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Thema: Tupferprobe

  1. #1
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    Tupferprobe

    Hallo an alle,

    hier sind doch auch ein paar Züchter und zumindest Leute die Ahnung haben...

    Ich habe eine 13 jährige Hannoveraner Stute, die ich aus diversen Gründen in diesem Jahr noch decken lassen möchte.
    Deswegen habe ich sie vor 2 Wochen tupfern lassen, eine Woche später kam das Ergebnis und es hiess es wäre alles in Ordnung, einer Bedeckung steht nichts im Wege. Gestern hat mich meine Tierärztin dann angerufen, dass doch noch Keime gefunden wurden und sie 5 Tage Antibiotika nehmen muss.
    Das kommt mir ziemlich seltsam vor???

    Ausserdem ist es ja nun eh schon sehr spät im Jahr und sie sollte morgen wieder rossig werden. Die Tierärztin meinte, ich könne sie trotzdem jetzt schon decken lassen, da sie ja eh besamt wird und nicht im Natursprung gedeckt.
    Aber wozu mache ich dann über eine Tupferprobe, wenn auch nicht saubere Stuten gedeckt werden können?

    Also ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir sagen könntet ob das normal ist. Bin reichlich verwirrt...
    Liebe Grüße
    Veronika

  2. #2
    AnnaS Guest
    Hi

    Ich bin zwar keine Züchterin, und ich kenne mich da auch nicht sonderlich gut aus, aber ich würde dennoch gerne wissen, was denn die diversen Gründe für eine Deckung in diesem Jahr sind.

    Was mich nur immer wieder wundert - und bitte nicht böse sein - hier posten so viele Leute unter Gesundheit & Medizin, die sich nen TA geholt haben, der hat das und das gesagt, und anschließend sind die Leute nicht schlauer. Meist sogar verwirrter als vorher.
    Wieso quetscht ihr die Tierärzte nicht so lange aus, bis ihr eine plausible und vernünftige Erklärung bekommen habt und bis eure Fragen alle beantwortet sind, und zwar so, dass ihr es auch versteht???
    Wenn ich meinen TA hier habe, egal ob wegen Pferd, Ziegen oder Hunden, frage ich dem so viele Löcher in den Bauch, bis ich alles haarklein wiedergeben könnte, und zwar nicht wortwörtlich, sondern nach meinem Verständnis. Ich meine, wir Menschen gehen doch auch nicht zum Arzt, lassen uns eine Diagnose stellen, Medikamente verschreiben und fragen anschließend komplett Ahnungslose (sorry, aber im Bereich Tiermedizin sind wir das hier wohl fast alle), was man davon zu halten hat.

    Und gerade wenn es um die Gesundheit geht, würde ich keinerlei Ferndiagnose, Fernratschläge oder ähnliches annehmen, geschweige denn darum überhaupt bitten. Zumindest nicht, wenn es um sowas wichtiges geht.

    Gruß
    Anna

  3. #3
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    Hallo Anna,

    natürlich habe ich die Tierärztin gelöchert und ich habe auch verstanden was sie mir gesagt hat. Mir kam das nur reichlich seltsam vor, deswegen wollte ich mich hier mal umhören, ob jemand dazu eine Meinung hat.

    Ich will sie dieses Jahr noch decken lassen, da sie in diesem Jahr schon dreimal für mehrere Wochen ausgefallen ist (immer wegen unterschiedlicher Sachen) und keinerlei Chance besteht, dass sie wieder gesund wird. Momentan geht es ihr noch sehr gut, aber ich halte es nervlich nicht mehr aus - ich habe nur noch Migräne, Magenprobleme, Kopfschmerzen etc.
    Da sie eben wie gesagt zur Zeit noch so fit ist, dass keiner vermuten würde, dass mit ihr etwas nicht in Ordnung ist, wollte ich sie nicht einfach so wegstellen, ich wollte aber auch nicht noch länger mit dem Decken warten, da mir keiner sagen kann, wie lange es ihr noch gut gehen wird.
    Im übrigen ist es ein weit überdurchschnittliches Pferd mit einer hervorragenden Abstammung, so dass eine Vermehrung durchaus Sinn macht.
    Liebe Grüße
    Veronika

  4. #4
    AnnaS Guest
    Ich hab ja gar nichts gegen das Decken lassen. Was mir jetzt nur irgendwie "sauer aufstößt" ist dein letzter Beitrag. Deine Stute ist nicht fit, sie fällt aus wegen diverser Geschichten. Du willst sie noch decken lassen, ehe es ihr ganz mies geht. WARUM? Warum muss sie noch einmal einen Zweck erfüllen, bevor es ihr dann richtig schlecht geht?

    Verstehst du, wenn es schon absehbar ist, dass es ihr nicht wirklich gut gehen wird, wieso setzt du sie dann noch mal den Strapazen einer Trächtigkeit und Geburt aus? Wieso sagst du dann nicht einfach, dass sie jetzt eben nicht mehr so fit ist, und sie sich jetzt ein ruhiges und gemütliches Rest-Leben verdient hat?
    Dein Pferd ist nicht fit, du sagst es selbst. Leistung sollte aber nur ein fittes Pferd erbringen, und auch Trächtigkeit, Geburt und Aufzucht des Fohlens ist Leistung.

    Sorry, aber das versteh ich überhaupt nicht. Und wieso sagst du nicht, weshalb sie ausgefallen ist? Wird wohl keine Sehnen-, Gelenks- oder Muskelgeschichte sein, denn sonst würde sie ja noch lange als Zuchtstute taugen. Da du aber Torschlußpanik bekommst, scheint es ja etwas ernstere zu sein.

    Du musst ja wissen, was du tust.

