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Thema: FIP - was stimmt denn jetzt?

  1. #1
    Caprice Guest

    Unhappy FIP - was stimmt denn jetzt?

    Hallo zusammen!

    Daß FIP das Schreckgesprenst der Züchter und Halter ist, ist klar.

    Nur höre ich jedesmal wieder was anderes über Ansteckung, Ausbruch usw.

    Wie ist das mit der Ansteckung?
    Manche sagen die Kitten können sich erst ab der 6 Wochen infizieren, andere wiederum sagen die Ansteckung kann noch vor der Geburt erfolgen, über die Gebärmutter.

    Dann heißt es, es seien eigentlich keine bösartigen Viren von anfang an, sondern sie würden z.B. durch Streß mutieren.

    Impfungen und Tests seien auch nicht 100 % sicher.

    Da die Medizin und die Forschung noch in den Kinderschuhen stecken, vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen.

    Danke,
    Claudia

  2. #2
    Carola Guest
    Hallo Claudia!

    Vielleicht hilft Dir diese Internetseite weiter:

    http://www.odo.in-berlin.de/mini-FIP-FAQ.html

    Viele Grüße, Carola

  3. #3
    Registriert seit
    11.04.2002
    Ort
    Österreich / Wien
    Beiträge
    3.003

    Arrow FIP

    Liebe Claudia,

    FIP wird durch Kot und Speichel und von der Mutter im Mutterleib übertragen.

    Welpen positiver Mütter verfügen während der ersten Lebenswochen über einen nicht näher definierten Schutz und werden nach dessen Abbau ca. ab 5 Wochen empfänglich.
    Das heisst, ab ca. 5 Wochen müssen die Babies von der Mutter getrennt werden und isoliert großgezogen werden.

    Der Corona-Antikörpertiter (z.B. 1:400) sagt nur aus, dass die Katze mit diesen Viren in Berührung gekommen ist. Als mit FIP infiziert gilt die Katze erst dann, wenn Virusstämme zu FIP-Viren mutieren und eine Untersuchung (PCR an Blut und/oder Speichelproben) diese Infektion nachweist.

    Stress, Haltung von vielen Katzen auf engem Raum, begünstigt den Ausbruch der Krankheit.

    Die FIP-Impfung ist nicht unumstritten, sie bietet zwischen 60 und 70 % Schutz.

    100 % beweisend, dass die Katze an FIP gestorben ist, bietet der histopathologische Nachweis an Organen des toten Tieres oder Biopsieproben.

    Ich hoffe, dir ein wenig weitergeholfen zu haben und sende
    Liebe Grüße
    Renate und
    My Persian Cats

  4. #4
    kuschelsam Guest

    Telefonnr. Deiner TÄ

    Hallo!

    Hat zwar leider nichts mit dem Thema zu tun, würdest Du mir aber bitte die Telefonnummer Deiner TÄ schicken -> vgl. neuer Beitrag von mir?
    Ich weiß nicht, ob ich die noch Daheim habe + habe Deine Emailadi im Geschäft nicht.

    Danke + Liebe Grüße
    Franca

  5. #5
    mammy012001 Guest
    Hallo!
    Ich hatte einen Kater, der leider an FIP gestorben ist. Er wurde nur 6 Monate alt. Bei seinem Bruder ist die Krankheit noch nicht ausgebrochen. Da unser Baldrian mit 6 Monaten schon im Endstadium war, muß er sich wohl schon im Mutterleib infiziert haben. Leider ist über FIP noch nicht sehr viel bekannt. Man kann FIP auch erst 100% nach dem Tod feststellen. Die Ansteckung kann schon im Mutterleib erfolgen oder auch durch den Kot infizierter Katzen, die Ansteckungsgefahr ist bei bei Katzen die draußen sind größer. Aber bei einer Katze die den Erreger hat muß er nicht unbedingt ausbrechen. Man kann aber ungefär sagen ob eine Katze FIP hat, wenn man an das Rückrad fasst. Ist es sehr knochig und man kann rumfassen, ist das meist ein Zeichen dafür. Wenn eine Katze an FIP stirbt, ist es ein sehr qualvoller und schmerzhafter Tod. Wenn ich damals schon etwas von FIP gewußt hätte, hätte ich meinem Baldrian einiges ersparen können indem ich ihn früher eingeschläfert hätte. Er war schon immer leichter und kleiner als sein Bruder. Das lag zum Teil an FIP (wie sich dann herausstellte) und zum Teil daran das er von geburt an ein verkrüppeltes Zwerchfell hatte, was ihn immer zum würgen vranlasste aber damit kam er gut zurecht. Es war an einem Samstag, er hatte den ganzen Tag nichts gefressen, wir dachten uns erst nicht viel dabei. Am Sonntag fraß er auch nichts, da machte ich mir schon etwas sorgen. Am Abend fing er dann an zu röcheln und konnte nicht mehr richtig Atmen, richtig laufen konnte er auch nicht mehr, er taumelte. Ich hatte furchtbare Angst und holte die Gelben Seiten um einen Tiernotdienst aufzusuchen. Es wurde immer schlimmer, er kam nur noch 3 Schritte vorwärts und viel immer wieder um, wenn ich ihn auf den Arm nehmen wollte, miaute er ganz schmerzhaft. Als wir einen Notdienst gefunden hatten rief mein Freund dort an. Es war 2 Uhr morgens, und da wir kein Auto haben bestelte er ein Taxi, ich bin nicht mitgefahren, da ich unsere kleine Tochter (damals 9 Monate) nicht aus dem Bett holen wollte und ich konnte sie ja nicht alleine lassen. Es ging alles so schnell, das ich mich garnicht von ihm verabschieden konnte. Beim Tierarzt erfuhr mein Freund dann das ganze ausmas der Krankheit: Bläßchen im Darm, Flüssigkeit im kompletten Körper, übergroß angeschwollene Milz, Herz verschoben und beide Nieren total verendet. Er wurde sofort eingeschläfert um ihm noch weitere qualvolle Minuten zu ersparern. Mein Freund rief mich dann an und sagte mir das er eingeschläfert wurde. Ich hatte vorher schon gefühlt, dass Baldrian nicht mehr nach hause kommen würde aber ich habe mir immer gesagt das der Tierarzt ihn wieder hinbekommt.Nach dem Anruf meines Freundes mußte ich so losheulen und ich vermisse ihn heute noch so wahnsinng und es tut mir sehr weh, dass ich mich nicht von ihm verabschiedet habe. Wie gesagt wurde er nur 6 Monate alt, als er 4 Monate war haben wir ihn aus dem Tierheim geholt. Er hatte vorher kein schönes leben. Ich hoffe dass wenigstens die 2 Monate die er bei uns leben durfte schön für ihn waren. Er wurde am 31. Dezember eingeschläfert und auch wenn es wahrscheinlich das beste für ihn war, komme ich bis heute noch nicht mit seinem Tot klar

