorher die Gedanken macht und sich auch wirklich Mühe gibt. Viel Geduld gehört natürlich auch dazu. Und natürlich auch ein guter TA ;-)

    Wünsche Dir auch weiterhin ganz viel Erfolg mit Deiner Therapie und hoffe ganz doll, daß Du in Zukunft auf das Cortison verzichten kannst.

    Viele Grüße!

  5. #5
    ema Guest

    Danke an alle :)

    Original geschrieben von forestsprite Ich kann erahnen, was das für euch bedeutet: du hast dir ja doch jede Menge Gedanken gemacht, wie Mimi (deine liebe Mimose :-) wohl darauf reagiert.
    Hallo Stefanie,
    ja, genau, Du triffst den Nagel auf den Kopf! Deswegen hatte ich mich doch die ganze Zeit gesträubt, es mit dem AeroKat überhaupt erst zu probieren. Ich glaube meinem TA normalerweise, wenn er mir was sagt und habe ihm das eben auch geglaubt. Also, wie es derzeit aussieht: begeistert ist Mimi nicht.
    Ich kann ihm das Spray jetzt alleine geben, ohne Hilfe. Ich setze mich dazu im Schneidersitz auf den Boden. Mimi steigt in seine geliebte Stofftasche (so eine Einkaufstasche aus Stoff, von Karstadt). Ich nehme die Tasche auf den Schoß und binde die Henkel locker hinter seinem Kopf zusammen. Auf die Art kann er nicht abhauen und kann mich auch nicht so extrem kratzen. Dann gebe ich ihm den Sprühstoß und danach kriegt er gleich seine geliebten Leckerlis, weswegen er die ganze Sache überhaupt nur auf sich nimmt Die Gier auf die Leckerlis ist größer als der Abscheu vor dem Sprühstoß. Er findet den Sprühstoß am unangenehmsten, da fängt er immer an zu zappeln. Das muß wohl irgendwie eklig riechen und es fühlt sich kalt an.
    Da Mimi weder vor mir wegrennt noch sich versteckt, wenn er mich mit dem AeroKat und der Tasche kommen sieht, sondern freiwillig in die Tasche reinklettert, denke ich nicht, daß es ihn zu sehr verängstigt. Nach erfolgter Prozedur bleibt er auch noch gern drin sitzen und mampft seine Leckerlis (die es sonst nicht gibt, nur zu diesem Anlaß). Ich hoffe und könnte mir vorstellen, daß mit der Gewohnheit und Routine alles noch einfacher wird.
    Liebe Grüße auch an Dich und Deine Schönen + Süßen,
    ema

  6. #6
    ema Guest
    Original geschrieben von MarionT
    Ich wäre froh gewesen, wenn wir unserer Khira auch hätten helfen können. Doch leider ist sie im letzten Oktober nach einer Bronchoskopie, bei der sie einen Atemstillstand hatte, verstorben.
    Hallo Marion,
    wie schrecklich!! Das tut mir sehr leid. Aus diesem Grund macht mein TA keine Bronchoskopie bei Asthmakatzen, er findet das zu gefährlich. Ich habe auch schon viel Kontroverses drüber gelesen und ich würde jedenfalls keine machen lassen.
    Liebe Grüße
    ema

  7. #7
    ema Guest
    Original geschrieben von Pelznasenmutti
    Bin auch der Meinung, daß man viel bei Katzen erreichen kann, wenn man sich vorher die Gedanken macht und sich auch wirklich Mühe gibt. Viel Geduld gehört natürlich auch dazu. Und natürlich auch ein guter TA ;-)
    Hallo Christine,
    ja, das glaube ich auch. Bei Katzen ist halt immer alles etwas schwieriger als bei Hunden (die machen ja doch meistens mehr mit), aber mit Beharrlichkeit und viel Geduld kommt man auch bei Katzen weiter. Anders geht es nicht. Katzen lassen sich zu nichts "zwingen", damit erreicht man eher das Gegenteil. Manchmal stellen sie unsere Geduld ganz schön auf die Probe!
    LG ema

  8. #8
    MarionT Guest
    @ema

    Glaube mir, wir haben seeehhr viel dazu gelernt seither. Solche Eingriffe stehen bei mir jetzt auch an aller-allerletzter Stelle.