    Anna

  5. #5
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    Momentan ist die Stute fit und natürlich habe ich vom Tierarzt das ok sie decken zu lassen.
    Sie hat ein progressives Siebbeinhämatom, das ist eine wachsende Blutgeschwulst am Siebbein (das Siebbein ist ungefähr der mittigste Punkt im Pferdekopf). Leider ist das Hämatom (eigentlich ist Tumor korrekter) mittlerweile auf Kindskopfgröße in die Kieferhöhle gewachsen. Da die Kieferhöhle ja wie der Name schon sagt, ein Hohlraum ist, ist das nicht so tragisch, aber er wächst eben weiter und irgendwann wird sie Probleme mit der Atmung bekommen - Wann das sein wird kann mir niemand sagen. Ich könnte versuchen sie operieren zu lassen, aber 90% aller Pferde verbluten dabei und die die das überleben sehen meistens nach einem Jahr wieder so aus wie vor der Op. Deswegen tue ich ihr das nicht an.
    Ich habe versucht es lasern zu lassen, aber das hat leider nicht funktioniert, also der Tumor ist natürlich deutlich kleiner geworden, aber er ist nicht weg. Jetzt wird sie alle drei Monate mit Formalin (schreibt man das so??) behandelt um den Tumor möglichst lange in einer erträglichen Größe zu halten.
    Übrigens gibt es Zuchtstuten bei denen das Hämatom den gesamten Kopf zugewuchert hat, die noch jährlich gesunde Fohlen bekommen und sich auch darum kümmern können.
    Die Torschlusspanik habe ich also weniger, wegen ihrer Krankheit sondern mehr wegen meines sensiblen Seelchens.
    Laut der Meinung von drei Tierärzten könnte sie zur Zeit noch ohne Einschränkungen im Sport gehen.
    In diesem Jahr ausgefallen ist sie zuerst wegen einer Formalinbehandlung (sie hat danach immer einige Zeit Nasenbluten), dann wegen einer Erkältung (ein Virus der im Stall rumging) und zuletzt wegen einer Paddock-Verletzung.
    Und ich habe nun beschlossen, dass sie auf Weide soll und ein Fohlen bekommen soll so lange es noch gut geht, so dass sie einfach eine schöne Zeit hat und ich Abstand von ihr bekomme. Natürlich kümmere ich mich weiterhin um sie, aber eine Zuchtstute ist etwas anderes als ein Reitpferd.
    Sorry dass das so lang geworden ist, aber ich hoffe Du kannst jetzt nachvollziehen weshalb ich diese Entscheidung so getroffen habe.
    Liebe Grüße
    Veronika

  6. #6
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    Also ich kann es nachvollziehen!
    Aber dafuer kann ich Dir nichts zu der eigentlichen Frage mit der Tupferprobe sagen.
    Wuerde mich jedoch auch interessieren!
    Was fuer eine Rasse ist sie denn?

    Sandra

  7. #7
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    Sie ist Hannoveraner, der Hengst ist Holsteiner und das Fohlen wird ein Oldenburger

    Ich habe sie gestern Abend zu dem Hengsthalter gebracht und ihm natürlich auch den Befund von der Tupferprobe gezeigt. Er meinte, dass das nicht tragisch wäre, er aber von der Behandlungsmethode meiner Tierärztin noch nie gehört hätte. Ich bin also weiterhin verwirrt.

    Aber an sich ist alles sehr spannend und ich hoffe sehr, dass alles gut geht.
    Liebe Grüße
    Veronika

  8. #8
    Barkley Guest
    Hallo!
    Sorry,wenn ich mich hier jetzt auch einmische.Ich wünsch Dir wirklich dass mit Deiner Stute alles gut geht,aber ich verstehe die Sache noch nicht so ganz.
    Ist der Tumor jetzt kindskopfgross oder durch die Formalin-Behandlung kleiner geworden?
    Du sagst ja selbst dass man nicht sagen kann wann und wie schnell der Tumor wächst und ob es zu Schwierigkeiten mit der Atmung kommen wird.Was ist aber wenn es doch recht schnell zu Problemen kommt und die Stute,die dann vielleicht schon im Ruhezustand Atemprobleme hat auch noch ein Fohlen bekommen soll?Wäre sie nicht tragend könnte man sie in einer für das Pferd aussichtslosen Situation erlösen,aber was ist wenn die Stute vielleicht noch 1 Monat bis zur Geburt bräuchte?Das wäre eine Situation die mir schon Kopfzerbrechen machen würde.
    Ausserdem denke ich dass nicht jedes Pferd auch in Zeiten der "Unbrauchbarkeit" unbedingt noch irgendeinen Nutzen erfüllen muss,das haben die Pferde ja meist schon lange getan.Mein Pony,was ich schon seit 16 Jahren bei mir habe,mittlerweile ist er Ende 20,erfüllt gar keinen Zweck mehr,muss er aber auch nicht,er soll nur noch einige schöne letzte Tage bzw. Jahre haben.Ich finde es einerseits gut dass Deine Stute mit Fohlen auf die Weide soll,sicher spielt auch die vielversprechende Abstammung eine große Rolle,aber in Deiner Situation bzw. der Deines Pferdes wäre mir das einfach zu riskant,ich würde es bei meiner Stute,auch wenn sie eine gute Abstammung hätte,nicht machen.
    Álso,das sollte jetzt nicht böse gemeint sein,aber ich denke ich bin eher Annas Meinung.
    LG Antje

  9. #9
    AnnaS Guest
    Sorry, aber ich kann es auch nicht nachvollziehen. Es ist ja richtig, dass es Pferde gibt, die mit solch einer Krankheit noch Fohlen bekommen. Aber ich würde mein Gewissen einschalten. Und meinen Verstand.

    Es kommt mir im Moment so vor, als würde dein Pferd keinen sportlichen Zweck mehr erfüllen, und da sie über kurz oder lang sterben wird, willst du dich von ihr entwöhnen. Du benutzt sie nun, um aus ihr ein Fohlen zu ziehen, um das du dich dann kümmern kannst, um von ihr Abstand zu gewinnen.

    Es klingt so nach "Du wirst sterben, nun erfüll mir noch einen letzten Zweck, damit ich eine kleine Entschädigung habe, und dann erst lass ich dich in Ruhe sterben".
    Für meinen Sinn von Tierliebe und PARTNERSCHAFT ist es grausam, was du da vor hast. Natürlich ist es für dich eine seelische Belastung, dein geliebtes Pferd totkrank zu wissen. Aber auch (oder besonders) ein totkrankes Pferd braucht Fairness.
    Ich mag es eigentlich nicht, Tiere zu vermenschlichen, aber da ich meine Tiere wie Partner betrachte, vergleiche ich oft Situationen mit Tieren und Menschen. Und es ist für mich das gleiche, als wenn du einen Freund/Mann hast, der totkrank ist, und du sagst, du nimmst dir jetzt schon mal einen neuen Partner, mit dem du dich dann beschäftigst, während du dich sicherlich auch noch mit deinem Freund/Mann befasst, aber langsam kann man sich so ja wunderbar entwöhnen, und der Tod wird dann nicht mehr so weh tun.

    Dein Pferd hat wohl eine Menge für dich getan. Und es hat dich lange Zeit begleitet. Das mindeste, was du jetzt tun kannst (denn du kannst deiner Stute keine Gesundheit mehr geben, du kannst ihr nur bedingt die Schmerzen nehmen), ist, dass du dich bis an ihr Lebensende widmest, dass sie die Nummer 1 in deinem Leben bleibt, dass du ihr KEINERLEI Strapazen mehr zumutest, und ihr ein wunderschönes Restleben ermöglichst. Dazu gehört uneingeschränkter Weidegang, Spaziergänge (sofern sie nicht mehr auf Ausritten geritten werden darf), sie zu verwöhnen, und dich um sie zu kümmern. DAS ist es, was DEINE STUTE braucht. Und du solltest dich an zweite Stelle stellen, und nicht an erste, wo du über deine Stute jetzt verfügst, in dem du sie noch mal einen zweck erfüllen lässt, der rein deinem Egoismus dient (ist nicht bös gemeint, aber es ist halt Egoismus pur).