  6. #6
    Caprice Guest

    Traurig

    Hallo Mammy012001!
    Ich kann sehr gut verstehen was Ihr durchgemacht habt, auch wir haben es bereits hinter uns. Wir mußten unsere Daisy nach knapp 4 Monaten bei uns einschläfern lassen. Daisy wurde nur 3 Jahre alt.
    Ich habe mich zwar damals informiert, da wir ja noch 2 weitere hatten, aber seitdem verfolge ich das Thema eigentlich nur noch am Rande, bis ... nun ja die alte Wunde wieder aufbricht und ich an Daisy denken muß.

    Als ich eben Deinen Beitrag gelesen habe, hätte ich am liebsten laut geschrien.
    Daß wir nur so machtlos sind....

    LG
    Claudia

  7. #7
    Claudia22 Guest
    Liebe mammy012001!
    Auch ich habe einen Kater "Elias "durch VIP verloren. Ich war 18, und es war meine erste Katze. Ich war immer der Ansicht es ist ein kerngesunder Kater, da sein Fell wirklich wunderschön glänzte, und er einen schönen, kräftigen Körperbau hatte. Als mir auffiel, daß irgendetwas mit ihm nicht stimmt, war er ca. ein 3/4 Jahr alt. Er hatte keinen Appetit mehr, und doch kam er mir dick vor. Doch sein Bauch war irgendwie schwammig, und am Rücken spürte man jeden Knochen durch. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nie etwas von dieser Krankheit gehört, brachte ihn zum Tierartzt, und dachte mit einer Spritze wird alles wieder gut. Als mir der Tierartzt sagte, daß es VIP ist und er eingeschläfert werden muß, brach die Welt über mir zusammen.
    Mit dem hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet.
    Zum Besten meines Katers wollte ich ihm das Leiden ersparen, daß mir der Tierartzt schilderte und stimmte nach langem überlegen eine Einschläferung zu. Noch heute habe ich ein schlechtes Gewissen, denn er hat gekämpft bis zum Schluß und hat sich mit allen 4 Pfoten gewehrt, er hatte doch noch so viel Kraft, daß ich ihn für die Spritze ganz fest halten mußte. Noch heute mache ich mir Vorwürfe, und denke, vielleicht hätte er genug Kraft gehabt die Krankheit zu besiegen-schluchz!
    Claudia22

  8. #8
    Caprice Guest

    @Claudia22

    Hallo,
    mich rühren solche Geschichten immerwieder auf´s Neue, da ich verdammt gut nachvollziehen kann, was Ihr durchgemacht habt.
    Ich kann Dir auf jeden Fall sagen, daß es für FIP KEINE Heilung gibt, sondern nur den Aufschub und somit längere Qualen.
    Auch wenn Du es jetzt vielleicht noch nicht so siehst, war es wirklich das Beste.
    Auch ich habe mir diese Vorwürfe gemacht, aber mit der Zeit denkt man anders darüber, weil man dann realisiert, daß es wirklich das Beste war, vorallem hätte ich mit dem Leben meiner 2 Kater gespielt. Meine TA hat gesagt, man könne zwar das Leiden mildern und verzögern, aber damit riskiere ich die Ansteckung der anderen.

    Am 23. Oktober werden es 2 Jahre, daß unsere Daisy von uns gegangen ist, und sie wird immer in meinem Herzen weiterleben, bis wir uns eines Tages hinter der Regenbogenbrücke wiedersehen.

    Denke daran, daß Du Elias bis dahin all Deine Liebe gegeben hast und er noch ein Paar schöne Momente hat mit Dir erleben dürfen.

    LG
    Claudia

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