    Viel Erfolg noch -

    Grüße
    Marion

  9. #9
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    Liebe Ema,

    ich freue mich mit dir ........ ich glaube, du bist auf dem besten Weg, dass die Behandlung bald sogar ohne Tasche funktionieren wird. Aber auch wenn Mimi die Inhalation mit vorher in Tasche steigen und danach zur Belohnung Leckerlie verbindet, ist das ein riesengroßer Erfolg. Da sieht man, dass man mit viel Geduld bei Katzen auch viel erreichen kann ....
    Liebe Grüße
    Renate und
    My Persian Cats

  10. #10
    ema Guest
    Liebe Renate,
    ich freue mich auch ganz doll Gestern abend ging es schon wieder ein bißchen besser und heute früh ging es auch wunderbar. Ich glaube, bei Katzen ist ganz viel einfach Gewohnheit - wenn es "normal" ist, ist es OK für sie. Und natürlich das schöne Ritual und Drumherum, das sie lieben: viel Lob, Streichelei, Leckerlis, und die Sache mit der Tasche machen das ganze für Mimi attraktiv. Vielleicht wird er auch eines Tages so brav dasitzen wie Fritz auf der Website von Kathryn:
    http://www.fritzthebrave.com/gallery/inhaled.php
    (Er sieht ja auch aus wie Fritz )
    Liebe Grüße
    ema.

  11. #11
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    Liebe Ema,

    ich denke, Gewohnheit spielt sicher eine große Rolle. Anfangs habe ich die Spritze mit den Medis hinter meinem Rücken versteckt, Whisky "roch" den Braten und ist auch abgehauen. Es wurde immer besser und jetzt steht er schon gar nicht mehr auf, wenn ich die Medis herrichte, sondern wartet, bis ich sie ihm verabreiche.

    Andererseits bin ich heilfroh, dass die anderen keine ständige Behandlung brauchen, das wäre eine Katastrophe. Alle drei sind nach höchstens ein bis zweimal austricksen "verschollen". "Verschollen" an Orten, wo ich ganz einfach nicht hin (unter dem Bett .... und da schön in der Mitte ) komme, ohne Zuhilfenahme einer Verlängerung meines Armes (Besen). Ich denke, ich sollte mit den dreien üben, etwas ins Mäulchen zu geben .......
    Liebe Grüße
    Renate und
    My Persian Cats

  12. #12
    ema Guest
    Liebe Renate,

    ja, das Üben (etwas ins Mäulchen zu geben) halte ich echt für wichtig. Du erinnerst Dich doch noch an meinen alten Siamkater Juri, der vor einigen Jahren an CNI und Herzschwäche starb? Es war fast unmöglich, ihm Tabletten o.ä. einzugeben, weil er das nicht kannte, er brauchte ja sein Leben lang nie Medikamente und dann plötzlich mußte er soooo viele verschiedene Tabletten nehmen. Das war eine Katastrophe und es stresste den armen Juri ungemein. Einmal hat er mich ganz tief in den Daumen gebissen! Das war wirklich nicht schön.

    Deshalb habe ich bei Mimi und Loki gleich angefangen, sie von klein auf zu trainieren, daß sie ohne Aufstand Tabletten schlucken. Ich habe zu diesem Zweck "Pseudo-Tabletten" gemacht: aus etwas Mehl und ein bißchen zähflüssigem Honig kleine Kügelchen gerollt und ihnen diese eingegeben. (Oder wenn mal etwas anlag, homöopathische Tabletten, wenn sie gerade dazu gepaßt haben.) Außerdem gebe ich Mimi hin und wieder Kapseln zur Nahrungsergänzung (Vitamin E und Lachsöl). Die beiden sind es gewöhnt und machen sich überhaupt nichts draus

    Vielleicht kannst Du ja auch mit Deinen Miezen üben? Die Methode mit den Honig-Mehl-Kügelchen ist ganz brauchbar, oder vielleicht magst Du lieber kleine Kügelchen aus faschiertem Rindfleisch drehen und ihnen eingeben, oder Leberwurst ... egal, Hauptsache lecker!

    Mimi saß heute früh schon parat an der Stelle, wo ich jetzt immer auf dem Boden sitze und ihm sein Spray gebe, und hat gewartet Die Gier auf das Leckerli (sein geliebtes Trockenfutter, das er nur als Leckerli kriegt) ist größer als der Abscheu vor dem Spray! Das kann ich mir gut für meine Zwecke zunutze machen

    Viele Grüße, ema

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