    Und wenn du genug Zeit hast, um NEBENBEI ein anderes Pferd zu trainieren, zu reiten, zu pflegen, etc. dann kaufe dir ein zweites Pferd. Wenn nicht, warte bis deine Stute nach einem glücklichen Restleben gestorben ist.

    Alles andere dient wirklich nur deinem Ego, deiner empfindlichen Seele und hat mit Fairness absolut nichts zu tun.

    Gruß
    Anna

  10. #10
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    Eigentlich wollte ich hier nur erfahren, wie Tupferproben im Allgemeinen ausgewertet werden und nicht über den Gesundheitszustand meines Pferdes diskutieren. Aber gut.

    Zum mittlerweile wohl 10. mal: Das Pferd ist fit.

    Ich habe sie vorgestern das letzte mal in ihrem Leben wirklich gearbeitet und danach meinte meine Tierärztin: Reiten Sie sie doch lieber noch zwei Jahre, ein Fohlen kann sie dann immer noch bekommen, aber die wirkt ja gesünder als jedes andere Pferd im Stall!

    Es ist richtig, dass niemand sagen kann wie schnell der Tumor wächst, statistisch sollte sie noch 2 Jahre ohne Einschränkungen leben können. Daran sterben wird sie nicht, sondern ich muss den Zeitpunkt festlegen wann ihr Leben nicht mehr lebenswert sein wird und sie einschläfern lassen.

    Also zusammengefasst: Es gibt momentan überhaupt keinen medizinischen Grund das Pferd in Rente zu schicken. Und genau deshalb soll sie das Fohlen jetzt bekommen so lange es ihr gut geht. Nachdem Fohlen werde ich sie sicher nicht mehr reiten (ausser am langen Zügel Schritt ins Gelände) und so lange es ihr gut geht, darf sie dann auf der Koppel tun was sie will. Natürlich besteht das Risiko, dass der Tumor jetzt explosionsartig wächst und sie in kurzer Zeit ein Problem mit der Atmung bekommt, aber das Risiko ist laut Tierarzt nicht größer als das Risiko dass sie sich in der Box einen Trümmerbruch zuzieht und ich bin bereit dieses Risiko zu tragen.
    Natürlich ist das egoistisch, aber es ist nunmal auch mein Leben, das ich mit dem Pferd verbringe. Deswegen überlege ich ehrlich gesagt was für uns beide das beste ist und ich denke, dass ein Fohlen für das Pferd keine größere Belastung ist, als wenn ich sie reite. Natürlich möchte ich für mich, dass dieses Pferd in einem Fohlen "weiterlebt" aber ich kann sie nun mal nicht fragen was sie möchte, also muss ich für uns beide entscheiden und das habe ich ohne jedes schlechte Gewissen getan, da ich einfach mal unterstellt habe, dass ein Fohlen nicht nur mir Spass bringt.

    @Antja
    Der Tumor ist kindskopf groß in der Kieferhöhle. Er dehnt sich dahin aus wo keine Widerstände sind, also in Richtung Atemwege und das was in die Atemwege wächst, kann man durch Formalin wieder "wegätzen" so dass die Atemwege wieder frei sind. Also man bekommt ihn leider nicht mehr kleiner, aber man kann das Wachstum einschränken.

    Ich nehme mal an, dass das alles jetzt nichts an Eurer Meinung geändert hat und vermutlich würde ich es hier im Forum genauso sehen. Aber es gibt überhaupt niemanden der mich und mein Pferd kennt, der mir dazu geraten hat, sie jetzt in Rente zu schicken. Es gab ein paar Leute, die nicht verstehen konnten weshalb ich sie nach dem Lasern überhaupt wieder aus der Klinik abgeholt habe, aber das waren eben die, die eine andere Einstellung dazu haben.
    Liebe Grüße
    Veronika

  11. #11
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    Hmm, als ich Antjes Beitrag gelesen habe hab ich sie verstanden, Anna hab ich vollkommen recht gegeben, aber auch Veronika klingt fuer mich ueberzeugend.

    Ich denke dass sie wahrscheinlich schon am Besten weiss was man ihrer Stute zumuten kann, und wenn Tierarzt und andere dafuer sind - warum nicht.
    Es wird sooft gesagt, dass man in einem Forum keine Ferndiagnosen stellen kann, und dass die meisten Teilnehmer nicht so wahnsinnig viel Ahnung von Medizin haben.
    Aber dagegenreden - das kann jeder gut.

    Also ich wuensch Veronika alles Gute, und ich hoffe, dass sie die richtige Entscheidung faellt.

    Uebrigens, wenn mein Mann sterbenskrank waere, waere wohl unser beider Wunsch noch ein Kind zu zeugen. (und nicht einen Liebhaber zu finden!)

    Sandra

  12. #12
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    @ Sandra
    Vielen Dank!

    Und an alle die es interessiert:
    Die Tierärztin des Hengsthalters hat sich den Befund der Tupferprobe angeschaut. Nach ihrer Meinung ist er unbedenklich, sie hat über die 5 Tage Antibiotika sehr herzlich gelacht. Die Stute wird jetzt am ersten Tag der nächsten Rosse einmal mit Penicillin gespült und dann am nächsten Tag gedeckt.
    Liebe Grüße
    Veronika

  13. #13
    AnnaS Guest
    @ Sandra

    Ich bin gegen Ferndiagnosen. Ja. Ich bin nicht dagegen, dass die Stute evtl gedeckt wird, obwohl sie krank ist. Klar, erst mal bin ich dagegen, doch wenn es nun keinerlei gesundheitliches Risiko gibt, dann ist es doch ok. Wogegen ich bin, ist schlicht die Tatsache, dass sie gedeckt werden soll, damit Veronika sich danach aufgrund des Fohlens von ihr Entwöhnen kann, so wie sie gesagt hat. Das finde ich höchst unfair der Stute gegenüber. Und wenn wir mal ehrlich sind, ist so ein Fohlen süß, man kann mit ihm seine Zukunft aufbauen, während man bei der Stute drauf wartet, dass der Moment kommt, an dem man entscheiden muss, ob man sie jetzt erlöst. Also liegt es doch auf der Hand, dass hinterher die Stute nur noch Nummer 2 ist, und das hat sie nun mal nicht verdient (ob ich die beiden nun kenne oder nicht, aber verdient hat sie es auf keinen Fall).

    Ok, dass mit dem Mann und dem Liebhaber war ein schlechtes Beispiel. Aber irgendwo ist es doch nun mal so.
    Scheinbar gibt es aber einen Unterschied zwischen Tierliebe, so lange ein Tier noch funktioniert, und der Tierliebe, wenn es nicht mehr funktioniert. Leider sind Tiere in den Augen vieler noch immer ersetzbar. Und wenn es der eigene Nachkomme des Tieres ist, der plötzlich auf Teufel komm raus das geliebte Tier ersetzen soll.

    Genau das ist es, was ich an Tieren liebe, und an Menschen nicht mag.
    Menschen wollen immer einen Ersatz. Der Mensch muss Schicksal spielen, und bestimmen, wann ein anderes Lebewesen noch "aktuell" ist, und wann man es austauschen kann. Das Tier aber bindet sich an den Menschen, und ein Tier bleibt ein Leben lang treu.
    Und manchmal kommt es mir einfach nur wie Ausnutzen vor, was der Mensch mit dem Tier macht, um seinen eigenen Egoismus zu befriedigen. Mit Tieren kann man es ja auch machen, denn wie Veronika schon treffend sagte - man kann die Stute ja nicht um ihre Meinung fragen.

    Anna

    PS: Und ab jetzt halte ich mich wohl aus diesem Thread hier raus, um den Forumsfrieden nicht zu stören. Hab halt eine eine Auffassung was das Leben von Tieren und den Egoismus der Menschen betrifft.

  14. #14
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    Ich bin auch der Meinung, dass wir diese Diskussion hier langsam beenden sollten, aber etwas muss ich jetzt doch noch dazu sagen.
    Die Stute bekommt das Fohlen damit sie nicht komplett "weg" ist, wenn es denn mal soweit sein sollte. Ich möchte sie nicht mehr reiten um mich von ihr zu entwöhnen, aber dazu könnte ich sie auch ohne Fohlen auf die Weide stellen.
    Ob das Fohlen jemals den Stellenwert einnimmt, den die Stute jetzt in meinem Leben hat, weiss ich nicht.

    Ich habe an anderer Stelle schon mal geschrieben, dass ich nichts davon halte, Jungpferde in irgendeiner Art und Weise auszubilden, sie müssen im erwachsenen Alter noch genug tun, deswegen genügt es, wenn sie bis 3,5 sich führen und anbinden lassen und Hufe geben können.

    Damit will ich sagen, mein Fohlen wird sehr frei in der Herde aufwachsen und ich werde mich erst intensiv damit beschäftigen wenn es erwachsen ist und bis dahin vergehen ja noch 5 Jahre.

    Aber ich bin die letzten 9 Jahre jeden Tag meine Stute geritten, ich habe versucht nach der Diagnose letztes Jahr einfach weiterzumachen - die Stute geht momentan so gut wie noch nie zuvor in ihrem Leben - aber ich kann es nicht. Deswegen möchte ich mich nicht mehr so intensiv mit ihr beschäftigen, natürlich ohne dass sie dadurch vernachlässigt wird. Also wird sie schwanger mit einer Stuteherden auf der Weide stehen und ich nur noch entspannt mit ihr durch's Gelände reiten und das natürlich auch nicht täglich.
    Und selbst wenn das egoistisch ist, weiss ich beim besten Willen nicht wer daran der Leidtragende sein sollte.
    Meinst Du im Ernst die Stute fühlt sich vernachlässigt nur weil sie meinetwegen und nicht ihretwegen auf die Weide kommt??? Das klingt nicht sehr logisch, oder?
    Und die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich jetzt nicht mehr um sie kümmern werde, nachdem sie 9 Jahre lang mein Leben war, ist auch nicht gerade gross.

    Ausserdem kann ich nicht begreifen was schlecht daran sein soll, den Ersatz für ein geliebtes Tier genauso zu lieben wie das Ursprungs-Tier.
    Liebe Grüße
    Veronika

  15. #15
    AnnaS Guest
    Veronika, es ging mir um Aussagen wie "Torschlusspanik habe ich wegen meiner sensiblen Seele", "eine Zuchtstute ist etwas anders als ein Reitpferd" und "ich will Abstand von ihr gewinnen".

    Ein Pferd ist ein Pferd. Ob nun Zuchtstute, Freizeitpferd, Turnierpferd oder altes und krankes Pferd was nur auf der Weide steht.
    Abstand gewinnen würde ich von keinem meiner Tiere, wenn ich wüsste, dass es nicht mehr all zu lange leben wird, sondern ich würde die restliche Zeit genießen wollen und zwar ausschließlich mit diesem Pferd. Denn es gibt auch eine Menge schöner Dinge, die man mit einem Pferd machen kann, außer es zu "nutzen", in dem man reitet oder züchtet.
    Und genau darum geht es mir - das Tier als Partner zu sehen und nicht als Gebrauchsgegenstand, was einfach einen Zweck erfüllen muss.

    Aber wie gesagt, ich hab da eine andere Einstellung, und lass es damit gut sein.

    Viel Erfolg für deine Stute, das Fohlen und dich.

    Gruß
    Anna

  16. #16
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    Guten Morgen,
    ich wollte mich ursprünglich ganz heraushalten und habe mir für mich Gedanken zu dem Thema gemacht. Ich habe so in mich hineingehorcht, wie ich wohl handeln würde und ein Gedanke war dabei ganz stark. Ich kann es wirklich verstehen, dass man sich ein Fohlen von seinem geliebten Tier wünscht, denn es lebt in diesem Tier doch ein bißchen weiter. Allerdings steht bei mir immer das bereits vorhandene Tier ganz weit oben und ich hätte fürchterliche Angst, dass sich der Zustand im Lauf der Trächtigkeit verschlimmert und ich meinem geliebten Tier nicht helfen kann, da dadurch das Fohlen geschädigt werden könnte. Gerade bei den teuflischen Tumoren habe ich bei den Menschen schon so grausame Entwicklungen mitbekommen müssen und nicht nur da, sondern natürlich auch bei Tieren. Sie liefen heute noch ganz munter durch die Gegend und lagen wenige Zeit später im Sterben oder litten lange Zeit grausame Qualen, weil man Menschen ja nicht erlösen darf. Vielleicht übertreibe ich mit der Vorstellung, aber ich denke lieber im Voraus um Ecken weiter und bin vielleicht auch am Übertreiben, aber ich würde niemals dastehen wollen und genau das erleben, nämlich das ein Tier leidet und ich es bewußt in diese Situation gebracht habe, indem ich ihm noch einen Trost für mich selbst abverlangt habe.
    Ich hoffe natürlich, dass all das nicht eintrifft, die Stute alles wunderbar übersteht und noch eine schöne Zeit haben darf, ohne Schmerzen und dann in Würde sterben darf.
    Allerdings muß auch ich sagen, dass ich Antje und Anna zustimmen muß, da ich es verstehe, ich aber der Stute diese Strapazen nicht mehr zugemutet hätte, denn ich habe einen Sohn und weiß, was ein Körper bei einer Schwangerschaft und Geburt leisten muß. Ich hätte mich anderweitig nach einem Pferd umgeschaut. Es tut mir leid, dass ich trotz des Verstehens einerseits, dennoch am Ende auch nur Egoismus als Beweggrund sehen kann.
    Ich drück Euch alle vorhandenen Daumen, dass die Stute in der Trächtigkeit und der Geburt keine Beschwerden hat und auch anschließend noch einige Zeit mit ihrem Fohlen verleben darf.
    Alles Gute Euch

  17. #17
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    Also Mädels,

    ganz ehrlich ihr habt einen Hackenschuss!

    Nein! Das Pferd ist nicht totkrank! Mein Plan ist nicht, dass sie sich jetzt irgendwie mit letzter Kraft durch 11 Monate Trächtigkeit schleppt und ich dann das Fohlen bei mir Zuhause mit der Flasche aufziehen werde!

    Mein Plan ist, dass sie ein Fohlen bekommt und sich dann noch jahrelang auf der Koppel amüsiert und mit mir durch's Gelände bummelt. Das ist weder ohne Verstand, noch ohne Tierliebe, noch grausam, noch unüberlegt.

    Dieses Pferd wird an ihrer Krankheit nicht sterben. D.h. ich muss Gott spielen und sie töten lassen und da ich das weiss werde ich uns die restliche Zeit mit dem Pferd so angenehm wie möglich machen. Natürlich hoffe ich dass es ihr noch 10 Jahre gut geht, aber wenn es ihr nur noch 2 Jahre gut geht dann werde ich auch in 2 Jahren in der Lage sein sie zu erlösen. Und wenn es tatsächlich so sein sollte, dass es ihr schon in einem Jahr nicht mehr gut gehen sollte, dann wird sie trotzdem in der Lage sein, das Fohlen grosszuziehen, natürlich wäre das das schlimmste was passieren könnte, aber es geht. Deswegen habe ich in einem meiner ersten Postings die Stute erwähnt, bei der der Tumor den gesamten Kopf zugewuchert hatte und die damit noch 4 Fohlen bekommen hat. Das wird meine mit absoluter Sicherheit nicht tun.
    Liebe Grüße
    Veronika

  18. #18
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    ganz ehrlich ihr habt einen Hackenschuss!
    Ich schätze Deine bisherigen Beiträge, aber mit diesem Satz bist Du etwas über das Ziel hinausgeschossen, denn ich für meinen Teil lasse mir sowas nicht sagen. Ich habe Dir meine Gedanken und meine Meinung mitgeteilt (nach wirklich langem Warten) und dies habe ich in einem vernünftigen Ton und ohne Angriffshaltung getan.
    Es ist ein Forum und es sind insg. drei Leute, von vier, die Dir geantwortet haben, für sich auf das gleiche Ergebnis gekommen, nämlich dass das ein sehr riskantes Unterfangen ist, aber alle hoffen, dass es für Deine Stute gut ausgeht. Da es ein Forum ist, mußtest Du mit verschiedenen Reaktionen rechnen, denn auch wenn es der Stute gut geht, sie hat bereits ihr Todesurteil bekommen, das hoffentlich in weiter Ferne liegt, aber es führt kein Weg an der Tatsache vorbei, dass es sich um einen Tumor handelt und ein Tumor kann unberechenbar sein und das von Pferd zu Pferd verschieden.
    Jetzt mit so einem Satz um Dich zu schlagen, war nicht angebracht.
    Etwas enttäuschten Gruß

  19. #19
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    Hallo Inge,

    dass ich mit diesem Satz zu weit gehe, war mir schon klar, als ich ihn geschrieben habe. Ich habe das mit Absicht getan, weil ich Euch (in erster Linie Anna, aber auch Antje und Dich) mal wieder auf den Boden holen wollte.

    Ich vermute, dass die meisten Pferde mit einem progressiven Siebbeinhämatom irgendwann sterben ohne dass ihre Besitzer jemals mitgekriegt haben, dass dem Pferd überhaupt etwas fehlt.
    Nein, ich gehe kein großes Risiko ein. Ich gehe das Risiko ein, dass mein Pferd ein Fohlen bekommen soll und eine Trächtigkeit birgt immer Risiken, wie das Leben an sich.

    Ich war mir immer völlig sicher, dass mein Pferd mindestens 30 Jahre alt wird, eher 40 und es ist unglaublich hart für mich, dass sie das auf keinen Fall werden wird. Aber ich würde dieses Pferd niemals einem Risiko aussetzen nur weil sie noch einen Nutzen bringen muss. Sie musste überhaupt noch nie irgendwas und wir hatten schon immer ein absolut demokratisches Verhältnis, bei dem der dem es wichtiger war sich durchsetzen durfte.

    Gerade deshalb ist es echt hart für mich hier echt massiv beschuldigt zu werden, dass ich mein Pferd nicht einfach nur lieb haben kann. Ich kann das und es gibt kaum jemand der das besser kann als ich!
    Ich hatte überhaupt nicht vor hier über progressive Siebbeimhämatome zu diskutieren, da es da nichts zu diskutieren gibt.

    Anna hat mich hier als grausam und zutiefst materialistisch dargestellt und alle haben sich dann darauf eingeschossen.
    Ich gebe Anna ja in allen Punkten recht, nur auf mich und mein Verhältnis zu meinem Pferd trifft das kein bisschen zu.

    Deswegen hatte ich das echte Bedürfnis hier mal mit rüden Worten klarzustellen, dass ihr komplett auf dem Holzweg seid.
    Ich kann Dich verstehen, dass Du Dir nicht sagen lässt, dass Du einen Hackenschuss hast, aber genau darum ging es: Ich lasse mir nicht sagen (zumindest nicht von jemand der mich nicht kennt - jemand der mich kennt würde das nie sagen), dass mein Handeln grausam und gedankenlos ist!
    Liebe Grüße
    Veronika

  20. #20
    AnnaS Guest
    Veronika, auch ich habe deine Beiträge immer geschätzt, und tue es auch nach wie vor (auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind). Vielleicht hat mich dieser Beitrag von dir deshalb auch etwas "verwundert" (um es vorsichtig auszudrücken), weil du hier plötzlich als jemand erschienen bist, der sich selbst wichtiger erscheint, als das Wohl des Pferdes. Es mag ja sein, dass dem nicht so ist, und ich habe meine Bedenken in Sachen Risiko ja auch schon heruntergeschraubt. Das kannst nur du zusammen mit MEHREREN Tierärzten beruteilen (bitte nicht nur mit einem oder zweien, und bitte nicht allein, denn dazu fehlt dir das medizinische Hintergrundwissen).

    Wo ich mir jedoch anmaße zu urteilen ist die "ethische" Seite, und in der Hinsicht werde ich auch nicht von meiner Meinung abweichen. ICH finde sowas grausam. ICH könnte so etwas nicht machen und würde es auch bei niemandem unterstützen. Dass DU deshalb deine Meinung nicht änderst ist mir klar. Und dennoch darf ich hier meine Meinung sagen, weil wir hier (wie Inge ja schon sagte) in einem Forum sind, in dem man über Dinge redet und diskutiert. Und um das ganze nicht zu einem Streit kommen zu lassen oder um dich nicht zu verletzen (hab ich wohl eh schon), hab ich letztlich auch gesagt, ich würde mich nun aus dieser Diskussion heraushalten. Jetzt antworte ich eigentlich auch nur deshalb, weil es mehr in Richtung "Zwischenmenschliches" geht, und da hast du dich ziemlich über mich beschwert. Nehm ich dir nicht übel, und ich hoffe mal, du nimmst mir meine extrem andere Meinung auch nicht übel. Ich mag solche Sachen nur nicht gerne ungeklärt lassen.

    Weißt du, ich glaube sogar, dass ich dich wirklich gut verstehen kann, wenn du sagst, du bist eben seelisch so angegriffen, und es erscheint dir nun als "beste" Lösung, die Stute decken zu lassen. Ich hingegen bin der Meinung, dass du solch eine Entscheidung dann aber gar nicht objektiv genug beurteilen kannst, eben weil du zu emotional handelst bzw denkst.
    Es ist und bleibt aber deine Entscheidung, die du scheinbar unumstößlich getroffen hast. Und so bleibt mir nur, dir zu wünschen, dass alles so wird, wie du es dir wünschst, dass es sowohl Stute und Fohlen dabei gut gehen wird, und dass du diese Entscheidung nicht irgendwann mal bereust.

    Ich denke nicht, dass es jetzt irgendwo zwischen uns angespannt sein sollte, oder einen einen Groll auf den anderen hegen muss. Hoffe ich zumindest.

    Gruß
    Anna

  21. #21
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    Hallo Anna,

    ich habe zu Hause keinen Rechner, deswegen kommt meine Antwort dazu erst jetzt.

    Langsam glaube ich, ich bin nicht in der Lage mich auszudrücken. Aber ich versuche es jetzt noch einmal.
    Mir geht es ja genau um die ethische Seite.

    Ich habe den Eindruck, wenn ich geschrieben hätte: "Meine Stute hat 9 Jahre lang alles geleistet was sie konnte, sie ist jetzt auf dem Zenit ihres Könnens und deswegen möchte ich, dass sie jetzt ein Fohlen bekommt, schliesslich soll man aufhören wenn es am schönsten ist", dann hätten alle gedacht: "Tolle Entscheidung, das hat das Pferd wirklich verdient."

    Und vom Ergebnis her, ist das was ich jetzt mache genau das. Ich will jetzt aufhören sie zu reiten so lange es ihr gut geht und ich denke, dass sie eine ganz liebevolle Mutter werden wird.

    Wenn ich da rein zweck orientiert rangegangen wäre, dann hätte ich sie bei einem Züchter gegen eine patente Dreijährige eingetauscht. Schliesslich kostet diese ganze Hobbyzüchterei nur Geld und ob ein legitimer Nachfolger für meine heissgeliebte Stute rauskommt, kann ich auch nur hoffen. Und ich habe wenigstens die nächsten 4,5 Jahre nur Kosten ohne irgendeinen reiterlichen Nutzen zu haben.
    Ich mache das, weil es ein Herzenswunsch von mir ist, aber doch nicht gegen das Pferd sondern mit dem Pferd!
    Liebe Grüße
    Veronika

  22. #22
    katermama Guest

    Warum nicht?

    Hallo,

    also ich verstehe nicht wirklich genau, warum es ethisch verwerflich sein sollte, die Stute decken zu lassen. Ich kann die Beweggründe verstehen und denke, dass es für die Stute eine ganz normale Sache sein wird. Das Pferd weiss ja auch nicht, dass es krank ist. Wenn dann der Tierarzt auch noch sagt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Stute sich einen Trümmerbruch durch irgendeinen Unfall zuzieht genauso groß ist, wie dass der Tumor innerhalb der Schwangerschaft wächst und zum ernsthaften Problem wird - ist die Sache doch einfach zu entscheiden. Die Stute ist fit und doch eigentlich grad im richtigen Alter, um ein Fohlen zu bekommen. Also denke ich mir - warum nicht! Das ganze Leben besteht aus Risiken und oft genug weiss man gar nicht, was für Risiken man überhaupt eingeht. Aber hier hat sich doch jemand wirklich genug Gedanken gemacht und auch von tierärtzlicher Seite das ok bekommen. Der Stute wird es bestimmt gefallen einmal in ihrem Leben ein Fohlen zu bekommen und es großzuziehen.

    So das war jetzt meine Meinung zu dem Thema

    Viele Grüße an alle (egal ob meiner Meinung oder auch nicht)

    katermama

  23. #23
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    @ Katermama
    Genauso sehe ich es auch und ich bin froh, dass ich anscheinend doch nicht nur unverständliches Zeug schreibe.

    @ Anna
    Sorry, habe ich vorhin vergessen:
    Ich nehme Dir Deine abweichende Meinung überhaupt nicht übel und ich schätze Deine Beiträge hier im Forum sowohl weil sie mir kompetent erscheinen als auch weil Du immer und ganz konsequent auf Seiten der Tiere bist.
    Genau deswegen rege ich mich hier ja so auf. Ich bin mir völlig sicher, dass meine Entscheidung ethisch kein bisschen verwerflich ist und deshalb bin ich mir auch sicher, dass wir hier irgendwie aneinander vorbei reden, sonst würdest Du nicht so denken.
    Ich wäre jetzt nicht in der Lage gewesen sie einfach ins Gnadenbrot zu schicken, da hätte ich den Eindruck gehabt, sie auf's Abstellgleis zu schieben und das hat sie nicht verdient.
    Also vermenschlicht gesehen: Der Unterschied zwischen arbeitslos, Hausfrau und Mutter und Rentner. Und wenn man 40 ist und sich fit fühlt, dann ist Hausfrau und Mutter ein guter Zustand, Rentner ist unbefriedigend, schliesslich ist man das dann viel zu lange und arbeitslos ist sowieso unbefriedigend. Während mit 70 Rentner eine angemessene Beschäftigung ist.
    Liebe Grüße
    Veronika

  24. #24
    AnnaS Guest
    Hi Veronika

    Hm, nein ich denke nicht, dass wir aneinander vorbei reden. Aber danke für dein Kompliment (von wegen kompetenter Beiträge), was ich hiermit genauso an dich zurück geben möchte. Ich denke jedoch, dass jegliche Kompetenz in den Hintergrund rückt, wenn sich Emotionen und tatsächlich irgendo "moralische" Gedanken einmischen.

    Ich akzeptiere deine Einstellung und deine Entscheidung, keine Frage. Und dennoch würde ich diese Entscheidung nicht treffen und teile auch nach wie vor nicht diese Einstellung.

    Ich an deiner Stelle würde wohl wirklich eher versuchen, die Stute als Freizeitpferd weiterhin so zu reiten, wie es eben möglich ist, und ihr keinerlei Strapazen mehr zumuten wollen. Und eine Trächtigkeit und eine Geburt, aber auch die Fohlenaufzucht ist eben eine Strapaze. Und auch solche Strapazen können dazu beitragen, dass sich ein Krankheitsverlauf rapide verschlechtert. Und meine Stute wäre es mir wert, auf ein Fohlen zu verzichten, einen schlechteren Krankheitsverlauf nicht zu riskieren, usw.
    Aber darüber habe ich meine Meinung ja genug geäußert.

    Wie gesagt, ich wünsche euch wirklich, dass meine Befürchtungen in diesem Fall nicht zutreffen werden und ich Unrecht hatte. Und ich wünsche euch, dass ihr mit dieser Entscheidung glücklich werdet.

    @ Katermama:

    Woher weißt du denn, dass ein Pferd nicht weiß, ob es krank ist oder nicht? Pferde sind Lebewesen und sie merken rein instinktiv, ob mit ihnen alles ok ist oder nicht. Genau das befähigt sie überhaupt zu überleben.

    Gruß
    Anna

  25. #25
    Farrier Guest
    Hallo Veronika,

    Habe mit interesse Dein posting gelesen und frage jetzt ist Deine Stute schon traechtig? Wuerde mich einfach nur mal so interessieren.
    Ich habe meine Stute vor 4 Jahren decken lassen und sie hatte auch Bakterien bei der Tupferprobe gehabt. Aber das macht dem Hengst und der Stute nix aus nur das sie schlechter aufnehmen. Sie ist bis heute nicht traechtig obwohl ich es nochmal probiert habe.
    Willst Du das Fohlen behalten? Ach noch was hast Du einen Schimmel? Dachte nur weil die doch zu Melanomen neigen. Kenne auch so ein Pferd mit gutartigem Melanom ist jetzt leider auf einem Auge Blind deswegen geworden.

    Viele Gruesse Farrier

  26. #26
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    Hallo Farrier,

    sie wurde am 3. Juli gedeckt und wird morgen untersucht und ich bin echt aufgeregt. Vor allem da ich mir in meinem tiefsten Inneren völlig sicher bin, dass sie tragend ist. Ich wäre also echt enttäuscht, wenn sie es nicht ist, auch wenn es eigentlich egal ist.
    Es ist übrigens eine Fuchsstute und ein Hämatom ist ja kein Melanom, es ist meines Wissens nach nicht einmal Krebs. Es gibt bisher überhaupt keine Erkenntnisse wieso manche Pferde Siebbein-Hämatome bekommen, es gibt keinerlei Familien-, Rasse- oder Farbhäufungen. Zum Glück ist diese Krankheit aber auch so selten, dass statistische Erhebungen kaum möglich sind.

    Hast Du die Bakterien damals behandeln lassen? Der Hengsthalter hat mir gesagt, dass es nach der Behandlung keinerlei Beeinträchtigung mehr gibt, aber das muss er ja auch sagen - schliesslich will er mein ganzes Geld!
    Wenn Du dringend ein Fohlen willst, würde ich es mal mit einem Weidehengst versuchen, da werden fast alle Stuten tragend.

    Ich will das Fohlen unbedingt behalten! Aber ich gebe auch zu, dass ich ziemlich ehrgeizig bin. Ein paar Freundinnen von mir haben aus ihren wirklich ordentlichen Stuten ganz grauenvolle Fohlen gezogen und wenn mir das passiert dann überlege ich nochmal. Bevor ich einen Zwerg der sich bewegt wie ein Ferkel jeden Tag quäle, weil jedes Pferd über 1,50 springen kann und Mitteltrab lernen kann, würde ich ihn wohl doch eher als Freizeitpferd abgeben. Denn daran hätte ich keinen Spass. Aber wenn die Grundqualität stimmt (und die muss nur reell sein) dann wird das eines der unverkäuflichsten Pferden, die rumlaufen!
    Liebe Grüße
    Veronika

  27. #27
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    @all
    Pferde sind charakterlos! Da kümmert man sich 9 Jahre lang aufopferungsvoll und ohne Kosten und Mühen zu scheuen um ein Pferd und es braucht genau 2 Tage um einen zu vergessen!
    Früher hat sie immer gewiehert wenn ich in der Nähe war und ist mir hinterher gelaufen wie ein Hund. Jetzt rufe ich sie, sie kommt, holt sich ihre Karotten und geht dann ganz schnell wieder zurück zu ihrer Herde. Sie hat ganz offensichtlich überhaupt keine Meinung dazu sich mit mir zu beschäftigen. Und ich hatte solche Bedenken ob sie sich auf der Weide wohl fühlt, da sie immer so unglaublich menschenbezogen war und auch nach 5 Minuten Weide immer freudestrahlend mit mir mitgekommen ist - es sind eben doch Steppentiere.
    Und ich bin natürlich heilfroh, dass sie so glücklich ist!
    Liebe Grüße
    Veronika

  28. #28
    AnnaS Guest
    Veronika, ich verkneife mir jetzt jeglichen Kommentar bezüglich "glücklich sein auf der Weide" .
    Aber sag mal Bescheid, ob dein charakterloses Monster tragend ist. Interessiert mich natürlich auch

    Gruß
    Anna

  29. #29
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    Natürlich sage ich bescheid, aber erst am Montag, da ich jetzt Feierabend mache und vor Montag das Büro nicht mehr betreten werde!
    Liebe Grüße
    Veronika

  30. #30
    Farrier Guest
    Hallo Veronika,

    druecke Dir beide Daumen damit Dein "gemeines" Pferd ein nettes und korrektes Fohli bekommt. Das eigene Fohli ist bestimmt eh das beste und schoenste auf der Welt.
    Das mit dem Haematom und dem Melanom hab ich nicht auseinander halten koennen. Hab gemeint es ist das gleiche.
    Bei meiner Stute hab ich nur eine Rosse aussetzen muessen mit decken. Dann waren die Bakterien weg und sie hat nicht aufgenommen. Vielen Dank fuer Deinen Tip mit dem Weidehengst aber ich habe meinen persoenlichen Fohlentraum aufgegeben. Sie ist schon 20 Jahre alt und ich will das sie noch aelter wird...
    Du kriegst bestimmt ein ganz gutes Fohlen. Da bin ich mir sicher...

    Viele gruesse Farrier

  31. #31
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    Da ich immer noch hier bin, kann ich auch noch antworten

    Vielen Dank für's Daumen drücken!

    Ich habe eine braune Stute, die kinderleicht zu reiten ist, 2 m hoch springen kann und im Arbeitstrab schon die Hallenbeleuchtung austritt bestellt.
    Und da Diva ein sehr braves Pferd ist und mir immer wohlgesonnen war, denke ich dass sie das schon hinkriegen wird!
    Bevor mir erklärt wird, dass der Charakter viel wichtiger als Aussehen und Talent ist: Beide Eltern sind charakterlich absolut top, so dass ich das als gegeben hinstelle.

    Aber Farrier, Du hast natürlich recht, selbst wenn es ein ganz normales Pferd werden sollte (was natürlich nicht passieren wird, denn wie alle, züchte auch ich ein Weltpferd), werde ich darin immer das oben beschriebene sehen...

    Schönes Wochenende an alle!
    Liebe Grüße
    Veronika

  32. #32
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    Na dann alles Gute!

    Bin schon ganz gespannt, ob wir am Montag endlich Bescheid wissen!

    Sandra

    PS: Schoenes Wochenende, falls noch jemand so wie ich im Buero hocken muss!

  33. #33
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    Ich bin böse!

    Leider weiss ich immer noch nicht definitiv bescheid! Sie ist am Samstag untersucht worden und es sieht so aus als wäre da was, aber leider war es noch so klein, dass man noch nichts definitives sagen kann und sie wird morgen noch mal untersucht...

    Hallo! Irgendwie hätte man sich ja da die Untersuchung am Samstag sparen können, ich muss das alles bezahlen!

    Also bitte nicht falsch verstehen, ich zahle gerne alles, aber nichts völlig sinnloses.
    Liebe Grüße
    Veronika

  34. #34
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    Versteh ich!

    Sinnlos Geld zum fenster rauswerfen ist nie toll...

    Ich kenn mich da ja ueberhaupt nciht aus, aber kann es sein, dass sie vielleicht noch irgendwas anderes gecheckt haben, so dass es nicht umsonst war?

  35. #35
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    Sie ist nicht tragend

    Aber dafür ist sie rossig. Also wir probieren es jetzt nochmal
    Liebe Grüße
    Veronika

  36. #36
    AnnaS Guest
    Hmm, das tut mir leid. Ich drücke euch die Daumen, dass es diesmal klappt.

    Gruß
    Anna

  37. #37
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    Hi an alle,

    nur kurz zur Info, da es hier so heiss herging.
    Sie hat nicht aufgenommen und steht jetzt also völlig sinnlose auf der Wiese
    Von mir aus kann sie da so lange stehen bleiben wie es ihr gut geht und sie war echt genervt, als sie neulich mal für einen Tag in den Stall musste.

    Falls es ihr nächstes Jahr noch genauso gut geht wie momentan (der Tumor ist im letzten halben Jahr nicht gewachsen) dann versuchen wir das noch mal. Falls der Tumor wieder wachsen sollte, eben nicht.

    Es ist übrigens echt faszinierend wie schnell ein Sportpferd zu einem Weidepferd wird - auch und gerade optisch.
    Liebe Grüße
    Veronika

  38. #38
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    Hi Veronika!

    Dann guckt sie also fuer Laien jetzt schon aus als waere sie schwanger? Trottet vor sich hin, ist dreckig und so weiter?

    Naja, dann hat sie wenigstens ein schoenes Leben.

    Vielleicht erfuellt sich das Mutterglueck ja wirklich naechstes Jahr, wenn es denn sein soll.

    Knuddel sie mal von mir!

    Sandra

  39. #39
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    Hi Sandra,

    nein schwanger sieht sie nicht aus, aber das liegt hauptsächlich daran, dass die anderen Stuten bei ihr auf der Weide alle schon Fohlen hatten und echt kugelbäuchig sind, während sie ein eher kantiges, mageres Pferd ist.

    Aber sonst trottet sie dreckig, zottelig und langmähnig über die Weide und ist niedlich.
    Liebe Grüße
    Veronika

  40. #40
    kerstin_0510 Guest
    Hallo,
    bin aufgrgund des progressiven Siebbeinhämatoms auf diesen Eintrag gestoßen.
    Haben bei unserem 20-jährigen Wallach diese Diagnose gestellt bekommen.
    Er hatte schon immer mal wieder leichtes Nasenblaten, seit er vor 12 Jahren eine Lungenspülung hatte. Aber das hatte er so dreimal im Jahr mal an einem Tag. Jetzt blutet er an sich täglich leicht aus dem linken Nasenloch. Also haben wir den Tierarzt geholt, der meinte es handele sich um ein progressives Siebbeinhämatom. Von jedlicher Art der Behandlung rate er uns ab. OP zu gefährlich, lasern bringt nichts. Es geht ihm im Moment sehr gut. Er frisst normal, ist an sich fit und amüsiert sich mit seinen drei Damen im Offenstall. Auch reitmäßig ist er so weit fit. Er hatte vor 1,5 Jahren einen Sehnenschaden und hat sich dadurch aus dem Springsport verabschiedet, wird aber noch dressurmäßig und ins Gelände geritten.
    Eine Prognose gibt es an sich nicht. Solange es ihm so gut geht, sollen wir's so laufen lassen wie bisher und wenn's mal schlechter wird, muss man eben irgendwann den Schlussstrich ziehen. Er habe die Diagnose bei einem 8-jährigen gestellt, der dann noch etliche Jahre im Sport lief und erst mit 16 Jahren eingeschläfert werden musste.
    Es fällt uns aber schwer einfach so zu warten, was passiert, ohne irgendwie zu reagieren.
    Wie ist das mit der Laserbehandlung gelaufen, wo fand sie statt? Was ist das für eine Behandlung mit Formalin? Haben Sie Ihre Stute regelmäßig untersuchen lassen, um die Tumorgröße zu kontrollieren? .....?????

    Gruß
    Kerstin

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